Die 10Plagen Gottes

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ChAoS

Lehrling
16. Juli 2003
4
hab bei kabel 1 gestern (heute morgen als ich nit shclafen konnte^^) ne reportage gesehn..sehr interesant..was haltet ihr davon?nehmt euch ruhig zeit zum lesen-lohnt sich meiner meinung nahc

also:

Bei der ersten Plage wurde das Wasser des Nils in Blut verwandelt (2. Mose 7, 17-25). Die wahrscheinlichste Erklärung dafür, dass der Fluss giftig und rot wurde, ist eine einzellige Süßwasseralge namens Pfiesteria, die Nervengifte absondert und eine Erscheinung verursacht, die heute Rote Flut genannt wird. Wie dieser Name schon vermuten lässt, enthalten einige dieser Algen, die Fische lähmen können und ihr Fleisch zerfressen, einen roten Farbstoff. Zusammen mit dem Blut der sterbenden Fische könnte dieser den Fluss rot gefärbt haben, schlossen die beiden Wissenschaftler. Für die Umwelt hätte das bedeutet, dass ein empfindliches Ökosystem in ein katastrophales Ungleichgewicht gekippt wäre.

Die zweite Plage war eine Explosion der Froschpopulation (2. Mose 7, 26 – 8, 11). Die Forscher stellten die These auf, ein massenhaftes Fischsterben hätte den Froschlaich von seinen natürlichen Feinden befreit und eine unmäßige Vermehrung der Frösche zur Folge gehabt. Sie argumentierten, die Frösche müssten aus dem giftigen Flusswasser geflohen und in riesigen Massen an Land gewandert sein, wo sie dann starben, verwesten und den großen Gestank verbreiteten, den die Bibel beschreibt (2. Mose 8, 10). Darüber hinaus schienen Kröten der Gattung Bufo den biblischen Angaben überzeugend zu entsprechen. Sie sind weit verbreitet, enorm fruchtbar und werden von Licht- und Wärmequellen angezogen (2. Mose 7, 28).

Die nächste Plage waren Läuse oder, in manchen Übersetzungen, Stechmücken (2. Mose 8, 12-15). Nachdem die Froschpopulation ausgestorben war, hätte sich die Insektenpopulation frei vermehren können, ohne von ihren natürlichen Feinden dezimiert zu werden. Die nach den biblischen Angaben wahrscheinlichste Möglichkeit , dass das verursachende Insekt die Culicoides canithorax war, eine Stechmücke, die zunehmend mit Virusinfektionen bei Tieren und Menschen in Verbindung gebracht wird.

Hierauf folgte eine massive Fliegenplage (2. Mose 8, 16-28). Natürlich waren all die toten Fische und verwesenden Frösche, die in der Sonne Ägyptens herumlagen, ein „Geschenk des Himmels” für Fliegen. Als wahrscheinlichen Verursacher ermittelten die Epidemiologen die Gemeine Stechfliege: Sie kann große Schwärme bilden, und ihre Stiche hinterlassen offene Wunden, die das Opfer der Gefahr von Sekundärinfektionen aussetzen.

Die fünfte Plage war eine katastrophale Viehseuche (2. Mose 9, 1-7). Marr und Malloy kamen zu dem Schluss, dass diese „Pest” epizootisch war und nur Tiere, aber nicht Menschen befiel. Zwei bekannte Viren dieses Typs, die die Afrikanische Pferdestaupe und Blauzungenkrankheit verursachen, werden von der Stechmücke Culicoides übertragen und befallen Pferde, Maultiere, Esel, Rinder, Schafe und Ziegen. Von den in der Bibel aufgezählten Tierarten wären so alle außer dem Kamel betroffen gewesen. Zudem ist die Flugfähigkeit der Culicoides sehr schwach, so dass Herden außerhalb des normalen Verbreitungsgebiets des Insekts – zum Beispiel im Land Gosen – durchaus verschont geblieben sein könnten.

Als Nächstes kam ein verheerender Ausbruch der Blattern (2. Mose 9, 8-12). Es ist nicht allzu schwer, sich vorzustellen, dass bei Menschen und Tieren inmitten all dieser stechenden Insekten und Krankheitsüberträger Hautausschläge wie Blattern ausbrachen. Die Forscher meinten, das Bakterium Pseudomonas mallei sei wahrscheinlich verantwortlich für diese sechste Plage. Es verursacht eine sehr ansteckende Infektion, die durch die Luft und durch Fliegenstiche übertragen werden kann. Sie befällt sowohl Tiere als auch Menschen; die Lymphknoten schwellen an und eitern – diese Krankheit heißt Rotz oder Malleus. Die Studie kam zu dem Schluss, der wahrscheinlichste Überträger des Bakteriums sei wiederum die gemeine Stechfliege gewesen.

Die siebte Plage war ein Hagelunwetter von beispielloser Stärke (2. Mose 9, 18-26). Marr und Malloy(Wissenschaftler) kommentierten, dass nach den sechs vorausgegangenen Plagen auch noch ein verheerender Hagel folgte, müsse zumindest ein grausamer Zufall gewesen sein. Er machte alles noch schlimmer, und seine Folgen müssen verheerend gewesen sein. In unserer Zeit hat es Hagelkörner von bis zu 13 cm Durchmesser gegeben, und einige Hagelunwetter haben eine Eisschicht von einem Meter Höhe hinterlassen. Ein ähnliches Unwetter könnte den Ägyptern all die Schäden zugefügt haben, von denen die Bibel berichtet, und Menschen und Tiere getötet haben, die es im Freien überraschte.

Nun kamen Wolken von Heuschrecken, wie sie in Ägypten nie zuvor (und auch nie danach) gesehen wurden (2. Mose 10, 3-15). Die beiden Forscher erklärten, der wahrscheinliche Verursacher dieser Plage sei die Wüstenheuschrecke Schistocerca gregaria. Sie kann riesige Schwärme bilden und die gesamte Vegetation auf ihrem Weg kahl fressen. Tatsächlich kann ein Schwarm von einer Quadratmeile [2,59 km2] Ausdehnung aus bis zu 200 Millionen Heuschrecken bestehen. Der größte bekannte Schwarm war 1036 km2 groß und bestand aus schätzungsweise 40 Milliarden Insekten. Je nach den Windverhältnissen kann ein Schwarm täglich von einigen Kilometern bis zu Hunderten von Kilometern zurücklegen.

Die vorletzte Plage war eine dichte Finsternis, die sich über das Land legte (2. Mose 10, 21-26). Die Forscher meinten, ein Chamsin hätte sie bewirken können – ein heißer Südwind aus der Sahara, der heftige Sandstürme verursacht. Marr und Malloy merkten an, dass solche Stürme gewöhnlich drei bis vier Tage dauern, ganze Häuser unter feinem Sand begraben und die Sonne mit einem dunklen Staubnebel verdecken (2. Mose 10, 22-23). Dann hätten Sandverwehungen die Haustüren blockiert, sodass niemand ins Freie konnte. Es ist auch bekannt, dass die schlimmsten dieser Stürme im März wüten – etwa um die Jahreszeit, in der die neunte Plage gekommen sein müsste.

Die größte Herausforderung für die Forscher bestand wohl darin, eine rationale Erklärung für die zehnte und letzte Plage zu finden, bei der die Erstgeborenen starben (2. Mose 11, 4-8; 12, 29-30). Sie kamen schließlich zu der Ansicht, dass wahrscheinlich Pilzgifte die Ursache waren. Diese, so meinten sie, könnten von Heuschreckenkot auf feuchtem Getreide gestammt haben, das die Ägypter retten konnten. Die Pilze könnten sich in dem feuchten, fauligen Milieu der sandbedeckten Getreidespeicher vermehrt haben. Der Schimmelpilz Stachybotrys atra bildet ein solches Gift, die sogenannten makrozyklischen tricothecene. Eine Vergiftung äußert sich bei Tieren und Menschen mit schweren inneren Blutungen in den Lungen und im Verdauungstrakt und führt zu einem plötzlichen Tod. Dafür hätte eine geringe Menge des Giftes ausgereicht.

Marr und Malloy spekulierten, die Tiere, die zuerst gefressen hätten, seien wahrscheinlich die dominantesten gewesen – im typischen Fall die ältesten. Auch menschliche Erstgeborene wären als Erste gefüttert worden und hätten sogar doppelte Portionen erhalten. Die Pilzvergiftung hätte entweder durch Einatmen der stehenden Luft in den Kornspeichern oder durch den Verzehr von Nahrung aus verseuchtem Getreide geschehen können. Die tieferen Schichten der Getreidevorräte seien von dem an der Oberfläche wachsenden Schimmel möglicherweise nicht befallen gewesen, sodass Menschen und Tiere, die später aßen, verschont blieben.
 

HaZZe

Geselle
17. November 2003
40
sehr interresant, doch meiner anmaßung nach ein bisschen weit hergeholt diese thesen.
heuschrecken in der sahara, in diesem ausmaß?
geht nicht. diese bestimmte art, die in der sahara haust, bildet nur kleienere verbände.

Pilzplagen bei äußerst trockener luft?
schon mal schimmel im mehl gehabt, das im hochsommer am strand kliegt?

sturm mit hagel?
zur regenzeit ist ein starker regen zwar möglich, doch hagel entsteht nur wenn 2 luftschichten(heiß-kalt) aufeinander treffen.
die ist aufgrund der starken ostwinde nicht möglich.

viehseuche?

meiner meineung nach unwahrscheinlich, da ein derartiges virus wie mks nur in bestimmten temperaturrahmen überleben können ( 26-32 C°)

und, deine alge, die wie du meinst rot war und alle fische tötete, kann es in den gewässern garnicht gegeben haben. diese von dir beschriebene alge kommt aus dem atlantik, südpazifk und hätte garkeine nahrung mehr, wenn sie alle fische getötet hätte. und warum sterben die fische aber die frösche nicht? der leich wird doch genauso vergiftet!

für mich mal wieder eine von den massenmedien aufgestellte spekulation, in der mehr lügen als wahrheiten stecken und mich ppersöhnlich nur verwirren......
aber trotzdem interresant.......... :roll:
 

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