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Wann bricht der Klassenkampf auch in Europa aus?

Dieses Thema im Forum "Kriege, Krisen und Terrorakte" wurde erstellt von Libertarian, 27. Dezember 2017.

  1. Libertarian

    Libertarian Gesperrter Benutzer

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    Wann bricht der Klassenkampf auch in Europa aus?
     
  2. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    Hoffentlich nie. Das wäre ein Rückschritt in die falschen Träume des 19.Jh. Wir sollten nicht spalten, gegeneinander aufwiegeln, sondern zusammenbringen.
     
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  3. hives

    hives Prinz von Jerusalem

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    Man könnte evtl. behaupten, dass der Klassenkampf von oben nach wie vor stattfindet und der Klassenkampf von unten auf Eis gelegt wurde, da man festgestellt hat, dass sich die europäische Linke ganz prima mit Identitätspolitik unterhalten lässt.
     
  4. Libertarian

    Libertarian Gesperrter Benutzer

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    Der Klassenkampf hat nie aufgehört, es ist völlig klar das diese Situation nicht ewig anhalten wird
     
  5. Aurum

    Aurum Ritter vom Schwert

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    ist bereits mit 12,6% fehlgeleiteten Germanen.
    Aber richtig, das ist streng genommen keine Klasse, sondern Schwänzer
     
  6. Libertarian

    Libertarian Gesperrter Benutzer

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    Gemanen?

    ist das hier etwa eine nationalistische Gruppe?
     
  7. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    Nein, aber jeder User hat Gelegenheit, hier seine Meinung zu sagen - auch völligen Blödsinn, wie Du weißt, oder recycelten Schrott aus der Ideologie-Mottenkiste. Ob das jemanden interessiert, ist eine andere Sache,
     
  8. hives

    hives Prinz von Jerusalem

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    Bemerkenswert, die AfD mit Leuten wie von Storch ist also für Dich eine Klassenkampfpartei?

    Wir haben hier ja wahrlich einige inspirierte und unterhaltsame Schreiberlinge, aber manchmal frage ich mich doch mit einer gewissen Bewunderung, wie man ein solches Level an Kreativität erreichen kann.
     
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  9. Hinz

    Hinz Geheimer Sekretär

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    Die Reichen (Kapitalisten und Plutokraten) haben den Klassenkampf gewonnen, der Rest der Arbeiterklasse ist zu Zombieklasse geworden.

    Video gelöscht. Die Forenregeln verbieten ausdrücklich Links auf die Angebote Herrn Moustafa Kashefis. Verwarnung!

    Jäger, Mod
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29. Dezember 2017
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  10. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    Eine Revolution ist leider nicht mehr möglich, da die Bahnsteigkarten abgeschafft wurden, die laut Lenin unbedingt erforderlich sind. Auch Gaslaternen werden immer seltener - zu spät, verpennt oder was...
     
  11. KB_Snatch

    KB_Snatch Geheimer Meister

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    Ich kann in Deutschland zur Zeit keine Klassen im klassischen Sinn erkennnen.
    Soziale Millieus, ja. Aber die sind nicht in einer bestimmten Ideologie vereint, haben keinen homogenen Klassengeist entwickelt, von Redelsführern oder neudeutsch Speakern der einzelnen Milleus, die die jeweilige Klasse in den „Kampf“ führen könnte auch keine Spur. Die Menschen definieren sich im herschenden Zeitgeist anders, sind zunächst erst mal HipHoper, Goths, Veganer, Crossfitter, Runner, Motorradfahrer, Laktoseintollerant...und erst in zweiter Instanz dann Hartzler, Arbeiter, Angestellte.

    So ganz unpassend fand ich Westerwelles spätrömische Dekadenz damals gar nicht mal.

    Insofern nein, der Zeitgeist würgt den Klassenkampf gerade ab. Realistischer wäre da eher ein zielloser, aber handfester Bürgerkrieg. Nur dazu geht es uns in Summe noch viel, viel zu gut. Schau in die dritte Welt, da siehst du wirkliches, sehr reales Leid.
     
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  12. hives

    hives Prinz von Jerusalem

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    Sicher ein sehr berechtigter Punkt, den ich jedoch eher auf das Klassenbewusstsein beziehen würde. Die Klassenlage wird m.E. objektiv bestimmt, bspw. im klassisch-marxistischen Sinn eben über den Besitz an Produktionsmitteln, in der moderneren Sozialwissenschaft häufig über Berufsgruppen. (Fehlendes) Klassenbewusstsein ist jedoch zweifellos ein subjektives, u.a. auch durch den Zeitgeist beeinflusstes Phänomen. Die objektive Klassenposition bedingt objektiv begründete materielle Interessen, etwa bezüglich Steuer- und Wirtschaftspolitik, die jedoch nicht den eigenen Werten oder subjektiv wahrgenommenen oder vertretenen Interessen entsprechen müssen...
     
  13. Mietzi

    Mietzi Geselle

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    Wenns keinen Großkapialismus gäbe, gäbe es auch keine Armut, Hunger, Leid und 3. Weltprobleme.
     
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  14. Hinz

    Hinz Geheimer Sekretär

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    Wir brauchen einen demokratischen, balanceistischen Sozialismus, um die Probleme lösen zu können.

     
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  15. Nachbar

    Nachbar Prinz von Libanon

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    So wie damals in der guten alten UDSSR?
     
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  16. Libertarian

    Libertarian Gesperrter Benutzer

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    Sicher, einige sind damit zufrieden, Brot und Spiele. Doch das wird nicht ewig so bleiben, die Finanz-Blase wird platzen, soviel steht zumindest fest. Nichts ist determiniert
     
  17. KB_Snatch

    KB_Snatch Geheimer Meister

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    Wenn du echte Gerechtigkeit möchtest, musst du erst denen helfen, denen es am schlechtesten geht. Mit dem Blick auf die dritte Welt möchte ich nicht rechtfertigen, dass wir in Deutschland auch aus der Perspektive eines Obdachenlosen noch recht gut da stehen, sondern vielmehr den Finger in die Wunde legen, dass wir das brutale Elend der dritten Welt billigend in Kauf nehmen, um unseren westlichen Wohlstand zu sichern. Das solltest du als Anarchist und Chomsky-Kenner eigentlich sehr genau wissen. ;)

    Weißt du, in den richtigen Elendsgebieten dieser Welt gibt es keine Bahnhofsmission, keine Suppenküche, keine Tafel und auch keinen medizinischen Notdienst für Obdachlose. Wenn du da hungern musst, dann verreckst du auch daran. Leitungswasser geht hier z.B. immer, während andernorts industriell versiffte Dreckbrühe getrunken werden muss, damit wir uns hier durch die dadurch produzierte Zuckerbrühe von Nestle und co fröhlich unsere Adipositas ansaufen können.

    Das ist uns aber scheißegal, wenn wir hier dekadent über den Hartz4-Regelsatz jammern. Damit will ich nicht die Bestrebungen abwürgen, auch hier in diesem Lande die Gerechtigkeitsfrage zu stellen, aber solange wir nicht im gleichen Atemzug auch für Verbesserungen in der dritten Welt eintreten, ist das nichts als scheinheiliges, egoistisches Geschwafel. Denn den meisten, geht es dabei nur darum, ihre eigene Lebenssituation zu verbessern, oder was meinst du wieviele nach der persönlichen Verbesserungen auch bereit wären, Projekte wie z.B. Aqua con vida zu unterstüzen? Eben!

    Ja die Finanzblase wird platzen, da bin ich bei dir, aber Kapitalismuskritik kann nur global formuliert werden, sonst ist es gefährlich nahe an verdecktem Nationalismus.

    In diesem Sinne, kommt gut ins neue Jahr und denkt vielleicht auch ein wenig an die, die keine Gelegenheit haben, sorgenfrei ins neue Jahr feiern zu können.

    Vielleicht springt als guter Vorsatz ja auch ein wenig Spendengeld, es gibt sehr sinnvolle Projekte, wo es auch vollumfänglich ankommt. Tut Gutes und bleibt Gesund. ;)
     
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  18. Aragon70

    Aragon70 Auserwählter Meister der Neun

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    Die Finanzblase wird natürlich platzen, das tut sie im Abstand von 5-10 Jahren immer. Der letzte Crash war dieser Hong Kong Aktien Crash. Nach 2001 war der Dax mal bei 2000 Punkten. Tja, da hätte man massenweise kaufen sollen :)

    Meine Theorie ist das die Blase dann platzt wenn aus den meisten Aktien Diagrammen der letzte Crash herausgefallen ist. Im Moment kommt auch noch diese Bitcoin Blase dazu, die wird ohne Zweifel auch platzen.

    Aber die Welt wird danach nicht untergehen, man kann das einfach als eine notwendige "Bereinigung" des Marktes ansehen, wenn zu viele zu risikobereit geworden sind. Jemand meinte mal wenn jeder ahnungslose Trottel plötzlich in den Aktien Markt investieren will (oder aktuell in Bitcoins) steht der Crash kurz bevor.

    Sehr viele werden dann eine Menge Geld verlieren, allerdings auch hauptsächlich nur die welche eh genug davon hatten, sonst hätten sie erst gar kein Geld für sowas gehabt. Die werden erstmal wieder "geheilt" vom Aktienmarkt sein und dem Gedanken an schnelles Geld ohne Arbeit.
     

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