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Sekt-Attacke auf Obdachlosen

general

Auserwählter Meister der Neun
30. März 2004
982
...und Polen sind alles Diebe, Juden reich und Deutsche arrogant. Naja, wenn Du das so siehst. Kein Geld heisst noch lange "keine Moral". Ich behaupte sogar, im Gegenteil...
Zudem, verhungern muss in D keiner, da schaut der Staat schon, von dem her kann der Typ auch überhaupt nicht geldgeil gewesen sein. Und viele "Penner" haben sich sogar freiwillig für ein solches Leben auf der Strasse entschieden. Es hat schon nen Reiz... und meist haben die noch irgendwo n Konto.

Ich mein, der Vorfall ist ja schon kein Weltuntergang, aber die Reaktionen einiger hier sind sehr interessant.
 

Booth

Großer Auserwählter
19. Oktober 2003
1.521
Sina schrieb:
Diese Tat muss selbstverständlich Einfluss auf seinem Job haben. Wenn ein derart skandalöses Verhalten gebilligt würde, wäre dies eine Einverständniserklärung.
Gleich mehrere Probleme, die sich stellen.
Erstens - wer definiert, was skandalös ist, und was nicht? Solange das Verhalten gesetzestreu ist, wo ist das Problem? Wäre es auch skandalös, wenn er z.B. Prostituierte aufsucht, oder fremdgeht? Oder wenn er zu Hause Rattenburger ißt?
Soll heissen - "skandalös" ist sehr subjektiv, und vor allem durch die Medien enorm beeinflusst. Letztlich ist zur Zeit beinahe nur das skandalös, was die Medien als skandalös verkaufen können.
Zweitens - was wäre eine Mißbilligung? Wie kann man eine Mißbilligung gegenüber einem Mandatsträger ausdrücken? Aus meiner Sicht am besten, indem man ihn nicht wiederwählt. Aber ihn so sehr unter öffentlichem Druck zu setzen, damit er freiwillig abdankt ist vor allem den ökonomisch denkenden Medien zu verdanken - die verdienen halt damit Geld.
Der Minister ist ein Vertreter des Volkes (mit einer gewissen Vorbildfunktion) und seine Entgleisung geschah während der von uns bezahlten Arbeitszeit.
Ach - Politiker haben feste Arbeitszeiten? Wo sind die denn festgehalten?
Und das mit der Vorbildfunktion halte ich für die Ausrede aller anderen Menschen, um den Politikern Vorhaltungen machen zu können, die sie selber nicht einzuhalten im Stande sind. Politiker stehen zwar in der Öffentlichkeit - aber Vorbilder sind sie für mich nicht. Politiker nehmen nur ganz gerne die Vorbildfunktion an, da sie erhebliche Vorteile davon haben, wenn diese Vorbildfunktion ("Landesvater", etc) funktioniert - der Vorteil ist ganz klar in Wählerstimmen abzählbar.
Wenn das Verhalten ein "Charaktererzeugnis" war, möchte ich für einen Volksvertreter mit schlechtem Charkter nicht mein sauer verdientes Geld ausgeben.
Der Volksvertreter kriegt sowieso weiterhin sauer verdientes Geld. Aber der Witz ist ja, daß er eben NICHT sein Mandat als Abgeordneter (also Volksvertreter) aufgibt, sondern sein Amt als Minister, in welchem er nicht in erster Linie das Volk vertritt, sondern eben ein Amt ausübt.

edit: Muss mich korrigieren - anscheinend sitzt der Minister nicht in der Bürgerschaft (also im Abgeordnetenhaus). Umso mehr kann aus meiner Sicht das Argument des Volksvertreters nicht gelten.

Einem Bankangestellter, der der Kundschaft sein Mittagessen in die Haare schmiert, weil er gerade genervt ist, wird auch die Konsequenz nicht erspart bleiben.
Das mag sein - und wenn der Chef von dem Minister diese Entgleisung für zu schlimm hält, ist das OK. Aber in der Politik geschieht heutzutage fast alles nur auf Grund der Medienveröffentlichungen. Schreien die Medien auf (was sie oftmals vor allem tun, um Auflage = Geld zu machen), dann handelt man schnell. Bleibt der Medienaufschrei aus, ist alles in Ordnung.

Ich mag diese Automatik überhaupt nicht - und vor allem finde ich, daß jeder Mensch das Recht darauf haben sollte, Fehler zu machen. Wenn ein Minister eine solche Entgleisung begeht, und sich entschuldigt, verdient er meiner Meinung nach auf jeden Fall eine Art Bewährungszeit.

gruß
Booth
 

_Dark_

Ritter Rosenkreuzer
4. November 2003
2.666
ach agentP..
jetzt fang doch nicht mit dem an, was ich hier an board über mich erzählt habe.. ich weiß nicht, wieso du oder general da jetzt so dermaßen harsch reagieren..
vielleicht bin ich in meinen ausführungen auch nur zu sehr von mir ausgegangen, aber grade weil ich weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, zu hause zu sitzen, von beruf sohn zu sein und ein durchschnittliches, relativ angenehmes leben zu haben, finde ich es nicht unmoralisch, das zu machen, was ich dem mann unterstellt habe..
für ihn ist es schlicht und ergreifend sinnvoll.. ich habe das nicht abgewertet oder verurteilt.. es ist nur einfach so, dass es dem mann mehr nutzt, wenn er jetzt in den zwei tagen, wo die geschichte aktuell ist, geld rausschlägt, als den füller von dem minister anzunehmen... das hat für den primär mal nix mit moral zu tun, sondern schlicht und ergreifend mit vernunft..
und ich spreche ihm hier auch nicht die selbstachtung ab.. wie kommst du da drauf?

und damit du deine quelle hast, mit der ich das "vorurteil", unter den obdachlosen würde die mehrzahl trinken, bestätigen kann, hab ich grad gegoogelt:

deutsches ärzteblatt schrieb:
Arbeitslosigkeit und Wohnungslosigkeit sind anerkannte Risikofaktoren für den Teufelskreis des Alkoholismus. Unter Obdachlosen (in Deutschland seit Anfang der 90er-Jahre rund 0,2 Prozent der Bevölkerung [5]) finden sich je nach Studie und Population bis zu 90 Prozent psychisch Erkrankter, häufig mit zusätzlichen ungenügend behandelten körperlichen und/oder psychischen Krankheiten. Dabei lag die Rate der Alkoholpatienten unter Obdachlosen aktuell bei bis zu über 70 Prozent
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=34324
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
ich glaub, wenn es dem "penner" nur ums geld gegangen wäre, wäre er besser beraten gewesen, mit dem gloystein was zu dealen. ich denke, es ging ihm entweder um seine ehre oder aber vielmehr um die tatsache, einem von da oben eins auszuwischen. ich kann sogar durchaus den gloystein verstehen, wie er da auf die idee kommt sowas zu tun. dass ihn sein über-ich nicht davon abgehalten hat, ist unverzeihlich, und ein rücktritt somit geboten. sorgen müssen wir uns im den aber bestimmt nicht, ich bin mir sicher, der fällt wieder auf die füße.
 

Sina

Großmeister
10. Januar 2005
55
Hallo Booth,
Wäre es auch skandalös, wenn er z.B. Prostituierte aufsucht, oder fremdgeht? Oder wenn er zu Hause Rattenburger ißt?
In seiner Freizeit kann jeder tun und lassen was ihm beliebt und sollte auch keine Auswirkungen auf das Amt haben. Von den Medien bleibt das Privatleben der Politiker - im Vergleich zu anderen Promis - meiner Einschätzung nach - weitestgehend unangetastet.

Die Tatsache, dass er aufgrund des öffentlichen Drucks freiwillig abgedankt hat, ist natürlich hart. Aber er hat zur falschen Zeit und am falschen Ort etwas getan, was man nicht einfach ignorieren kann, um dann zur Tagesordnung überzugehen.

In der heutigen Gesellschaft, wo die Gewaltbereitschaft immer mehr zunimmt und Minderheiten und Randgruppen oft Opfer dieser Gewalt sind, behandelt ein Minister einen Obdachlosen wie den letzten Dreck.

Aber in der Politik geschieht heutzutage fast alles nur auf Grund der Medienveröffentlichungen.
Das ist richtig. Aber gibt es eine Alternative? Presse mit Maulkorb? Das gab es schon mal.

Ich mag diese Automatik überhaupt nicht - und vor allem finde ich, daß jeder Mensch das Recht darauf haben sollte, Fehler zu machen. Wenn ein Minister eine solche Entgleisung begeht, und sich entschuldigt, verdient er meiner Meinung nach auf jeden Fall eine Art Bewährungszeit.
Der Minister hat einen Fehler gemacht und dieser Fehler hat Konsequenzen. Seine Existenz ist dennoch nicht gefährdet: er ist nicht obdachlos und hat einen gut bezahlten Job, in dem er sich bewähren kann.

Gruß Sina :wink:
 

SuperCargo

Lehrling
6. April 2005
3
tach zusammen,

ich komme aus bremen, und finde das ganze thema lächerlich. die obdachlosen in der bremer city sind, wenn feste und etc veranstaltet wird, teilweise sehr frech bis aggresiv.

ganz deutschland spricht jetzt von dem armen obdachlosen ( der von der grossen boulevardzeitung höchst wars. viel geld für seine lebensgeschichte bekommt), wie kann man denn jemanden erniedrigen der eh " in der gosse lebt )? heut zutage zahlen soziamt und arbeitsamt ausreichend geld für alle die keinen job haben, so dass es eigentlich keine obdachlosen mehr geben dürfte. man sollte dem betroffenden eine wohnung und einen job geben, und nicht die chance zur selbstdarstellung in den boulevard-blättern.

es ist unbestritten, dass die ganze aktion nicht sehr durchdacht war, allerdings sollte man daraus keinen staatsakt machen, es haben ja 2 gewonnen ( der mittlerweile bekannte obdachlose + und der ex-bürgermeister der absofort seine pension bekommt) und einer verloren ( die bremer bürger, die nocheinen skandalösen ex-politiker " mitdurchfüütern " dürfen) konsequent wäre, wenn skandalöse ex-politiker alle ansprüche auf ihre pension verlieren würden, wenn sie auf gut deutsch gesagt " scheisse " bauen.

grüsse aus HB
 

Simple Man

Kanonenbootdiplomat
Teammitglied
4. November 2004
3.945
@ SuperCargo

ich komme aus bremen, und finde das ganze thema lächerlich

Ach, die Erniedrigung eines Menschen findest du lächerlich?


die obdachlosen in der bremer city sind, wenn feste und etc veranstaltet wird, teilweise sehr frech bis aggresiv.

Und? Das macht es dann weniger schlimm einen Obdachlosen mit Sekt zu übergießen? Übrigens gibt es auch Bankangestellte die frech und aggressiv sind. Und Schüler die frech und aggressiv sind. Und, und, und ... ich hoffe du verstehst worauf ich hinaus will.


ganz deutschland spricht jetzt von dem armen obdachlosen

Echt? Ganz Deutschland? :roll:
(Hat was von BILD-Polemik.)


wie kann man denn jemanden erniedrigen der eh " in der gosse lebt

Meinst du diese Frage ernst? :O_O:
Ich hoffe ja nicht ... :?


man sollte dem betroffenden eine wohnung

Durchaus Zustimmung meinerseits. :wink:


und einen job geben

Klar, weil es ja Jobs im Überfluss gibt. :roll:


nicht die chance zur selbstdarstellung in den boulevard-blättern.

Wieso sollten nur Politiker, B-Promis und ähnliche Leute ein Anrecht darauf haben? :wink:
 

Z

Geheimer Meister
24. Juni 2003
487
ich finde es traurig, wie gloystein hier reagiert hat.

versetzt euch mal in die lage des obdachlosen:

würdet ihr den kugelschreiber annehmen? ich wäre stinksauer auf diesen "sesselfurzer im anzug", wenn ich der obdachlose wäre, käme mir verachtet vor.

und das war die aktion auch: Verachtend!

just my 2 cents,

Z
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
und damit du deine quelle hast, mit der ich das "vorurteil", unter den obdachlosen würde die mehrzahl trinken, bestätigen kann, hab ich grad gegoogelt:
Ähm, das erklärt mir nun aber immer noch nicht, woher du weisst, daß der Obdachlose von dem wir hier reden zu den 70 % und nicht zu den 30 % gehört, wie du das unterstellst :roll:
 

_Dark_

Ritter Rosenkreuzer
4. November 2003
2.666
schon klar, agent, ich kanns ja nicht beweisen, aber die wahrscheinlichkeit ist da, nicht nur durch die bedingung "obdachloser", sondern auch durch den angeblichen griff nach der sektflasche (nach dem motto immer zugreifen wenns was gratis gibt)


außerdem (ja, ich weiß, ich zitiere die bild, aber anscheinend stammen die infos direkt von ihm):


bild.de schrieb:
Doch dann geht es abwärts. Schwere Krankheit, Alkohol, Ehekrise. O. kündigt seinen Job bei einem Schiffsausstatter – und lebt auf der Straße. Der Bettler: „Manchmal besuche ich meine Frau. Sie nimmt mich dann auf. Aber es gibt immer schnell Streit, und dann bin ich wieder weg.“

aber es geht halt echt nicht darum, zu beweisen ob der mann alkoholiker ist, ich habe das sicher mit einer menge portion vorurteil geschrieben; dass ich recht habe (oder es zumindest sehr viele anzeichen dafür gibt), war glück.. agent, ich gebe dir da schon recht, dass die reaktion vorschnell und unüberlegt war..
 

trashy

Großer Auserwählter
19. Mai 2002
1.781
kennt eigentlich jemand die vergangenheit von herrn gloystein ... die verschwörungstheoretiker werden sich freuen.

er WAR, vor seiner Tätigkeit als Wirtschaftssenator, Vorstandsvorsitzender der deutschen BHF-Bank, welche von der niederländischen ING-Group aufgekauft worden ist, ein großer Shareholder dieser ING-Group ist die ABN Amro, diese wiederum arbeitet im Investmentbanking eng mit der Rothschild-Gruppe zusamme (ABN Amro Rothschild).

Die ING-Group hat ihren Anteil an der BHF-Bank übrigens das deutsche Privatbankhaus Sal. Oppenheim verkauft

Aber ein direkter Zusammenhang mit dem "Sektanschlag" scheint nicht gegeben zu sein :lol:
 

SuperCargo

Lehrling
6. April 2005
3
@ simple_man

der obdachlose hat provoziert, und hat dafür ne flasche sekt über den kopf bekommen. im fernsehen ( wars. auf n3, vielleicht auch in sat1 ) haben obdachlose mit irgendsonem selbstgedichteten lied, sich darüber lustig gemacht.

diese auseinandersetzungen sind nicht neu in bremen, was wäre denn passiert wenn ich ( männlich, 27 jahre alt, arbeite als hafen-inspektor ) einen obdachlosen ne flasche bier über den kopf geschüttet hätte? das hätte weder den bremer WESER KURIER noch die BILD zeitung interesiert, und ausser ner riesen schreierei wäre auch nichts passiert.

was hättest du denn gemacht????
 

Z

Geheimer Meister
24. Juni 2003
487
@supercargo,

der mann hatte eine gewisse verantwortung seinem amt und seinen wählern gegenüber.

klar wäre es nicht fein, wenn du soetwas getan hättest, der vergleich zwischen dir und gloystein ist aber weit hergeholt.

Z
 

Sina

Großmeister
10. Januar 2005
55
Hallo SuperCargo,

das hätte weder den bremer WESER KURIER noch die BILD zeitung interesiert,

Ein Minister der sich so provozieren lässt, ist für die Presse natürlich immer eine Schlagzeile wert, auch weil die Reaktion total überzogen war. Der Fall wäre anders zu beurteilen, wenn der Obdachlose ihn agressiv angemacht hätte. Das war hier offensichtlich nicht der Fall.

Könntest Du Dir erlauben in deinem Job als Hafen-Inspektor im Beisein aller Vorgesetzten und Angestellte so auszurasten? :?:

Gruß Sina
 

Simple Man

Kanonenbootdiplomat
Teammitglied
4. November 2004
3.945
@ SuperCargo

der obdachlose hat provoziert

Wie denn?
Weil er nach der Flasche griff oder weil der Herr Gloystein ihm etwas zu trinken geben wollte, wie ja auch verlautet wurde?
Wenn er nach der Flasche griff: Meinst du es ist eine angemessene Reaktion jemandem Sekt über den Kopf zu gießen?


im fernsehen haben obdachlose mit irgendsonem selbstgedichteten lied, sich darüber lustig gemacht.

Es gibt Leute, die machen über denn Zweiten Weltkrieg Witze, es gibt Leute, die machen sich über den 11. September lustig, ja es gibt sogar Leute, die machen über Kindesmissbrauch Witze ... macht es das denn weniger schlimm?


diese auseinandersetzungen sind nicht neu in bremen

Welche Auseinandersetzungen? Politiker vs. Obdachlose? :O_O:


was wäre denn passiert wenn ich einen obdachlosen ne flasche bier über den kopf geschüttet hätte?

Woher soll ich das wissen?
Vielleicht hättest du eine Anzeige bekommen?
Vielleicht hätte dich der Obdachlose verdroschen?
Vielleicht hättest du den Obdachlosen verdroschen?
Vielleicht hätte es rosa Elefanten vom Himmel geregnet?
Vielleicht wäre gar nichts passiert?
Woher soll ich das wissen?


hätte weder den bremer WESER KURIER noch die BILD zeitung interesiert

Stimmt wohl. Der Obdachlose wäre trotzdem erniedrigt gewesen. Und das ist hier für mich der Knackpunkt.


was hättest du denn gemacht????

Anstelle des Herrn Gloystein?
Nun, vielleicht hätte ich mich von dem Obdachlosen entfernt, wenn er aufdringlich geworden wäre. Wäre er mir gefolgt, hätten sich die Sicherheitskräfte (die sicherlich anwesend waren) um ihn gekümmert.
Ist aber nur Spekulation, da ich nicht Herr Gloystein in dieser Situation war.


Übrigens:

wie kann man denn jemanden erniedrigen der eh " in der gosse lebt

Meinst du diese Frage ernst?
Ich hoffe ja nicht ...

Deine Antwort steht noch aus ...
 

happyhippo

Geselle
4. Oktober 2002
35
Lieber simple man, du stellts hier ziemlich viele Fragen, hälst dich aber mit eigener Meinung zurück. Ich würde gerne auch mal deine Meinungen hören.
Simple_Man schrieb:
(...)
Wenn er nach der Flasche griff: Meinst du es ist eine angemessene Reaktion jemandem Sekt über den Kopf zu gießen?
Dann stelle ich dir die Gegenfrage. Ich es ein angemessenes Benehmen, nach einer Flasche zu greifen und zu versuchen sie an sich zu nehmen, wenn ein anderer sie in der Hand hat?


im fernsehen haben obdachlose mit irgendsonem selbstgedichteten lied, sich darüber lustig gemacht.

Es gibt Leute, die machen über denn Zweiten Weltkrieg Witze, es gibt Leute, die machen sich über den 11. September lustig, ja es gibt sogar Leute, die machen über Kindesmissbrauch Witze ... macht es das denn weniger schlimm?
Wie findest du diese Aktion der Obdachlosen, die ein selbstgedichtetes Lied (das meiner Vermutung nach sich eher negativ gegenüber Herrn Gloystein äußerte) gesungen haben? Eher lustig, oder eher fies?


hätte weder den bremer WESER KURIER noch die BILD zeitung interesiert

Stimmt wohl. Der Obdachlose wäre trotzdem erniedrigt gewesen. Und das ist hier für mich der Knackpunkt.
Kennst du das Prinzip "Wirkung und Gegenwirkung"? Ich würde gerne von dir wissen, wenn der Obdachlose seine Selbstachtung so erniedrigt und versucht, jemandem etwas aus den Händen zu reissen, kann man dann noch weiter erniedirgen? Oder hat er sich nicht schon selbst erniedrigt durch seine Tat?

was hättest du denn gemacht????

Anstelle des Herrn Gloystein?
Nun, vielleicht hätte ich mich von dem Obdachlosen entfernt, wenn er aufdringlich geworden wäre. Wäre er mir gefolgt, hätten sich die Sicherheitskräfte (die sicherlich anwesend waren) um ihn gekümmert.
Ist aber nur Spekulation, da ich nicht Herr Gloystein in dieser Situation war.
Aha, du würdest dich also fein aus dem Staub machen, und das gemeine Fußvolk (hier: die Sicherheitskräfte!) soll es für dich regeln.
Hier im Forum kann man sich vor Fragen und Unterstellungen deinerseits kaum retten, und plötzlich willst du doch nicht mehr der große Hinterfrager sein (Du hättest den Obdachlosen ja auch Fragen können, warum er den die Flasche haben will! Oder genauso hättest du ihn fragen können, wie er es denn fände, wenn man ihm die Flasche aus der Hand gerissen hätte)?

Grüße, happyhippo
 

Sina

Großmeister
10. Januar 2005
55
Ich es ein angemessenes Benehmen, nach einer Flasche zu greifen und zu versuchen sie an sich zu nehmen, wenn ein anderer sie in der Hand hat?

Übrigens: den Politikern wurde von einem Nachfahren des "Benimm-Knigge" ein sehr schlechtes Zeugnis ausgestellt. Da gab es schon: Stinkefinger, Ohrfeigen, alle möglichen vebalen Beschimpfungen (Sie sind ein A...), hinzu kommen Zeitung lesen in Sitzungen, herumlümmeln wie auf dem Sofa zu Hause usw.

Gruß Sina
 

Simple Man

Kanonenbootdiplomat
Teammitglied
4. November 2004
3.945
@ happyhippo

Lieber simple man, du stellts hier ziemlich viele Fragen, hälst dich aber mit eigener Meinung zurück

Mir scheint, rhetorische Fragen sind nicht so dein Ding.


Ich es ein angemessenes Benehmen, nach einer Flasche zu greifen und zu versuchen sie an sich zu nehmen, wenn ein anderer sie in der Hand hat?

Nein, ich finde das ist kein "angemessenes" (wobei ich ja ganz gerne wüsste, wie du "angemessen" definierst) Verhalten. Aber mir ging es um die Reaktion des Herrn Gloystein. Ich verstehe einfach nicht, warum er nicht "überlegter" gehandelt hat. Warum musste er auf die gleiche Weise antworten?


Wie findest du diese Aktion der Obdachlosen, die ein selbstgedichtetes Lied (das meiner Vermutung nach sich eher negativ gegenüber Herrn Gloystein äußerte) gesungen haben?

Ich dachte es richtet sich gegen den Obdachlosen.
Bzw. gegen die ganze "Sektaffäre" (lasst mich raten ... die BILD hat sich diesen Namen einfallen lassen :roll: ).


Eher lustig, oder eher fies?

Keine Ahnung. Habe das Lied noch nicht gehört.


Kennst du das Prinzip "Wirkung und Gegenwirkung"?

Klar ... .


wenn der Obdachlose seine Selbstachtung so erniedrigt und versucht, jemandem etwas aus den Händen zu reissen, kann man dann noch weiter erniedirgen?

Meiner Meinung nach "Ja".


Oder hat er sich nicht schon selbst erniedrigt durch seine Tat?

Selbst wenn, denke ich nicht, dass es notwendig war ihn noch weiter zu demütigen.
(Wobei ich ja auch die Frage interessant fände, wie es soweit kommen kann, dass sich jemand so "selbst erniedrigt". Ich glaube kaum, dass der Mann da ganz alleine Schuld war.)


Aha, du würdest dich also fein aus dem Staub machen

Neee ... ich hätte mich auf ihn gestürzt und ihn verprügelt ... :roll:
Ehrlich gesagt hätte ich mich an Herrn Gloysteins Stelle wahrscheinlich entfernt und den Obdachlosen ignoriert.
Ich finde, man ist nicht unbedingt ein "Feigling", weil man einem "Konflikt" mal aus dem Weg geht.


und das gemeine Fußvolk (hier: die Sicherheitskräfte!) soll es für dich regeln.

Wenn Herr Gloystein sich entfernt, und der Obdachlose ihm folgt (und zwar auf eine Weise die man als "Bedrohung" ansehen kann) ... ist es dann nicht der Job der Sicherheitskräfte ihn freundlich aber bestimmt zu entfernen?
Ich würde fast sagen "Ja".
Des Weiteren habe ich die Sicherheitskräfte nie als Fußvolk bezeichnet.


Hier im Forum kann man sich vor Fragen und Unterstellungen deinerseits kaum retten

Wie kann ich jemandem was unterstellen, wenn ich ihm eine Frage stelle?
Des Weiteren ... ließ meine Beiträge bitte genauer ... ich schreibe nichts anderes als meine eigene Meinung ... und unterstellen tue ich, meiner Meinung nach, sehr selten etwas.
Und deinen Beitrag solltest du auch noch mal genau lesen: Er steckt voller Fragen und Unterstellungen. (Aber ich denke mal das ist Absicht :wink: ... auf jeden Fall, werfe ich dir das nicht vor.)

und plötzlich willst du doch nicht mehr der große Hinterfrager sein

Aha ... ich habe das jetzt so verstanden: Du wirfst mir erst vor, dass ich zu viele frage ... und dann, dass ich nicht genug frage ... mutet mir ein wenig seltsam an. :?


Du hättest den Obdachlosen ja auch Fragen können

Ich weiß ja nicht mal wie der Mann heißt. Oder wo ich ihn finden kann. Wie soll ich ihn da etwas fragen?
Des Weiteren frage ich weder Herrn Gloystein, noch den Obdachlosen, sondern Mitglieder dieses Forums. Weil ich mit denen eine Diskussion über dieses Thema führen will.


Du hättest den Obdachlosen ja auch Fragen können, warum er den die Flasche haben will! Oder genauso hättest du ihn fragen können, wie er es denn fände, wenn man ihm die Flasche aus der Hand gerissen hätte

Und dann ... ?
Was bitte ändert das an der Reaktion (die meines Erachtens nach einer Demütigung gleichkam) von Herrn Gloystein?
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
SuperCargo schrieb:
diese auseinandersetzungen sind nicht neu in bremen, was wäre denn passiert wenn ich ( männlich, 27 jahre alt, arbeite als hafen-inspektor ) einen obdachlosen ne flasche bier über den kopf geschüttet hätte? das hätte weder den bremer WESER KURIER noch die BILD zeitung interesiert, und ausser ner riesen schreierei wäre auch nichts passiert.

vielleicht hättest du es auch in die zeitung geschafft als der typ der mit eingeschlagener fresse und gebrochenen extremitäten auf der strasse gefunden wurde :)

manchmal frag ich mich was hier so geht :)

manche scheinen ja so viel verständnis für den schlimmsten mist zu haben.. "der obdachlose hat provoziert", "der mann ist nur geldgeil", "einen obdachlosen ein bisschen zu demütigen ist ja nicht schlimm"

in letzter zeit hör ich so vieles wundersames
"bei dem arzt hat man als privatpatient wenigstens noch vortritt", "fussfesseln für langzeitarbeitslose wären doch eine prima sache ich verstehe die aufregung gar nicht", "du hast doch eh nichts zu tun, da kannst auch warten"

das passt in die situation und in die spaltung der gesellschaft.

die polarisierung wird immer stärker.

ich finde es schon interessant wie sich die spaltung immer weiter voranbewegt, wie die, die noch ein bisschen mehr glück haben sich auch immer radikaler abzutrennen versuchen von den verlierern..

gut.. wir müssen eh sortieren..... bitte weitermachen
 

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