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Bedingungsloses Grundeinkommen - Fluch, Segen oder schlicht unmöglich?

Dieses Thema im Forum "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" wurde erstellt von maske, 9. Oktober 2011.

  1. Harrypotter

    Harrypotter Erhabener auserwählter Ritter

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen - Fluch, Segen oder schlicht unmöglich?

    Menschen die allen Harz IV Empfängern Schmarotzertum vorwerfen sind zu faul um sich zu überlegen, dass das Leben million Fasseten hat.
    Der eine/r wird körperich oder seelisch krank und kann nicht mehr arbeiten. Der andre verliert mit 58 seinen Arbeitsplatz und wird nirgends wo mehr eingestellt.Der andre
    hat 3 Kinder und keinen Partner/in mehr und muss die Kinder hüten. Mancher ist 30 oder 40 und schreibt sich mit Bewebubgen die Finger wund und bekommt nur Absagen.
    Das Bedingungslose Einkommen wir kommen, aber wahrscheinlich erst in 30 oder 40 Jahren.
    Es führt kein Weg daran vorbei.
     
  2. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen - Fluch, Segen oder schlicht unmöglich?

    Gedanken zum Wert des Menschen abgetrennt. Jg, Mod
     
  3. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen - Fluch, Segen oder schlicht unmöglich?

    Die Schweizer haben heute eine Initiative für ein sehr stattliches BGE abgeschmettert.

    Bedingungsloses Grundeinkommen: Viel Beachtung fur einen Nonvaleur - NZZ Schweiz: Abstimmungen

    23.1% Ja-Stimmen gab es immerhin, in Basel-Stadt 36%. Es ging um stattliche CHF 2500.- pro Kopf, Nase und Monat. Wie können sage und schreibe 23.1% der Stimmbürger sich für so einen unsäglichen Blödsinn aussprechen, und wären es am Ende noch mehr gewesen, wenn nicht so eine verstiegene Summe im Raume gestanden hätte?
     
  4. Nachbar

    Nachbar Noachite

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen - Fluch, Segen oder schlicht unmöglich?

    Das halte ich gleichzeitig für äusserst wahrscheinlich, wie auch für sehr bedauerlich daß es nicht sogar bis zur Mehrheit reichte. Dann nämlich hätten es vielleicht die Schweizer ausprobiert und nicht wir. Es lebte sich schon im Kolosseum viel angenehmer auf der Tribüne als unten im Sand...
     
  5. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen - Fluch, Segen oder schlicht unmöglich?

    2500 Franken ist ein Witz. Das ist kein Grundeinkommen, das dürfte in vielen Fällen alleine ausreichend sein - nicht der Sinn der Sache. Eine andere Sache ist freilich, daß in unserer Arbeitswelt zunehmend Maschinen das Geld verdienen, Menschen immer weniger. Die werden von Computern kontrolliert, und es gibt auch schon Software, die sich selbst überwacht, Fehler bemerkt und ausbügelt. Autos werden ebenfalls bald ohne Menschen auskommen, und wer baut die Computer, die das alles ermöglichen? Maschinen.
    Erwerbstätigkeit als Grundlage für ein Einkommen wird allmählich abgeschafft, das alleine wird die Diskussion immer wieder anfachen, und spätestens wenn der Staat mehr Geld für eine Bürokratie ausgeben muß, als für etwa Sozialhilfe, die solche Probleme überwacht und deren Folgen ausgleicht, wird das BGE kommen.
    Aber bitte geerdet, und nicht traumtänzerisch..
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juni 2016
  6. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen - Fluch, Segen oder schlicht unmöglich?

    Und nun fragen wir uns, wie hätte das finanziert werden sollen?

    Ist ein Grundeinkommen finanzierbar? - grundeinkommen

    Von jedem Erwerbseinkommen werden CHF 2500.- requiriert und als BGE zurückerstattet. Hundert. Prozent. Grenzsteuersatz. Wer weniger als CHF 2500.- Einkommen hatte, der arbeitet künftig zum Vergnügen oder für Gotteslohn. Sein Nachbar zur linken, der nicht arbeitet, bekommt exakt dieselbe Kohle. Sein Nachbar zur rechten, der CHF 3000.- machte, hat jetzt aus Arbeit CHF 500.-, also noch ein volles Sechstel seines bisherigen Stundenlohnes.

    Hat sich von den 23.1% überhaupt irgendjemand dieses klägliche Zeug durchgelesen?
     
  7. DaMan

    DaMan Prinz des Tabernakels

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen - Fluch, Segen oder schlicht unmöglich?

    Klar, als Familie mit nur einem Einkommen erhöht man so das Familieneinkommen um CHF 2500.-. Wenn einem dann noch ein paar Kinder an der Uni am Geldbeutel hängen lohnt sich das richtig.
     
  8. Telepathetic

    Telepathetic Großmeister aller Symbolischen Logen

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen - Fluch, Segen oder schlicht unmöglich?

    Die gewünschte Einführung eines BGEs sieht für mich ein wenig wie der Versuch aus, die ausufernden Kosten des Sozialstaates zu verringern. Das BGE wird aber auch als Antwort auf die weitergehende Techni- und Digitalisierung der Arbeit angeführt. [Eine Konklusion dieses Beitrages muß ich leider ausfallen lassen, weil ich wahrlich keinen Überblick über die noch kommenden Auswirkungen der Techni- und Digitalisierung habe.]
     
  9. Osterhase

    Osterhase Geheimer Meister

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen - Fluch, Segen oder schlicht unmöglich?

    Eben auf tagesschau.de gelesen:

    Nun will Finnland also das bedingungslose Grundeinkommen
    in der Praxis ausprobieren.

    Finnland testet Grundeinkommen : 56 Euro "fur nix"? | tagesschau.de

    Im Prinzip finde ich ein bGe schon richtig. Es sollte aber dann
    doch so bemessen sein dass es zum leben reicht.
    Wenn man gezwungenermassen dazuverdienen muss
    ist es eben nicht mehr bedingungslos. Mit 560 Euros kann
    man in Skandinavien nicht leben. Was meint Ihr dazu?

    Bedingungslose Gruesse vom Haserl.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Dezember 2016
  10. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen - Fluch, Segen oder schlicht unmöglich?

    Daß es nicht finanzierbar und verdammt ungerecht ist. Aber immer her damit, ich weiß schon, was ich damit mache.
     
  11. Aragon70

    Aragon70 Auserwählter Meister der Neun

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen - Fluch, Segen oder schlicht unmöglich?

    Es hängt also an der Frage ob die Mehrheit trotzdem zusätzlich arbeitet oder nicht.

    Zumindest wird es jemandem mit einem Grundeinkommen einfacher fallen einen Job auch mal abzulehnen oder schneller zu kündigen. Der Effekt müßte sein das es viele offene Stellen im z.B. Altenpflegebereich, diversen Fabriken gibt die man nicht mehr so einfach besetzen kann.

    Entsprechend müßte man mehr bezahlen, Firmen die auf Billiglöhne setzen würden pleite gehen und Produkte würden teurer werden. Wenn Produkte teurer werden würde das Grundeinkommen nicht mehr ausreichen, also müßte man das erhöhen.

    Könnte dümmstenfalls eine Kettenreaktion nach sich ziehen.
     
  12. DaMan

    DaMan Prinz des Tabernakels

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen - Fluch, Segen oder schlicht unmöglich?

    Das ist halt der gleiche Witz wie mit dem Mindestlohn, nech?
    Ist er zu niedrig, ist der Effekt 0. Ist er zu hoch brechen Arbeitsplätze und Dienstleistungen weg.
     
  13. almende

    almende Ritter vom Schwert

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen - Fluch, Segen oder schlicht unmöglich?

    Vielleicht entwickelt es sich auch ganz anders:
    Grundeinkommen (nach Qualifikation) dafür
    keinen zusätzlichen Lohn/Gehalt bzw. Hartz

    Dafür wiederum muss jeder Leistungsbezieher
    einen Job annehmen - und von seinem spärlichen
    Lelstungsbezügen diesen gegen finanzieren.
    So spart sich die Wirtschaft
    - Arbeitnehmer Suche
    - Lohn-/Gehalt und Lohnkosten
    - kippt den Kündigungsschutz
    - kippt den Arbeitsschutz

    und es können endlich mal wieder
    Gewinne erwirtschaftet werden.
     
  14. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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  15. a-roy

    a-roy Mensch

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    Also iwie kapier ich das mit dem BGE nicht.
    Ich als Minimalberenteter habe ca.360€/Monat zum Leben zur Verfügung.
    Das AfSD übernimmt meine Miete+Nebenkosten für eine 54qm große Wohnung, ca. 470€/Monat.
    Klar, große Sprünge kann ich nicht machen, aber bei einer halbwegs vernünftigen Lebensweise komm' ich gut über die Runden (Urlaub auf den Malediven ist da natürlich nicht drin).
    Als vom Amt festgestellter Bedürftiger habe ich da auch kein schlechtes Gewissen und denke, dass andere Bedürftige ähnliche Leistungen beziehen können.
    Wieso soll nun jemand, der genug Geld zum Leben hat, vom Staat auch noch zusätzliches Geld bekommen?
    Und kommt mir nun bitte nicht mit einer Diskussion über 'der-eine-arbeit-du-Sozialschmarotzer-nicht'!
     
  16. almende

    almende Ritter vom Schwert

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    weil das BGE eine "Indirekte" Subvention wäre und
    Mietpreisbremse, Mindestlohn, usw. ausbremst bzw.
    unnötig macht.

    Eine allgem. BGE fließt umgehend zurück in den
    Wirtschaftskreislauf - ein Soziales Polster gibt es
    dann nicht mehr.
    Auch sind die Effekte (für´s Nichts-Tuen Geld bekommen)
    nur temporal - wenn die Preise für Miete, Nahrung, Krankenkasse,
    etc. ist es nichts anderes als ein staatlicher Lohn-/Gehalt-Zuschuss.

    Es kann sogar möglich sein, das man/sie es zurück zahlen muss,
    wenn es nicht nachweislich für die Lebenshaltungskosten benötigt
    wird, sondern z. B. für die Enkel/Urenkel gespart wird
     
  17. DaMan

    DaMan Prinz des Tabernakels

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    Weil sie sich mehr Geld für weniger Aufwand erhoffen und mehr Geld = besser.
     
  18. Manesse

    Manesse Großer Auserwählter

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    Es ist schlicht unmöglich!
     
  19. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Danke für diesen gehaltvollen Beitrag.
     

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