Eskalation USA - Iran

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Zerch

Ritter-Kommandeur des Tempels
10. April 2002
4.559
Japan hat seine Abwehrinfrastruktur um Raketen mit höherer Reichweite bereichert, was aktuell für etwas Zündstoff mit China sorgt.
Japan möchte der USA jetzt helfen.
Die USA haben Japan sicherlich zu dieser Willensbereitschaft verhelfen müssen, und es wurde nebenbei an vergangene Zeiten ernnert.
 

Karacho Heinz

Geheimer Meister
1. September 2024
273
Ich sehe da schon eine ziemliche Besessenheit vom Nobelpreis.
Bis zu dem Ding mit Venezuela wäre ich da sogar noch mitgegangen. Da aber sämtliche besänftigungsversuche (mit Preisen überschütten, die venezulanische Frau wollte dem ihren Friedensnobelpreis sogar schenken) ins leere gelaufen sind bei dem darf man schon Zweifel haben ob ihm der Preis wirklich so wichtig war. Als dann aber 2 Menschen im wasser treibend einfach mal so weggebombt wurden (im krieg wäre das ein kriegsverbrechen, so wars einfach nur Mord), und dann jetzt der Krieg mit dem Iran lässt mich da jetzt eher vom Gegenteil ausgehen, was aber nicht bedeuten soll Sie könnten nicht doch Recht haben, nur damit wir uns hier verstehen.

IWenn die Demokraten sich nicht dazu durchringen, einen wählbaren Kandidaten aufzustellen, bekommen wir dann eine seiner Kreaturen, Herrn Vance, Herrn Rubio oder Herrn Hegseth, alle noch einmal doppelt so dumm und arrogant und dreimal so gefährlich, weil im Ggsatz zu Präsident Trump wirklich kriegslüstern.
Hier stimme ich ausdrücklich zu, und teile ihren Wunsch dass uns das hoffentlich erspart bleiben wird. Allerdings ist meine Zuversicht, vor allem nach den 2 nicht so erfolgreichen Impeachments in seiner 1. Amtszeit, eher getrübt.

Wir werden sehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.785
Oh, damals war er ihm wichtig, aber dann könnte er in eine Trotzreaktion verfallen sein. Er hat ihn sich verdient, und diese neidischen Narren haben ihn ihm nicht gegeben, jetzt ist er sauer. Hat er nicht den norwegischen Ministerpräsidenten bedroht, im Zusammenhang mit Grönland, weil der ihm den Preis nicht gegeben hat?

Der Mann hat die Mentalität eines Dreijährigen.
 

Nachbar

Ritter Kadosch
20. Februar 2011
5.155
Grandios! Der Beitrag #47 fetzt wirklich.
Wie lange schraubt man rum, um einen Bogen vom Iran-Krieg zu den 68ern und den bundesdeutschen Grünen zu schlagen und denen - hübsch subtil - die Grundschuld an allem Über anzudichten?
Als ob die Studentenproteste gegen den Schah nicht berechtigt gewesen wären.
Als ob die 68er Chomeini an die Macht getragen hätten.
Und so weiter. Ich könnte mühelos jeden Satz zerlegen.
Aber immerhin so geschrieben, dass sich ein unbedarfter Leser in dem ganzen Stuss verirren könnte. Respekt dafür.

Und in dem Augenblick dreht das Völkerrecht hohl, weil es sich sehr leicht dazu instrumentalisieren lässt, irgendwelche Unrechtsregime zu betonieren. Ich wundere mich schon sehr z.B. über Sarah Wagenknecht, bei einem Regime, das mal eben zum eigenen Machterhalt 30 000 Menschen umbringt, noch mit Völkerrecht
zu argumentieren.
Das Völkerrecht ist keine Handlungsempfehlung, sondern ... geltendes Recht.
Für eine militärisch eher schwache Mittelmacht wie Deutschland, das seinen Wohlstand dem Export verdankt, ist eine regelbasierte Weltordnung existenziell. Die deutsche Politik sollte entschieden dafür eintreten, auch angesichts und trotz des deprimierenden Umstands, dass ein Bruch des Völkerrechts oft ohne direkte Folgen bleibt. Aber der Bruch wird nicht vergessen, er bleibt dokumentiert, und er bleibt Unrecht. (So wie die Meinungsfreiheit auch dann ein Menschenrecht bleibt, wenn sie wie z.B. in Russland unter Strafe steht.)

Im konkreten Fall hat auch das iranische Regime gegen das Völkerrecht verstoßen, weil es seine Bürger ermordet, und somit wäre ein Eingreifen völkerrechtlich in Ordnung. Allerdings nur mit einem Mandat und natürlich auch nur mit dem Ziel, die Bevölkerung von ihrem Regime zu befreien.
Diese Voraussetzungen sind nicht erfüllt, weshalb der Angriff Israels und der USA ein glasklarer Verstoß war und ist, und gut, dass der Bundespräsident dies deutlich ausgesprochen hat.

Mit Frau Wagenknecht könnte man sich gesondert beschäftigen, aber Gott sei Dank spielt die Frau keine so wichtige Rolle mehr als dass man es müsste.
 

Nachbar

Ritter Kadosch
20. Februar 2011
5.155
Ich sage ja, es könnte sein, daß die USA den Krieg verlieren, wenn Ölinfrastruktur brennt, die Straße nicht geöffnet werden kann und die Boots on the ground nicht vorankommen - oder halt, wenn Israel den Raketenkrieg nicht durchhält.
Ich glaube, inzwischen hat sogar Trump begriffen dass ihn die Mullahs an den Eiern haben, und zwar schmerzhaft. Denn die, und niemand sonst, entscheiden wie lange die Straße von Hormus geschlossen bleibt. "Immer schön die Augen auf beim Stellen von Ultimaten" möchte ich meinen. Wer sein Ultimatum nämlich zweimal verschiebt, der hätte es besser gleich gelassen.

Ich sehe da schon eine ziemliche Besessenheit vom Nobelpreis.
Absolut, den wollte er unbedingt. Weil der was richtig GROSSES ist und weil Obama ihn hat. Der war schon der Grund für das unselige Treffen mit Kim Jong-un.
Auch sonst sehe ich das ähnlich wie du. Trump hat kein Interesse an Krieg, sondern an Bewunderung, Macht und Geld. Vermutlich hat ihn die Entführung Maduros im Wahn bestärkt, sowas wie der König der Welt zu sein und nun reihenweise unliebsame Machthaber absetzen zu können. ZACK, ein Flugzeugträgerverband, oder dürfen's auch zwei sein?, und wenn die angesichts dessen nicht direkt kapitulieren, dann eben ein paar Tage später. Und dann holt sich das iranische Volk die Freiheit zurück und alle jubeln und finden Trump toll. Da muss man auch nicht auf das eigene Militär hören, sondern es reichen der mit Testosteron aufgepumpte Wannabe-Kriegsminister und der herzallerliebste Freund Bibi.
Tja, und nun hat der kleine Donald nicht die geringste Idee wie er aus dem Schlamassel rauskommen soll, denn bald fliegen auch die Lügen von den großartigen Gesprächen mit dem Iran auf, und schlimmer noch, er hat auch keine Ahnung wem er die Schuld in die Schuhe schieben kann. Biden jedenfalls ausnahmsweise nur schwer (eventuell kriegt Lupo das hin, falls Trump ihn fragt), aber vermutlich muss ein Anderer her. Der Herr Kriegsminister vielleicht? Man darf gespannt sein.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.799
Grandios! Der Beitrag #47 fetzt wirklich.
Wie lange schraubt man rum, um einen Bogen vom Iran-Krieg zu den 68ern und den bundesdeutschen Grünen zu schlagen und denen - hübsch subtil - die Grundschuld an allem Über anzudichten?
Als ob die Studentenproteste gegen den Schah nicht berechtigt gewesen wären.
Als ob die 68er Chomeini an die Macht getragen hätten.
Und so weiter. Ich könnte mühelos jeden Satz zerlegen.
Aber immerhin so geschrieben, dass sich ein unbedarfter Leser in dem ganzen Stuss verirren könnte. Respekt dafür..

Dass Du mühelos jeden Satz „zerlegen“ könntest, glaube ich Dir gerne. Müheloser jedenfalls, als den Inhalt jedes Satzes, den ich geschrieben habe zu verstehen.

Dein Problem ist nämlich, dass Da Satz für Satz zerlegst. Und keinen Inhalt über zwei Sätze hinweg konsistent bewahren kannst. Sonst würde Dir nämlich der innere Widerspruch zwischen den beiden Sätzen, die mit „Als ob die …“ beginnen, auffallen. Und Du würdest auch bemerken, dass beide Sätze zusammen keinerlei Sinn ergeben. Außer dass, ganz klar, links immer zurecht gegen alles und jedes auf die Straße geht, aber natürlich niemals für irgendwelche Konsequenzen für das, was sie fordern, verantwortlich ist. Nur so ist es möglich, die Wirtschaft zu zerstören und „dem Kapitalismus“ die Schuld für die Folgen zu geben.

Aber dass Dir das Herumplappern keinerlei Mühe bereitet, glaube ich sofort.
 

Pilz

Geheimer Meister
9. Januar 2026
244
Jetzt beschweren sich die Iraner/ weil sie Krieg führen müssen gegen den Westen.
Das kann man im Video sehen. Hätten sie Trump ihr ganzes Eröl geschenkt rechtzeitig/ dann hätte der Westen sie verschont.

 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.799
Und nochmal zu Nachbars beiden Sätzen mit „Als ob“.

Waren die 68er Proteste gegen den Schah gerechtfertigt? Warum? Weil er ein von der USA unrechtmäßig eingesetzter Gewaltherrscher war?

Gewaltherrscher: Dann verstehe ich nicht, dass es keine vergleichbaren Proteste gab, als in der islamischen Republik Iran Schwule an den Baukränen baumelten, die von Schah gebilligten Frauenrechte von den Mullahs wieder beseitigt wurden und die Frauen wieder - teilweise unter schwersten Misshandlungen - islamisiert wurden. Das war Anfang der 80er Jahre, da waren die Demonstranten der 68er noch fit genug, um auf die Straße zu gehen. Wo waren sie da?

Halten wir also schon mal fest: Mit Gewaltherrschaft alleine kriegst Du keine Linken auf die Straße. Egal, ob es sich um die mordlustigen Roten Khmer handelt, oder religiöse Fanatiker. Humanismus ist nicht die Triebfeder linken Handelns, sondern bestenfalls propagandistischer Vorwand, wenn mal gehandelt wird, sofern man gratismutiges Demonstrieren als Handeln bezeichnen will.

Von den USA unrechtmäßig eingesetzt: Tatsächlich hatten die USA zunächst den demokratisch gewählten Premierminister Mossadegh in einer CIA-Nacht-und-Nebelaktion abgesägt und dann den Schah neu inthronisiert. Also haben die USA eine Demokratie beseitigt und eine Monarchie geschaffen. Sicherlich auch ein Grund, um auf die Straße zu gehen. Eigentlich sogar zwei Gründe, vielleicht sogar drei. Als Chomeini nach dem Sturz des Schahs seinen Gottesstaat installierte, wo waren dann die Leute, die auf die Straße deswegen gingen und dagegen demonstrierten, dass eben keine Demokratie installiert wurde? Nicht da.

Halten wir also schon mal fest: Um die Souveränität des Volkes, die auch lebendigste Legitimierung des Völkerrechts wäre, geht es den linken auch nicht. Damit ist auch der Punkt mit der Monarchie vollkommen unerheblich. Es geht darum, dass der Schah von der USA eingesetzt wurde. Und dass die USA zuvor einen Linken, der gerade die Verstaatlichung der Ölindustrie vorangetrieben hat, abgesägt hat.

Und natürlich - es hat die linken noch nie gestört, auf welche Weise die ihrem Lager zuzuordnenden Herrscher an die Macht gekommen sind. Macht ist schließlich das, was aus Gewehrläufen kommt, und ansonsten reicht es, wenn es demokratisch aussieht. Nun gut, heute lieber auf die feine Tour, man nehme die unter europäischer Schirmherrschaft stattgefundenen Wahlen in Rumänien als Beispiel.

Wie sich zeigt, hat eine Gewaltherrschaft, die sich einen Dreck um den Volkswillen und die Freiheit des Einzelnen schert Links noch nie gestört oder nur dann, wenn es nicht sie oder Gleichgesinnte sind, die sie ausüben. Und das sind dann auch die Gelegenheiten, wo auch Linke das Völkerrecht oder den Humanismus als Stichwortgeber für ihre Propaganda entdecken. Sonst nicht. Im Gegenteil, wie so Feinheiten wie die Hammerbande oder die „Gruppe Vulkan“ zeigen, ist blanke Gewalt fernab jedes Diskurses zum Erzeugen und Durchsetzen einer Macht des Stärkeren durchaus im linken Rahmen. Pfui.

Und um jetzt keinen falschen Zungenschlag hereinkommen zu lassen: Das Völkerrecht als Alibi und Schutzschild für Massenmörder zu missbrauchen hat schon seine eigene Perfidie. Da bleibe ich dabei.

Beim bisherigen Verlauf dieses Krieges muss man sich allerdings schon fragen, was denn Israel und die USA geritten hat - auf jeden Fall war der Iran besser auf diese Aktion vorbereitet als die Angreifer selber und das ist ein sehr schwaches Bild. Mit womöglich üblen Folgen.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.785
Entschuldigung, aber Mossadegh war nicht gewählt, sondern vom Schah ernannt. Einmal an der Macht, hat er einen Putsch von oben versucht. Anderslautende Behauptungen werden durch Wiederholung nicht wahrer.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.799
Dankeschön!

Ich hatte extra hier noch einmal geschaut:

Bei den Wahlen zur 15. und 16. Legislaturperiode unterlag Mossadegh, konnte dann aber eine Nachwahl im Juni 1950 gewinnen. Die Wahl zur 16. Legislaturperiode war zunächst umstritten, da Mossadegh das durch die Verfassung auf 70 Jahre begrenzte Höchstalter für Abgeordnete bereits überschritten hatte.

aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Mohammad_Mossadegh

Ich würde aber nicht die Hand ins Feuer legen, ob vielleicht in der Amtsperiode, in der er von der CIA abgesägt wurde, nicht doch nur ernannt war. Aber da dachte ich mir, dass er aber auf jeden Fall überhaupt schon mal gewählt wurde, und das auch noch wiederholt. Das saß also nicht einfach nur ein beim Volk verhasster Paladin auf einem vom Schah gestellten Sessel.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.785
Er wurde mehrfach ins Parlament gewählt, zuletzt illegal, und zwar nicht als Spitzenkandidat. Die Regierungschefs, so auch Mossadegh, wurden ernannt. Einmal an der Macht, wurde er rasch unbeliebt und ließ denn auch ein wichtiges Referendum auf die folgende Weise abhalten: Ja- und Neinstimmen mußten in unterschiedlichen Wahllokalen abgegeben werden, und vor den Neinlokalen lungerten seine Schläger herum. Die CIA hielt sich viel darauf zugute, das Volk gg. ihn aufgewiegelt zu haben, aber dieses Unternehmen wurde so dilettantisch und mit so geringem aufwand durchgeführt, daß man es wahrscheinlich ignorieren kann. Mossadegh wurde zu einer kurzen Freiheitsstrafe verurteilt und durfte sich dann auf seine Güter zurückziehen. Das mit dem Öl lief auch etwas anders, als es uns die Linke weismachen will, aber das müßte ich erst noch wieder nachlesen.
 

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