Herzlich Willkommen auf Weltverschwoerung.de

Angemeldete User sehen übrigens keine Werbung. Wir freuen uns wenn Du bei uns mitdiskutierst:

Benzinpreise??

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
hoho .. na dann haben wir das öl ja und wenns dann knapp wird bombardieren wir amerika in die steinzeit und behalten den sprit :twisted: hubs neee wir machen sowas nicht wir sind zivilisiert ;)

das schlimme ist aber eben, dass ein sinkender ölpreis nur temporär konjunkturelle wirkung zeigen würde... hätten wir größere reserven gebunkert (die nicht den amerikanern gehören ) wären wir mit diesen reserven ganz schnell durch und hätten dann wieder das gleiche problem. es führt kein weg dran vorbei die alternativen müssen vom stapel laufen und zwar multo rapido ...

wenn die amerikaner ernsthaft glauben, dass es ihnen was bringt, wenn sie am längsten mit öl ausharren :lol: dann können sie einem eigentlich leid tun...

ich sehs schon kommen am schluss haben sie dann die alternativen verschlafen und flippen komplett aus...
 

trashy

Großer Auserwählter
19. Mai 2002
1.781
trashy schrieb:
Der russ. Ölförder Yukos scheint von der russ. Regierung gerettet wroden zu sein, so zumindestens den Kommentaren von Putin.

offensichtlich doch nciht ... nun untersagt ihm die russ. Regierung die Förderung von Öl:

Das Schicksal des angeschlagenen russischen Ölkonzern Yukos scheint endgültig besiegelt. Die russische Regierung untersagte dem Unternehmen, seiner ureigensten Tätigkeit nachzugehen: der Förderung und dem Verkauf von Rohöl.
http://www.ftd.de/ub/in/1090650097948.html?nv=hpm

Ein_Liberaler auf Seite 9 schrieb:
Wieso sollte das Yukosöl "wegfallen"? Wem auch immer die Ölquelle gehört, er wird damit Geld verdienen wollen.

und damit wird nun kein geld verdient! :wink:
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
trashy schrieb:
trashy schrieb:
Der russ. Ölförder Yukos scheint von der russ. Regierung gerettet wroden zu sein, so zumindestens den Kommentaren von Putin.

offensichtlich doch nciht ... nun untersagt ihm die russ. Regierung die Förderung von Öl:

Das Schicksal des angeschlagenen russischen Ölkonzern Yukos scheint endgültig besiegelt. Die russische Regierung untersagte dem Unternehmen, seiner ureigensten Tätigkeit nachzugehen: der Förderung und dem Verkauf von Rohöl.
http://www.ftd.de/ub/in/1090650097948.html?nv=hpm

Ein_Liberaler auf Seite 9 schrieb:
Wieso sollte das Yukosöl "wegfallen"? Wem auch immer die Ölquelle gehört, er wird damit Geld verdienen wollen.

und damit wird nun kein geld verdient! :wink:

Wie lange wohl?

Und noch ein paar Antworten, die ich schon länger schuldig bin:

Zitat Trasher:

Ok, ich denke aber, dass der Grundgedanke rübergekommen ist. Im System Angebot vs. Nachfrage gehen Nachwirkungen meist völlig unter.
Tropenholz, ok. Soundsoviel für den Waldarbeiter, soundsoviel für die Spedition, soundsoviel für den Zwischenhändler. Dass damit ein ganzer Biotop ausgerottet wird, daran denkt keiner. Nachhaltigkeit ist ein Fremdwort, solange Angebot und Nachfrage stimmen.

Ja, wenn das Biotop niemandem gehört. Bei Privatwald sieht das meistens ganz anders aus.


Ja ja, die ehrenhaften Industriellen, die der dritten Welt eine Perspektive verschaffen...
Dazu passt dieses Bild ganz gut:

Das Bild paßt eher zur Entwicklungshilfe. Industrielle verschenken nichts, jedenfalls nichts von Berufs wegen. Sie handeln.

Weißt du, wieviel Prozent des Kaufpreises einer Banane an die Plantage gehen? Nichts, in Relation zur Handelsspanne der Groß- und Einzelhändler.
Aus purer Habgier werden die Drittweltstaaten auch weiterhin am Hungertuch nagen.

Warum stellen sie die Bananenproduktion dann nicht ein? Weil sie immer noch mehr einbringt als die Alternativen?

Ökoprodukte verkaufen sich gut, obwohl sie im allgemeinen teurer sind. Bei der Nachfrage spielt auch Qualität eine etscheidende Rolle.
Ich zumindest bin bereit, für manche Dinge mehr zu bezahlen, wenn die Qualität stimmt. Insofern stimmt das Argument mit der sinkenden Nachfrage nur bedingt.

Natürlich. Und dann gibt es noch unelastische Nachfragen. Aber es geht ja um gleichbleibende Qualität und Luxusgüter.

Angebot und Nachfrage, alles ganz einfach.
Dass um das schwarze Gold unzählige Kriege geführt wurden und werden, tausende Menschen sterben und in den Fördergebieten wie auch an weltweiten Küsten massivste Umweltzerstörungen stattfinden, das kümmert den Kapitalisten wenig. Hauptsache er bekommt sein billiges Öl.

Mich kümmert das schon. Kriege kosten mehr Geld, als sie einbringen und sollten unter allen Umständen vermieden werden. Die Kosten einer Ölpest gehören den Verursachern aufgebrummt, nicht dem betroffenen Volk, dann lohnen sich auch doppelwandige Tanker. Die Verseuchung eines Stücks arabischer Wüste oder sibirischer Taiga ist dagegen eventuell hinnehmbar. Davon gibt es viel.

Zitat forcemagick:

der kapitalismus hat saubere, umweltschonende autos hervorgebracht? *brüll* ... ganz im gegenteil... umweltschonende technologien wurden erfunden

Im kapitalistischen Weltteil.

und die industrie hat diese technologien zu einem guten teil aufgekauft um zu verhindern, dass sich solche technologien durchsetzen...

Beispiele? Übrigens ein fabelhaftes Argument gegen Patente.

dass endlich mal autos erforscht werden, die weniger sprit verbrauchen, bzw. ohne fosilen brennstof auskommen klarkommen ist folge des jahrzehnte anhaltenden wahnsinns der uns resourcen verbraten ließ, als hätten wir grad nacht im denkkasten...

jetzt gehen uns die resourcen aus.. weg.. für immer... auf dem planeten nicht mehr zu haben für kein geld der welt.. ja der zeitpunkt ist welthistorisch gesehen ganz ganz nah... ( bedenke wie lange das römische reich bestand hatte... ) ... na da wirds aber langsam mal zeit ne alternative zu finden würd ich sagen... wir hätten vor zehn jahren schon umsteigen können...

Das Zauberwort lautet: welthistorisch. Wieviel technischen Fortschritt gab es im römischen Reich und wieviel in den letzten hundert Jahren? Und was ist schlimm am Ölmangel, wenn wir Alternativen finden? Wird es eine solche Katastrophe wie mit dem Kupfermangel?


windenergie zu nutzen ist keine idee die der kapitalismus hervorgebracht hat... der staat hat das mehr oder wenige erzwungen...

Windenergie wurde immer schon genutzt. Sie ist inzwischen nicht mehr wirtschaftlich. Windräder machen kein fossiles Kraftwerk überflüssig - die müssen unter Betriebstemperatur, aber ohne Strom zu produzieren, parat stehen, falls der wind einschläft. Die sinnloseste denkbare Verschwendung.

die lobby der industriellen ( alles stramme kapitalisten die für genug knete jeden töten würden , der sich ihnen in den weg stellt viel muss man einem industrikapitän bieten bis er in die von ihm hergestellten lebensmittel rattengift mischt? 60 zusätzliche cent gewinn pro verkaufter einheit? wieviel muss man einem strammen kapitalisten bieten bis er verseuchte babynahrung wissentlich verkauft?
was ist ein mensch wert? wiviel muss rausspringen damit kranke schafe geschreddert werden und an rindviecher verfüttert werden, ab wie viel euro kommen dioxine und metalspähne ins mastfutter der schweine? wie viel muss rausspringen, dass ein sicherheitssystem im flugzeug nicht eingebaut wird? ) hätte es sicherlich gerne anders... egal wenn ein kernkraftwerk hochgeht.. die scheiß verstrahlten werden schon lang genug leben, dass man ihnen noch ne mullbinde mehr verkaufen kann

Unternehmer sind also Verbrecher. Sie sind nicht daran interessiert, daß ihre Kunden am Leben bleiben und noch eine zweite Dose Babynahrung kaufen. Wundert mich tatsächlich, wie wenig bei uns passiert. Eigentlich müßte Deutschland entvölkert sein.


her mit der niere.. da ist bedarf

Man hat zwei davon. Ich hielte es wirklich für vernünftig, wenn man auch Fremden eine abtreten dürfte, nicht nur nahen Verwandten. Wenn man Geld dafür bekommt, umso besser. Man könnte es so regeln, daß weiter eine Warteliste geführt wird, und nicht der Käufer die Niere bekommt, sondern wer auch immer zuoberst auf der Liste steht. Der Käufer würde nur einen Platz nach oben rutschen.
 

trashy

Großer Auserwählter
19. Mai 2002
1.781
Ein_Liberaler schrieb:
trashy schrieb:
trashy schrieb:
Der russ. Ölförder Yukos scheint von der russ. Regierung gerettet wroden zu sein, so zumindestens den Kommentaren von Putin.

offensichtlich doch nciht ... nun untersagt ihm die russ. Regierung die Förderung von Öl:

Das Schicksal des angeschlagenen russischen Ölkonzern Yukos scheint endgültig besiegelt. Die russische Regierung untersagte dem Unternehmen, seiner ureigensten Tätigkeit nachzugehen: der Förderung und dem Verkauf von Rohöl.
http://www.ftd.de/ub/in/1090650097948.html?nv=hpm

Ein_Liberaler auf Seite 9 schrieb:
Wieso sollte das Yukosöl "wegfallen"? Wem auch immer die Ölquelle gehört, er wird damit Geld verdienen wollen.

und damit wird nun kein geld verdient! :wink:

Wie lange wohl?

Sicherlich! Aber dieses kurzfristige Druckmittel der russischen Regierung hat an seine Wirkung gezeigt - der Barrel ist aufgrund der Meldung bezüglich Yukos gewaltig in die Höhe ... siehe hierzu Artikel Höchster Ölpreis seit 21 Jahren

Die russische Regierung hat offensichtlich ihr Verbot wieder aufgehoben:

Für leichte Entspannung am Ölmarkt sorgt die russische Regierung, die den Verkaufsstopp für Yukos-Öl wieder aufhebt. Da die Opec-Staaten bereits am Limit fördern, können sie einen Produktionsausfall bei Yukos kaum auffangen: Die Organisation zeigt sich "besorgt".
lik: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,310867,00.html
 

trashy

Großer Auserwählter
19. Mai 2002
1.781
Und das Drama um Yukos-Öl geht weiter ...


JUKOS-SCHOCK

Ölpreis erreicht neues Rekordhoch

Der Ölpreis ist im asiatischen Handel auf neue Rekordstände gestiegen. Insbesondere die unklare Situation des russischen Ölkonzerns Jukos treibt nach Händlerangaben die Kurse.

Singapur - Der Preis für Rohöl der Sorte Light Sweet Crude, zur Septemberauslieferung, lag im elektronischen Handel des New Yorker Warenterminmarktes Nymex bei 44,73 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Der Schlusskurs im offiziellen Handel in New York hatte noch bei 44,41 Dollar gelegen.

Die russische Justiz hat mit der Widerrufung einer Anordnung zur Freigabe von Konten des angeschlagenen russischen Ölkonzerns Jukos den Ölpreis weiter nach oben getrieben. Am Mittwoch hatte eine Gerichtsvollzieherin dem Jukos-Konzern mitgeteilt, das dessen Konten für das operative Geschäft wieder freigegeben seien. Beobachter befürchten, dass der Konzern möglicherweise in Kürze seine Förderung einstellen muss.
link: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,311761,00.html
 

trashy

Großer Auserwählter
19. Mai 2002
1.781
schon unglaublich die ganze Yukosgeschichte ... muß man sich mal vorstellen, Yukos schuldet dem russischen Staat um die 3,5 Milliarden Dollar, im Vergleich zu dem Schaden, welcher durch den ganzen Yukoswirbel national (russisch) und international angerichtet wird sind das Peanuts.

allein die deutschen Chemieindustrie rechnet mit Verlusten in Höhe von 3 Milliarden Dollar, von den Folgen für die dt. Konjunktur oder gar der weltweiten konjunktur gnaz zu schweigen.
CHEMIEINDUSTRIE

Ölpreis-Schock verursacht Milliardenverluste

Die Rekord-Ölpreise werden nach Berechnung der Chemie-Arbeitgeber ein Milliardenloch in die Kassen der deutschen Chemieunternehmen reißen. Bis zu drei Milliarden Dollar könnten der Branche verloren gehen.
link: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,311853,00.html

Müßte doch im internationalem Interesse (OECD; UNO; EU; NAFTA etc.)liegen, das die Yukosgeschichte schnellstens für alle Seiten positiv ausgestanden wird.

Versteh die russische Wirtsschaftspolitik nicht ganz - von der internationalen Gemeinschaft ganz zu schweigen.
 

trashy

Großer Auserwählter
19. Mai 2002
1.781
sooooooooooo - und wieder ne Blamage mehr für Eichel & Co.!

Nachdem die gestiegene Tabaksteuer weniger Einnahmen verursachte (siehe Höhere Tabaksteuer bringt weniger Steuereinnahmen )ist nun auch die Mineralölsteuer/Ökosteuer und der gestiegene Ölpreis schuld für folgendes:

Berlin/Leipzig. Der hohe Ölpreis sorgt für neue Löcher im Bundesetat. Die Einnahmen durch die Mineralölsteuer brachen im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 Prozent ein. Laut dem Finanzministerium würden die Deutschen insgesamt weniger Auto fahren. Automobilverbände und Mineralölindustrie sehen dagegen den zunehmenden Tanktourismus und den Trend zum Diesel als Ursachen des Steuerrückgangs.

Die Einnahmen aus der Spritabgabe lagen nach Angaben des Finanzministeriums in den ersten sechs Monaten bei 18,41 Milliarden Euro und gingen damit im Vergleich zum ersten Halbjahr 2003 um vier Prozent zurück. Für den Bundesetat ergab sich ein Minus von 777 Millionen Euro. Der Rückgang im Juli war der höchste in diesem Jahr. Ebenso sanken die Einnahmen im März, April und Juni. Im Februar und im Mai wurde jedoch mehr eingenommen als noch vor einem Jahr.

Das Finanzressort nennt den sinkenden Spritverbrauch als Grund für den Juli-Einbruch. "Die jüngste Ölpreissteigerung hinterlässt offenbar Spuren", hieß es bei der Vorstellung des Etatmonatsberichtes. Der Anstieg scheint tatsächlich ungebremst: In den USA erreichte der Ölpreis gestern mit 47,86 US-Dollar pro Fass Rekordniveau. Auch das Opec-Rohöl war mit 42,07 US-Dollar teurer als je zuvor.

link: http://www.lvz-online.de/lvz-heute/136724.html
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
Wie jedermann selbst überprüfen kann, gibt es entlang der polnischen Grenze auf einem einige Kilometer breiten Streifen keine Tankstellen mehr. Ich habe mich gewundert, wie weit ein Golf auf Reserve noch kommt... Dieses Tankstellensterben ist selbstverständlich eine Folge des Tanktourismus, den jede Steuer- oder Benzinpreiserhöhung noch anheizt. Der Regierung ist das keineswegs unbekannt - aus keinem anderen Grund geisterten vor einiger Zeit Pläne durch die Medien, die KFZ-Steuer anzuheben, der man im Gegensatz zur Mineralölsteuer kaum entkommen kann.

Ob sie den Bogen jetzt langsam überspannt haben? Ich bezweifle es. So schlecht wie den Schweden geht es uns noch lange nicht.
 
Ähnliche Beiträge

Ähnliche Beiträge

Oben Unten