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Medikamentenskandale und wie sie vertuscht werden

Sollten Pharmakonzerne, endlich härter bestraft werden?

  • Nein das ist doch auch nur ein Unternehmen das Gewinn erwirtschaften will.

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ja denn sie haben die Verantwortung zu tragen.

    Stimmen: 4 80,0%
  • Kein Medikament dürfte so verantwortungslos von Ärzten vergeben werden.

    Stimmen: 0 0,0%
  • Mir doch egal.

    Stimmen: 1 20,0%

  • Umfrageteilnehmer
    5

Giacomo_S

Prinz von Libanon
13. August 2003
3.559
Das sehe ich durchaus ähnlich, aber so ist das bei fast allem, was mit Menschen zu tun hat, Effekte sind auf einer einfachen Ebene nicht deterministisch sondern eher stochastisch, da Zusammenhänge sehr komplex sind, verschiedene Interaktionen greifen können, die höchstens ansatzweise und selten in Kombination erforscht sind usw.

Es ist eigentlich ganz einfach ... die Situationen sind eigentlich immer dieselben. Wenn die soziale Situation elend ist, dann gibt es auch Drogen & Kriminalität.

Unlängst habe ich eine Doku einer englischen Amateur-Journalistin gesehen, da ging es um eine russische Grenzstadt, da sind sie auch alle völlig verjunkt. Nur ist es da die fieseste aller Drogen, "Krokodil" - und wer damit einmal anfängt, der hat noch eine Lebenserwartung von max. 1 Jahr und verfault bei lebendigem Leibe, ekelhaft.
Und die einzigen, die - mehr oder weniger erfolgreich - in dieser Provinz-Satellitenstadt am Arsch der Welt etwas unternehmen, sind amerikanische Missionare, Evangelikale. Die bringen zwar manche Leute von der Droge runter, machen aus ihnen dafür aber eine Art psychisch-religiöser Roboter.

Am Ende wird der Journalistin - so zynisch das jetzt klingen mag - nicht klar, was wirklich besser ist. Entweder die Menschen verrotten an der fiesesten Droge bei lebendigem Leibe, oder sie sind clean, dafür aber so eine Art verstrahlter Psycho-Zombies.
Das ist natürlich völlig krass, es zeigt aber auch: Mit diesen Methoden und Möglichkeiten ist das nicht realisierbar, es müsste ganz andere Maßnahmen geben. Und Gesetze und Polizei allein würden daran auch nichts, und zwar gar nichts ändern.
Und wenn man sich die Doku so ansieht, dann denkt man sich: Es ist nicht wirklich anders da in der russischen Oberprovinz, als in irgendeinem runtergekommenen Hillbilly-Kaff, wo es im Grunde genauso aussieht.

Möchte man am Verhalten der Menschen etwas ändern, ob im Kleinen oder im Großen, dann geht das immer nur dann, wenn man ihre soziale Situation verbessert und versucht, ihr Bewusstsein zu verändern. Regeln und Maßnahmen können und sollen es flankieren, für sich allein bewirken sie aber gar nichts. Sie bewirken sonst nur Umgehungen, Verlogenheit, Vetternwirtschaft, Korruption und Kriminalität.
Die hohe Schule ist es, es einfach vorzuleben ... der ganze Prozess wird von Rückschlägen begleitet sein ... und deine politischen Gegner, Dogmatiker zumeist, werden diese Rückschläge gegen dich zu verwenden suchen ... es dauert ... am Ende und auf Dauer wirst du aber derjenige sein, der die nachhaltigsten Erfolge erzielt.

Noch schlauer: Die ideologischen Gegner einbinden, mit ihnen kommunizieren, denn oft haben sie dieselben Ziele, aber die Methoden unterscheiden sich. Motto: Don Camillo & Peppone.
 

Sonsee

Prinz von Jerusalem
1. Juni 2016
2.366
Ehrlich gesagt finde ich es ziemlich lächerlich, wie Du hier ganz verschiedene Aspekte eines Themas - Medikamentenskandale - in einen Topf wirfst, um damit einen thematischen Einheitsbrei zu kochen.
Von "googeln" habe ich nicht gesprochen, wohl aber von einem Beipackzettel, der in jeder Medikamentenpackung beiligen muss, dem sog. "Waschzettel". Und einen Waschzettel kann man lesen.

Das Beispiel mit den Nasentropfen war dir doch nicht krass genug.
Frei verkäufliche Nasentropfen und eine risikante, verschreibunsgpflichtige Therapie gegen Schlaganfälle: Das halte ich für kaum vergleichbar.
Das ist, als ob man in einer Diskussion um Schusswaffen ein Luftgewehr mit einer Kalaschnikow vergleicht:
Es zeigt einfach wie Ärzte und Apotheker mit Medikamenten umgehen. Ich verwies ja auf die Werbung, zu Nebenwirkungen, Fragen sie ihren Arzt oder Apotheker, mir hat noch kein Arzt gesagt, welche Risiken ich zu erwarten hätte, wenn ich die Medikamente, die ich nie brauchte, aber verschrieben bekam, tatsächlich genommen hätte. Das letzte war Ramipril, der Arzt hat zwar meinen Blutdruck noch nie gemessen, der ist übrigens auch völlig normal, er verschrieb mir aber trotzdem Ramipril, wäre gut fürs Herz als Prophylaxe meinte er.
Aha, da steht also jemand vor der Wahl:
- Die Dosis ist zu niedrig, es entsteht ein Blutgerinnsel
- Die Dosis ist zu hoch, es entstehen Blutungen
- Er medikamentiert überhaupt nicht und bekommt einen Schlaganfall
Genau, jeder hat die Wahl sich selbst zu informieren, es gibt ja gut erprobte Blutverdünner und dazu auch Gegenmittel. Und dann gibt es die schlechten, die Ärzte komischerweise fast immer verschreiben, weil sie von der Pharma, dafür Reisen und Geschenke kriegen und sich zusätzliche Untersuchungen sparen. Nur trauen darf man heutzutage eben keinem Arzt und auch keinem Apotheker mehr!
Natürlich ist das Gebaren der Pharmaindustrie kritikwürdig, der Behörden, der Ärzte - in so einem Fall. Und?
Was für Konsequenzen würdest Du denn daraus ziehen?
Die Prüfbehörde wird zu 80% von der Pharmaindustrie finanziert - na und? Das bedeutet nicht, sie hätten da was zu melden. Was finanzieren wir alles z.B. über Steuern ohne darauf einen Einfluss zu haben? Wer sollte denn sonst die Prüfbehörde finanzieren?
Sollte man die Pharmaindustrie verstaatlichen? Was würde das denn bringen? Hat etwa eine verstaatlichte Medikamentenproduktion, z.B. in der Sovietunion, mehr und bessere Medikamente hervorgebracht? Was für ein Koloss wäre das, und dann von Steuern finanziert?

Na und, ich traue eben keiner Statistik die von der Pharma selbst für ihren Dreck gemacht wurde. Und vielleicht sind ja einige schlauer als du und machen sich darüber Gedanken, dass genau diese EMA, den neuen Impfstoff als sicher eingestuft hat, genauso wie sie alle anderen sehr gefährlichen Mittel so eingestuft hatte und selbst nachdem schon klar war, wie gefährlich z.B. Xarelto ist, es nicht vom Markt genommen hat.
 

Giacomo_S

Prinz von Libanon
13. August 2003
3.559
Genau, jeder hat die Wahl sich selbst zu informieren, es gibt ja gut erprobte Blutverdünner und dazu auch Gegenmittel. Und dann gibt es die schlechten, die Ärzte komischerweise fast immer verschreiben, weil sie von der Pharma, dafür Reisen und Geschenke kriegen und sich zusätzliche Untersuchungen sparen. Nur trauen darf man heutzutage eben keinem Arzt und auch keinem Apotheker mehr!

Nun, man kann seinen Arzt ja auch mal fragen ... ehrlich gesagt bin ich, als typischer Mann, bestimmt schon seit 5 Jahren überhaupt bei keinem Arzt mehr gewesen, was sicher auch nicht gut ist.
Alle paar Jahre habe ich ... nun, sagen wir: ein wiederkehrendes, neurologisches Problem (ich würde es nicht "Krankheit" nennen) ... und im Zusammenhang dessen bin ich auch an Ärzte geraten, die ich mir nicht ausgesucht habe.
Die in meinen Augen Klügeren haben gesagt: "Ach so ist das mit Ihnen ... leiden Sie darunter? Nein? Nun, dann ist das halb so wild. Beobachten Sie sich, leben Sie gesünder - und wenn Sie denn Eindruck haben, es kulminiert, die Abstände verkürzen sich, dann sollten Sie sich andere Maßnahmen überlegen, ggf. auch medikamentös. So aber ... Andere Ärzte vertreten den Standpunkt "hit hart and early" und wollen mich sofort auf Medikamente "einstellen", und wenn ich das ablehne, dann bekommen sie Schnappatmung und halten mir moralische Vorträge.
Wem soll ich also vertrauen?
Einem Arzt, der mich berät und die Entscheidung mir überlässt oder einem, der mich bevormunden will?

Es ist am Ende eines Jeden persönliche Entscheidung, ob man sich einer medizinischen Behandlung unterzieht, oder nicht. In meinem Fall waren das - außer der Neurologie - nur unfallchirurgische Geschichten. Mit letzteren habe ich nur gute Erfahrungen gemacht, mit einer Standard-Kassen-Krankenhausmedizin und bin am Ende immer als ziemlich glücklicher Patient wieder rausmarschiert. Einmal habe ich sogar nach eine Woche nach meiner Entlassung zwei Freßkörbe auf die Station gebracht, zum Dank (und das trotz wenig Salär), einen für die Ärzte und einen für die Pflegemitarbeiter.
Da haben sie mich mit großen Augen angeschaut und gesagt: Also so etwas Nettes, das haben wir hier schon seit Jahren nicht mehr erlebt.
Es ist wie immer im Leben: Manche Dinge sind selbstverständlich, "der Job" und zu erwarten ... und dennoch freuen sich die Menschen, wenn man etwas tut, was nicht selbstverständlich ist, denn auch in deren "Job" erwarten wir von ihnen mehr als nur die Pflicht.
 

William Morris

Groß-Pontifex
4. Mai 2015
2.928
Wieso wird eigentlich der Pharmaindustrie ständig vorgeworfen Geld verdienen zu wollen? Damit werden nicht mal Konzere belästigt, deren Produkte rein der langsamen Tötung des Menschen dienen, wie zum Beispiel die gesamte Tabakindustrie. Die werden nicht mit solch penetrantem Hass verfolgt.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.961
Doch, werden sie selbstverständlich. Sollen wir jetzt ernsthaft das Faß aufmachen, wieso die Pharmaindustrie und andere selbsternannte Heilige unter besonderer Beobachtung stehen und sich besonderer Kritik aussetzen und was es in diesem Zusammenhang ausmacht, daß sie gerade der Krisengewinnler des Jahres ist?
 

Sonsee

Prinz von Jerusalem
1. Juni 2016
2.366
Auszug aus dem Klappentext des Buches: Heilen verboten töten erlaubt, von Kurt G. Blüchel.

"Verschwiegen wird die hohe Zahl an Fehldiagnosen: bis zu 80% bei zugelassen Ärzten, bis zu 40% in den Kliniken. Verschwiegen werden die gesundheitlichen Nebenwirkungen und Spätfolgen von Medikamenten (55 Todesfälle pro Jahr und allein in Deutschland), von überflüssigen Bestrahlungen und Operationen (vier von acht Millionen Operationen pro Jahr haben rein ökonomische anstatt therapeutischer Gründe)
Der Autor hat nicht nur eine erschütternde Bestandaufnahme verfasst, sondern zeigt, das der Medizinbetrieb in Deutschland von einem zutiefst undemokratischen, im Dritten Reich geborenen Unrechtssystem regiert wird."

Die Erstauflage erschien im Jahr2003 durch den Bertelsmann Verlag!

Geändert hat sich seitdem gar nichts, außer das die Zahl der Toten gestiegen ist.

Nicht alle Tierversuche sind gleichwertig auf den Menschen übertragbar und führen am Ende zur Entwicklung neuer Therapien. Als Gründe hierfür werden oftmals fehlende Gemeinsamkeiten zwischen Mensch und Tier, Zahlen oder Statistiken genannt. Die Initiative Tierversuche verstehen prüft in der „Faktencheck-Reihe“ vier Behauptungen zur Übertragbarkeit von Ergebnissen aus Tierversuchen auf ihre Stichhaltigkeit.
„58.000* Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland an unerwünschten Nebenwirkungen von zugelassenen Medikamenten, die im Tierversuch für sicher befunden wurden!“

Todesfälle durch Nebenwirkungen zugelassener Medikamente, hier bei uns? Das Problem existiert tatsächlich. Doch wie groß ist es wirklich und was genau läuft schief? Prof. Dr. Harald Dormann sucht mit dem Team der ADRED-Studie nach Antworten. Der Facharzt für Innere Medizin ist Chefarzt der Zentralen Notaufnahme (ZNA) am Klinikum Fürth und Mitglied der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). Er ordnet ein, woher die Probleme stammen und wie sie sich vermindern.
 

Sonsee

Prinz von Jerusalem
1. Juni 2016
2.366

Was Corona nicht geschafft hat, schaffen die Mediziner, wo bleibt der Aufschrei, wenn durch Schlamperei, jedes jahr Millionen Menschen sterben?​

Weltgesundheitsorganisation Jede Minute fünf Tote durch falsche medizinische Behandlung

Weltweit sterben jedes Jahr Millionen Menschen, weil sie ambulant oder im Krankenhaus falsch behandelt werden. Die Bandbreite der Fehler ist groß, sagt die Weltgesundheitsorganisation - die Ursache häufig dieselbe.
[...]
Die Bandbreite der Fehler sei groß:

 

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