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Trinkwasser verunreinigt?!

Java

Geheimer Meister
26. August 2005
120
hallo,

n freund von mir hat mal gemeint, das dass normale trinkwasser aus´m wasserhahn (ich liebe dieses wort) zwar gereinigt , aber immernoch mit genug rückständen verunreinigt - sprich nicht 100% rein ist.

und zwar sollen u.a. auch medikamentenrückstände im Trinkwasser vorhanden sein, dieses soll davon kommen das etliche leute ihre nicht benötigten medikamente einfach in der toilette entsorgen aber auch durch ausscheidungen von den medikamten durch den menschen beim gang auf den "donnerbalken" (und das lieb ich noch mehr!), auch sollen rückstände von "der pille" vorhanden sein, was u.a. dafür verantwortlich sein soll, das die spermien beim mann nicht mehr ganz so agil :-D sein sollen?

weiß hierzu jemand was genaueres?
 

arius

Großer Auserwählter
16. Juli 2003
1.555
Also hier in München ist es sauber und kommt aus dem Mangfalltal.
Sauberes Grundwasser - Gesundes Trinkwasser

Sogar besser als manches Mineralwasser.

Nur wenn die Wasserrohre noch alter Bauart sind, können sich Blei-Teilchen lösen.

Man sollte immer erst laufen lassen eine Zeit lang, bevor man das Leitungswasser trinkt.
 

Trasher

Ritter der ehernen Schlange
10. April 2002
4.104
Wo kommt denn euer Trinkwasser her? Soweit ich weiß, gehen unsere Abwässer geklärt in die Flüsse oder als Brauchwasser in die Industrie.

Das Trinkwasser kommt bei mir aus einer Talsperre und ist höchstens mit den Schadstoffen aus dem Einzugsgebiet belastet, aber selbst da nur unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten.
 

Tortenhuber

Meister vom Königlichen Gewölbe
10. April 2002
1.490
davon dass das trinkwasser hormonbelastet ist hab ich ebenfalls schon gehört (von einem klärwerksmitarbeiter), aber hören sagen zählt leider nicht ;)

was ich aber sicher weiss, ist dass ich das wasser hier im wohnheim nicht trinke. stellt man es mal einen halben tag in eine abgeschlossene flasche irgendwohin riecht es derart modrig :x
 

Filz

propriétaire
Teammitglied
6. Juni 2001
740
Hallo,

natürlich wird das Trinkwasser in der Kläranlage von Schadstroffen gereinigt, dann gelangt es wieder in den Wasserkreislauf um dann erneut aus Tiefbrunnen oder Quellen genutzt zu werden.

Dennoch werden normalerweise nur Schadstoffe wie Schwermetalle etc. überprüft. Gefahr kommt von einer ganz anderen Seite:

http://www.innovations-report.de/html/berichte/studien/bericht-32840.html

Da hat Dein Freund schon recht. Medikamentenrückstände und besonders die Hormonbelastung des Trinkwassers seit der Erfindung der Pille stellt ein Problem da. Dies ist jedoch immer noch nicht ausreichend erforscht, fest steht zumindest folgendes:

Denn nachgewiesen ist ein direkter Zusammenhang bisher tatsächlich nur bei der Verweiblichung von Fischen. Das liegt an dem synthetischen Hormon aus der Pille, das schlecht wasserlöslich ist und sich so in Klärschlämmen oder Gewässersedimenten ansammelt. Immerhin findet es so seltener den Weg zurück in die Wasserleitung.

Hier die Quelle und weitere Infos:
http://66.249.93.104/search?q=cache...umwelt.de/goto.aspx?page=$:Print.htm&AID=4702

Man geht auch davon aus, daß die Spermaqulität des Mannes drunter leidet und es zu einer Verweiblichung kommt.

Viele Grüße

Kai
 

Giacomo_S

Noachite
13. August 2003
3.205
Boardadmin schrieb:
Man geht auch davon aus, daß die Spermaqulität des Mannes drunter leidet und es zu einer Verweiblichung kommt.

Viele Grüße

Kai

Ach deshalb trage ich jetzt immer Strapse, BH und Pömps.

Soweit ich weiss, haben wir in Deutschland so ziemlich die beste Trinkwasserqualität weltweit und wir leisten uns auch den Luxus, das Wasser nicht zu chloren. Allerdings ist es auch teurer als in anderen Ländern.
Die deutsche Trinkwasserverordnung ist verhältnismäßig streng. Viele Mineralwässer würden die übrigens nicht bestehen !
Was die Belastung mit Medikamentenrückständen betrifft, so denke ich, wird das Mineralwässer genauso betreffen, denn die kommen ja auch nur aus Brunnen wie unser Trinkwasser auch. Und das wird wenigstens laufend geprüft.
 

Trasher

Ritter der ehernen Schlange
10. April 2002
4.104
Giacomo_S schrieb:
... wir leisten uns auch den Luxus, das Wasser nicht zu chloren.
Sicher? Ich meine, der größte Teil des deutschen Trinkwassers sei gechlort. Nur eben in so geringem Maße, dass man es noch nicht so deutlich schmeckt wie in den südlichen Regionen des Kontinents.

Hab mal 'ne Führung im hiesigen Wasserwerk mitgemacht, kann mich jetzt aber auch irren.
 

dkR

Großmeister aller Symbolischen Logen
10. April 2002
3.142
Trasher schrieb:
Giacomo_S schrieb:
... wir leisten uns auch den Luxus, das Wasser nicht zu chloren.
Sicher? Ich meine, der größte Teil des deutschen Trinkwassers sei gechlort. Nur eben in so geringem Maße, dass man es noch nicht so deutlich schmeckt wie in den südlichen Regionen des Kontinents.

Hab mal 'ne Führung im hiesigen Wasserwerk mitgemacht, kann mich jetzt aber auch irren.
Dürfte jedes Wasserwerk machen, wie es es grad für angebracht hält, Auch etwas abhänig von der Jahreszeit und z.B. Überschwemmungen im Wasserschutzgebiet etc.
 

Giacomo_S

Noachite
13. August 2003
3.205
Java schrieb:
wenn man weiß wie man bei google suchen muß dann findet man auch selbst mal was:

http://www.geo.de/GEO/wissenschaft_...ce_druckansicht&SDSID=60913800000021066395025

Sieh an, die Nummer 1 führt Karbamazepin an. Das lässt tief blicken.

Karbamezepin ist zwar ein Medikament gegen Epilepsie - es wird aber auch oft zur Behandlung der bipolaren Störung (manisch-depressive Krankheit) verschrieben. Dass mittlerweile in einem solchen Ausmass Psychopharmaka verschrieben werden, dass hätte nicht mal ich geglaubt. (Und wer mich hier kennt, weiß, dass die angebliche "Durchseuchung" unserer Gesellschaft eines meines Lieblings-Verschwörungsthemas ist).
 

holo

Frechdachs
27. August 2005
2.712
Großversuch Homöopathie mit Beruhigungsmitteln? Vielleicht ist die Konzentration vor einer Steuererhöhung höher ... :twisted:
 

Java

Geheimer Meister
26. August 2005
120
heute steht in spiegel-online was über kokain im fluss:


FLUSSWASSER-STUDIE

Deutsche koksen ungeahnte Mengen

Von Markus Becker

Erstmals haben Forscher das Wasser deutscher Flüsse in einer umfangreichen Studie auf Kokainspuren untersucht. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Deutschen weit mehr Kokain konsumieren als bisher vermutet - allein am Rhein jährlich im Wert von 1,6 Milliarden Euro.

quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,383687,00.html
 

Java

Geheimer Meister
26. August 2005
120
hab grad im spiegel-online gelesen, das dieser effekt der verweiblichung der fische nicht nur in süssgewässern auftritt, sondern auch im pazifischem ozean vor der küste kaliforniens:


WASSERVERSCHMUTZUNG

Seefische ändern ihr Geschlecht

Vor der Küste Kaliforniens haben Wissenschaftler eine beunruhigende Entdeckung gemacht: Sie fanden männliche Fische, denen weibliche Geschlechtsorgane gewachsen waren. Als Ursache vermuten sie Umweltverschmutzung.



weiter heißt es:

Zwei Flachfischarten untersuchten die Wissenschaftler vom Southern California Coastal Water Research Project, und dabei fanden sie Eierstock-Gewebe in den Hoden der männlichen Tiere. Von 82 untersuchten Seezungen und Hornyhead Turbots wiesen 11 diese Veränderung auf. Diese Fischarten leben nah am Meeresgrund. Die Tiere wurden in Gegenden gefangen, in denen Abwasser ins Meer geleitet wird

mehr
 

Cebe

Großmeister
15. Oktober 2010
54
AW: Trinkwasser verunreinigt?!

aber immernoch mit genug rückständen verunreinigt - sprich nicht 100% rein ist.

Du wirst NIE "reines Wasser" finden ! Zumindest nicht aus dem Wasserhahn und auch nicht in der Natur. Medikamentenrückstände sind tatsächlich ein großes Problem, weshalb viele Klärwerke sich nun in dem Bereich aufrüsten.

Bestimmte Rückstände werden aber auch abgebaut. Insgesamt ist die ausgehende Gefahr zwar nicht so, dass man das Wasser meiden sollte, dennoch will man diese Rückstände natürlich entfernen, da das auch ein Umweltproblem ist und z.B. bei Rückständen von Antibiotika zu Resistenzen führen kann.
 

Lupo

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
3. Oktober 2009
4.955
AW: Trinkwasser verunreinigt?!

Ich kann mir vorstellen, dass das bei der Vielzahl von Substanzen sicherlich ein Riesenproblem ist. Und destillieren ist ja auch nicht das wahre.
 

Cebe

Großmeister
15. Oktober 2010
54
AW: Trinkwasser verunreinigt?!

Und destillieren ist ja auch nicht das wahre.

Auf jeden Fall ... - das ist nämlich auch verboten (dest. Wasser darf nicht als Trinkwasser verkauft werden) !!
Wobei es daher auch garnicht gewollt ist, "reines" Wasser zu bekommen.
Das Wasser soll nur sauber und keimfrei sein - aber eben nicht rein.
 

Lupo

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
3. Oktober 2009
4.955
AW: Trinkwasser verunreinigt?!

Ist richtig ... mein Wissen über Klärtechnik ist nicht mehr ganz aktuell - wenn ich mich recht entsinne, brauchts für jede Substanz, die man heraus haben will, ja nen eigenen Prozessschritt. Bei Medikamentenrückständen stell ich mir das als echte Sisiphus-Arbeit vor.

Das mit dem Destillieren war nicht ganz ernst gemeint.
 

Cebe

Großmeister
15. Oktober 2010
54
AW: Trinkwasser verunreinigt?!

Nicht immer. Man kann einige Stoffe gruppenweise ausfällen - z.B. die meisten Schwermetalle, was aber z.B. bei uns nicht gemacht wird. Oft wird auch nur mit sauberem Wasser "verdünnt", um unter den Grenzwert zu kommen, da im städtischen Abwasser z.B. kaum Schwermetalle vorkommen, da die Industrie diese selbst ausfällen muss.
Chloride werden auch fast nie ausgefällt. Die meisten organischen Verbindungen werden durch die biologische Reinigung entfernt. Es wäre z.B. auch möglich, das Wasser durch einen Nanofilter zu drücken, der nur Wassermoleküle und Salzionen durch lässt, aber die meist sehr großen organischen Moleküle (die Medikamentenwirkstoffe) zurück hält.
 

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