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(Mögliche)Auswirkungen des Ukraine Krieges

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.549
Als ich für den Templerorden gearbeitet habe - "Food-Sharer" und "Prepper" per Defintition - blickte ich im Kellerlager auf eine Einlagerung von gespendetem und eingelagerten Speiseöl, zu dessen Ausgabe ich nach meiner groben Abschätzung sechs (6!) Jahre benötigt hätte. Das ist absurd, denn auch wenn mich MHDs ggf. nicht wirklich interessieren, und die Ware noch original verpackt ist, dann ist dies nach sechs Jahren eigentlich Lampenöl.
Nunja, solche Vorräte kann man getrost als Hamstern bezeichnen, ich will nur darauf hinaus dass ich solche Abverkäufe nicht beobachten konnte.

Natürlich, wir alle wollen und müssen sparen ... ein Erbsenzähler muss man aber auch nicht sein, vor allem nicht angesichts von Kosten für Produkte, die geradezu einen lächerlichen Peanuts darstellen.

Ist jetzt nicht direkt das worauf ich hinaus wollte, aber wir haben gerade nicht nur bei Öl und Mehl eine kleine Preiserhöhung.


Wieviel Öl und wieviel Mehl verbrauchst Du denn, als Privatkunde?
Was für einen bedeutenden Anteil an Lebenshaltungskosten machen diese Produkte an Deiner Küche aus?
Ja das ist natürlich pillepalle... aber die nicht enden wollenden Preiserhöhungen insgesamt geben Anlass zur Sorge.
Frag mal beim Gastronomiegrosshandel nach was Rinderfilet demnächst kosten soll.
Ich kenne die Preise schon, Filet wird bald von vielen Speisekarten verschwinden.

Gruss Grubi
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
5.169
Was mich da eher umtreibt, ist folgende Überlegung:

Im Prinzip verbrauche ich ja ganz erheblich viel mehr Mehl in bereits verarbeiteter Form als in Rohform. Da dürfte ich keine Ausnahme sein. Wenn jetzt nun das bisschen „Rohmehl“, das im Handel verkauft wird, problematisch sein soll, wie ist dann die Lage in den Betrieben, die wirklich Mehl in großen Mengen verarbeiten?
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.479
Verstehe nicht, was die Leute antreibt, wieviel Mehl und Speiseöl verbraucht man normalerweise denn schon?


Klingt erstmal viel, praktisch bedeutet es aber nur dass die Öl und Mehl Kunden eine Flasche Öl und 2 Packungen Mehl mehr geklauft haben, in einer Woche.
Wenn kollektive Vorratshaltung auf individuelle Vorratshaltung umhgestellt wird, kollabiert die kollektive Vorratshaltung. Wenn wir morgen Benzin rationieren, wird jeder sein Kontingent komplett ausnutzen, der für einen Dreier Verstand hat, alle Fahrzeuge werden permanent vollgetankt gehalten werden und die Tankstellen werden leer sein.
 

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.549
Grossbäckereien haben riesen Silos, da höre ich unterschiedliche Meldungen, aber akute Probleme gibt es noch nicht.

Kleinere Bäckereien die jetzt neues Mehl kaufen mussten, waren sofort gezwungen ihre Preise zu erhöhen.
Die grossen Betriebe, werden jetzt wegen der Energiekosten reagieren, sobald diese Nachschub benötigen werden sie auch nochmal die Preise anpassen.

Bei Nudeln sind schon Engpässe angekündigt, bei Backwaren sehe ich noch keine Probleme.
Kann sich aber wöchentlich ändern.

Gruss Grubi
 

Giacomo_S

Noachite
13. August 2003
3.344
Kleinere Bäckereien die jetzt neues Mehl kaufen mussten, waren sofort gezwungen ihre Preise zu erhöhen.
Die grossen Betriebe, werden jetzt wegen der Energiekosten reagieren, sobald diese Nachschub benötigen werden sie auch nochmal die Preise anpassen.

Morgens am Backstand in der U-Bahn kostet an einem Backstand das Croissant 90 Cent und an einem andern, nur 20 Meter weiter, 1.80€. Das ist eben so mal das Doppelte und es gibt keinerlei Erklärung dafür, zumal es sich um dieselbe Ware handelt. Also, wie ernst muss ich das alles nehmen?
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.479

Weizenpreise können uns in D relativ egal sein, den Chinesen auch. Weil wir unseren Verbrauch nicht einschränken müssen, trifft die Verknappung ausschließlich diejenigen, für die es einen Unterschied macht, ob das Brötchen 30 oder 40 Pfennig kostet. Allerdings essen die eher Fladenbrot als Brötchen, und mit diesem Hinweis im Hinterkopf schauen wir uns die lustige Weizenpreiskurve an und erinnern uns, wann der Arabische Frühling ausbrach.
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
11.019
High, friends,
nun, immer, wenn ich zu meinem Discounter gehe, ist Sonnenblumen-und Rapsöl aus.
Bei den Teigwaren gibbet manchmal nur noch Tagliatelle und manchmal auch keine Eier aus Bodenhaltung oder haltbare Milch.
Vor Corona waren die Regale immer gut gefüllt, jetzt nicht mehr so viel.
 

MatScientist

Ritter Rosenkreuzer
21. März 2014
2.784
Ich kenne die Preise schon, Filet wird bald von vielen Speisekarten verschwinden.

Gruss Grubi
[/QUOTE]
Ja, hab erst nen Zettel an nem Steakhaus gesehen dass sie nur noch 2 Tage die Woche aufmachen
 

MatScientist

Ritter Rosenkreuzer
21. März 2014
2.784
Übrigens regen mich solche Verniedlichungen wie von Giacomo S ziemlich auf.


Was er mal wieder nicht bedenkt: Er ist allein und da kann man sich eher irgendwie durchwursteln, als mit beispielsweise 3 Kindern, zumal er offenbar in so Obdachlosen-Tafel-Kreisen und Sozialküchenumfeld verkehrt
 

MatScientist

Ritter Rosenkreuzer
21. März 2014
2.784

Am wichtigsten ist mir persönlich wirklich, dass wir es auch angesichts der Herausforderungen irgendwie schaffen, diese Millionen Asylbewerber in unserem Land weiter durchzubekommen, wie zB diese sympathische Familie.

Es ist vollkommen OK, dass diese ein ganzes Haus von der Gemeinde Pinneberg eingeklagt haben, Vielehe praktizieren auch wenn eine Frau schon mit 13 geheiratet wurde (rechtlich OK weil kulturell bedingt), und der Vater kein Deutsch lernen will weil das Geld ja aus dem Automaten kommt.
Er sagt ja immerhin "Danke Mama Merkel."
Das langt.


Wir sind immerhin ein sehr reiches Land auch wenn die Bundesnetzagentur mittlerweile dazu rät einzelne Räume nicht mehr zu beheizen.
Außerdem sind die Vorteile, die Asylbewerber im Gegensatz zu Deutschen genießen, wie vollkommen kostenlose Kinderbetreuung, ja auch nicht geeignet um satt zu werden.

Deswegen muss so lange wie möglich der Halal-Catering-Service Dinner im Asylheim servieren, selbst wenn sich Deutsche im Asylheim anstellen müssten, weil es nur noch dort ausreichend zu essen gibt.

Man muss Prioritäten setzen. Außerdem sind wir ja ein "reiches Land", hieß es zumindest 2015 noch.

VG
Euer Rechtspopulist Mat
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
5.169
Können wir gerne noch weiter führen:

Wir haben eine Regierungskoalition, die mit den Wahlversprechen, dass Mobilität und Energie wegen Klima, Nahrungsmittel wegen Wertschätzung kräftig teurer werden müssen und die Stromversorgung „spannend“, weil angebotsgetrieben werden muss, und vielem weiteren, was uns den Ast auf dem wir sitzen absägt, vor einem halben Jahr eine demokratische Mehrheit errungen hat.

Hm. Ist also das, was wir gerade erleben, Verknappung, Verteuerung, Ungewissheit, was den nächsten Winter sein wird usw., nun also ein in erfolgreicher Umsetztung befindliches, mehrheitsfähiges Wahlprogramm oder das verdammenswert böse Werk des diabolischen Putin? Etwa nach dem Motto, dass wir uns zwar den Pelz waschen, aber nur Putin uns nass macht?

Ich würde ja sagen, auch ohne Putin ginge es bei uns endgültig und mit Sieben-Meilen-Stiefeln bergab. Geliefert wie bestellt und kein Grund zum Jammern. Und wer einfältig genug ist, um z.B. für teuerere Lebensmittel zu stimmen und es gleichzeitig unerträglich zu finden, wenn deswegen bei Vielen Schmalhans zum Küchenmeister wird, sollte mal zu einer kritischen Würdigung seines Verhältnisses zur Realität kommen.

Wer „Deutschland Du mieses Stück Sch…“, „Deutschland verrecke“ und „Ich hab mit Deutschland nie was anfangen können.“ wählt, dabei aber vergisst, dass er selbst ein Stück Deutschland ist, muss sich nicht beschweren.
 

MatScientist

Ritter Rosenkreuzer
21. März 2014
2.784
Der Wirtschaftsminister gab weitere Ratschläge für das persönliche Verhalten. „Wenn man die Wohnung heizt und abends die Gardinen zuzieht, spart man bis zu fünf Prozent Energie“, sagte er. „Und wenn man die Raumtemperatur um ein Grad senkt, sind es rund sechs Prozent. Das ist vielleicht nicht ganz so gemütlich, aber man friert noch nicht.“



Danke fürs Energiesparen liebe Bürger.
Ein reiches Land waren wir mal.
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Damals hat Merkel die Lockflöte geträllert, und wir müssen jetzt den weniger werdenden Käse aufteilen.
So führt man ein Land ins Verderben.
csm_Hameln1_85d0156570.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
5.169
Und wer sind 'die'?

Diejenigen, die die Wahlen gewonnen haben, indem sie eine regierungsfähige Mehrheit zusammengestoppeln konnten. Wenn Du von alledem nichts mitbekommen hast, hast Du meine volle Sympathie dafür, weil Du Deine Zeit dann offenbar mit etwas Angenehmen/Sinnvollen verbracht hast, aber es war vor der Wahl schon klar, dass alles, was so zum Grundbedarf gehört, politisch gewollt teurer werden wird.

Folgender Vorschlag: Schau Dir mal im Nachgang die verschiedenen Parteiprogramme an, dann müssen wir das hier nicht im Detail wiederkäuen. Zumindest nährt es bei mir Zweifel, ob wir, was die Versorgung betrifft, heute nicht ganz genau so dastünden, wenn Putin die Ukraine nicht überfallen hätte. Heute. Das es dieser Krieg mittel- bis langfristig noch viel schlimmer machen wird, ist auch klar.

Aber alleine schon die darin versteckte Aussage, dass unsere Regierung bereits ohne äußere Einflüsse schon schlimm ist, ist ja auch schon ziemlich bedenklich.
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
11.019
Ah ja, Lupo, und die haben 'Deutschland, verrecke' etc. gesagt, wie du ja behauptet hast?
Steht das in irgendeinem Wahl-oder Parteiprogramm?
By the way:
Ich mag weder SPD noch CDU/CSU oder Die Grünen, FDP, Linkspartei und die AfD!
 

Giacomo_S

Noachite
13. August 2003
3.344
Folgender Vorschlag: Schau Dir mal im Nachgang die verschiedenen Parteiprogramme an, dann müssen wir das hier nicht im Detail wiederkäuen. Zumindest nährt es bei mir Zweifel, ob wir, was die Versorgung betrifft, heute nicht ganz genau so dastünden, wenn Putin die Ukraine nicht überfallen hätte. Heute. Das es dieser Krieg mittel- bis langfristig noch viel schlimmer machen wird, ist auch klar.

Als Privatmann ohne größere Ambitionen kann ich, zumindest für mich selbst, keine wirklichen Versorgungsprobleme erkennen. Wenn die Supermärkte die Abgabe von Produkten wie Mehl auf 4 Packungen/Kunde (!) begrenzen, dann ist auch das schon eine Aussage. Welcher Privatmann benötigt denn mehr als 4 kg Mehl (1) für einen Einkauf? Und was macht er denn damit? Täglich 8 Kuchen backen, oder was? Beim Speiseöl (2) ist es doch genau dasselbe. Was macht jemand mit mehr als einem Liter Speiseöl? Stellt er daheim Seife her? Stellt er Öllampen auf, weil das elektrische Licht so teuer geworden ist?
Solche Maßnahmen bilden ab, was der Handel auch äußert: Die Leute fangen wieder mit dem völlig unreflektiertem Hamstern an, ganz klar.

Für Wirtschaft, Handel und Industrie war die Versorgungslage schon länger schwierig, aber daran ist weder der Krieg in der Ukraine schuld, noch diese Regierung. Und die Probleme sind auch nicht auf unser Land begrenzt, sondern betreffen mehr oder weniger alle Nationen.
Man hat dies mit den Auswirkungen der Covid-19 - Pandemie begründet, aber selbst diese Erklärung ist nur eine mittelbare.
Es ist einfach die Konsequenz der Arroganz der Wirtschaft der westlichen Industrienationen, die in den letzten zwei Jahrzehnten zunehmend gemeint hat, sie müsste sich die Hände nicht mehr schmutzig machen. Und könnte, sollte, müsste alles was Arbeit macht, der "Werkbank der Welt" China o.a. überlassen.
Solange ihr ausgetüfteltes "just in time" wie ein Uhrwerk funktioniert, mag das stimmig sein.
Aber nicht zuletzt Covid-19 hat uns gezeigt, wie anfällig eine derartige Logistik auf (global gesehen) kleinste Störungen ist, die einen Rattenschwanz an mittel- und langfristigen Folgen herbeiführen und schließlich die Preise steigen lassen.


Anmerkungen:

(1) Die Ukraine mag weltweit eines der wichtigsten Produktionsländer für Getreide sein. Andererseits hat Deutschland selbst genug Getreide. Nach den Verlautbarungen des Handels kommen aktuell die Mühlen mit dem Mahlen nicht mehr hinterher. Die wirklichen Opfer des Kriegs dürften Schwellen- und Entwicklungsländer sein, vor allem in Afrika. Ägypten z.B. bezog bislang 50% seines Bedarfs an Getreide aus Russland oder der Ukraine.

(2) Deutschland war auch schon vor 100 Jahren von ausländischen Fetten abhängig. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Deutschland ist für den Anbau der meisten Ölpflanzen ungeeignet. Die Blockaden im 1. Weltkrieg (und selbst gemachte Probleme) lösten damals daher eine ernste Hungerkrise aus.
Tatsächlich ist die Versorgung mit Pflanzenölen heutzutage sogar weniger vom Ausland abhängig als damals.
Denn Raps lässt sich auch hier anbauen, war aber bis vor ca. 30 Jahren für die Lebensmittelproduktion ungeeignet. Erst die Züchtung neuer, bitterfreier Sorten hat es genießbar gemacht und heutzutage ist Rapsöl hierzulande eines der wichtigsten Speiseöle überhaupt.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.479
Es gibt hier im Moment kein Speiseöl. Weder vier, noch zwo, noch eine Flasche pro Haushalt. An Mehl noch Biobuchweizen (dm) und gezählte drei Pakete Dinkel bei Lidl.
 
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