1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Lieder und Gedichte

Dieses Thema im Forum "Philosophisches und Grundsätzliches" wurde erstellt von Ehemaliger_User, 22. November 2008.

  1. Pinsel

    Pinsel Erhabener auserwählter Ritter

    Beiträge:
    1.135
    Registriert seit:
    15. September 2008
    AW: Lieder und Gedichte

    Die polyglotte Katze

    Die Katze sitzt vorm Mauseloch,
    in das die Maus vor kurzem kroch,
    und denkt: "Da wart nicht lang ich,
    die Maus, die fang ich!"

    Die Maus jedoch spricht in dem Bau:
    "Ich bin zwar klein, doch bin ich schlau!
    ich rühr mich nicht von hinnen,
    ich bleibe drinnen!"

    Da plötzlich hört sie - statt "Miau"
    ein laut vernehmliches "Wau-Wau"
    und lacht: "Die arme Katze,
    der Hund, der hatse!

    Jetzt muß sie aber schleunigst flitzen,
    anstatt vor meinem Loch zu sitzen!"
    Doch leider - nun, man ahnt's bereits -
    das war ein Irrtum ihrerseits.

    Denn als die Maus vors Loch hintritt -
    es war nur ein ganz kleiner Schritt -
    wird sie durch Katzenpfotenkraft
    hinweggerafft!

    Danach wäscht sich die Katze die Pfote
    und spricht mit der ihr eignen Note:
    "Wie nützlich ist es dann und wann,
    wenn man 'ne fremde Sprache kann!"

    Heinz Erhardt
     
  2. Ehemaliger_User

    Ehemaliger_User Beatus ille, qui procul negotiis.

    Beiträge:
    20.846
    Registriert seit:
    10. April 2002
    AW: Lieder und Gedichte

    Börsenkrise

    Wenn die Börsenkurse fallen,
    regt sich Kummer fast bei allen,
    aber manche blühen auf:
    Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

    Keck verhökern diese Knaben
    Dinge, die sie gar nicht haben,
    treten selbst den Absturz los,
    den sie brauchen - echt famos!

    Leichter noch bei solchen Taten
    tun sie sich mit Derivaten:
    Wenn Papier den Wert frisiert,
    wird die Wirkung potenziert.

    Wenn in Folge Banken krachen,
    haben Sparer nichts zu lachen,
    und die Hypothek aufs Haus
    heißt, Bewohner müssen raus.

    Trifft's hingegen große Banken,
    kommt die ganze Welt ins Wanken -
    auch die Spekulantenbrut
    zittert jetzt um Hab und Gut!

    Soll man das System gefährden?
    Da muss eingeschritten werden:
    Der Gewinn, der bleibt privat,
    die Verluste kauft der Staat.

    Dazu braucht der Staat Kredite,
    und das bringt erneut Profite,
    hat man doch in jenem Land
    die Regierung in der Hand.

    Für die Zechen dieser Frechen
    hat der Kleine Mann zu blechen
    und - das ist das Feine ja -
    nicht nur in Amerika!

    Und wenn Kurse wieder steigen,
    fängt von vorne an der Reigen -
    ist halt Umverteilung pur,
    stets in eine Richtung nur.

    Aber sollten sich die Massen
    das mal nimmer bieten lassen,
    ist der Ausweg längst bedacht:
    Dann wird bisschen Krieg gemacht.




    :faad:

    Edit: warum gibts du denn keine Quelle an? du weißt das durch solche unachtsamkeiten ganze foren schon geschlossen wurden?!

    Das Gedicht wurde fälschlicherweise Kurt Tucholsky zugeschrieben. Wirklich verfasst wurde es von Richard Kerschhofer alias Pannonicus.

    Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/452600

    Is doch nicht sooooo schwer.
    somebody/mod
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25. November 2009
  3. Pinsel

    Pinsel Erhabener auserwählter Ritter

    Beiträge:
    1.135
    Registriert seit:
    15. September 2008
    AW: Lieder und Gedichte

    siehe dazu #29 und #32
     
  4. Ein wilder Jäger

    Ein wilder Jäger Barbarisches Relikt Mitarbeiter

    Beiträge:
    15.130
    Registriert seit:
    18. November 2007
    AW: Lieder und Gedichte

    Wir sind wie die tönerne Tauben,
    Die pfeifend die Kugel zerteilt -
    Die Menschen, die wollen's nicht glauben,
    Bis daß sie ihr Schicksal ereilt.

    So schenkte einst ohne Bedenken
    Sophie einem Schurken ihr Herz.
    Der trug es durch Gossen und Schenken
    Und trieb mit demselben bloß Scherz!

    Sie schenkte ihm ihre Lippen
    Und ihren jungfräulichen Leib,
    Doch er ging an andere Krippen
    Und wollte sie nicht mehr zum Weib.

    Grasshoff, leider noch Urheberrechtsschutz.
     
  5. Ehemaliger_User

    Ehemaliger_User Beatus ille, qui procul negotiis.

    Beiträge:
    20.846
    Registriert seit:
    10. April 2002
    AW: Lieder und Gedichte

    Niemand knetet uns wieder aus Erde und Lehm,
    niemand bespricht unsern Staub.
    Niemand.

    Gelobt seist du, Niemand.
    Dir zulieb wollen
    wir blühn.
    Dir
    entgegen.

    Ein Nichts
    waren wir, sind wir, werden
    wir bleiben, blühend:
    die Nichts-, die
    Niemandsrose.

    Mit
    dem Griffel seelenhell,
    dem Staubfaden himmelswüst,
    der Krone rot
    vom Purpurwort, das wir sangen
    über, o über
    dem Dorn.


    Psalm - Paul Celan

    LG.Sche​
     
  6. Pinsel

    Pinsel Erhabener auserwählter Ritter

    Beiträge:
    1.135
    Registriert seit:
    15. September 2008
    AW: Lieder und Gedichte

    Sie saßen und tranken am Teetisch
    und sprachen von Liebe viel.
    Die Herren, die waren ästhetisch,
    die Damen von zartem Gefühl.

    Die Liebe muß sein platonisch,
    der dürre Hofrat sprach.
    Die Hofrätin lächelt ironisch.
    Und dennoch seufzet sie: Ach!

    Der Domherr öffnet den Mund weit:
    Die Liebe sei nicht zu roh,
    sie schadet sonst der Gesundheit.
    Das Fräulein lispelt: Wieso?

    Die Gräfin spricht wehmütig:
    Die Liebe ist eine Passion!
    Und präsentieret gütig
    die Tasse dem Herren Baron.

    Am Tische war noch ein Plätzchen;
    mein Liebchen, da hast du gefehlt
    Du hättest so hübsch, mein Schätzchen,
    von deiner Liebe erzählt.


    Heinrich Heine, 1797-1856
     
  7. hörbm

    hörbm Geselle

    Beiträge:
    35
    Registriert seit:
    29. April 2009
    Thought I ....

    weiter gehts hier
    http://www3.clearlight.com/~acsa/introjs.htm?/~acsa/songfile/SOMANYRO.HTM

    Auch wenn ihr euch perönlich kennen solltet enthebt dich das nicht von der Quellenpflicht.
    Es kann doch nicht so schwer sein sich ein bisschen an die Regeln zu halten.

    somebody/mod


    Das ist der letzte Song, den mein Mentor, Jerry Garcia gesungen hat, bevor er starb.
    Sehr berührend, aufklärend, allumfassend...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22. Dezember 2009
  8. Ehemaliger_User

    Ehemaliger_User Beatus ille, qui procul negotiis.

    Beiträge:
    20.846
    Registriert seit:
    10. April 2002
    AW: Lieder und Gedichte

    Im Hebräischen heisst die Rose SCHOSCHANA.
    Die Blume muss vergehen, um im nächsten Jahr
    wieder erscheinen zu können, daher SCHANA, Jahr.
    So ist das Leben, das erscheint, etwas
    Grossartiges. Du wirst nicht bleiben können,
    und du wirst verzweifeln. Aber auch während du
    verzweifelst, könntest du glauben, könntest du
    lieben. Denn im Bereich des Wissens kannst du
    nicht lieben, höchstens «bis auf weiteres». Die
    Liebe langweilt dich dann, weil du es WEISST.
    Im Wissen gibt es nichts Neues mehr.
    Du sehnst dich aber nach dem Sich-ändern.
    Liebe hat das Geheimnis, dass das Andere nicht
    gekannt werden kann, denn es ändert sich fortwährend.
    Im Wort SCHOSCHANA spricht sich dieses Sich-ändern
    auch aus; es ist das, was man das «Lernen» nennt.
    Lernen im Leben, in dem du Neues spürst und erfährst;
    du freust dich dabei, denn in diesem Leben entdeckst
    du ein Geheimnis. Während jeder sogenannte Lehrer,
    der alles so genau weiss, dich langweilt; seine
    Aggressionen und Depressionen wundern dich nicht,
    denn wie soll einer mit seinem Alles-genau-Wissen
    freudig und glücklich leben können?
    Grundlage des Lebens ist die Erfahrung des
    Lernens, dass es sich ändert, wächst, Neues kommt.

    (Friedrich Weinreb)

    [​IMG]

    schoschana


    LG.Sche
     
  9. Pinsel

    Pinsel Erhabener auserwählter Ritter

    Beiträge:
    1.135
    Registriert seit:
    15. September 2008
    AW: Lieder und Gedichte

    :love:
     
  10. UseBrainExe

    UseBrainExe Geselle

    Beiträge:
    16
    Registriert seit:
    23. Februar 2010
    Alles Lügen!

    Ein Auszug aus dem Lied "Alles Lügen" von Azad.

    YouTube - Azad Alles Lügen mit Text
     
  11. Ehemaliger_User

    Ehemaliger_User Beatus ille, qui procul negotiis.

    Beiträge:
    20.846
    Registriert seit:
    10. April 2002
    AW: Lieder und Gedichte

    Ich habe keine Eltern: ich mache Himmel und Erde zu meinen Eltern.
    Ich habe kein Zuhause: ich mache Gewahrsein zu meinem daheim.
    ich habe weder Leben noch Tod: Ich mache die Gezeiten des Atems zu meinem Leben und Tod:
    ich habe keine göttliche Kraft: Ich mache Ehrlichkeit zu meiner Kraft
    ich bin mittellos: ich mache Verständnis zu meinem Schutz.
    ich habe keinen geheimen Zauber: Ich mache Charakter zu meinem geheimen Zauber
    ich habe keinen Leib: Ich mache Ausdauer zu meinem Leib.
    Ich habe keine Augen: ich mache den Blitz zu meinen Augen.
    ich habe keine Ohren: ich mache Sensibilität zu meinen Ohren.
    ich habe keine Glieder: ich mache Schnelligkeit zu meinen Gliedern
    ich habe keine Strategie: ich mache unterschattet von Gedanken zu meiner Strategie.
    ich habe keine Pläne: Ich mache die Gelegenheit beim Schopfe Packen, zu meinem Plan.
    ich habe keine Wunder: ich mache rechtes Tun zu meinem Wunder
    ich habe keine Prinzipien: ich mache Anpassungsfähigkeit an alle Umstände zu meinem Prinzipien.
    ich habe keine Taktik: ich mache Leere und Fülle zu meiner Taktik.
    ich habe keine Freunde: ich mache meinen Geist zu meinem Freund.
    ich habe keinen Feind: ich mache Unachtsamkeit zu meinem Feind.
    ich habe keine Rüstung: ich mache Güte und Rechtschaffenheit zu meiner Rüstung.
    ich habe keine Burg: ich mache unbewegten Geist zu meiner Burg.
    ich habe kein Schwert:ich mache Abwesenheit des Selbstes zu meinem Schwert.

    Von einem Samurei aus dem 14 Jahrhundert.

    Quelle
    Die Runenkunde

    LG.Sche
     
  12. Ehemaliger_User

    Ehemaliger_User Beatus ille, qui procul negotiis.

    Beiträge:
    20.846
    Registriert seit:
    10. April 2002
    AW: Lieder und Gedichte

    Sehr schön und aussagekräftig, Schechi!:top::love:
     
  13. papalagi

    papalagi Geheimer Meister

    Beiträge:
    118
    Registriert seit:
    14. März 2010
    AW: Lieder und Gedichte

    ui...ein Gedichte Thread.

    Hier brauchts kein Urhebergedingengedöns... das ist von myself. :-D

    Der müde Morgen

    Müde, schlapp und ausgelaugt,
    als wenn ne Leber über die Laus gelauft.
    Der Kaffee schahl, das Brötchen schlaff
    Bea den blöden Spiegel zu klappt.

    All Morgen ist garnicht frisch und fromm
    Im Frühtau zu Berg wir gähnen fallera!
    Wer diese Lieder erfunden hat,
    sang sicherlich nicht von der Arbeiterschaft.

    Fällt denn nur mir das Aufsteh'n so schwer?
    Bin es nur ich die Stunden braucht und mehr?
    Um überhaupt ansprechbar zu sein
    was bin ich doch für ein armes Schwein.

    Jupp sagte, es ist jeden Morgen wie eine Geburt,
    mit geschlossenen Augen ins Bad geschlurft.
    Dann endlich OH WUNDER!! wir öffnen die Augen
    doch was wir erblicken, lässt uns erschaudern!

    Bei manchen ist's sogar ne Wassergeburt
    Erst unter der Dusche werden sie munter.
    Ja, liebe Leute, wer den Morgen erfunden hat,
    musste nicht arbeiten, das ist mal Fakt!

    Drum endet auch hier die Lamentie
    was nutzt es, ich muss ja trotzdem hie...!!


    (c) Bea 2007
     
  14. papalagi

    papalagi Geheimer Meister

    Beiträge:
    118
    Registriert seit:
    14. März 2010
    AW: Lieder und Gedichte

    Der Drache des Lichts

    Der Drache des Lichst bin ich,
    fürchte dich nicht.
    Schau ich schiller bunter als jeder Regenbogen,
    ich schenke dir mein Licht
    ich schenke dir meinen heißen Atem.

    Der Drache der Finsternis bin ich,
    fürchte nur dich selbst.
    Schau ich bringe dir deine Ängste,
    ans Licht,
    ich schenke dir Erkenntnis.

    Der Drache der Liebe bin ich,
    furchtbar in meiner Macht.
    Schau ich öffne alle Herzen,
    sind sie rein und voller Freude
    lieben sie mich.

    Der Drache in dir bin ich,
    fürchtest du mich, so fürchtest du dich.
    Schau was ich dir bringe
    kam aus dir selbst.
    Liebst du mich, so liebst du auch dich.

    cc Bea Dec.2007

    :evil::norma:
     
    1 Person gefällt das.
  15. papalagi

    papalagi Geheimer Meister

    Beiträge:
    118
    Registriert seit:
    14. März 2010
    AW: Lieder und Gedichte

    Ode an die Wahrheit

    Stumme Herzen liegen im Tal
    rufen die Nacht herbei
    um zu sehen was wahr.

    Klagend tanzen sie ihren Reigen
    der Lügen überdrüssig
    die Liebe wahrend.

    Unschuld fortgerufen von den Lügen
    Liebe zähren lässt
    von den Resten der Wahrheit.

    Wahrheit bittersüßes Schmerz
    blicklos schau ich um mich
    stumm mein Herz sich in den Reigen reiht.

    Lang erzählte Märchen
    verhallen zwischen kalten Mauern
    überdauern das Leben.

    Kinder finden die Lieder
    zu denen die Herzen sich reigen
    tanzen herbei um sich der Wahrheit zu zeigen

    Entzünden neue Lichter
    feiern die längste Nacht
    damit der Morgen neu erwacht

    Die Sonne malt ein neues Bild
    am Horizont der Dämmerung
    überstreicht die Lügen der Nacht

    Wahrheit bricht das schwere Band
    welches die Nacht umwarb
    schwebt federngleich über weiten Himmel.

    Bea
     
  16. papalagi

    papalagi Geheimer Meister

    Beiträge:
    118
    Registriert seit:
    14. März 2010
    AW: Lieder und Gedichte

    Das Sein (die Zweite)

    Mein Sein, Mein Wesen, Mein Ich, Mein Leben, Mein Mikro-Universum

    Einfach sein und in die Neutralität gleiten,
    einfach leben und sich nicht grähmen,
    einfach lieben bedingungslos...
    das ist das Sein, garnicht groß.
    Eher klein kommt es daher, das Sein
    darum gern übersehen wird im Schein
    -werferlicht des hektischen Treibens
    daher die Sehnsucht nach Ruhe
    um ihm gewahr zu werden, dem Sein
    um zu entdecken das wahre Gesicht
    des Seins im Sein, dein und mein.

    Bea 2007
     
  17. papalagi

    papalagi Geheimer Meister

    Beiträge:
    118
    Registriert seit:
    14. März 2010
    AW: Lieder und Gedichte

    Hier mal wieder ein kleines Selbstverfasstes:

    Kleine Gutenachtgeschichte

    Frau Adler

    Auf dem hohen Felsengeklüfte saß ich als Adlerfrau

    Mein Blick wanderte über das große weite Tal unter mir
    Auf dem kleinen Steinsims überblickte ich meine ganze Welt
    Ich erblickte einen Hasen auf der Wiese, sich in Sicherheit
    wiegend mümmelte er vor sich hin.
    Ich erhob mich, stellte mich auf meine kräftigen Adlerbeine und stieß mich ab, dabei breitete ich meine Flügel aus und mit ein paar kräftigen Schlägen, war ich so weit oben, so dass mich Meister Lampe nicht erblicken konnte. Ich kreiste direkt über ihm und ließ mich lautlos in immer kleiner werdenden Kreisen zu ihm hinab.
    Da störte ein Habicht meine Jagt und der Hase wurde meiner gewahr und flüchtete im Zickzackkurs über die Wiese.
    Ich schaute zu dem Habicht herab, der nun seinerseits versuchte dem Hase habhaft zu werden.
    Hungrig musste der Habicht wieder davon fliegen, ich lächelte.
    Seine Ungeduld hat ihn scheitern lassen.
    Wie oft habe ich schon die Art wie der Habicht jagt belächelt, und froh bin ich, dass ich eine Adlerfrau sein darf und geduldig auf den richtigen Moment warten kann.
    Ich flog wieder hinauf auf meinen kleinen Aussichtspunkt, von dem aus ich meine Welt in seiner vollen Schönheit erschauen konnte. Ließ mich darauf nieder und schickte dem Hase in Gedanken eine gute Nacht in seinen Bau und wurde der kleinen Familie gewahr die er zu versorgen hatte. Sieben Hasenkinder kuschelten sich an ihren Vater und an ihre Mutter.
    Es war der Wille des Einen, dass der Habicht kam und den Hasen aufschrecken ließ um dann im Schutz seines Baus zu verschwinden.
    Groß ist seine Liebe zu allen Lebewesen und groß seine Güte.
    Ich saß weiterhin auf meinem Sims und beobachtete den Sonnenuntergang, sah den Feuerball hinter dem Horizont versinken und die Wolken malten in den wunderschönsten Farben einen Abendhimmel der einen Abschied vom Tag erleichtern sollte.
     
  18. Pinsel

    Pinsel Erhabener auserwählter Ritter

    Beiträge:
    1.135
    Registriert seit:
    15. September 2008
    AW: Lieder und Gedichte

    Ich hab wohl soviele Leben wie Sterne am Himmel sind,

    ich war weiß, ich war schwarz, ich war Mann, ich war Frau

    und heute bin ich ein Kind.

    Ich war ein Fisch im Fluß und ein Fisch im Meer,

    ein Halm im Gras und ein Stein.

    Ich war in der Wüste, und ich war auf dem Mond

    und Morgen werd ich bei Dir sein.

    Rio Reiser
     
  19. Ehemaliger_User

    Ehemaliger_User Beatus ille, qui procul negotiis.

    Beiträge:
    20.846
    Registriert seit:
    10. April 2002
    AW: Lieder und Gedichte

    Pinsel,..das ist wunderschön..Danke..
    Rio ist immernoch der Größte!

    LG,Insel
     
  20. blackdeath

    blackdeath Gesperrter Benutzer

    Beiträge:
    1.018
    Registriert seit:
    8. Dezember 2008
    AW: Lieder und Gedichte

    Mein Ruh’ ist hin

    Meine Ruh' ist hin,
    Mein Herz ist schwer;
    Ich finde sie nimmer
    Und nimmermehr.
    Wo ich Sie nicht hab',
    Ist mir das Grab,
    Die ganze Welt
    Ist mir vergällt.
    Mein armer Kopf
    Ist mir verrückt,
    Mein armer Sinn
    Ist mir zerstückt.
    Meine Ruh' ist hin,
    Mein Herz ist schwer;
    Ich finde sie nimmer
    Und nimmermehr.
    Nach ihr nur schau' ich
    Zum Fenster hinaus,
    Nach ihr nur geh' ich
    Aus dem Haus.
    Ihr hoher Gang,
    Ihr´ edle Gestalt,
    Ihres Mundes Lächeln,
    Ihrer Augen Gewalt,
    Meine Ruh' ist hin,
    Mein Herz ist schwer;
    Ich finde sie nimmermehr.
    J. W. von Goethe

    quelle: http://www.passende-gedichte-finden.de/gedichte-sehnsucht.html
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Oktober 2010

Diese Seite empfehlen