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(Mögliche)Auswirkungen des Ukraine Krieges

Giacomo_S

Noachite
13. August 2003
3.344
Es gibt hier im Moment kein Speiseöl. Weder vier, noch zwo, noch eine Flasche pro Haushalt. An Mehl noch Biobuchweizen (dm) und gezählte drei Pakete Dinkel bei Lidl.

Bezieht sich das "im Moment" auf Einkäufe vor Ostern, oder auf die letzten Wochen?
Am heutigen Samstag dürfte der Handel keine neuen Lieferungen bekommen haben. Kurzfristig vor den großen Feiertagen einkaufen - das habe ich mir schon seit Jahren abgewöhnt. Denn da kaufen die Leute immer ein, als ob Morgen der 3. Weltkrieg ausbricht.
Da war dann auch früher (Ostern) auch schon am Donnerstag, Samstag alles geplündert. Ganz normaler, bürgerlicher Irrsinn.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.479
Das bezieht sich auf die letzten vier Wochen. Ich habe einmal eine Kleinmenge Frittieröl (an die 20 Kanister), einmal Rapsöl (ca. drei Kartons) und einmal ein paar Kartons Mazola-Keimöl gesehen. Mehl siehe oben. Meist sind die Regale einfach leer. Ich habe übrigens noch nie erlebt, daß vor den Feiertagen Öl oder Mehl ausverkauft gewesen wären.
 

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.549
Das Ostergeschäft bei Lebensmitteln zeigt sich übrigens sehr verhalten, nicht vergleichbar mit den Vorjahren.
Die Kunden sind verunsichert, haben wenig Geld dank der hohen Sprit und Energiepreise.
Die Preiserhöhungen bei Lebensmitteln in den letzten Wochen haben die Geldbörsen schneller geleert als üblich.

Das Problem mit Mehl und Öl besteht seit der ersten Woche im März, seit dem kann man nicht mehr Hamstern weil die Regale nicht mehr voll werden.
Wir haben tatsächliche Lieferengpässe aus verschiedensten Gründen.
Die Engpässe nehmen zu, als nächstes wirds beim Reis und Fertiggerichten eng.

Nein es muss hier gerade noch keiner verhungern, aber dem Verbraucher rinnt das Geld durch die Finger und die Situation wird sich weiter verschärfen.
Zur Zeit sind es bei der Versorgung noch kleine Probleme, aber die Signale aus Industrie und Grosshandel sind auf längere Sicht beunruhigend.

Gruss Grubi
 

Luchs

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
26. Januar 2010
1.035
Dubiose Verhaltensmuster seitens der höchst autoritären Chinesischen Staatsführung ist man ja seit langem gewohnt, sie lechzt ja geradezu nach einer günstigen Gelegenheit, um Taiwan unter ihre Knute zu zwingen.
Es liegt ja quasi auf der Hand, das sich Putin und Xi abgesprochen haben, wahrscheinlich glaubt man aus deren strategischer Sicht, einige taktische Vorteile zu haben welche kurzfristig, seitens der westlichen Staatengemeinschaft nicht zu kompensieren sind, ansonsten hätte Putin diese Menschenverachtende Gewaltorgie nicht losgetreten.
Große sorgen mache ich mir wegen unserem höchst empfindlichen Wirtschaft und Finanzsystem und das wir ein großes Stück unserer Freiheit verlieren werden, wenn man aus der Not heraus auch bei uns auf totalitär umschaltet und uns im Prinzip das "Chinesische System", durch die Hintertür bescheren möchte.
Kann ja sein das ich gerade ziemlich großes Kopfkino habe, aber Leuten denen nichts außer dem eigenen Hintern heilig ist, gepaart mit biestiger Intelligenz, denen traue ich alles zu wenn es darum geht ihre Zielsetzungen zu erreichen.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
5.169
Wir in dieser Woche mal für ein paar Tage in Ungarn (Sopron) und haben, als wir vorgestern Abend unseren Proviant für die Rückreise gekauft haben, mal im Supermarkt geschaut:

Keine leeren Fächer im Regal, auch nicht bei Mehl und Speiseöl. Es sieht alles ganz normal und gut gefüllt aus. Gleichwohl gibt es Abgabebegrenzungen, 3 kg bei Mehl, 10 kg bei Zucker und bei Speiseöl je nach Sorte.

Eine Abgabebegrenzung - 50 Liter - gab es auch bei Diesel. Diese ist aber auch gut nachvollziehbar: Sopron liegt unmittelbar an der Grenze zu Österreich. In Sopron kostet der Liter umgerechnet etwa 1,40 EUR, in Österreich 1,75 EUR. Entsprechend werden die Tankstellen zur Zeit von Österreichern überrannt. Also ähnlich wie Tanken in Brandenburg und Polen.

Bei den Nahrungsmitteln ist eine gewisse Besorgnis erkennbar, aber aktuell noch alles zu kriegen. Würde tatsächlich zu eher logistisch bedingten Problemen bei uns passen.
 

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.549
Merke ich an den immer noch vollen Regalen mit Schokoladenhohlkörpern.

Ja die Retourenquote ist in diesem Jahr rekordverdächtig.
Dazu muss man noch bedenken dass sehr viel Ware von Kinder/Ferrero schon aussortiert wurde wegen dem Salmonellenproblem in einem belgischen Ferrerobetrieb.
Der alljährliche Eierskandal betrifft in 2022 nur Schokoeier ;)
Wer noch irgendwelches Osterzeugs von Ferrero zuhause hat sollte erst prüfen ob die Chargennummern betroffen sind: https://www.kinder.com/de/de/kinder...hmqihTJGpO-J6_M01-QvxVXIkFn8y4mgaAsILEALw_wcB

Bitte ernst nehmen, es sind inzwischen Kinder im Krankenhaus gelandet!

Gruss Grubi
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
5.169
Ah ja, Lupo, und die haben 'Deutschland, verrecke' etc. gesagt, wie du ja behauptet hast?
Steht das in irgendeinem Wahl-oder Parteiprogramm?
By the way:
Ich mag weder SPD noch CDU/CSU oder Die Grünen, FDP, Linkspartei und die AfD!

Die Parteiprogramme laufen, wie ich ausgeführt habe, auf Teuerung hinaus.

Wenn Du auf „Deutschland verrecke“ usw abzielst, steht dies natürlich in keinem Parteiprogramm. Und noch kurz folgendes zu Deinem kleinen rhetorischen Triumph:

Ein beliebtes Stilmittel der führenden politischen Kaste ist es, zu jedem gegen sie gerichteten Protest eine Unterwanderung durch Nazis, Antisemiten, Rassisten, Reichsbürgern usw. zu erfinden. Mit Leuten also, „mit denen man sich nicht gemein macht.“. Bei den Montagsspaziergängen ist diese Taktik überhaupt nicht aufgegangen, weil diese Anwürfe ganz offenkundig zu absurd sind.

Aber sie ergeben einen Maßstab, den ich sogar akzeptieren kann. Ich mache mich nicht mit Nazis, Rassisten & Co gemein. Habe ich noch nie, mache ich auch künftig nicht. Niemals. Habe ich überhaupt kein Problem damit, sofern entsprechende Vorwürfe auf Tatsachen und nicht nur bloßer Diffamierung beruhen.

Aber, wenn ich diesen Maßstab akzeptiere, was soll ich dann von Politikern halten, die mich nicht nur übelst diffamieren, sondern selbst auf Demos mitlaufen, und sich mit Leuten gemein machen, deren Parole „Deutschland, Du mieses Stück Scheiße“ lautet? Wie glaubwürdig sind Politiker, die offen betonen, wie sehr sie Deutschland abnervt und wie sehr es ihnen am Ar… vorbei geht? Was ist davon zu halten, wenn ausgerechnet derartige Leute mit allen Mitteln inclusive Rufmord in Positionen drängen und dort kleben, um eine Sache federführend zu gestalten, zu der sie sich nicht mal bekennen können?

Genau wie Du kann ich Funktionäre generell nicht sonderlich leiden. Aber ich sehe wenigstens noch einige gravierende Unterschiede, die Du offenbar nicht zu machen imstande bist.
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
11.019
Aah, gravierende Unterschiede!
Weil da ein paar Politrickser von irgendwelchen Parteien bei irgendwelchen Demos mitmarschiert sind, wirfst du gleich die ganzen gewählten Parteien in einen Topf!
 

Giacomo_S

Noachite
13. August 2003
3.344
Das bezieht sich auf die letzten vier Wochen. Ich habe einmal eine Kleinmenge Frittieröl (an die 20 Kanister), einmal Rapsöl (ca. drei Kartons) und einmal ein paar Kartons Mazola-Keimöl gesehen. Mehl siehe oben. Meist sind die Regale einfach leer. Ich habe übrigens noch nie erlebt, daß vor den Feiertagen Öl oder Mehl ausverkauft gewesen wären.

K.A., in was für einem Supermarkt Du einkaufst, ich kann das aber nicht bestätigen.
Soeben eingekauft (Samstag 11.00 Uhr vor Ostern, Großstadt, Arbeiterviertel, ALDI), da war von den o.g. Artikeln überhaupt nichts ausverkauft, außer das billigste Rapsöl. Das würde ich aber für nichts Ungewöhnliches halten, dergleichen ist mir in Discountern an einem ganz gewöhnlichen Samstag auch schon vor Corona hin- und wieder passiert.
Merke ich an den immer noch vollen Regalen mit Schokoladenhohlkörpern.

Auch das ist in meinen Augen nichts Ungewöhnliches, aus irgendeinem Grund ist es die Politik des Handels, die festtägliche Schokowaren im Großen Stil im Angebot zu haben.
Zum Vergleich: VOR Corona hat der Templerorden, für den ich damals arbeitete, nach Ostern in einem Jahr 7 LKW-Ladungen (in Worten: Sieben!) aussortierte Osterschokolade abgeholt. Von nur einem einzigen Lieferanten, einem Münchener Lebensmittel-Großhändler. Vom Mini-Osterhasen, über Metallschachteln bis zum 6kg - Schau-Osterhasen war da alles dabei.
Es scheint üblich zu sein, diese Waren in großen Mengen vorrätig zu haben, denn sonst würden solche Mengen an nach Ostern unverkäuflicher Ware nicht übrig bleiben.

BTW, Jäger: Was willst Du, volle Regale oder leere Regale?
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
5.169
Aah, gravierende Unterschiede!
Weil da ein paar Politrickser von irgendwelchen Parteien bei irgendwelchen Demos mitmarschiert sind, wirfst du gleich die ganzen gewählten Parteien in einen Topf!

Lesen ist nicht Deine Stärke. Was soll ich von Politikern halten, die bei von ihnen frei erfundenen Leuten die Moralkeule von wegen „mit solchen Leuten macht man sich nicht gemein!“ schwingen und dann so etwas in ihren Reihen dulden? Es ist ein doppelter Maßstab, den ich hier verurteile.

In einen Topf werfe ich sie dennoch auch. Weil sie allesamt die in den wesentlichen Grundzügen gleiche Programmatik betreiben, die sich nur in Nuancen unterscheidet. Aber das war nicht Thema.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.479
K.A., in was für einem Supermarkt Du einkaufst, ich kann das aber nicht bestätigen.
Aldi, Lidl, Netto, Rewe, dm. Jeweils mehrere. Kleine Großstadt im Westen.
Auch das ist in meinen Augen nichts Ungewöhnliches, aus irgendeinem Grund ist es die Politik des Handels, die festtägliche Schokowaren im Großen Stil im Angebot zu haben.
Zuletzt habe ich jeweils kurz vor Ostern und Weihnachten leere Schokohohlkörperregale erlebt. Dieses Ostern überquellende.
BTW, Jäger: Was willst Du, volle Regale oder leere Regale?
Was hat das damit zu tun, was ich will?
 

MatScientist

Ritter Rosenkreuzer
21. März 2014
2.784
Zuletzt bearbeitet:

Giacomo_S

Noachite
13. August 2003
3.344
Gastgewerbe München: Sonnenblumenöl wird Mangelware bleiben

Schon interessant, wer sich zu dem Mangel äußert, und warum:

In den Supermärkten ist Sonnenblumenöl schon seit Wochen weitgehend ausverkauft. Längst trifft der Mangel aber auch große Unternehmen. "Wir nutzen zum Frittieren unserer Pommes eine Pflanzenölmischung - unter anderem aus Sonnenblumen- und Rapsöl - wobei Sonnenblumenöl nur einen kleineren Teil ausmacht", sagt eine Sprecherin von McDonald's Deutschland in München. "Aufgrund der aktuell eingeschränkten Verfügbarkeiten werden wir diesen geringeren Anteil von Sonnenblumenöl vorübergehend weiter reduzieren." Die Gäste können demnach nach wie vor Pommes "in gewohnter Qualität bei uns bekommen".

"Beim Raps gibt es kein Problem", sagt der Ovid-Sprecher. Denn in Deutschland, Frankreich oder Polen wird Raps demnach auf jeweils einer knappen Million Hektar angebaut. Dass auch Rapsöl derzeit in vielen Supermärkten nicht oder nur schwer zu bekommen ist, liegt laut Verband sowohl an Hamsterkäufen als auch an Logistikproblemen. So fehlen Lkw-Fahrer aus der Ukraine, von denen viele bislang für polnische Speditionen arbeiteten.

Es geht, wie immer, also nur ums Geld. Denn:

1. Man kann mit ungesättigten Pflanzenölen (Sonnenblumen-, Rapsöl) auch frittieren. Empfehlenswert ist das aber nicht. Erhitzt man ungesättigte Fettsäuren auf mehr als 140°C, dann bilden sich die sog. Transfette - und die gelten als besonders ungesund, schädlicher noch als gesättigte Fette, insbesondere im Hinblick auf den Cholesterinstoffwechsel.
Die bessere Wahl zum Frittieren sind daher gesättigte Fette. Es gibt auch gesättigte oder hauptsächlich gesättigte pflanzliche Fette: Kokosfett, Palmöl, Erdnussöl, Kakaobutter. Das pflanzliche Fett der Wahl zum Frittieren ist Kokosfett (Markenname: Palmin): Hoch erhitzbar, geschmacksneutral.
Freilich auch teurer, wobei sich der höhere Preis auf die Portionskosten nur unbedeutend auswirken dürfte. Aber es muss eben mal wieder das Billigste vom Billigen verwendet werden, damit es der Produktpolitik von McDonald's entspricht.

2. Aha: Wir bekommen unser eigenes Rapsöl also nicht, weil polnische Speditionen keine ukrainischen LKW-Fahrer mehr bekommen? Irgendwie absurd, oder?
 
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