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Neunter November.....

beast

Moderator
Teammitglied
23. Februar 2009
5.806
AW: Neunter November.....

[...]Ja, ich fordere Regeln, und die Einhaltung der Regel ohne Ausflüchte. Ich fordere die Einhaltung des Grundrechtes auf Leben - national, kontinental, global.

Du forderst? Darf ich da mal die GH-Schule ins Spiel bringen?

Ein Musterbeispiel einer Demokratie...
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: Neunter November.....

Sie ist nicht verboten, aber auch nicht die Nationalhymne. Das ist die dritte Strophe. Die erste ist überholt (von der Etsch bis an den Belt..) und entspricht einem gestrigen Geist ( Deutschland über alles) - das ist Romantik aus dem 19. Jh und belastet mit dem Geruch von Nationalismus. Kann man heute nicht mehr gebrauchen...
 

Nachbar

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
20. Februar 2011
4.995
AW: Neunter November.....

Wie dtrainer bereits schrieb, hat die erste Strophe des Deutschlandliedes einen erheblichen Beigeschmack und formuliert zudem (durch die Nennung der vier Grenzflüsse) einen wirklich nicht mehr tragbaren territorialen Anspruch.
Mit dem Text der dritten Strophe dieses - musikalisch wunderschönen - Liedes kann man sich meiner Ansicht nach hingegen problemlos identifizieren. Der ist zeitlos.

(Übrigens: Als Konrad Adenauer so um 1950 herum zu einem Staatsbesuch in Chicago war, wurde er - in Ermangelung einer Hymne - mit "Heidewitzka, Herr Kapitän" empfangen. Da zum Beispiel sind wir gerade noch drumrum gekommen. Immerhin, das ist doch was...)
 

Lieutenant Commander Data

Geheimer Meister
24. September 2014
112
AW: Neunter November.....

@dtrainer @Nachbar

Wusste ich nicht. Daher nehme ich meinen Post zurück. Tut mir leid dass ich etwas unwahres von mir gegeben habe.

Danke für die Belehrung. Man lernt ja nie aus.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.110
AW: Neunter November.....

Wenn sich das Vorüben zum feierlichen Gelöbnis ob allgemeiner Begriffstutzigkeit sehr lange hinzog, pflegte ich die Truppe dadurch zu unterhalten, daß ich jedesmal eine andere Strophe sang, erst die drei originalen, dann ein paar inoffizielle, dann Gott erhalte Franz den Kaiser und wenn es besonders lange dauerte auch noch Auferstanden aus Ruinen.
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Neunter November.....

Ich hätt an Deiner Stelle die Moorsoldaten angestimmt - wäre besser gewesen als dem Pflegen des Nationalstolzes Vorschub zu leisten.....
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.110
AW: Neunter November.....

Besonders die erste Strophe der Moorsoldaten habe ich immer als sehr passend empfunden, keine Sorge.
 

Geheimagent

Großmeister
9. Mai 2011
65
AW: Neunter November.....

Ich frage mich, ob die gewisse Wiedervereinigung tatsächlich stattfindet? Bis heute gibt es Deutschland I und "Die Neue Länder", Wesis, "Ehemalige DDR-Bürger", usw. Gleichheit ist eine typisch deutsche Krankheit.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.110
AW: Neunter November.....

Das gibt es nur für den, der das so sehen will. Ich kenne eine erkleckliche Anzahl von Deutschen, die es nicht so sehen.
 

somebody

Illuminat
Teammitglied
22. Februar 2005
2.047
AW: Neunter November.....

Wie dtrainer bereits schrieb, hat die erste Strophe des Deutschlandliedes einen erheblichen Beigeschmack und formuliert zudem (durch die Nennung der vier Grenzflüsse) einen wirklich nicht mehr tragbaren territorialen Anspruch.

Der Beigeschmack ist aber gewollt "dazugedichtet" worden. Im historischen Kontext hat das Lied eigentlich recht wenig radikales an sich, eher die Hoffnung auf die Einigung zerstrittener Fürstentümer und Grafschaften, kurz der Errichtung eines Staates wie es z.B. die Franzosen schon hatten. Diese "Grenzflüsse" wurden auch einfach nur genannt, weil eben der deutsche Sprachraum damals (und heute mehr oder weniger auch noch) recht gut anhand diese Flüsse beschrieben werden kann. Nichts anderes. Einen Territorialanspruch ist daraus nicht abzulesen, da es damals noch keinen Deutschen staat gab. Anders ausgedrückt, würde da stehen "von der Nahe bis zur Mosel, vom Rhein bis zur Saar" würde das genau das gleiche ausdrücken, nur das der deutsche Sprachraum eben viel größer war (und ist). Ein "Deutschland über alles" heisst also nicht das man sich über alle anderen hinwegsetzt bzw. sich als etwas besseres fühlt, sondern das einfach der Wunsch der Deutschen damals ausgedrückt wird, das man endlich einen Staat haben mag, mehr als alles andere auf der Welt.

Ich finde, mit dem historischen Kontext im Hinterkopf, nichts schlimmes an den Strophen. Da finde ich die Marseillaise schon wesentlich bedenklicher.
 
Zuletzt bearbeitet:

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: Neunter November.....

Ich möchte nur anmerken, daß ich nichts von einem Machtanspruch gesagt habe. Daß man zur Entstehungszeit das Land mit diesen Flüssen begrenzt hat, ist verständlich - 1950 das zu singen, hätte aber einen anderen Klang gehabt.
Aber bei aller romantischen Verklärung, die Etsch (Adige) fließt in Österreich und Italien....damals immerhin noch nur in Österreich. Aber zur Nationalhymne wurde das Lied ja erst nach dem 2.WK - und das wäre dann eine falsche Beschreibung gewesen.
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Neunter November.....

Ich frage mich, ob die gewisse Wiedervereinigung tatsächlich stattfindet? Bis heute gibt es Deutschland I und "Die Neue Länder", Wesis, "Ehemalige DDR-Bürger", usw. Gleichheit ist eine typisch deutsche Krankheit.

Leider muss ich dem zustimmen - man beachte nur mal, dass 25 Jahre nach dem Mauerfall es immer noch ein Lohngefälle zwischen Ost und West gibt - und das isr auch noch gesetzlich festgeschrieben. Es gibt immer noch den "Solidaritätszuschlag" (den übrigends "Ossi's" genauso wie "Wessi's" bezahlen); Städte wie Erfurt, Eisenach, Quedlinburg sehen nun "wie geleckt" aus, in Solingen, Wuppertal, Bottrop sieht's dagegen aus wie früher in der DDR....
 

Sueder

Ritter vom Schwert
18. Mai 2010
2.175
AW: Neunter November.....

Ich stimme Somebody's einschätzung vollkommen zu. Als das Lied geschrieben wurde war der Deutschsprachige Raum sehr zerstritten. Es wurden Kriege unter den Deutschen Volksgruppen geführt. Es ging darum diese Konflikte zu überwinden.

Wenn man das heute auf Europa bezieht würde es ja auch passen. Kein Streit mehr zwischen den Staaten Europas und das man zusammenhält. Das Ziel ist ja bekanntlich "Ein Europa".
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Neunter November.....

Die seeligmachende Wirkung des Sozialismus ist halt auch 25 Jahre nach seinem Scheitern noch erkennbar :)

Könntest Du vielleicht auch eine Begründung dafür liefern, warum nach 25 Jahren eine Ungleichbehandlung der Arbeitnehmer/innen zwischen Ost und Wsest noch gerechtfertigt sein soll ????
 

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: Neunter November.....

Nein, kann ich nicht. Vom erwähnten abgesehen, dass der Lebensstandard und damit das Gehaltsniveau immer noch nicht auf Westniveau ist. Gut, das ist auch im Westen nicht überall gleich, aber das ist ne andere Statistik.
 

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