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Zentralrat der Juden

hardcore

Geheimer Meister
10. April 2002
266
zu dieser debatte zitiere ich ury avnery (publizist und friedensaktivist) aus dem spiegel 23/2002:

"wer antisemit ist, bestimmen wir." es ist für die regierung israels natürlich sehr bequem, jede kritik an ihrer politik im ausland als antisemitisch zu stigmatisieren - auch wenn die kritiker dasselbe sagen wie viele israelis. waren die 100 000 israelis, die vor ein paar wochen gegen sharon protestierten, alle antisemiten ?

israel muss mit denselben moralischen maßstäben wie jeder andere staat gemessen werden. jede sonderbehandlung berührt mich unangenehm.

dürfen deutsche israel kritisieren ? um himmels willen, warum denn nicht? das schreckliche, was deutsche juden angetan haben, hat mit der israelischen Politik nichts zu tun. daraus den schluß zu ziehen, deutsche müssten schweigen, wenn sie glauben, daß wir unrecht begehen, ist unmoralisch. das vermächtnis des holocaust sollte doch sein, dass gerade deutsche mehr als andere gegen unrecht auftreten, ganz egal wo es passiert.

wer israel in diesem sinne, aus dieser gesinnung heraus kritisiert, tut eine gute tat. ihn als antisemiten zu beschimpfen ist gemein und auch schädlich, denn damit bagatellisiert man den antisemitismus.


soviel dazu. ich glaube, uri avnery steht als jude außerhalb des vorwurfs, selbst antisemit zu sein.....
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
@sephiroth


Widerlich, diese Berufsopfer!!!!

Komischerweise hörst Du Dich ja selber dauernd an wie ein Opfer der Ausländer (in anderen Threads) und der scheinbar dank ihrer Moralkeule so übermächtig meinungsbildenden Juden.
 

Sephiroth

Geheimer Meister
12. April 2002
253
Nur leider bekomme ich keine Unterstützung von deutschen Steuergeldern für mein "Opfertum", so wie manche Minderheiten in Deutschland und in aller Welt. Auch drückt man für mich nirgendwo ein Auge zu, wenn ich etwas Strafbares begehen würde. Andere reden dann von "ihrer" Verfolgung "damals" und schon traut sich kein Mensch mehr, bestehendes Recht durchzusetzen.
 
A

Anonymous

Gast
Sephiroth schrieb:
Nur leider bekomme ich keine Unterstützung von deutschen Steuergeldern für mein "Opfertum", so wie manche Minderheiten in Deutschland und in aller Welt. Auch drückt man für mich nirgendwo ein Auge zu, wenn ich etwas Strafbares begehen würde. Andere reden dann von "ihrer" Verfolgung "damals" und schon traut sich kein Mensch mehr, bestehendes Recht durchzusetzen.

Tja, das liebe Gewissen. Es ist schon äusserst seltsam welch bizarre Entscheidungen dann gefällt werden. Und, es funktioniert meist immer wieder, so ist die Menschhei wohl, und insbesondere in Deutschland ist dies der Fall, die böse böse Vergangenheit, man MUSS sich ja für alles Elend und Leid schuldig fühlen. Man MUSS.

plankalkuel
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Nur leider bekomme ich keine Unterstützung von deutschen Steuergeldern für mein "Opfertum",

Ach darum geht´s ? Der gute alte Neid ? Wäre mal interesant zu hören wer mehr Steuern zahlt: Ein Herr Friedmann oder Du !
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
nun was das persönliche einkommen friedmanns jetzt damit zu tun hat ist mir schon ein bisschen ein rätsel....

ich finde es auch nicht richtig, dass wir uns die vergangenheit ständig so viel kosten lassen müssen....

irgendwann sollte einfach einmal schluß sein mit der zahlerei....

ich habe schon den eindruck, dass mit dem argument der deutschen vergangenheit der deutsche staat ausgenommen wird .... somit der steuerzahler also einen schaden erleidet....

ich finde die vergangenheit wird ausgenutzt.....
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
ich finde es auch nicht richtig, dass wir uns die vergangenheit ständig so viel kosten lassen müssen....
Moment mal ! Der deutsche Staat leitet aus der Vergangenheit auch andere Dinge ab, z.B. Grund- und Immobilienbesitz und auch so manche Steuer ist schon älter als 60 Jahre.
Heisst das also, daß es zwar o.k. ist, wenn der Staat aus der Vergangenheit nutzen zieht, aber wenn aus der Vergangenheit Verpflichtungen entstehen, sind diese ungerechtfertigt ?
Ebenso verhält es sich wohl mit der Geschichte an sich dann: Wenn Deutsche in der Vergangenheit was gut gemacht haben, dann dürfen wir heute noch stolz darauf sein, aber wenn sie was falsch gemacht haben, dann vergessen wir das besser ?
Tolle Moral !
Was ist zum Beispiel mit Geldern, die für Kriegsgräberpflege ausgegeben werden ? Auch das sind Kosten, die bezahlt werden, weil in der Vergangenheit unsere Väter Krieg führten und nicht wir heute. Sollten wir die dann genauso streichen oder ist das was anderes ?
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
sicherlich regeln die sich mal bewährt haben beizubehalten ist ja nicht so richtig unvernünftig....

sicherlich eine gewisse verantwortung zu übernehmen für das was vom boden dieses staates ausging ist nötig.... es ist nur fair, dass gemäß unseren möglichkeiten etwas tun um das von deutschen verursachte leid zu mildern

nur ist es halt so, dass weder ich noch sonst jemand in meinem alter noch verantwortlich gemacht werden kann für das was da geschehen ist... zu behaupten es gäbe eine kollektivschuld über die generationen hinweg empfinde ich als ausgesprochen rassistisch... ich habe kein gen, dass schuld für das dritte reich verursacht....es werden halt auch meine steuergelder dazu hergenommen und nicht nur die meines großvaters...

aus der vergangenheit enstehen regeln und notwendigkeiten in einem gewissen umfang... eine der notwendigkeiten oder besser einsichten ist meiner meinung nach, dass wir flüchtlinge aus kriegsgebieten aufnehmen... im rahmen eines humanitären aktes, weil eben die deutsche geschichte für vielerlei vertreibung gesorgt hat....

aber auch flüchtlinge sollten irgendwann zurückkehren in ihre heimat, wenn der grund für ihre flucht behoben ist...

was nun die zahlungen angeht.... es gab eine zeit, da waren die schäden, die der krieg verursacht hat überall in europa und teilen afrikas und asiens zu spüren.... die welt hat sich inzwischen gewandelt... ländern wie israel geht es verhältnismäßig gut.... frankreich ist eine starke volkswirtschaft....die polnische wirtschaft steht nicht so prima da, das ist aber nicht auf die deutsche agression aus den tagen des dritten reiches zurückzuführen..zwischenzeitlich waren da die sowiets und jahre der planwirtschaft....

in anbetracht der tatsache, dass auch andere nationen, die in ihrer vergangenheit viel dreck an ihrem stecken angehäuft haben, keinen cent zahlen an ihre opfer glaube ich nicht, dass die deutschen eine sonderrolle einnehmen müssen....

was die erinnerung an leistungen durch deutsche angeht, so sehe ich aber halt doch eher, dass der schuldkomplex überwiegt... ich sehe da nicht so das gleichgewicht.....

ich finde eine rückkehr zur normalität tut schon dringend not....

wer sich so schuldig fühlt, dass er zahlen möchte, dem steht es ja frei zu spenden...

aber ich glaube nicht, dass der staat meine steuergelder verspenden darf...

zumindest nicht für zinslose kredite oder für als verlust abgeschriebene kredite.... mit anderen worten ... für geschenke in milliardenhöhe....
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Du scheinst ja genau bescheid zu wissen über unseren Staatshaushalt, nehme ich zumindesr an, weil wenn man meint, daß ein Betrag zu hoch ist, muss man eigentlich wissen wie hoch der Betrag genau ist. Ich bin leider nicht ganz so gut informiert, deshalb bitte ich Euch mir doch mal zu sagen, wie hoch die Ausgaben in Deutschland für Kosten für Entschädungsleistungen an Opfern des 3. Reiches pro Jahr so sind.

P.S.: Ich würde eine halbwegs neutrale Quelle bevorzugen !
 

antimarionette

Geheimer Meister
19. Mai 2002
275
Ausgaben

@Agentp

Alles nachzulesen in: Die Holocaust Industrie.

Dazu aber noch was anderes: Deine Argumentation hinkt einfach. Die Ausgaben für Kriegsgräberpflege in Verbindung zu setzen mit Entschädigungszahlungen ist ja an den Haaren herbeigezogen. Mal davon abgesehen, daß nicht plötzlich 3mal soviel Gräber abzurechnen sind.
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Soweit ich weiss geht es darum, daß es manche als ungerecht empfinden, daß der Staat für Kosten aufkommt, die durch die Gechichte Deutschlands entsatnden sind und da gehören wohl auch Kriegsgräber rein, oder ?

Ausserdem hatte ich doch um eine halbwegs neutrale Quelle gebeten, die die Höhe der deutschen Steueraufwendungen für die genannten Leistungen dokumentiert und beide Kriterien erfüllt Herr Finkelstein wohl kaum:

Finkelstein trägt seine Auffassungen in polemischer Schärfe und Überzeichnung vor, selbst vor beleidigenden und diffamierenden Beschreibungen schreckt er nicht zurück. Dies erklärt sich zum einen aus einer persönlichen Betroffenheit. Seine Eltern, selbst Überlebende des Holocaust, erhielten von jüdischen Organisationen nur geringe Entschädigungszahlungen. Dies ließ bei Finkelstein große Verbitterung aufkommen, was die Aggressivität und Einseitigkeit der Darstellung erklärt. Wie stark ihn dieser persönliche Hintergrund motivierte, veranschaulicht er selbst durch die immer wieder erfolgenden Hinweise auf das Schicksal seiner Mutter und seines Vaters.
Quelle: http://www.doew.at/projekte/rechts/chronik/2001_02/finkel2.html
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Sehr interessante Links, Force, aber eine Aufstellung der jährlichen Aufwendungen ist trotzdem nicht dabei, allerdings häufig der Hinweis, daß auch Schweizer Banken in den letzten Jahren 2 Milliarden gezahlt haben.
Könnte das bedeuten, daß wir Deutschen doch nicht die einzigen sind, die immer noch zahlen, wie Du behauptet hast ?

Die meisten dieser Quellen kritisieren auch eher, daß das Geld nicht da ankommt wo es hinsoll, als die Höhe der Zahlungen.
 
A

Anonymous

Gast
agentp schrieb:
Moment mal ! Der deutsche Staat leitet aus der Vergangenheit auch andere Dinge ab, z.B. Grund- und Immobilienbesitz und auch so manche Steuer ist schon älter als 60 Jahre.
Heisst das also, daß es zwar o.k. ist, wenn der Staat aus der Vergangenheit nutzen zieht, aber wenn aus der Vergangenheit Verpflichtungen entstehen, sind diese ungerechtfertigt ?

Wer ist denn der "Staat" ?
Das sind wir. Alle die in Deutschland leben, komm bitte von dem Trip runter das die da oben (Politiker,...) der Staat sind und uns alle nur ausnehmen wollen. Der Staat, das sind die Menschen.
Es gibt aber sicherlich Steuern die es eigentlich nicht mehr geben dürfte, als klassisches Beispiel dient hier die Sektsteuer, mal eingeführt um die Deutsche Flotte auf Vordermann zu bringen, ist diese immer nich aktuell. Ich kann mit leben, andere können es auch. Es sind Einnahmen die dem Staate zu gute kommen (das Politiker da ab und an Verschwenderisch sind sie dahingestellt).

Ebenso verhält es sich wohl mit der Geschichte an sich dann: Wenn Deutsche in der Vergangenheit was gut gemacht haben, dann dürfen wir heute noch stolz darauf sein, aber wenn sie was falsch gemacht haben, dann vergessen wir das besser ?
Tolle Moral !

Unsinn. Aber aus der deutschen Geschichte wird immer nur das eine herausgehoben, das dritte Reich. Es geht hier nicht um vergessen, man sollte nichts aus der Geschichte vergessen, man lernt daraus für die Zukunft, nur immer nur negatives zu hören zu bekommen was D angeht, das kann auch nicht sein.
Ich finde Deine obige Aussage bei genauer Betrachtung abartig und anmaßend. Warum ? Gerade in Deutschland herrscht keine Normalität was die geschichte angeht, nur negatives wird in der Schule erzählt, nur negatives bekommt man meist aus dem Ausland zu hören. Dinge wie "Gerade Deutschland muss damit sensibel umgehen..." oder "Gerade die Deutschen sollten aus ihrer Geschichte gelernt haben..." (Deutschland hat aber mehrt geschichte als die kaputten auf dennen immer rumgeritten wird) sind an der tagesordnung.
Wenn hier jemand GROSS um vergesse ist was Greultaten angeht, dann ist es die USA. Beispiele ? Agent Orange in Vietnam. Indianer (die wirklichen Amerikaner !!!) fast ausgerottet. Schwarze vor kurzem noch deutlich benachteiligt. Japam, zwei Atombomben. Venezuela, halten die Hand drauf wegen des Öls, und den Bewohner geht es mies (und das wo die doch soviel Öl haben...), Dresden NACHDEM der Krieg schon vorbei war noch völlig zerbombt. Die Reise könnte man noch weiter forsetzen, ABER die Amis, die sehen immer nur ihre tollen Taten und fühlen sich als Opfer wenn sie mal was auf die Mütze bekommen.
Andere Länder sind da auch nicht besser, Frankreich, England,... Alle haben sie Dreck am Stecken und das nicht zuwenig, und durchaus in der Masse (insbesondere die USA) mit dem dritten Reich vergleichbar. Nein, eigentlich noch schlimmer, da die nichts draus lernen sondern immer weiter machen in ihrer Arroganz.

Alos hör auf so einen Mist zu schreiben. Erst mal über den Tellerrand schauen und dann beurteilen.

Was ist zum Beispiel mit Geldern, die für Kriegsgräberpflege ausgegeben werden ? Auch das sind Kosten, die bezahlt werden, weil in der Vergangenheit unsere Väter Krieg führten und nicht wir heute. Sollten wir die dann genauso streichen oder ist das was anderes ?

Ja. Von mir aus. Was soll das alles ?
Zumal sicherlich mehr Gelder für die Pflege und den Aufbau neuer, Opfergedenkstätten des dritten Reiches ausgegeben werden. Es reicht. Ich brauche nicht an jeder Ecke eine solche Gedenkstätte, was soll das bezwecken ? Das man durch die Strassen läuft, das sieht, und dann sofort melancholisch wird, ja, das man ein schlechtes Gewissen bekommt, denn es waren ja WIR deutsche. Ich war es nicht, die meisten andere die hier in D leben auch nicht, also was soll das ? Warum wird geplant ein schlechtes Gewissen gemacht ? Warum ?
Wird es nicht ? Oh doch, ich kann es mir nämlich nicht erklären das auf dem teuersten grund und Boden in Berlin eine riesige Gedenkstätte entsteht, wo täglich zig tausend Touristen vorbei müssen. Den Platz kann man besser nutzen und wir haben in D genug Gedenkstätten, die Juden müssen sich nicht immer in den Vordergrund drängen und an was erinnern wo die meisten mittlerweile nichts mehr mit zu tun hatte.

plankalkuel
 

antimarionette

Geheimer Meister
19. Mai 2002
275
agentp schrieb:
Sehr interessante Links, Force, aber eine Aufstellung der jährlichen Aufwendungen ist trotzdem nicht dabei, allerdings häufig der Hinweis, daß auch Schweizer Banken in den letzten Jahren 2 Milliarden gezahlt haben.
Könnte das bedeuten, daß wir Deutschen doch nicht die einzigen sind, die immer noch zahlen, wie Du behauptet hast ?

Die meisten dieser Quellen kritisieren auch eher, daß das Geld nicht da ankommt wo es hinsoll, als die Höhe der Zahlungen.

Die Schweiz wurde mit Hilfe der Amerikaner erpresst. Es ging vor allem um den Goldankauf während des dritten Reichs, bei dem die AMerikaner übrigens fett mitgemischt haben. Aber von denen kam noch keine Mark.
Höhe der Zahlungen: Meinst DU, die Zeitungen dürften öffentlich kritisieren? Dann würden sie doch eine halbe Stunde als Antisemiten beschimpft werden. Ne,ne!
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
ja interessanterweise scheint es nicht so einfach zu sein wirklich quellen zu finden, wie viel wir eigentlich zahlen....

sicherlich auch schweizer banken zahlen...aber auch wenn wir nicht die einzigen sind, die zahlen, so stört es eben mich, dass deutsche steuergelder dazu hergenommen werden... :D

ich habe mich bemüht links zu finden, die nicht sofort anfechtbar und ignorierbar sind, weil sie aus einem bestimmten lager kommen.... es gibt ja auch unheimlich viele muslim links, die da böse vom leder ziehen... ich denke auch nicht, dass diese so wahnsinnig objektiv sind...

aber was man aus diesen links ersehen kann ist, dass der staat immer wieder mit hineinbuttert wenn es um zahlungen an ehemalige zwangsarbeiter oder entsprechende organisationen geht....

auch, dass eben gelder unter umständne nicht unbedingt da ankommen wo sie ankommen sollen, das heißt für mich aber auch, dass keine saturierung der ansprüche der opfer stattfinet und immer wieder neu gefordert werden wird....

es mag sich hart anhören aber forderungen an die deutsche wirtschaft bedeuten halt letztlich auch, dass es auf dem rücken der steuerzahler ausgetragen wird... schließlich entlassen die ja dann bürger...bzw... fordern unterstützungen von seiten des staates.....

wie gesagt exakte aufstellungen über die höhe der beträge sind auf die schnelle nicht zu finden gewesen...aber ich denke es wird in andeutungen shcon ersichtlich, dass es sich um horrende summen handelt.... das ersieht man denke ich ja auch schon allein an der großen zahl der opfer, die da versorgt werden sollen...

die frage ist meiner meinung eben wie weit das noch gehen soll.... schließlich, da hab ich jetzt kaum links mit beigesteuert, hat der deutsche staat ja z.b. schon horrende summen an israel gezahlt.... das ist zwar soweit abgeschlossen, aber anscheinend sind diese zahlungen eben nicht genug...denn jetzt sollen wir ja an die zwangsarbeiter selbst noch mal zahlen.... warum also haben wir dann geld an israel gezahlt?
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Unsinn. Aber aus der deutschen Geschichte wird immer nur das eine herausgehoben, das dritte Reich. Es geht hier nicht um vergessen, man sollte nichts aus der Geschichte vergessen, man lernt daraus für die Zukunft, nur immer nur negatives zu hören zu bekommen was D angeht, das kann auch nicht sein.
Ich finde Deine obige Aussage bei genauer Betrachtung abartig und anmaßend. Warum ? Gerade in Deutschland herrscht keine Normalität was die geschichte angeht, nur negatives wird in der Schule erzählt, nur negatives bekommt man meist aus dem Ausland zu hören. Dinge wie "Gerade Deutschland muss damit sensibel umgehen..." oder "Gerade die Deutschen sollten aus ihrer Geschichte gelernt haben..." (Deutschland hat aber mehrt geschichte als die kaputten auf dennen immer rumgeritten wird) sind an der tagesordnung.
Wenn hier jemand GROSS um vergesse ist was Greultaten angeht, dann ist es die USA. Beispiele ? Agent Orange in Vietnam. Indianer (die wirklichen Amerikaner !!!) fast ausgerottet. Schwarze vor kurzem noch deutlich benachteiligt. Japam, zwei Atombomben. Venezuela, halten die Hand drauf wegen des Öls, und den Bewohner geht es mies (und das wo die doch soviel Öl haben...), Dresden NACHDEM der Krieg schon vorbei war noch völlig zerbombt. Die Reise könnte man noch weiter forsetzen, ABER die Amis, die sehen immer nur ihre tollen Taten und fühlen sich als Opfer wenn sie mal was auf die Mütze bekommen.
Andere Länder sind da auch nicht besser, Frankreich, England,... Alle haben sie Dreck am Stecken und das nicht zuwenig, und durchaus in der Masse (insbesondere die USA) mit dem dritten Reich vergleichbar. Nein, eigentlich noch schlimmer, da die nichts draus lernen sondern immer weiter machen in ihrer Arroganz.

Alos hör auf so einen Mist zu schreiben. Erst mal über den Tellerrand schauen und dann beurteilen.



Genau ! Die anderen begehen Unrecht und schämen sich nicht dafür, deshalb müssen wir auch nicht. Perfekt ! Damit sind wir jetzt endgültig auf Kindergartenniveau ("Der da hat´s aber auch gemacht !" *mitdemfinger aufdenanderenzeig*).

Und wenn Du behauptest, daß nur das 3.Reich immer wieder herausgehoben wird, dann ist das dein Problem, denn dann scheinst Du ein wenig mit Scheuklappen herumzulaufen. Mir jedenfalls sind der Gang nach Canossa, der Augsburger Religionsfriede oder der Panthersprung nach Agadir genauso geläufig wie die Wannseekonferenz.
Daß die Geschichte des dritten Reichs präsenter ist als die Herrmannsschlacht ist wohl in Anbetracht der zeitlichen Nähe kaum verwunderlich. Man kann heute schliesslich nicht versuchen zeitlich nähere Meilensteine wie die ´Spiegelaffäre oder die 68er verstehen ohne sich mit dem 3.Reich auseinanderzusetzen.
Die Geschichte folgt nun mal einem linearen Verlauf und wenn man sich ernsthaft damit auseinandersetzen will, muss man die Vergangenheit mit einbeziehen und das bringt mit sich, daß sie durch die ständige Rezeption lebendig bleibt, das hat in keiner Weise etwas mit einem Tellerrand zu tun.[/quote]
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
nun um an bittische kz einrichtungen in südafrika zu denken, oder deportationen und zwangsarbeiten bis zum tod französischer "krimineller", oder an den einsatz nuklearen materials in kriegsgebieten durch die amerikaner, oder den verbrechen der us-army in vietnam muss ich zeitlich nicht unbedingt bis zur herrmannsschlacht zurückgehen :wink:

ich hab schon den eindruck, dass es recht beliebt ist bei anderen staaten das dritte reich als blendendes leuchtfeuer zu benutzen um ihre eigene kacke besser zu verbergen...

bei kritik an den amerikanern wirft man einfach revangismus und antiamerikanismus vor ( interessanterweise tut man das bei ströbele )
schon ist das problem mehr oder weniger vom tisch...
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
ich hab schon den eindruck, dass es recht beliebt ist bei anderen staaten das dritte reich als blendendes leuchtfeuer zu benutzen um ihre eigene kacke besser zu verbergen...

Das mag sicher richtig sei, aber was können jetzt da die NS-Zwangsarbeiter dafür ?

Geht es denn jetzt hier um Vietnam oder Südafrika oder um deutsche Zahlungen an die Opfer der deutschen Vergangenheit ?
 
A

Anonymous

Gast
agentp schrieb:
Genau ! Die anderen begehen Unrecht und schämen sich nicht dafür, deshalb müssen wir auch nicht. Perfekt ! Damit sind wir jetzt endgültig auf Kindergartenniveau ("Der da hat´s aber auch gemacht !" *mitdemfinger aufdenanderenzeig*).

Ist das nun Deine Argumentationslinie ?
[ ] Du hast mein posting richtig gelesen.

Und wenn Du behauptest, daß nur das 3.Reich immer wieder herausgehoben wird, dann ist das dein Problem, denn dann scheinst Du ein wenig mit Scheuklappen herumzulaufen.

Wer reitet denn darauf rum ? Ich habe nur den Standpunkt vertreten das man es nicht machen muss. Das es noch anderes gibt.

Mir jedenfalls sind der Gang nach Canossa, der Augsburger Religionsfriede oder der Panthersprung nach Agadir genauso geläufig wie die Wannseekonferenz.
Daß die Geschichte des dritten Reichs präsenter ist als die Herrmannsschlacht ist wohl in Anbetracht der zeitlichen Nähe kaum verwunderlich. Man kann heute schliesslich nicht versuchen zeitlich nähere Meilensteine wie die ´Spiegelaffäre oder die 68er verstehen ohne sich mit dem 3.Reich auseinanderzusetzen.
Die Geschichte folgt nun mal einem linearen Verlauf und wenn man sich ernsthaft damit auseinandersetzen will, muss man die Vergangenheit mit einbeziehen und das bringt mit sich, daß sie durch die ständige Rezeption lebendig bleibt, das hat in keiner Weise etwas mit einem Tellerrand zu tun.

Es ist schön wenn Du Dich in der Geschichte auskennst, die meisten tun dies nicht.
Wenn das eine präsenter ist als das andere, dann muss man trotzalledem nicht immer darauf herumreiten, denn das lässt den Schluss zu, wenn etwas noch schlimmeres kommt, dann reiten wird darauf rum, die Opferrolle wird dann jemand anderem zu Teil. Diesen Schluss möchte ich nicht ziehen Du machst es mit Deinen Aussagen.
Was muss ich mich noch mit der Geschichte des dreitten Reichen auseinandersetzen ? Ich kenne es, so wie es alle kennen. Das was gemacht wird, ist die instrumentalisierung der Geschichte, das man diese ausnutzt um irgendwelche Ziele zu erreichen (die vielfältiger Natur sein können...). Und das ist pervers und hat nichts mehr mit dem zu tun was mal war und was man draus lernen muss/ soll. Denn was lernt man aus der Geschichte (aus dieser), sowas darf NIE wieder passieren, das weiss mittlerweile in jeder (bis auf ein paar Chaoten), aber es darf nicht gelernt werden, das wenn man so eine Geschichte hat, als Staat, das dann zig Generationen dafür noch bluten müssen, das diese zur Verantwortung gezogen werden, das man dann Geld zahlen muss, das man ständig Reue ziegen muss, wenn das auch daraus gelernt wird, dann ist es pervers. Und leider ist es so, und das hat nichts mehr mit der Normalität der geschichte und was man draus lernt zu tun.

plankalkuel
 

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