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Amokläufe, psychische und soziale Hintergründe

Telepathetic

Groß-Pontifex
1. Juli 2010
2.972
Hallo Leute :winken:

Ich möchte beleuchten, wie sich Amokläufe ankündigen. Was denken und erleben diese Menschen? Wie machen sie sich ihrer Umwelt gegenüber bemerkbar? Was können wir tun, um mögliche Täter vor einem Amok zu bewahren. Sie sind schließlich unsere Mitmenschen und kein Amoklauf entwickelt sich mal einfach so aus Spass.

Ursprünglich sind die nächsten Beiträge bis einschließlich der Nr.9 mit dem Thread http://www.weltverschwoerung.de/geheimdienste-uberwachungsstaat/20326-warum-amoklauf-winnenden.html verknüpft gewesen.

Wir versuchen in ihnen ansatzweise, Tetragrammaton's Vorschlag, Amokläufe mit mehr Liebe zu verhindern, zu analysieren. Ich bitte um Weiterentwicklung eines sicherlich interessanten Gedankens

Gruß,
Tele
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Tetragrammaton

Geselle
12. Oktober 2010
10
Liebe ist eben auch nur ein geringer Anteil am Tag. Wobei Liebe ein so ausgelutschter Begriff ist imo. Fehlte den Amokläufern Liebe? Wenn ja, welche Liebe? Was hätten die Amokläufer gebraucht, um nicht durchzudrehen und wahllos Menschenleben auszulöschen? Kann die Gesellschaft als Ganzes in die Verantwortung genommen werden? Was müsste generell anders sein?

Gruß,
Tele

Deine Fragen sind überflüssig wie Brücken. Ledligch eine Frage, hätte dich weiter gebracht: 'Wie definierst Du (Ich) Liebe ?'.

Liebe = Positive Energie
Hass = Negative Energie

Ich sage, schau dir die Welt an. Unsere Medien haben die Gesellschaft schon lange zerstört. Ich definiere Gesellschaft nämlich als Gemeinschaft und das trifft heut zu Tage kaum zu. Ist doch also klar, dass es immer mal wieder irgendjemanden geben wird, da einfach mit dem Druck nicht klarkommt.

Würden wir uns aber mehr darauf konzentrieren, unsere angebliche nicht erreichabre Utopie aufzubauen, dann würden viele Sachen sicherlich schon anders aussehen.
 

Ich mag mein Becks

Gesperrter Benutzer
30. August 2009
1.571
AW: WARUM?! Amoklauf Winnenden

Die Frage habe ich mir auch gerade gestellt, denn sobald jemand die umgekehrte Definition von Liebe und Hass für sich als "wahr" annimmt - bricht dieses Gedankenkonstrukt in sich zusammen bzw. muss stark relativiert werden.

Ich persönlich stelle mir vielmehr die Frage, wieso gibt es so wenig Amokläufe heutzutage ???
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.734
AW: WARUM?! Amoklauf Winnenden

?
Wieso das denn? Ist die Tendenz andere einfach umzubringen irgendwie verständlich?
 

Ich mag mein Becks

Gesperrter Benutzer
30. August 2009
1.571
AW: WARUM?! Amoklauf Winnenden

Ist doch logisch, die ist solange für dich subjektiv positiv, solange die Wärme dir und deiner Umgebung nicht schadet (Dürre die den Acker austrocknet etc.)

Bevor man jetzt hier die ganze Zeit aneinander vorbeiredet...
Klärt doch ganz einfach mal die Begriffe Positiv und Negativ und dann deren evtl. sinnvollen oder eben unsinnigen Bezug zu jedweder Form von Energie.
 

Telepathetic

Groß-Pontifex
1. Juli 2010
2.972
AW: wir reden mal eine Runde sinnloses Zeug

Deine Fragen sind überflüssig wie Brücken. Ledligch eine Frage, hätte dich weiter gebracht: 'Wie definierst Du (Ich) Liebe ?'.

Liebe = Positive Energie
Hass = Negative Energie

Ich sage, schau dir die Welt an. Unsere Medien haben die Gesellschaft schon lange zerstört. Ich definiere Gesellschaft nämlich als Gemeinschaft und das trifft heut zu Tage kaum zu. Ist doch also klar, dass es immer mal wieder irgendjemanden geben wird, da einfach mit dem Druck nicht klarkommt.

Würden wir uns aber mehr darauf konzentrieren, unsere angebliche nicht erreichabre Utopie aufzubauen, dann würden viele Sachen sicherlich schon anders aussehen.
Nehmen wir einfach Liebe und Hass als grundlegende Haltungen gegenüber sich selbst und gegenüber anderen Menschen. Und nehmen wir einfach an, dass Liebe gleich positive Energie ist, Hass gleich negative Energie und dass diese Energien sich selbst und anderen zugeführt werden können.

Da sich die Haltung gegenüber einem Menschen in der Art des Verhaltens sich selbst und anderen gegenüber ausdrückt, müssten mit der obigen Prämisse Verhaltensweisen abgeleitet werden können, denen dann wiederum die Eigenschaftswörter 'positiv' und 'negativ' zugeordnet würden.

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Ein Mensch ist keine Maschine, die über Programme gesteuert wird, und rein nach dem Muster 0 und 1 Gegebenheiten analysiert und mit vorprogrammierten Mustern reagiert. Maschinen verfügen meines Wissens nach über keinerlei eigen-beeinflußbare mnestische Funktionen, die im Gegensatz zum menschlichen Erinnerungsvermögen gelöscht werden können, sogar durch andere Erinnerungen ersetzt werden könnten. Die Erinnerungsfunktion des Menschen ist eine dynamische Funktion, die wahrscheinlich vorrangig auf soziale Interaktionen, bzw. soziale Gegebenheiten spezialisiert ist.

Anatomie und Physiologie des Menschen gehören untrennbar zusammen. Dies gilt auch für Maschinen. Ein Mensch ist aber weitaus komplexer aufgebaut und verfügt über einen eigenen Antrieb und über eine Anpassungsfähigkeit, die eine Maschine nur in dem Maße besitzt, wie sie diese von einem Menschen ankonstruiert bekommen hat.

Vielleicht der fundamentalste Unterschied zwischen Mensch und Maschine ist folgender: Menschen sind soziale Wesen. Sie werden in Denken und Verhalten von ihrer Umgebung beeinflußt. Selbst Eremitentum und Außenseiter-Dasein ist eine Reaktion auf ein gesellschaftliches Umfeld, welches dem Eremiten, dem Außenseiter nicht genehm ist, so dass jene sich vom Rest abgrenzen (müssen). Diese Abgrenzung kann nur in Bezug auf andere Menschen einen Sinn ergeben und kann als soziales Statement gewertet werden. Genauso verhält es sich leider auch mit Amokläufen.

Ich beende meinen Diskurs mit der Annahme, dass Menschen ihre Verhaltensweisen zu einem hier nicht spezifizierten Anteil unter Kontrolle bringen können, aber in allen ihren Verhaltensweisen auf soziale Gegebenheiten reagieren.

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?
Wieso das denn? Ist die Tendenz andere einfach umzubringen irgendwie verständlich?
Unter der Vorraussetzung, dass ein Mensch sich grundsätzlich in jeden Zustand eines anderen Menschen einfühlen und / oder eindenken kann, sage ich: Ja, auch diese Tendenz kann verständlich gemacht werden. Für den Menschen, der mit solch ungeheuerlich starken Impulsen nicht zu kämpfen braucht, fehlen die entsprechenden Parameter, die nötig sind, um emotionalen Zustand und Gedankengänge eines Amokläufers nachzuvollziehen.

Alle Täter zeigten Interesse an gewalthaltigen Mediendarstellungen. Bei vier von ihnen konnte sogar eindeutig ein konkretes mediales Vorbild für ihre Tat bestimmt werden, entweder eine Filmfigur oder ein realer Amokläufer.
Bei allen Tätern waren im Vorfeld der Gewalttat Kränkungen, soziale Brüche oder Verlusterfahrungen zu verzeichnen. Fast alle Jugendlichen reagierten sehr empfindlich auf diese Erfahrungen. Zudem waren in allen Fällen schulische Konflikte erkennbar.
"Diese schrecklichen Taten junger Menschen stellen den Endpunkt eines Weges zur Gewalt dar, der immer von Warnsignalen begleitet ist und dessen einzelne Schritte in sich logisch sind", erläutert Jens Hoffmann. "Denn zielgerichtete Gewalttaten und Amokläufe sind aus Sicht des Täters ein letzter Ausweg aus einer Krise, für die er keine anderen Lösungsmöglichkeiten mehr hat."
aus: scinexx | Amoklauf kndigt sich meist an: Vergleichsstudie hat deutsche Amoklufe untersucht - Amok, Verhalten, Sozialverhalten, Waffen, Aggression, Jugendliche, Psychologie, Gewalt, Schule, Tter, Amoklauf, Kriminalitt

Dieser Artikel bezieht sich auf Amokläufe in Schulen. Ich denke aber, dass der Parameter 'schulisches Umfeld' ausgetauscht werden kann durch 'Bedingungen am Arbeitsplatz'.

Gruß,
Tele
 
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G

Gelöschtes Mitglied 25673

Gast
AW: wir reden mal eine Runde sinnloses Zeug

Naja...stellt sich die Frage warum die einen damit fertig werden in einem lieblosen Umfeld aufzuwachsen, Kilerspiele zu spielen und Hass auf andere zu schieben und die anderen eben nicht.
Im Fall vom Amokklauf von Ansbach, wurde dem Täter eine schwere Persönlichkeitstörung bescheingt und krankhafte Geltungssucht- in dem Fall ging das Ganze ja gimpflich aus, es kam niemand zum Tode
Gutachter bescheinigt schizoide Persönlichkeitsstörung

Ein Gutachter hatte Georg R. eine "schizoide Persönlichkeitsstörung" bescheinigt. An einer zeitlich unbefristeten Unterbringung in einer Psychiatrie führe kein Weg vorbei. Als Begründung habe der Gutachter das "hohe Aggressionspotenzial und die erhebliche Wiederholungsgefahr" angegeben, die von dem Angeklagten ausgingen. Seine Steuerungsfähigkeit sei vermindert, seine Einsichtsfähigkeit dagegen nicht beeinträchtigt. Ebenso wie die Vertreterin der Jugendgerichtshilfe hatte der Gutachter eine Verurteilung von Georg R. nach Jugendstrafrecht empfohlen.
Amoklauf von Ansbach: "Er wollte ein Massaker anrichten" | Aktuelles aus Franken | Studio Franken | BR
Man kann also nicht grundsätzlich sagen, dass das Umfels Schuld hat, weil es sich irgendwie falsch verhält.Den Fall aus Anbach finde ich interessant, weil der Täter überlebt hat, man also versuchen kann sich ein Gesamtbild zu verschaffen...
 

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