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Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

Dieses Thema im Forum "Glaube und Religion" wurde erstellt von Manesse, 20. Januar 2016.

  1. ThomasausBerlin

    ThomasausBerlin Ritter Kadosch

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    AW: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

    @Malakim:

    Da ich mich ziemlich inentsiv mit dem Islam beschäftigt habe - kann ich das so nicht "stehen lassen"
    Olle Muhammad war noch nicht richtig im Wüstenstaub vebuddelt - da ging der Ärger mit den Hadithen los: "Ich Alibengali hab' aber deutlich gehört dass der Prophet, als er ich in St. Blasius auf seiner Geisterreise befand laut und deutlich dies und jenes im Halbschlaf gemurmelt hat....". Solche Stories waren m.E. der Grund dafür, warum "die reine Lehre" inhaltlich in ein "Machwerk" verwandelt wurde. Man darf mal nicht vergessen: Kaum war Muhammad begraben, hat schon Abu Bhakr Ali "Schläge angedroht", wenn er nicht "nachfolger Muhammad's" wird. "Des lieben Friedens willen" hat Ali klein beigegeben und 4 Jahre später ist Abu Bhakr ebenfalls in's Grab gewandert. In diesen 4 Jahren hat Abu Bhakr mehr Schaden angerichtet, als die nächsten 5 Kalifen nach ihm..... (u.a. beziehen sich Da'ish und die Wahabiten ausgerechnet auf diesen "Nachfolger".....).

    Wer sich näher dafür interessiert: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schia&redirect=no
     
  2. Giacomo_S

    Giacomo_S Großer Auserwählter

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    AW: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

    Das Problem an dieser traditionellen Überlieferung: Niemand kann belegen, dass sie so überhaupt stattgefunden hat. Die islamische Frühgeschichte, die islamische Expansion, die frühen Kalifen - möglicherweise alles schöne, fromme Geschichten, historisch aber höchst zweifelhaft. Belegen lässt sich da jedenfalls nichts.

    Bundeszentrale für politische Bildung: Zur Entstehung und Frühgeschichte des Islams
    Siehe insbesondere den Teil ab "Historische Probleme"

    Die Hadithe sind in ihrer Form "historische Berichte", die den Rauswurf eines jeden Erstsemesters der Philologie rechtfertigen würden. Sie bestehen aus zwei Teilen, dem eigentlichen Hadithen sowie seiner "philologischen Beweisführung" - oft länger als der eigentliche Hadith selbst. Und das geht dann (zeitlich rückwärts) so: "Dies berichtete mir Ali aus Akkon, der hatte es von Hassan aus Damaskus. Der wusste es von Jusuf aus Kairo .... zwanzig "Zeugen" weiter ... und der wusste es von Ali, dem Gefährten des Propheten."
    Selbst al-Buchārī (810-870), der die erste (und bis heute renommierteste) Hadith-Sammlung verfasst hat, soll angeblich aus damals bestehenden 600.000 Hadithen so viele als doppelt und gefälscht aussortiert haben, das "nur" 2.800 übrig geblieben sind.
     
  3. Manesse

    Manesse Ritter vom Schwert

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    AW: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

    Eine ziemlich zufällige und willkürliche Zusammenstellung also.

    Und das gilt das als unabänderliches und ewig gültes Wort Gottes ....
     
  4. ThomasausBerlin

    ThomasausBerlin Ritter Kadosch

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    AW: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

    Das ist so pauschal nicht ganz richtig: Als "unabänderliches Wort Gottes" gilt im Islam nur der Qur'an.

    Die Muslime unterscheiden selbst zwischen "sehr wahrscheinlichen Hadithen, möglichen Hadithen und unwahrscheinlichen Hadithen", was deutlich darauf hin weist dass Hadithe pauschal nicht zum "unabänderlichen Wort Gottes" zählen können.

    Auch mit der "Unabänderlichkeit des Qur'an" ist das so eine Auslegungssache: Muhammad weist selbst auf die ihm "nachfolgenden Gesandten" hin und fordert seine Anhänger auf diesen "zu folgen... denn sie werden euch die Wahrheit Gottes bestätigen". Die Islamgelehrten setzen mehrheitlich "die Wahrheit Gottes" mit dem "Qur'an" gleich - das muss aber nicht so richtig sein. Man kann auch durchaus Muhammad so verstehen, als das der oder die nachfolgenden Gesandten "der Qur'an fortschreiben" und weitere "heilige Bücher" schreiben werden, die sich explizit auf die "Wahrheit des Qur'an" beziehen.

    Die "unorthodoxe Ansicht" findet natürlich wenig "Gegenliebe" bei den heutigen Sunniten und Shiiten - würde man dem Gedankengang folgen, wären vielleicht doch einige der Menschen die man in früheren Zeiten "im Namen Gottes" ermordet und vertrieben hat, am Ende vielleicht "Gesandte" gewesen..... Das kann einem machthungrigen Sultan, Kalifen oder Ayatollah nicht "gefallen".......
     
  5. Manesse

    Manesse Ritter vom Schwert

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    AW: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

    Arme Gesandte ....

    Wobei man sagen muss, dass die Tötung von sog. "Ketzern" auch im Christentum mal sehr verbreitet war.
     
  6. Nachbar

    Nachbar Meister des Tabernakels

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    AW: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

    Tatsächlich?

    Aber sollte man bei der Gelegenheit nicht ehrlich sein und hinzufügen, daß ungeheuer viel mehr Menschen im Namen der christlichen Kirchen getötet wurden als die vergleichsweise wenigen amtlich als Ketzer Verurteilten?
     
  7. William Morris

    William Morris Meister vom Königlichen Gewölbe

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    AW: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

    Die Kirche hat schon hingelangt, vor allem wenn ihr Allleinvertretungsmerkmal als Verkünder der Botschaft Gottes in Frage gestellt wurde, man denke nur an die Hussiten oder die Katharer. Wenn nicht ein paar weltliche Herrscher den Protestantismus als geignetes Mittel erkannt hatten, Christ zu bleiben und der katholischen Kirche Adieu zu sagen, wäre der sicher auch blutig beseitigt worden.
     
  8. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    AW: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

    ..und im Namen der Freiheit, der Demokratie, des Fortschritts...nenne es, es ist oft passiert und noch nicht vorbei. Ist die Religion daran schuld? Sie kann nicht befehlen, anordnen, verbieten - und wenn sie es doch tut, wird sie schuldig. Es ist nicht ihr Auftrag.
    Eine Religion (Politik, Philosophie...) kann nur so gut wirken, wie ihre Mitglieder sie verstehen. Das wird wirksam, nicht das Gedankengebäude das sie lehrt - es wird ohnehin nur von wenigen durchdacht, noch weniger verstanden. Da wird dann im Namen der Freiheit oder des Kommunismus mal eben ein kleiner Massenmord veranstaltet..war das der Sinn dieser Lehren? Nein, aber wirksam wurde ein wildes Gemisch dieser und älterer Auffassungen, es kontrolliert ja keiner, ob alle, die sich zu einer Sache bekennen, sie auch verstanden haben. Sie machen es erstmal falsch - es sind Menschen. Da geht eine Kirche hin und legt sich Truppen zu, anfangs durchaus vernünftig, will Erpressungen durch weltliche Mächte abwehren. Etwas später aber legt sie Burgen, erobert Gebiete, macht weltliche Vorschriften - und muß sich davon verabschieden, es war ein Fehler.
    Lehnen wir nun jeden Versuch ab, etwas zu verändern, weil dabei unweigerlich auch Fehler passieren? Auch nicht sinnvoll.
    Akzeptieren wir, was wir ohnehin nicht ändern können (daß wir fehlerhaft sind)? Wie soll Fortschritt gehen, wenn wir Perfektion erwarten, die es nie geben kann?:gruebel:
     
  9. Malakim

    Malakim Insubordinate

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    AW: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

    Eben. Das meinen wir ja.
     
  10. es könnte ja sein

    es könnte ja sein Ritter vom Osten und Westen

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    AW: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

    tach

    ich würd eher sagen, dass die katholiken die ketzer verbrannt haben, in dem fall waren das nunmal christen die als ketzer verbrannt wurden
     
  11. Manesse

    Manesse Ritter vom Schwert

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    AW: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

    Hab ich was anderes gesagt?

    Muss ich für dich alles narrensicher und genau erklären?

    Und noch mit 1000000000000000000000000000000000000000 Seiten kleingedruckten Erläuterungen, wie es gemeint ist?
     
  12. Telepathetic

    Telepathetic Großmeister aller Symbolischen Logen

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    AW: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

    Gibt aber auch immer wieder Religiöse, die den Mitgliedern der andern Religionen Schutz und Hilfe vor Verfolgung bieten. 1096 hat der Bischof von Köln die Stadttore schließen lassen, so dass die dortigen Juden von den Kreuzzüglern verschont geblieben sind.
     
    Manesse gefällt das.
  13. a-roy

    a-roy Mensch

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    AW: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

    Ich dachte immer, dass sich die Kreuzzügler gegen die Muslime(?) im hlg. Land gewandt haben.
     
  14. Telepathetic

    Telepathetic Großmeister aller Symbolischen Logen

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    AW: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

    Ja, auch. Die Kreuzzügler wollten Jerusalem von den Ungläubigen befreien, d.h. von den Nicht-Christen, und auf dem Weg nach Israel haben die eben auch die Juden, die sie so angetroffen haben, niedergemacht.
     
  15. FIOLA

    FIOLA Gesperrter Benutzer

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    AW: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

    I
    ch---sehe Kummerland---Gemeins´+ ---Es geht doch um Menschen
    Herita
     
  16. Telepathetic

    Telepathetic Großmeister aller Symbolischen Logen

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    Ja, doof, dass die damals nicht erkannt haben, dass sie zuerst mal alle Menschen sind und dann erst Angehörige einer abgegrenzten Gruppe.
     
  17. FIOLA

    FIOLA Gesperrter Benutzer

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    AW: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

    Menschen -brauchen -----Gruppen--um ??????
     
  18. Telepathetic

    Telepathetic Großmeister aller Symbolischen Logen

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    Ei, wegen der Zusammengehörigkeit.
     
  19. almende

    almende Prinz von Jerusalem

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    Geselligkeit, Gesellschaft, Schutz, Arbeitsteilung, Fürsorge, Vermehrung
    - zum Überleben -
     
  20. FIOLA

    FIOLA Gesperrter Benutzer

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    AW: Wenn das Verlassen einer Religion mit dem Tod bestraft wird ....

    kapital --- Auftreten-- nicht der Inhalt ist entscheident !!
     

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