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die Kriegerin

Groß-Pontifex
19. September 2017
2.862
Reise nach Ixlan - als ich diesen Titel hörte....ja da stöberte ich in unserer Bibliothek...danach im Internet
und hier fand ich die PDF

Mit der „Reise nach Ixtlan“ beendete der amerikanische Anthropologe Carlos Castaneda — er starb 1998 — den ungewöhnlichen Bericht über seine zehnjährige Lehrzeit bei dem indianischen Medizinmann und Zauberer Don Juan Matus, der ihn in eine Welt jenseits von Rationalität und Realität unserer westlichen Zivilisation führte.


Da die Welt zur Zeit ziemlich ruhiggestellt wurde,
»Welche Techniken, Don Juan?« »Alles, was ich dir erzählte, war eine Technik, um die Welt anzuhalten.« Einige Monate nach diesem Gespräch gelang Don Juan das, was er sich vorgenommen hatte, nämlich mich zu lehren, »die Welt anzuhalten«

Mein beharrliches Festhalten an meiner Normalversion der Realität machte mich fast taub und blind für Don Juans Ziele. Der Gebrauch der psychotropen Pflanzen war daher nur durch meinen Mangel an Sensibilität erforderlich. Bei der Überarbeitung meiner gesamten Feldnotizen wurde mir bewußt, daß Don Juan mir den größten Teil der neuen Beschreibung ganz zu Beginn unserer Verbindung durch das gegeben hatte, was er die »Techniken zum Anhalten der Welt« nannte. In meinen ersten beiden Büchern schied ich diese Teile meiner Feldnotizen aus, weil sie sich nicht auf den Gebrauch der psychotropen Pflanzen bezogen. Ich habe sie nun wieder an ihren rechtmäßigen Platz in der Gesamtheit der Lehren Don Juans gestellt, und sie umfassen die ersten siebzehn Kapitel dieses Buches. Die letzten drei Kapitel enthalten die Feldnotizen über Ereignisse, die darin gipfelten, daß ich »die Welt anhielt«.
 

die Kriegerin

Groß-Pontifex
19. September 2017
2.862
Ja dieses schöne Wort - Belletristik - kann man in vielerlei Hinsicht deuten..
französisch - belles lettres‎ - schöne Literatur

literarische Gattung der nicht wissenschaftlichen Literatur - doch wer kann das behaupten....

ich nehme es allerdings umgangssprachlich - wunderschöne Unterhaltungsliteratur
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
10.946
Klar, Giacomo_S, allerdings wurden seinerzeit etliche Youngters durch CCs Bücher angeturnt, sich mit anderen Wirklichkeiten, ihrem Inneren usw. zu beschäftigen!
 

Giacomo_S

Prinz von Jerusalem
13. August 2003
2.259
Klar, Giacomo_S, allerdings wurden seinerzeit etliche Youngters durch CCs Bücher angeturnt, sich mit anderen Wirklichkeiten, ihrem Inneren usw. zu beschäftigen!
Und dort gibt es soooo viel zu entdecken

Wie immer bei Abenteuern aber auch viel zu verlieren. So mancher hat solche Reisen mit seinem Verstand bezahlt.
Dabei ist es letztlich egal, ob dies durch Drogen, Magie oder Psychospielchen passiert.

Diese ganze New Age Kacke - und das sage ich als ein, wenn auch früher Zeitgenosse der 70er und 80er Jahre - führt zu nichts. Halluzinogene Drogen wie LSD und Psylocybin sind physisch vergleichsweise wenig belastend, führen aber auch zu keinem bedeutenden Erkenntnisgewinn. Bestenfalls erlebt man in seinem Kopfkino eine Art aberwitzigen Spielfilm (nichts gegen Spielfilme), aber wie im realen Kino auch ist man leider unfähig, sich während der Aufführung Notizen zu machen. Und am Morgen danach hat man die Hälfte der Handlung wieder vergessen.
Es gleicht dem Versuch, aus Das Leben des Brian etwas über das Christentum zu erfahren: Ja, da ist irgend etwas, nur was?
Und sollte einem tatsächlich das Kunststückchen gelingen, während des Films etwas zu notieren, dann stellt man tags darauf nüchtern fest: Was ist das nur für ein Müll!
Die einzige Erkenntnis, die man daraus gewinnen kann ist: Das die Realität eine relative ist und das sie nur über unsere Sinne abgebildet werden kann. Aber das ist ja letztlich banal, eine Binsenweisheit.

Sicher mag es Menschen gegeben haben, die daraus Höhenflüge gemacht haben - nur waren die auch ohne Drogen schon genial. Und meistens auch ohne sie besser.

Der Prophet gilt bekanntlich nichts im eigenen Land, und deshalb hat die New Age - Bewegung auf andere Kulturen geblickt und vor allem auch auf östliche Philosophien. Das ist natürlich erstrebens- und auch ehrenwert, leider ging damals damit auch eine Negierung westlicher Weisheit einher.
Dabei schauen wir auf eine reichhaltige Kultur griechischer, europäischer und gerade auch deutscher Philosophen zurück, die ihresgleichen sucht, auch in einer Art weltweiten Vergleich, wenn man so etwas überhaupt anstellen will. Einer Kultur im Übrigen, der in anderen Kulturkreisen größte Hochachtung zuteil wird. Der Nachteil an ihr ist allerdings, das sie ein ernsthaftes, nüchternes und langwieriges Studium erfordert, das sich durch die Einnahme eines 10€-Trips nicht ersetzen lässt.

Will man über die Natur dieses Universums etwas erfahren, dann kann und sollte man eher andere Wege beschreiten. Mit der Mathematik (Zahlentheorie Cantors) und der Physik (Quantentheorie, Relativitätstheorie) hat man wenigstens eine Chance, wenigstens ein kleines Zipfelchen eines - möglichen - Universums zu erkennen, und in gewisser Weise ist das noch durchgeknallter als jeder Drogenrausch.
 

hives

Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.603
Diese ganze New Age Kacke - und das sage ich als ein, wenn auch früher Zeitgenosse der 70er und 80er Jahre - führt zu nichts. Halluzinogene Drogen wie LSD und Psylocybin sind physisch vergleichsweise wenig belastend, führen aber auch zu keinem bedeutenden Erkenntnisgewinn.

Das würde ich nicht ganz unterschreiben. Physisch, ja, aber LSD kann psychisch extrem gefährlich sein - nicht wenige der mir direkt oder über Dritte bekannten Drogenopfer im Sinne von "Selbstmord unter starkem Drogeneinfluss", "psychisch hängengeblieben", "zwangsweise oder freiwillig eingewiesen" u.ä. gehen auf das Konto von halluzinogenen Drogen, insbesondere LSD. Damit ist nicht zu spaßen, sowas kann ganz schnell in einen Horrorfilm umschlagen oder auch in extrem gefährlichen Aktionen enden, insbesondere wenn junge Leute sich davon einen typischen Upper/XTC-Partydrogentrip versprechen.


Will man über die Natur dieses Universums etwas erfahren, dann kann und sollte man eher andere Wege beschreiten. Mit der Mathematik (Zahlentheorie Cantors) und der Physik (Quantentheorie, Relativitätstheorie) hat man wenigstens eine Chance, wenigstens ein kleines Zipfelchen eines - möglichen - Universums zu erkennen, und in gewisser Weise ist das noch durchgeknallter als jeder Drogenrausch.
Da stimme ich zu. Psychoaktive Substanzen können vielleicht in manchen Fällen die gewohnten Vorgänge des eigenen Geistes ein wenig verzerren und verschieben und somit evtl. auch ein wenig aufzeigen, aber über das Universum verraten sie uns sicher wenig. Zumindest solange wir Arrakis noch nicht entdeckt haben ;)
 

Giacomo_S

Prinz von Jerusalem
13. August 2003
2.259
Das würde ich nicht ganz unterschreiben. Physisch, ja, aber LSD kann psychisch extrem gefährlich sein - nicht wenige der mir direkt oder über Dritte bekannten Drogenopfer im Sinne von "Selbstmord unter starkem Drogeneinfluss", "psychisch hängengeblieben", "zwangsweise oder freiwillig eingewiesen" u.ä. gehen auf das Konto von halluzinogenen Drogen, insbesondere LSD. Damit ist nicht zu spaßen, sowas kann ganz schnell in einen Horrorfilm umschlagen oder auch in extrem gefährlichen Aktionen enden, insbesondere wenn junge Leute sich davon einen typischen Upper/XTC-Partydrogentrip versprechen.

Grundsätzlich widerspreche ich dem nicht, ich wollte auch nicht den Eindruck erwecken, etwas verharmlosen oder gar schönreden zu wollen (ich wollte meinen Beitrag allerdings auch nicht in der Länge so anwachsen lassen).

Allerdings habe ich zu den genannten psychischen Gefahren eine andere Meinung.
Schon in den 60er Jahren galt, dass für einen LSD-Trip zwei Dinge definitiv zu stimmen haben, "Set" und "Setting". "Set" meint das eigene, innere Befinden, mit dem man halbwegs im Reinen sein muss. "Setting" meint die Umgebung und die Personen, mit denen man sich umringt, ja sogar die Jahreszeit.
Halluzinogene sind keine Drogen wie ein Glas Schnaps, das man sich mal so einfach hinter die Binde kippt.
Ist man zu besoffen oder zu bekifft und hat keinen Bock mehr, dann kann man sich immer noch ins Bette legen, tschüss. LSD lässt einem diese Wahl nicht. Durch die Wirkung von rund 8 Stunden muss man durch, ob einem das nun gefällt, oder nicht.

Folgerichtig dürfte klar sein, dass ein blitzgestrahlter Technoclub der völlig falsche Ort ist, um sein Nervensystem derartig zu malträtieren. Denn an solchen Orten kann man das Setting nicht einmal ansatzweise kontrollieren, und das Set meist auch nicht. Von den physischen Bedingungen solcher Locations (Luft, Temperatur, Feuchte) gar nicht erst zu reden. Letztlich kann man solche Orten selbst komplett nüchtern nicht kontrollieren, mit was für Leuten man da zusammenrauscht, man kennt sie nicht und weiß nicht, wie die ticken.
Falsch, alles ganz falsch.
Besser: Zusammen mit Menschen, die man lange kennt und nur wenige. Im Sommer, bei schönem Wetter, tagsüber, morgens, in der Natur - und fern ab von potentiellen Nervensägen. Und dann kann man es auch wirklich genießen, anstatt in so einer Stinkebude rum zu hängen. Halluzinogene sind grundsätzlich nichts für den Winter. Die Möglichkeiten sind zu beschränkt, man müsste dann in irgendeiner Bude rumhängen, und darauf hat man keinen Bock, man will raus.

In Konsequenz geben sich verantwortungsvolle User das nur maximal 1-2x im Jahr - bei den meisten vergehen allerdings Jahre dazwischen. Manchmal hat man die seltene Gelegenheit, gute Ware zu kaufen - und lagert sie Wochen und Monate im Frostfach, weil sich Set und Setting einfach nicht einstellen wollen. Alles andere ist potentieller Selbstmord.

Und da kommen wir dann zu den Themen "hängen bleiben" und "Selbstmord".

Hängen bleiben: Der medizinische Ausdruck ist wohl Drogenpsychose, aber auch das trifft es m.E. nur ungenau. Meiner Meinung nach sind das entweder Leute, die ohnehin eine Neigung zu psychischen Störungen haben - die sollten von diesen Drogen sowieso die Finger lassen. Oder es sind Leute, die haben sich die Trips wie Bonbons gegeben.
Und es hat Gründe, warum sie das taten: Ungelöste, schwere Konflikte.
Ein Mensch, der mit sich einigermaßen im Reinen ist, der gibt sich LSD ... und das war's dann auch erst einmal, für lange Zeit. Er lässt es, es war genug. Ein Mensch, der sich jedes WE wegbeamen muss, der hat ein Problem, auch ohne Drogen. Denn es gibt innere Gründe dafür, warum er es tut. Die folgende Psychose wird im engeren Sinne nicht durch die Droge, zumindest nicht durch sie allein, ausgelöst. Sie ist mehr ein Symptom als eine Ursache, und mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit hätte er auch ohne Drogen eine Psychose entwickelt. Im letzteren Fall hätte man allerdings keinen "Sündenbock" für diese gehabt.

Selbstmord: Gibt's auch ohne Drogen (s.o., "Sündenbock"). Ein gewisser Anteil daran sind aber auch keine Selbstmorde im eigentlichen Sinne, eher Unfälle. Man muss sich grundsätzlich darüber klar sein, dass man unter Halluzinogenen Dinge wie Perspektive, Distanzen oder Geschwindigkeiten nicht mehr realistisch einschätzen kann. Da kann dann eine Betrachtung einer Höhe aus dem Balkon des 3. Stockwerks aussehen wie ein Abstand zwischen Bürgersteig und Straße ... ach, da steige ich mal einfach hinunter ... und am Ende sieht das wie ein "Selbstmord" aus (isses natürlich auch, aus einer gewissen Sicht heraus).

Die Halluzination der typischen Halluzinogene ist eine Pseudohalluzination, man ist sich jederzeit darüber im Klaren, dass es sich um eine Halluzination handelt. Man ist nicht in dieser gefangen, das unterscheidet sie auch von jenen der Psychotiker. Befinde ich mich in einer solchen, dann verhalte ich mich - weil ich mir dies vorher verinnerliche - erheblich vorsichtiger als sonst. Ich überquere nur noch an grünen Ampeln die Straße (bekommt man auf die Reihe), egal ob das mitten in der Nacht ist und gerade kein Auto kommt (kann ich eh alles nicht mehr genau einschätzen). Ich mache keine Stunts mehr (habe ich mir sowieso abgewöhnt). Ich nehme Umwege in Kauf, renne nicht mehr über die Straße. usw. usf.
 

hives

Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.603
Schon in den 60er Jahren galt, dass für einen LSD-Trip zwei Dinge definitiv zu stimmen haben, "Set" und "Setting".

Ja, das Problem ist imho, das man beides nur in Ausnahmefällen die ganze Zeit vollständig unter Kontrolle hat und nicht in die Zukunft sehen kann. Irgendwas kann immer passieren, auch in Bezug auf die innere Verfassung.

Meiner Meinung nach sind das entweder Leute, die ohnehin eine Neigung zu psychischen Störungen haben - die sollten von diesen Drogen sowieso die Finger lassen.

Naja, das ist eine gute nachträgliche Erklärung - "da war ja schon vorher irgendwas problematisch". Aber alle Menschen tragen Probleme und Konflikte in sich - ob die für eine Drogenerfahrung eine positive oder negative Rolle spielen werden, weiß man nicht immer. Danach ist man immer schlauer.

Die Halluzination der typischen Halluzinogene ist eine Pseudohalluzination, man ist sich jederzeit darüber im Klaren, dass es sich um eine Halluzination handelt.
Das hängt imho von der konkreten Situation, den Erfahrungen und der Persönlichkeit ab. Nicht alle können da immer in jeder Situation differenzieren und auch individuell kann sich das u.U. schlagartig ändern.
 

Giacomo_S

Prinz von Jerusalem
13. August 2003
2.259
hives, ich will das alles nicht schön reden. Wie gesagt: Der Erkenntnisgewinn durch halluzinogene Drogen ist sowieso unbedeutend.
Die "nachträgliche Erklärung" existiert aber auch anders herum: Er/sie hat Drogen genommen, jetzt ist er/sie ausgeflippt, war ja klar.
Es gibt Menschen, die sind naturbreit, auch ohne Drogen.
Interessanterweise gibt man letzteren dann Substanzen, die entweder als Drogen deklariert werden (wenn die Menschen sie sich illegal beschaffen) oder als Medikamente (wenn der Arzt sie verschreibt).
Dies zeigt, dass es - bezugnehmend auf die Substanz als solche allein - letztlich eine völlig willkürliche Kategorie ist, welche als Droge anzusehen ist und welche als Medikament.

Natürlich tragen alle Menschen Konflikte in sich - gottseidank, denn das macht uns zu Menschen und nicht zu Robotern oder weichgespülten Esoterikern ohne Kontur. Und solange diese Konflikte im Rahmen bleiben, lieben wir interessanterweise genau solche Menschen. Wir nennen sie dann "Charaktere" oder auch "Originale". Wir können besser mit ihren Schwächen leben, weil sie in diesen gradlinig sind, als mit dem Wischi-Waschi von Menschen, die wir als "charakterlos" bezeichnen.

Ohne Frage gibt es Drogen, die das Potential haben, jemanden schwerstabhängig zu machen, Opiate z.B. Genauso gibt es aber Menschen, die bestimmte Drogen gelegentlich nehmen - und das ist die große Mehrheit - ohne eine Abhängigkeit im Wortsinn zu entwickeln (die Opiate u.a. lasse ich jetzt mal außen vor). Es werden auch nicht alle fett, nur weil sie mal Pommes essen; manche schon.

Ich zweifle aber nicht daran, dass viele Drogenabhängige schwere Konflikte in sich tragen, die sie mit einer Art "Eigentherapie" mittels ihrer Drogen zu behandeln versuchen, möglicherweise ohne sich dessen bewusst zu sein. Die durch Medikamente gestützte Psychiatrie macht im Kern auch nichts anderes. Und da rede ich jetzt nicht von Konflikten der Art, das man sich jetzt gestern mal mit seiner Frau gestritten hat.
Schaut man aber bei dem einen oder anderen mal hinter die Kulisse, öffnet er sich und man hört ihm zu, dann sieht man in ganz andere Abgründe: Meist Vernachlässigung oder Missbrauch in der Kindheit.
 
Zuletzt bearbeitet:

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
10.946
Thema Drogen, Psychosen, andere Wirklichkeiten etc. (Liebe Mods, haben wir da nicht entsprechende Threads, in die die bisherigen Beiträge bzgl. Drogen etc. verschoben werden könnten?).
Ich trinke seit meinem 13.Lebensjahr Alkohol und bin davon abhängig geworden.
Alkohol lässt das Leben durch eine rosarote Brille sehen, manchmal schlagen aber auch (verdrängte) Probleme mit voller Wucht zu.
Zusätzlich zu Alk hab' ich dann noch überdosiert Sachen wie Captagon, Evedrin, Mandrax eingeklingt, da konnte ich die Nächte durchtanzen, kam auf 'speed'. Hab' dann aber damit aufgehört,als ich Mary Jane kennengelernt hab', dieser Tanz hat mir mehr gefallen!
Mit 19 hab' ich angefangen, regelmäßig mehr oder weniger zu kiffen und kann sagen, dass Haschisch bewusstseinsverändernd sein kann.
1980 mit 23 (!) hatte ich nach dem Lesen von CCs Büchern ein recht merkwürdiges Erlebnis (am Ende dieses Posts als 'Als...einen 'schwarzen Mann'sah' beigefügt).
4 Jahre später nahm ich zum 1.Mal Psilos (am Ende dieses Post als 'Als...das 1.Mal trippte' beigefügt), was ich bis jetzt noch 2Mal gemacht hab' und kann sagen, dass es jedes mal äußerst spirituell war. Allerdings habe ich Learys Set&Setting immer beachtet!
1991 hab' ich zum 1. und einzigen Mal LSD probiert (als 'Als...mal LSD nahm' beigefügt).
Kokain nahm ich 2x, einmal 1988, das andere und bis jetzt letzte Mal 1 jahr später und muss sagen, dass das eine sehr heftige Droge ist, die Menschen nicht gerade zum Besseren verändert!
Bis jetzt hab' ich 3 Psychosen durchlebt:
Die erste, weil ich schlagartig mit Alktrinken aufgehört hatte, massenhaft gekifft und innerhalb von 1 Monat 20 kg abgespeckt hab', die beiden anderen, weil ich schlagartig mit dem Hartalktrinken aufgehört hab'.
Das alles mal nur mal by the way!
Hier also meine 3 (Drogen)Geschichten:
1980
Als ... einen 'schwarzen Mann' sah
Es waren Sommersemesterferien und ich hatte mir das rechte Handgelenk bei 'nem Fahrradsturz gebrochen. Da liefen mir in einer Buchhandlung die Bücher von Carlos Castaneda und die Lehren des Don Juan über'n Weg.
Eines Nachts dann, ich war weder betrunken noch bekifft, schreckte ich aus meinem Schlaf hoch und schaute zu meinem Kleiderschrank:
Da stand ein ganz in schwarz gekleideter 'Mann' mit einem breitkrempigen, schwarzen Hut, der sein Gesicht verbarg.
Ich wollte erst mit Angst reagieren, aber irgendwie verströmte dieser 'Mann' „alles ist gut“!
Er winkte mir zu so nach dem Motto „Folge mir!“, wendete sich nach rechts und ging dann durch die geschlossene Zimmertür hindurch.
Keine Ahnung, was da gewesen war!
Ich hab's dann mal Jahre später esoterikerfahrenen Freunden erzählt und die meinten, ich hätte einen luziden Traum gehabt.
Glaub ich aber nicht so recht, denn ein Merkmal eines luziden Traumes ist es, dass man sich bewusst ist, dass man träumt.
Jedenfalls hatte ich in den Folgejahren noch so einige Erlebnisse, die ich mir mit meiner Schulweisheit nicht erklären konnte.

1984
Als... das 1.Mal trippte:
Es war auf einer Zusammenkunft bei einem Bekannten, der sich damit auskannte.
Ich hatte mich ja schon vorher theoretisch mit LSD und ähnlichen Substanzen auseinandergesetzt und warf da also ca. 5 Psilos ein.
Irgendwann sah ich dann hinter dem Sofa eine weiß-gewandete Frau gen Decke empor schweben.
Auf dem Heimweg kam ich an meiner Uni vorbei, wo gerade eine Fete lief und ich geriet in Paranoia, weil ich dachte, dass die feiernden Kommilitonen jetzt denken würden, da ich nicht mitfeierte, dass ich ein Agent des Verfassungsschutzes sei und zur Abschreckung meine beiden Cats umgebracht haben.
Voller Panik kam ich zu Hause an, wo die beiden Katzen mich recht lebendig begrüßten.
Ich war so voller Dankbarkeit, dass ich mich hinkniete und GOTT dankte.
Dann fielen mir noch andere Menschen ein, denen ich dankbar sein musste und Tränen überströmt dankte ich auch ihnen.
Irgendwann muss ich wohl eingeschlafen sein.

1991
Als... mal LSD nahm
Ich bekam das Angebot, reines LSD-25 erwerben zu können. Hab' ich natürlich auch gemacht, da ich ja schon psiloerfahren war und Wunderbares von dem reinen Sandoz gelesen hatte.
Set&Setting stimmten und meine Ehefrau war als Aufpasserin dabei.
Wow, zuerst bewegten sich die Seidenvorhänge an den Wohnzimmerfenstern, als ob da ein laues Lüftchen durchwehte.
Dann musste ich auf die Toilette und während ich da saß, betrachtete ich die Bodenfliesen, in denen sich bald Gesichter abbildeten.
Den Rest kann ich nicht mehr erinnern!
 

Giacomo_S

Prinz von Jerusalem
13. August 2003
2.259
Da stand ein ganz in schwarz gekleideter 'Mann' mit einem breitkrempigen, schwarzen Hut, der sein Gesicht verbarg.
Ich wollte erst mit Angst reagieren, aber irgendwie verströmte dieser 'Mann' „alles ist gut“!
Er winkte mir zu so nach dem Motto „Folge mir!“, wendete sich nach rechts und ging dann durch die geschlossene Zimmertür hindurch.
Keine Ahnung, was da gewesen war!

Ist doch klar, a-roy: Da hast Du entweder den Leibhaftigen gesehen oder einen seiner Gehilfen. Aber mach Dir nichts draus, das ist uns allen schon passiert.

Voller Panik kam ich zu Hause an, wo die beiden Katzen mich recht lebendig begrüßten.
Ich war so voller Dankbarkeit, dass ich mich hinkniete und GOTT dankte.
Dann fielen mir noch andere Menschen ein, denen ich dankbar sein musste und Tränen überströmt dankte ich auch ihnen.
Irgendwann muss ich wohl eingeschlafen sein.

Katzen sind die einzigen Tiere, die man in einem Drogenrausch ertragen kann. Wahrscheinlich sind es auch die einzigen Tiere, die sich in diesen Ausnahmezustand hineinversetzen können. Die stammen sowieso von einem anderen Planeten, wenn nicht aus einem anderen Universum. Im Rausch Tränen zu vergießen ist nicht die schlechteste Eigenschaft. Es beweist, dass Du noch nicht ganz verhärtet bist.
 

hives

Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.603
Natürlich tragen alle Menschen Konflikte in sich - gottseidank, denn das macht uns zu Menschen und nicht zu Robotern oder weichgespülten Esoterikern ohne Kontur. Und solange diese Konflikte im Rahmen bleiben, lieben wir interessanterweise genau solche Menschen. Wir nennen sie dann "Charaktere" oder auch "Originale". Wir können besser mit ihren Schwächen leben, weil sie in diesen gradlinig sind, als mit dem Wischi-Waschi von Menschen, die wir als "charakterlos" bezeichnen.
Mir geht es nur darum, dass eben die problemfreie Persönlichkeit, bei der ein Gebrauch ohne jede Gefahr stattfinden könnte, eine Illusion ist.

Interessanterweise gibt man letzteren dann Substanzen, die entweder als Drogen deklariert werden (wenn die Menschen sie sich illegal beschaffen) oder als Medikamente (wenn der Arzt sie verschreibt).
Dies zeigt, dass es - bezugnehmend auf die Substanz als solche allein - letztlich eine völlig willkürliche Kategorie ist, welche als Droge anzusehen ist und welche als Medikament. [...]

Ohne Frage gibt es Drogen, die das Potential haben, jemanden schwerstabhängig zu machen, Opiate z.B. Genauso gibt es aber Menschen, die bestimmte Drogen gelegentlich nehmen - und das ist die große Mehrheit - ohne eine Abhängigkeit im Wortsinn zu entwickeln (die Opiate u.a. lasse ich jetzt mal außen vor). Es werden auch nicht alle fett, nur weil sie mal Pommes essen; manche schon.

Ich denke, man sollte bei dieser Thematik sehr genau differenzieren. Für LSD gibt es imho keine belegte medizinische Wirkung, und nichtmal gute Hinweise auf etwas derartiges, oder? Die Tests zur Anwendung in der forensischen Psychotherapie führten zu Ergebnissen, die man eigentlich nur als katastrophal bezeichnen kann, etwa die Oak-Ridge-Experimente unter Elliott Barker, Rückfälle u.ä. waren deutlich höher als in der Vergleichsgruppe iirc.

Jedenfalls sehe ich als größtes Problem bei LSD weniger eine mögliche Abhängigkeit, sondern eben psychische Probleme, gefährliches Verhalten usw., auch bei Erstgebrauch. Die Gefahren sind hier etwas anders gelagert als bei den meisten anderen Drogen, wo die Abhängigkeit das zentrale Problem ist.

Ich zweifle aber nicht daran, dass viele Drogenabhängige schwere Konflikte in sich tragen, die sie mit einer Art "Eigentherapie" mittels ihrer Drogen zu behandeln versuchen, möglicherweise ohne sich dessen bewusst zu sein. Die durch Medikamente gestützte Psychiatrie macht im Kern auch nichts anderes.

Ja, auf jeden Fall. Grundsätzlich halte ich beides für problembehaftete Ansätze. Die wissenschaftliche Basis für die Verabreichung psychoaktiver Medikamente ist weitestgehend nicht überzeugend, um es zurückhaltend zu formulieren.
 

die Kriegerin

Groß-Pontifex
19. September 2017
2.862
Hallo....ich las diese Bücher ohne je Drogen genommen - noch zuviel Alkohol getrunken zu haben.
Für mich war es einfach coole Sachen zu lesen, neue Welten kennen zu lernen und in Peru war ich noch nie genausowenig wie Karlifornien. Es ist einfach eine neue Welt....außerdem konnte man mitreden, wenn andere Mitschüler/menschen davon sprachen.....
Büher erweitern auf alle Fälle den Horizont...Die neun Prophezeiungen von Celestine, Magie ist keine Hexerei waren auch so Bücher die man gelesen haben musste.

umgangssprachlich - wunderschöne Unterhaltungsliteratur
 

Giacomo_S

Prinz von Jerusalem
13. August 2003
2.259
Ich lese nicht mehr viel Bellestristik, ich finde Sachbücher, sofern sie nicht von amerikanischen Moralisten oder Esoterikern kommen, viel interessanter. Ähnlich geht es mir mit Filmen, ich bevorzuge mittlerweile Filme, die sich an wahren Begebenheiten anlehnen. Die Realität muss sich nicht an die Plausibilität halten. Manche reale Begebenheit würde man einem Romanautor so niemals abnehmen. Einige historische Persönlichkeiten stellen sich auf einmal anders dar, als man sie aus der Kurzfassung der Schule her kennt und der Sockel, auf dem sie stehen, kann größer oder kleiner werden.
 

die Kriegerin

Groß-Pontifex
19. September 2017
2.862
Geht mir ebenso, doch hin und da schau ich auch Bücher, da muss ich lesen - um was es handelt.
Hab mich durch die - 7 Jahre in TIBET - durchgeblättert.
Außerdem weiß ich ab heute, dass es TUWA gibt. Lese ganz anderes - als vor 20 Jahren.
Ja und zu den historische Persönlichkeiten - auch die müssen auf Clo und stinken..Heros:?:
und haben genug Dreck am Stecken, sonst wären sie da nie hingekommen.
 

Giacomo_S

Prinz von Jerusalem
13. August 2003
2.259
Nein, derzeit spiele ich nur so alte Arcade-Games, mit MAME. Derzeit hübsche ich allerdings mehr den Editor auf (snapshots, control panels).

TUWA: Sagt's doch gleich, am Ar... der Welt. Darüber muss ich nicht einmal was lesen.:lol:
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
10.946
Zwar kein ganzes Buch, aber immerhin ein Auszug.
Jiddu Krishnamurti: Einbruch in die Freiheit
Das Buch hat mich seinerzeit sehr geprägt und veranlasst, mich ohne Scham zu analysieren und eine kleine Bewusstseinsrevolution ausgelöst!
 

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