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Humanismus und Aufklärung. Eine Lüge?

Sharoné

Großmeister
3. Juni 2009
65
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.674
AW: Kommt Jesus wieder?

Hi

Kannst du das auch ein bischen begründen?

Gruss Grubi
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
21.500
AW: Kommt Jesus wieder?

Die EU hat auch nicht immer recht. Und bitte - was versucht sie anders zu machen? Hab ich was verpaßt?

Ich habe die Nase langsam wirklich voll von dem unqualifizierten Gerede über den Hunger in der Welt, an dem wir angeblich schuld sein sollen, und nicht die Regierungen, die es vierzig Jahre lang mit Sozialismus versuchen, keine Infrastruktur aufbauen, die Bauern ruinieren, Kriege führen, ihre Präsidenten zu Kaisern krönen, nicht für Ordnung und Sicherheit sorgen, die Behörden zu Mafiabanden verkommen lassen und die Wirtschaftstätigkeit ihrer Untertanen behindern. Aber wir sollen schuld sein. Mehr noch, unser Wirtschaftssystem. Kann man das vielleicht mal Schritt für Schritt nachweisen? Natürlich nicht, weil es nicht so ist. Man plappert es nach, es ist allgemein bekannt. Und es ist falsch. In Kamerun, wo sie angeblich dieses schrecklichen Probleme mit unseren billigen Brathähnchen haben, hat bis vor kurzem niemand gehungert, und die derzeitigen Probleme haben einen einzigen Grund: Die explodierenden Getreidepreise, die wiederum nichts mit Marktwirtschaft zu tun haben, sondern mit Ökologismus, der jedem marktwirtschaftlichen Handeln Hohn spricht. Ob in Kaerun aber bereits jemand ver-hungert ist, das vermag ich nicht zu sagen.

Wie kann man im übrigen von Freiheit reden, und wirtschaftliche Freiheit ablehnen?

Daß sich alles ändern muß, weil Jesus das ja gesagt hat, darüber kann ich nicht mitreden. Ich bin ungläubig. Ich halte mich lieber an Fakten.

Inwiefern sind Humanismus und Aufklärung eine Lüge, liebe Sharoné?
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.057
AW: Kommt Jesus wieder?

vielleicht kommt unsere westliche Gesellschaft ohne Bahaullah zurecht, jedoch Humanismus und Aufklärung, sind wohl mit Abstand die größte Lüge der Menschheit



gruß
Sharoné

Wer Aufklärung und Humanismus als Lüge ansieht, brauch über Religion und die Bibel wohl gar nicht erst reden.....

Kannst du deine Aussage auch erklären, ist ja einfach ohne Argumente etwas einfach so als Lüge zu bezeichnen.
 

Sharoné

Großmeister
3. Juni 2009
65
AW: Kommt Jesus wieder?

Es ist mir klar das Menschen Fehler machen, sie sind eben Menschen, aber diese Genschek Gottes der freie Wille, hat viele Menschen dann Leid gebracht, denn von Verantwortung ist in die grausame Taten nicht zu sehen.

@wedernochwe

mein zitat

und ein mensch der als diener gottes fungiert wird dennoch rechenschaft über seine taten geben müssen....
denn dienerschaft entbindet nicht vor verantwortung seinen mitmenschen gegenüber

ist es nicht eher so, das der Mensch, der die grausame Tat begann, sich VOR der Tat, dazu getrieben sah, aus seiner Verantwortung gegenüber Gott und seiner eigenen Überzeugung heraus, seine Tat zu begehen?
Und ist es nichtso, weil er aus dem Glauben heraus handelte(mag er auch falsch sein),sich auch dem gegenüber zu verantworten hat, an dem er glaubte?
Kann ein Mensch, nach menschlich gemachten und von Menschen erdachten Gesetzen überhaupt geurteilt werden?
Nach dem Gesetzen des Glaubens, woraus die Tat bestand, ist der Täter an sich selbst, nicht mit humanistischen Gesetzen festzustellen, wohl aber nach den Formulierungen seines Glaubens.
Lasse ich seinen Glauben beiseite, was in einer bunten religiösen Gesellschaft, wie sie heute besteht, notwendig ist, um ein menschliches Miteinander zu garantieren, sieht die Sache anders aus.
Dann ist er nach den Gesetzen zu urteilen, die der Gesellschaft dienen und ein Miteinander oder ein neben-ein-ander gerantieren.
Und doch..lebt dieser Mensch in einem Land, welches die Religiösen Dogmen als Gesetz aufgestellt hat, wird er widerum anders beurteilt werden.
Was ist nun recht und was unrecht?
Sehe ich in das Mittelalter, erkenne ich im Namen Christus sehr viel Grausamkeit.
Aus meiner, heutigen Sicht.
Hätte ich damals unter diesen, dort herrschenden Umständen gelebt, wären sie für mich dann auch grausam? Oder hätte ich, nach meinem dann in mir bestehenden Glauben, heiliges vollbracht?
Um einen, nach heutiger Erkenntnis, Gleichklang oder eine, nach heutiger Sichtweise, Gerechtigkeit....für eine moderne aufgeschlossene Gesellschaft zu halten, sind wohl übergreifende und verbindene Gesetze notwendig.
Notwendig geworden, durch das Zusammenwachsen und das sich nähern.
Wir reden immer sehr viel von Humanität und meinen uns aufgeschlossen allem gegenüber.
Doch wie sieht dies der Gläubige, der aus eben diesen, nicht mehr seinen Glauben leben darf, weil andere der Meinung sind...dieser, sein Glaube währe gefährlich für die Gesellschaft.
Verantwortung....
Die Frage ist doch...für wem?
Ich will, ohne Namen zu nennen, auf ein Land hinweisen, in dem Religion eine sehr große Rolle spielt.
Und als Gegenüber, eine Humanitäre Gesellschaft, die darüber zu urteilen versucht.
Da gibt es die eine Seite, die das Land für sich in Anspruch nimmt.
Aus ihrer Religion heraus, ein natürliches und rechtes Unternehmen.
Dann die anderen, auch aus ihrem Glauben heraus, dagegen.
Resultat
Krieg, Terror und unendlich viel Leid.
Nun der humanistische Teil.
In meinen Augen der verlogenste.

Denn dieser meint nun, über beide urteilen zu können und zu dürfen.
Weder hat er Glauben, noch trägt er aus diesem heraus, Leidenschaft für die Streitfrage in sich.
Einzig und allein, Profit, Macht und Ansehen, treiben ihn, den dritten nun dazu....zu urteilen.
Für eben SEINE Zwecke.
Für mich nichts anders, als eine andere Religion. Die Religion des Glaubens an seine eigenen Vorteile.
Wer hat nun wahrhaft recht, und wer irrt?
Wer opfert grausam und wer duldet?
Wem gilt die Schuldfrage und wer ist das Opfer?

Ich persönlich empfinde jede Tat, die aus Fanatismus heraus getan, als abstossend und grausam.

Doch die Frage der Verantwortung...empfinde ich in diesem Fall als Last.
Denn was ist grausamer, als Humanität, in dessen Namen mehr Opfer gemacht wurden,als je zuvor.
Und was ist verlogener,als ein Menschenrecht, welches gemacht wurde, um einige weniger glücklich zu machen, auf Kosten der anderen.
Was ist grausamer,als eine Gesellschaft, die proklariert " Gott ist tot" und somit, die Verantwortung vor eben diesen Gott, von sich schiebt und dem Mensch seine ursprünglichste Quelle, versagt?
Dann haben wir die Zustände, die wir tagtäglich in den Medien sehen.
Menschen, verwirrt und verzweifelt, ihren Ursprung suchend und dabei, verbittert und oftmals tot an sich selbst, zwischen gut und böse, nicht mehr zu unterscheiden, vermögen.
Und andere, die darüber urteilen.
Warum?
Um von der eigenen Lüge abzulenken?
Um Schuldverschiebung zu betreiben im höchsten Maß?:gruebel:
Noch einmal will ich betonen, das ich gegen jede fanatische Handlungsweise bin.
Jedoch auch gegen jene fanatischen Handlungsweisen, die aus Nichtglauben heraus getan wurden.
Denn Grausam ist und bleibt Grausam.
Egal, wie man das treibende Gesetz nannte. Human oder Religiös.

Gruß
Sharoné
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.057
AW: Kommt Jesus wieder?

Hallo Sharoné

Nun der humanistische Teil.
In meinen Augen der verlogenste.
Denn dieser meint nun, über beide urteilen zu können und zu dürfen.
Weder hat er Glauben, noch trägt er aus diesem heraus, Leidenschaft für die Streitfrage in sich.
Einzig und allein, Profit, Macht und Ansehen, treiben ihn, den dritten nun dazu....zu urteilen.
Für eben SEINE Zwecke.
Für mich nichts anders, als eine andere Religion. Die Religion des Glaubens an seine eigenen Vorteile.
Wer hat nun wahrhaft recht, und wer irrt?
Wer opfert grausam und wer duldet?
Wem gilt die Schuldfrage und wer ist das Opfer?
Selten habe ich größeren Blödsinn gelesen, du weisst ja nicht einmal was Humanismus bedeutet....


Humanismus ist eine aus der abendländischen Philosophie hergeleitete Weltanschauung, die sich an den Interessen, den Werten und der Würde insbesondere des einzelnen Menschen orientiert. Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit gelten als wichtige humanistische Prinzipien menschlichen Zusammenlebens. Die eigentlichen Fragen des Humanismus sind aber: „Was ist der Mensch? Was ist sein wahres Wesen? Wie kann der Mensch dem Menschen ein Mensch sein?“
Humanismus ? Wikipedia
Das ist die klassische Definition

 

Sharoné

Großmeister
3. Juni 2009
65
AW: Kommt Jesus wieder?

Inwiefern sind Humanismus und Aufklärung eine Lüge,

Kannst du das auch ein bischen begründen?

Seht Nachrichten.
Seht die Entwicklung der Weltgeschichte, seit Einführung der Humanität?
Was hat sich verbessert und für wem?
Und wer beweint die Opfer?

Seit der Einführung der wissenschaftlich fundierten Humanität, insbesonders, der Medizin und der verbesserten Arbeitsbedingungen, haben wir Menschen es geschafft, unsere Lebensgrundlage...Planet Erde...weitesgehend unwirtlich zu machen.
Im Namen der med. Humanität, wurden so viele Todesopfer gefordert, wie nie zuvor in einem Krieg.
Im Namen der Automatisierung von verbesserungsmöglichkeiten, für den Menschen, wurden mehr psychische Erkrankungen hervorgerufen, als es je zuvor gab.
Des gleichen wurde durch die Industrialisierung, die auch im Namen der Humanität und des Menschenrechts weiterentwickelt wurde, dem Menschen seinen ursprüngliche Sinn des füreinander schaffen, genommen.
Sein Dasein wurde gestuzt auf Funktion und dessen Erfüllung.

Trotz höchster med. Kenntnisse, haben wir heute eine weltweite Gesellschaft, die erkrankt an sich selbst und mit Krankheiten beladen ist, welche nicht einzudämmen sind.
Trotz höchster Aufklärung, ging der Mensch mit seiner Gesundheit nie unverantwortlicher um, als es heute geschieht.
Sehen wir auf unsere Nahrung, unsere Genussmittel und unsere Medizin, so können wir feststellen, das wir wie Sklaven an einer Maschine hängen und voller Abhängigkeit gehorsam Dienst leisten, um uns gegebenes zu erfüllen, um das zu halten, was wir nicht brauchen.
Foltern tun wir nach wie vor, nur diesmal im Namen eines anderen Gottes.(Humanität)
Verfolgen, auch ein einträgliches Unterfangen....im Namen der Humanität.
Mord....usw.
nichts aussergwöhnliches, sehen wir TV
Grausamkeit, gereicht, wohldosiert auf DVD steril...ins heimische Wohnzimmer.
PC-Spiele....hart an der Grenze des Erträglichen, mit Geburtstagsschleifchen versehen, gereicht ins Kinderzimmer.
Ja wir haben sehr rein gewaschene Hände. Nicht mehr so schmutzig, wie unsere Vorfahren.
Diesmal sitzen wir mit Chips und Cola dabei...und sehen zu, wie man , erwähntes tut.
Doch was ist mit den Seelen der Menschen?
Wie sehr sind wir aufgeklärt dabei..sie zu zerstümmeln..bevor sie richtig zu leben begannen?
Alleine die Abtreibung....ich bin weder Gegner noch Befürworter...doch will ich sie erwähnen, da sie am deutlichsten zeigt, wie verlogen Aufklärung sein kann.
Wir morden Millionen.
Doch sie können nicht klagen.
Aufgeklärter Massenmord?
Liegt es am Ende nur an der Kunst...altes neu zu verpacken, um es als Recht darzustellen?
Wenn dies Humanität und Aufklärung sind....dann wird diese Kunst sehr gut beherrscht.

gruß
sharoné
 

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.674
AW: Kommt Jesus wieder?

Hi Sharone

Mir erschliesst es sich gerade auch nicht an welcher Stelle Humanismus der Religionsfreiheit im Wege steht, Tolaranz und Gewissensfreiheit sind doch wesentliche Bestandteile davon...
Dein Dilemma scheint mir zu sein dass Humansimus keine religiösen Aspekte beeinhaltet aber über
über Religionen urteilt...
Nun, ich finde es hilfreicher man betrachtet verschiedene Religionen aus humanistischer Sicht als wenn man eine Religion aus einer anderen Religion herraus vergleicht, das gibt doch nur Zanke...

Ausserdem behaupte ich dass die Wurzeln des Humanismus in verschiedenen Religionen zu finden sind und damit doch religiöse Aspekte beinhaltet ...

Gruss Grubi
 
Zuletzt bearbeitet:

Sharoné

Großmeister
3. Juni 2009
65
AW: Kommt Jesus wieder?

Selten habe ich größeren Blödsinn gelesen, du weisst ja nicht einmal was Humanismus bedeutet....

Humanismus ist eine aus der abendländischen Philosophie hergeleitete Weltanschauung, die sich an den Interessen, den Werten und der Würde insbesondere des einzelnen Menschen orientiert. Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit gelten als wichtige humanistische Prinzipien menschlichen Zusammenlebens. Die eigentlichen Fragen des Humanismus sind aber: „Was ist der Mensch? Was ist sein wahres Wesen? Wie kann der Mensch dem Menschen ein Mensch sein?“

Dann hast du wohl meinen Text nicht richtig gelesen .
Denn wenn dieser schön anmutende Satz, ausführbar wäre oder um zu setzen wäre...wenn dies wirklich nicht nur gut klingen, sondern auch realisierbar wäre, wie erklärst du dann die Zustände, die uns alle umgeben?
Ich redete nichts über Bedeutung...diese muten immer schön an.
Frage mal Religioneiferer...ihre Bedeutungen sind allesamt sehr schön.
Doch Bedeutungen nehmen nicht die Verantwortung vor der Durchführung, ab.
Und darin erkenne ich dann die Lüge.
Tut mir leid...doch Worte alleine, machen keine bessere Welt.

gruß
sharoné
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
21.500
AW: Kommt Jesus wieder?

Demokratie, Freiheit, Wohlstand, Gewaltenteilung, hohe Lebenserwartung, Sicherheit, Gesundheit, Rechtsstaatlichkeit usw. sind ja auch zu verachten. Im Mittelalter war alles besser, da gab es noch eine intakte Natur und ab und zu haben die Wölfe sich ein Kind geholt.
 

Sharoné

Großmeister
3. Juni 2009
65
AW: Kommt Jesus wieder?

Demokratie, Freiheit, Wohlstand, Gewaltenteilung, hohe Lebenserwartung, Sicherheit, Gesundheit, Rechtsstaatlichkeit usw. sind ja auch zu verachten. Im Mittelalter war alles besser, da gab es noch eine intakte Natur und ab und zu haben die Wölfe sich ein Kind geholt.


etwas, naja, diese Antwort ^^
Proportional zur Bevölkerung dieser Welt im Vergleich zu deinem erwähnten Mittelalter, ist der Schmerz , das menschliche Elend und die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlage , größer geworden.
Was uns einst diente, um uns Erleichterung im Arbeitsprozess und andere fortschrittliche Errungenschaften, zu schenken, sägt uns nun den Ast ab, auf dem wir sitzen.
Die Welt wird uns überleben, darüber mache ich mir keinen Kopf.
Doch überleben wir sie?

Und deine erwähnten Vorzüge, sind sicher nicht zu verachten, lebe ich doch selber sehr gut, unter und mit ihnen, doch gelten sie für alle?
Oder nur für jene, die es sich leisten können oder zur rechten Zeit am rechtem Ort geboren wurden?
Wer ist Nutznießer?
Humanität....
nur für den erreichbar, der dafür zahlen kann?
Denn auch das Rechtssystem macht darin große Unterschiede.
Es ging mir nicht um eine Streitfrage der Auslegung von bestimmen Definitionen, sondern um die Umsetzung...
und ich kann nicht sagen
"ja, humanität war und ist die Lösung"
wenn die Umsetzung sich als ebenso schwer und nicht durchführbar erweist, wie es andere Versuche zeigten
immer im Verhältnis zu allen, nicht nur für eine bestimmte zielgruppe
Vielleicht drücke ich mich nicht gut aus...doch kann und will ich nicht glauben, das die Zustände wie sie heute sind...gut geheißen werden können, nur weil eine Definition gut klingt.

gruß sharoné
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
21.500
AW: Kommt Jesus wieder?

Weil andere Weltteile noch im Mittelalter verharren, sind Aufklärung, Humanität und Freiheit usw. falsch? das kann es ja wohl nicht sein.

Proportional zur Bevölkerung dieser Welt im Vergleich zu deinem erwähnten Mittelalter, ist der Schmerz , das menschliche Elend und die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlage , größer geworden.

Nein. Im Mittelalter lebten alle so wie heute nur noch die Dritte Welt.

Von einer Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen kann auch keine Rede sein, das können wir in einem passenden Thread diskutieren, vielleicht in dem über die endlichen oder unendlichen Ressourcen. Im Gegensatz zu früher haben wir heute die Möglichkeit und das Wissen, um nachhaltig zu wirtschaften und müssen nicht das Schicksal der Mayas oder Osterinsulaner teilen.
 

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.674
AW: Kommt Jesus wieder?

Hi

Ich denke den Humanismus komplett als gescheitert zu erklären ist genauso wenig hilfreich wie pauschal alle Religionen als Irrweg zu erklären.
Das sind Instrumente oder Werkzeuge die uns bei der Reise durch die Geschichte zur Verfügung stehen und standen um das Leben zu erklären und diesem Sinn zu geben, weil wir Menschen ständig so "doofe" Fragen haben.
Jedes Instrument kann irgendwie falsch verstanden oder falsch bedient werden, den sinnvollen Umgang damit zu lernen sollte das Ziel sein.
Auch spricht nichts dagegen verschiedene Werkzeuge zu kombinieren...


Gruss Grubi
 

Sharoné

Großmeister
3. Juni 2009
65
AW: Humanismus und Aufklärung. Eine Lüge?

Ausserdem behaupte ich dass die Wurzeln des Humanismus in verschiedenen Religionen zu finden sind und damit doch religiöse Aspekte beinhaltet ...


:):gruebel:

Sehe ich nicht so.
Die Wurzeln des Humanismus sind eher in der Philosophie zu suchen.
Zu nennen wären
Aristoteles, Protagor und Heraklit
die Grundlagen des Humanismus, so dachte ich, wären

Relativismus
Was heute gut ist, kann morgen gut sein, oder was für uns schlecht ist, kann für euch gut sein. Diese Sichtweise ist heute sehr gängig und kommt dem ALLES FLIESST, nahe.

und

Gott ist ein vollkommener Verstand, der über sich selbst nachdenkt.
ergo
Der Mensch, der über dieses nachdenkt, ist eben dieser Verstand, der über sich selber nachdenkt, also ist er Gott.

und

Der Mensch ist das Maß aller Dinge

somit wird Gott abgesetzt und der Mensch tritt an dessen Stelle.
Was der Mensch entscheidet ist somit gültige Norm.


Was ist der Mensch im Humanismus?
eine zufällige Kombination von Eiweissmolekülen, die auf einem beliebigen Staubkorn im Kosmus entstanden ist.
die Religion meint:
geschaffen von Gott

Was ist das Leben im Humanismus?
Das Leben ist endlich. Mit dem Tod endet alles.
in der Religion:
Das Leben ist nur ein Teil der Realität.

Schuldfrage im Humanismus?
Eine unsinnige Konstruktion , Schuld gibt es nicht. Wir sind alle nur Opfer von Umständen.
die Schuldfrage der Religion kennt jeder.

Ich kann somit nicht behaupten, das das eine in dem anderem zu finden ist.
Doch ich lasse mich gerne belehren, täusche ich mich

liebe grüße
sharoné
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.057
AW: Humanismus und Aufklärung. Eine Lüge?

Hallom Sharoné;

Sehe ich nicht so.
Die Wurzeln des Humanismus sind eher in der Philosophie zu suchen.
Zu nennen wären
Aristoteles, Protagor und Heraklit
die Grundlagen des Humanismus, so dachte ich, wären

Relativismus
Was heute gut ist, kann morgen gut sein, oder was für uns schlecht ist, kann für euch gut sein. Diese Sichtweise ist heute sehr gängig und kommt dem ALLES FLIESST, nahe.

Nein die Menschlichkeit ist die Grundlage außerdem, Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit. Wo kommen wir denn dahin, wenn sich jeder seine Definition einfach ausdenkt.
und

Gott ist ein vollkommener Verstand, der über sich selbst nachdenkt.
ergo
Der Mensch, der über dieses nachdenkt, ist eben dieser Verstand, der über sich selber nachdenkt, also ist er Gott.

und

Der Mensch ist das Maß aller Dinge
Das hat mit Humanismus gar nichts zu tun.
somit wird Gott abgesetzt und der Mensch tritt an dessen Stelle.
Was der Mensch entscheidet ist somit gültige Norm.
Tja, als Moses seine Gebote aufstellte war er da Gott oder Mensch?

Was ist der Mensch im Humanismus?
eine zufällige Kombination von Eiweissmolekülen, die auf einem beliebigen Staubkorn im Kosmus entstanden ist.
die Religion meint:
geschaffen von Gott


Der Begriff leitet sich ab von den lateinischen Begriffen humanus (menschlich) und humanitas (Menschlichkeit). Der Humanismus beruht auf folgenden Grundüberzeugungen:[1]
  1. Das Glück und Wohlergehen des einzelnen Menschen und der Gesellschaft bilden den höchsten Wert, an dem sich jedes Handeln orientieren soll.
  2. Die Würde des Menschen, seine Persönlichkeit und sein Leben müssen respektiert werden.
  3. Der Mensch hat die Fähigkeit, sich zu bilden und weiterzuentwickeln.
  4. Die schöpferischen Kräfte des Menschen sollen sich entfalten können.
  5. Die menschliche Gesellschaft soll in einer fortschreitenden Höherentwicklung die Würde und Freiheit des einzelnen Menschen gewährleisten.
Was ist das Leben im Humanismus?
Das Leben ist endlich. Mit dem Tod endet alles.
in der Religion:
Das Leben ist nur ein Teil der Realität.
Wie gesagt lies den Begriff einfach mal nach bevor du darüber schreibst
Humanität ist die praktische Umsetzung der Ideen des Humanismus.[2] Dazu gehören Güte, Freundlichkeit und ein Mitgefühl für die Schwächen der Menschen, seiner selbst inne und mächtig zu werden, sich im Mitmenschen selbst wiederzufinden
Schuldfrage im Humanismus?
Eine unsinnige Konstruktion , Schuld gibt es nicht. Wir sind alle nur Opfer von Umständen.
die Schuldfrage der Religion kennt jeder.

Ich kann somit nicht behaupten, das das eine in dem anderem zu finden ist.
Doch ich lasse mich gerne belehren, täusche ich mich

Auch wieder nur Deine Auslegung......

In der griechischen Antike wurde die Idee von der Einheit und Gleichheit der Menschen geboren.Es bestand ein großes Vertrauen in die kreativen Leistungen des Menschen und in seine Fähigkeit, das Leben selbstbestimmt zu gestalten.
Auch im Humanismus gibt es eine Schuldfrage, die des Gewissens, so man eins hat.
http://de.wikipedia.org/wiki/Humanismus
 

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.674
AW: Humanismus und Aufklärung. Eine Lüge?

Hi Sharone

Schau zu deiner Frage bitte nochmal in diesen Wiki Artikel : Humanismus ? Wikipedia

Humanismus in den Weltreligionen [Bearbeiten]

Die etablierten Religionen haben in der Regel humanistische Traditionen selbst entwickelt, Anliegen des Humanismus aufgenommen und in ihre Glaubenssätze integriert oder eigene Impulse zur Entwicklung des Humanismus gegeben.
Von diesem Absatz an findest du etwas darüber wie sich die Religionen humanistisch entwickelt haben und wie diese Traditionen den Humanismus beeinflusst haben.
Ich kann diesen Einflüssen eigentlich nur zustimmen.

Davon abgesehen halte ich es kaum für möglich dass wir heute irgendetwas in unserer Gesellschaft finden was nicht irgendwie einen historischen Hintergrund hat und Religion hat doch eigentlich immer eine grosse Rolle in der Geschichte gespielt ...

Ich wiederhole gerne nochmal meine Grundaussage :
Ich denke den Humanismus komplett als gescheitert zu erklären ist genauso wenig hilfreich wie pauschal alle Religionen als Irrweg zu erklären.
Mir geht es um das Gleichgewicht...
Könnte man sich doch drauf einigen oder ?

Gruss Grubi
 

sinus09

Vollkommener Meister
4. Februar 2009
513
AW: Humanismus und Aufklärung. Eine Lüge?

Es gibt m.E. ZWEI Grundrichtungen-> FÜR das Leben u. GEGEN das Leben. Das Verwalten der Materie, d.h. teile und herrsche (=erhebe wenige und stufe viele ab) UND das Verbindende, harmonisierende Spirituelle/Geistige: Verbinde und erhebe alles.

Von einer sehr spirituellen Ausrichtung wohl der meisten Kulturen der Vergangenheit, kam es zu einem 'Teile und herrsche!'.
Die Macht über die Materie und das hat solche - teiwleise total abstruse - Ausmaße angenommen, wie es die Threadstellerin ja auch schon andeutete, dass 'Töten' im weitesten Sinne, das Maß aller Dinge ist. Ob im Kleinen, durch totale Ausblendung von Leid, wie im Großen durch massiv zerstörerische Kriege, DIE AUCH Hunger, Elend, Leid verursachen, nach sich ziehen (Hiroshima, etc.). Das ständige 'Beweisen', dass die Materie beherrscht IST, gilt als anerkennungswürdige Tat. Das Demonstrieren - auch u. vor allem im Alltag -, dass Materie NICHT beherrscht wird/werden soll, gilt als Schwäche, verurteilenswürdig. Das kann man hier - in sozial-verbalen Interaktionen sehr gut sehen*g. Menschlich aufoktroyierte Ordnung, gilt als zu erhebendes Maß aller Dinge, BIS zur massivne Lebenszerstörung (Umweltprobleme, Artensterben, etc.etc.). Dieses offensichtliche LEID ist Symptom einer zerstörerischen Denkart u. Lebensart. Es herrscht Krieg. Darwinistisch durchtränkt u. in jeder Zelle tief verwurzelt. Das 'Witzige' an diesem System ist, dass es sich selbst sehr gut erhalten kann, sich selbst stabilisieren muss. Das kann man AUCH HIER wieder sehr gut sehen, wenn destabilisierende Fragen, Behauptungen u. Sichtweisen in den Raum gestellt werden. FLEXIBILITÄT im Betrachten u. Annehmen können, geistige Bewegichkeit ist NICHT Nahrung dieses System. Es ist gerade seine 'Stärke', sich durch Starre selbst zu erhalten UND auch zu zerstören.
Das ist der Preis. Oder anders: Das ist die Konsequenz. Oder noch anderster;-): Das ist ein 'logisches' energetisches Gesetz. FREIHEIT ist, nicht in REaktionen gefanen zu sein, SONDERN zu unterscheiden, was man WILL? WILL ich die Konsequenzen des Teilens u. Herrschens? OK! WILL ich die Konsequenzen der Harmonie u. Verbindung? Bitte!
Freiheit ist etwas, was sich ent-wickelt, evolutorisch! Freiheit ist AUCH Überblick zu haben. Nicht in Reaktionen u. Gegenreaktionen GEFANGEN zu sein, SONDERN geistige Beweglichkeit soweit trainiert u. erfahren zu haben, dass man JEDERZEIT wechseln kann, zwischen Krieg u. Harmonie. Zwischen einem zerstörerischen systemischen Denken, was sich die Humanität von AUSSEN auf die Fahne geschrieben hat, weil es es NICHT von innen leben KANN;-)
 

Sharoné

Großmeister
3. Juni 2009
65
AW: Humanismus und Aufklärung. Eine Lüge?

@schechina

Da ich des Lesen mächtig bin, habe ich die seite
Humanismus ? Wikipedia

sehr wohl gelesen :)

Doch es ging mir nicht um die Darstellung der Humanität an sich, sondern um die praktische Anwendung im realistischem Leben.
Ich zweifle weder Beweggründe noch großartige Ideen an, jedoch zweifle ich an, das der Mensch diese in der Lage ist, zu erfüllen und dies für sich selbst UND für seinen Nächsten.
Ich möchte noch einmal betonen, das ich die Grundidee nicht anzweifel, sondern in Frage stelle, ob man ein System, welches in sich selbst uneins ist und nachweislich nicht funktioniert, weiterhin hochhalten sollte, oder es kritisch überdenken müsste.
Der Satz " Humanismus gleich Lüge", sollte nicht ein herabwürdigen von Menschen sein, die versuchen, nach einer Idealvorstellung zu leben und zu handeln.
Er sollte Anstoß geben, zu überdenken, ob das was wir als human ansehen, wirklich human ist, und ob, dadurch erreichtes, nicht mehr zurückwarf, als hervorbrachte.
Auslegungen, sind meiner Meinung sehr wichtig, denn sie zeigen den selbstdenkenden Menschen.
Das übernehmen von vielen guten Worten und das lernen von Vorzeigesätzen und deren Inhalte, liegt mir nicht.
Doch ich mag Meinungen hören, die auf Erfahrungen aufgebaut sind.
Mich gerne darüber austauschen, und nicht streiten.
Und wenn es geht, recht emotionslos, denn Sätze, wie:

Selten habe ich größeren Blödsinn gelesen, du weisst ja nicht einmal was Humanismus bedeutet....

müssen, denke ich, nicht sein.
Vor allem dann nicht, wenn man über Toleranz redet :)

liebe Grüße
sharoné
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
21.500
AW: Humanismus und Aufklärung. Eine Lüge?

Ja, der Mensch ist das Maß aller Dinge. Deswegen Humanismus. Das ist jedenfalls besser, als den Menschen als quantite négligeable zu sehen, oder als bloße Hülle, die man verbrennen kann, um die fiktive Seele darin zu retten. Der Mensch ist aber nicht Gott, das wäre eine ganz unsinnige Vorstellung. Ja, mit dem Tod endet das Leben, deswegen hat es ja Wert. Religiöse Fanatiker, die das Leben für ein bedeutungsloses Vorgeplänkel des anderen, ewigen Lebens halten, werfen es in Selbstmordattentaten weg, morden, oder stellen das Ertragen von Leid (Prüfung!) über die Linderung von Leid und weigern sich, die Situation der Menschheit zu verbessern. Sie sind nicht besser als politische Fanatiker, die Leben gegeneinander aufrechnen. Schuld gibt es nicht? Wer behauptet denn das?
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.057
AW: Humanismus und Aufklärung. Eine Lüge?

Hallo Sharoné;

Da ich des Lesen mächtig bin, habe ich die seite
Humanismus ? Wikipedia

sehr wohl gelesen :)
:flora:
Doch es ging mir nicht um die Darstellung der Humanität an sich, sondern um die praktische Anwendung im realistischem Leben.
Trotzdem kannst du den Begriff nicht einfach verändern, sondern solltest sagen obwohl sie sich humanistisch nennen oder so was.
Ich zweifle weder Beweggründe noch großartige Ideen an, jedoch zweifle ich an, das der Mensch diese in der Lage ist, zu erfüllen und dies für sich selbst UND für seinen Nächsten
.
Das geht eigentlich nur wenn man an sich selber zweifelt, wenn ich das kann, warum sollten andere es nicht können?
Ich möchte noch einmal betonen, das ich die Grundidee nicht anzweifel, sondern in Frage stelle, ob man ein System, welches in sich selbst uneins ist und nachweislich nicht funktioniert, weiterhin hochhalten sollte, oder es kritisch überdenken müsste.
Humanismus ist kein System in sich selbst.
Der Satz " Humanismus gleich Lüge", sollte nicht ein herabwürdigen von Menschen sein, die versuchen, nach einer Idealvorstellung zu leben und zu handeln.
Er sollte Anstoß geben, zu überdenken, ob das was wir als human ansehen, wirklich human ist, und ob, dadurch erreichtes, nicht mehr zurückwarf, als hervorbrachte.
Wann war die Menschheit humaner?
Auslegungen, sind meiner Meinung sehr wichtig, denn sie zeigen den selbstdenkenden Menschen.
Das übernehmen von vielen guten Worten und das lernen von Vorzeigesätzen und deren Inhalte, liegt mir nicht.
An irgendwas muß man sich in einer Diskussion doch halten können, wenn nicht an festgelegten Begriffen woran dann.
Doch ich mag Meinungen hören, die auf Erfahrungen aufgebaut sind.
Mich gerne darüber austauschen, und nicht streiten.
Und wenn es geht, recht emotionslos, denn Sätze, wie:
Ich seh das nicht als Streit an.

müssen, denke ich, nicht sein.
Vor allem dann nicht, wenn man über Toleranz redet :)
Ich nenne das dann Ehrlichkeit, ist halt meine Sicht über deine Definition von Humanität.
 

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