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Transmutation

dodo

Vollkommener Meister
22. Oktober 2021
533
Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sie Atommüll unschädlich machen wollen.
Damit rauben sie Kernkraft-Gegnern viele Argumente.

Lange Zeit galt es als ausgeschlossen, als undurchführbar, den hochradioaktiven Abfall
unschädlich zu machen, die strahlenden Elemente in harmlose, nicht strahlende zu verwandeln.
Das, was im Reaktorkern passiert, sei nicht gezielt rückgängig zu machen, hieß es.

Doch Transmutation ist keine Utopie mehr. Ja fast ist es schon Routine, die Dauer der radioaktiven
Strahlung bei den gefährlichsten Abfall-Elementen von einigen Hunderttausend Jahren in historische
Zeiten von unter 500 Jahren entscheidend zu reduzieren.

In Russland, Belgien und Deutschland wird das schon praktiziert.



Warum also weigert sich Deutschland neue Kernreaktoren zu bauen?
 

MatScientist

Groß-Pontifex
21. März 2014
2.974
Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sie Atommüll unschädlich machen wollen.
Damit rauben sie Kernkraft-Gegnern viele Argumente.

Lange Zeit galt es als ausgeschlossen, als undurchführbar, den hochradioaktiven Abfall
unschädlich zu machen, die strahlenden Elemente in harmlose, nicht strahlende zu verwandeln.
Das, was im Reaktorkern passiert, sei nicht gezielt rückgängig zu machen, hieß es.

Doch Transmutation ist keine Utopie mehr. Ja fast ist es schon Routine, die Dauer der radioaktiven
Strahlung bei den gefährlichsten Abfall-Elementen von einigen Hunderttausend Jahren in historische
Zeiten von unter 500 Jahren entscheidend zu reduzieren.

In Russland, Belgien und Deutschland wird das schon praktiziert.



Warum also weigert sich Deutschland neue Kernreaktoren zu bauen?
Und das geht so: Protonen werden in einen Teilchenbeschleuniger geschossen, dort entwickeln sie eine ungeheure Geschwindigkeit, und in einem Kernreaktor befeuern dann Neutronen den langlebigen Atommüll und zerlegen ihn in weniger gefährliche Bestandteile. Damit, so Abderrahm, "verkürzen wir die Zeit der Lagerung im Untergrund von 300.000 Jahren auf 300, also um den Faktor 1000. Und die Menge reduzieren wir auch - um das Hundertfache."

Gibt noch eine viel einfachere Methode, um Atommüll ungefährlich zu machen: Liegenlassen. Wird eh alles zu Blei am Ende.
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
11.119
Ob einige hunderttausend Jahre oder unter 500 Jahre Strahlung dürfte doch wohl egal sein, oder?!
 

MatScientist

Groß-Pontifex
21. März 2014
2.974
Außerdem klingt das Verfahren teuer, wenn man schon einen Teilchenbeschleuniger braucht dazu.

330px-Uranova_rada.svg.png

da, Blei wird draus
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.849
Atommüll läßt sich aufbereiten und weiterverbrauchen, oder? Diese Fixierung auf die Endlagerung ist absurd, damit geht man schon den Atomkraftfeinden auf den Leim.
 

Vercingetorix

Großer Auserwählter
22. Juli 2018
1.616
Ist nichts Neues, solche Reaktorkonzepte gibt es schon länger. In Russland, China und Indien werden solche so genannt "schnellen Brüter" bereits gebaut oder sogar betrieben. Diese Reaktortypen lassen sich zumindest zum Teil mit abgebrannten Brennelementen Betreiben.

Es gibt weitere interessante Reaktorkonzepte. Zusammengefasst werden diese unter der Bezeichnung "IV Generation". Es gibt auch einen Forschungsverbund einiger Staaten. Siehe mehr dazu hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Generation_IV_International_Forum
Deutschland gehört natürlich, aus mir unverständlichen Gründen, nicht dazu. Vermutlich ist es die von @Malakim so häufig genannte "Technikfeindlichkeit" des gesamten linken Politspektrums...

Vor einiger Zeit bin ich bei der Recherche über neue Reaktortypen auf das Konzept des "Dual-Fluid-Reaktors" gestossen. Es gab eine Firma, die einen solchen Reaktor in Deutschland entwickeln wollte. Mittlerweile ist das Team mit dem Projekt nach Kanada gezogen (vertrieben worden). Auf der Seite des Herstellers ist das Konzept nähre beschreiben. Einen Prototyp gibt es leider noch nicht.
Das sehr interessante an diesen Konzept: Man könnte damit wohl so nebenbei Wasserstoff herstellen. Bekanntlich bin ich ja ein Fan der Wasserstoff-Technologie.
Auch wenn der Wirkungsgrad geringer ist als bei reinen Elektro Motoren, ist Wasserstoff doch wesentlich einfacher zu Speichern und Transportieren als Strom.
https://dual-fluid.com/
 

dodo

Vollkommener Meister
22. Oktober 2021
533
Es ist schon eigenartig, dass Frankreich trotz seiner AKW's weniger Atommüll
produziert als Deutschland.
 

MatScientist

Groß-Pontifex
21. März 2014
2.974
Atommüll läßt sich aufbereiten und weiterverbrauchen, oder? Diese Fixierung auf die Endlagerung ist absurd, damit geht man schon den Atomkraftfeinden auf den Leim.
ja, Brüten ist aber explosionsgefährlich.

Wenn man die Zerfallskette in meinem Bild ansieht, kann man bspws Thorium zu Uran "aufbrüten". Also das Energiedelta des ersten Zerfallsprozesses wieder dazugewinnen.

Meines Wissens war in Kalkar ein schneller Brüter. Das war aber zu einer Zeit in welcher man generell Wohlwollender gegenüber Atom war
 

MatScientist

Groß-Pontifex
21. März 2014
2.974
Ist nichts Neues, solche Reaktorkonzepte gibt es schon länger. In Russland, China und Indien werden solche so genannt "schnellen Brüter" bereits gebaut oder sogar betrieben. Diese Reaktortypen lassen sich zumindest zum Teil mit abgebrannten Brennelementen Betreiben.

Es gibt weitere interessante Reaktorkonzepte. Zusammengefasst werden diese unter der Bezeichnung "IV Generation". Es gibt auch einen Forschungsverbund einiger Staaten. Siehe mehr dazu hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Generation_IV_International_Forum
Deutschland gehört natürlich, aus mir unverständlichen Gründen, nicht dazu. Vermutlich ist es die von @Malakim so häufig genannte "Technikfeindlichkeit" des gesamten linken Politspektrums...

Vor einiger Zeit bin ich bei der Recherche über neue Reaktortypen auf das Konzept des "Dual-Fluid-Reaktors" gestossen. Es gab eine Firma, die einen solchen Reaktor in Deutschland entwickeln wollte. Mittlerweile ist das Team mit dem Projekt nach Kanada gezogen (vertrieben worden). Auf der Seite des Herstellers ist das Konzept nähre beschreiben. Einen Prototyp gibt es leider noch nicht.
Das sehr interessante an diesen Konzept: Man könnte damit wohl so nebenbei Wasserstoff herstellen. Bekanntlich bin ich ja ein Fan der Wasserstoff-Technologie.
Auch wenn der Wirkungsgrad geringer ist als bei reinen Elektro Motoren, ist Wasserstoff doch wesentlich einfacher zu Speichern und Transportieren als Strom.
https://dual-fluid.com/
da gibts einen mächtigen Geldgeber für dual fluid reaktoren: Bill Gates

 

MatScientist

Groß-Pontifex
21. März 2014
2.974
Info:
Atommüll ist kein Problem.

Man machts zum Problem, damit man damit Asche scheffelt.

Der Reaktorblock A in Gundremmingen der havariert ist wird seit den 1980ern zurückgebaut, das sind Milliardenkosten.

Man könnte es aber auch viel einfacher machen wie im Tschernobyl, Betonglocke rum und fertig.

Alphateilchen kommen net mal durch 1cm Beton durch
 

Vercingetorix

Großer Auserwählter
22. Juli 2018
1.616
da gibts einen mächtigen Geldgeber für dual fluid reaktoren: Bill Gates

Ach schau her def pöse pöse Billy Boy Luzifer Gates fördert Dual Fluid Reaktoren? Na das ist doch sicher Reptiloiden-Technologie!!11! Oder dienen diese Reaktoren etwa dem finsteren Zweck die Menschen mit Energie zu versorgen? Und was ist mit Klaus Schwab? Hat der nichts damit zu tun?

/Der Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.
 

dodo

Vollkommener Meister
22. Oktober 2021
533
ja, Brüten ist aber explosionsgefährlich.

Wenn man die Zerfallskette in meinem Bild ansieht, kann man bspws Thorium zu Uran "aufbrüten". Also das Energiedelta des ersten Zerfallsprozesses wieder dazugewinnen.

Meines Wissens war in Kalkar ein schneller Brüter. Das war aber zu einer Zeit in welcher man generell Wohlwollender gegenüber Atom war
Brüten kann jeder Reaktor.
Schnelle brüter sin gefährlich.
 

Giacomo_S

Prinz von Libanon
13. August 2003
3.480
Ist nichts Neues, solche Reaktorkonzepte gibt es schon länger. In Russland, China und Indien werden solche so genannt "schnellen Brüter" bereits gebaut oder sogar betrieben. Diese Reaktortypen lassen sich zumindest zum Teil mit abgebrannten Brennelementen Betreiben.

Ein Kernreaktor, der Plutonium erzeugt und mit Natrium gekühlt wird? Ich halte das für kein erstrebenswertes Konzept.
 

Vercingetorix

Großer Auserwählter
22. Juli 2018
1.616
Ich denke wir brauchen Lösungen und das war auch nur ein Beispiel. Es gibt zig weitere Konzepte die erforscht werden.

Mit Windmühlen stillen wir nicht den Energiehunger Europas.
 

Giacomo_S

Prinz von Libanon
13. August 2003
3.480
Ich denke wir brauchen Lösungen und das war auch nur ein Beispiel. Es gibt zig weitere Konzepte die erforscht werden.

Der einzige schnelle Brutreaktor Japans, das Kernkraftwerk Monju war zwischen 1995-2010 ganze 250 Tage in Betrieb. Nach einem Natrium-Austritt war Monju von 1995-2010 außer Betrieb. Der nächste Störfall Monjus ereignete sich nur 45 Tage nach der Wiederinbetriebnahme. Nach zwei Störfällen in den Jahren 1995 und 2010 wurde dem Reaktor die Betriebserlaubnis entzogen. Im Jahr 2018 genehmigte die japanische Atombehörde den Rückbau der Anlage. Dieser soll mindestens 30 Jahre dauern.

Der französische Reaktor Creys-Malville, auch Superphénix genannt, ebenfalls ein schneller Brutreaktor, war gerade mal etwas mehr als ein Jahr in Betrieb, als zum ersten Störfall mit einer Leckage von 20 Tonnen Natrium kam. Grund war die Verwendung einer falschen Stahlsorte. In den Folgejahren kam es zu weiteren Störfällen, darunter der Einsturz eines Teils des Daches aufgrund einer Schneelast von 80 cm.

Schnelle Brutreaktoren erzeugen große Mengen von Plutonium, das ganz erheblich gesundheitsschädlicher ist als selbst Uran. Bislang gibt es - weltweit und in allen Atomnationen - praktisch keine Endlagerstätten (mit der Ausnahme Dänemarks, die neuerdings eine Endlagerstätte haben). Man lagert den Atommüll zwischen, das Problem gilt als bislang ungelöst.

Man verspricht uns, dass die neuen Konzepte sicherer sind, man habe aus der Vergangenheit gelernt. Sichere Technologien hat uns die Atomindustrie aber schon immer versprochen, mit Angaben zu GAUs, die so unwahrscheinlich wären, dass sie nie eintreten würden. Sie sind aber mindestens zweimal eingetreten, in Tschernobyl und Fukushima.
Man mag an dieser Stelle einwenden, dass der Reaktorunfall von Tschernobyl die Folge von Schlamperei im Bau und unzulässigen Experimenten war. Und der Reaktorunfall von Fukushima die Folge eines in dieser Stärke nicht vorhergesehenen Erdbebens mit anschließendem Tsunami, einer Naturkatastrophe eben.

Sie sind aber eingetreten, und die Folgen waren katastrophal: Für die Regionen, für die Menschen, für ganze Volkswirtschaften und schließlich selbst für andere Nationen und die Welt. Mit einer gewissen Berechtigung kann man annehmen, dass der Reaktorunfall von Tschernobyl mit seinen gigantischen Folgekosten und Aufwand der Schadensbeseitigung der Sovietunion den endgültigen Todesstoß gegeben hat.
In Japan lebten im März 2015, vier Jahre nach dem Tsunami, noch immer rund 230.000 Menschen in Notunterkünften. Der Betreiber Tepco hat seit dem Unfall 1,25 Millionen Tonnen radiaktives Wasser angesammelt, dass über einen Zeitraum von 30 Jahren in den Pazifik entsorgt werden soll. Das sorgte nicht nur in Japan für Proteste, auch die Nachbaarstaaten China, Nord- und Südkorea protestierten gegen diese Maßnahme. Verschiedene weitere Regierungen äußerten Bedenken, darunter die Regierungen von Taiwan, Russland, den Philippinen, Belize, Costa Rica, der Dominikanischen Republik, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama und Mexiko.

Mit Windmühlen stillen wir nicht den Energiehunger Europas.

Aber Atomstrom ist nicht dessen Lösung.
 

Vercingetorix

Großer Auserwählter
22. Juli 2018
1.616
Aus meiner Sicht schon, wie gesagt es gibt zig Konzepte für sichere Reaktoren.

Zumindest ist die Kernenergie eine Brücke bis andere bessere Technologien auf Erzeuger und Verbraucherseite da sind.

Damit meine ich wieder keine Windmühlen.
 
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