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Karneval - Was heute draus gemacht wird

WolArn

Geheimer Sekretär
17. September 2005
613
TheFreeman schrieb:
Meiner Meinung nach hält das Leben auch schon so genug Prüfungen für uns bereit, da muss ich mir nicht noch selbst eine Menge auferlegen. Das Geheimnis eines gottgefälligen Lebens liegt daher nicht darin, weniger für mich selbst, sondern mehr für andere zu tun, gerecht zu handeln. Das ist es was dieser Welt fehlt, nicht die Fasterei und der Verzicht auf wasweissichalles. Davon werden nicht alle Probleme der Welt gelöst. Jesus mag ein guter Ersatz für Rockmusik, leckeres Essen und teure Autos sein, trotzdem verhungern jeden Tag mehrere tausend Kinder in der dritten Welt...
Es gibt keine Prüfungen die man sich selbst auflegt. Und wenn jeder verzischten würde, dann würde damit jeder auch etwas für andere tuen (Nächstenliebe), und es wäre dann genug übrig, um alle Kinder in der dritten Welt vor dem Hungertod zu retten.
 

DrJones

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
21. Mai 2002
1.006
WolArn zieht anscheinend ein sehr asketisches Leben vor. Demütig,
mit so wenig sinnlichen Reizen wie möglich. Also zumindest
verstehe ich das so. Und er versucht dadurch Gottes Gnade und
Wohlwollen gewinnen.
Nun, das ist meiner Meinung nach, einfach eine Art seinen Glauben zu
leben.

In den USA ist man soweit ich weiß eher calvinistisch geprägt.
Faulheit gilt dort als Sünde. Wer reich ist und sich ein tolles Auto und
Haus leisten kann, den hat Gott lieb. Wer reich ist der steht gut vor
Gott da, um es mal etwas platt zu formulieren.
Im Prinzip genau das Gegenteil von WolArn und von den meisten
Deutschen die ich kenne. Da muss man sich immer gleich erklären
wie man sich denn so einen IPod oder so tolle Stiefel leisten konnte...
tststs.
WolArn versucht durch diesseitigen Verzicht seinen Status im Jenseits
zu verbessern. Und wie du sagst, WolArn, bist du auch sehr zufrieden
damit.
Ich stimme wit WolArn soweit überein, das man Gott nicht in der
Kirche einsperren kann, und man nur Erlösung findet wenn man
immer in die Kirche rennt und brav die Bibel liest. Das kann man tun
aber es muss auch ein entsprechend Gottgefälliger Lebensstil folgen.

Nochmal: Ich kann mir nicht vorstellen das Gott so ein fieser Kerl ist
der uns ständig auf die Prüfung stellt. Klar gibt es im Leben Punkte wo
man sich für oder gegen Gott/ Gewissen entscheiden muss
aber das ist bei mir nicht die Entscheidung zwischen einem Schnitzel mit
Hefe einerseits oder nem Teller Haferschleim und nem Glas Wasser
andererseits.
Viele köstliche Biere kommen kommen übrigens auch aus Klöstern, was
ist denn eigentlich damit...?
[IRONIE]Die komplette Negierung und Verneinung jeglicher sinnlicher Genüsse
könnte man bei WolArn ja schon fast als Frevel gegen Gottes SChöpfung
auffassen. ;-) [/IRONIE]
 

DrJones

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
21. Mai 2002
1.006
Zu letzten Beitrag von WolArn.

Also soweit ich weiß haben wir in den Westlichen Industrieländern
zuviel Lebensmittel. Was da weggeworfen wird ist beträchtlich.
Verzichten müsste niemand. Es ist lediglich ein Verteilungsproblem.


Hm, und WolArn:
Also wenn jeder so leben würde wie du, dann würde die Gesellschaft
doch zusammenbrechen.
Zumindest würden Metzger und die fleischverarbeitende Industrie
pleite gehen. Ebenso wie Brauereien und Brennereien. Große
Teile der Lebensmittelindustrie. Ebenso wie die Textilindustrie (
Demütige, einfache standard gewänder reichen ja)
Und die Automobilindustrie. Sämtliche Musiker wären
Arbeitslos. NAtrülich die Musikindustrie. Unterhaltungselektronik.
Vermutlich bräuchte man auch keine Schwerindustrie mehr.
Dadurch wäre wohl ein großer Teil der Welt arbeitslos.
Und dann? Soll jeder in seinenm Garten irgendwelche Pflanzen
anbauen und diese essen und denn rest des Tages demütig vor
sich hin leben.
Indem die Industrienationen gnadenlosen Verzicht üben ist
glaube ich niemandem geholfen.
 

WolArn

Geheimer Sekretär
17. September 2005
613
DrJones schrieb:
WolArn versucht durch diesseitigen Verzicht seinen Status im Jenseits
zu verbessern.
Ich lebe aber noch gar nicht im Jenseits, und könnte also meinen Status nur im Diesseits verbessern.
Niemand ist im Jenseits besser oder schlechter dran als im Diesseits.
Wer sich im Diesseits die Hölle erschafft, wird auch in Jenseits in der Hölle bleiben, wer sich hier auf dem Weg befindet wird, wird auch dort den Weg gehen, und wer sich im Diesseits den Himmel erschafft, wird auch im Jenseits im Himmel leben
Das kann man tun
aber es muss auch ein entsprechend Gottgefälliger Lebensstil folgen.
Der "muß" nicht folgen, sondern das tut man gerne, weil es das einzigste ist was einem noch bleibt, wenn man von Gott berührt wurde, denn alles andere erscheint einem dann als Sinnlos.
Nochmal: Ich kann mir nicht vorstellen das Gott so ein fieser Kerl ist
der uns ständig auf die Prüfung stellt.
Wie ich schon so oft gesagt habe, ist Gott die Liebe. Und wer die Liebe ist, kann ja dann kein fieser Kerl sein.
Und was stellt man sich denn schon unter dem Wort "Prüfung" so alles vor, so wie man sich auch alles mögliche unter dem Wort "Hölle" vorstellen kann.
Aber prüft man nicht, um zu sehen ob etwas gut oder schlecht ist?
Klar gibt es im Leben Punkte wo
man sich für oder gegen Gott/ Gewissen entscheiden muss
aber das ist bei mir nicht die Entscheidung zwischen einem Schnitzel mit
Hefe einerseits oder nem Teller Haferschleim und nem Glas Wasser
andererseits.
Wenn Du Dich für "Schnitzel unf Hefe" entscheidest, bist Du noch nicht bereit Jesus zu folgen. Du hättest dann die Prüfung nicht bestanden. Aber Du willst auch die Prüfung erst gar nicht bestehen, denn die kann man erst bestehen, wenn man auch wirklich sein Leben ändern will, und man dann aber auch selber den ersten Schritt Richtung Gott machen muß.
So wie jemand der in der Hölle steckt, und Gott ihn erst da raus holt, wenn er Gott darum bittet, also er mit der Bitte auf Gott zugeht. Dann kann er mit seiner "höllischen" Seele aber noch nicht in den Himmel einkehren. Die bedarf also erst noch einer ausgiebigen aber fürsorglichen Heilung. So wie auf dem Weg zum Himmel, auf dem man sich, nach dem ersten Schritt Richtung Gott, befindet, die Seele geheilt wird. Und das geschied dann auch mit Liebe und Fürsorge.
Viele köstliche Biere kommen kommen übrigens auch aus Klöstern, was
ist denn eigentlich damit...?
Wenn die meinen, sie würden mit Bier trinken Gott einen gefallen tuen, dann sollte man sie auch weiter Bier trinken lassen. Denn wenn unsereins zu ihnen geht, um sie darauf hinzuweisen, so würden die das eh nicht glauben.

Und dann noch wegen den Amis.
[ironie] Gott hat denen wohl damals auch erlaubt, die Indianer rücksichslos zu beseitigen, um mit erhobenen Hauptes auf ihrem ergaunerten Land ein gottgefalliges Leben führen zu dürfen. Und alles was die da machen, ist dann eh gottgewollt, also gut und richtig.[/ironie]
Ich glaube aber, es gibt da auch Menschen, die dieses Übel, so wie Du das beschrieben hast, durchschaut haben.

Hm, und WolArn:
Also wenn jeder so leben würde wie du, dann würde die Gesellschaft
doch zusammenbrechen.
Zumindest würden Metzger und die fleischverarbeitende Industrie
pleite gehen. Ebenso wie Brauereien und Brennereien. Große
Teile der Lebensmittelindustrie. Ebenso wie die Textilindustrie (
Demütige, einfache standard gewänder reichen ja)
Und die Automobilindustrie. Sämtliche Musiker wären
Arbeitslos. NAtrülich die Musikindustrie. Unterhaltungselektronik.
Vermutlich bräuchte man auch keine Schwerindustrie mehr.
Dadurch wäre wohl ein großer Teil der Welt arbeitslos.
Und dann? Soll jeder in seinenm Garten irgendwelche Pflanzen
anbauen und diese essen und denn rest des Tages demütig vor
sich hin leben.
Das ist dann wieder das Spielchen: Was wäre wenn.
Man kann sich zwar alles mögliche Vorstellen, aber das ändert kein bischen die Situation.

Die gesamte Menschheit hat sich seit dem Sündenfall (Adam und Eva) so entwickelt, also sich von Gott abgewendet. Und die gesamte Menschheit kann sich auch nicht plötzlich um 180° wieder zum Guten wenden. Denn warum haben sie sich dann erst abgewendet, oder besser gesagt, warum mußte sich Adam von der Eva verführen lassen, um dann aus dem Paradies geworfen zu werden?
Denn wäre das nicht geschehen, würden wir auch heute noch in einem Paradies leben.
Indem die Industrienationen gnadenlosen Verzicht üben ist
glaube ich niemandem geholfen.
Ne, das ginge auch gar nicht, außer wenn alle Menschen zusammen Gott um Hilfe bitten würde. ;)
 

TheFreeman

Geheimer Meister
20. Juni 2003
424
Wie es scheint hat Gott sein Telefon abgemeldet und hört auch seine Mailbox nicht mehr ab, daher würde das glaube ich auch nichts bringen...

Die Menschheit hat sich weniger von Gott abgewendet als sie sich den weltlichen Problemen des täglichen Lebens zugewandt hat. Es gehört nunmal mehr dazu, das Leben zu bestreiten, als ein unerschütterlicher Glaube. Mich persönlich hat eigentlich immer mehr der Glaube an die Rückkehr besserer Zeiten durch meine schwersten Tage gebracht als die Liebe Gottes. Ich sehe mich zwar als Teil eines Ganzen, aber auch als Individuum. Mit vielen alltäglichen Problemen sollte man Gott nicht belästigen, der Mensch ist zu vielem allein fähig.

Gruß,
Freeman
 

Benkei

Geheimer Meister
10. September 2004
447
Hölle und Prüfungen

WolArn schrieb:
DrJones schrieb:
WolArn versucht durch diesseitigen Verzicht seinen Status im Jenseits
zu verbessern.
Ich lebe aber noch gar nicht im Jenseits, und könnte also meinen Status nur im Diesseits verbessern.
Niemand ist im Jenseits besser oder schlechter dran als im Diesseits.
Wer sich im Diesseits die Hölle erschafft, wird auch in Jenseits in der Hölle bleiben, wer sich hier auf dem Weg befindet wird, wird auch dort den Weg gehen, und wer sich im Diesseits den Himmel erschafft, wird auch im Jenseits im Himmel leben.
"Sieh´ Dir die Umstände an, unter denen Du jetzt lebst, und Du kannst erahnen, unter welchen Umständen Du früher gelebt hast.
Sieh´ Dir die Umstände an, unter denen Du jetzt lebst, und Du kannst ermessen, unter welchen Umständen Du künftig leben wirst.
"

WolArn schrieb:
DrJones schrieb:
Das kann man tun aber es muss auch ein entsprechend Gottgefälliger Lebensstil folgen.
Der "muß" nicht folgen, sondern das tut man gerne, weil es das einzigste ist was einem noch bleibt, wenn man von Gott berührt wurde, denn alles andere erscheint einem dann als Sinnlos.
So läuft es doch irgendwie immer:
Wir erkennen eine "neue Wahrheit" und die damit aufgehobene "alte Wahrheit" hat damit ausgedient.

Drei Beispiele:
- Wer in der DDR für einen Trabi gespart hat und 1989 gesagt bekam, dass er noch fünf Jahre warten muss, der wird wohl kaum sein Geld weitere fünf Jahre auf die hohe Kante gelegt haben.

- Wer erkannt hat, dass die Erde eine Kugel ist, der wird wohl kaum versuchen, seine Feinde über den "Rand der Welt" zu drängen.

- Wer erkannt hat, dass er über den Tod hinaus keinen materiellen Besitz horten kann, der wird nicht sinnlos Kohle unters Kopfkissen stopfen wenn die Diagnose auf "Krebs im Endstadium" lautet.

WolArn schrieb:
DrJones schrieb:
Nochmal: Ich kann mir nicht vorstellen das Gott so ein fieser Kerl ist
der uns ständig auf die Prüfung stellt.
Wie ich schon so oft gesagt habe, ist Gott die Liebe. Und wer die Liebe ist, kann ja dann kein fieser Kerl sein.
Und was stellt man sich denn schon unter dem Wort "Prüfung" so alles vor, so wie man sich auch alles mögliche unter dem Wort "Hölle" vorstellen kann.
Aber prüft man nicht, um zu sehen ob etwas gut oder schlecht ist?
Für die einen ist es eine "Prüfung", für die anderen nicht einmal ein wahrgenommener Augenblick.
Für die einen ist es die "Hölle", für den anderen Alltag.

Ich will damit sagen: Ob man in Lebensituationen "Prüfungen" sieht oder sein eigenes Leben gar als "Hölle" wahrnimmt, das hängt gänzlich vom eigenen Standpunkt ab, der durch den eignen Glauben, die eigenen Erfahrungen und der eigenen Wahrnehmung bestimmt wird.
Folglich gehört es für manch einen einfach dazu, sich gewisse Regeln aufzuerlegen, um sich besser zu fühlen; quasi um der "inneren Hölle" zu entkommen.

WolArn schrieb:
Und weil niemand perfekt ist, kann auch niemand vollkommen Gott über alles lieben, sondern die Liebe zu Gott wächst von Erkentniss zur Erkenntnis[...]
Ja, niemand ist perfekt und es geht immer noch ein Quäntchen besser (mindestens!); der Weg kennt kein wirkliches Ende - so kann man nur auf ihm gehen.
 

WolArn

Geheimer Sekretär
17. September 2005
613
Re: Hölle und Prüfungen

Benkei schrieb:
WolArn schrieb:
DrJones schrieb:
Das kann man tun aber es muss auch ein entsprechend Gottgefälliger Lebensstil folgen.
Der "muß" nicht folgen, sondern das tut man gerne, weil es das einzigste ist was einem noch bleibt, wenn man von Gott berührt wurde, denn alles andere erscheint einem dann als Sinnlos.
So läuft es doch irgendwie immer:
Wir erkennen eine "neue Wahrheit" und die damit aufgehobene "alte Wahrheit" hat damit ausgedient.
Das ist keine neue Wahrheit sondern die Wahrheit. Gott ist die Liebe und die Liebe ist das wahre Leben, und das ist die Wahrheit. Und damit wurde keine alte Wahrheit aufgehoben, sondern die ist zur Nebenache geworden; falls es überhaupt eine gab.
WolArn schrieb:
Und weil niemand perfekt ist, kann auch niemand vollkommen Gott über alles lieben, sondern die Liebe zu Gott wächst von Erkentniss zur Erkenntnis[...]
Ja, niemand ist perfekt und es geht immer noch ein Quäntchen besser (mindestens!); der Weg kennt kein wirkliches Ende - so kann man nur auf ihm gehen.
Wieso sollte man einen Weg gehen der niemals endet? Also ich weiß sehr wohl, warum Jesus mich eingeladen hat, IHM zu folgen.
 

Simple Man

Kanonenbootdiplomat
Teammitglied
4. November 2004
3.945
Re: Hölle und Prüfungen

WolArn schrieb:
Das ist keine neue Wahrheit sondern die Wahrheit.
Es gibt imo nicht "die" Wahrheit ... es ist nur für dich "die" Wahrheit ...

Also ich weiß sehr wohl, warum Jesus mich eingeladen hat, IHM zu folgen.
Du glaubst zu wissen, warum Jesus dich angeblich eingeladen hat ihm zu folgen ...
 

WolArn

Geheimer Sekretär
17. September 2005
613
Re: Hölle und Prüfungen

TheFreeman schrieb:
Die Menschheit hat sich weniger von Gott abgewendet als sie sich den weltlichen Problemen des täglichen Lebens zugewandt hat.
Hätte sich die Menschheit von Gott nicht abgewendet, wären die Probleme des tägl. Lebens nichtig.

Simple Man schrieb:
WolArn schrieb:
Das ist keine neue Wahrheit sondern die Wahrheit.
Es gibt imo nicht "die" Wahrheit ... es ist nur für dich "die" Wahrheit ...
Aber nur weil Du die Wahrheit noch nicht erfahren hast.

Also ich weiß sehr wohl, warum Jesus mich eingeladen hat, IHM zu folgen.
Du glaubst zu wissen, warum Jesus dich angeblich eingeladen hat ihm zu folgen ...
Der Glaube alleine genügt aber nicht.
Jesus: Ich bin die Wahrheit und das Leben. Und das ist kein Spruch, sondern eine Erfahrung; also weiß ich es.
 

Simple Man

Kanonenbootdiplomat
Teammitglied
4. November 2004
3.945
Re: Hölle und Prüfungen

WolArn schrieb:
Hätte sich die Menschheit von Gott nicht abgewendet, wären die Probleme des tägl. Lebens nichtig.
Du glaubst, dass die Probleme des täglichen Lebens nichtig wären, wenn die Menschheit sich nicht von Gott abgewendet hätte.

Aber nur weil Du die Wahrheit noch nicht erfahren hast.
Es gibt imo nicht "die" Wahrheit.

Der Glaube alleine genügt aber nicht.
Das ist dann aber schlecht für dich, nicht wahr?

Jesus: Ich bin die Wahrheit und das Leben.
Das hat er gesagt? Wie überheblich ...
 

Benkei

Geheimer Meister
10. September 2004
447
WAHRLICH weg vom Karneval

WolArn schrieb:
Das ist keine neue Wahrheit sondern die Wahrheit. Gott ist die Liebe und die Liebe ist das wahre Leben, und das ist die Wahrheit. Und damit wurde keine alte Wahrheit aufgehoben, sondern die ist zur Nebenache geworden; falls es überhaupt eine gab.
Natürlich ist das keine neue Wahrheit, deshalb stand das neue ja auch in " ".

Wenn man voraussetzt, das es die Wahrheit (TM) wirklich gibt, dann muss sie schon immer dagewesen sein und für alles gelten. Gibt es so etwas?
Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass das, was wir oftmals als "die Wahrheit" (im absoluten Sinne) betiteln nur allzu häufig subjektiv als solche erkannt wird. Im Herz-Sutra heisst es aber, meiner Ansicht nach zutreffend: "[...] denn in der letztlichen Wahrheit gibt es keinen Irrtum".

Über die Wahrheit weiss ich folglich nur, dass ich die absolute Wahrheit noch nicht erkannt/erfahren habe. Aber ich denke auch, dass sich eine solche Wahrheit nicht auf konzeptueller Basis erklären lässt.

Der simple Satz: "Gott ist die Liebe" ist leider nur ein Konzept (wenn auch ein sehr schönes). Denn wenn Gott die Liebe ist, was ist dann mit dem ganzen Rest? Was ist die Abwesenheit von Liebe oder gar Hass? Was ist mit den anderen guten Eigenschaften wie Gerechtigkeit und Wahrheit; ist Gott das auch?

Bevor Du jetzt antwortest - bedenke das jede Antwort Gott (oder "die Wahrheit") nur einschränkt.

Wie sagt ER doch so schön: "Ich bin der ich bin".
Was bracht es mehr?


WolArn schrieb:
Wieso sollte man einen Weg gehen der niemals endet? Also ich weiß sehr wohl, warum Jesus mich eingeladen hat, IHM zu folgen.
Sicher weisst Du, warum Jesus Dich eingeladen hat, IHM zu folgen. Aber warum sollte dieses folgen jemals enden?

Simple Man schrieb:
Jesus schrieb:
Ich bin die Wahrheit und das Leben.
Das hat er gesagt? Wie überheblich ...
Wörtlich hat er angeblich gesagt:
Johannes 14 6 schrieb:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Man kann es überheblich finden.
Ich denke aber, dass diese Aussagen einen weiten Interpretationshorrizont lassen. Man braucht nur die Wörter "ich/mich" mit "Weg", "Wahrheit" oder "Leben" gleichsetzen und erhält so interessante (und relativ unüberhebliche) Aussagen wie:
"Niemand kommt zum Vater denn durch den wahren Lebensweg. Wenn ihr den wahren Lebensweg erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen."
Lässt natürlich auch noch viel Spielraum und hinterlässt für viele einen asketischen Beigeschmack.

Aber so ist das halt, wenn sich 50 bis 100 Jahre nach deinem Tod und dem Tod deiner Nachfolger jemand hinsetzt und versucht, deine ursprünglichen Worte festzuhalten die nur mündlich von Ohr zu Ohr und häufig nur durch "Hören-sagen" weitergegeben wurden.


Naja, mit dem nunmehr beendeten Karneval hat das alles ja wahrlich kaum noch etwas zu tun :offtopic:
 

Angel of Seven

Großer Auserwählter
23. Juli 2002
1.924
WolArn schrieb:
Und ich habe mich schon gewundert, weil Du Dich hier nicht mehr gemeldet hast, um mir wieder irgendetwas als falsch anzukreiden.

Persönlich finde ich deine Einstellung bewundernswert, aber du musst auch lernen mit deinen persönlichen Glaubenserfahrungen vorsichtiger umzugehen....

Zudem ist es so WolArn... ich spiele bewusst die Rolle des Wiedersachers bei deinen Posts, um dir die die Unsinnigkeit eines schwarz-weiß-Polaritätsdenkens bildlich vor Augen zu führen. So diene ich dir mehr als wenn ich dir ständig Zuspruch zuteil lassen würde. :twisted:

Nun ist aber zum Glück niemand fehlerfrei, und neue Erkenntnisse können alte zunichte machen. Man lernt nie aus, und man kann sich immer wieder verbessern. Der Weg dauert lange, wohl länger als ein Leben hier auf Erden.

Vorallem in diesem Forum... :D

Und wenn ich Deine Post richtig deute, ist es nicht nur dieser Spruch von mir, der Dir nicht passt. Na gut, ich versuche halt immer nur mein Bestes zu geben, und versuche auch z.B. nicht mehr Glauben mit Wissen zu verwechseln, um hier im Forum nicht mehr gemaßregelt zu werden. Trotzdem können bei mir solche Patzer wieder mal vorkommen. Ich bin halt nur ein Mensch, und bleibe auch mein Leben lang nur ein Mensch.

Nun.. nach meiner persönlichen Einschätzung, solltest du halt deine persönlichen Erfahrungen... sei es nun "die Wahrheit" oder deine "Beziehung und Liebe zu Gott" nicht zur Allgemeingültigkeit erklären.
Die meisten User sind hier nun mal Atheisten (meiner bescheidenen Meinung nach) die können sich weder Gott, noch einen besondere Verbindung überhaupt vorstellen... für dich ist das halt selbstverständlich... für andere undenkbar... irgendwie fällst du immer mit der Tür ins Haus...



Und klar, daß viele Menschen Gott lieben, aber es ist schon ein Unterschied, ob man IHN nur liebt, oder IHN über alles liebt. Und ob Du es glaubst oder nicht, es stimmt schon, daß der, der Gott über alles liebt, sich keine Modeklamotten anzieht oder gar Rockmusik als angenehm empfindet. Denn dann könnte er Gott nicht mehr über alles lieben.

Da haben wir es wieder... ich bearbeite die E-Gitarre (ich behaupte das jetzt einfach mal so) wie kein zweiter hier in diesem Forum, ich bin mit harter Rockmusik grossgeworden, ich kann nicht das Geringste darin Entdecken was schädlich für die Verbindung mit Gott wäre.
Das emotionale Ventil, welches gerade Jugendliche benötigen, lässt sich nunmal nicht mit der Wanderklampfe und christlichen Liedern aufbauen.
Harte Musik schürt nicht Agression, sondern kann als Medium gebraucht werden um besser mit den schon vorhandenen Agressionen umzugehen.
Der Begriff "Agression" ist hierbei nicht negativ zu bewerten. Außerdem... kein Mensch der sich wirklich für Musik interressiert, hört ausschließlich agressive Musik, das ist nur eine kleine Facette der Rockmusik. Es gibt durchaus "unagressive" aber harte Rockmusik, die spirituell positiv wirkt (zb. Rush, Dream Theater, teilweise Pink Floyd, U2, Queen usw...).
Die Behauptung vieler extremer freikirchlichen und ähnlichen christlichen Kirchen, nämlich das jegliche Rockmusik von "Satan" geschaffen wurde um uns zu verderben, so das in den Texten gar satanische Botschaften enthalten sind, ist einfach nicht realistisch.
Glaub einen Insider, das hat weniger mit Satan, sondern mit Knete zu tun.... :)



lichtvolle Grüße

Angel of Seven
 

WolArn

Geheimer Sekretär
17. September 2005
613
@Benkei,

ok, es ist eine Wahrheit, und die absolute Wahrheit wirst Du aber auch niemals erfahren, weil Du ja nicht Gott bist.

Der simple Satz: "Gott ist die Liebe" ist leider nur ein Konzept (wenn auch ein sehr schönes). Denn wenn Gott die Liebe ist, was ist dann mit dem ganzen Rest? Was ist die Abwesenheit von Liebe oder gar Hass? Was ist mit den anderen guten Eigenschaften wie Gerechtigkeit und Wahrheit; ist Gott das auch?
Ja, denn wie die Liebe sind alle guten Eigenschaften von Gott (aber auch alle schlechten Eigenschaften sind von Gott, aber das ist die andere Seite der Medaille). Und wenn wir alle schlechten Eigenschaften überwunden haben, werden wir auch wie Gott, nämlich liebende Wesen -> Liebe(Geister). Aber niemals Gott, denn ER hat uns ja erschaffen, und ist unser Vater.
Gott ist ein Geist, ein liebendes Wesen, daß seine Schöpfung aus sich, seiner Liebe, heraus erschaffen hat, und das nur um sie zu lieben.
Und wenn wir Gott erfahren, erfahren (fühlen) wir nichts anderes als dieses geistige liebende Wesen, und das ist die Liebe (ein Gefühl, welches unnachahmlich ist, und sich von allen anderen Gefühlen unterscheidet. Auch die Tiefe, dieses Gefühls, ist einzigartig -> "tief im Herzen"). Also ist demnach Gott die Liebe. ;)
Wie sagt ER doch so schön: "Ich bin der ich bin".
Ich bin doch auch der ich bin, oder nicht? :gruebel: ;)
Sicher weisst Du, warum Jesus Dich eingeladen hat, IHM zu folgen. Aber warum sollte dieses folgen jemals enden?
ER hat mich eingeladen IHN in den Himmel zu folgen. Aber müßen wir Jesus auch noch im Himmel folgen, wo wir doch dann bei IHM sind?

Benkei schrieb:
Simple Man schrieb:
Jesus schrieb:
Ich bin die Wahrheit und das Leben.
Das hat er gesagt? Wie überheblich ...
Wörtlich hat er angeblich gesagt:
Johannes 14 6 schrieb:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Man kann es überheblich finden.
Ich denke aber, dass diese Aussagen einen weiten Interpretationshorrizont lassen. Man braucht nur die Wörter "ich/mich" mit "Weg", "Wahrheit" oder "Leben" gleichsetzen und erhält so interessante (und relativ unüberhebliche) Aussagen wie:
"Niemand kommt zum Vater denn durch den wahren Lebensweg. Wenn ihr den wahren Lebensweg erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen."
Lässt natürlich auch noch viel Spielraum und hinterlässt für viele einen asketischen Beigeschmack.

Aber so ist das halt, wenn sich 50 bis 100 Jahre nach deinem Tod und dem Tod deiner Nachfolger jemand hinsetzt und versucht, deine ursprünglichen Worte festzuhalten die nur mündlich von Ohr zu Ohr und häufig nur durch "Hören-sagen" weitergegeben wurden.
Ich mache jetzt mal da weiter, wo ich oben aufgehört habe.
Wie wir also schon wissen, ist Gott die Liebe. Und die Liebe, also von IHM geliebt zu werden, ist demnach ja das wahre Leben. Und das ist die Wahrheit. Denn nichts ist wahrer als das Gott die Liebe und die Liebe das wahre Leben (Himmel) ist.
Jesus ist der Weg, heißt nichts anderes als, die Liebe ist der Weg; Jesus ist der wahre Lebensweg in den Himmel. Und weil Gott die Liebe ist, ist die Liebe (Jesus) auch die Wahrheit, also auch das (wahre) Leben. -> Und niemand kommt zum Vater denn durch mich (die Liebe).
Und um "Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen" zu verstehen, muß ich mal wieder auf die Erfahrung zurückgreifen.
Wenn man Jesus die Liebe tief im Herzen fühlt also erkannt hat, nimmt man in sich, aber über sich, auch ein noch geistiges Wesen war. Man "sieht" den Vater (Gott die Liebe) und fühlt Jesus (die Liebe) tief im Herzen.
Zur Ergänzung ist der hl. Geist dann nichts anderes als die Kraft dieses geistigen Wesens, oder die Kraft dieser Liebe, die man geistig sieht und fühlt. (Eine Person, aber drei Aspekte: Vater, Sohn und hl.Geist)
Also wer Jesus (noch) nicht erfahren hat, wird wohl kaum glauben oder verstehen, was ich da versucht habe zu bschreiben. Es war ja auch nur ein Versuch geistiges verständlich zu machen, und es bleibt auch nur bei solchen Versuchen. Denn Gott=Jesus kann man nicht mit dem Kopf erfahren, sondern nur mit dem Geist; nicht mit dem Geist des Verstandes, sondern mit dem des Herzens.
Naja, mit dem nunmehr beendeten Karneval hat das alles ja wahrlich kaum noch etwas zu tun :offtopic:
Aber wer fastet denn jetzt alles schön brav? ;) Und war fasten nicht das Topic? :gruebel:

Angel of Seven schrieb:
Die meisten User sind hier nun mal Atheisten (meiner bescheidenen Meinung nach) die können sich weder Gott, noch einen besondere Verbindung überhaupt vorstellen... für dich ist das halt selbstverständlich... für andere undenkbar... irgendwie fällst du immer mit der Tür ins Haus...
Nuja, aber viele Threads hier setzten voraus, daß man an Gott oder einen Gott glaubt. Oder das es zumindest nach dem Tod weitergeht, und nicht Feierabend ist, wie's die Atheisten glauben.
Da haben wir es wieder... ich bearbeite die E-Gitarre (ich behaupte das jetzt einfach mal so) wie kein zweiter hier in diesem Forum, ich bin mit harter Rockmusik grossgeworden, ich kann nicht das Geringste darin Entdecken was schädlich für die Verbindung mit Gott wäre.
Vielleicht willst Du es auch gar nicht entdecken, weil Du dann die Liebe zu Deiner E-Gitarre aufgeben müßtest.
Außerdem... kein Mensch der sich wirklich für Musik interressiert, hört ausschließlich agressive Musik, das ist nur eine kleine Facette der Rockmusik. Es gibt durchaus "unagressive" aber harte Rockmusik, die spirituell positiv wirkt (zb. Rush, Dream Theater, teilweise Pink Floyd, U2, Queen usw...).
Ja, ich weiß was Du meinst, aber diese spirituell wirkende Äera ist bei mir zu Ende. Nun geht es zurück, zu einem einfachen, ruhigem und gewaltfreien Leben mit Gott. Und da wäre Rockmusik nur störend.
Glaub einen Insider, das hat weniger mit Satan, sondern mit Knete zu tun.... Smile
Es hat aber auch etwas mit Liebe zu tuen. Denn wer Musik macht, der gibt auch. Aber läßt sich das auch bezahlen.
 

Benkei

Geheimer Meister
10. September 2004
447
den Ursprung aus den Augen verloren (treadmäßig)

WolArn schrieb:
@Benkei,

ok, es ist eine Wahrheit, und die absolute Wahrheit wirst Du aber auch niemals erfahren, weil Du ja nicht Gott bist.
Ob es nun möglich ist, die "absolute Wahrheit" (TM) zu erfahren, oder ob das unmöglich ist, das weiss ich nicht. Versuchen kann man es ja :wink:

Nein, ich bin nicht Gott. Auf das Ding, dass ich "ICH" nenne, trifft keine konzeptionelle Auffassung von Gott zu. Ich habe weder die Welt in sieben Tagen erschaffen, noch habe ich besonders viel Einfluss auf das Schicksal derer die sie bevölkern. Ich bin weder allwissend, noch besonders gerecht, noch allerbarmend noch unsterblich. Ich kann folglich nicht Gott sein. Aber "Mensch-sein" ist ja auch schon was :wink:

Ja, denn wie die Liebe sind alle guten Eigenschaften von Gott (aber auch alle schlechten Eigenschaften sind von Gott, aber das ist die andere Seite der Medaille). Und wenn wir alle schlechten Eigenschaften überwunden haben, werden wir auch wie Gott, nämlich liebende Wesen -> Liebe(Geister). Aber niemals Gott, denn ER hat uns ja erschaffen, und ist unser Vater.
Gott ist ein Geist, ein liebendes Wesen, daß seine Schöpfung aus sich, seiner Liebe, heraus erschaffen hat, und das nur um sie zu lieben.
Und wenn wir Gott erfahren, erfahren (fühlen) wir nichts anderes als dieses geistige liebende Wesen, und das ist die Liebe (ein Gefühl, welches unnachahmlich ist, und sich von allen anderen Gefühlen unterscheidet. Auch die Tiefe, dieses Gefühls, ist einzigartig -> "tief im Herzen"). Also ist demnach Gott die Liebe. ;)
Das ist Deine Sicht der Dinge - von Deinem Glauben und Deiner Erfahrung erzeugt, gefügt, erhalten und bedingt. Das ist in Ordnung und ich schätze Deine Sichtweise wirklich sehr; aber teilen tue ich sie nicht.

Aber müßen wir Jesus auch noch im Himmel folgen, wo wir doch dann bei IHM sind?
Was soll man "dort" den anderes machen?
Warum soll man mit einer für sinnvoll befundenen Tätigkeit aufhören, wenn man ein bestimmtes Ziel erreicht hat?
Wenn Wunschgebete helfen, hört man dann auf sie zu sprechen, wenn ein Wunsch in Erfüllung gegangen ist? Nein - man wünscht sich etwas anderes.

Wenn man gelernt hat E-Gitarre zu spielen (z. B. für Rockmusik :wink: ) hört man dann auf, wenn man weiss, das man gut spielen kann? Unsinn!

"Stillstand bedeutet Rückschritt" heisst es und in Punkto "Praktizieren" stimmt dieser, m. E. häufig zu Unrecht benutzte, Satz sogar.

Wie wir also schon wissen, ist Gott die Liebe. Und die Liebe, also von IHM geliebt zu werden, ist demnach ja das wahre Leben. Und das ist die Wahrheit. Denn nichts ist wahrer als das Gott die Liebe und die Liebe das wahre Leben (Himmel) ist.
Jesus ist der Weg, heißt nichts anderes als, die Liebe ist der Weg; Jesus ist der wahre Lebensweg in den Himmel. Und weil Gott die Liebe ist, ist die Liebe (Jesus) auch die Wahrheit, also auch das (wahre) Leben. -> Und niemand kommt zum Vater denn durch mich (die Liebe).
Und um "Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen" zu verstehen, muß ich mal wieder auf die Erfahrung zurückgreifen.
Wenn man Jesus die Liebe tief im Herzen fühlt also erkannt hat, nimmt man in sich, aber über sich, auch ein noch geistiges Wesen war. Man "sieht" den Vater (Gott die Liebe) und fühlt Jesus (die Liebe) tief im Herzen.
Zur Ergänzung ist der hl. Geist dann nichts anderes als die Kraft dieses geistigen Wesens, oder die Kraft dieser Liebe, die man geistig sieht und fühlt. (Eine Person, aber drei Aspekte: Vater, Sohn und hl.Geist)
Also wer Jesus (noch) nicht erfahren hat, wird wohl kaum glauben oder verstehen, was ich da versucht habe zu bschreiben. Es war ja auch nur ein Versuch geistiges verständlich zu machen, und es bleibt auch nur bei solchen Versuchen. Denn Gott=Jesus kann man nicht mit dem Kopf erfahren, sondern nur mit dem Geist; nicht mit dem Geist des Verstandes, sondern mit dem des Herzens.
Das ist Deine Interpretation der Sache; einige Christen können sie teilen, andere nicht. Nicht-Christen können damit wahrscheinlich überhaupt nichts anfangen.
Ich muss gestehen, mir bedeutet dieser Satz nicht allzu viel. Der Passus "Niemand kommt zum Vater außer durch mich" wird nur allzu häufig verwendet um Absolutheitsansprüche geltend zu machen und pure Intoleranz zur Schau zu stellen.

Ich denke, dass man das "Heil" (wie immer es auch für einen jeden aussehen mag) auch finden kann, wenn man noch nie etwas von Jesus gehört hat. Und ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass der Weg dorthin ein individueller Weg ist. Folglich gibt es für mich so etwas wie "DEN WEG" (TM) nicht; es gibt höchstens "den für mich passenden Weg"; dieser muss aber noch lange nicht für meinen Kumpel oder für sonstwen passend sein.

war fasten nicht das Topic? :gruebel:
Nee, das war Karneval. :roll:

Vielleicht sollte man mal zu einem Tread umschwenken, der besser passt :?:
Z. B. hier: http://www.ask1.org/fortopic17094-0-asc-30.html
 

Angel of Seven

Großer Auserwählter
23. Juli 2002
1.924
Re: den Ursprung aus den Augen verloren (treadmäßig)

@Benkei

Ich möchte doch nochmal erwähnen, daß ich deine Einschätzungen zu Gott, Religion, ICH usw.. absolut teile und deine toleranten, verständlich wiedergegebenen Einstellungen in deinen Beiträgen bewundere... irgendwie bin ich noch nicht so weit... :oops:

Auf deine Posts reagiere ich in der Regel nicht, weil es in meinen Augen meist nichts hinzuzufügen gibt... :)


LG


AoS
 

Angel of Seven

Großer Auserwählter
23. Juli 2002
1.924
WolArn schrieb:
Vielleicht willst Du es auch gar nicht entdecken, weil Du dann die Liebe zu Deiner E-Gitarre aufgeben müßtest.

Man muss gar nichts aufgeben um "Gott zu finden". Der mag dich so wie du bist, unabhängig von unseren Handlungen.
Das nennt man "bedingungslose Liebe", zur der nur sehr wenige Menschen fähig sind, dort wo wir im Endeffekt hinmüssen um nicht weiterhin die "Hölle auf Erden" zu schafffen
Und das ist auch der springende Punkt bei Christus.
Das heisst nicht das man erstmal auf die Strasse geht, um eine Oma totzuschlagen, sondern das alle Taten auf uns zurückgespiegelt werden, so wie es der Buddhismus seit tausenden von Jahren lehrt.

Gott liebt dich genauso als wenn du jeden Tag nach McDonalds gehen würdest und auf deine furchtbare Zwangsdiät verzichtest.
Das heisst nicht das Gott dann später dafür verantwortlich ist, das du später wahrscheinlich mit einen Herzinfarkt im Krankenwagen gerollt wirst. Es wäre deine Entscheidung, die Liebe Gottes hätte damit überhaupt nichts zu tun...


Ja, ich weiß was Du meinst, aber diese spirituell wirkende Äera ist bei mir zu Ende. Nun geht es zurück, zu einem einfachen, ruhigem und gewaltfreien Leben mit Gott. Und da wäre Rockmusik nur störend.

Die spirituell wirkende Aera ist niemals zu Ende!
Warum postest du dann hier wenn du angeblich nur ein ruhiges Leben mit Gott willst? Ich glaube nicht das dieses sich "immer wieder rechtfertigen müssen" in diesem Forum irgendeinen Seelenfrieden dienlich ist.
Du wirkst hier spirituell und weißt es noch-nicht-mals, und du hast das Bedürfnis es immer wieder zu tun, verrate mir mal wieviele Male du dir schon vorgenommen hast hier kein einziges Wort mehr zu posten um es dann doch wieder zu tun .... :D

LG


AoS
 

Benkei

Geheimer Meister
10. September 2004
447
eigene und fremde Fehler und ein Rat

Angel of Seven schrieb:
@Benkei
Ich möchte doch nochmal erwähnen, daß ich deine Einschätzungen zu Gott, Religion, ICH usw.. absolut teile und deine toleranten, verständlich wiedergegebenen Einstellungen in deinen Beiträgen bewundere...

irgendwie bin ich noch nicht so weit... :oops:
Das treibt nun wiederum mir die Verlegenheit ins Gesicht :oops:
Ich weiss dieses Kompliment wirklich zu schätzen, schätze ich doch auch Deine offene, tolerante und ungezwungene Sicht der Dinge.

Ich muss zugeben: ich sehe mich auch noch ganz am Anfang des Weges stehen. Was Du mir garantiert voraus hast, ist die offene Art, die eigenen Fähigkeiten einzuschätzen und die eigene Spiritualität in scheinbar banalen Dingen wie Rock'n'Roll zu erkennen.
AoS schrieb:
Man muss gar nichts aufgeben um "Gott zu finden". Der mag dich so wie du bist, unabhängig von unseren Handlungen. [...]
Gott liebt dich genauso als wenn du jeden Tag nach McDonalds gehen würdest und auf deine furchtbare Zwangsdiät verzichtest.
AoS schrieb:
WolArn schrieb:
Ja, ich weiß was Du meinst, aber diese spirituell wirkende Äera ist bei mir zu Ende. Nun geht es zurück, zu einem einfachen, ruhigem und gewaltfreien Leben mit Gott. Und da wäre Rockmusik nur störend.
Die spirituell wirkende Aera ist niemals zu Ende!
Ich muss mir meistens bewusst irgendwelche Regeln auferlegen und diese dann einzuhalten versuchen, damit ich mein eigenes Dasein so wertschätzen kann, wie es sich gerade verkörpert; und zwischen meiner Praxis und meinen alltäglichen Tätigkeiten sehe ich häufig noch eine Kluft die ich überwinden möchte.

Wo kämen wir aber hin, wenn wir alle schon vollkommen wären?
Am wichtigsten ist es, weiterzumachen um sich stets zu verbessern!
In"Fight Club" (für mich übrigens eine unschätzbare Quelle der Inspiration) gibt es dazu einen wunderbaren "Dialog":
Fight Club schrieb:
Jack nach der Wohnungsexplosion in der Bar zu Tyler:
"Ich hatte alles [...]. Ich war ganz kurz davor, mich vollständig zu fühlen! Und jetzt ist alles weg... scheiße Mann!"
Tyler daraufhin zu Jack:
"Du hast geschisse auf Deine Vollständigkeit.
Ich sage "fühl´ Dich nie vollständig".
Ich sage "Schluss mit der [gefühlten] Perfektion".
Entwickeln wir uns; lass´ die Dinge einfach laufen!
"
AoS schrieb:
Auf deine Posts reagiere ich in der Regel nicht, weil es in meinen Augen meist nichts hinzuzufügen gibt... :)
Da geht es mir häufig ähnlich :wink:

@WolArn
Ich muss gestehen, dass Du zu meinen liebsten Gesprächspartnern gehörst. Ich bin froh, dass Du uns erhalten geblieben bist, auch wenn sich so mancher hier von Deiner kompromisslosen Art "auf den Schlipps getreten" fühlt.

Das, was ich an Dir so sehr bewundere -der Umstand dass Du Deinen Weg gefunden hast und ihn kompromisslos gehst- wird allerdings durch den Universalanspruch, den Du in Deinen Glauben und Deine Erfahrungen eingeflochten hast, getrübt.

Aber manchmal arbeitest Du ja auch schon daran, was ich meine durch Deine, immer noch seltenen aber doch jetzt manchmal vorkommenden Wortwahlen von "ich denke", "ich glaube", "nach meiner Überzeugung", etc., erkannt zu haben.

Natürlich ist die Universalität in Deinen Beiträgen immer noch "bedrohlich" erkennbar, und der zeitweise Versuch, auf das Geschreibsel zu achten, kann nicht zur allgemeinen Akzeptanz führen. Ein Umdenken ist von Nöten. Dem einen Satz "Ich hab Recht!" sollte immer der Satz "Auch die anderen können Recht haben!" folgen. Das ist die Grundlage für gegenseitigen Respekt.

Das ist nur ein Rat. Ich hoffe ich nehme mir damit nicht zu viel heraus, und ich beabsichtige damit keineswegs, Dir "auf den Schlipps zu treten". :wink:

Ich wünsche allen einen schönen Einstieg ins Wochenende,
<Namaste>

Benkei
 

TheFreeman

Geheimer Meister
20. Juni 2003
424
Ist die oben erwähnte Kompromisslosigkeit nicht geradezu charakteristisch für Glaubensfragen? Würden wir über etwas diskutieren, das man ganz klar wissenschaftlich (oder anders) erfassen kann, von dem jeder einzelne Aspekt unleugbar offen und deutlich zu sehen wäre gäbe es dazu wohl kaum so unterschiedliche Einstellungen, Meinungen und Gefühle, es gäbe allerhöchstens unterschiedliche Bewertungen.

Wir alle sehen uns hier einer Thematik gegenüber, die die Menschen seit Jahrtausenden schon zu enträtseln versuchten. Ihre Erfahrungen, die mit der Religion, ihren Lichtgestalten und deren Wirken etc. schlagen sich in Büchern wie Bibel, Talmut, Koran usw. nieder, eindeutig historisch oder wissenschaftlich belegt werden kann nichts davon.
Alles was über Gott, Jesus, die Engel und alle anderen irgendwo steht ist von Menschen geschrieben, die mit ihren Schriften aufgrund ihrer persönlichen Situation völlig unterschiedliche Intentionen verfolgten. Können solche Texte einen Neutralitätsanspruch haben? Ich denke nicht.

Wir wachsen auf mit all diesen Geschichten und Erzählungen, die in unserer Zivilisation auf unterschiedlichste Weise wiederklingen, die Einzug in unser Leben gefunden haben auf diversen Wegen und uns nun mehr oder weniger beeinflussen.
So wie anderen Menschen ihr Auto, ihre Familie, ihr Fernseher, ihr Job etc... am wichtigsten ist im Leben so ist es für andere die Religion bzw. das, was sie im Laufe ihrer persönlichen Entwicklung daraus gemacht haben und wie sie sie nun verstehen und ausüben. Religion und Glaube haben bei jedem Menschen einen individuellen Stellenwert. All das kann man nicht wirklich kritisieren, wenn man natürlich eine eigene Meinung zur Einstellung anderer haben und diese auch äußern kann. Im Endeffekt wandeln wir alle den Glauben zu einer eigenen Form und tun damit das, was andere über Jahrtausende weg getan haben - nur schreiben wir es nicht alle auf...

Ich persönlich sehe Gott als den Ursprung allen Seins. Alles was ist hat einen Anfang, und ich denke, dass es seinen Anfang mit Gott genommen hat (wobei 'Gott' eigentlich nur ein Wort ist, mit dem wir den Ursprung bezeichnen). Nichts was ist, ist perfekt, aber dazu ist es auch nicht da. Vielleicht geht es im Leben nur darum, dass man an seinen Fehlern arbeitet, sie einsieht, dass man am Miteinander teilnimmt und sich nicht immer nur um sich selbst kümmert. Wir gestalten unsere Welt schließlich alle zusammen. Sie wird sicher niemals eine sein in der ein jeder vollkommen glücklich leben kann, aber vielleicht schaffen wir es ja, das Leid eines Tages auf ein Minimum zu reduzieren - dauerhaft. Vielleicht geht es aber auch nur um das Leben selbst, darum, zu existieren. Naja, wie auch immer, ich gerate ins Schwallen.

Gruß,
Freeman



PS : Ich denke nicht, das Rockmusik der Seele schadet ;)
 

WolArn

Geheimer Sekretär
17. September 2005
613
Re: den Ursprung aus den Augen verloren (treadmäßig)

Benkei schrieb:
WolArn schrieb:
@Benkei,

ok, es ist eine Wahrheit, und die absolute Wahrheit wirst Du aber auch niemals erfahren, weil Du ja nicht Gott bist.
Ob es nun möglich ist, die "absolute Wahrheit" (TM) zu erfahren, oder ob das unmöglich ist, das weiss ich nicht. Versuchen kann man es ja :wink:

Nein, ich bin nicht Gott. Auf das Ding, dass ich "ICH" nenne, trifft keine konzeptionelle Auffassung von Gott zu. Ich habe weder die Welt in sieben Tagen erschaffen, noch habe ich besonders viel Einfluss auf das Schicksal derer die sie bevölkern. Ich bin weder allwissend, noch besonders gerecht, noch allerbarmend noch unsterblich. Ich kann folglich nicht Gott sein. Aber "Mensch-sein" ist ja auch schon was :wink:
Ich hab Dir aber auch nicht vorgehalten, daß Du Dich für Gott halten würdest oder könntest sondern, daß nur Gott die absolute Wahrheit weiß und kein Mensch, auch nicht wenn er "Erleuchtet" ist.

Ja, denn wie die Liebe sind alle guten Eigenschaften von Gott (aber auch alle schlechten Eigenschaften sind von Gott, aber das ist die andere Seite der Medaille). Und wenn wir alle schlechten Eigenschaften überwunden haben, werden wir auch wie Gott, nämlich liebende Wesen -> Liebe(Geister). Aber niemals Gott, denn ER hat uns ja erschaffen, und ist unser Vater.
Gott ist ein Geist, ein liebendes Wesen, daß seine Schöpfung aus sich, seiner Liebe, heraus erschaffen hat, und das nur um sie zu lieben.
Und wenn wir Gott erfahren, erfahren (fühlen) wir nichts anderes als dieses geistige liebende Wesen, und das ist die Liebe (ein Gefühl, welches unnachahmlich ist, und sich von allen anderen Gefühlen unterscheidet. Auch die Tiefe, dieses Gefühls, ist einzigartig -> "tief im Herzen"). Also ist demnach Gott die Liebe. ;)
Das ist Deine Sicht der Dinge - von Deinem Glauben und Deiner Erfahrung erzeugt, gefügt, erhalten und bedingt. Das ist in Ordnung und ich schätze Deine Sichtweise wirklich sehr; aber teilen tue ich sie nicht.
Kannst Du auch nicht teilen, weil Dir die "Erfahrung" noch fehlt. Hättest Du die, wüßtest Du aber auch, daß es keine Sichtweise wär. Aus der geistigen Erfahrung wurde eine Sichtweise, als ich versucht habe diese mit Worten zu beschreiben.

Aber müßen wir Jesus auch noch im Himmel folgen, wo wir doch dann bei IHM sind?
Was soll man "dort" den anderes machen?
Warum soll man mit einer für sinnvoll befundenen Tätigkeit aufhören, wenn man ein bestimmtes Ziel erreicht hat?
Wenn Wunschgebete helfen, hört man dann auf sie zu sprechen, wenn ein Wunsch in Erfüllung gegangen ist? Nein - man wünscht sich etwas anderes.

Wenn man gelernt hat E-Gitarre zu spielen (z. B. für Rockmusik :wink: ) hört man dann auf, wenn man weiss, das man gut spielen kann? Unsinn!

"Stillstand bedeutet Rückschritt" heisst es und in Punkto "Praktizieren" stimmt dieser, m. E. häufig zu Unrecht benutzte, Satz sogar.
"Stillstand bedeutet Rückschritt", ist auch ein Gesetzt des Himmels. Denn da liegt man nicht den ganzen Tag in der Sonne und einem die gebratenen Tauben in den Mund fliegen.
Und was sind denn im Himmel sinnvoll befundene Tätigkeiten, wenn nicht geistiges wie Liebe und Demut?
Und wer hier auf Erden E-Gitarre gelernt hat zu spielen, wird diese bestimmt nicht im Himmel spielen wollen, selbst wenn das ginge (eine E-Gitarre mit ins Jenseits nehmen).

Ich muss gestehen, mir bedeutet dieser Satz nicht allzu viel. Der Passus "Niemand kommt zum Vater außer durch mich" wird nur allzu häufig verwendet um Absolutheitsansprüche geltend zu machen und pure Intoleranz zur Schau zu stellen.
Wer verwendet denn diesen Satz um Absolutheitsansprüche geltend zu machen? Sind es nicht die Menschen mit ihren selbstgemachten Religionen oder Kirchen? Mißbrauchen die damit nicht Jesus für ihre Macht?
Und was führt die Menschen in die Irre? Der Glaube an Jesus, also den Weg der Gottes- und Nächstenliebe, oder das was die Menschen aus diesem Glauben gemacht haben? Und warum glauben die Menschen lieber an die Religion oder Kirche? Nicht weil es bequemer ist der Kirche zu folgen, anstatt Jesus zu folgen, so wie die Aposteln IHM gefolgt sind?

Ich denke, dass man das "Heil" (wie immer es auch für einen jeden aussehen mag) auch finden kann, wenn man noch nie etwas von Jesus gehört hat. Und ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass der Weg dorthin ein individueller Weg ist.
Der Weg ist für jeden individuell weil jeder ein Individium ist, denn keine Seele gleicht der anderen.
Die "Bhagavad Gita" ist der gleiche Weg; im Sinne Jesu (Barmherzige Liebe).

war fasten nicht das Topic? :gruebel:
Nee, das war Karneval. :roll:
Im Titel ist von Karneval die Rede, aber im Topic vom Fasten; also der Zeit nach Karneval.

Angel of Seven schrieb:
WolArn schrieb:
Vielleicht willst Du es auch gar nicht entdecken, weil Du dann die Liebe zu Deiner E-Gitarre aufgeben müßtest.

Man muss gar nichts aufgeben um "Gott zu finden". Der mag dich so wie du bist, unabhängig von unseren Handlungen.
Das nennt man "bedingungslose Liebe", zur der nur sehr wenige Menschen fähig sind, dort wo wir im Endeffekt hinmüssen um nicht weiterhin die "Hölle auf Erden" zu schafffen
Und das ist auch der springende Punkt bei Christus.
Das heisst nicht das man erstmal auf die Strasse geht, um eine Oma totzuschlagen, sondern das alle Taten auf uns zurückgespiegelt werden, so wie es der Buddhismus seit tausenden von Jahren lehrt.

Gott liebt dich genauso als wenn du jeden Tag nach McDonalds gehen würdest und auf deine furchtbare Zwangsdiät verzichtest.
Das heisst nicht das Gott dann später dafür verantwortlich ist, das du später wahrscheinlich mit einen Herzinfarkt im Krankenwagen gerollt wirst. Es wäre deine Entscheidung, die Liebe Gottes hätte damit überhaupt nichts zu tun...
Tut mir Leid, aber das klingt in meinen Ohren alles ein bischen unsinnig, oder eigensinnig, oder selbstgestrickt.
Und das stimmt einfach nicht, daß ER jeden so mag wie er ist und was er tut. Klar, ER liebt jeden, aber auch wenn ER tief in der Hölle steckt. Denn es sind ja alles seine "Kinder".
Und man "muß" auch nichts aufgeben. Man gibt höchstens etwas gerne freiwillig auf, um dafür etwas besseres zu bekommen.
Und meine furchbare Zwangsdiät ist keine Diät und auch nicht furchtbar, sondern die einfachste, natürlichste und gesündste Ernährung die es gibt; für den Körper und vor allem für die Seele mit ihrem Geiste, aber nicht für die Wissenschaft die nur den Körper kennt.
 

Benkei

Geheimer Meister
10. September 2004
447
Re: den Ursprung aus den Augen verloren (treadmäßig)

WolArn schrieb:
Ich hab Dir aber auch nicht vorgehalten, daß Du Dich für Gott halten würdest oder könntest sondern, daß nur Gott die absolute Wahrheit weiß und kein Mensch, auch nicht wenn er "Erleuchtet" ist.
Da muss ich Dir natürlich Recht geben.
Ich würde in Bezug auf Gott nicht einmal von "Wissen" oder "Unwissenheit" sprechen. Ich denke ER/SIE/ES transzendiert dererlei Konzepte.

Was die sogenannte "Allwissenheit" von "Erleuchteten" anbelangt, so bin ich auch ganz Deiner Meinung, dass sich ein Mensch Allwissenheit nicht zu eigen machen kann.
Viele Buddhisten, Taoisten, Hinduisten und wer sonst noch alles an das Konzept vom "Erleuchteten" festhält sind wohl der Ansicht, das mit Erlangung der "Erleuchtung" (wie sie sich, und der Weg zu ihr, auch immer darstellen man) auch Allwissenheit gewonnen wird. Der tibetische Meister Chögyam Trungpa sagt dazu in seinem Werk "Spirituellen Materialismus durchschneiden":
Chögyam Trungpa schrieb:
Ich fürchte, dabei handelt es sich um eine falsche Schlußfolgerung [...]. Nach dieser Vorstellung ist ein erleuchtetes Wesen zu dem "einen Geist" geworden und weiß daher alles, was jemals war, ist oder sein könnte. Man hört solche wilden Spekulationen immer wieder von Leuten, die in das "Geheimnis" eingetrungen sind, das jenseits von menschlicher Erkenntnis liegt. Leider gibt es aber so etwas wie den "einen Geist" in Wirklichkeit gar nicht.

WolArn schrieb:
Kannst Du auch nicht teilen, weil Dir die "Erfahrung" noch fehlt. Hättest Du die, wüßtest Du aber auch, daß es keine Sichtweise wär. Aus der geistigen Erfahrung wurde eine Sichtweise, als ich versucht habe diese mit Worten zu beschreiben.
Ich denke schon, dass man eine in Worte gefasste Sichtweise teilen könnte, auch wenn einem die dazugehörige Erfahrung fehlt. Was Erfahrungen anbelangt stimmt Deine Aussage - die kann man nicht einfach teilen, die muss man machen. Und in dem Punkt hast Du recht, dass ich eine entsprechende Erfahrung noch nicht gemacht habe.

"Stillstand bedeutet Rückschritt", ist auch ein Gesetzt des Himmels. Denn da liegt man nicht den ganzen Tag in der Sonne und einem die gebratenen Tauben in den Mund fliegen.
Und was sind denn im Himmel sinnvoll befundene Tätigkeiten, wenn nicht geistiges wie Liebe und Demut?
Und wer hier auf Erden E-Gitarre gelernt hat zu spielen, wird diese bestimmt nicht im Himmel spielen wollen, selbst wenn das ginge (eine E-Gitarre mit ins Jenseits nehmen).
Ich muss gestehen, dass ich Dinge wie "den Himmel", "das Paradies" oder "das Reine Land" als Konzepte für das Jenseits ansehe. Es hört sich immer so an, als ob man dort als separates Wesen weiter existiert und weiter tätig ist. Ich persönlich sehe darin nichts, was als letztliches Ziel erstrebenswert wäre. Ein solches Ziel ist für mich: "Ewige Ruhe, ewiger Friede, ewiges Licht" - ganz jenseits von Konzepten wie "Gut", "Angenehm", "Herrlich", "Himmlisch", und dergleichen.
Wenn es so etwas wie "den Himmel", "das Paradies" oder "das Reine Land" geben sollte, sehe ich darin nichts ewiges, denn wo Gefühle von "Gut", "Angenehm", "Herrlich", "Himmlisch", und dergleichen sind, da gibt es logischerweise auch deren Gegenteile. Diese müssen dann zwar nicht zwangsläufig in diesen paradiesischen Gefilden bestehen, aber eben doch derart warhgenommen werden können, dass man davon Vorstellungen hat und folglich diese auch erfahren kann.

Wer verwendet denn diesen Satz um Absolutheitsansprüche geltend zu machen? Sind es nicht die Menschen mit ihren selbstgemachten Religionen oder Kirchen? Mißbrauchen die damit nicht Jesus für ihre Macht?
Derartige Sätze verwenden immer diejenigen, die gerade einen Absolutheitsanspruch geltend machen wollen. Und ja, damit missbraucht man Jesus für seine Zwecke.

Und was führt die Menschen in die Irre? Der Glaube an Jesus, also den Weg der Gottes- und Nächstenliebe, oder das was die Menschen aus diesem Glauben gemacht haben? Und warum glauben die Menschen lieber an die Religion oder Kirche? Nicht weil es bequemer ist der Kirche zu folgen, anstatt Jesus zu folgen, so wie die Aposteln IHM gefolgt sind?
Begehren, Unwissenheit und Hass führen die Menschen in die Irre (wie auch immer sich diese Irre darstellen mag).

Der Weg ist für jeden individuell weil jeder ein Individium ist, denn keine Seele gleicht der anderen.
Die "Bhagavad Gita" ist der gleiche Weg; im Sinne Jesu (Barmherzige Liebe).
Der Weg Jesu ist in der "Gita" enthalten, aber die "Gita" lehrt darüber hinaus noch andere Wege. Die "Gita" ist ein wundervolles Werk das viele verschiedene Wege offenbart, welche sich teilweise auch bedingen oder auch durchdringen bzw. kreuzen. Von diesen Wegen können einige zu einigen Individuen passen und andere wiederum zu anderen Individuen. Es ist vor allem das, was ich an der "Gita" so schätze.

Im Titel ist von Karneval die Rede, aber im Topic vom Fasten; also der Zeit nach Karneval.
Ach, wenn der Admin oder der Treadersteller nix dagegen haben, dass wir "etwas über das Ziel hinausschießen", dann sollte ich einfach schweigen.

TheFreeman schrieb:
Ist die oben erwähnte Kompromisslosigkeit nicht geradezu charakteristisch für Glaubensfragen? Würden wir über etwas diskutieren, das man ganz klar wissenschaftlich (oder anders) erfassen kann, von dem jeder einzelne Aspekt unleugbar offen und deutlich zu sehen wäre gäbe es dazu wohl kaum so unterschiedliche Einstellungen, Meinungen und Gefühle, es gäbe allerhöchstens unterschiedliche Bewertungen.
Ich würde eher sagen, dass dort, wo Glauben beginnt, auch Kompromisse stattfinden müssen, vor allem wenn der Glaube des Anderen ins Spiel kommt. Es heisst ja nicht umsonst "Glauben". Deshalb sollte man dort wo Glauben beginnt, die Möglichkeit einer Fehleinschätzung akzeptieren. Deshalb sehe ich Kompromisslosigkeit bei Glaubensfragen einfach nur als fehl am Platz.

Wir alle sehen uns hier einer Thematik gegenüber, die die Menschen seit Jahrtausenden schon zu enträtseln versuchten. Ihre Erfahrungen, die mit der Religion, ihren Lichtgestalten und deren Wirken etc. schlagen sich in Büchern wie Bibel, Talmut, Koran usw. nieder, eindeutig historisch oder wissenschaftlich belegt werden kann nichts davon.
Alles was über Gott, Jesus, die Engel und alle anderen irgendwo steht ist von Menschen geschrieben, die mit ihren Schriften aufgrund ihrer persönlichen Situation völlig unterschiedliche Intentionen verfolgten. Können solche Texte einen Neutralitätsanspruch haben? Ich denke nicht.
Ich finde, dass das Problem nicht die Texte sind, sondern die Menschen, die sie interpretieren und in ihre Glaubensvorstellungen aufnehmen.
Die Texte haben keinesfalls den Anspruch, neutral zu wirken. Den Anspruch, den sie teilweise für sich geltend machen, und den Fanatiker geradezu herausstreichen, ist der Universalanspruch - jeder soll sich daran halten, daneben soll nichts gelten.
Was zu verwerfen wäre, sind meines Erachtens folglich nicht die Texte, sondern der Universalanspruch. Was die Texte angeht, so kann wohl jeder die Texte lesen die er mag; und jeder sollte die Inhalte in sein Glaubenssystem integrieren (oder andernfalls halt nicht) die er wünscht und deshalb auch jedem anderen diese Rechte zugestehen.

Wir wachsen auf mit all diesen Geschichten und Erzählungen, die in unserer Zivilisation auf unterschiedlichste Weise wiederklingen, die Einzug in unser Leben gefunden haben auf diversen Wegen und uns nun mehr oder weniger beeinflussen.
So wie anderen Menschen ihr Auto, ihre Familie, ihr Fernseher, ihr Job etc... am wichtigsten ist im Leben so ist es für andere die Religion bzw. das, was sie im Laufe ihrer persönlichen Entwicklung daraus gemacht haben und wie sie sie nun verstehen und ausüben. Religion und Glaube haben bei jedem Menschen einen individuellen Stellenwert. All das kann man nicht wirklich kritisieren, wenn man natürlich eine eigene Meinung zur Einstellung anderer haben und diese auch äußern kann. Im Endeffekt wandeln wir alle den Glauben zu einer eigenen Form und tun damit das, was andere über Jahrtausende weg getan haben - nur schreiben wir es nicht alle auf...
So ist es.
Daran ist nichts verkehrt und daran sollte sich auch nichts ändern.
Verkehrt wird es erst, wenn man beginnt, den eigenen Glauben höher zu bewerten als den Glauben oder Nichtglauben der anderen und deshalb versucht, ihn den anderen aufzuzwängen oder den anderen in seinem rechtmäßigen Tun zu beeinflussen.

Ich persönlich sehe Gott als den Ursprung allen Seins. Alles was ist hat einen Anfang, und ich denke, dass es seinen Anfang mit Gott genommen hat (wobei 'Gott' eigentlich nur ein Wort ist, mit dem wir den Ursprung bezeichnen). Nichts was ist, ist perfekt, aber dazu ist es auch nicht da. Vielleicht geht es im Leben nur darum, dass man an seinen Fehlern arbeitet, sie einsieht, dass man am Miteinander teilnimmt und sich nicht immer nur um sich selbst kümmert. Wir gestalten unsere Welt schließlich alle zusammen. Sie wird sicher niemals eine sein in der ein jeder vollkommen glücklich leben kann, aber vielleicht schaffen wir es ja, das Leid eines Tages auf ein Minimum zu reduzieren - dauerhaft. Vielleicht geht es aber auch nur um das Leben selbst, darum, zu existieren. Naja, wie auch immer, ich gerate ins Schwallen.
Schönes "Schwallen", wie ich finde :wink:
Vielleicht hast Du Recht, und die Welt wird wirklich niemals eine solche sein, aber ich sehe es ebenso wie Du als lohnenswert an, etwas dafür zu tun.

Einen schönen Sonntag,
<Namaste>

Benkei

PS: Vielleicht ist doch alles, was ist, perfekt - gerade hier und gerade jetzt :wink:
PPS: Irgendwie passt die Cronologie der Beiträge nicht!?
 

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