Eskalation USA - Iran

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Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.753
Wobei das Interessante dabei ja ist, dass sich Kommunisten und Faschisten in ihren Methoden nicht so wirklich unterscheiden. Hitler hatte ja eigentlich auch an der Machtausübung Stalin recht wenig auszusetzen - nur dass dieser eben aus der kommunistischen Ecke kam.
Ich glaube, Hitler hatte an niemands Machtausübung groß etwas auszusetzen, außer an der Unterdrückung der jeweiligen deutschen Minderheit durch Polen und Tschechen.

Was beide Systeme verband, war ihr Totalitarismus. Der linke Totalitarismus ging dabei erst einmal sehr viel weiter, weil er ja qua Ideologie das gesamte Wirtschaftsleben umfaßte, also den halben Tag oder mehr eines jeden Untertanen. Dem Faschismus konntest Du Dich weitgehend entziehen (innere Emigration), bis er irgendwann Deine Kinder holen kam, um sie zu erziehen. Als Jude hattest Du in D natürlich Pech, aber das betraf kaum ein anderes der heute faschistisch genannten Regime.

Witzigerweise ist letztlich wahrscheinlich jedes System totalitär. Selbst der stinknormale Anstand, der nichts weiter als ein friedliches und kooperatives Zusammenleben ermöglichen soll, regelt am Ende, ob man nackt auf die Straße darf oder nicht, und wenn er das nicht mehr durchsetzt, geht er unter, und dann darf man nackt auf die Straße gehen, die Stadt mit Sichtbeton verschandeln und den Sichtbeton mit Graffiti, und auf den Boden spucken, sich dreimal scheiden lassen und von den braunen Augen einer Minderjährigen schwärmen.
 

Pilz

Geheimer Meister
9. Januar 2026
224
"Donald Trump will hart bleiben und den Iran in die Knie zwingen.


Zitat:

"Der US-Präsident Donald Trump soll Peking zu einem hochrangigen Gipfeltreffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping Anfang April besuchen. Aber Donald Trump hat schon "angedroht", nicht zu kommen, sollte China nicht seine Marine schicken, um den Iran zu zwingen, die Meerenge von Hormus für pro-israelische und pro-amerikanische Schiffe zu öffnen.

Durch die Destabilisierung der gesamten Region stellt der US-israelische Angriffskrieg ein großes wirtschaftliches Risiko nicht nur für China, sondern für die ganze Welt dar, insbesondere für die Energieimporteure im globalen Süden."
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.753
Mir ging es darum, die Menschenverachtung einer bestimmten Seite, die dann mit dem Völkerrecht argumentiert, wenn es für sie gerade opportun ist, darzustellen, und nicht darum, zu erklären, wie deren Milieu funktioniert.

According to a source, "When Trump keeps saying he wants to take over Greenland, and then what happened in Venezuela, we had to take all scenarios seriously." The US attack on Venezuela also convinced the governments that "the official US is not functioning as usual", which had to be taken into account in their threat assessments. "Trump doesn't have the same level of people around him as before who would talk him out of it. It's super dangerous," says the source.

Wie die offene Verachtung des Völkerrechts seitens der USA dazu führte, daß ihre Verbündeten sich darauf einstellten, sich mit Waffengewalt verteidigen zu müssen.

Aber was rede ich, das Interesse der USA an Grönland ist ja nur zu berechtigt...
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.789
"Trump doesn't have the same level of people around him as before who would talk him out of it. It's super dangerous,"

Beim direkten Vergleich mit seinem Vorgänger fällt auf, dass Biden ein seniles Wrack mit heftigen kognitiven Aussetzern war, der am ehesten in ein Pflegeheim gehört hätte. Wer genau für die Texte, die er von Teleprompter ablas, verantwortlich war, und wer die Unterschriftenmaschine bediente, ist unbekannt.

Merkwürdigerweise gab es hier keine Stimmen und Quellen, die diesen Zustand als besorgniserregend, geschweige denn supergefährlich bezeichnet hätten. Im Gegenteil, es wurde immer wieder betont, wie fit und präsent Biden doch sei. Man mag dies jetzt als Whattaboutismus abtun, aber eine Quelle, die bei Trump „supergefährlich“ behauptet und bei Biden jedoch schwieg, disqualifiziert sich meines Erachtens selbst.

Natürlich ist es immer supergefährlich, unqualifiziertes und ungeeignetes Personal auf derartige Posten zu setzen. Wer sollte das besser wissen als die Deutschen? Und bei dem Trauerspiel, das wir uns seit Jahrzehnten leisten, sind wir wohl kaum in der Position, uns über die Staatsführer anderer Nationen zu mokieren.

Wenn die angebliche Abwesenheit von Leuten, die Trump ins Gewissen reden könnten supergegährlich ist, warum springt Merz denn nicht in diese Lücke? Wäre er geeignet dafür? Mir würde bei diesem Gedanken angst und bange.


Was beide Systeme verband, war ihr Totalitarismus. Der linke Totalitarismus ging dabei erst einmal sehr viel weiter, weil er ja qua Ideologie das gesamte Wirtschaftsleben umfaßte, also den halben Tag oder mehr eines jeden Untertanen. Dem Faschismus konntest Du Dich weitgehend entziehen (innere Emigration), bis er irgendwann Deine Kinder holen kam, um sie zu erziehen.

Danke. Das war es, was in meiner Argumentation noch gefehlt hat. Keine Ahnung, warum ich den Totalitarismus nicht erwähnt habe.

Die Möglichkeit, sich dem Faschismus durch innere Emigration zu entziehen, sehe ich beim linken Totalitarismus genau so, ich denke, zumindest hatten alle DDR-Bürger, die ich in Zeiten der DDR kennen gelernt habe, so gelebt.

Ich denke Totalitarismus hat grundsätzlich keinerlei Interesse daran, Dir auch nur eine einzige Minute am Tag für Dich selbst zu lassen und Dir ein inneres Exil zu ermöglichen. Das ist ja das Totale daran und auch der dabei erreichte Grad der eigentliche Schrecken des Ingsoz in 1984.

Grenzen setzen da nur die technischen Möglichkeiten, und die sind heute erschreckend besser.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.753
Eigtl. ging es mir um Völkerrecht und Vertrauen, und nicht darum, ob Präsident Biden oder Präsident Trump psychisch, physisch oder mental für ihr Amt geeignet sind oder waren.
sind wir wohl kaum in der Position, uns über die Staatsführer anderer Nationen zu mokieren.
Na, dann lasse ich das eben wieder. Kein Wort mehr zu Präsident Trump, Präsident Putin oder den Ayatollahs.
zumindest hatten alle DDR-Bürger, die ich in Zeiten der DDR kennen gelernt habe, so gelebt.
Die späte DDR war eine unglaubliche nette Diktatur, verglichen mit dem frühen Sowjetsystem. Sogar Rußland war das.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.789
Eigtl. ging es mir um Völkerrecht und Vertrauen, und nicht darum, ob Präsident Biden oder Präsident Trump psychisch, physisch oder mental für ihr Amt geeignet sind oder waren.

Na, dann lasse ich das eben wieder. Kein Wort mehr zu Präsident Trump, Präsident Putin oder den Ayatollahs.

Na, etwas gereizt? Mir ging‘s doch überhaupt nicht um Dich, sondern um mediale Einseitigkeit, die Kritik nur noch in eine Richtung kennt.

Gut - Völkerrecht und Vertrauen. Wie gesagt, da dem Völkerrecht ja seine Durchsetzbarkeit abgeht, ist es eher eine Vereinbarung auf Gegenseitigkeit. Nur jemand, der sich selbst ans Völkerrecht hält, kann auch darauf bestehen, dass es ihm gegenüber eingehalten wird.

Ist das schon alles? Eher nicht - weil, so weit ich es begriffen habe, grundsätzlich die Menschenrechte mitgeltender Anteil des Völkerrechtes sind. Allerdings muss ich zugeben, dass die Frage danach zwar eigentlich ganz einfach mit ja/nein zu beantworten wäre, aber sehr viel wortreichere Antworten zutage fördert, die ich jetzt nicht alle durchgeackert habe.

Aber hier sehe ich einiges, was Trump entlastet.

Vertrauen? Nun. Trump ist Geschäftsmann. Da gehört eben eine gewisse Schlitzohrigkeit dazu, die sich aber doch noch substantiell vom dem in unserer Politik üblich gewordenen platten Lügen unterscheidet.

Die späte DDR war eine unglaubliche nette Diktatur, verglichen mit dem frühen Sowjetsystem. Sogar Rußland war das.

Das stimmt - den Vogel in dieser Hinsicht schießt wohl Pol Pot ab, der in seiner vierjährigen Herrschaft (je nach Schätzung) bis zu 25% seiner Bevölkerung umgebracht hat. Das macht die DDR im Vergleich deutlich weniger schlimm, aber noch lange nicht gut.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.753
Präsident Trump droht damit, Territorium verbündeter Staaten zu annektieren. Gleichzeitig läßt er ausländische Kriminelle in internationalen Gewässern ermorden, verschleppt völkerrechtswidrig einen ausländischen Präsidenten und führt jetzt völkerrechts- und verfassungswidrig einen Krieg. Das macht seine Drohung glaubwürdig und führt dazu, daß seine Verbündeten das Vertrauen in ihn und sein Land verlieren.

Viellt. stellt sich ja als nächstes heraus, daß die USA Gibraltar brauchen, oder den Nord-Ostseekanal. Einstweilen stürzt er die Weltwirtschaft ins Chaos und erklärt, daß den Schlamassel bitte aufräumen soll, wer am meisten davon betroffen ist.

weil, so weit ich es begriffen habe, grundsätzlich die Menschenrechte mitgeltender Anteil des Völkerrechtes sind.
Nein. Und deswg. war das so ein Aufriß, einen Grund für das Eingreifen in Serbien zu finden. Da mußte man dann schnell beschließen, daß ein Völkermord alles rechtfertigt und Serbien gerade einen begeht.

Es geht nicht um Schuld oder Entlastung, das ist ohnehin völlig willkürlich. Es geht darum, daß Präsident Trump den Vertrauensbonus der USA verspielt. Kein Geschäftsmann, ein Zocker.

(Und selbstverständlich lügt der Mann, und zwar andauernd, das kann man jetzt im Kriege wieder jeden Tag beobachten. Seine Prahlerei war vier Jahre lang ganz erfrischend, im Vergleich mit der sonst in den evangelikalen USA üblichen Heuchelei, aber das ist auch alles.)
Na, etwas gereizt?
Ja.
 

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