Balanceismus ist Schutz vor Gesellschaftsprobleme

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Bunter Hund

Geheimer Sekretär
2. Juni 2025
612
Das stimmt nicht! Das ist Quatsch! Die schlimmsten Leute sind die Rechtsradikalen und Rechtsextremisten.

 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.679
Nein, selbstverständlich sind die Linksradikalen und die Linksextremen die allerschlimmsten.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.679
Die? Hüstel.

Um wieder zurück zum Balanceismus zu kommen: Ich halte den Ansatz für unausgegorenen Quatsch.

Eine merkwürdig klingende Frage zu Anfang: Was für eine „Struktur“ hat eine Gesellschaft? Und was für eine „Struktur“ muss eine Sache haben, damit man sie ausbalancieren kann?

Eine Sache muss von Hause aus starr und unveränderlich sein, damit man sie überhaupt ausbalancieren kann. Ein Haufen Sand etwa lässt sich nicht ausbalancieren - bzw nur, wenn man ihn vorherein in eine feste Form zwingt und den einzelnen Sandkörnern jede eigenständige Bewegung unmöglich macht.

Eine Gesellschaft wird aus Menschen gebildet und der individualistischen Natur des Menschen nach kann sie weder materiell noch ideell „starr“ sein. Menschen gehen nicht restlos in der Gemeinschaft auf, sondern verfolgen ihre eigenen Interessen. Damit ist auch die Gesellschaft hoch dynamisch und auch aus sich selbst heraus veränderlich, auch ohne konkrete, nachvollziehbare oder gar steuerbare Einflüsse. Und Menschen lassen sich nicht gerne ihren Individualismus nehmen und durch die Gegend schubsen, nur damit irgendwelche abstrakten, sie gar nicht direkt und persönlich betreffenden Ideale von „Balance“ erfüllt sind. Sie gehen sehr schnell in die innere Kündigung, insbesondere, wenn sie aus Gründen der angeblichen „Ausgewogenheit“ zwangsweise verordnete, handfeste Limitierungen und Nachteile erfahren müssen. Meist verweigern sie dann alles, was man nicht erzwingen kann.

Und damit liegt bereits auf der Hand, dass Balanceismus nur ein weiteres Weltbeglückungskonzept ist, das ohne Zwang nicht auskommt und selbst dann nur schlecht funktioniert, weil es allenfalls widerwillig ausgeführt wird. Einfach, weil es für den einzelnen keinerlei Anreiz bietet. Die Gerechtigkeit, als die Nutzlosigkeit von Neid, weil es Allen gleich schlecht geht, bietet dem Einzelnen, sofern er noch alle Latten am Zaun hat, keinerlei Anreiz zu Engagement, sondern zu Fatalismus und Resignation.

Ganz im Gegensatz zu dem, was passiert, wenn man dem Einzelnen ermöglicht, von seinem Engagement selbst grundsätzlich unlimitiert zu profitieren und Nachteile zu überwinden und ihn nicht ab einer gewissen Vermögensgröße zum Volksfeind erklärt. Denn, wenn er so viel Erfolg hat und während er sein Vermögen sammelt, zahlt er Abgaben, schafft Arbeitsplätze, erzeugt technischen Fortschritt, kurz, er bringt die Gesellschaft voran. Die große Villa, die nach 100 Jahren von so jemandem noch bleibt, repräsentiert dann nur einen winzigen Bruchteil dessen, was er wirklich für Land und Leute geleistet hat.

Und es ist albernste und dümmste Kleinlichkeit, wenn links glaubt, mit dem Enteignen dieser Villen und Erschießen der 1% Reichen irgend etwas Dauerhaftes erreichen zu können. Wie nachhaltig so etwas ist, lässt sich schön auf Kuba sehen. Alles enteignen, die Gesellschaft zu einer unveränderlichen, homogenen Masse einfrieren und den Mangel gerecht, also gleichmäßig an an alle verteilen. Und dann 60 Jahre Stagnation und langsamen Verfall genießen, an dem aber dann selbstverständlich nicht die selbst verschuldet lausige eigene Wirtschaftsleistung, sondern nur der böse Kapitalismus schuld ist.
 

Pilz

Geselle
9. Januar 2026
19
Eine Sache muss von Hause aus starr und unveränderlich sein, damit man sie überhaupt ausbalancieren kann. Ein Haufen Sand etwa lässt sich nicht ausbalancieren - bzw nur, wenn man ihn vorherein in eine feste Form zwingt und den einzelnen Sandkörnern jede eigenständige Bewegung unmöglich macht.
Wo steht da was von einen Sandhaufen im Balanceismus?
 

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