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Buddhismus

Dieses Thema im Forum "Glaube und Religion" wurde erstellt von Mietzi, 4. Januar 2018.

  1. Mietzi

    Mietzi Geselle

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    23. Dezember 2017
    Als Alternative zum Islam, Christentum, Judentum und Hinduismus.

    Ich selbst bin Buddhistin.
     
  2. Malakim

    Malakim Insubordinate

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    ... und worüber möchtest Du sprechen? Der Buddhismus ist eigentlich selten als Alternative aufgetreten, eher als Parasit oder Symbiont.

    Was reizt Dich an dieser doch recht negativen Religion? Warum sollte man unbedingt das Leben als Leid verstehen?
     
  3. Mietzi

    Mietzi Geselle

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    23. Dezember 2017
    Da versteht Du diese Religion völlig falsch. Die ist kein bißchen negativ, eher positiv zu deuten. Das Ziel der Meditation ist die völlige Befreiung und Loslösung aller irdischen, den Menschen verschlingenden Gier, sei es die Geldgier, Machtgier, Habgier etc.PP. Das, was die Menschen im Allgemeinen zum Krieg führen läßt, das ist auch die Besitzgier. Nun, davon bin auch ich nicht befreit und verteidige vehement, das, was mir gehört!!! Und tschüß, Malakim.
     
  4. die Kriegerin

    die Kriegerin Geheimer Meister

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    Jetzt bin ich aber etwas von einem ehemaligen Tibetbesucher überrascht.

    Lies das Tao de King

    und negativ? Wie kommst du auf einen sochen Blödsinn?

    Nur dein AUFGEBEN von Begierde... da KANN DIR KEINER HELFEN!

    Jeder muss sich selbst anstrengen -
    die Vollendeten verkünden nur, so lautete die Botschaft „Buddhas“.


    Buddha ist kein GOTT sondern ein Mensch, der wie alle anderen den Gesetzen von Werden und Vergehen unterliegt, der jedoch
    allen Hass,
    alle Begierde,
    allen Neid,
    alle Wünsche
    abgeworfen hat und Nirwana – höchste
    Glückseligkeit, Wunschlosigkeit, Nicht-mehr-geboren-werden-Müssen erreicht hat.
     
  5. Malakim

    Malakim Insubordinate

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    Wie kann man es denn positiv deuten wenn das Leben an und für sich als Leid begriffen wird?

    Aha, also ist das Ziel sich dem Leben zu entziehen?

    Was genau willst Du mit "und tschüß" kund tun? Das Du keine weitere Diskussion mir mir wünschst?
     
  6. Malakim

    Malakim Insubordinate

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    31. August 2004
    Solltest Du wissen, habe ich schon gelesen.

    Weil der Buddhismus wirklich recht negativ ist. Ich liebe das Leben und empfinde es nicht nur als Leid von dem man sich befreien müsste. Auch halte ich nicht viel von der östlichen Herangehensweise sich dem Leben zu entziehen um Erleuchtung zu finden.

    Ich halte die Positition als unbeteiligter Zuschauer als ungeeignet für mich.
     
    dtrainer gefällt das.
  7. Mietzi

    Mietzi Geselle

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    Malakim, Du besitzt die Fähigkeit, mir die Bedeutung meiner Worte ' umzudrehen'. Ich verstehe nicht, wie Du glauben kannst, das das Leben als Leidensprozeß verstanden werden muß. Ich selbst empfinde kein Leid oder seelischen Schmerz. Der Buddhismus will die Menschen von Leid und allem, was negativ ist, befreien. Das wirst Du irgendwann nach vielen Erleuchtungsmomenten vielleicht kampieren oder auch nicht. Jenachdem wie Dein 'religiöses' Empfinden und Verständnis ist.
     
  8. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    Tja, das ist dann rätselhaft:wo ich jemand von Leid oder Negativem befreien kann, muß es auch vorhanden sein, sonst geht das nicht. Denk doch mal nach, bevor Du schreibst...
     
  9. die Kriegerin

    die Kriegerin Geheimer Meister

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    Ja...und ich habe mir auch unsere ZEN Gespräche durchgeschaut...liegt auch oft wo auf.
    Bevorzuge ich auf alle Fälle dem Märchenbuch BIBEL:


    geht da da wie dem Goiserer...

    Negativtät wie Positivität durchziehen alle Religionen,
    der Mensch ist und bleibt im GRUNDE ein Genußmensch und dies bringt Negatives mit sich...
    das Loslösen eines Problems macht Schmerzen...(ganz einfache...Geldgier, Neid, Agressivität, Zorn..usw)

    bevor ich mich aber so diverse Glauben anschließe..würde ich den Buddhismus vorziehen
     
  10. KB_Snatch

    KB_Snatch Geheimer Meister

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    Kriegerin, da bin ich bei dir. Zumindest in seiner Zen-Ausprägung ist der Buddhismus für mich als irgendwie gearteter Atheist noch die symphatischste Religion.
    Vorallem sein introvertierter Charakter gefällt mir dabei ganz gut.

    Aufhorchen lässt mich dabei zum Beispiel auch, dass an der vordersten Front der Forschung heute zum Teil experimentell unter enormen Aufwand bestätigt wird, was sich buddhistische Denker vor hunderten von Jahren durch meditatives Nachdenken schon ausgemalt haben. Das ist zumindest ein sehr interessanter Aspekt.

    Auch dort, wo der Buddhismus eher ins philosophische driftet gibt es manches, wo ich als Rationalist sagen kann: dáccord!
     
  11. Malakim

    Malakim Insubordinate

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    31. August 2004
    Da Du ja nicht viel inhaltliches geschrieben hast, welche Worte könnte ich wohl umgedreht haben? Richtig keine.

    Ich habe mich mit dem Buddhismus befasst, Du wohl nicht?

    Ja, genau der Buddhismus will Leid reduzieren (leben ist leiden) und der Praktizierende zieht sich aus dem aktiven Leben möglichst zurück. Der östlicher Weg der Einweihung. Sowohl das eine als auch das andere empfinde ich als negativ und ersteres ist auch objektiv eine negative Sicht auf das Sein.
     
  12. Grubi

    Grubi Moderator Mitarbeiter

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    Moin

    Ich kann da gerade nicht folgen, gibt es dafür Beispiele?

    Gruss Grubi
     
  13. die Kriegerin

    die Kriegerin Geheimer Meister

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    Ja ZEN ist schon was ganz besonderes - und viele ZEN-Meister sind Buddhisten, doch auch dem Tao/Dao, Shintoisten, Juden, wie Christus zugetan.

    Gibt auch eine asiatische Weisheit.... Buddha zeigt uns den Weg zur Erleuchtung - Jesus ist der Weg der Erleuchtung.

    Da sind Sachen auf dem Weg, da würden so einige mit den Ohren hellhörig, doch dazu benötigt man schon eine Gruppe mit einem speziellem Lehrer, denk nur an die Shaolin-Mönche,

    doch auch viele Physiker sind unter den Buddhisten zu finden, jedoch keiner speziellen Glaubensrichtung zugetan, was Buddha ja nicht forderte. Denk nur an die Quantenphysik, die immer schon zugegen war, die fundamentalen Theorien - Plancks 1901 begonnene Quantenphysik, Einsteins 1905 begonnene Spezielle Relativitätstheorie - usw....die Dualität - Wirkung Ursache oder Sowohl als auch. Von Form und Leere wusstendie schon alles,wo sich der Mitteleuropäer jetzt od. seit dem 19. Jhdt. hinarbeitet.

    Dann schau die den Film im You Tube... Dr.Wayne Dyer Shift Das Geheimnis der Inspiration ...Teleportation von Gedanken...

    Welcher Glaubenrichtung gehören sie denn an? Interessiert mich.


    Leben ist Leiden, doch so eng kann man das nicht beschreiben. Doch denk nur dran ...20 kg Übergewicht und du willst abnehmen....ist dann schon ein Leid auf das üppigere Essen zu verzichten....ja usw
    ...je mehr LEID ich mir auferlegt habe; UMSO MEHR LEIDE ICH, da hilft kein Beichten gehen oder mich als Schaf zu fühlen, da muss ICH an mir arbeiten...
    hier würde ich keinen Gott verantwortlich machen...

     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Januar 2018
  14. die Kriegerin

    die Kriegerin Geheimer Meister

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    19. September 2017
    Welcher Richtung gehört jetzt wohl die Threatstellerin an?
    Bin gespannt.
     
  15. Elisabeth56

    Elisabeth56 Geselle

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    5. Januar 2018
    1. ist der Buddhismus keine Religion
    2.Kannst du noch so viel meditieren, frei wirst du davon von Nichts.
     
  16. KB_Snatch

    KB_Snatch Geheimer Meister

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    17. Dezember 2017
    Hi Grubi,

    Gerne. Der Illusionscharakter der Realität z.B. Wir sehen ja nicht die Welt „an sich“ sonder nur eine innere Interpretation gefilltert durch unsere Sinne. Ähnliches mutmaste man schon in der frühen Zeit des Buddhismus. Ohne eine Idee von z.B. UV-Strahlung, Infrarot oder auch Ultraschall zu haben, meiner Meinung nach eine beachtliche Leistung. Wir wissen heute von diesen Dingen und dass sie einen beachtlichen Anteil an der „Realität“ haben, ohne das wir sie selbst registrieren können. Von daher ist es für uns natürlich selbstverständlich.

    Zeit und Raum als eingentlich nicht dingliche Entität ist noch so ein Beispiel. Raum hat auf Quantenebene keinen Raumcharakter, wie wir das in unserer Realitätsabbildung erfahren, sondern eher so etwas wie ein Wirkradius in dem sich Teilchen im nicht klassichen Raumbegriff beeinflussen. Das ist für uns gedanklich eigentlich schon nicht mehr zu fassen, und ich tue mir auch schwer, dass jetzt in Worte zu packen, aber Raum ist nicht das, was wir uns darunter vorstellen. Aus der Perspektive löst du dann auch solche vermeintiche Logikbrüche wie Quantenverschränkungen auf. Kannst dann auch Zeit unabhängig vom konstanten Zeitpfeil viel eher erfassen. Damals mutmaste man schon, das Raum und Zeit wohl Illusion seinen, was wohl näher an dem ist, was Zeit und Raum sind, als das, wie wir die Dimensionen erfahren.

    Oder generell und stark vereinfacht der Verdacht, dass wir nicht das vor Augen haben, was wir glauben vor Augen zu haben, also die Auflösung des Modellcharakters in dem wir denken. Nimm einen Stuhl. Eigentlich ist dies eine Ansammlung von Teilchen, die aufgrund von Wechselwirkungen zusammenhalten. Das die Teilchen zusammen ein Stuhl sind, „wissen“ sie nicht. Erst in unserem Geist fassen wir den Haufen zusammen und machen ihn zum Stuhl, begreifen ihn als ein Ding, was er aber strenggenommen nicht ist. Und wo hört er eigentlich auf, gehörte die Beize noch dazu, das Abduften des Holzgeruches? Wenn wir ihn abbrennen, geht keine Information verloren, sie verteilt sich nur anders, dennoch sehen wir nicht mehr die Gesamtheit der eben noch als Einheit betrachteten Teilchen sondern nur Asche, den Geruch nach verbranntem, die Restwärme, den Rus an der Decke, die verrauchte Bude. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist dies auch ein wesenlticher Bestandteil des Meditierens.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Januar 2018
    a-roy, die Kriegerin, Lupo und 2 anderen gefällt das.
  17. die Kriegerin

    die Kriegerin Geheimer Meister

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    19. September 2017

    Schon mal ehrlich ausprobiert?
    Alternativvorschläge

    und Buddhismus ist echt keine Religion? Aha -wohwer weißt du das? Links bitte!
     
  18. a-roy

    a-roy Mensch

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    22. Oktober 2007
    Zum 'Leiden':
    Eine der 1.Sätze, die ich vor zig-Jahren beim Studium des Buddhismus gelesn hab', war:
    Leben heißt leiden. Leiden entsteht durch die Begierde zu haben und zu sein.
    Ich hab' das so verstanden, dass man zwar das Leben genießen sollte, sich aber nicht daran anhaften soll, denn alles, was ist, ist vergänglich.
    Auch die Begierde spielt für mich da eine Rolle:
    Wenn man nichts hat, will man etwas.
    Wenn man etwas hat, will man mehr.
    U.s.w.
    Und diese Gier entsteht imho aus Angst, nicht das zu bekommen, was man möchte oder der zu sein, der man sein will (gerade in beruflicher Hinsicht).

    Thema 'Erleuchtung':
    Da hab' ich mal einen schönen Satz gelesen:
    Der Erleuchtung ist es egal, wie man sie erlangt!
    In dem Sinne!
     
  19. Elisabeth56

    Elisabeth56 Geselle

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    5. Januar 2018
    @ die Kriegerin: Eine Alternative willst du zum Meditieren haben? Bitte schön: Befreie dich von Programmen, Glaubensmustern und Konditionierungen. Dafür brauchst du dich nicht hin zu setzen und die Augen zu schließen. Kurz gesagt: Erkenne was du bist.
    Das ist im übrigen die einzige Religion die Wirklichkeit ist. Alles andere sind Konzepte die Menschen unter Zwang stellen und ihnen Vorschriften machen. Du hast von Klein auf gehört was du sein sollst und wie du zu sein hast.Befreie dich davon und werde leer wie ein unbeschriebenes Blatt damit du darauf schreiben kannst. Links zum Selbst erkennen gibt es nicht. Das findest du alles in dir.
     
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  20. Nachbar

    Nachbar Prinz von Libanon

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    20. Februar 2011
    Gedanklich stelle ich mich gerade um 6:45 Uhr neben den Frühstückstisch eines Bauarbeiters der gleich zur Schicht muß, während seine Frau die beiden Kinder aus ihren Betten zu zerren probiert, und trage ihm diesen Satz vor...
     

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