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Zum Thema AIDS

Tino

Geheimer Meister
26. November 2004
349
Hallo Themis

Bin zwar nicht der Tino, und erst recht nicht der Arzt des Forums, aber Arzt, was mich jedoch nicht direkt zum HIV-Spezialisten macht...

„Arzt des Forums“???? Wohl eher der einzige, der es im Profil stehen hat, freue mich aber nicht ganz allein zu sein. Ansonsten glänze ich ja mehr durch aggressive Beschimpfungen von Dummbeuteln.

Da du schon alle Infos gegeben hast, falle ich doch mal ganz schnell wieder in meine Rolle:

@ Adam

Idioten gibt es wie Sand am Meer. In scheinbar ganz amerikatypischer Verehrung für Einzelkämpfer bist du den AIDS-Kritikern auf den Leim gegangen. Psychopathologische Züge sind nicht das Privileg dummer Menschen, auch Professoren dürfen dem Club der Großhirnamputierten beitreten.
AIDS ist nicht nur ein medizinisches oder gesundheitspolitisches Thema. Hier wird auch politische, soziale, menschliche Diskriminierung betrieben. In den ersten Jahren wurde in bestimmten Kreisen HIV als Schwuchtelseuche gefeiert. Bis dann die sauberen Vertreter dieser abscheulichen Gattung Mensch erkennen mussten, das auch der biedere Familienvater sich beim Kinderpornourlaub HIV einfangen konnte. In dem Club der Großhirnamputierten Sektion AIDS-Kritiker ist die Schraube besonders locker. Die hier aufgetischten Lügen und Verdrehungen sind durch simpelste Recherche bei Google schon zu wiederlegen. Die Suche nach einfachen Erklärungen und der Glaube, die Experten sind allesamt von der Industrie oder Politik gekauften Idioten, die nur zum eigenen Profit ohne Gewissen agieren, scheint eine gewisse Anziehung zu haben.
Vor allem eines scheint diesen Wahn zu unterstützen: der Wunsch ohne jedes Detailwissen (oder wenigstens das Bemühen um solches) mitzureden; oder bei bestehendem Detailwissen (was man Menschen wie Lanka und Konsorten unterstellen darf) eine gänzlich psychopathologische Kriegsführung wieder dem besseren Wissen. Diese Menschen tragen die Unterhose auf dem Kopf spazieren. Schon der gesunde Menschenverstand muss eigentlich beim lesen dieser gänzlich schwachsinnigen Thesen entweder ex- oder implodieren.

Zum Abschluss noch etwas zur Diagnose HIV-Positiv, bzw. AIDS:
Der AIDS-Test ist ein Politikum. In den 80er Jahren war die Emanzipierungsbewegung der Homosexuellen auf ihrem Höhepunkt. Genau dann kam aber auch HIV ins Spiel und man befürchtete Repressionen durch die Konservativen (Jobverlust, etc.). Also wurde in einer politische Schlammschlacht um den HIV-Test gestritten. Das Ergebnis: wenn heute ein Arzt einen HIV-Test machen will, braucht er das Einverständnis des Patienten (bei anderen Infektionserkrankungen braucht der Arzt diese nicht). Mir persönlich ist das recht schnuppe, in der modernen Medizin ist Aufklärung mittlerweile tägliches Geschäft.
In Afrika ist die Situation komplizierter. Dort fehlt das Geld HIV-Tests für jedermann anzubieten (bei uns machen es die Gesundheitsämter kostenlos!). Also versuchte man Diagnosenkombinationen zu finden, um die Zahl der zu testenden Patienten einzugrenzen. Aus dieser Not entstanden recht fragwürdige Diagnosepraktiken, die im Lauf der Jahr aber immer verfeinert wurden. Heute steht ein recht potentes Instrumentarium zur Verfügung, und der HIV-Test ist nicht mehr so teuer.

Die Vorstellung, das zur Diagnose AIDS kein HIV-Test gebraucht wird oder das Patienten zur Therapie gezwungen werden, sind gute Beispiele für (meiner Meinung nach) bewusstes, psychopathologisches verdrehen der Tatsachen.

Gruß Tino
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo Tino,

Tino schrieb:
....In dem Club der Großhirnamputierten Sektion AIDS-Kritiker ist die Schraube besonders locker....

dann gestattest Du doch, dass auch mal einer der "Gehirnamputierten" zu Worte kommt:

Bangui-Aids

Tino schrieb:
......Die Suche nach einfachen Erklärungen und der Glaube, die Experten sind allesamt von der Industrie oder Politik gekauften Idioten, die nur zum eigenen Profit ohne Gewissen agieren, scheint eine gewisse Anziehung zu haben.....

Zunächst mal erscheint es so, als wenn die Industrie die Politik kauft - Stichwort: RWE! Und hinsichtlich der gekauften Experten - unter Berücksichtigung des o. g. Links - würde ich mal einen Werbeslogan bemühen: "Nicht immer - aber immer öfter!"

Gruß Artaxerxes 8)


Edit: Sorry, Ich vergaß, im Hinblick auf Babynahrung scheint der Gehirnamputierte schon hellseherische Fähigkeiten entwickelt zu haben!
 

Tino

Geheimer Meister
26. November 2004
349
Zur Bangui Definition zitiere ich mich mal selbst:

http://www.weltverschwoerung.de/mod...tart=240&sid=ab436162f894cc26001703daadf35734

Eine kleine Topologie der internationalen AIDS-Definition. Von der CDC-Definition von 1982 über die viel besprochene und veraltete Bangui-Definition von 1985 (immerhin 4 Jahre nach Entdeckung des HIV) bis zu der modernen von der WHO vorgegeben AIDS-Definition von 2000

http://www.who.int/hiv/strategic/surveillance/definitions/en/

In der von 2000 beschriebenen Definition ist der positive HIV-Test natürlich Grundlage. Wie aus der Liste ersichtlich wird, ist die Definition im Lauf der Jahre immer wieder verändert worden (weil immer mehr wissen dazu kam)

Hier die Liste:

- 1982: CDC AIDS Case Definition

- 1985: WHO Bangui AIDS Case Definition

- 1986: WHO/CDC AIDS Case Definition

- 1987: WHO/CDC Revision of AIDS Case Definition

- 1989: Caracas AIDS Case Definition

- 1993: CDC Expanded Surveillance AIDS Case Definition

- 1994: WHO AIDS Case Definition for AIDS Surveillance

- 1995: European AIDS Case Definition for Children

- 1997: WHO Overview of AIDS Case Definitions Used in Countries

- 2000: CDC Guidelines for National HIV Case Surveillance, including Monitoring for HIV and AIDS

Demnach kan man bei der Diskussion eine veraltete Definition gar nicht mehr als Diskussionsgrundlage verwenden.

Wie gesagt, veraltete Definitionen und veraltete Daten werden zur Manipulation missbraucht. traurig, traurig ...

Zu Risiken unserer Gesellschaft empfehle ich das Buch „Risikogesellschaft“ von Ulrich Beck
http://www1.buch24.de/Risikogesellschaft_Auf_dem_Weg_in_eine_andere_Moderne/3-18838-1.html

Allgemeines zum HIV-Test:
http://hiv.net/2010/buch/test.htm
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo Tino,
Tino schrieb:
Zur Bangui Definition zitiere ich mich mal selbst:
Eine kleine Topologie der internationalen AIDS-Definition. Von der CDC-Definition von 1982 über die viel besprochene und veraltete Bangui-Definition von 1985 (immerhin 4 Jahre nach Entdeckung des HIV) bis zu der modernen von der WHO vorgegeben AIDS-Definition von 2000

http://www.who.int/hiv/strategic/surveillance/definitions/en/

In der von 2000 beschriebenen Definition ist der positive HIV-Test natürlich Grundlage. Wie aus der Liste ersichtlich wird, ist die Definition im Lauf der Jahre immer wieder verändert worden (weil immer mehr wissen dazu kam)


Tino schrieb:
Wie gesagt, veraltete Definitionen und veraltete Daten werden zur Manipulation missbraucht. traurig, traurig ...

wie es scheint, hast Du Dir leider nicht die Mühe gemacht, auch mal in Deine Links reinzuschauen.

Die Definition "2000" wird ausdrücklich als "National" bezeichnet und weist schon - auf den ersten Blick - auf die USA hin.

Der "Overview" von 1997 - hier als Excel-Datei - http://www.who.int/hiv/strategic/en/use_aids_def.xls
gibt genau darüber Auskunft, welche Staaten (1997) noch nach der Bangui-Definition verfahren - es sind nicht wenige! Wie Du dann auf den Idee kommst, diese Definition sei veraltet? Und dann noch Mißbrauch - durch die WHO? Traurig, traurig!

Müßig zu erwähnen, dass die "European Definition (1995)" ebenfalls nicht auf Afrika zielt.

Gruß Artaxerxes 8)
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo Lightning-Angel,

Lightning-Angel schrieb:
Könnte mir vielleicht einer der Gelehrten hier meine Frage beantworten :) es interessiert mich wirklich brennend.

ich bin zwar nicht der Experte, aber gegen AIDS-Symptome hilft m. M. auch kein steriler Raum - der würde nur neue Erreger von außen abhalten. Der Körper selbst ist ja mit Bakterien (auch nützlichen) aller Art "verseucht". Da müßte man ja den ganzen Körper sterilisieren, was zwangsläufig auch zum Exitus führt.

Aber das können Dir die Ärzte hier wesentlich profunder erklären!

Gruß Artaxerxes
 

Themis

Geheimer Meister
20. Dezember 2004
282
Hallo...

@Lightning-Angel

Lightning-Angel schrieb:
ob es ein Mensch schaffen würde bis zu seinem natürlichem Tode zu überleben wenn er bsw. in einem völlig Sterilem Raum wäre

Zunächst einmal... eine definition von natürlichem Tod? Sehr schwierig, da auch ein todesfall durch eine Erkrankung "natürlich" sein kann...

http://de.wikipedia.org/wiki/Ableben#Biologische_Begr.C3.BCndung_f.C3.BCr_das_Ph.C3.A4nomen_Tod

Was Deine frage betrifft, hat Artaxerxes diese korrekt beantwortet
Du schriebst:

Lightning-Angel schrieb:
Nun weiß ich net genau wie es mit den Körper eigenen Erregern aussieht.

Genau da liegt der Haken... durch ständige interaktionen mit der Umwelt (Körperkontakt, Atemluft, Nahrung) nehmen Organismen Viren, Pilze und Bakterien auf, welche z.T. wichtig sind (z.B. braucht der Mensch bestimmte Bakterein, die die Verdauung vereinfachen, Bakterien in der Vagina verhindern z.B. eine Infektion der Vagina durch andere Bakterein...etc. Das nennt man Symbiose).
Diese Bakterien, Viren und Pilze werden u.a. auch durch das Immunsystem in Schacht gehalten, fällt dieser jedoch aus, können die Erreger hemmungslos im Körper wüten. Z.B. können AIDS kranke an neurologischen Ausfallsymptomen leiden (mit Verwirrtheitszuständen etc..), da bestimmte Erreger sich im Gehirn breit machen. Diese Erreger haben viele Menschen, sie sind nur normalerweise kein problem.

@Artaxerxes

Ich muss ehrlich gestehen, ich weiss garnicht, wie in der 3.Welt bei der Testung von möglichen HIV-kranken verfahren wird. Nun, nicht jeder Afrikaner sitzt im Busch, völlig abgeschnitten von der Zivilisation. Sicherlich wird es auch hier HIV-Tests geben, wie man sie aus Europa/Nordamerika kennt, und sicherlich werden diese Tests nicht großflächig eingesetzt (aus Kostengründen).
Diese Bangui Definition soll ja lediglich eine Hilfestellung geben, um potentielle Infizierte auszumachen. Beweisend für eine Erkrankung ist sie natürlich nicht. Man kann ja z.B. auch nicht behaupten, das jeder lallende und torkelnde Mensch besoffen ist. Letztendlich wird auch hier ein Blut-Alkohol-Test durchgeführt.

Hast Du denn einen anderen konkreten Vorschlag, wie man in armen Regionen mit massenhaften Untersuchungen verfahren sollte? Irgendein kostengünstiges Modell? Vielleicht ist Dir ja etwas bekannt?

MfG
 

Tino

Geheimer Meister
26. November 2004
349
Um des Thema der Diagnose etwas mit Inhalt zu füllen:

Als das Problem HIV und AIDS erkannt wurde, stellte sich die Frage wie soll man in strukturschwachen Ländern ohne suffiziente medizinische Diagnostik und Versorgung mit diesem Problem umgehen sollte. Die ersten Definitionen der neuen Erkrankung waren dementsprechend simpel.

- 1982: CDC AIDS Case Definition

Editorial Note: CDC defines a case of AIDS as a disease, at least moderately redictive of a defect in cell-mediated immunity, occurring in a person with no known cause for diminished resistance to that disease.

Es zeigte sich, das diese Diagnostischen Kriterien nicht ausreichen waren. Aufgrund von Feldstudien wurden 1985 die Bangui Kriterien entwickelt und in Studien wurden diese Diagnosekriterien geprüft.

- 1985: WHO Bangui AIDS Case Definition

The workshop, which was the first meeting of African countries on AIDS, had been convened to confront this situation and to review the experience of the affected countries. Its objectives were:
1. to review the situation in the participating countries;
2. to identify the clinical, epidemiological and biological features of AIDS in Africa;
3. to formulate recommendations for surveillance. prevention and control of AIDS in Africa.

Good clinical definition of AIDS is of great importance in Africa. where adequate laboratory facilities are often lacking. to enable edical practitioners to arrive at a diagnosis with maximum precision. The definition must be simple, universally applicable and usable by all health service personnel.

Die Definitionen im Orginaltext:
I. Four clinical signs that are invariably or almost invariably present, termed major symptoms:
significant weight loss exceeding 10% of body weight (100% of cases);
* considerable asthenia (100% of cases);
* chronic diarrhoea with no apparent cause lasting for more than one month(80% of cases);
* prolonged or intermittent and recurring fever (70% of cases)

Given that these symptoms are not specific. they will not be recognized as suggestive of AIDS until other possible causes have been ruled out. On the other hand, generalized Kaposi's sarcoma in its non-classical form is sufficient for the diagnosis of AIDS. The occurrence of cryptococcal meningitis is also sufficient for the diagnosis of AIDS.

2. Other symptoms known as minor symptoms are less frequent but are often associated in a significant manner with the receding symptoms. These are:
* respiratory signs. in particular a cough persisting for more than one month;
* muco-cutaneous signs, in particular:
* generalized pruritic dermatosis;
* relapsing herpes zoster;
* oropharyngeal candidiasis;
* chronic and relapsing ulcerative herpes infection;
* generalized adenopathy;

tuberculosis is often associated with LAV/HTLV-III virus infection.

Diese Kriterien wurden nun in Feldstudien getestet, dabei war natürlich die Serologie ein wichtiger Kontrollparameter

It should be noted that this pilot study must, of necessity, include serological tests for the detection of antibodies to LAV/HTLV-III.

Die Tatsache, das die serologischen testverfahren zum einen nicht ausgereift waren und zum anderen in der damaligen zeit in Afrika nicht praktikabel waren wurde ebenfalls berücksichtigt.

There is as yet no simple test for antigen detection. Isolation of the virus is not currently of practical importance in Africa, but could serve as a tool for research. The only laboratory tests that it is important to establish and promote in Africa are
serological tests for the detection of antibodies to LAV/HTLV-III. Because of the frequency of intercurrent infections in Africa. serological tests employing immunofluorescence would be difficult to interpret. The only reliable serological test at
present available is ELISA (enzyme-linked immunosorbent assay).

Schon ein Jahr später konnten aufgrund von den Ergebnissen der Feldstudien die Diagnosekriterien erweitert und spezifiziert werden. Die serologischen Verfahren waren so weit entwickelt, das sie als Forderung in die Kriterien aufgenommen werden konnten.

Im Weiteren wurde vor allem die serologischen Untersuchungen immer mehr in den Vordergrund gestellt. Die Bangui-Kriterien zeigten sich jedoch in der klinischen Praxis in Kombination mit dem HIV-Test als wirksames Testverfahren.

- 1989: Caracas AIDS Case Definition

the availability of laboratory capacity to confirm clinical findings of HIV infection by antibody testing using ELISA, immunofluorescent or Western blot methods, and To review the appli<1ation of the existing adult AIDS case definitipn currently ...


Den Rest könnt ihr bei Interesse selbst nachlesen:
http://www.who.int/hiv/strategic/surveillance/definitions/en/


Die von Artaxerxes gestellte Liste zeigt schön, das die Bangui-Kriterien mit dem HIV-Test erweitert wurde. Das Grundproblem der HIV-Diagnose bleibt bestehen. Des weiteren muss man unterscheiden können, ob bestimmte Symptome und Erkrankungen nun in erster Linie von den mangelnden hygienischen Verhältnissen kommen oder durch Unterernährung. Genau diesem wird Rechnung getragen, das die Bangui-Kriterien erst erfüllt sind, wenn:

Given that these symptoms are not specific. they will not be recognized as suggestive of AIDS until other possible causes have been ruled out. On the other hand, generalized Kaposi's sarcoma in its non-classical form is sufficient for the diagnosis of AIDS. The occurrence of cryptococcal meningitis is also sufficient for the diagnosis of AIDS.

Informationen über das Problem HIV und AIDS in Afrika:
http://www.frauenforschung.fh-kiel.de/Abendforen/Abendforum4/Suedafrika.pdf
http://www.uhlich-online.de/medizinethik/presentations/was_medizin1.pdf

Wie die Wirtschaft von HIV und AIDS „profitiert“:
http://www.afrikaverein.de/d/dienstleistungen/ppp/ppp_artikel/ppp9908.html
http://www.interconnections.de/cgi-bin/db_site_idw.cgi/site_1281/id_12560/dertag_2004-10-11
http://www.aidsnet.ch/infothek/d/infothek_edition_2_00_020.htm

Allgemeine Hintergrundinformationen:
http://www.bmbf.de/pub/NL_HIV.pdf
http://www.aids-info.ch/d_te/sym-d-fr.htm
http://www.med1.de/Buecher/Gesellschaft/AIDS/

Gruß Tino
 

Simple Man

Kanonenbootdiplomat
Teammitglied
4. November 2004
3.945
Hast Du denn einen anderen konkreten Vorschlag, wie man in armen Regionen mit massenhaften Untersuchungen verfahren sollte? Irgendein kostengünstiges Modell? Vielleicht ist Dir ja etwas bekannt?

Aber ist es nicht unheimlich traurig, dass wir in einer Welt leben in denen sogar in solchen Fällen nur nach den Kosten gegangen wird?

Täglich sterben in Afrika zahlreiche Menschen an HIV und wir fragen nach Kosten!
Täglich sterben in Afrika zahlreiche Menschen an HIV und unsere Wissenschaftler erfinden Kilometermesszähler für Computermäuse!
Täglich sterben in Afrika zahlreiche Menschen an HIV und hier wird Geld dafür rausgeworfen Bücher zu drucken die sagen es gäbe gar kein AIDS!

Ehrlich, unsere Welt wird immer deprimierender!
 

Adam

Geselle
13. Februar 2005
6
Hoi leute

@ Tino: Du redest über mehr oder wenig "korrupte" Leute die die diagnosen und Werte etc. verändern um diese angeblich falschen theorien immer hochleben zu lassen... schonma nachgedacht dass es sein könnte dass es genau umgedreht ist sprich dass die angeblich richtigen werte und diagnosen vorher schon ma verdreht worden sein könnten ??

Auf jeden Fall wird heutzutage fast jedes Symptom egel ob Lungenentzünden, Grippe, Keuchhusten bipapo sofort mit hiv positiv diagnostiziert und so kann ich mir auch gut die angeblich steigenden AIDS zahlen diagnostizieren (sofern man diagnostizieren sagen darf) sogar im Stern sickerte was durch in dem sie schreiben dass sie HIV tests 3-4 mal machen sollten um wirklich sicher zu sein richtig diagnostiziert zu werden sogar mr. bigboss von ICI stellte klar dass die HIV Tests noch ziemlich ungenau sind und auf jeden fall keine sicherheit geben.

noch etwas..

Sobald ich das Buch wieder zurück habe (sry gerade verliehen) werde ich euch des besser rüberbringen können. Auf jeden Fall ist es für mich Fakt und für jeden andren auch der das Buch oder ein ähnliches darüber gelesen hat wenn man mit ansieht wieviele kritiker es gibt die aber in den heutigen Revolverblättern darunter auch angeblich seriöse zeitungen wie stern und focus einfach stillschweigend zu solchen Themen sind ist es einfach nur traurig ich bin heute auf den Stand auf dem ich wirklich nichts mehr glaube was ich net 100 prozentig nachprüfen kann.

ich könnte auch noch etwas über das angeblich "so schreckliche" Ozonloch sagen dass nämlich auch net existiert aber da mir schon gesagt wurde dass ich net 2 themen in einen Thread behandeln soll mach ich vielleicht wenn ich ma bock hab noch n andres Thread auf :D

Danke fürs Lesen
mfg Adam
 

MasterX

Großmeister
25. Januar 2004
78
Was mich ja stört, ist das die ganzen leute es noch fröhlich weiterverbreiten können. irgendwann gibts ne mutation, die es vielleicht sogar durch tröpfcheninfektion übertragbar macht. Alle Aidskranken müssten ein Tatoo o.ä. kriegen, im geschlechtsbereich!

New York jagt das Supervirus


Eine besonders aggressive Variante des Aidserregers HIV hat in New York nicht nur Ärzte und Aktivisten in Aufruhr versetzt. Die Reaktionen reichen von Panik und Wut bis hin zu Zweifel und lauter Kritik. Nur überrascht ist keiner. Schon werden drakonische Gegenmaßnahmen diskutiert.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,342000,00.html
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo Themis,
Themis schrieb:
@Artaxerxes

Ich muss ehrlich gestehen, ich weiss garnicht, wie in der 3.Welt bei der Testung von möglichen HIV-kranken verfahren wird. Nun, nicht jeder Afrikaner sitzt im Busch, völlig abgeschnitten von der Zivilisation. Sicherlich wird es auch hier HIV-Tests geben, wie man sie aus Europa/Nordamerika kennt, und sicherlich werden diese Tests nicht großflächig eingesetzt (aus Kostengründen).
Diese Bangui Definition soll ja lediglich eine Hilfestellung geben, um potentielle Infizierte auszumachen. Beweisend für eine Erkrankung ist sie natürlich nicht. Man kann ja z.B. auch nicht behaupten, das jeder lallende und torkelnde Mensch besoffen ist. Letztendlich wird auch hier ein Blut-Alkohol-Test durchgeführt.

Hast Du denn einen anderen konkreten Vorschlag, wie man in armen Regionen mit massenhaften Untersuchungen verfahren sollte? Irgendein kostengünstiges Modell? Vielleicht ist Dir ja etwas bekannt?

hier triffst Du den Punkt. Leider sind die Dritte-Welt-Staaten (Afrika besonders) weder finanziell noch gesellschaftlich in der Lage, dieses Problem allein zu lösen. Ausgehend von der mangelnden oder fehlenden Schulausbildung über die katastrophalen hygienischen Zustände bis hin zu der Gängelung durch die Industriestaaten stehen die meisten Afrikaner im Abseits - und das seit der Kolonialzeit.

Würde man - hier mal mein Wunschdenken - den allgemeinen Lebensstandard sowie die Infrastruktur zumindest auf osteuropäische Verhältnisse anheben können (was schon schwer genug ist und sicher Jahrzehnte dauert) löst sich das Problem von allein.

Selbst wenn die Afrikaner dies - aus eigener Kraft - bewerkstelligen könnten, so wird doch von finanzstarken Interessengruppen stets ein Riegel vorgeschoben. Wie in den letzten hundert Jahren sind die Industriestaaten in erster Linie an der Ausbeutung der afrikanischen Ressourcen interessiert. Und die permanenten Bürgerkriege sind m. E. auch nur gesteuert, um diesen Status zu erhalten. (Das dann natürlich noch einige verückte Diktatoren mitmischen, macht die Angelegenheit noch schwieriger)

Um AIDS in Afrika bekämpfen zu können, müssen die Industriestaaten zunächst mal dafür sorgen, dass die - von mir so heißgeliebte :twisted: - Pharma (Chemie) Mafia in den Industriestaaten reglementiert wird.

Solange es möglich ist, dass einige, wenige Figuren (die sich Manager nennen) nach eigenem Gusto über Leben und Tod von Millionen Menschen entscheiden - also quasi Gott spielen - wird sich weder in Afrika noch bei uns an der Situation im Gesundheitswesen etwas ändern - leider!

Gruß Artaxerxes 8)
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
*nerv* Warum müssen wir denn schon wieder einen neuen Thread dazu haben.

Da hier jetzt schon so viel drin steht, lass ich ihn auf, aber ich würde die mitdiskutierenden bitten die anderen Thread dazu zu lesen.
Dort wurde schon eine Menge zum Thema geschrieben und es ist etwas nervig das jetzt alles noch mal zu wiederholen.


@Themis
zu den Tests in Afrika:
Über die Tests in Afrika haben wir uns in dem anderen Thread mit Argarthe und Hives mal genauer "ausgelassen"
Ist schon ne Weile her, deswegen habe ich die Namen der Tests nicht mehr so im Kopf, aber nach reichlicher Suche haben wir rausgefunden, dass in Afrika aus kostengründen selten bluttests gemacht werden und das die Bluttests in Afrika schneller ein HIV positiv Ergebnis geben. Wenn ich mich richtig errinnere müssen sie bei 2 Banden reagieren, während in Europa 3 oder vier nötig sind, um eine positiv Diagnose zu ergeben.

Dann sollte auch nicht unbeachtet bleiben, dass Afrikaner aufgrund anderer Proteinstrukturen, bei einem Bluttest leichter einen falschpositiven Befund bekommen können.

Außerdem gibt es Vor-Erkrankungen die einen falschpositiv Befund ergeben können. Viele davon sind in Afrika häufig ....
In wie weit, die Erkrankungen, nach denen AIDS in Afrika diagnostiziert wird, auch aufgrund von Armut, Hunger, verunreinigtem Wasser usw herrühren können, brauche ich dir als Arzt ja nicht erzählen.
Ich bestreite nicht, dass Menschen sterben.
Aber ich habe den Verdacht, dass die sogenannten "zivilisierten" Länder die Tatsache, dass Afrika schlicht und ergreifend an Hunger und Armut leidet, zu retuschieren versuchen. Wie sähe das denn wohl aus?
Wieviel besser macht es sich da, wenn Afrika an einer schweren Krankheit leidet und die reichen Länder tun was sie können, um diese böse Krankheit zu erforschen.

Was meinst du wieviele Menschen noch einen AIDS positiv Befund hätten, wenn wenigstens sauberes Wasser und Essen da wären?


Namaste
Lilly
 

Simple Man

Kanonenbootdiplomat
Teammitglied
4. November 2004
3.945
@ MasterX

Was mich ja stört, ist das die ganzen leute es noch fröhlich weiterverbreiten können. irgendwann gibts ne mutation, die es vielleicht sogar durch tröpfcheninfektion übertragbar macht. Alle Aidskranken müssten ein Tatoo o.ä. kriegen, im geschlechtsbereich!

:ironie:
Ja und danach konzentrieren wir sie alle in Lager.
Weil es ja einfacher ist Probleme wegzusperren, als sie zu lösen.


Aber im Ernst:
Denke mal, dass du deine Verwarnung für diese Aussage bekommen hast und hoffe das du auch verstehst warum.
 

Leontral

Geheimer Meister
13. Februar 2004
250
Hi,

ist es nicht so, dass in New York momentan solche Massnahmen diskutiert werden. Durch die angebliche Entstehung eines Multiresistanten Ablegers, laufen doch dort drüben eh schon alle Amok.....
Warum? Kann man Aids politisieren um gefakte Diagnosen dazu zu verwenden nicht gläubige...also anders denkende zu unterdrücken?

Ich geb euch mal eine kausale Kette vor......ich nenne Sie USA macht Dampf......
Alle Schwulen Lesben etc, alle andersdenkenden vor allem Ausländer....nicht gläubige haben ein erhöhtes Risiko Aids zu haben....man muss Sie überwachen.....weil die restliche Bevölkerung Angst hat auch krank zu werden....verteufelt Sie diese Menschen...und weil sie angst um Ihre Kinder haben hassen sie diese Menschen....
Ich denke an, dass Bush einer konservativen Freikirche angehört, die die ganze Zeit gegen alles Wettert, vor allem Homosexuelle, Ausländer etc....

Ich habe in den vergangenen Tagen mal was von Drakonischen Massnahmen gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen (Homosexuelle) in den Ballungszentren in USA gehört.....

Leuts mir stellts die Haare auf, wenn ich sowas lese...weil ich weiss wozu sowas führen kann....und führen wird.....


Gruss
Leo
 

Tino

Geheimer Meister
26. November 2004
349
Hi Leontral,

genau diese Befürchtungen haben von Anfang an zu einer Politisierung von HIV und AIDS geführt. Die Tatsache, das wir noch immer keinen Schritt vernünftiger im Umgang mit Infektionserkrankungen geworden sind zeigt auch diese Diskussion hier. Es gab schon im Mittelalter Fraktionen, die Erkrankungen und Seuchen für ihre Zwecke missbraucht haben. Im Gegensatz zum Mittelalter haben wir zwar mitlerweile ein größeres Ursachenwissen, das aber munter geleugnet wird. Die Idee der "Kennzeichnung" von "unerwünschten" kennt man zur genüge. In erster Linie werden solche Ideen von geistig degenerierten aufgeworfen. Hier herrscht vor allem Eigennutz und Gesellschaftsverachtung. Humanethische Prinzipien sind solchen Menschen fremd.

Gruß Tino
 

MasterX

Großmeister
25. Januar 2004
78
Simple_Men schrieb:
@ MasterX

Was mich ja stört, ist das die ganzen leute es noch fröhlich weiterverbreiten können. irgendwann gibts ne mutation, die es vielleicht sogar durch tröpfcheninfektion übertragbar macht. Alle Aidskranken müssten ein Tatoo o.ä. kriegen, im geschlechtsbereich!

:ironie:
Ja und danach konzentrieren wir sie alle in Lager.
Weil es ja einfacher ist Probleme wegzusperren, als sie zu lösen.


Aber im Ernst:
Denke mal, dass du deine Verwarnung für diese Aussage bekommen hast und hoffe das du auch verstehst warum.

Nee, ich glaube weil ich zu stark angezweifelt habe, dass ein Tsunami von von einer Atombombe ausgelöst sein worden könnte. Ich finde meine Aussage nicht schlimm. Was ist denn gegen ein Tattoo zu sagen? Und wenn man sich den Lebensstil vieler Homos anschaut, dann kann man nur sagen, sie brauchen sich nicht über Repressalien zu wundern. siehe Artikel. Das man für einen vernünftig gemeinten Vorschlag gleich wieder in die Nazi-ecke gestellt wird ist typisch für Deutschland und mit ein Grund für das Wiedererstarken radikaler Parteien!
 

Simple Man

Kanonenbootdiplomat
Teammitglied
4. November 2004
3.945
@ MasterX

Was ist denn gegen ein Tattoo zu sagen?

Weil du damit Leute, die eine Krankheit haben brandmarkst. Um ein Tattoo überhaupt erst machen zu lassen, müssten Leute mit dem HI-Virus einer zentralen Stelle bekannt gemacht werden. Du müsstest sie katalogisieren und ihnen so einen Teil ihrer Privatsphäre nehmen.
Also das würde den Grundgesetzen (und den Menschenrechten) so was von widersprechen, dass ich nicht glauben kann, dass du deine Aussage wirklich ernst meinst.


Und wenn man sich den Lebensstil vieler Homos anschaut, dann kann man nur sagen, sie brauchen sich nicht über Repressalien zu wundern.

Du implizierst mit deinem Beitrag, dass nur Homosexuelle HIV bekommen könnten. Dies ist (und dazu muss ich kein Arzt sein) definitiv nicht so.
Siehe Beispielsweise hier. (Achtung Adobe Acrobar Reader benötigt !)

Und was meinst du mit „Lebensstil vieler Homos“?
Sicher gibt es einige Homosexuelle, die ungeschützten Verkehr mit vielen Sexualpartnern haben, aber so etwas gibt es auch bei Heterosexuellen.
Und, dass jemand Repressalien, nur wegen seines Lebensstils, erdulden soll (sofern dieser nicht kriminell und/oder menschenverachtend ist), lehne ich entschieden ab.


Das man für einen vernünftig gemeinten Vorschlag gleich wieder in die Nazi-ecke gestellt wird ist typisch für Deutschland und mit ein Grund für das Wiedererstarken radikaler Parteien!

Ich wollte dich keinesfalls in die Naziecke stellen. Sollte ich diesen Eindruck erweckt haben tut es mir leid.
 

Leontral

Geheimer Meister
13. Februar 2004
250
Hi Tino,

aber nun kommt ein wesentlicher Faktor unserer Zeit hinzu. Es ist eine natürliche Reaktion eines Lebewesens sich vor Gefahren zu schützen. Vor Krankheiten also auch.....Jedoch ist es in einer Grossstadt nahezu unmöglich...ausser durch ausgangssperren einer Ausbreitung Herr zu werden...wohl gemerkt bei einer Tröpfcheninfektion...wo man ja bei Aids meines Wissens noch weit entfernt ist....aber angenommen jemand will Kontrolle...wie leicht wäre es einen Medienbericht zu verfassen, wo drinsteht das aids dieses Stadium erreicht hätte....nicht auszudenken, welche Panik dies auslösen könnte...wenn in einer Stadt wie New York sowas verbreitet würde.....

Im besonderen hätte man dann auch die Möglichkeit Menschen den Ausgang zu verwehren....und gewisse Bevölkerungsgruppen zu unterdrücken...ja sogar den Passus der Bewegungsfreiheit einzuschränken.....und den Ausnahmezustand verhängen....völlig irrwitzige Szenarien wie aus Hollywoodfilmen werden dann real....

Ich mach mir wirklich Sorgen um unsere westlichen Demokratien.....zumal auch in Deutschland aus völlig abstrusen Gründen über die Versammlungsfreiheit diskutiert wird....man bedient sich der Angst der menschen vor unbekanntem nur um Kontrolle auszuüben.....böse böse, was sich hier manifestiert.....

Gruss
Leo
 
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