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Im Namen der Menschenrechte wird heute gefoltert und gemordet

Dieses Thema im Forum "Kriege, Krisen und Terrorakte" wurde erstellt von Libertarian, 13. Januar 2018.

  1. Libertarian

    Libertarian Gesperrter Benutzer

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    7. Dezember 2017
    Im Namen des Antiterrorkampfes werden seit 2001 Terroristen gejagt und ganze Staaten dem Erdboden gleichgemacht - ein Grund für die aktuell große Zahl an flüchtenden Menschen. Unsummen werden bis heute dafür ausgegeben, vermeintliche und echte Feinde des Westens zu töten. Und Feind ist bereits derjenige, der sich der Antiterrorallianz nicht angeschlossen hatte. Menschenrechte blieben dabei - etwa im US-Gefangenenlager "Guantanamo", in dem die Häftlinge keinem Gericht vorgeführt werden - auf der Strecke. Nach zurückhaltenden Schätzungen kamen im "Globalen Krieg gegen den Terror" zwischen 2001 und 2014 über eine Million Menschen ums Leben, seit 2014 bis heute kamen eine weitere halbe Million ums Leben.

    Die Menschenrechte werden gerade so eingesetzt, wie es den Interessen der kriegsführenden Parteien entspricht.

    Im Namen der Menschenrechte wird heute gefoltert und gemordet.
     
  2. Aurum

    Aurum Ritter vom Schwert

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    26. September 2015
    Jeder ein Terrorist , der sich der Ausbeutung in den Weg stellt . schwachsinnig musst du sein .

    Terrorist ist der Angreifer, der andere vielmehr Retourist oder auch Parmesan genannt.
     
  3. Libertarian

    Libertarian Gesperrter Benutzer

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    7. Dezember 2017
    Ein deutscher Oberst befahl im September 2009 die Bombardierung zweier von Islamisten gestohlener ziviler Tanklaster. Dabei wurden bis zu 142 Menschen - darunter größtenteils Zivilisten und auch viele Kinder - getötet oder verletzt, ich sah es mit eigenen Augen. Der Oberst wurde wegen des "Kunduz Massakers" von der Bundeswehr nie belangt und später sogar befördert. In Afghanistan sind bis 2015 aufgrund des Einmarschs knapp 70 000 Zivilisten ums Leben gekommen.
     
  4. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

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    18. November 2007
    So muß es sein. Wer deutsche Soldaten angreift, stirbt. Sonst brauchen wir den Quatsch mit dem Kriegführen gar nicht anzufangen.
     
  5. Nachbar

    Nachbar Prinz von Libanon

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    20. Februar 2011
    Das Ereignis ist gründlich dokumentiert. Inklusive der Fehler bei der Aufklärung (Glaubwürdigkeit des Informanten), demzufolge bei der Beurteilung der Lage und der Entscheidung für den Angriff.
    "Shit happens" klingt menschenverachtend, ich weiß, aber letztlich trifft es die Sache. Von keinem Menschen kann eine Fehlerquote von NULL erwartet werden. Auch nicht von einem deutschen Oberst, der die Verantwortung für das Leben seiner Soldaten trägt.
     
  6. a-roy

    a-roy Mensch

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    22. Oktober 2007
    Ja, ja, immer diese lästigen Kollateralschäden, die an's Licht kommen!
     
  7. Aragon70

    Aragon70 Auserwählter Meister der Neun

    Beiträge:
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    28. Juli 2008
    Im Nachhinein ist es immer einfach zu sagen, es war alles falsch. Angenommen es hätte geklappt den Irak mit dem zweiten Irak Krieg zu "befreien" und eine Demokratie aufzubauen. Dann wäre der Krieg im Nachhinein als richtig angesehen worden.

    Es ist doch eigentlich immer das gleiche. Irgendwo bricht ein Krieg aus und sofort wird die USA beschuldigt wie sie es zulassen können das z.B. ein Assad an der Macht bleibt der Giftgas gegen die eigene Bevölkerung einsetzt und wieso man die Menschen ihrem Schicksal überlässt.

    Wir sind eh immer ganz vorne mit dabei die USA zuerst anzuklagen das sie nicht eingriffen haben und danach weil sie es getan haben. Natürlich hätten wir Deuschen, im Gegensatz zu der USA einen 100% perfekten klinisch sauberen Krieg geführt, den Irak in 2 Wochen befreit, kein einziger Soldat wäre gestorben und eine blühende Demokratie wäre entstanden. Aber naja, wir sind ja die Nazis, das Risiko ist leider zu groß das wir danach das vierte Reich errichten.

    Abgesehen davon, woher wissen wir das es besser gewesen wäre Saddam Hussein einfach tun und machen zu lassen was er will. Was wäre gewesen hätte er Kuwait eingenommen, und sich die dortigen Erdölvorräte einverleibt. Danach hätte er vermutlich nicht halt gemacht, der Iran wäre als nächstes dran gewesen, und irgendwann vielleicht der komplette nahe Osten.

    Wie sieht es mit dem IS aus? Hätte man die machen lassen sollen? Selbstverständlich nicht denkt man sich, aber wissen wir das es mit Assad besser wird? Vielleicht hätten die moderatere Führungskräfte des IS, falls es diese gibt, gegen die Hardcore Islamisten einen Aufstand angezettelt und die neue Regierung wäre keineswegs schlechter als Assad.

    Es gibt manchmal keine gute Lösung, nur viele schlechte.
     
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