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die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

havoc6000

Geheimer Meister
4. Mai 2008
122
Das Bestreben vieler, Sozialabgaben oder lästige Steuern durch Schlupflöcher zu umgehen, ist mittlerweile alltäglich. Mal arbeiten manche unter der Hand nach dem Motto: "Unter dem Tisch gibt es auch eine Küche", oder mogeln sich mit Steuer-Tricks durch. Der Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben dabei verschiedene Überlebenstechniken entwickelt - legal oder illegal.

Mancher Einfallspinsel, der auf 400 Euro-Basis beschäftigt ist, arbeitet statt den vorgegebenen 12,5 Stunden in der Woche einfach ein wenig mehr, so ungefähr den Stundenstatz eines Volltagsbeschäftigten.
Macht nichts, solange Arbeitnehmer und Arbeitgeber Hand in Hand arbeiten, ist der Nachweis von Schwarzarbeit unmöglich. Schließlich profitieren beide von dem Pakt, den sie geschlossen haben; der eine kriegt es bar auf die Kralle, der andere muss keinerlei Abgaben an den Staat liefern. Nur zu schade, dass in die Rentenkasse des Arbeiters keinen müden Cent einfließt.

Oder nehmen wir den Arbeitgeber: Die Devise der Unternehmer, insbesondere der Mittelständigen lautet "Untermieter statt Angestellte".

Bestes Beispiel sind die kleinen Friseuseläden, in denen Maniküre oder Massagen nebenbei angeboten werden. Dabei beteiligen sich hin und wieder drei Unternehmerinnen, die unter einem Dach hantieren. Niemand wird eingestellt, die Arbeit machen bereits die Chefinnen persönlich. Denn sonst wären Stundenlöhne und Sozialabgaben fällig.

Diese Symbiosen bzw. Nutzgemeinschaften der Kleinunternehmer mit Gleichgesinnten schießen wie Pilze aus dem Boden.

Es gibt viele Tricks, die manchmal faul sind, aber eine Anregung zum Nachdenken geben, wieso die Protagonisten unserer Wirtschaft so tief sinken müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Noha

Großmeister
11. Juni 2006
63
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

Also wenn das größtes Problem bei dem kapitalistischen System wäre das Leute die € 400,-- für 12,5 Stunden bekommen (ca. € 7,-- Stundenlohn) oder 3 Frauen die sich ein Friseur/Schönheits- Salon zusammen finanzieren (sind ja auch Bereiche wo man richtig reich wird). Solltest du mal in dich gehen und Fragen woher dein Neid auf die kleinen kommt. Jemand der nur diese Möglichkeit hat das System so zu überlisten damit er genug zum überleben hat hier als Schmarotzer des Systems hinzustellen finde ich eigentlich eine Frechheit.
Schau mal wer Milliarden aus dem System abzieht, wer um das zigfache wie der normale Arbeiter/Angestellte verdient, wo Milliarden in Steuerparadiesen geparkt werden, wo Bilanzen so geschrieben werden damit ja keine Steuer bezahlt wird…
Also jemand der Hart IV bekommt und versucht noch irgendwie ein paar Euro zu verdienen und das eventuell am Staat vorbei ist sicher nicht an dem Problemen schuld den im Grunde ist er auch nur ein Produkt des kapitalistischen Systems. Wenn geht es darum den Reichtum dort abzuschöpfen wo er entsteht und nicht denen noch mehr wegzunehmen die den Monatsletzten herbeisehnen um wieder ein wenig Geld zur Verfügung zu haben.
Dieses Billige, auf den noch schwächeren zu Trampeln, weil man selber nicht genug Mut hat sich gegen die Großen zu stellen ist so was von erbärmlich. Das sind Einstellung die es leicht machen an sterbenden verächtlich vorbeizugehen. Solche Einstellungen lassen den Mächtigen nur den Raum den sie brauchen und wenn man Pech hat müssen dann Millionen die Perversionen einiger weniger ausbaden (siehe 3 Reich usw.).

Also ich hoffe du überdenkst das Ganze noch mal...

...und wenn du schon die tief sinkenden Protagonisten dingfest machen willst dann fang bei denen an die Milliarden verdienen und nicht bei denen die ihre Euros am ende des Monats an einer Hand abzählen können.

so well, peace
 

havoc6000

Geheimer Meister
4. Mai 2008
122
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

"Solltest du mal in dich gehen und Fragen woher dein Neid auf die kleinen kommt".

Was ist das für eine Aussage??? Wie kann man auf die Kleinunternehmer oder HartzIV-Empfänger neidisch sein??? Was hat dies mit dem Thema zu tun???



"Jemand der nur diese Möglichkeit hat das System so zu überlisten damit er genug zum überleben hat hier als Schmarotzer des Systems hinzustellen finde ich eigentlich eine Frechheit."


Ich habe keineswegs irgendjemand als Schmarotzer higestellt. Du hast dir meinen Text nicht ganz durchgelesen oder verstanden. Zuerst schilderte ich, inwiefern mancher versucht, Sozialagaben und sonstige zu umgehen. Und im letzten Satz stellte ich eine Frage, wieso die Protagonisten unserer Wirtschaft so tief sinken müssen, was ohne weiteres als Plädoyer für den kleinen Mann verstanden werden kann. Warum kommt es überhaupt zur der Situation, dass man schon kriminell werden muss, um überhaupt in Deutschland überleben zu können. Und Schwarzarbeit ist kriminell!!!!


"Schau mal wer Milliarden aus dem System abzieht, wer um das zigfache wie der normale Arbeiter/Angestellte verdient, wo Milliarden in Steuerparadiesen geparkt werden, wo Bilanzen so geschrieben werden damit ja keine Steuer bezahlt wird…
Also jemand der Hart IV bekommt und versucht noch irgendwie ein paar Euro zu verdienen und das eventuell am Staat vorbei ist sicher nicht an dem Problemen schuld den im Grunde ist er auch nur ein Produkt des kapitalistischen Systems. Wenn geht es darum den Reichtum dort abzuschöpfen wo er entsteht und nicht denen noch mehr wegzunehmen die den Monatsletzten herbeisehnen um wieder ein wenig Geld zur Verfügung zu haben.
Dieses Billige, auf den noch schwächeren zu Trampeln, weil man selber nicht genug Mut hat sich gegen die Großen zu stellen ist so was von erbärmlich. Das sind Einstellung die es leicht machen an sterbenden verächtlich vorbeizugehen. Solche Einstellungen lassen den Mächtigen nur den Raum den sie brauchen und wenn man Pech hat müssen dann Millionen die Perversionen einiger weniger ausbaden (siehe 3 Reich usw.)."

Wie gesagt, den kompletten Text hast du missverstanden...außerdem ist es leicht zu sagen, die Reichen wären an allem dran Schuld. Dein Statement klingt ein wenig anti-kapitalistisch. Es wird immer reiche Menschen geben und ich gönne ihnen den Reichtum. Ich denke, an der ganzen Misere ist Agenda 2010 Schuld. Die Regierung behauptet, mehr Arbeitsplätze geschaffen zu haben. Die Arbeitslosenzahl ist zwar gesunken, aber die Anzahl der Minijobber ist berächtlich gestiegen. Die vorhandenen Jobs wurden in zwei geteilt (feste Einstellung = zwei Minijobber). Der Teufel liegt bekanntlich im Detail. Wie viele Kommunen, Dörfer oder Großstädte vergeuden ihr Geld mit Projekten. Ich kann dir davonien Lied singen. Bevor ich nach Frankfurt zog, lebte ich in einer Mittelstadt, weder Stadt noch Dorf. Dort kam es jahrelang zur Verschwendung von Steuergeldern. Ein Schwimmbad wurde gebaut, ein Millionen-Porjekt, dass fertiggestellt wurde, aber niemals zur Benutzung frei stand. Warum, weil man festelllte, dass die übrigen Schwimmbäder in den umliegenden Städten die Nachfrage bereits deckten. Schlamperei!!!


"Also ich hoffe du überdenkst das Ganze noch mal..."

Nein danke!!!
 
Zuletzt bearbeitet:

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.698
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

Es gab mal eine Zeit, da war in den USA Sklavenbefreiung kriminell... Oder waren etwa die Gesetze kriminell?
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.054
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

Ich habe keineswegs irgendjemand als Schmarotzer higestellt.
Und Schwarzarbeit ist kriminell!!!!
So so, was wolltest Du denn dann mit Deinem Beitrag ausdrücken???:gruebel::gruebel:

havoc6000 schrieb:
Wie gesagt, den kompletten Text hast du missverstanden...
Habe Deinen Text genauso verstanden wie Noha, da Du ja Deine Meinung unmissverständlich formuliert hastt!
Seltsam nur, daß es meist erst dann zu angeblichen Missverständnissen kommt, wenn man kritisiert wird!
Wenn ich schon einen Standpunkt vertrete und dazu Kommentare texte, vertrete ich ihn auch dann, wenn ich auf gegenteilige Ansichten stosse...
Schwach, wenn man dann plötzlich auf "falsch verstanden" macht, kann ich nur sagen...!!!o_O
 

havoc6000

Geheimer Meister
4. Mai 2008
122
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

Dass es Menschen gibt, die unter der Hand arbeiten, ist mittlerweile bekannt. Das ist keine Anschuldigung, sondern reine Tatsache. Und das Schwarzarbeit kriminell ist, sollte derweil bei jedem Bürger angekommen sein.
Ich plädierte ebenso wenig für die Arbeitgeber, als für die Arbeitnehmer.
Die "Kapitalisten" habe ich ebenso an den Pranger gestellt, diesmal mit der kleineren Version "Kleinunternehmen". Diese nutzen ebenso die Schlupflöcher, die ihnen Agenda 2010 geöffnet hat.

Und hier kommen wir zu einer neuen Anregung: Wieso kann manch Unternehmen expandieren, wenn es seinen Mitarbeitern Lohnkürzungen ankündigt oder nur zu Niedriglöhnen beschäftigt, wenn dies mit dem vermeindlich ausbleibenden Gewinn begründet wird?
Bei Expansion muss das Unternehmen zuvor Gewinn geschäffelt haben oder ein Kredit aufgenommen haben. Das Kapital kommt nicht von ungefähr.

Als ich beim Bäcker nebenan als Aushilfe gearbeitet habe, um mein Taschengeld aufzubessern, schnupperte ich zum ersten Mal die Luft der "rauen Arbeitswelt". Zu 400 Euro-Basis eingestellt musste ich schnell feststellen, dass in der Filiale nur 400-Euro-Jobber arbeiteten. Darunter diejenigen, die ihren Lebensunterhalt damit bestritten. Gleichzeitig hörte ich von Bekannten, die den Besitzer kannten, dass er demnächst weitere Filialen eröffnen wolle. Statt ein paar Angestellte zum festen Tariflohn einzustellen, wurden Sozialbeiträge eingespart. Für diese Unternehmen ist es nur von Vorteil, Angestellte zu beschäftigen, die ohne Kündigungsfrist entlassen werden können. Frei nach dem Motto: " Wer mir nicht passt, den werfe ich raus".

Zur Information: Ich arbeitete dort für rund 5,50 Euro in der Stunde!!!

Und nun mein Schluss-Plädoyer: Diejenigen, die schwarz arbeiten degradieren sich selbst. Denn sie unterstützen die Unternehmen, die keinerlei Krankenversicherung für dich zahlen wollen.


Ich bereue es bis heute, dort für 5,50 Euro in der Stunde gearbeitet zu haben.

"Es gibt viele Tricks, die manchmal faul sind, aber eine Anregung zum Nachdenken geben, wieso die Protagonisten unserer Wirtschaft so tief sinken müssen."
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.698
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

Hahaha... Das mit der Schwarzarbeit geht so: Frau Iwanowitsch geht auf Steuerkarte halbtags putzen, z.B. im Krankenhaus oder in der Behörde. Da bekommt sie 7,50 die Stunde und ihre Krankenversicherung. Anschließend geht sie bei Privathaushalten schwarz putzen und bekommt glatte 13 Euro pro Stunde, brutto für netto, und noch einen Kaffee dazu.
 

havoc6000

Geheimer Meister
4. Mai 2008
122
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

Sie könnte auch halbtags arbeiten und gleichzeitig auf 400 Euro-Basis beschäftigt sein, wäre zumindest legal. Aber ich weiß, was du mit dem Beispiel ausdrücken möchtest. Für einige lohnt sich nunmal Schwarzarbeit, weil deren Löhne schon seit Jahren gedrückt werden.

Seit längerer Zeit mache ich mir Gedanken, wie Menschen um die Runden kommen sollen, die weder Berufsausbildung noch einen Schulabschluss vorweisen können. Wo werden diese Menschen in zehn Jahren stehen, wenn die Ansprüche an den Arbeitnehmer weiter wachsen. Vor ungefähr 6-7 Jahren war es außergewöhnlich, wenn man für 2 Semester im Ausland studierte, die Chancen auf dem Arbeitsmarkt waren grandios; aber mittlerweile ist es geradezu normal geworden. Es genügt nicht mehr, mehrere Sprachen zu beherrschen, das Gebot der Soft Skills zu beachten, und ein nettes Aussehen zu haben. Wer heute an die Spitze will, muss die anderen Konkurrenten mit außergewöhnlichen Fähigkeiten in den Boden stampfen können.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.698
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

Es muß ja nicht jeder an die Spitze... Gibt genug Mittelständler, die sich mit schlechtem Englisch durchschlagen, auch international, um nur mal das Beispiel mit den Sprachen aufzugreifen. Ohne Schulabschluß hat man natürlich schlechte Karten, da taugt man nur zu Arbeiten, die eigentlich Luxus sind, und wer kann sich noch Luxus leisten? Außerdem ist ein Gutteil der Schulabbrecher wahrscheinlich auch nicht fleißig und zuverlässig.
 

Aphorismus

Ritter vom Osten und Westen
22. Dezember 2004
2.466
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

Kann man eigentlich gleichzeitig gegen Steuern und für einen Nachtwächterstaat sein und dennoch Schwarzarbeit verurteilen? Wenn ja, wie geht das? :gruebel:
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.698
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

Ich glaube, das geht nicht. Oder erfordert Zwiedenk.
 

havoc6000

Geheimer Meister
4. Mai 2008
122
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

Wie soll unser Sozialstaat existieren, ganz ohne Steuereinnahmen? :gruebel:

Wenn du aus der Sichtweise der Arbeitnehmer argumentierst, wirst du feststellen, dass Schwarzarbeit für die Betroffenen ein lohnendes Geschäft ist. Das ändert trotzdem nicht, dass das Beschäftigen oder Ausüben von Schwarzarbeit gesetzlich verboten ist.

Ich bin kein Unmensch, der nicht die Situation dieser Menschen nachvollziehen kann. Gleichzeitig muss man sich eingestehen, dass die Beschäftigung jeglicher subtiler Art unfähr gegenüber Angestellten ist, deren Gehalt jeden Monat hoch versteuert wird.

Nehmen wir an, ein gewisser Herr Unknown geht schon seit Jahren der Schwarzarbeit nach. Jahrelang bezahlt er in die Rentenkassen keine Beiträge ein, Jahre, die seine Rente um einiges schmälern werden, weil er in dieser Zeitspanne offiziell arbeitslos ist. Folglich ist Schwarzarbeit nur eine Übergangslösung, aber kann die Probleme, die im hohen Alter auf dem Betreffenden zukommen werden, nicht bewältigen.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.698
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

Ich bin nicht der Ansicht, daß unser Sozialstaat im bisherigen Umfang finanzierbar oder wünschenswert ist.

Was ich mit meinem Beispiel von Frau Iwanowitsch zeigen wollte, ist, daß viele, wahrscheinlich die meisten Schwarzarbeiter zusätzlich auch versicherungspflichtig beschäftigt sind. Auch viele Handwerksbetriebe werden Rechnungen nur für einen Teil ihrer Arbeit ausstellen - steht ja kein Zöllner daneben und stoppt die Zeit.

Für die Rente macht das wenig aus. Viele, viele werden nur die Mindestrente bekommen. Wieviel Mehrarbeit ist für einen höhere Rente nötig? Schlauer, man arbeitet schwarz und schafft vom Schwarzgeld Rücklagen, oder baut sich ein Häuschen. Selbst der Staat rät dringend zu privater Altersvorsorge, warum ihn nicht beim Wort nehmen? Mit unversteuertem Geld.

Gesetzliche Verbote? Nochmal: In den USA war mal Sklavenbefreiung kriminell - oder war vielleicht dieses Gesetz kriminell?
 

havoc6000

Geheimer Meister
4. Mai 2008
122
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

Wieso zahlt der deutsche Arbeitnehmer überhaupt Steuern? lol

Nach deinem Konzept wäre es also legitim, nebenher ein wenig Schwarzgeld verdienen zu dürfen. Vergiss bitte nicht, dass Schwarzarbeit Arbeitsplätze minimiert sowie die Rechte des Arbeitgebers erheblich eischränken. Gehst du der Schwarzarbeit nach, gibt es für dich keinerlei Kündigungsschutz oder Garantie, entlohnt zu werden. Der Arbeitgeber könnte behaupten, dass du niemals bei ihm beschäftigt wurdest und schon kann er dich um deinen Lohn prellen. Du stellst dich selbst an den Pranger, wenn du ihn via Rechtsanwalt verklagen würdest.
 
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Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.698
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

Ich werde es weiterhin vermeiden, Schwarzarbeit als legitim zu bezeichnen. Ich gebe nur ein paar Denkanstöße, wie Däniken.

Schwarzarbeit schafft natürlich eher Arbeitsplätze, als welche zu vernichten. Glaubst Du, wenn alle Arbeit besteuert würde, würde noch so viel gearbeitet? Das wäre absurd. Was die rechtssicherheit angeht, tut der Staat intelligenterweise alles, um den Schwarzarbeitgeber in eine prekäre Position zu bringen. Meines Wissens kann z.B. ein Schwarzarbeiter, der im Job verunglückt, seinen Arbeitgeber in Anspruch nehmen, als ob er versichert gewesen wäre. Das wird teuer...
 

Noha

Großmeister
11. Juni 2006
63
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

Also Havoc um das klarzustellen, dein Text ist nur so zu verstehen wie du ihn geschrieben hast. Deine Beispiele Prangern nur die kleinen an.

Ich gebe dir schon recht das auch die Kleinen ihren Teil dazu beisteuern. Aber jemand der um über die Runden zu kommen Gesetzte brechen muss ist meiner Meinung einfach nicht so zur Verantwortung zu ziehen, wie Menschen die tausende Euros im Monat verdienen und dann noch alles machen um das System zu schädigen um ihren Reichtum zu vermehren. Dies dient nur mehr um deren eigenen Ego zu schmeicheln.

Was deinen Anti-kapitalistischen Vorwurf angeht muss ich dir leider sagen, dass ich kein Kommunist bin. Ich bin für eine globale kapitalistische sozial agierende Wirtschaft. Das bedeutet das es Globale Gesetze geben muss, eine starke Arbeitnehmer Vertretung, Saaten die über genug Steuern verfügen können. Nur ein Ausgleich der Kräfte kann ein Mindestmass an Gerechtigkeit liefern. Ein Ausschlag in eine der drei Richtungen führt auf kurz oder lang zum Zusammenbruch.

Der zur Zeit agierende Kapitalismus ist einfach nur schädlich für das System, er verringert das Einkommen der Massen und die Schere von arm und reich wird immer größer. Die Gefahr die hier entsteht ist viel größer als Steuerbetrug der Massen, nämlich die Hilflosigkeit sich zu wehren steigt, somit erhöhen sich die Möglichkeit noch mehr aus dem System zu pressen (sozial, wie ökologisch).
Wenn Nationalsaaten um 2-3 % im Bip steigen der Staat jedoch nur 1 % mehr Steuereinahmen hat, 80 % der Menschen über weniger Geld verfügen… wo geht dann der Gewinn hin? Ich gönne jedem seinen Reichtum wenn er ihn ehrlich, ökologisch und nachhaltig verdient. Wenn sich jemand auf den Kosten Schwächerer (z.B. der von dir genannte Bäcker) dann gönne ich ihm gar nichts.

Ich verfüge über ein leicht überdurchschnittliches Einkommen habe eine eigene Wohnung und mir bleibt am Ende des Monats genug über um mir meine Wünsche im großen und ganzen zu erfüllen. Ich profitiere noch von diesem System und sehe aber die Ungleichgewichte und bin auch gerne bereit auf was zu verzichten (z.B. habe ich mich aus ökologischen Gründen schon vor Jahren entschieden kein Auto zu besitzen). Aber der Fisch fängt am Kopf zum stinken an und da muss einiges passieren, dann werden wir auch merken das er Druck auf die kleinen geringer wird und das Leben um einiges besser und fairer.

Natürlich sind Schwarzarbeit und die Steuervergehen der "kleinen" Leute auch ein Problem, nur sollten wir uns erstmal auf die großen stürzen (Steueroasen, Erhöhung von Steuern auf Kapitaleinkünfte, globale Mindeststandards bei Arbeitrecht und Umweltschutz). Dann können wir mit den kleinen Vergehen aufräumen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.698
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

Unser System ist freilich nicht kapitalistisch, sondern sozialdemokratisch, genau wie Du es Dir wünschst, nur daß es zahlreiche unabhängige Staaten und keinen Weltstaat gibt.
 

havoc6000

Geheimer Meister
4. Mai 2008
122
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

Macht nichts, solange Arbeitnehmer und Arbeitgeber Hand in Hand arbeiten, ist der Nachweis von Schwarzarbeit unmöglich. Schließlich profitieren beide von dem Pakt, den sie geschlossen haben; der eine kriegt es bar auf die Kralle, der andere muss keinerlei Abgaben an den Staat liefern.

Analysiere das Beispiel genau und du wirst auf den Satz stoßen: "Schließlich profitieren beide von dem Pakt, den sie geschlossen haben; der eine kriegt es bar auf die Kralle, DER ANDERE MUSS KEINERLEI ABGABEN AN DEN STAAT LIEFERN". Logischerweise verstößt der Arbeitgeber ebenfalls gegen das Gesetz, was sich mit dem hiesigen Beispiel involviert habe. Dass ich den Faible habe, den "kleinen Mann vor dem Kopf zu stoßen", kann ich nicht bestätigen.

Schließlich gehöre ich selbst zu denjenigen, die nicht mit dem "goldenen Löffel im Mund" geboren wurden. Aber die Reichen in das schlechte Licht rücken zu wollen, finde ich schlicht einfältig. Sind es nicht die Sozialreformen unter Schroeder, die zur Verschärfung der Armut beitrugen?
 

Quakle

Geheimer Meister
17. März 2004
124
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

Wie soll unser Sozialstaat existieren, ganz ohne Steuereinnahmen? :gruebel:

Wenn du aus der Sichtweise der Arbeitnehmer argumentierst, wirst du feststellen, dass Schwarzarbeit für die Betroffenen ein lohnendes Geschäft ist. Das ändert trotzdem nicht, dass das Beschäftigen oder Ausüben von Schwarzarbeit gesetzlich verboten ist.

Ich bin kein Unmensch, der nicht die Situation dieser Menschen nachvollziehen kann. Gleichzeitig muss man sich eingestehen, dass die Beschäftigung jeglicher subtiler Art unfähr gegenüber Angestellten ist, deren Gehalt jeden Monat hoch versteuert wird.

Nehmen wir an, ein gewisser Herr Unknown geht schon seit Jahren der Schwarzarbeit nach. Jahrelang bezahlt er in die Rentenkassen keine Beiträge ein, Jahre, die seine Rente um einiges schmälern werden, weil er in dieser Zeitspanne offiziell arbeitslos ist. Folglich ist Schwarzarbeit nur eine Übergangslösung, aber kann die Probleme, die im hohen Alter auf dem Betreffenden zukommen werden, nicht bewältigen.

Also ich denke sogar, das man dadurch eine sehr gute Lösung der Probleme im Alter hat. Dadurch das man Schwarz abrechnet, bekommt man ja sogar mehr Geld als wie man nach Steuern hätte. Wenn man dieses Geld nun in private Rentenfonds investiert hat man später eine wesentlich höhere Rente, als man das bei der staatlichen je erwarten könnte.

Ebenfalls muss man nicht sinnlose Steuern zahlen und kann im Monat dadurch wesentlich mehr ausgeben, was natürlich die Einnahmen durch die MwSt., Tabak- und wahrscheinlich Benzinsteuer erhöhen.

Was ich ebenfalls sehr makaber finde, ist das die sogenannten "Reichen" den Sozialstaat tragen sollen, obwohl die Norm der besser verdienenden die staatlichen Angebote meidet und fast alles privat organisiert. Und ja ich weiss selber wovon ich rede, denn wenn die die Gesetzesänderung durchbekommen, gehöre ich auch zu den Menschen die Reichensteuer zahlen soll. Mal abgesehen, das nach meiner persönlichen Meinung die Steuerlast für "Besserverdiener" langsam unerträglich wird(Zuerst die Umsatzsteuer für die Beträge die mein Unternehmen Einnimmt, dann Körperschafts- und Gewerbesteuer auf die von mir Umgesetzten Beträge und zuguter letzt noch Einkommenssteuer auf das was ich mir aus meinem Betrieb auszahle(von den Beträgen, die nach den ganzen Steuern davor noch über sind) und das sollen ja jetzt für mich 45 % werden). Ich Tippe mal, das nach Umsetzung der Reichensteuer für mich von jedem verdienten Euro 5-10 % effektiv überbleiben und das finde ich gelinde gesagt :don:

Auf der anderen Seite benutze ich keine staatliche KiTa, da nach meiner ansicht diese Aufbewahrungsstätten für Kinder eine absolute Frechheit sind und man sich in privaten KiTas wesentlich besser um die Talentförderung meiner Kinder kümmert. Auch benutze ich nur die Ämter, die ich gezwungen bin zu nutzen um sinnlose Steuern loszuwerden:evil:

Natürlich, gibt es Menschen denen es nicht so gut geht wie mir, aber dafür bin ich nicht verantwortlich und was mich dann wirklich zum kochen bringt, ist der Pöbel der immer schreit, die reichen und und und...

Ich schreie doch auch nicht immer, das ich ein Leben wie ein Hartz 4 Empfänger will, weil ich dann auf der couch liegen könnte...

Sorry, bin ein wenig abgeschweift, aber dieses Thema macht mich leider rasend:evil:
 

woelffchen

Geheimer Meister
9. Dezember 2003
483
AW: die blühenden Märkte der Schwarzarbeit

es ist doch auch so:

Ich habe eine Arbeit zu machen, die ich selber nicht kann.
Std.Lohn über Firma: 35-40 Euro
Kann ich mir nicht leisten. Ein Schwarzarbeiter macht es für 15-20 Euro.
So gesehen haben jetzt beide profitiert:
ICH habe mir Geld gespart - bzw. hätte ich diese Möglichkeit nicht, wäre die Arbeit NICHT gemacht worden. Das Material muß ich ja auch noch kaufen - geht ja wohl ohne schlecht.
ER hat sich ein paar hundert Euro verdient, für die er sich dann nen Plasma-TV kauft, den er sich von seinem Netto-Lohn nicht hätte kaufen können. Also verdient der Staat (MWST) und der Verkaufer des TV´s auch wieder......

Das das ganze natürlich an den Sozialsystem vorbeigeht, ist klar.
Aber wie gesagt - die Arbeit ist zu teuer, da stimme ich überein.

Natürlich spreche ich hier in der ICH-Form, weil es leichter ist, zu beschreiben. Natürlich habe ich keine Schwarzarbeit in Auftrag gegeben....

Was ich absolut nicht dulden kann, ist, wenn Arbeiter aus Rumänien für einen Euro auf´m Bau arbeiten müssen, der Chef aber 40 Euro abrechnet, und sich so bereichert.

Der Wohlstand in den USA wird auch durch einen Großteil der illegalen Einwanderer geschaffen. In einem Bericht wurde mal erklärt, dass es der Wirtschaft wesentlich schlechter gehen würde, wenn man alle illegalen rauswerfen würde. (wie von einigen Konservativen gefordert)
 
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