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Unsere Träume nachts

Notwehr

Geselle
1. Februar 2026
19
Für mich haben sie eine große Bedeutung als Künstler. Ich kann in die Träume der Menschen nachts kommen. Ich hole mir da geniale Ideen. Nachts in den Träumen kommen wir in andere Welten. Das hat mich immer fasziniert.
Inspiration. Bedeutungen.
Wie seht ihr das?
 

Giacomo_S

Ritter der Sonne
13. August 2003
4.791
Inspiration. Bedeutungen.
Wie seht ihr das?

Zeitweise in meinem Leben war ich in einer, nun sagen wir: prekären sozialen Situation, gleichwohl stabilisiert. Im Wachzustand kam ich damit ohne größere Probleme klar. In meinen Träumen aber drehte sich oft alles nur darum, da wurden mir meine sozialen Probleme immer wieder aufs Neue präsentiert. Und dies dann in immer wieder anderen Varianten, als ob mein unbewusstes Ich mir ständig sagen wollte: Dies sind die Probleme, die du zu lösen hast - als ob ich das im Wachzustand nicht allzugut genauso wüsste!
Das ist dann das eigentlich fiese an sozialen Schwierigkeiten, selbst wenn man eigentlich ganz gut abgesichert ist: Man kommt nicht zur Ruhe, im Schlaf holt einen das alles wieder ein.

Wirr wird es vor allem dann, wenn der Traum-Regisseur Personen und Situationen des Lebens zueinander in Beziehung setzt, die in der Geschichte des eigenen Lebens miteinander nie agiert, ja sich nicht einmal gekannt haben. Weil sie aus ganz verschiedenen Zeitebenen stammen, an voneinander weit entfernten Orten lebten, aus anderen Beziehungen kommen.
Sie haben dann nur eine einzige Gemeinsamkeit: Das eigene Ich.

Bedeutungen: Sicherlich. Das Unbewusste kramt die ungelösten Probleme im Traum wieder hervor, die man im Wachzustand meint, wenn schon nicht gelöst, aber zumindest unter Kontrolle zu haben.
Aber Inspiration?
Wenn ich so darüber nachdenke, so kann ich nicht sagen, ich hätte im Traum je eine wahrhaft zündende Inspiration gehabt. Allerdings bin ich auch kein Künstler, oder sehe mich jedenfalls nicht als solchen, wenngleich ich mich in meinem Beruf und auch meinen Hobbies täglich mit kreativen Impulsen beschäftige. Aber da sehe ich mich dann eher als Handwerker, vllt. Kunsthandwerker.

Tatsächliche Inspirationen hatte ich dann eher unter dem Einfluss von Cannabis oder auch Alkohol. Allerdings erwiesen sich dann mindestens 90% dieser "Inspirationen" im nüchternen Zustand als Schnapsideen (NB: Junge Amerikaner unserer Tage lieben diesen Begriff). Aber ja, ein wenn auch kleiner Rest nützlicher Ideen bleibt da trotzdem übrig.
 

Bella Varia

Geheimer Sekretär
30. Juli 2023
647
Wie seht ihr das?
Die Träume bestehen ja aus Bildern, die irgendwie grotesk sein können oder an einer Stelle plötzlich abbrechen, wie es realistisch im Wachzustand nicht wäre. Diese Bilder sind Imaginationen die eben aus einer anderen Dimension kommen oder durch sie entstehen, in die wir beim Schlaf eintauchen. Das ist schon seltsam, wenn wir die Traumbilder vergleichen mit dem, was wir im Wachen erleben. Was im Traum imaginativ erlebt wird, kann je nach Person fürs Wachleben inspirierend wirken.
 

Giacomo_S

Ritter der Sonne
13. August 2003
4.791
Die Träume bestehen ja aus Bildern, die irgendwie grotesk sein können oder an einer Stelle plötzlich abbrechen, wie es realistisch im Wachzustand nicht wäre.

Das Verrückte an Träumen ist ja, dass man diese völlig aburden Logiksprünge - erst bin ich mit meiner Mutter in einem Vergnügungspark, und mit einem Fingerschnipsen mit meinem Chef auf dem Mond - im Traum nicht einmal ansatzweise in Frage stellt. Man nimmt die Sprünge der Szenarien als gegeben hin und harrt der Dinge.

Und dann gibt es da diese Spezialklassen von Träumen ... erotische Träume etwa.
Spannend finde ich die Vorstellung, dass es bei dieser Art von erotischen Träumen tatsächlich feststellbare Unterschiede geben soll. Bei Männern soll es in dieser Klasse von Träumen mehr um physischen Sex gehen, während es bei Frauen mehr um Emotionen geht. Was, in gewisser Weise, Rückschlüsse darüber zulässt, dass das Unbewusste von Männern und Frauen Unterschiede aufweist: Bei den Männern geht es eben mehr um das Eingemachte, bei den Frauen mehr um das eigentlich Sinnliche, um es einmal so zu formulieren.

Eines aber haben Frauen & Männer im Schlaf und im Traum aber dennoch gemeinsam: Es laufen da im Schlaf eine Art "Testlauf" oder "Wartungsfunktion" der Sexualfunktionen ab, und zwar mehr oder weniger jede Nacht, unabhängig vom Alter, Potenz oder Reproduktionsfähigkeit. Und kein Mensch weiß, warum dies so ist, und welchem biologischen Zweck dies dient.
 
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