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Die Eigentumsbestie - - vom Reichstagsabgeordneten Johann Most

Dieses Thema im Forum "Philosophisches und Grundsätzliches" wurde erstellt von Libertarian, 9. Dezember 2017.

  1. Libertarian

    Libertarian Gesperrter Benutzer

    Beiträge:
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    Registriert seit:
    7. Dezember 2017
    Quelle: https://www.anarchismus.at/anarchistische-klassiker/johann-most

    Der Mensch ist unter den Raubtieren das schlimmste. Das ist ein Ausspruch, den heutzutage viele tun, der aber nur bedingungsweise richtig ist. Nicht der Mensch als solcher ist ein Raubtier, sondern nur der Mensch in Verbindung mit Reichtum. Je reicher der Mensch ist desto stärker ist seine Gier nach weiterem Vermögen. Solch ein Untier, welches man Eigentumsbestie nennen kann, und das gegenwärtig die Welt beherrscht, die Menschheit unglücklich macht und mit dem Fortschreiten der sogenannten „Zivilisation“ an Grausamkeit und Schlingkraft gewinnt, soll im Nachstehenden gekennzeichnet und der Ausrottung empfohlen werden.

    Blickt Euch um! In jedem sogenannten „Kultur“-Lande gibt es unter je hundert Menschen etwa 95 mehr oder minder vollendete Habenichtse und ungefähr fünf Geldprotzen. Es ist nicht nötig, alle Schleichwege aufzusuchen, auf denen die Letzteren ihr Vermögen erworben haben. Der Umstand, daß sie Alles besitzen, während die Übrigen lediglich existieren, resp. vegetieren, läßt allein schon keinen Zweifel darüber aufkommen, daß die Wenigen auf Kosten der Vielen reich geworden sind.

    Bald durch das direkte brutale Faustrecht, bald durch List, bald durch Betrug hat sich diese Rotte des Grund und Bodens und aller darauf befindlichen Güter bemächtigt. Vererbung und vielfacher Händewechsel haben diesem Raub einen „altehrwürdigen“ Anstrich verliehen und dessen wahres Wesen verwischt; deshalb wird die Eigentumsbestie noch immer nicht als solche erkannt; sondern sogar mit heiliger Scheu respektiert.

    Und doch sind Alle, welche nicht zu dieser Art gehören, deren Opfer. Jeder Sprößling eines Nichteigentümers (Armen) findet bei seinem Eintritt in die Welt jedes Fleckchen Erde besetzt. Es gibt keine Güter, die nicht einen „Herren“ hätten. Ohne Arbeit entsteht aber nichts und um heutzutage arbeiten zu können, sind nicht nur Fähigkeit und Wille erforderlich, sondern auch Werkzeuge, Rohstoffe und Lebensmittel. Der Arme wendet sich daher notgedrungen an Jene, die alle diese Dinge in Hülle und Fülle besitzen. Und siehe da, es wird ihm seitens der Reichen die Erlaubnis erteilt, weiter zu existieren. Dafür hat er sich aber sozusagen seiner Kraft und Geschicklichkeit zu entäußern. Diese verwenden fortan seine vermeintlichen Lebensretter für sich. Denn Letztere spannen ihn einfach ins Joch der Arbeit; sie zwingen ihn, bis zur äußersten Grenze körperlicher und geistiger Anstrengung neue Schätze zu erzeugen, nach denen er aber nicht seine Hände auszustrecken berechtigt ist. Würde er sich lange besinnen wollen, solch’ einen ungleichen Handel abzuschließen, so belehrte ihn doch bald sein knurrender Magen, daß der Arme hierzu keine Zeit hat.

    Und da viele Millionen ganz in der nämlichen Lage sich befinden, wie er, so setzt er sich obendrein der Gefahr aus, daß sich, während er sich besinnt, hundert Andere um seine Stelle bewerben, so daß er neuerdings in der Luft hängt. Furchtbar schwingt seine Peitsche der Hunger über dem Kopfe des Armen. Um zu leben, muß er sein eigenes Ich täglich und stündlich freiwillig verkaufen.

    Es waren entsetzliche Zeiten, als die herrschenden Klassen auf die Sklavenjagd gezogen waren und Jene, die in ihre Hände fielen, in Ketten schlugen und mit Gewalt zur Arbeit zwangen. Ungeheuerlich sah es aus in der Welt, als die christlich-germanischen Räuber ganze Länder stahlen, den Boden den Völkern unter ihren Füßen hinweg zogen und sie zum Frondienst preßten. Den Gipfel der Schmach aber hat erst die heutige „Ordnung“ erzeugt: denn sie hat mehr als neun Zehntel der Menschheit um ihre Existenzbedingungen betrogen, in Abhängigkeit einer winzigen Minderheit versetzt und zur Selbsthingabe verdammt, gleichzeitig jedoch dieses Verhältnis dermaßen durch allerlei Formeln verhüllt, daß die Hörigen der Neuzeit – die Lohnsklaven ihre Rechtlosigkeit und Knechtschaft nur zum Teil erkennen und geneigt sind, sie dem Glücks-, resp. Unglücksfalle zuzuschreiben.

    Diesen gräßlichen Zustand zu verewigen, das ist das einzige Streben der „vornehmen“ Welt. Unter sich sind zwar die Reichen nicht immer einig; im Gegenteil sucht Einer den Anderen durch Handelskniffe, Spekulantenlist und Konkurrenzmaximen zu übervorteilen; allein dem Proletariate gegenüber stehen sie als eine geschlossene feindliche Masse da. Ihr politisches Ideal ist daher – aller freisinnigen Redensarten ungeachtet – ein möglichst starker und ruppiger Büttelstaat.

    Bettelt der Arme, der momentan außer Stande ist, sich an einen Ausbeuter zu verkaufen, oder den die Eigentumsbestie bereits zur Arbeitsunfähigkeit ausgeschunden hat, so sagt der satte Bourgeois, das sei Vagabundage, und er ruft nach Polizei; er verlangt Stockprügel und Zuchthäuser für den armen Teufel, der nicht zwischen Bergen von Lebensmitteln verhungern will. Greift der Arbeitslose gar zur sonst so viel gepriesenen Selbsthilfe, tut er im Kleinen, was die Reichen täglich ungestraft im Großen tun, d.h. stiehlt er etwa, um existieren zu können, so sammelt die Bourgeoisie glühende Kohlen „sittlicher“ Entrüstung über seinem Haupte und überantwortet ihn mit strenger Miene dem Staatszwinger, um ihn dort desto entschiedener (wohlfeiler) auszubeuten.

    Verbinden sich die Arbeitsleute, um gemeinsam höhere Löhne, kürzere Arbeitstage u.dgl. zu ertrotzen – sogleich zetert das Protzentum, das sei Konspiration und müsse hintertrieben werden. Organisieren sich die Proletarier politisch, so ist das ein Verstoß gegen „göttliche Weltordnung“, der durch Ausnahmegesetzgebung zu Nichte gemacht werden muß. Denkt schließlich das Volk ans Rebellieren, so erschallt in der ganzen Welt ein Wutgeheul der Goldtiger ohne Ende. Sie lechzen nach Massakres und ihr Blutdurst ist unstillbar.

    Das Leben des Armen gilt dem Reichen ohnehin für Nichts. Als Schiffseigner setzt ganze Bemannungen aufs Spiel, wenn es darauf ankommt, hohe Versicherungsprämien für halbverfaulte Fahrzeuge zu ergaunern. Schlechte Ventilation, zu tiefer Bau, mangelhafte Stützung usw. bringen jährlich vielen Tausenden von Bergleuten den Tod, erhöhen aber den Gewinn, daher es für die Grubenbesitzer dabei sein Bewenden hat. Nicht mehr kümmert sich Fabrikpascha darum, wie viele „seiner“ Arbeiter von Maschinen zerrissen, durch Chemikalien vergiftet oder in Dunst und Schmutz langsam erstickt werden. Der Profit ist die Hauptsache.

    Weiber sind billiger als Männer, daher saugt jeder kapitalistische Vampir mit ganz besonderer Vorliebe Weiberblut. Obendrein liefert ihm die Frauenarbeit wohlfeile Maitressen. Kinderfleisch ist das billigste; was Wunder, daß die Kannibalen der modernen Gesellschaft ständig ihre Zähne fletschen nach jugendlichen Opfern. Was haben sie darnach zu fragen, daß die armen Kleinen auf solche Weise verwahrlost und verkrüppelt werden! Während Tausende davon im zarten Alter, ausgemergelt und elend in die Grube sinken, steigen die Aktien. Das genügt!

    Da die Bourgeoisie vermöge ihres Kapitals alle neuen Erfindungen nur für sich allein in Anspruch nimmt, hat jede neue Maschine, statt Arbeitszeitverkürzung und Erhöhung des Lebensglücks für Alle, nur Entlassung aus dem Geschäft für die Einen, Lohnherabsetzung für anderen, stärkere Verelendigung für das ganze Proletariat zur Folge. Wenn aber die Vermehrung der Produkte begleitet ist von einer zunehmenden Verarmung der Volksmassen, so muß die Konsumtion gleichzeitig abnehmen; es müssen Stockungen und Krisen eintreten. Eine Fülle von vorhandenen Schätzen in den Händen Weniger muß Hungertyphus unter der Masse erzeugen. Das Verkehrte, ja Wahnsinnige eines solchen Zustandes liegt auf der Hand. Die Protzen aber zucken mit den Achseln darüber. Das werden sie so lange treiben, bis über ihren Achseln ein wohlgeschlungener Strick alle Zuckungen endet.

    Aber nicht bloß als Produzent wird der Arbeiter in der mannigfaltigsten Weise geschröpft, sondern auch als Konsument. Sein kärgliches Einkommen suchen ihm zahlreiche Schmarotzer schleunigst wieder abzujagen. Wenn die Waren bereits durch allerlei Börsen und Grossistenlager gewandert sind und durch verschiedenartige Makler- und Jobberprofite, durch Zölle und Taxen Preisaufschläge erfahren haben, kommen sie endlich zum Krämer, dessen Kunden fast ausschließlich Proletarier sind. Großkapitalisten „machen“ d.h. ergaunern vielleicht 10–20 Prozent Gewinn bei ihren Umsätzen; der Krämer will mindesten 100 Prozent haben. Er bedient sich zur Erzielung dieses Resultats verschiedenartiger Kniffe; insbesondere treibt er die schamloseste Warenverfälschung. Verwandt mit diesen Betrügern sind die zahllosen Bierpantscher, Schnapsverderber und sonstigen Giftmischer, welche in alle großen Städten und industriellen Distrikten jede Gasse unsicher machen. Ferner sinnen die Hauspaschas ohne Unterlaß darüber nach, wie sie das Leben der Proletarier verbittern könnten. Die Wohnungen werden immer schlechter, die Mieten höher, die Kontrakte niederträchtiger. Mehr und mehr werden die Arbeiter zusammen gepfercht in Hintergebäuden, in Dachkammer und Kellerlöchern, die voll von Wanzen, feucht und moderig sind. Gefängniszellen sind häufig von zehnfach gesünderer Beschaffenheit.
     
  2. Libertarian

    Libertarian Gesperrter Benutzer

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    7. Dezember 2017
    Auf gütlichem Wege ist da nichts zu Erhoffen; höchstens hat das Proletariat Spott und Hohn zu gewärtigen, wenn es so kindisch ist, seinen Todfeinden mit Petitionen, Abstimmungen u. dgl. Harmlosigkeiten Respekt einflößen zu wollen.

    Allgemeine Volksaufklärung, sagen manche, werde Wandel schaffen; allein dieser Rat bleibt wesentlich auch nur eine Phrase; denn die Volksaufklärung wird erst dann allgemein möglich sein, wenn die Hindernisse, die sich derselben gegenwärtig in den Weg stellen, beseitigt sind. Und das ist nicht eher der Fall, als bis das ganze heutige System von Grund aus zerstört ist.

    Damit soll natürlich nicht gesagt sein, daß in dieser Richtung gar nichts geschehen solle oder könne. Nein! Wer immer die Niederträchtigkeit der jetzigen Zustände erkannte, hat die heiligste Pflicht, überall seine Stimme zu erheben, um dem Volke über diese Dinge die Augen zu öffnen. Man muß sich aber hüten, diesen Zweck durch hochgelehrte Betrachtungen erreichen zu wollen. Möge das den ehrlicheren Männern der Wissenschaft überlassen bleiben, die auf solche Weise der sogenannten „gebildeten Welt“ die Schminke der Humanität von der häßlichen Raubtierfratze kratzen. Die Sprache, welche das Proletariat verstehen soll, muß einfach und kräftig sein.

    Wer diese führt, wird stets von der herrschenden Sippschaft der Aufreizung geziehen, grimmig gehaßt und verfolgt werden. Daraus können wir ersehen, daß die einzig mögliche und praktische Aufklärung aufreizender Natur sein muß. – Reizen wir also auf!

    Zeigen wir dem Volke, wie es durch Land- und Stadtkapitalisten um seine Arbeitskraft betrogen wird; wie es Krämer, Haus- und andere Wirte um den kargen Lohn prellen; daß ihm Kanzel-, Press-, Partei- und andere Pfaffen den Verstand zu töten suchen; wie zahllose Büttel ewig bereit sind, es zu malträtieren und zu tyrannisieren – endlich muß ihm die Geduld ausgehen. Es wird rebellieren und seine Feinde zermalmen.

    Die Revolution des Proletariats, der Krieg der Armen gegen die Reichen, ist der einzige Weg, der zur Erlösung führen kann.

    Aber, wenden Andere ein, Revolutionen lassen sich doch nicht machen. Gewiß nicht, aber vorbereiten kann man dieselben, indem man das Volk darauf aufmerksam macht, daß solche Ereignisse vor der Türe stehen, und indem man es herausfordert, sich zu rüsten.

    Die kapitalistische Entwicklung, von welcher viele Theoretiker behaupten, daß sie bis zur völligen Austilgung aller kleinbürgerlichen Existenzen gediehen sein müsse, ehe die Vorbedingungen zu einer sozialen Revolution gegeben seien, hat bereits einen solchen Höhepunkt erreicht, daß ihr weiterer Fortgang nahezu unmöglich geworden ist. Allgemein großindustriell kann nur dann produziert werden, und allgemeiner Großbetrieb auf dem Lande kann nur dann stattfinden, wenn die Gesellschaft kommunistisch organisiert ist und wenn – was sich im letzteren Fall ganz von selbst versteht – mit der Entwicklung der Technik der Verkürzung der Arbeitszeit und die Erhöhung des Verbrauchs gleichen Schritt halten.

    Das ist auch leicht einzusehen. Da beim Großbetrieb 10 Mal, in manchen Fächern sogar 100 Mal mehr produziert wird, als die betreffenden Arbeiter an gleichwertigen Waren verbrauchen, so bekommt die Trommel alsbald ein Loch. Bisher ist die überschüssige Differenz deshalb weniger vermerkt worden, weil der weitaus größte Teil des sogenannten „Gewinnes abermals kapitalisiert, d.h. zu neuen kapitalistischen Anlagen verwendet worden ist, und weil die weitest entwickelten Industriestaaten nach weniger fortgeschrittenen Ländern Ungeheure Warenmassen exportierten. Jetzt fängt die Sache aber an, in dieser Beziehung gewaltig ins Stocken zu geraten. Der Industrialismus hat überall ungeheure Fortschritte gemacht; damit kommen Ausfuhr und Einfuhr mehr und mehr ins Gleichgewicht und schon deshalb lohnen sich neue Kapitalanlagen immer weniger, ja sie werden unter solchen Umständen bald ganz und gar untunlich erscheinen. Ungeheure Weltkrisen werden dieses Mißverhältnis gar bald zum allgemeinen Verständnis bringen.

    Somit ist Alles für den Kommunismus reif; es brauchen nur dessen interessierten Gegner, die Kapitalisten und ihre Helfershelfer, beseitigt werden. In der Zeit der, wie gesagt, bevorstehenden Krisen wird das Volk auch genügend zum Kampfe bereit gemacht werden. Und es handelt sich dann nur darum, ob überall ein gehörig geschulter revolutionärer Kern vorhanden ist, der das Zeug dazu hat, die durch Arbeitslosigkeit und Elend aller Art zum Aufruhr getriebenen Volksmassen um sich zu kristallisieren und die so geformte gewaltige Kraft behufs Zertrümmerung des Bestehenden in das Spiel zu bringen.

    Arbeiten wir also überall auf die Revolution hin, ehe es zu spät ist! Der Sieg des Volkes über seine Blutsauger und Tyrannen wird dann nicht ausbleiben können.
     
  3. Feuerseele

    Feuerseele Geheimer Meister

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    Hallo Liberarian,
    Eigentum finde ich in einem gesunden Maß wichtig und richtig. Eigentum bedeutet auch Freiheit. Wer ein Eigentum hat ist frei in der Gestalltung dessen. Das ist in Mietshäusern sehr oft nicht der Fall, wo z.B. ein Nagel in der Wand erst erlaubt sein muß.
    Eigentum sollte nur nicht zum Vermögen ausarten, welches dazu führt dass irgendwann wenige Menschen die ganze Welt besitzen. Da Menschen nicht immer einen edlen Charakter haben oder beibehalten, könnte es zu Tyrannei kommen.
    Eigentum sollte man m.E. von Vermögen unterscheiden und besser differenzieren.

    EIGENtum ist wichtig weil jeder Mensch sowieso ein Dach über den EIGENEN Kopf braucht!
    Ob dieses Dach über den eigenen Kopf, Eigentum ist oder nicht, ist absolut total irrelevant! Weil es wirklich irrelevbant ist, kann dieses Dach auch Eigentum sein. Wohnen muß JEDER sowieso.
    Ein Mindestmaß an Eigentum könnte es m.E. geben.
    Eine Diskusion über ein Mindest-Eigentum und ein Höchst-Eigentum macht m.E. mehr Sinn, als die grundsätzliche Ablehnung von Eigentum.
    Da jeder Mensch sowieso ein Dach über dem Kopf braucht, muß der Mensch ja auch sowieso IMMER irgendwo wohnen können. Es ist demnach also logisch egal ob dies sodann ein Eigentum ist oder ob der Mensch nur in einer Wohnung wohn die ihm nicht persönlich gehört.
    Dass der Mensch wohnen muß ist ja sowieso Fakt.
    Weil es sowieso Fakt ist, dass der Mensch irgendwo wohnen muß, spielt es auch absolut keine Rolle, ob eine Wohnung sich auch Eigentum nennt.
    Es kann also logisch 2 Versionene geben. Entweder ein angemessenes Eigentum oder die Sicherheit einer Wohngelegenheit als Nichteigentum. Fakt ist, dass Wohnraum für alle Menschen gesichert sein muß, weil der Mensch nun mal eine Behausung braucht. Es geht um die Sicherheit einer Bleibe. ...ein "Nest, Höhle"... der Mensch ist ein Tier o h n e Federn und Fell!
    Es liegt in der Natur der Sache "Mensch" dass der Mensch einen Wohnbereich braucht.
    Dies ist ein GRUNDBEDÜRFNIS des Menschen. W e i l es ein Grundbedürfnis ist, ist es total egal ob das nun Eigentum oder Nichteigentum IST.
    Aus der Logik der Sache heraus, kann es Eigentum geben.
    Es müssen nicht alle Mensch kein Eigentum haben um alle Mensch GLEICH zu stellen!
    Eigentum ist doch nur die ortsgebundene Form der selben Sache die es auch in wandelbarer, flexiblen Form gibt.
    Manche Menschen neigen zur örtlichen Bindung, andere sind eher "Wanderer". Der Mensch ist nun mal immer in 2 Extremen aufteilbar und damit in 2 Extremen analysierbar.
    Aus den 2 Extremzuständen kann immer 1 Mitte gezogen werden die ihren logischen Spielraum hat, also auch ein Maß erkannt werden kann. Die 2 Extreme haben einen kleinen Spielraum weil sie sonst ihr Sein ALS Extrem verlassen würden, die 1 Mitte hat einen größeren Spielraum WEIL sie die Mitte ist und zwischen 2 Extemen herrscht. Wie 2 Schnurenden nun mal nur die 2 Enden sind und die länge der Schnur die Mitte ist.
    Der Mensch ist in seinem Wesen verschieden, doch innerhalb DER Menschheit gibt es unter den Menschen immer 2 Extremzustände.
    Am Beispiel des Bedürfnisses nach einer Wohnung sind manche Menschen lieber im Besitz eines Eigenheimes und andere lieber nicht. Das sind die 2 menschliche Haupt-Willen zum Thema Wohnen.
    Würde man diese 2 Willen nicht berücksichtigen, existiert automatisch für eine gewisse Menschenmange eine Diktatur!
     
  4. Feuerseele

    Feuerseele Geheimer Meister

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    458
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    31. Oktober 2017
    Was man hierzu m.E. auch bedenken sollte, ist dass jedes Eigentum ob es im eigenem Besitz ist oder nicht, immer auch Geld kostet dies zu Erhalten. Wer würde denn noch sein Geld für die Erhaltung von Wohnungen stecken? Würde der Mensch sein Geld dann nicht lieber für Vergnügen ausgeben? Wer hätte noch Sinn für Erhaltung und Wohnraumgestalltung? Würden viele Gestalltungskünsteler ihre Arbeit verlieren?
    Würde es den Kosum von Verbrauchs-Gütern erhöhen und z.B. zu noch mehr Flugreisen führen? Menschen die Eigentum haben, stehen ja auch in der Verantwortung ihren Besitz zu Erhaltens und zu Renovieren.
    Würde es nicht zu noch mehr k u r z l e b i g e n Verbrauchsverhalten des Konsumierens kommen? Dies würde der Umwelt mehr schadet weil so in kürzerer Zeit mehr verpufft wird.
    Wenn der Mensch das Geld für den Erhalt verwendet, dem was er ja immer, sowieso, und notwendigerweise braucht, hat dies doch einen l ä n g f r i s t i g e n Wert.
    Ich denke, dass sich das minderwertige Kaufverhalten erhöhen wüde, weil kein Mensch mehr Eigentums-Verantwortungssinn entwickeln könnte.
    Geld ist Energie und kann sehr schnell vergeuget werden oder für haltbarere Dinge verwendet werden. Eigentum ist so ein erhaltenswertes Ding.
    Der zu schnelle Verbrauch von Gütern (Wegwerfgesellschaft) würde sich m.E. erhöhen wenn alle Menschen kein Eigentum hätten.
    Auch würde die Individallität des Wohnens verloren gehen. Wer würde noch den Sinn entwickeln z.B. einem Gärtner anzuwerben um seinen Garten zu gestallten? Wenn man nicht sicher sein kann, in einer Wohnung für immer bleiben zu können, werden diese auch nur 0815 renoviert. Wer hätte da noch Sinn für wirklich schönes und ggf aufwendig künstlerisches an Gestalltung?
    So wie man den Schneider heutzutage schon weniger braucht als früher, so wären bald auch andere Berufedem aussterben nahe.

    Erbe:
    IM Erbe steckt die Energie der geleisteten Arbeit der Eltern/Familie.
    Diese Eltern haben ihr Geld nicht verlebt, verschwendet, verblemmpert und durch EIGENvergnügliche Flugreisen der Umwelt Schaden zugefügt.
    EIGENTUM oder EIGENVERGNÜGEN ??? WAS wird denn wirklich unterstützt???

    Erbe IST ein sicheres umweltfreudliches Mittel!
    WEIL jedes Erbe Erhaltungskosten hat, kann der Erbe weniger Geld-Energie in die Luft verpulvern.
    Wohnraum IST IMMER eine NOTwendigkeit und daher auch der ERHALT des Wohnraumes.
    Es ist also logisch umweltfreundlicher Wohnraum zu erhalten und zu renovieren WEIL dieser immer NOTwendig ist.
    Eine Flugreise ist nie NOTwendig für das Leben.

    Erbe ist ERHALTENE Energie die dem Erben immer Erhaltungsenergie kostet.
    Egal wem ein Haus gehört, also egal ob Eigentum oder Staatseigentum, Kosten sind IMMER da!
    Jeder weiß dass Geld ruckzuck ausgegeben sein kann. Verkonsumiert ist Geld sehr schnell.
    Also sind Erben und Eigentumsbesitzer Konsumenten, die Energie für etwas ausgeben, dass IMMER vorhanden sein muß. Wärend eine Flugreise keine Notwendigkeit des Vorhandenseins besitzt.
    Erben müssen immer in etwas investieren was SOWIESO IMMER GEBRAUCHT wird!
    Erbe braucht einen geissen Erhaltungs-Schutz!!!

    Natürlich muß kein Mensch mehr Häuser haben als er einen Hintern hat.
    Keiner kann zeitgleich auf 2 Pferden reiten oder gleichzeitig in 2 Betten schlafen.

    Wer mit seinem Gehalt niemals ein Haus erwerben kann, dieses bestenfalls nur erhalten kann, dem sollte doch wenigstens sein Erbe nicht genommen werden.
    Erbe = angelegte Arbeitskraft der Eltern. Also ein privat Eigentum der Eigentums-Energie-Kraft AUS Arbeits-Eeigen-Leistung.
    Also private ZEIT und Geld-Energie. Per persönlicher EIGEN-LEISTUNG um das Dach über dem Kopf zu gewähren und zu erhalten und deren Erhalt immer existieren wird.
    Ein gewisser Steuerfreibetrag muß erhalten bleiben.
    Gerade WEIL Besitz ein Zeichen dafür ist, dass der Mensch nicht in Verschwendung gelebt hat und es auch nie kann, da ein Eigentum immer auch erhalten werden muß.

    Um GEGEN Verschwebdung anzugehen gibt es kein Mittel ABER das eine Mittel das zumindest etwas der Verschwendung entgegenwirken kann IST das Eigentum und Erbe.
    Es wäre m.E. sehr dumm, wenn man Eigentum abschaffen würde und das Erbe erschweren würde.

    Die Frage ist wirklich diese: Eigentum ODER Verschwendung???
    Was soll gefördert werden??? Was sit wirklich das sinnvollere?
    Ich meine dass das Eigentum das Sinnvollere ist. Aber: ALLES hat ein rechtes Maß!
     

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