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Stimmbänder versagen

Z

Geheimer Meister
24. Juni 2003
487
Guten Abend zusammen.

Seit ich gestern den ganzen Tag unterwegs war, wurde meine Stimme zunehmend kratziger, ich bekam immer größere Halsschmerzen - begleitet von ständigen Hustenanfällen, die sich bei mir in letzter Zeit sowieso häuften - und es fiel mir mit jedem Wort schwerer, einen Ton herauszubringen bis ich am frühen Abend schließlich fast garnichts von mir geben konnte. Es schien als hätte ich meine Stimme über die letzten zwei Tage zu sehr ausgereitzt.

Mit einem warmen Tee vor dem Einschlafen legte ich mich also zu Bett und hoffte auf Besserung. Fehlanzeige: Heute morgen konnte ich noch genausowenig sprechen wie gestern Abend, nur dass die Halsschmerzen über Nacht noch etwas zugenommen haben. Auch die chronischen Hustenattacken waren noch da. Da ich allerdings zur Zeit ein Praktikum mache, wollte ich nicht gleich zum Arzt, sondern habe mir wieder einen warmen Tee gemacht, mich warm eingepackt (bei Außentemperaturen von gefühlten 25 Grad übrigens :roll: ) und wie jeden morgen mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren.
Dort konnte ich nur sehr, sehr schwer mit meinem Mitarbeitern kommunizieren und so wurde ich auch am frühen Nachmittag bereits nach Hause entlassen. Ich war allerdings immer noch nicht beim Arzt, vielleicht gehe ich morgen früh dorthin.

Jetzt habe ich also einen kratzigen, verschleimten Hals, fast keine Stimme mehr, eine leicht verstopfte Nase und stetige Hustenanfälle.

Bisher habe ich die Hustenanfälle, meine oft leicht verstopfte Nase und leichte Halsschmerzen nie besonders ernst genommen, weil sie sich im Laufe eines jeden Tages meist verflüchtigt haben oder ich sie einfach vergessen habe (wahrscheinlich hab ich das dadurch nie richtig auskuriert).

Meine Gegenmaßnahmen sind bisher simpel: Warmer Tee und keine kalte Luft sowie ich es vermeide zu sprechen um die Stimmbänder zu schonen.

Ein paar weitere Infos zu mir:
- ich rauche nicht.
- die letzten Tage bin abends des öfteren bei nicht zu hohen Temperaturen ohne Jacke nach draussen - was sich dann durch anschliessende Halsschmerzen auch bemerkbar machte.
- Ansonsten habe ich fast jeden Tag seit einiger Zeit chronische Hustenanfälle
- ich schlafe meist bei offenem fenster und nur in Boxershorts (daher wahrscheinlich auch die Hustenanfälle und leichte Halsschmerzen manchmal morgens?)
- ich bin 21 Jahre alt und körperlich eigentlich sehr fit (auch nur selten krank)
- soweit ich mich erinnern kann hatte ich so etwas noch nie zuvor in meinem Leben.

Meine Fragen:

Hat jemand Erfahrungen mit kranken Stimmbändern gesammelt und weiss etwas Rat oder gibt es sonstige Hausmannstipps. Was könnte das genau sein, was ich habe?

Danke im vorraus.

Z
 

Shishachilla

Gesperrter Benutzer
10. April 2002
4.639
hi,
Also ich war gestern auch unterwegs. Und, man kennts ja, gerade nach dem 1.mai hat man kratzige Stimmbänder. Hatte gestern abend auch Halsschmerzen, die waren aber heute morgen weg.

Bist dir sicher, abgesehen von dem Husten, dass die Sache was anderes ist? Vielleicht brauchts nur ein-zwei Tage bis die Stimmbänder sich erholt haben! :wink:
 

dkR

Großmeister aller Symbolischen Logen
10. April 2002
3.142
Hatte ich auch schonmal - drei Tage total stimmlos. Fleißig Acc akut gefuttert, Tee getrunken und gut war :D
 

Trasher

Ritter der ehernen Schlange
10. April 2002
4.104
Evtl. ne Mandelentzündung? Aber bei gesundheitlichen Problemen solltest Du nicht zu lange herumrätseln, ab zum Arzt!
 

Z

Geheimer Meister
24. Juni 2003
487
Die Mandeln sind schon seit meiner Kindheit draussen also wäre das zumindest ausgeschlossen.

Zum Arzt will ich morgen gehen, allerdings habe ich davor schon ein wenig Scheu, gerade, weil ich ja nicht reden kann. Ich werde wohl eine Person brauchen die für mich spricht.

@dkr: 3 Tage, hm verdammt lange Zeit. Aber das ist scheinbar total unterschiedlich, bei manchen (starke Raucher) ging das anscheinend mehrere Wochen. Habe mich mal ein bisschen umgehört.

Z
 

erik

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
4. April 2004
1.002
Stimmanderkrankungen sind kein Spaß.
Ab zum Arzt.

Der wird dir wahrscheinlich Sprechverbot erteilen.
Also legt für den Job schonmal Papier und Stift oder so einen magischen Block bereit. (wo man das Geschriebe gleich wieder löschen kann)

Wenn es wirklich was an den Stimmbändern sein sollte, hilft natürlich in erster Linie Ruhe, Ruhe, Ruhe, aber das sollte sich doch ein Arzt angucken sonst können sich Knötchen oder andere eklige Sachen auf den Bändern bilden.
 

NormaJean

Geheimer Meister
27. Oktober 2002
401
Z schrieb:
Zum Arzt will ich morgen gehen, allerdings habe ich davor schon ein wenig Scheu, gerade, weil ich ja nicht reden kann. Ich werde wohl eine Person brauchen die für mich spricht.
geh lieber heute - freitags sind viele Ärzte ja nur am Vormittag da und dann is brechend voll
Ich würde das so machen, dass ich mir nen Zettel schreiben würde mit den Symptomen, dann direkt hingehen und mit der Dame an der Rezeption reden bzw. ihr das Blatt unter die Nase halten ... dann wimmeln sie dich auch nicht so leicht ab, wenn du schon mal da stehst und ganz krnak dreinschaust :wink:

Bis dahin: warmer Tee mit Honig (Salbei oder so), Schal rum, so wenig wie möglich sprechen

ich wünsch dir gute Besserung
 

TheFreeman

Geheimer Meister
20. Juni 2003
424
Mit so Zeug wartet man besser nicht, da muss man auch mal ne Ausnahme machen wenn man sonst nur sehr ungern zum Artzt geht. Hab das schon bei Freunden erlebt, die dann mit starken Schmerzen ins Krankenhaus mussten weil sie nicht schon Tage vorher zum Arzt sind...


Gruß,
Freeman
 

Z

Geheimer Meister
24. Juni 2003
487
War eben beim Arzt.

Er meinte ich soll nicht mehr sprechen und er verschrieb mir Antibiotika-Tabletten: Jeweils 2 auf einmal pro Tag einnehmen, 3 Tage lang - für eine bessere/ schnellere Genesung. Und irgendwelche Bonbons zum Lutschen soll ich mir auch besorgen.

Das mit dem Sprechen dachte ich mir auch schon, ebenso wie der Tee und die Bonbons, nur die Antibiotika nehme ich sehr ungern.
Leider eilt es aber ziemlich, denn ich muss bis Montag auf jeden Fall wieder fit werden.

Ich halte euch auf dem laufenden ob das was bringt.

Z
 

_Dark_

Ritter Rosenkreuzer
4. November 2003
2.666
hey z, also ich hatte mal was ähnliches, als ich vom sprachurlaub aus malta zurückgekommen bin.. das ganze hat sich dann als kehlkopfentzündung herausgestellt.. antibiotika würde ich nicht nehmen..
 

Z

Geheimer Meister
24. Juni 2003
487
Ich habe auch Bedenken wegen der Antibiotika. Der arzt hat sie mir aber verschrieben und ich kann nur hoffen dass ich so schnell wie möglich wieder sprechen kann.

Was würdest du stattdessen tun?

Z
 

_Dark_

Ritter Rosenkreuzer
4. November 2003
2.666
ich würde die stimme schonen und den apotheker meines vertrauens fragen.. ich möchte dir auch nicht gegen den ratschlag deines arztes was sagen..
geh doch wenn du morgen zeit hast mal zum hno, der kann dir vielleicht mehr sagen als es der hausarzt kann..

weißt du, vielleicht kommt das bei mir daher, dass mein hausarzt mir noch nie in meinem leben (und ich bin schon mein ganzes bei ihm) antibiotika verschrieben hat und ich bisher immer auch ohne sehr gut gesundet bin..
 

Filz

propriétaire
Teammitglied
6. Juni 2001
743
Leute,

wenn Z schon den Arzt konsultiert hat und dieser was verschrieben hat, dann sicher aus gutem Grund.

Hier Tipps zu geben das Zeug wegzulassen halte ich für falsch.

Entweder Du redest nochmal mit Deinem Hausarzt oder gehst echt zum HNO - aber hier auf Laien per Ferndiagnose zu hören ist falsch.

Gruß

Kai
 

Shishachilla

Gesperrter Benutzer
10. April 2002
4.639
Da kann ich Kai nur zustimmen. Wenn du dem Arzt schon nicht vertraust, wem dann? Wer soll dann erst etwas davon verstehen? Und zum HNO wär ich mal als allererstes, wenn ich was am Hals hab. Wie kann man da nur zum Hausarzt? :k_schuettel:
Wenn man schon explizit weiß, dass es im Hals schmerzt, und da wahrscheinlich irgendwas entzündet und gereizt ist, dann ist der HNO der EINZIGE Fachmann. Der hat auch das Werkzeug dazu und kann das Krankheitsbild stärker einkreisen.
 

Laokoon

Vollkommener Meister
11. August 2004
550
Wenn man schon explizit weiß, dass es im Hals schmerzt, und da wahrscheinlich irgendwas entzündet und gereizt ist, dann ist der HNO der EINZIGE Fachmann. Der hat auch das Werkzeug dazu und kann das Krankheitsbild stärker einkreisen.
Naja, so würde ich das nicht sagen. Zuerst zum Hausarzt zu gehen und sich erst dann evtl. weiter zum Facharzt überweisen zu lassen hat doch auch je nach Versicherungssystem finanzielle Vorteile. So ist es zumindest bei mir. Außerdem kann auch schon der Hausarzt eine Menge feststellen, der hat ja schließlich auch sein Handwerk nicht auf dem Jahrmarkt gelernt :wink: . So hat der Facharzt beim Eintreffen des Patienten im übrigen schon eine allgemeine Vorstellung von ihm, falls der Gang zu eben demselben dann überhaupt noch nötig ist.
 

Z

Geheimer Meister
24. Juni 2003
487
Ich denke schon, dass mein Hausarzt kompetent in der Hinsicht ist.
Falls es jedoch wider erwarten nicht besser werden sollte, werde ich den HNO-Arzt aufsuchen.

Nur bin ich eben Antibiotika gegenüber schon seit einer Weile etwas misstrausisch. Das letzte Mal habe ich vielleicht vor 8-10 Jahren zuletzt Antibiotikum zu mir genommen - wie gesagt wich war nicht oft krank und wenn dann nie richtig übel.

Naja, sofern es jetzt hilft - ich werde nicht mehr davon nehmen als unbedigt nötig, zusammen mit Bronchiumtropfen, 5 mal am Tag und ein paar Tabletten gegen Hustenreize, Tee und Halsbonbons.

Z
 

Filz

propriétaire
Teammitglied
6. Juni 2001
743
Tu uns allen einen Gefallen und nimm dann das Antibiotika so wie es der Arzt angeordnet hat. Antibiotika nimmt man im Normallfall weiter, auch wenn die Krankheitssymptome bereits verschwunden sind.
Brichst Du die Einnahme dann ab bilden sich u.U. resistente Erreger und das will wohl keiner.
 

Shishachilla

Gesperrter Benutzer
10. April 2002
4.639
Der Arzt verschreibt Antibiotikum normalerweise in der Menge, die man auch benutzen soll. d.h. wenn er denkt, dass die Sache nach drei Tagen vorbei ist, wird er keine Packung mit 50 Tabletten verschreiben. Und wahrscheinlich hat erdich auch darauf hingewiesen, dass du die Packung entweder aufbrauchen sollst, oder er hat dir wenigstens einen Zeitraum genannt, in dem du das AB nehmen sollst, nicht länger und nicht kürzer.
 

Laurin

Geheimer Sekretär
10. April 2002
602
Z schrieb:
Die Mandeln sind schon seit meiner Kindheit draussen also wäre das zumindest ausgeschlossen.

Zum Arzt will ich morgen gehen, allerdings habe ich davor schon ein wenig Scheu, gerade, weil ich ja nicht reden kann. Ich werde wohl eine Person brauchen die für mich spricht.

@dkr: 3 Tage, hm verdammt lange Zeit. Aber das ist scheinbar total unterschiedlich, bei manchen (starke Raucher) ging das anscheinend mehrere Wochen. Habe mich mal ein bisschen umgehört.

Z

also zunächst einmal kann die im volksmund genannte mandelentzündung auch ohne mandeln noch vorkommen, is seltener, nennt sich dann seitenstrang-angina.

zweitens: wenn du zum HNO gehst und der sprechstundenhilfe mit deiner fast-null-stimme entgegenkommst, wird sie schon bescheid wissen.
die müssen auch mit krebspatienten und kehlkopfamputierten zurecht kommen.
zur not tuts n bleistift und n notizblock.
spätestens der arzt wird dir die entsprechenden fragen stellen, die du nur mit nicken zu beantworten brauchst!

die dauer und art solcher "stummheit" is vollkommen verschieden....auch vorbelastungen wie rauchen etc sind da vollkommen egal. et kütt wie et kütt.
ich selbst hab auch immer gedacht, mich würde das NIE erwischen, da ich recht trainierte stimmbänder habe (singe)...aber mit erhablichem psychischen stress damals hats mich dann doch erwischt: totalausfall.

da du gleichzeitig zeichen einer erkältung hast, denke ich, wird es daher kommen....du solltest die antibiotika auf alle fälle nehmen.

denk daran, antibiotika werden nicht zum spaß verabreicht, und nimmt man sie nicht, kann sich der entsprechende stamm ganz schön ausbreiten...
ebenso musst du das antibiotikum unbedingt bis zum ende nehmen...aber das hat der doc dir sicher gesagt...


sollte das damit erledigt sein, lag es an der erkältung...denn durch entzündungen im kehlkopfbereich können die stimmbänder nciht mehr frei schwingen.
was du vermeiden solltest ist flüstern...denn das ist sehr sehr anstrengend für die stimmbänder, ebenso wie räuspern. das weiß ich von einer logopädin.

die besagte logopädin wird übrigens erst dann nötig, wenn heiserkeiten auch ausserhalb von erkältungen auftreten, oder ständige halsschmerzen ohne medizinischen befund.
da sind die gründe dann vielfältig, es gibt sogar menschen, die beim sprechen falsch atmen. denen wird dann das beim logopäden richtig beigebracht...um die stimme zu entlasten. find ich unglaublich faszinierend.

aber alles in allem klingt es bei dir nach einer ganz normalen begleit erscheinung der erkältung.....also erstmal ruhig blut.
medis nehmen und teetrinken, wie man so schön sagt


Grüße

Laurin
 
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T Versagen der Physik/Mathematik usw. gesucht Neues aus Forschung und Entwicklung 79

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