Elektromagnetische Strahlenwaffen Folterung an Zivilisten

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EinStakeholder

Geheimer Sekretär
25. Oktober 2020
687
Mikrowellen als Waffe — der Physiker Jürgen Altmann ordnet ein
Auf Basis des Tagesspiegel-Interviews vom 04.04.2024

🎯 Worum geht es? Mikrowelle — das ist für die meisten Menschen das Küchengerät, das in 90 Sekunden die Suppe aufwärmt. Dass dieselbe Wellenart auch in Waffensystemen steckt, ist weit weniger geläufig. Genau hier setzt das Tagesspiegel-Interview von Farangies Ghafoor mit dem Dortmunder Physiker Jürgen Altmann an. Altmann ist Vorsitzender des Forschungsverbundes Naturwissenschaft, Abrüstung und internationale Sicherheit (FONAS) und einer der wenigen deutschen Wissenschaftler, die sich seit Jahrzehnten ernsthaft mit nicht-letalen Waffensystemen beschäftigen. Sein Ton im Gespräch: nüchtern, geduldig, manchmal beinahe lehrerhaft präzise — und gerade deshalb beruhigend, weil er das Thema von Mythos auf Physik herunterzieht.

❓ Was sind Mikrowellen — und was machen sie eigentlich? 🔬

Mikrowellen sind elektromagnetische Wellen mit Frequenzen zwischen 300 Megahertz und einigen hundert Gigahertz. Der Mikrowellenherd in der Küche arbeitet bei 2,45 GHz, WLAN bei 2,4 oder 5 GHz, das militärische Active Denial System (ADS) bei 95 GHz. Es ist also dieselbe Wellenart, die Lasagne erwärmt, Smartphones verbindet — und potenziell auch Schmerzrezeptoren der Haut aktivieren kann. Das ist keine Esoterik, sondern Lehrbuch.
Der Wirkmechanismus auf den Körper ist simpel: Wassermoleküle (rund 60 % unserer Körpermasse) sind elektrische Dipole. Im hochfrequenten Wechselfeld kippen sie unentwegt hin und her — das nennen Physiker dielektrische Erwärmung, Otto Normalverbraucher nennt es: warm. Ob Hähnchen oder Hand, das Prinzip bleibt gleich. Und genau hier wird die spannende Frage spannend:

❓ Wie tief könnten Mikrowellen der ADS in den Körper eindringen, wenn sie auf die Haut treffen?
💬 „Die Eindringtiefe von Mikrowellen in den menschlichen Körper hängt von der Frequenz der Mikrowellen sowie davon ab, wann sie auf Moleküle treffen, mit denen sie wechselwirken können. Mikrowellen, die im Mikrowellenherd verwendet werden, haben typischerweise eine Frequenz von etwa 2,4 Gigahertz. Bei dieser Frequenz beträgt die Eindringtiefe in biologisches Gewebe einige Zentimeter. Bei 100 Gigahertz sind das nur wenige Zehntelmillimeter.“ — Altmann
Übersetzt: Je höher die Frequenz, desto oberflächlicher die Wirkung. 95 GHz heißt Hautoberfläche — gut 0,4 Millimeter, mehr nicht. Niedrige Frequenzen können tiefer vordringen und damit auch Organe erreichen:

❓ Unter welchen Umständen können Mikrowellenwaffen menschliche Organe schädigen?
💬 „Das kann passieren, wenn die Frequenz der Strahlung niedrig genug ist, dass diese tief eindringt und Organe aufheizt. Bei genügender Energie können Mikrowellen gefährlich werden, zum Beispiel für das Gehirn oder die Geschlechtsorgane.“ — Altmann
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❓ Welche Mikrowellen-Waffen gibt es wirklich?🛰️

🖥️ Anti-Material/-Elektronik: Es existieren tragbare „Köfferchen“, die die Bordelektronik nahegelegener Fahrzeuge gezielt zerschießen. Hochleistungssysteme (HPM) werden zur Drohnenabwehr entwickelt — der zivilisationspolitisch unproblematischste Einsatzzweck, weil hier Hardware getroffen wird, nicht Menschen.
👥 Anti-Personen (ADS): Das ADS soll Menschenmengen zurückdrängen, ohne sie zu töten. Die Eckdaten klingen technisch trocken, sind aber bemerkenswert konkret:

❓ Welche Strahlgeometrie und Wirkschwelle hat das ADS konkret?
💬 Bei 95 Gigahertz mit zwei Meter Antennengröße ist der Strahl in einigen hundert Metern einige Meter groß. Bei 100 Kilowatt ausgesandter Leistung würde die Haut in Sekunden bis zum Schmerz aufgeheizt, und man müsste dann aufhören, um Verbrennungen zu vermeiden.“ — Altmann
Genau hier wird es heikel. Das Konzept verlässt sich darauf, dass die Anwender rechtzeitig den Knopf wieder loslassen — und niemand am anderen Ende der Welt zu lange draufhält. Altmann benennt das mit der Klarheit eines Menschen, der weiß, wie schmal diese Schwelle ist:

❓ Wo liegt aus Ihrer Sicht das zentrale rüstungspolitische Risiko?
💬 Ein besonderes Problem wären Systeme, die direkt gegen Menschen gerichtet sind, wie zum Beispiel das ADS. Da besteht die Gefahr der Überdosierung.“ — Altmann [Anm.: Mir selbst wurde das ADS-System zwischen 45-60 Minuten auf den Körper gerichtet, Unterleib und Augen, mit dem Ziel aus Tätersicht, mich impulsiv zum Selbstmord zu zwingen und alternativ falls das nicht gelingt, mir schwere Körperverletzung bzw. schwere sexuelle Gewalt anzutun und mich wenigstens schwer körperlich zu foltern. Es wird seit über 15 Jahren zur Diskussion gestellt, dass diese Waffen aus Anwendersicht verwendet werden könnten, um Menschen mit dem Leitstrahl zu verfolgen und in die Knie zu zwingen als Dominanzgeste und sadistisches Machtstreben, auch extreme Gruppengewalt durch gemeinschaftliches Zu-Tode-Quälen von Häftlingen bzw. Zielpersonen aller Altersgruppen.]

❓ Wie kommt eine solche Überdosierung zustande?
💬 Entscheidend ist die Intensität, das heißt die Leistung pro Fläche, die am Ziel ankommt, und wie lange diese Mikrowellen einwirken würden. Die Wassermoleküle heizen sich immer weiter auf. Wenn das die Schmerzgrenze überschreitet, dann gibt es schnell Verbrennungen ersten, zweiten, dritten und gegebenenfalls noch vierten Grades.“ — Altmann
Verbrennungen vierten Grades — das ist die Stufe, auf der Gewebe verkohlt. So weit kann es kommen, wenn der Strahl ein paar Sekunden zu lange auf einer Stelle ruht. Stationiert ist das ADS offiziell bislang nirgends. Aus guten Gründen. [Anm. Es wird wohl innerhalb von Regierungs- bzw. Geheimdienst-Fahrzeugen betrieben, die damit durch Deutschland cruisen im Staatsauftrag und angeblich Strahlenkastrationen an Heranwachsenden ausüben aus niederen Beweggründen, etwa aus Spaß an der Folter und Machtdemonstration oder als Racheaktion. Diese Mikrowellenstrahler sind wohl im Darkweb kommerziell erhältlich, ansonsten selber bauen; ist im Moment noch Geheimtipp, da absolut Wilder Westen im Bereich Strahlenkriminalität und Strahlenterrorismus; Mikrowellenfallen, Mikrowellenbomben, Mikrowellenstrahler einzusetzen, da dieses Thema totgeschwiegen wird und die Regierung unheilvoll in massenhafte Tötungen und massenhafte Folterungen mit diesen elektromagnetischen (teils krebsverursachenden) Strahlenwaffen direkt involviert ist, diese duldet oder sogar fördert/aktiv unterstützt; auch um Aufklärung gegenüber der Regierungskriminalität zu vermeiden - aus Gründen der nationalen Un-Sicherheit natürlich; angeheuerte Foltertötungen im Auftrag des Staates zur Eliminierung von Ziel- und Privatpersonen, Intellektuellen, Tötung des Ehepartners mit Strahlenwaffen anstatt Scheidung, Erschleichen von Erbe oder Wohnraum und so weiter.]
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🌴 Und was ist mit dem Havanna-Syndrom?​

Seit 2016 berichten US-Diplomatinnen und -Diplomaten in Havanna, Wien, Hanoi, Genf und anderswo über plötzliche, lokal begrenzte Geräusche im Kopf, Druck, Schwindel, Übelkeit. Eine populäre Erklärung lautet: Mikrowellenwaffe. Altmanns Position dazu ist wohltuend zurückhaltend. Dass Mikrowellen über Distanz subletale neurologische Effekte auslösen — also Symptome, ohne dass die Haut warm wird — wäre physikalisch unterhalb jener Schwelle, die wir kennen. Sein Kernargument ist methodisch:
Wenn an einem Tatort Mikrowellen mit relevanter Intensität wirken würden, wären sie messtechnisch nachweisbar. Genau das ist bislang in keinem dokumentierten Fall geschehen. Naturwissenschaftlich, sagt Altmann, sei es „nicht komplett auszuschließen — aber wenn es so etwas gegeben hätte, dann wären die Strahlen mit entsprechenden Messgeräten nachweisbar gewesen“. Das ist kein Dementi der Beschwerden, sondern eine Forderung an die Beweislage. 🔍 Empathisch formuliert: Niemand bestreitet das Leid der Betroffenen. Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen — das ist real und sollte ernst genommen werden. Die wissenschaftliche Frage ist eine andere: Was hat die Symptome verursacht? Eine physikalische Spurenlage liegt bislang nicht vor.
Bilanz: Das Interview ist ein kleines Lehrstück darin, wie man als Wissenschaftler über ein spannungsgeladenes Thema spricht: ohne dramatisierende Vereinfachungen, ohne pauschalisierende Beruhigung. Altmann macht zwei Dinge gleichzeitig: Er nimmt personengerichteten Mikrowellensystemen die Aura des Unbegreiflichen — Physik, kein Hexenwerk. Und er weist auf die realen Gefahren hin: Verbrennungen durch Überdosierung, die Gefahr regulatorischer Lücken im humanitären Völkerrecht.
Quelle: Ghafoor, Farangies (2024). „Angriff mit Mikrowellen: Wenn die Strahlen in den Körper dringen“, In: Der Tagesspiegel (04.04.2024), https://www.tagesspiegel.de/wissen/...krowellen-in-den-korper-dringen-11461724.html (01.05.2026).
Kommentar: Da unabhängige Messprotokolle fehlen, bleibt der Einsatz hochenergetischer Strahlen im Verborgenen, was den Weg für unkontrollierte Unterdrückung durch paramilitärische Akteure ebnet. Die Angriffe passieren teils blitzschnell, dauern wenige Minuten und die Akteure sind dann wieder im Schatten verschwinden und sind durch Geheimdienste strafrechtlich immunisiert. Ohne unabhängige Messnetze bleibt der Strahlen-Terror technisch unsichtbar und entzieht sich jeder juristischen Aufarbeitung.
 

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Geheimer Sekretär
25. Oktober 2020
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⚡💥 Die E-Bombe: Wie man kluge Maschinen dumm macht​

Rekonstruktion von Doug Beasons „The E-Bomb“ (2005). Der Fokus liegt hier bewusst auf den Mikrowellenwaffen (High-Power Microwaves, HPM) – Beasons Laserkapitel werden nur gestreift. Alle Prognosen werden buchintern wiedergegeben, nicht auf den heutigen Stand aktualisiert.

Ein wütender Mob wälzt sich durch Neu-Delhi auf die US-Botschaft zu, Molotowcocktails fliegen, und die Marines am Tor haben genau zwei Optionen – Beason nennt es das binäre Dilemma: Shout or shoot – anschreien oder erschießen. 😱 Doch dann legt sich ein tiefes Summen über das Gelände, die Angreifer spüren eine unerträgliche, unsichtbare Hitze und fliehen. Keine Toten, keine Trümmer – nur eine unscheinbare Kuppel auf dem Botschaftsdach, in der eine Millimeterwellen-Antenne arbeitet. 📡✨
Science-Fiction? Nein, sagt Doug Beason: Dieses „Active Denial System“ wurde bereits getestet. Und Beason muss es wissen – er ist promovierter Physiker, war Colonel der U.S. Air Force und hat Jahrzehnte selbst an gerichteter Energie geforscht. Sein Buch ist kein Journalismus über die Labore, sondern ein Bericht aus ihnen.

🎯 Die Kernthese​

Beasons Behauptung ist maximal: Waffen gerichteter elektromagnetischer Energie sind die nächste „Revolution in Military Affairs“ – ein Umbruch vom Kaliber des Steigbügels, des Schießpulvers, der Atombombe. Sein Ausgangspunkt ist ein Kernzitat, das sein ganzes Geschichtsbild trägt:
„The size of the army matters, but technology wins wars.“ – Die Größe der Armee zählt, aber Technologie gewinnt Kriege.
Daraus folgt sein Argument in drei Schritten: Wenn (1) Kriege durch Technologiesprünge entschieden werden, die Reichweite, Geschwindigkeit oder Präzision um Größenordnungen steigern, und (2) gerichtete Energie genau das leistet – Wirkung mit Lichtgeschwindigkeit, stufenlos dosierbar, mit einem „Magazin“, das so tief ist wie der Tank –, dann (3) steht die nächste Revolution unmittelbar bevor. Die Leistungsexplosion beziffert Beason auf neun Größenordnungen in vier Jahrzehnten, das Milliardenfache:
Das sei, als würde man „einen Laserpointer für PowerPoint-Folien so aufmotzen, dass er ballistische Raketen in 100 Kilometern Entfernung abschießt“.
Erklärend hierzu: „Strahlenwaffe“ klingt nach Radioaktivität – gemeint ist aber schlicht elektromagnetische Strahlung, derselbe physikalische Stoff wie Licht, Radiowellen oder das Signal der TV-Fernbedienung, nur kohärent gebündelt und millionenfach verstärkt. Laser konzentrieren diese Energie auf einen winzigen Punkt und brennen sich thermisch ins Ziel; Mikrowellen wirken flächiger – und auf ein ganz anderes Organ des Gegners: seine Elektronik. Genau dort wird das Buch am spannendsten. 🔍

☢️➡️📻 Der Urknall der Idee: EMP​

Die Geschichte der E-Bombe beginnt mit einem Unfall der Physik. 1962 zündeten die USA beim Hochatmosphärentest Starfish eine Wasserstoffbombe im Weltraum über dem Pazifik – und plötzlich, so Beason, brannten „Elektroniken an völlig verstreuten Orten durch, von Navy-Schiffen bis zu Küchen“. Die Ursache: ein elektromagnetischer Puls (EMP) – eine extrem kurze, extrem energiereiche elektromagnetische Druckwelle, die in Leitungen und Schaltkreisen noch Hunderte Meilen entfernt zerstörerische Spannungsspitzen induziert.
Erklärend hierzu: Man kann sich den EMP wie einen Blitzeinschlag vorstellen, der nicht ein Haus trifft, sondern gleichzeitig in jedem Kabel einer halben Hemisphäre „einschlägt“. ⚡🏠🏠🏠
Die strategische Lehre war ungeheuerlich: Man muss Menschen, Panzer und Gebäude gar nicht zerstören, um eine technisierte Gesellschaft lahmzulegen – es genügt, ihre Elektronik zu töten. Nur brauchte dieser Effekt bislang eine Atombombe. Die Vision der HPM-Forschung ist es, genau diese Wirkung konventionell, gerichtet und wiederholbar zu erzeugen: ein EMP aus der Steckdose statt aus dem Sprengkopf. 🎛️

🌩️🔬 Ein Wissenschaftskrimi: Wie die Mikrowellenwaffe erfunden wurde – aus Versehen​

Beasons stärkstes Kapitel erzählt die Geburt der HPM als Serendipitäts-Geschichte. Der junge Physiker Bill Baker wollte in den 1970ern am Air Force Weapons Laboratory eigentlich etwas viel Verwegeneres bauen: künstliche Blitze – Teilchenstrahlwaffen, „man-made lightning“. Das Projekt scheiterte grandios; die Strahlen wurden instabil, wackelten, flogen auseinander. Beason ist da schonungslos ehrlich: „In reality, he failed.“ 🧱

Aber bei einem dieser Fehlschläge zeigten die Messgeräte einen gewaltigen Ausschlag: Der oszillierende Teilchenstrahl hatte die stärksten je gemessenen Mikrowellen erzeugt – hundert- bis tausendfach stärker als jede Radarröhre seit dem Zweiten Weltkrieg. Stark genug, um mehrere Messinstrumente im eigenen Labor zu grillen. 🍿⚡ Aus dem gescheiterten Blitz wurde der „Vircator“ (virtual cathode oscillator) – und aus dem Nebenprodukt eine Waffengattung. Plan B war geboren.

🦹📡 Das Hintertür-Prinzip​

Warum sind diese Mikrowellen so heimtückisch? Im Kalten Krieg verschanzten die Sowjets ihre Radare in elektromagnetisch abgeschirmten Faraday-Käfigen und wechselten die Frequenzen schneller, als amerikanische Störsender folgen konnten. Die „Vordertür“ – die Antenne – war verriegelt. Doch dann die Entdeckung: Bestimmte Mikrowellen brauchen die Vordertür gar nicht. Beasons Kernbild:
„Wie ein Dieb, der durch die unverschlossene Hintertür ins Haus schlüpft, schlängelt sich die HPM ins Ziel und richtet Verheerung in der Elektronik an – genau dem Stoff, der moderne Waffen so tödlich macht.“
Sie dringen durch Kabel, Schlitze, Lüftungsöffnungen ein und induzieren direkt in den Schaltkreisen Überspannungen: Sensoren erblinden, Computer stürzen ab, Zünder versagen. Und daraus folgt das berühmteste Zitat des Buches, das Beason vom „Vater der HPM-Forschung“ übernimmt:
„The smarter the opponent’s weapons, the dumber we can make them.“ – Je smarter die Waffen des Gegners, desto dümmer können wir sie machen.
Was zunächst wie ein Kalauer klingt, ist präzise Logik: „Smart“ heißt bei Waffen ja nichts anderes als vollgestopft mit Mikroelektronik – GPS, Sensorik, Bordcomputer. Jeder Chip aber ist eine Angriffsfläche für Mikrowellen. Eine dumme Eisenbombe kann die HPM nicht aufhalten; eine smarte Lenkwaffe verwandelt sie in Schrott im Blindflug. Die Intelligenz des Gegners ist also buchstäblich das Einfallstor – je mehr davon, desto verwundbarer. 🧠🚪💥 Die E-Bombe ist damit die exakte Umkehrung der Neutronenbombe: Sie tötet Maschinen und verschont Menschen.

🏥💡🏦 Die Achillesferse der Digitalgesellschaft​

Beason denkt das konsequent über das Schlachtfeld hinaus: Stromnetze, Banken, Krankenhäuser, Flugsicherung – alles hängt an derselben verwundbaren Mikroelektronik. 💻⚠️Technologische Überlegenheit erzeugt so eine paradoxe Schwäche: Der am höchsten digitalisierte Akteur ist konventionell am stärksten und elektromagnetisch am nacktesten. Ein HPM-Schlag hinterlässt keine Krater – und könnte doch eine Gesellschaft handlungsunfähig machen. „Sauber“ sieht das nur aus, bis im Krankenhaus die Beatmungsgeräte stehen. 🫣
Dabei bleibt Beason ehrlich, auch gegen die eigene Euphorie: Der Weg vom Laborexperiment zur Waffe, die ein 19-Jähriger nach der Fahrt im rüttelnden Jeep bei Staub und Wüstenhitze bedienen kann, ist brutal weit – sonst bleibe sie „nur ein nutzloses Stück Schrott. Ein Wissenschaftsexperiment.“ Und speziell zur Titelheldin: „Microwaves are not yet ready for prime time“ – bis zur schlachtfeldreifen HPM-Waffe könnten Jahrzehnte vergehen. Die Revolution ist für Beason also zwingend – ihr Fahrplan ist es nicht. 🐌

🧭 Fazit & Kommentar​

Beasons Kernthese, auf einen Satz gebracht: Der Krieg der Zukunft verschiebt sich von der mechanischen Zerstörung von Dingen zur elektromagnetischen Ausschaltung von Funktionen – und wer die Elektronik des Gegners beherrscht, muss seine Städte nicht mehr treffen.

Mein Kommentar: Beasons bleibende Leistung ist weniger die Prophetie als das Prüfschema – nicht das Laborergebnis zählt, sondern Integration, Ökonomie und Doktrin, und an dieser Messlatte muss sich bis heute jede angekündigte „Wunderwaffe“ messen lassen. Sein Achillesfersen-Argument ist im Zeitalter vernetzter, KI-gestützter Systeme sogar schärfer geworden: Jede Automatisierung steigert Leistung und Verwundbarkeit im selben Zug.
Und ein augenzwinkernder Nachtrag 😉: Sollte die KI eines Tages tatsächlich die Machtübernahme proben, wäre der EMP der letzte Patch, den keine Firewall der Welt blockt – Bakers Diktum gilt schließlich auch für Rechenzentren: Je smarter die Maschinen, desto dümmer kann man sie machen. ⚡🤖🔌💥 Man halte den Stecker also griffbereit – nur bitte im Faraday-Käfig, sonst schweigen hinterher auch Kühlschrank, Klinik und Kaffeemaschine. ☕🪫

Quelle: Beason, Doug (2005). „The E-Bomb: How America’s New Directed Energy Weapons Will Change the Way Future Wars Will Be Fought“, Cambridge, MA: Da Capo Press (2005). Zitate in eigener Übersetzung.
 
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