Jüdische Zwangsarbeiter erhielten letzte Rate

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Henry_Schinasky

Geselle
28. Mai 2004
36
Wie bitte?
Die Israelis sollen den Deutschen Dankbar sein, weil durch den 2.Weltkrieg und den Holocaust der Staaat Israel entstanden ist?

Estens ist das allen Opfern gegenüber eine unverschämtheit,
zweitens ist das auch Historisch nicht ganz richtig, da es schon Ende des 19. Jhd. die ersten Siedlungen um Jerusalem gab.
Allerdings wurden diese Einwanderer von den meisten Juden in aller Welt als nicht ernst zu nehmend angesehen, da man sich eher als Mitglied bzw. Bürger des jeweiligen Landes sah.


Den Staat mit in die Pflicht zu nehmen, und nicht nur die Wirtschaft ist richtig. Die BRD ist ja nun der Nachfolger des dt. Reichs bzw. das dt. Reich ist in die BRD über gegangen. Somit muß sich dieser Staat auch mit den Übeln beschäftigen, die vor seiner Zeit begangen wurden.
 

Don

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.692
Die Einstellungenhier zu der Problematik sind Altersabhängig - so meine Erfahrung.

Zur Begründung meiner Hypothese:


Ein Mensch der jung und geleitet von Schulbüchern abseits des Arbeitslebens sich Gedanken über Vergangenheit und Zukunft macht wird sich logischerweise über die Vergangenheit aufregen. Er wird schreien, toben und diskutieren bis der Kopf qualmt.
Dieser Mensch wohnt zu 98% noch bei Muttern und Vatern. Er hat nicht die Probleme derer die er gerne als Stammtischproleten bezeichnet. Diesen ganzen Spießer und alten Labbersäcke die nur egoistisch auf ihr eigenes Leben schauen...... . Diese Gedanken sind mir (...ein weiterer Ex-Punk hier im Forum) nicht neu.

Aber:

Sobald der Mensch Geld verdienen muß, Steuer zahlen darf und feststellt das es eben nicht so toll ist 50% seines Einkommens abzudrücken und NICHTS dafür zu bekommen; dieser Mensch beginnt sich zu wandeln.
Er beginnt zu rechnen was er denn noch sich leisten kann, ob er nicht selbst ein wenig Unterstützung bekommen sollte wird er sich auch überlegen. Und dieser Mensch hat Glück denn er hat Arbeit, wie viele haben das nicht. Doch dieser Mensch bekommt nicht viel, ausser viel Abzüge und immer wieder neue Steuermodelle etc.
Dierser ehemals von reinen Gedanken des Guten geleiteten Mensch beginnt selbstsichernd zu Denken (...wie ein egoistischer Spießer?) und er beginnt sich gegen weitere Zahlungen aus grauer Vergangenheit zu stellen. Ja, er wird zu dem was er verachtet hatte und warum? Weil er leben muß! Und das geht ebennicht wenn man alles Geld verschenkt, und Staaten die es nicht nötig hätten unterstützt!
Wenn man direkt Betroffene Unterstützungen zusagt ist es ok; aber ein Staat dessen Hauptmärkte der Diamten und edelsteinmarkt z.B sind und welcher nicht an Steuern drehen muß damit man Schulbildung etc bewahren kann der braucht das Geld nicht.

Ich sage definitiv NEIN zu weiteren Steuern oder Zahlungen. Ich fordere einen Strich unter diese leidige Sache zu ziehen.

Und bevor ich das Wort Antisemit auch mich bezogen hören muß; ich bin beileibe keiner der irgendwelche radikalen Verbindungen rechts ODER links der politischen Mitte akzeptiert oder toleriert!

mfg Don
 

lowtide

Geheimer Meister
16. September 2003
469
Don schrieb:
Sobald der Mensch Geld verdienen muß, Steuer zahlen darf und feststellt das es eben nicht so toll ist 50% seines Einkommens abzudrücken und NICHTS dafür zu bekommen; dieser Mensch beginnt sich zu wandeln.

erstmals sorry wenn ich deinen Post auf diesen einen Satz reduzieren muss.

Aber ich kanns langsam nicht mehr hören, alle werden hier so ungerecht behandelt vom Staat, keiner kriegt was und alle zahlen nur dem Staat Kohle und kriegen NICHTS dafür.

ich komm zwar aus der Schweiz und unsere Steuern sind noch deutlich tiefer als in Deutschland, nur sind die Lebenserhaltungskosten auch viel höher.

Ihr kriegt nicht NICHTS vom Staat und eure steuern werden auch nicht nur Sinnlos ausgegeben.

da du mit deiner 98% Prozent pauschalisierung in deinem Post damit angefangen hast führe ich die pauschalisierung hier gleich mal weiter.
Ich behaubte das 90% der Stammtischproleten die sich nur über den Staat aufregen weil sie nur zahlen müssen und nichts bekommen, ihr Leben selber vergeigt haben, man kann sich halt auch schon mit 20 Gedanken über ne weiterbildung machen, dann verdient man mit 40 nämlich genug um die 50% Steuern mit einem lächeln im Gesicht zu zahlen und braucht sich nicht die ganze Zeit aufzuregen.

Nun ja es wird halt einfacher sein die ganze Schuld auf den Staat zu schieben als mal vor seiner eigenen Tür zu kehren.
 

Don

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.692
Ja fein, ich fühle Lust zu streiten....denn Dein Post ist mindestens so oberflächlich wie Du meinen deklassieren möchtest!

Also wenn Du mal genauer reinlesen würdest und NICHT gleich mit der Gleichmacher-Bürste über den Text fegst siehst DU VIELLEICHT was ich ich ausdrücken wollte......


Später werde ich genauer auf den Text eingehen, zuvor bitte ich dich des Lesens zu bemühen.


mfg Don
 

lowtide

Geheimer Meister
16. September 2003
469
Nein nicht fein ich fühle nämlich keine Lust zu streiten :?

nein ich muss deinen text nicht nochmals durchlesen, da wie du in meinem post sehen kannst ich nur einen satz von dir kommentiert habe.

wenn du dich durch meinen post irgendwie angegriffen fühlst, tut mir das leid.

ich wollte nur mal meine meinung zur beschriebenen mentalität (ich zahl nur und krieg nichts) kundtun, ich hoffe das ist hier noch erlaubt.
 

Don

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.692
Du hast nach eigener Aussage meinen Post auf diesen einen von dir interpretierten satz reduziert; und das ist angewandte Polemik und billige Rhetorik!

Hättest Du Dich definitiv NUR auf diesen Satz berufen wäre es ok gewesen, dann ist es Meinung. Aber mit der Aussage
erstmals sorry wenn ich deinen Post auf diesen einen Satz reduzieren muss.
reduzierst Du wie schon erwähnt das GESAMTE Posting auf diesen EINEN Satz, denn Du dann so schön dann nach stammtischart verdrehen kannst; sry aber ich bin nicht von vorgestern und habe etwas mehr im Forum an Texten schon hinter mir.......

mfg Don
 

lowtide

Geheimer Meister
16. September 2003
469
Don schrieb:
Du hast nach eigener Aussage meinen Post auf diesen einen von dir interpretierten satz reduziert; und das ist angewandte Polemik und billige Rhetorik!

Hättest Du Dich definitiv NUR auf diesen Satz berufen wäre es ok gewesen, dann ist es Meinung. Aber mit der Aussage
erstmals sorry wenn ich deinen Post auf diesen einen Satz reduzieren muss.
reduzierst Du wie schon erwähnt das GESAMTE Posting auf diesen EINEN Satz, denn Du dann so schön dann nach stammtischart verdrehen kannst; sry aber ich bin nicht von vorgestern und habe etwas mehr im Forum an Texten schon hinter mir.......

mfg Don

o.k reduziert war das falsche Wort!

dein Posting ist jetzt aber Meinung oder? sonst muss ich dir angewandte polemik und billige rhetorik vorwerfen da du meinen Erklärungsversuch blindlings ignorierst und mein ganzes posting auf einen satz reduzierst!
:offtopic:

egal hab keine lust mehr rhetorik und polemik hin oder her, muss nun an meinen Stammtisch.
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
Henry_Schinasky schrieb:
Den Staat mit in die Pflicht zu nehmen, und nicht nur die Wirtschaft ist richtig. Die BRD ist ja nun der Nachfolger des dt. Reichs bzw. das dt. Reich ist in die BRD über gegangen. Somit muß sich dieser Staat auch mit den Übeln beschäftigen, die vor seiner Zeit begangen wurden.

Ein Staat hat aber kein Geld. Er muß es seinen Untertanen abnehmen. Und er nimmt es ihnen ab, egal ob sie Hitler gewählt haben oder im KZ saßen, den Kindern von Generalen und Kriegsdienstverweigerern, von Unterdrückern und Unterdrückten.
 

OTO

Erhabener auserwählter Ritter
18. März 2003
1.184
Ein_Liberaler schrieb:
Henry_Schinasky schrieb:
Den Staat mit in die Pflicht zu nehmen, und nicht nur die Wirtschaft ist richtig. Die BRD ist ja nun der Nachfolger des dt. Reichs bzw. das dt. Reich ist in die BRD über gegangen. Somit muß sich dieser Staat auch mit den Übeln beschäftigen, die vor seiner Zeit begangen wurden.

Ein Staat hat aber kein Geld. Er muß es seinen Untertanen abnehmen. Und er nimmt es ihnen ab, egal ob sie Hitler gewählt haben oder im KZ saßen, den Kindern von Generalen und Kriegsdienstverweigerern, von Unterdrückern und Unterdrückten.

Von dem Geld sollte man lieber Kindergärten bauen, in die Bildung investieren und ähnliches.
 

Don

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.692
egal hab keine lust mehr rhetorik und polemik hin oder her, muss nun an meinen Stammtisch.

:lol: Das ist ein Art es Humors die ich verstehe, allerdings hatte ich ihn der Tat vergessen das es Meinung ist das ich schrieb und schreibe; denn ein Mensch kann immer nur seine Meinung schreiben wenn er nicht offensichtlich zitiert oder Zahlen aufrechnet (..obwohl es ja bekanntlich Mathematiker geben soll die sich über Zahlen streiten...)

Aber nun ich denke wir haben uns da einfach falsch verstanden und gut ist, ich werde für meinen Teil jetzt den Senioren-Stammtisch der sturen Schwaben aufsuchen..... .

mfg Don
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
OTO schrieb:
Von dem Geld sollte man lieber Kindergärten bauen, in die Bildung investieren und ähnliches.

Das Geld sollte man lieber den Bürgern lassen. Wenn es Nachfrage nach Kindergärten gibt, werden welche eröffnet werden. Und wenn die Steuern niedriger sind, werden die Eltern sich das auch leisten können.
 

Elbee

Vorsteher und Richter
28. September 2002
730
Eine Position, die es bei Verhandlungen ermöglicht, solche Forderungen abzulehnen, muss man sich erst erarbeiten. Ich bin auch der Meinung, dass das in Deutschland bereits früher hätte passieren müssen und 60 Jahre nach WKII dürfen nachgewachsene Generationen durchaus die Frage nach Leistungen ablehnen. Aber da unsere Großelterngeneration durch die selbst erlebten Kriegstraumata offensichtlich nicht in der Lage, waren, sich lösungsorientiert mit dem Thema Übernahme der Verantwortung zu befassen, hat sich das zeitlich sehr verlagert. Heute leben kaum noch Betroffene und nun beginnt auch eine andere Phase.

Mit der erworbenen Souveränität aufgrund verarbeiteter Geschichte können diese Dinge tabufrei angesprochen werden, das ging früher einfach schlecht, das muss man einsehen. Jetzt bedeutet das aber nicht, man könne sich einfach hinsetzen und sagen, OK, die aufgemachte Rechnung ist beglichen, zurück zur Tagesordnung. Im Gegenteil: Wir müssen deutschen Politikern in ihrer Außenpolitik klarmachen, dass sie auf Folgen aufmerksam machen, denn wir wissen ja jetzt, wovon wir reden. Es ist also nicht richtig, Regimen in Krisengebieten auch noch Geld zu geben, sondern im Gegenteil darauf zu drängen, kriegerische Auseinandersetzungen zu unterlassen und ansonsten dafür einzutreten, dass Verstöße gegen Völkerrecht und Menschenrecht entsprechend zur Verantwortung gezogen werden.

Dies ist eine neue Position mit neuer Verantwortung, das nicht unbedingt Geld benötigt, dafür um so mehr Fähigkeit als Mediator und Einflussnehmer. Da Deutschland z.B. sowohl in Israel als auch Palästina Einfluss hat und derzeit auch eine Menge Geld hinpumpt, muss dort auch darauf gedrängt werden, die möglichen Folgen für die Menschen zu schildern und nötigenfalls z.B. bei den entsprechenden Gremien und Institutionen für Verfahren zu sorgen, falls man sich uneinsichtig zeigt.

Allerdings sehe ich Deutschland noch nicht in der Position, anderen Nationen ihre Jahrhunderte alten eventuellen Reparationsverpflichtungen nahezulegen.
 

Don

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.692
Mit der erworbenen Souveränität aufgrund verarbeiteter Geschichte können diese Dinge tabufrei angesprochen werden, das ging früher einfach schlecht, das muss man einsehen. Jetzt bedeutet das aber nicht, man könne sich einfach hinsetzen und sagen, OK, die aufgemachte Rechnung ist beglichen, zurück zur Tagesordnung. Im Gegenteil: Wir müssen deutschen Politikern in ihrer Außenpolitik klarmachen, dass sie auf Folgen aufmerksam machen, denn wir wissen ja jetzt, wovon wir reden. Es ist also nicht richtig, Regimen in Krisengebieten auch noch Geld zu geben, sondern im Gegenteil darauf zu drängen, kriegerische Auseinandersetzungen zu unterlassen und ansonsten dafür einzutreten, dass Verstöße gegen Völkerrecht und Menschenrecht entsprechend zur Verantwortung gezogen werden.

Das finde ich korrekt. Hier ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt drin der Meinung nach immer vergessen wird.
Soziale Intelligenz statt Profit!
Man buttert ja nicht umsonst Geld in die Krisengebiete, meist sichert man sich so Zugriff auf Ressourcen oder ähnliches. Hier ist wichtig sagen zu können, "...schaut was wir für ´nen Mist gebaut haben - sorgt dafür das es bei Euch nicht so wird (werden kann)."

Allerdings sehe ich Deutschland noch nicht in der Position, anderen Nationen ihre Jahrhunderte alten eventuellen Reparationsverpflichtungen nahezulegen.

Hier hadere ich ein wenig mit mir selbst, denn ich denke das wir eigentlich sagen dürfen was uns bedrückt, oder was unserer Meinung nach Sache ist - solange wir es sachlich begründet vorlegen.
Die aktuelle Regierung ist nicht mehr mit dem dritten Reich des Verrückten Gröfaz verbunden und unsere Generation daher auch nicht. Wenn ich hier in den Dimensionen von Generationen rechne haben wir durchaus eine Stimme in Europa oder in der Welt.

mfg Don
 

_Dark_

Ritter Rosenkreuzer
4. November 2003
2.666
nur kurz zeit
denke mal dass die zahlungen sinnvoll sind und dass es auch sehr gut ist, dass die jetzt endlich mal vorbei sind...
nützliche vergangenheitsbewältigung ist was anderes
 

Elbee

Vorsteher und Richter
28. September 2002
730
Ein_Liberaler schrieb:
Deutschland hat Einfluß auf Israel??

Ja, das hat Deutschland. Ohne unsere merkwürdige Geschichte, die wir btw mit den Juden zwangsläufig teilen, würde es Israel gar nicht geben, und das wissen die auch. Außerdem zahlen wir jährlich 250 Mio an Palästina, das wissen die ebenfalls und es ist manchen dort nicht recht und verlangen, dass man hierzulande prüft, ob die Kohle auch nicht zweckentfremdet wird. Ist korrekt, denn das verschafft uns wiederum die Position, Israel auf Korrektheit im Verhältnis zu Palästina zu überprüfen. Dazu kommt, dass es in Deutschland eine alte Tradition mit Juden gibt, die früher sehr gerne Deutsche waren und es heute welche gibt, die es auch sind. Durch diese Verbindung, wie bei einer Familie, mit Israel und anderen in der Welt verstreuten Juden, können wir weiteren Einfluss auf die Ereignisse in Israel nehmen. Das muss nicht dringend mit Geld zu tun haben, manchmal sind kulturelle Ereignisse schlagkräftiger, ich möchte da an Barenboim erinnern, der unerschrocken Wagner dirigiert, in Ensemblen die aus Palästinensern und Israelis bestehen. Sowas kickt mehr als schnöde Kohle und beeinflusst die Denke, darauf kommt es ja viel mehr an.

@ Don

Ja, wir müssen sagen können, was uns bedrückt. Allerdings hatte D lange die unglückliche Position, wo das ohne Gehör verhallte. Es ist schwer, diese Einsicht zu haben und ich schätze, dass es speziell die Vertriebenen, die noch leben, kaum ertragen können, dass man ihnen nicht zuhört. Da sind Menschen ausgeraubt worden, ihrer Häuser und Hab und Gut verlustig geworden und oft haben Mütter mit Kindern nur ihr Leben retten können, den Mann haben sie entweder im Krieg oder hinterher per Gefangenenlager verloren. Das ist unglaublich bitter und deren Leid ist komplett unter den Tisch gefallen, da leidet manche Omi noch heute, falls sie über 90 wurde.

Wozu wir jedoch heute in der Lage sind, ist die Prüfung auf korrekte Verwendung unserer Leistungen. Daher auch mein Posting mit den darin gestellten Fragen, zu denen offensichtlich noch keiner klärende Antworten gefunden hat. Die Fragen, die ich noch nicht gestellt hatte, wären zum Beispiel die, ob für die Entschädigungsgelder Juristenhonorare abgezweigt wurden und in welcher Höhe, denn das würde ich ähnlich einer anderen Human-Organisation gerne transparent sehen. Hat für mich nicht Prioriät, ich interessiere mich erstmal für die Abwicklung des Verfahrens überhaupt Außerdem wäre noch gut zu wissen, was die Zahlungsempfänger denn so sagen, ob sie sich gut fühlen damit oder was sie mit der Kohle machen und ob das ihre Empfindungen irgendwie beeinflusst hat.
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
Elbee schrieb:
Kennt da jemand weitere Details, da hier die Rede von 1.5 Mio Opfern ist und eine Summe von 10 Mrd. DM (etwa EUR 5 Mrd.), in der Netzzeitung jetzt andere Zahlen stehen und mich interessiert, wer die anderen Betroffenen sind und wer diese Gelder auszahlt. Oder sind mit der Differenz von 3.9 Mrd. die o.g. Angehörigen gemeint? Aber was ist dann mit den verbliebenen 1.37 Mio Opfern? Oder habe ich ein Missing Link übersehen.
Hier ist die HP der Stiftung "errinnerung, Verantwortung und Zukunft"
www.stiftung-evz.de
Dort findet man auch das Gesetz dazu indem zum Geld folgendes steht :
§ 3 Stifter und Stiftungsvermögen

(1) Stifter sind die in der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft zusammengeschlossenen Unternehmen und der Bund.

(2) Die Stiftung wird mit folgendem Vermögen ausgestattet:

1. Fünf Milliarden Deutsche Mark, zu deren Bereitstellung sich die in der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft zusammengeschlossenen Unternehmen bereit erklärt haben, einschließlich der Leistungen, die deutsche Versicherungsunternehmen der International Commission on Holocaust Era Insurance Claims zur Verfügung gestellt haben oder noch stellen werden.

2. Fünf Milliarden Deutsche Mark, die der Bund im Jahr 2000 zur Verfügung stellt. Der Beitrag des Bundes umfasst die Beiträge von Unternehmen, soweit der Bund Alleineigentümer oder mehrheitlich an diesen beteiligt ist.

In der Diskussion scheint es mir so als würden einige annehmen, dass es sich bei den Zahlungen um unterstüzung für Israel handel. Das ist ein ziemliches Missverständnis. Es geht hier um Zwangsarbeiter.
Nach dem 2.WK hatten erstmal nur deutsche Zwangsarbeiter das Recht auf Entschädigung für ihre unentlohnte Arbeit.

Ich denke das es nur allzu berechtigt ist, dass die Wirtschaft (immerhin Konzerne wie Bayer und VW) sich dazu stellt. Das es 60 Jahre gedauert hat ist eigentlich ziemlich peinlich.
Die Summe die von der Wirtschaft kommt ist ein Lacher, wenn man sich im Vergleich dazu ihren Jahresumsatz und ihre Gewinne anschaut.

Namaste
Lilly

edit: hier noch der link zur Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft
http://www.stiftungsinitiative.de/

übrigens sollte man auch bedenken, dass die sich das nicht einfach so überlegt haben, dass sie mal was zahlen. die Writschaft hat schiß weil es schon Zwangsarbeiter gab die sich vor Gericht Geld erstritten haben. Deswegen wollten sie lieber vorbeugen als nachsehen, denn das könnte teuer werden.
. Mit dieser gemeinsamen Anstrengung wird auch gewährleistet, daß die Gesamtheit deutscher Unternehmen inklusive ihrer ausländischen Töchter und Muttergesellschaften vor NS-spezifischen Klagen geschützt ist und unter Bedingungen umfassender und dauerhafter Rechtssicherheit im internationalen Wettbewerb agieren kann.
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
habe hier noch was, was vielleicht ein wenig die Motivation der deutschen Wirtschaft erklärt. Aus rein mildtätigen Gründen haben die die Stiftung nicht eingerichtet. sie haben sich nur vor klagen abgesichert.
vom 11.5.2001 folgendes:
Die US-Richterin Shirley Wohl Kram hat die an ihrem Gericht anhängige Sammelklage ehemaliger Zwangsarbeiter des Regimes der Nationalsozialisten für unzulässig erklärt. Die Richterin machte somit eine Kehrtwende, da sie entgegen Forderungen der deutschen und amerikanischen Regierung und selbst der Klägervertreter die Klage zunächst für zulässig erklären wollte

[....]

Die Zwangsarbeiter hatten gegen deutsche Unternehmen auf Entschädigung für erlittenes Unrecht in der Zeit von Nazideutschland geklagt. Die Abweisung der Klage war dann aber auch von den Klägern gefordert worden, da Deutschland einen Stiftungsfond der deutschen Wirtschaft eingerichtet und die Auszahlung dieses fünf Milliarden Mark schweren Entschädigungsfonds von einer Rechtssicherheit abhängig gemacht hatte.

Um nicht noch nach Auszahlung des Geldes der Gefahr weiterer Entschädigungsklagen ausgesetzt zu sein, verlangte die deutsche Regierung als Mindestvoraussetzung der Auszahlung die Abweisung der Klage in den USA. Die Zahlungen könnten jetzt, da die Abweisung durch ist, eigentlich innerhalb einiger Wochen getätigt werden. Allerdings war man auf deutscher Seite noch etwas skeptisch und wollte das Urteil und dessen Auswirkungen auf die eventuelle Rechtssicherheit erst noch prüfen.

Viele der ehemaligen Zwangsarbeiter sind schon sehr alt, es wird mit einer Sterbensrate von 10 bis 15 Prozent der Entschädigungsberechtigten gerechnet. Über eine Million Arbeiter sind weltweit berechtigt, aus dem Fonds Entschädigungen zu erhalten, darunter Amerikaner, Israelis, Russen, Polen, Ukrainer, Tschechen, Slovaken und Weißrussen.
http://www.123recht.net/article.asp?a=1096&f=news_international_kramweistsammelklageab&p=1

Das Gejammer dass es ja sooooo ungerecht sei, dass Deutschland etwas zahlen würde, finde ich reichlich unangebracht :
Rund acht Millionen Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge wurden in der Zeit des NS-Regimes zur Arbeit in der deutschen Industrie gezwungen. Unter unmenschlichen Bedingungen und ohne alle Rechte hielten sie die Kriegswirtschaft aufrecht, indem sie die an der Front eingesetzten deutschen Arbeiter ersetzten und für den Rüstungsnachschub sorgten. Viele von ihnen kamen dabei ums Leben oder erlitten durch Verletzungen und Krankheiten lebenslange Behinderungen.
Im August 1944 war jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland von einem ausländischen Zwangsarbeiter besetzt. Die NS-Arbeitsstatistik führte unter anderen 2,8 Millionen Russen, 1,7 Millionen Polen und 1,3 Millionen Franzosen auf. Den höchsten Ausländeranteil an den Beschäftigten wies die Landwirtschaft mit 46,4 Prozent auf, es folgten Bergbau (33,7 Prozent), Baugewerbe (32,3 Prozent) und Metallindustrie (30 Prozent).

Während die Industriekonzerne nach dem Zweiten Weltkrieg bald zu neuer Größe aufstiegen, erhielten die ehemaligen Zwangsarbeiter oder ihre Angehörigen keine oder nur geringe Entschädigung. Freiwillige Entschädigung zahlten nach 1945 nur einzelne Firmen wie AEG (1960), Siemens (1962) und das einst zu Flick gehörende Unternehmen Feldmühle Nobel (1986). Kritiker bezeichneten die Zahlungen als „Almosen“. Rechtsansprüche einstiger Zwangsarbeiter wurden hingegen zurückgewiesen.

Erst unter dem Druck neuer Sammelklagen in den USA gegen deutsche Firmen kam es 2000 zum Abschluss eines Entschädigungsabkommens für Kriegszwangsarbeiter in der Nazizeit zwischen Deutschland und den USA.
http://www.politikerscreen.de/direct.asp?page=/lexikon/lexikon_detail.asp

und hier noch ein Artikel aus dem Zeitarchiv 4/2000 :
http://www.zeit.de/archiv/2000/4/200004.zwangsarbeiter_.xml

Namaste
Lilly[/quote]
 

woelffchen

Geheimer Meister
9. Dezember 2003
483
mir werden auch 50 % vom Lohn abgezogen.
wir (D) können wenigstens sagen, wir haben Wiedergutmachung bezahlt – aber wie habt IHR euer Unrecht gesühnt ?
trotzdem ist die Frage:
Wo ist die Grenze ? Gestern war was da wgn. WK I und Deutsch-Westafrika – habe es nicht mehr ganz mitbekommen, aber die Harare haben gegen die deutschen Kolonialtruppen rebelliert und wurden daraufhin massiv verfolgt. Naja, und jetzt wollen sie auch Geld.
Aber wie weit soll man zurückgehen ?
40 Jahre ? 50 Jahre ? 150 Jahre oder 1500 Jahre ?
Kriegen die Franzosen für Waterloo, die Deutschen von den Schweden für 30-jährigen-Krieg und die Italiener für den Teuteburger Wald eine Entschädigung ?
Ich sehe das Problem darin, dass die Deutschen (in Deutschland lebenden – politisch korrekt) ausgenommen werden, um das Geld in der Welt zu verteilen. Jetzt, wo es nicht mehr so rund läuft, sollte man die Zahlungen auch einschränken oder überprüfen können.
 

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