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Im Namen der Menschenrechte wird heute gefoltert und gemordet

Dieses Thema im Forum "Kriege, Krisen und Terrorakte" wurde erstellt von Libertarian, 13. Januar 2018.

  1. Libertarian

    Libertarian Gesperrter Benutzer

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    Im Namen des Antiterrorkampfes werden seit 2001 Terroristen gejagt und ganze Staaten dem Erdboden gleichgemacht - ein Grund für die aktuell große Zahl an flüchtenden Menschen. Unsummen werden bis heute dafür ausgegeben, vermeintliche und echte Feinde des Westens zu töten. Und Feind ist bereits derjenige, der sich der Antiterrorallianz nicht angeschlossen hatte. Menschenrechte blieben dabei - etwa im US-Gefangenenlager "Guantanamo", in dem die Häftlinge keinem Gericht vorgeführt werden - auf der Strecke. Nach zurückhaltenden Schätzungen kamen im "Globalen Krieg gegen den Terror" zwischen 2001 und 2014 über eine Million Menschen ums Leben, seit 2014 bis heute kamen eine weitere halbe Million ums Leben.

    Die Menschenrechte werden gerade so eingesetzt, wie es den Interessen der kriegsführenden Parteien entspricht.

    Im Namen der Menschenrechte wird heute gefoltert und gemordet.
     
  2. Aurum

    Aurum Ritter vom Schwert

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    Jeder ein Terrorist , der sich der Ausbeutung in den Weg stellt . schwachsinnig musst du sein .

    Terrorist ist der Angreifer, der andere vielmehr Retourist oder auch Parmesan genannt.
     
  3. Libertarian

    Libertarian Gesperrter Benutzer

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    Ein deutscher Oberst befahl im September 2009 die Bombardierung zweier von Islamisten gestohlener ziviler Tanklaster. Dabei wurden bis zu 142 Menschen - darunter größtenteils Zivilisten und auch viele Kinder - getötet oder verletzt, ich sah es mit eigenen Augen. Der Oberst wurde wegen des "Kunduz Massakers" von der Bundeswehr nie belangt und später sogar befördert. In Afghanistan sind bis 2015 aufgrund des Einmarschs knapp 70 000 Zivilisten ums Leben gekommen.
     
  4. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    So muß es sein. Wer deutsche Soldaten angreift, stirbt. Sonst brauchen wir den Quatsch mit dem Kriegführen gar nicht anzufangen.
     
  5. Nachbar

    Nachbar Meister des Tabernakels

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    Das Ereignis ist gründlich dokumentiert. Inklusive der Fehler bei der Aufklärung (Glaubwürdigkeit des Informanten), demzufolge bei der Beurteilung der Lage und der Entscheidung für den Angriff.
    "Shit happens" klingt menschenverachtend, ich weiß, aber letztlich trifft es die Sache. Von keinem Menschen kann eine Fehlerquote von NULL erwartet werden. Auch nicht von einem deutschen Oberst, der die Verantwortung für das Leben seiner Soldaten trägt.
     
  6. a-roy

    a-roy Mensch

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    Ja, ja, immer diese lästigen Kollateralschäden, die an's Licht kommen!
     
  7. Aragon70

    Aragon70 Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn

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    Im Nachhinein ist es immer einfach zu sagen, es war alles falsch. Angenommen es hätte geklappt den Irak mit dem zweiten Irak Krieg zu "befreien" und eine Demokratie aufzubauen. Dann wäre der Krieg im Nachhinein als richtig angesehen worden.

    Es ist doch eigentlich immer das gleiche. Irgendwo bricht ein Krieg aus und sofort wird die USA beschuldigt wie sie es zulassen können das z.B. ein Assad an der Macht bleibt der Giftgas gegen die eigene Bevölkerung einsetzt und wieso man die Menschen ihrem Schicksal überlässt.

    Wir sind eh immer ganz vorne mit dabei die USA zuerst anzuklagen das sie nicht eingriffen haben und danach weil sie es getan haben. Natürlich hätten wir Deuschen, im Gegensatz zu der USA einen 100% perfekten klinisch sauberen Krieg geführt, den Irak in 2 Wochen befreit, kein einziger Soldat wäre gestorben und eine blühende Demokratie wäre entstanden. Aber naja, wir sind ja die Nazis, das Risiko ist leider zu groß das wir danach das vierte Reich errichten.

    Abgesehen davon, woher wissen wir das es besser gewesen wäre Saddam Hussein einfach tun und machen zu lassen was er will. Was wäre gewesen hätte er Kuwait eingenommen, und sich die dortigen Erdölvorräte einverleibt. Danach hätte er vermutlich nicht halt gemacht, der Iran wäre als nächstes dran gewesen, und irgendwann vielleicht der komplette nahe Osten.

    Wie sieht es mit dem IS aus? Hätte man die machen lassen sollen? Selbstverständlich nicht denkt man sich, aber wissen wir das es mit Assad besser wird? Vielleicht hätten die moderatere Führungskräfte des IS, falls es diese gibt, gegen die Hardcore Islamisten einen Aufstand angezettelt und die neue Regierung wäre keineswegs schlechter als Assad.

    Es gibt manchmal keine gute Lösung, nur viele schlechte.
     
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  8. rola

    rola Meister vom Königlichen Gewölbe

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    Der Golfkrieg unter Bush senior liese sich so noch rechtfertigen. Man hat immerhin Kuwait befreit.
    Aber der letzte Krieg unter Bush junior war einfach törricht, begründet durch eine Lüge. Die Falken aus dem Pentagon haben bewusst getäuscht, um dem Irak Massenvernichtungswaffen unterzuschieben, die er gar nicht hätte. Saddam zum zweiten Hitler hochzustilisieren, schon von daher lächerlich, wenn man an das geringe wirtschaftliche Potential des Landes denkt, ganz zu schweigen von seiner relativ geringen Bevölkerungszahl. Insofern gab es keinen legitimen Kriegsgrund unter Bush II.

    Mein Vater sagte immer: "Sieger machen die Geschichte" und "Der Sieger hat immer recht." - Vielleicht etwas zu plump formuliert, aber zum Teil mag es stimmen. Im konkreten Falle: Die USA haben im Irak vielleicht militärisch gesiegt, aber den Frieden verloren. Wird dürfen schon an den "Friedensverlierer" USA Fragen richten, insbesondere warum immer gleich die miltitarische Karte gezogen wird, sogar unter falschen Begründungen.

    Nochmal zum Thema: "Der Sieger hat immer Recht.": Das ist nur die halbe Seite der Medaille. Es finden sich immer Leute, die dem Sieger huldigen. Und immer welche, die es nach einer Niederlage schon immer wussten.
    Sei es wie es sei. Es existierte für den Irak überhaupt keinen Plan nach dem Sturz Saddams. So gab es plötzlich eine schiitische Regierung, die sunnitische Bevölkerung fühlte sich nicht angemessen vertreten. Alle Offiziere wurden entlassen (ohne Perspektive, arbeitslos). Die Idee für die ISIS, später IS, entstand in einem amerikanischen Gefängnis im Irak, hier hatten Islamisten und ehemalige Offiziere die Idee ihre Kräfte zu "bündeln".
     
  9. DaMan

    DaMan Ritter der ehernen Schlange

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    Um fair zu sein, das weiss man ja vorher nicht.
    Saddam war jetzt auch nicht so die hehre Lichtgestalt, dass sein Abgang ein großer Verlust war.
    Aber gut, er hat für Ruhe im Karton gesorgt, wie Gaddafi und Assad und all die anderen Terrordiktatoren, die nur ihr eigenes Volk umbringen und den Westen nicht behelligen.
     
  10. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    Na, und wie. Ich erinnere ich noch gut an seine Absicht, eine Riesenkanone zu bauen, die bis Israel schießen kann - eingebaut in einen Berg. Und Kuwait, mal eben einsacken. Nein, eine Lichtgestalt war er sicher nicht. Aber nicht nur ein Despot, der den eigenen Leuten auf den Wecker geht. Die Mutter aller gernegroßen...und ein Problem für die ganze Region, auch ohne MOD's
     
  11. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    Das konnte man vorher unmöglich wissen. Und die Gewißheit, daß es hinterher noch vertrackter wird, ist bekanntlich das einzige Argument gg. einen Aggressionskrieg.

    Doch, es gab einen Plan. Es gab eine Exulantenpartei, den Irakischen Nationalkongreß, der rein zufällig genauso hieß wie Nelson Mandelas Rebellenbewegung und deswegen schon für den Friedensnobelpreis und den friedlichen Übergang zu einer schlumpfhausenmäßigen Regenbogennation prädestiniert schien und der leider aus grundkorrupten Betrügern bestand. Politverbrecher kann man ja leider nicht sagen, weil diese Versager schon im Vorfeld wieder aussortiert werden mußten und Bush der Jüngere ohne Hosen dastand.
     
  12. DaMan

    DaMan Ritter der ehernen Schlange

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    Wer wollte das damals nicht? Iran möchte das heute noch. Nicht mit albernen Kanonen, sondern mit Atombomben.
    Und, vor der Besetzung Kuwaits hat Saddam lieb in Washington um Erlaubnis gefragt.

    Unterstützt man diese Leute weil es könnte noch schlimmer kommen, oder setzt man seinen überlegenen moralischen Standpunkt nicht nur im Fernsehen sondern in der Realität um und führt Krieg?
     

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