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Mythen und Märchen

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.054
Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen
Gebr. Grimm
Ein Vater hatte zwei Söhne, davon war der ältere klug und gescheit und wusste sich in alles wohl zu schicken, der jüngere aber war dumm, konnte nichts begreifen und lernen, und wenn ihn die Leute sahen, sprachen sie: "Mit dem wird der Vater noch seine Last haben!" Wenn nun etwas zu tun war, musste es allzeit der ältere ausrichten; hieß ihn aber der Vater noch spät oder gar in der Nacht etwas holen, und der Weg ging dabei über den Kirchhof oder sonst einen schaurigen Ort, so antwortete er wohl: "Ach nein, Vater, ich gehe nicht dahin, es gruselt mir!" denn er fürchtete sich. Oder wenn abends beim Feuer Geschichten erzählt wurden, wobei einem die Haut schaudert, sprachen die Zuhörer manchmal:
"Ach, es gruselt mir!" Der jüngere Sohn saß in einer Ecke, hörte das mit an und konnte nicht begreifen, was es heißen sollte. "Immer sagen sie: Es gruselt mir! Es gruselt mir! Mir gruselt's nicht; das wird wohl auch eine Kunst sein, von der ich nichts verstehe."

weiter gehts hier: Mrchen von einem, der auszog, das Frchten zu lernen
Shishachilla, Mod

Interessant auch dieser Lin dazu:

Märchen von einem, der auszog das Fürchten zu lernen – Wikipedia

LG.Schechi
 
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Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
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AW: Mythen und Märchen

Tristan und Isolde!

Die Tristan-Handlung stützt sich auf den keltischen Sagenkreis um König Artus und Tristan – letzterer überliefert in dem groß angelegten Versroman „Tristan“ des Gottfried von Straßburg (13. Jahrhundert). Wagner kannte dieses bedeutende Werk der spätmittelalterlichen Literatur ebenso wie die zeitgenössischen Adaptionen des Stoffs durch August von Platen, Karl Ritter (senior) und Julius Mosen.
Darüber hinaus ließ Wagner in seine Handlung Motive und Stimmungen aus Novalis’ Gedichtband „Hymnen an die Nacht“ einfließen, auch Auswirkungen des philosophischen Werks von Arthur Schopenhauer gelten als gesichert – Wagner selbst relativiert dies allerdings: die Schopenhauer-Lektüre traf danach bei ihm auf eine bereits vorhandene Stimmung, die ihn zur Schaffung des Tristan angeregt hatte und die er nun bei Schopenhauer wiederfand. Mit Schopenhauer in Zusammenhang zu bringen sind dagegen Gedanken, die dieser aus dem Buddhismus und indischen "Brahmanismus" herleitet, nämlich eine Tendenz des gänzlichen Verlöschens der menschlichen Existenz im Tode. – Ein Gedanke, der sich bei Wagner bis in sein Spätwerk Parsifal nachweisen lässt.

Tristan und Isolde (Oper ? Wikipedia)

LG.Schechi
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
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AW: Mythen und Märchen

Hier mal ein schönes Märchen über Leichtgläubigkeit:


Das Märchen handelt von einem Kaiser, der sich von zwei Betrügern für viel Geld neue Gewänder weben lässt. Diese machen ihm weiss, die Kleider seien nicht gewöhnlich, sondern könnten nur von Personen gesehen werden, die ihres Amts würdig und nicht dumm seien. Tatsächlich geben die Betrüger nur vor zu weben und dem Kaiser die Kleider zu überreichen. Aus Eitelkeit und innerer Unsicherheit erwähnt dieser nicht, dass er die Kleider nicht sehen kann und auch die Menschen, denen er seine neuen Gewänder präsentiert, geben Begeisterung über die scheinbar schönen Stoffe vor. Der Schwindel fliegt erst auf, als ein Kind ausruft, der Kaiser habe gar keine Kleider an.
Die Erzählung wird gelegentlich als Beispiel angeführt, um Leichtgläubigkeit und die unkritische Akzeptanz angeblicher Autoritäten und Experten zu kritisieren – vergleichbar mit Kleider machen Leute und Der Hauptmann von Köpenick. Aus Furcht um seine Stellung und seinen Ruf spricht wider besseres Wissen niemand, nicht einmal der treueste Minister des Kaisers, die offensichtliche Wahrheit aus, vor die Entscheidung „Ansehen und Wohlstand oder Wahrheit“ gestellt, entscheidet man sich letzten Endes gegen die Wahrheit und für die materiellen und ökonomischen Vorteile. In der mittelalterlichen spanischen Vorlage geht es übrigens nicht, wie bei Andersen, um mangelnde Amtstüchtigkeit, sondern das Gewebe wird angeblich von jenem nicht gesehen, der nicht Sohn dessen ist, der als sein Vater gilt (was neben der Schande auch fatale erbrechtliche Konsequenzen hätte). Zudem ist es nicht ein „unschuldiges Kind“, das die Wahrheit ausspricht, sondern ein schwarzer Rossknecht, der sich bewusst ist, ohnedies am Fuß der sozialen Rangordnung zu stehen, sodass ihm gleichgültig ist, ob er tatsächlich Sohn dessen ist, der als sein Vater gilt.
Das Märchen ist aufgrund des angesprochenen Konfliktes zeitlos; auch in der aktuellen Tagespolitik finden sich immer wieder Äußerungen, die unbequeme Wahrheiten aus Rücksicht auf die eigene Reputation und Stellung verschweigen.
Des Kaisers neue Kleider ? Wikipedia

LG.Sche
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.054
AW: Mythen und Märchen

Tausendundeine Nacht

Schahriyâr, König einer ungenannten Insel „zwischen Indien und Kaiserreich China“, ist so schockiert von der Untreue seiner Frau, dass er sie töten lässt und seinem Wesir die Anweisung gibt, ihm fortan jede (in einigen Versionen: jede dritte) Nacht eine neue Jungfrau zuzuführen, die jeweils am nächsten Morgen ebenfalls umgebracht wird.
Nach einiger Zeit will Scheherazade, die Tochter des Wesirs, die Frau des Königs werden, um das Morden zu beenden. Sie beginnt, ihm Geschichten zu erzählen; am Ende der Nacht ist sie an einer so spannenden Stelle angelangt, dass der König unbedingt die Fortsetzung hören will und die Hinrichtung aufschiebt. In der folgenden Nacht erzählt Scheherazade die Geschichte weiter, unterbricht am Morgen wieder an einer spannenden Stelle, usw. Nach tausend und einer Nacht hat sie ihm in den orientalischen Druckfassungen drei Kinder geboren, und der König gewährt ihr Gnade.
In der ebenfalls aus dem Orient stammenden Schlussfassung der Druckausgabe Breslau 1824–1843 hat sie dem König das Unrecht seines Tuns vor Augen geführt und ihn „bekehrt“; er dankt Gott, dass er ihm Scheherazade gesandt hat, und feiert richtig Hochzeit mit ihr (Kinder kommen in dieser Fassung nicht vor). Dieser Schluss findet sich auch in Habichts deutscher Übersetzung (Breslau 1824).
Galland hatte keine Textvorlage für seine eher schlichte Ausformung des Schlusses, die aber alles in allem der des Breslauer Druckes an ehesten entspricht (der König bewundert Scheherazade, rückt innerlich ab von seinem Schwur, seine Frau nach der Hochzeitsnacht töten zu lassen, und gewährt ihr Gnade); in einem Brief von 1702 skizziert er jedoch bereits dieses Ende der Tausendundeinen Nacht, das er wohl durch seine Freunde kannte, die ihn überhaupt erst auf die Existenz der Sammlung hingewiesen hatten.

Tausendundeine Nacht ? Wikipedia

Sche
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
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AW: Mythen und Märchen

Eulenspiegel, niederdeutsch Ulenspegel, soll eine historische Persönlichkeit aus „Schöppenstedt“ gewesen sein. Er wurde der Star eines Volksbuches, seine Streiche waren Ausdruck bäuerlicher, grober Pfiffigkeit.
Speziell richtete sich seine Ironie auf das kleinstädtisch-selbstbewußte Zunftwesen.

„Was dem einen sein Ul, ist dem anderen sein Nachtigall“

oder

„Eulen nach Athen tragen“


Die Geschichten vom Leben und den grotesken Abenteuern des Till Eulenspiegel wurde von Hermann Bote in seinem Volksbuch "Ein kurtzweilig Lesen von Dil Ulenspiegel" überliefert. Die älteste erhaltene Fassung des Buches stammt aus dem Jahr 1510/1511. In 96 Historien werden die Schelmenstreiche dieses rauen Zeitgenossen beschrieben, der nicht nur ein Schalknarr war, sondern auch als fauler Gelegenheitsarbeiter, Gauner, Zechpreller, Bauernfänger und Beutelschneider, der verspottete, betrog und erpresste, beschrieben wird.

In seinen Schelmenstreichen stellt sich Till Eulenspiegel mit Schläue dumm und nimmt jedes Wort seiner Mitmenschen stets wörtlich. So backt er in einem seiner Streiche, wie vom Bäcker scherzhaft und spöttisch befohlen, Eulen und Meerkatzen (
zur Geschichte). Er hält seinen Mitmenschen den Spiegel vor und und weist sie so auf ihre Schwächen und Verfehlungen hin. Mittels Gelächters und Schadenfreude setzt er sie öffentlich der scharfen, aber nicht ausgesprochenen Kritik aus.

Der Name Eulenspiegel kommt übrigens ursprünglich nicht von der Eule. Im plattdeutschen "Ulenspeygel" bedeutet der Name "ulen" = fegen, reinigen und "spiegel" = Spiegel in der Jägersprache, also Hinterteil. "Ul'n spegel" bedeutet daher nichts anderes als "Wisch' mir den Hintern" oder einfach "Leck mich am Arsch!".

Von seinem Namen leitet sich heute der Begriff "Eulenspiegelei" = Schelmenstreich ab.

Till Eulenspiegel

LG.Sche:fechten:
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
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Die Fabel vom tauben Frosch- eine Lektion für das Leben


Es war einmal ein Wettlauf der Frösche.
Das Ziel war es, auf den höchsten Punkt eines großen Turmes zu gelangen. Es versammelten sich viele andere Frösche, um zuzusehen und ihre Artgenossen anzufeuern.
Der Wettlauf begann.
In Wirklichkeit glaubte keiner von den Zuschauern daran, dass auch nur ein Frosch auf die Spitze des Turmes gelangen könnte. Und alles, was man hörte, waren Sätze wie: "Die Armen! Sie werden es nie schaffen!"
Die Frösche begannen einer nach dem anderen aufzugeben. Außer einem, der weiterhin versuchte, auf die Spitze des Turmes zu klettern.
Die Zuschauer fuhren fort und sagten: " ... Die Armen! Sie werden es nie schaffen! ..."
Und die Frösche gaben sich geschlagen - außer dem einen Dickschädel, der nicht aufgab.
Schlussendlich hatten alle Frösche ihr Vorhaben abgebrochen - nur jener Frosch hatte allein und unter großer Anstrengung die Spitze des Turmes erreicht. Die anderen wollten von ihm wissen, wie er das geschafft hatte. Einer der anderen Frösche nährte sich ihm, um zu fragen, wie er es geschafft hätte, den Wettlauf zu gewinnen. Da merkten sie, dass er taub war.

Verfasser unbekannt
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
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Warum die Juden
beschnitten werden...

Graf Kazimir Badeni, österreichischer Ministerpräsident, Statthalter von Galizien und Herr auf Radzichow, pflegte gerne zu jüdeln und hatte eine besondere Vorliebe, sich mit seinen jüdischen Pächtern und Maklern in ihrer Sprache zu unterhalten; oft und oft pflegte er mit ihnen Scherze zu treiben, sie zu necken und mit Fragen in religiösen Dingen zu bedrängen. Siegte er, hatte er Freude; unterlag er, vergnügte er sich umsomehr, weil "seine Juden" so gescheit waren.
Einst wurde einem Pächter ein Knäblein geboren. Er kam zum Grafen, um ihn zum Beschneidungsfest einzuladen. Badeni hatte wieder Gelegenheit zu einer Hänselei.
"Eine feine Religion, die jüdische!" sagte der Graf. "Sie trug euch auf, das neugeborene Knäblein zu beschneiden, ihm ein Organ zu verstümmeln. Ist es nicht dumm und böse, ein wehrloses Geschöpf in seinen frühesten Tagen zu verunstalten? Leben nicht Hunderte Millionen Menschen, ohne daß sie beschnitten wären?"
"Exzellenz!", rief der diesmal gut gelaunte Jude, "erlauben Sie mir, eine Geschichte zu erzählen?"
Das wollte doch Badeni. "Erzähle!" rief er.
Und der Jude erzählte.

"Im Garten des Kaisers in Wien war der Hofgärtner im Frühjahr, wie gewöhnlich, mit der Reinigung der Bäume und Pflanzen beschäftigt. Ein Bauer fuhr vorbei und sah verwundert, wie ein Mann Baum für Baum, Pflanze für Pflanze beschnitt. Er warf dem Gärtner einen verachtenden Blick zu und rief: "Dummer, böser Mann, warum verdirbst du die schönen Bäume? Begreifst du nicht, dass du sie durch das Abhauen der unteren Zweige ihrer Früchte beraubst?"
"Ich will es dir sagen", erwiderte der Gärtner, "wenn man eine Pflanze unten beschneidet und reinigt, dann wächst sie oben umso herrlicher. Ob das aber ein dummer Bauer verstehen wird!" "0h!, rief der einfältige Mann, "auch ich habe in meinem Garten viele Bäume. Nie kam ein Schneidemesser über sie und dennoch gedeihen sie und bringen Jahr für Jahr ihre Früchte."
In leichtem Plauderton antwortete der Gärtner, seine Arbeit nicht unterbrechend: "Deine Bäume bedürfen keiner Reinigung, aber die des Kaisers doch...".
"Schon genug, schon genug", rief Badeni und brach in helles Gelächter aus. Am folgenden Tag erzählte er seinen Freunden die "Geschichte" seines Juden; sie zog von Schloß zu Schloß.

Eigentlich eine Anekdote, aber sehr niedlich.
Jüdische Witze und Anekdoten ...
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
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AW: Mythen und Märchen

Der Ägyptische Schöpfungsmythos,

Den Urgrund oder Urzustand der Welt beschrieben die alten Ägypter gerne in verneinender Form. So bedienten sie sich oft mit der Umschreibung: "als noch nicht.... war" (z.B. als Himmel und Erde noch nicht getrennt waren).
Die Welt kommt aus der Urfinsternis (= Kuk und Kauket) und aus dem Urwasser (bzw. Urflut = Nun und Naunet). Sie taucht als Urhügel empor. Er ist der Vorgänger der späteren monumentalen ägyptischen Pyramiden. Siehe: Die Achtheit von Hermopolis.
Genauso beliebt ist das Bild der Lotosblüte. Sie taucht aus den schlammigen und dunklen Urfluten empor. Ihre Blüte symbolisiert das lebendig Geschaffene. Es gibt zahlreiche Abbildungen mit dem Sonnengott oder Sonnenkind auf der Lotosblüte stehend (siehe: Nefertem).
In einer anderen Vorstellung taucht eine gewaltige Kuh aus den Fluten empor. Sie trägt die Sonne zwischen ihren Hörnern. Dabei handelt es sich um die Himmelskuh (siehe: Hathor - Göttin der Kuh und Nut). Diese Vorstellung scheint sehr alt zu sein.
Dem Urhügel, Urlotos und der Urkuh ist gemeinsam, dass sie den tragenden Grund der Schöpfung darstellen. Sie sind Voraussetzung dafür, dass die Sonne emporsteigen kann. Die Sonne erschafft durch ihr Licht den Raum und durch ihren Lauf die Zeit.

http://www.aegypten-geschichte-kultur.de/schoepfungsmythen


Das goldene Zeitalter ist eine paradiesische Vorstellung. Ähnlich wie in der Genesis, wird der Beginn der Zeit auf Erden als Idealzustand beschrieben. Diesen paradiesischen Zustand nannten die Ägypter "selige Urzeit" (pa'ut). In diesem goldenen Zeitalter herrschte die richtige ausgewogene Ordnung (siehe: Maat - als Tochter des Re).
Die Menschen und Götter lebten gemeinsam auf der Erde. In der Hierarchie der Götter stand Re, der Sonnengott am höchsten. Er war alleiniger Herrscher. Die Menschen erfreuten sich durchgehend an der Gegenwart der Sonne. Denn es gab weder Tag noch Nacht, weder Tod noch Unterwelt.
Das goldene Zeitalter neigt sich aber dem Ende zu. Die Welt wird damit unvollkommen. Der Grund dafür ist einfach: Die Welt altert. Alles was auf Erden ist, ist dem Alterungsprozess unterworfen.
Die Jugendzeit der Schöpfung geht vorbei, die Sonne (Re) verliert an Kraft. Im Gegensatz dazu kann die Finsternis nicht altern. Wir sehen also, dass das Älterwerden nicht nur die Menschen, andere Lebewesen und Dinge betrifft, sondern auch die Götter. Re wird als alternder Greis beschrieben, dem die Herrschaft mehr und mehr entgleitet. Er hat nicht mehr die Kraft seine Schöpfung durchgehend mit seinem Licht und seiner Wärme zu versorgen.
Hier endet der paradiesische Zustand des Lebens unmittelbar nach der Schöpfung und geht in die nächste Phase über.

http://www.aegypten-geschichte-kultur.de/das-goldene-zeitalter
 

Bona-Dea

Gesperrter Benutzer
3. August 2010
5.616
AW: Mythen und Märchen

Eine buddhistische Geschichte, über die zornigen Gottheiten.

Es gab einen König, der sehr stolz auf sein Lautenspiel war. Der Buddha sah, daß der König aufgrund seines Stolzes Hindernisse hatte, den Dharma anzunehmen. So erschien der Buddha als Bettler mit einer Laute am Tor des Königs. Durch irgendwelche Umstände ließ der König ihn tatsächlich vor, und sie veranstalteten einen Wettbewerb im Lautespielen. Der König dachte natürlich, daß er leicht gewinnen würde. Erst spielte der König, und er spielte sehr gut, dann spielte der Bettler, der eigentlich der Buddha war. Es heißt, daß er wunderschön spielte, und zur Demonstration seines außergewöhnlichen Könnens schnitt er dann eine Seite nach der anderen auf seiner Laute durch und spielte immer noch sehr schön. Irgendwann hatte er auch die letzte Seite durchgeschnitten und spielte immer noch wunderschön. Das brach den Stolz des Königs, und er richtete sich mit ganzer Kraft auf den Dharma. Der Buddha hat dem König gezeigt, daß es für seinen Stolz keinen Grund gab und ihn so zum Dharma gebracht.


»Zornvolle« Aktivitäten eines Buddha zum Wohle der Wesen: Tibetisches Zentrum e.V.
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
11.002
AW: Mythen und Märchen

Dann erzähl ich auch mal eine Geschichte:
Einst wanderten 2 Mönche durch die Gegend, die das Gelübte abgelegt hatten niemals ein Frau zu berühren.
Eines Tages kamen sie an einen reißenden Fluss, an dessen Ufer eine junge Frau stand, die die Mönche bat, sie hinüber zu tragen, aus eigener Kraft vermöge sie das nicht.
Kurzentschlossen nahm der ältere Mönch die junge Frau auf seine Arme, trug sie hinüber+setzte sie ab.
Nachdem die beiden Mönche eine Weile weiter gewandert waren, meinte der Jüngere zum Älteren:
"Wir hatten doch geschworen, niemals eine Frau zu berühren!"
Der Ältere antwortete:
"Ich habe sie am Ufer abgesetzt, aber du trägst sie immer noch!"
 
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