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Energiewende

Dieses Thema im Forum "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" wurde erstellt von ThomasausBerlin, 19. Oktober 2013.

  1. ThomasausBerlin

    ThomasausBerlin Ritter Kadosch

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    Im Chat fiel mir auf - es gibt doch immer noch Zeitgenossen, die die Energiewende, also das "Weg von Atomkraft und Öl" und die Hinwendung zu Wind/Wasserkraft, Sonnenkraft, Biogasanlagen etc als "Quatsch" ablehnen....

    Nun denn - lasst uns darüber diskutieren.....
     
  2. a-roy

    a-roy Mensch

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    AW: Energiewende

    Kein Quatsch, aber imho zu schnell+unausgegoren!
     
  3. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    AW: Energiewende

    Genauer gesagt: Verstiegen, teuer und sinnlos in einem Ausmaß, das sich nur mit den Wahnsinnsprojekten der Sowjetunion vergleichen läßt.
     
  4. a-roy

    a-roy Mensch

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    AW: Energiewende

    Ich hätte gerne diskutiert: Warum so schnell? Was steckt dahinter? Die Politrickser machen doch nix ohne Absegnung der HERRSCHENDEN!
     
  5. DaMan

    DaMan Prinz des Tabernakels

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    AW: Energiewende

    Natürlich ist sie Quatsch, Quatsch wahrhaft biblischer Dimensionen.
    Man kann mit unzuverlässigen Energiequellen keine zuverlässige Energieversorung aufbauen. Schlimm genug, das erwachsenen Menschen erklären zu müssen, viel schlimmer dass sie es nicht verstehen.

    Weil nach einem Tzunami in Japan mit 30.000 Toten plötzlich halb Deutschland "Abschalten! Sofort!" geschrien hat, woraufhin alle Planungen zu einem langsamen und billigen Ausbau der EEG aus dem Fenster flogen und ein Ethikrat auf Druck der Öffentlichkeit beschlossen hat, Atomstrom sei nicht mehr zu verantworten. Und aus einem Grund, den ich immer noch nicht verstehe, wird immer so getan, als sei das EEG die einzige Alternative zu Atomkraft. Das ist natürlich so falsch, da stimmt nichtmal das Gegenteil, aber hier geht es um Weltanschauungen, nicht um Realitäten.
    Selber Schuld. :egal:
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Oktober 2013
  6. a-roy

    a-roy Mensch

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    AW: Energiewende

    Ach, + die HERRSCHENDEN reagieren auf Druck der Öffentlichkeit, DaMan?
     
  7. dtrainer

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    AW: Energiewende

    Oh, meinst du. Ich denke ja, dieser Absatz müßte so lauten:

    Weil nach einem Tzunami in Japan mit 30.000 Toten plötzlich einer atomfreundlichen Kanzlerin auffiel, daß die Bevölkerung ja mehrheitlich gegen Atomkraft ist und somit ihr "zurück marschmarsch" - also der Ausstieg aus dem Ausstieg - ihr auf die Füße fallen würde, und weil sie die fällige Entscheidung nicht selbst verantworten wollte und ein Ethikrat auf Druck der Kanzlerin beschlossen hat, Atomstrom sei nicht mehr zu verantworten weil sie Wählerstimmen kostet, vollzog sie den doppelten Salto politicale.

    Das EEG hat damit erst einmal wenig genug zu tun, es ist älter und für einen Umbau nicht unbedingt erforderlich. Ich erinnere nur daran, daß Frau Merkel auch aus der Industrie kritisiert wurde, als sie den Ausstieg aus dem Ausstieg durchsetzte.
    Es ist nicht falsch, auf Zukunftstechnologie zu setzen, gerade wenn ein rohstoffarmes Land zurecht auf Knowhow statt auf Masse setzt. Ähnliche Argumente gab es auch beim Umstieg von Dampf-auf E-Loks und allen ähnlichen Erneuerungen.
    Wir können genausogut regenerative Energieanlangen weltweit verkaufen wie AKW's. Nur, langfristig betrachtet, welches Geschäft wird wohl längerfristig tragen? Mal ganz abgesehen davon daß wir dann nicht erst durch ein verseuchtes Gebiet zum Nachdenken gebracht werden, weil wir es freiwillig tun ;-)

    Japan zeigt derzeit sehr schön, wie ratlos selbst ein hochtechnologisches Land einem solchen Problem gegenüber steht.
     
  8. DaMan

    DaMan Prinz des Tabernakels

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    AW: Energiewende

    Ich gebe zu bedenken, dass der Großteil der deutschen AKWs immer noch am Netz ist und auch noch einige Zeit bleiben wird.

    Also bist du auch der Ansicht, rein zufällige Stromerzeugung durch Wind und Sonne sei ein brauchbarer Ersatz für zuverlässige Stromerzeuger?

    Welches KnowHow? PV und Windmühlen sind nun wirklich kein Hightech, im Gegenteil. Wie man sieht, ist PV so wenig KnowHow dass sogar D seine Zellen in China kauft und praktische alle deutschen Hersteller pleite sind ;)
     
  9. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    AW: Energiewende

    So verkürzt, nein.
    Erneuerbare Energie ist nicht nur PV und Windkraft. Es ist ein Mix der ja auch Wasserkraft, Biogas, Geothermie einschließt und die sind nicht schwankend. Natürlich müssen vorläufig andere Kraftwerke den Übergang ermöglichen, man kann ja nicht *klick* umschalten. Vielleicht wird auch noch lange ein kleinerer Anteil an Kohle - und Gaskraftwerken weiter laufen, ich mißtraue sog. Zukunftsforschern sehr.
    Die Windmühle allein ist LowTech, richtig. Das Management eines Netzes solcher Energien aber keineswegs, da es ja erforderlich ist Spitzen zu speichern um Ausfallzeiten zu überbrücken.
    Das Argument taugt auch nicht viel, denn auch Atomkraftwerke kannst du aus etlichen, teils nicht seriösen, Quellen beziehen.

    Übrigens: Sonne, Wind, Erdwärme schreiben keine Rechnungen...
     
  10. DaMan

    DaMan Prinz des Tabernakels

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    Wasserkraft, Geothermie und Biogas in Deutschland. Wo denn? ;)
    Da wären wir wieder bei den Speichermöglichkeiten. Um das mal Abzukürzen: Es gibt keine. Nicht im nötigen Massstab und nicht in zu bezahlbaren Preisen.
    Das ist völlig richtig.
    Leider zahlt man nicht für Wind und Licht sondern für Strom. Und der kommt vom Stromversorger und der hat gerade massive Preiserhöhungen dank EEG-Umlage angekündigt.

    Die Ausfallzeiten von PV sind deutlich länger als die Nicht-Ausfallzeiten. Da ist "überbrücken" irgendwie das falsche Wort.
     
  11. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    AW: Energiewende

    Googeln oder googeln lassen? ;-)
    Wasserkraftwerke in Bayern
    Wir reden ja von einem Netz, nicht von Insellösungen. Deshalb...
    Norwegen
    Diese Exportmengen werden stark ansteigen, weil eine neue Stromtrasse gebaut wird, die Wasser-Strom (Sommer) aus Norwegen hierher bringt und Wind-Strom (Winter) nach Norwegen. Davon haben beide Länder Vorteile.
    Ebenso ist es unsinnig auf Ausfallzeiten der PV zu verweisen, weil das nur auf das einzelne Windrad bezogen auffällt. Weht der Wind nicht an der Küste, sieht das im Hunsrück ganz anders aus, oder in BaWü. Auch hier: wofür haben wir ein Netz? ;-)
    Ach, es gibt keine? Sagt dir der Begriff "Pumpspeicherkraftwerk" etwas?
    Natürlich zahlen wir im Moment für die Umrüstung. Nur, auf Dauer ist regenerative Energie billiger, weil man nicht ständig Brennstoff bezahlen muß. Mit so einem Argument hätte man nie Kohlekraftwerke bauen dürfen, die haben ja Geld gekostet...

    Willst du dich eigentlich ernsthaft mit dem Thema befassen, oder geht es dir um...
    :?:
     
  12. DaMan

    DaMan Prinz des Tabernakels

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    AW: Energiewende

    Ja, das sind die etwa 2% Wasserkraft die seit Jahren konstant sind weil es keine Ausbaumöglichkeiten gibt.

    Der große Unterschied ist, die funktionierende Infrastruktur aus Kohle/Gas hat der freie Markt gebaut weil es wirtschaftlich sinnvoll ist. Das EEG ist wirtschaftlich NICHT sinnvoll sonder einfach ein Desaster in jeder Hinsicht.
    Die Frage, ab wann regenerative Energie billiger ist, ist reine Hellseherei. Hat Deutschland noch einen nennenswerten Wohlstand und eine Industrie, falls es mal soweit ist? Die Einspeisevergütung für Neuanlagen existiert immer noch und garantiert einen Festpreis für zwei Jahrzehnte. So lange wird auch die EEG Umlage steigen.

    Ja, eine weitere Nischenlösung ohne großes Ausbaupotential. Für eine zuverlässige Stromversorgung durch EEG mußt du einen wochenlangen Totalausfall von Wind/PV abfedern können. Wo du mir gerade google angeraten hast, schau dir die Speicherkapazität der Pumpspeicher an und vergleiche sie mit dem 4-Wochen Stromverbrauch der BRD.
    Mal ganz davon abgesehene, du möchtest völlig überteuerten EEG-Strom kaufen, ihn mit drastischem Wirkungsverlust Speichern, verstromen und weiterverkaufen. Wer soll denn das noch bezahlen können?

    Und NEIN, Norwegen wird garantiert seine Gletscherseen nicht in Brackwasser-Pumpspeicher umbauen nur um für Deutschland den Deppen zu spielen.
     
  13. ThomasausBerlin

    ThomasausBerlin Ritter Kadosch

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    AW: Energiewende

    Tja....

    Unbestritten ist wohl das man Wind, Wasser und Sonne nicht "fördern" muss, vergleichbar zu Erdgas, Erdöl und Kohle.... Dass der Wind mal nicht weht - kommt vor, dass die Sonne nicht scheint - eher nicht - oder hat schon mal jemand einen Tag in völliger Dunkelheit erlebt?. Und auch wenn es bereits Gebiete in Deutschland gibt, die in der Landwirtschaft fallweise vom Wassermangel gekennzeichnet sind - die grossen Flüsse fliessen.... (Shell, BP und Eon haben m.W. n. mal ein Projekt einer "Strömungsturbine" angedacht, die entweder die Strömungen bei Ebbe und Flut am Meer oder die Strömung eines Flusses in elektrische Energie umwandelt)..

    Unbestritten dürfte auch sein, das Erdgas, Erdöl und Uran endlich sind - irgendwann ist sie weg, die "Herrlichkeit".... Unbestritten dütfte sein , dass die Verbrennung von Erdgas und Kohle Co2 freisetzt und dass die Verwendung von Uran als Brennstoff Risiken hinsichtlich freiwerdender Strahlung während der Nutzung und auch in Sachen Endlagerung des radioaktiven Abfalls in sich birgt. Ansteigende Meeresspiegel durch zuviele Treibhausgase haben wir bereits, und auch wenn die Industrie es gerne bestreitet: Die Zahl der Krebserkrankungen in der Nähe von Atom-Aufbereitungsanlagen, aber auch in der Nähe einiger Meiler der "ersten Generation" ist im Vergleich zum "Rest des Landes" deutlich gestiegen... (in Frankreich genauso wie in Deutschland, Japan, Russland, USA...).

    Nach Fukushima erfolgte der Atomausstieg in Deutschland ziemlich schnell (wobei - einige Meiler sind ja noch am Laufen und werden auch noch eine ganze Zeit lang weiter laufen. "Nur" die Meiler der ersten Generation mit dem grössten Havarierisiko sind endlich abgeschaltet worden). Ersatzweise haben wir "Windparks" in Deutschland, ebenso ist die Zahl der "Häuslebauer" gestiegen, die Sonnenkollektoren und Solaranlagen auf'm Dach installiert haben... Auch "Biosprit" wird in Deutschland erzeugt, ebenso Biogas.

    Die regenerativen Energieträger sind auch nicht "risikofrei". Zwar muss nach dem Stand des heutigen Wissens niemand damit rechnen durch Windkraftanlagen, Solaranlagen, Biogasanlagen und Wasserkraftwerke "vergiftet" zu werden, aber es stimmt schon bedenklich wenn hektarweise guter Ackerboden zur Erzeugung von "Energiepflanzen" statt zur Erzeugung von Nahrungsmitteln heran gezogen wird.

    Noch ungeklärt ist die Art der Speicherung elektrischer Energie. Theoretisch gäbe es die Möglichkeit, mit gewonnenem Strom Salz zu verflüssigen (450 Grad C ) und "wenn der Wind nicht weht" die Heizenergie des geschmolzenen Salzes zur Erhitzung von Wasser heranzuziehen, um denn Dampf dann über Turbinen wieder in Strom zu "verwandeln". Eine kommerziell nutzbare Anlage die Erfahrungswerte vermittelt - ist nur noch nicht gebaut worden....

    Die Kritik, dass der "Ausstieg zu schnell" erfolgen würde, ist teilweise berechtigt. Man hätte schon nach Tschernobyl mit dem Ausstieg aus Erdöl, Erdgas und Atomkraft anfangen müssen. Aber nun ist mit Fukushima "das Kind in den Brunnen gefallen"...... also lieber spät damit anfangen, als gar nicht....

    Nachtrag: Hast Du schon mal einen wochenlangen Ausfall des Windes in Deutschland erlebt, DaMan? Also hör bitte auf mit "ungelegten Eeern" zu ergumentieren...
     
  14. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    So, gibt es nicht.
    Wasserkraftwerk Iffezheim: Fünfte Turbine jetzt offiziell in Betrieb
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserkraft#Moderne_Verwendung

    Es hat keinen Sinn so zu diskutieren, wenn du Tatsachen entweder nicht kennst oder bestreitest. Ich werde auch nicht weiter für dich googeln.
    Über das EEG kann man verschiedener Meinung sein, das muß es nicht zwingend (so) geben. Allerdings wurde z.B. Atomkraft auch mittels Subventionen gefördert, und die EU hatte eben noch das Problem, daß der Herr Kommissar Oettinger die Auflistung der Subventionen für Kohle und Atom aus einem Bericht entfernt hat... träum weiter. Marktwirtschaft gibt es nur in Sonntagsreden. Auf dem Energiesektor herrscht Politik...
     
  15. DaMan

    DaMan Prinz des Tabernakels

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    Süß. Eine fünfte Turbine in einem irrelevanten Kraftwerk macht Wasserkraft noch nicht zum geilsten Scheiß seit Erfindung des Kaffees. Wasserkraft in Deutschland ist schlichtweg irrelevant.
    Es geht um die Größenordnung - genau daran wird auch die Speicherung scheitern und die Energiewende sowieso.

    Tatsache ist doch: der Deutsche Strompreis explodiert dank Energiewendeblödsinn und es gibt nicht im Ansatz eine Lösung für die offensichtlichen Probleme. Man kann nur hoffen, dass der ganze Quatsch abgesagt wird, bevor der Schaden zu groß wird. Das bedingt allerdings leider den Karren weiter sehenden Auges gegen die Wand fahren zu lassen.


    Man könnte den Einspeisevorrang kippen. Damit hätte sich die Sache morgen erledigt, und der Strompreis fällt über nacht um 6cent.

    Das mit den Subventionen ist auch so ein Argument. Wieso ist das ein Argument, Milliarden auszugeben nur weil man für anderes Zeug auch Geld ausgegeben hat? Mal davon abgesehen, dass Kohle/Gas/Atom über Jahrzehnte eine zuverlässige und billigere Versorgung gesichert haben - was das EEG aus den erläuterten Gründen niemals wird tun können. Subventionen ins EEG ist einfach Geldverbrennung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Oktober 2013
  16. ThomasausBerlin

    ThomasausBerlin Ritter Kadosch

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    Zu kurz gedacht, DaMan: Nicht der Einspeisevorrang ist falsch, sonder die Art der "Entlohnung" für den eingespeisten regenerativen Strom. Man hätte den Erbauern der Solar- und Windkraftanlagen verbilligte Kredite (über die KfW) mit sehr langfristigem Abzahlungsziel gewähren müssen - und dann die vier grossen Monopolkonzerne in D verpflichten müssen, den regenerativen Strom in ihre Netze einzuleiten.
     
  17. DaMan

    DaMan Prinz des Tabernakels

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    Aber das ist doch genau der Einspeisevorrang.
    Man könnte die PV/WK Betreiber auch einfach verpflichten, Strom zu liefern wann man ihn braucht und ihnen somit den Unterhalt von Schattenkraftwerken aufhalsen. Oder sich generell vorher überlegen wie die Energiewende funktionieren könnte. Ist ja nicht so als gäbe es überhaupt so etwas wie ein koherentes Konzept - jeder stellt ein paar Kilowatt dahin wo grade Platz ist.
    Aber all das hätte man sich vorher überlegen müssen, jetzt isses zu spät und die Energiewende wird den Weg jeglicher Planwirtschaft gehen.
     
  18. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Hoffentlich wundert sich niemand, daß ich mich nach diesem Statement eher in Zurückhaltung übe. Hopfen und Malz, Gott erhalt's.
     
  19. DaMan

    DaMan Prinz des Tabernakels

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    Dass die Sonne nicht scheint nennt sich im Allgemeinen "Nacht" und ist recht häufig. Zusätzlich dazu gibt es Phänomene wie "Winter" und "schlechtes Wetter", was den Ertrag aus PV ebenfalls nicht zuträglich ist. Da ich das allen ernstes schon einigen Leuten erklären mußte: Dir ist klar, dass es einen direkten Kausalzusammenhang zwischen Sonneneinstrahlung und Stromerzeugung durch PV gibt?

    Dann sollte man vielleicht die AKWs nicht durch Braunkohle ersetzen, wa? Was halt dank zufallsproduktion durch EEG gemacht wird. Mal davon abgesehen, ist der OilPeak mal wieder abgesagt und auch Gas/Kohle/Kernbrennstoffe reichen noch für einige hundert Jahre. Man könnte ja zuerst eine marktreife und zuverlässige Alternative entwickeln und diese dann auf die Volkswirtschaft loslassen.

    Biogasanlagen laufen gerne mal aus und zerstören über Kilometer hinweg Ökosysteme in Flüssen, was passiert, wenn ein Staudamm bricht möchtest du lieber garnicht googlen.
    Das sollte sich doch langsam auch bis zu dir rumgesprochen haben. Ich weiß meistens, wovon ich rede - besonders wenn ich mich aufrege informiere ich mich vorher.

    Du könntest dich durch den Report des Frauenhofers für Windenergie durchklicken, der hat viele schöne Bilder. Der geneigte Leser richtet sein Augenmerk z.B. dabei auf Seite 51 und bewundert die Zuverlässigkeit der Windenergie Juli diesen Jahres. 4 Wochen fast Totalausfall. Aber auch Januar finden sich Phasen, in denen tagelang sowohl WK als auch PV faktisch nichts produzierten.
    Bei der Gelegenheit betrachte er noch den umwerfenden Ertrag aus PV den gesamten Winter über und dann reden wir nochmal über Zuverlässigkeit und Vorhersagabarkeit der EE. Was einem auch direkt zur Größenordnung der nötigen Speicherkapazitäten führt - Vollversorgung der BRD für einen Monat, da sind wir im Terawattstundenbereich.
    http://www.ise.fraunhofer.de/en/dow...on-from-solar-and-wind-in-germany-in-2013.pdf
    http://www.ise.fraunhofer.de/de/dow...produktion-aus-solar-und-windenergie-2012.pdf
     
  20. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    Und dir müssen wir jetzt erklären daß das gar nicht schlimm ist, weil nachts ja auch der Verbrauch sinkt und die EVU oft gar nicht all den Strom loswerden, den sie nachts verfügbar haben?
    Und bitte, hör auf so zu tun als ginge es nur um Voltaik und Windkraft. Ist ja peinlich. Daß modernere Wasserkraftanlagen nicht mit Staudämmen arbeiten, müßte ich dir sicher auch googeln... pick dir nicht einzelne Punkte heraus, betrachte das ganze System. Und berücksichtige auch, daß dezentrale Anlagen die Leitungsverluste verringern. Das ist sozusagen ein Kraftwerk, ohne eines zu bauen...
    Ach wie ärgerlich, Biogasanlagen können havarieren. Na schau mal, nicht nur die...aber das zählt ja sicher nicht, wo der Schaden durch Gülle schnell zu bereinigen ist, der durch Fallout aber leider nicht.
     

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