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Bardos Zwischenwelten

die Kriegerin

Prinz des Tabernakels
19. September 2017
3.835
Schon mal nachgedacht? Über den Tod und das danach? In meinem Bekanntenkreis sin0d nun 2 Menschen - 100 u. 84 - an Altersschwäche gestorben. Ich weiß nur, dass einer Todessehnsucht hatte. Nur wer auf den Tod gut vorbereitet ist, versteht es auch sinngerechter zu leben und den Tod und seine Durchlaufphasen – den Bardos – als Möglichkeit zur Befreiung zu verstehen.

Bardo heißt Zwischenzustand oder auch Übergang, der sich auftut, wenn wir physisch und psychisch von einem Zustand in den nächsten übergehen. Es gibt im Wesentlichen vier Bardos:

  • Das Bardo des Lebens,
  • das Bardo des Sterbens,
  • das Bardo des Lichtes und
  • der Bardo des Werdens.
Das ist das Ziel des Bardo: Die Befreiung von Ihrem gewöhnlichen Geist, mit all seinen Verblendungen, um Erleuchtung zu erlangen. Diese „krisenreichen“ Momente sind intensiver aufgeladen, als irgendein anderer, weil alles "verbrannt" wird, was zwischen Ihnen und dem grundlegenden Geist liegt.

Man hört von Menschen die Nahtoderfahrungen hatten -vorm Eintritt zum Licht erscheint so eine Art -STOP. (verifizieren wird man das nicht können)

Es ist das Licht, auf das wir treffen, wenn wir sterben. Nach buddhistischer Auffassung kann der Tote in dieses Urlicht nicht eintreten, wenn er seine wahre Natur nicht erkannt hat und sein gewöhnlicher Geist noch verblendet ist.

Es gibt im Wesentlichen drei Verblendungen – die Buddhisten sagen dazu: drei Geistesgifte, die uns hindern, befreit zu werden, um in das Urlicht einzutreten:
Begierde,
Unwissenheit und
Hass, …
aus denen sich heraus alle mögliche Konstellationen unserer negativen Handlungen ergeben. Im Buddhismus gibt es insgesamt zehn solcher negativen Handlungen. Man könnte sie mit den zehn Geboten im Christentum vergleichen
Der Buddhismus geht von 49 Tagen im Bardo aus, obgleich er betont, dass dies vielmehr einer Qualität als Quantität entspricht. Die 49 Tage untergliedern sich in 7 Phasen, in der die Erfahrungen des Sterbens stets wiederholt werden. (Dalai Lama – der Weg zur Freiheit).


Wir bekommen Visionen von unserer nächsten Wiedergeburt, für die es im Buddhismus sechs Bereiche gibt: Zu nennen sind die Bereiche der …

… Götter,… Halbgötter,… Bereich der Menschen,… Tiere,… Hungergeister … Hölle.

Diese entsprechen der Art unseres Wesens und sind das Ergebnis unseres Karmas. So inkarniert ein hoch entwickelter spiritueller Mensch, der sein Leben lang praktiziert hat, in den Götterbereich. In den Bereich der Halbgötter gelangen wir, wenn wir zwar schon intellektuell hochbegabt sind, aber trotzdem noch ein Gefühl des Misstrauens und Neides verblieben ist. Daher werden die Halbgötter auch eifersüchtige Götter genannt.

Der Bereich der Menschen ist wichtig, um uns weiter zu entwickeln und unser Verlangen abzulegen. In die Tierwelt gelangen wir, wenn wir nichts dazu gelernt haben und noch sehr unter den Einfluss unsere Instinkte stehen. Der Bereich der Hungergeister ist für diejenigen reserviert, die "gierig nach mehr waren" und trotzdem unerfüllt blieben. Zuletzt ist die Hölle zu nennen, für jene, die sehr böse und überwiegend hasserfüllt waren. Die Hölle untergliedert sich ebenfalls in verschiedene Stufen. Dabei weist der Buddhismus – je nach Schweregrad – auf die vielen heißen und kalten Höllen hin.
Also nun fröhliches durchstöbern, :read::omanorma:VORSICHT-alle Gedanken erschaffen.
 

die Kriegerin

Prinz des Tabernakels
19. September 2017
3.835
Aus physikalischer und ebenso buddhistischer Sichtweise.

file:///C:/Users/admin/Desktop/PM-Tibetisches-Totenbuch.pdf

Quanten-Bewusstsein
In jüngster Zeit gibt es nun aber auch wissenschaftliche Theorien, die sich mit den Vorstellungen des Tibetischen Totenbuches decken. In der Quantenphysik, der Welt des Allerkleinsten, findet sich eine Parallele zum buddhistischen Weltbild. Die Materie verliert am Urgrund der Wirklichkeit ihren "materiellen" Charakter, man kann hier nicht mehr sinnvoll von Objekten sprechen, sondern nur noch von Potentialität, von Tendenzen, Austausch und ständigem Wandel. Letztlich, so die Vorstellung vieler Quantenphysiker ist die Wirklichkeit nichts anderes als Information - und damit die Trennung von Materie und Geist hinfällig. Beide sind lediglich verschiedene Ausdrucksformen der Wirklichkeit, und auch Bewusstsein könnte ein Quantenphänomen sein.

http://www.bodhibaum.net/bardo/bardo.htm

Für die meisten Menschen unseres Kulturkreises dürfte ohnehin nur der dritte Teil des Bardo Thödol relevant sein. Dies hängt mit dem Umstand zusammen, dass frisch Verstorbene bei uns kaum die Möglichkeit haben, ungestört die Prozesse wie sie in Teil 1 und 2 beschrieben sind, zu durchlaufen. Die bloße Berührung des Leichnams - und sei es nur das Zudrücken der Augen - beendet bereits das Bewusstsein für die subtilen Prozesse des ersten und zweiten Teils und der Tote gelangt erst wieder direkt im Bardo mit Beginn des 3. Teils zu Bewusstsein.
 

Vercingetorix

Meister vom Königlichen Gewölbe
22. Juli 2018
1.397
Da bin ich gerade über einen Artikel gestolpert:

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht was der Autor uns sagen möchte... Zugegeben vielleicht liegt es an meinem rudimentären Englisch, aber erst spricht er von ungenauer Formulierung im Bereich der Physik um uns gegen Ende vor den "Verlockungen" der Krypto-Branche zu waren? oO

Natürlich hat vieles was in der Eso-Welt als Quanten"irgendetwas" bezeichnet wird, mit Quantenphysik vermutlich nichts zu tun, aber was in aller Welt hat dies denn am Ende mit der Krypto-Branche zu tun? Alles in allem klingt der Blogbeitrag für mich nach "Geschwafel".
 

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.434
Hi

Nutze ruhig mal den google übersetzer und schau ob die Übersetzung deinem eigenen Verständnis nahe kommt, die online Translatoren ;)
sind inzwischen nicht dümmer geworden.
Aber das Quantengeschwurbel wird immer unerträglicher...

Ich habe mal Teile aus dem Link vom Jäger vom googel übersetzen lassen, es liest sich nicht mehr wie eine Betriebsanleitung für koreanische Walkman.

Aus jägers Link mit google übersetzt: https://www.stephendiehl.com/blog/decentralized-woo.html

"In der Wissenschaftskommunikation gibt es einen Begriff, der oft verwendet wird, um eine Art ineffektiven Kommunikationsstil zu beschreiben, der mit Quacksalberei und Pseudowissenschaft flirtet, der als Quantenwoo bekannt ist. Der Begriff bezieht sich auf eine Klasse von Rhetorik, die von einem großen menschlichen Phänomen, das von wissenschaftlicher Mehrdeutigkeit und tiefen Fragen umgeben ist, rückwärts arbeitet und dann eine Erklärung für dieses Phänomen ableitet, indem sie aus der Quantenmechanik arbeitet. Es extrapoliert die Mikro-"Seltsamkeit" der Quantenmechanik bis auf die Makroebene der menschlichen Erfahrung durch eine Reihe von Behauptungen, die nicht sequentiell sind, die das Fehllesen komplexer Ideen und/oder die Fehlinterpretation von Fachbegriffen beinhalten. Diese Argumente werden oft verwendet, um Behauptungen für Dinge wie Kristallheilung, Panpsychismus, Himmel oder andere menschliche mystische oder pseudowissenschaftliche Überzeugungen zu rechtfertigen. Oder in ähnlicher Weise suggerieren sie fehlgeleitete Äquivalenzen, so dass Quantenmechanik und Bewusstsein beide seltsam und daher ohne Bezug auf einen Mechanismus gleichwertig sind. Die Dirac-Gleichung hat nichts über das Phänomen des Geistes zu sagen, außer die Chemie zu beschreiben, die zu ihr führt. Ein Großteil dieser Verwirrung ist nichts anderes als Wortspiele, die aus ungenauer Sprache entstehen. Die Quantenmechanik verwendet das Wort Beobachter, um sich auf ein präzises technisches Konzept zu beziehen, jedoch hat das Wort eine umgangssprachliche Bedeutung, die emotionale und anthropozentrische Lasten trägt. Das Wort wird austauschbar verwendet und bedeutet fälschlicherweise, dass eine Person oder ein Geist an diesem Prozess beteiligt ist, obwohl der wissenschaftliche Gebrauch tatsächlich keine solche Anforderung stellt. Diese Mehrdeutigkeit selbst hat zu einer erstaunlichen Menge an Quanten-Wooo allein aus der Fehlinterpretation und dem Austausch von Wörtern geführt. "

Quantengeschwurbel ist höheres Blabla welches man beliebig in den Ring schmeissen kann ohne sich oder seine Gedanken konkret zur erklären zu müssen.
Man könnte auch beliebiges aufgeschnapptes Geschichtswissen in den Raum schmeissen ohne etwas von Geschichte verstehen zu müssen...

Zu dem Cryptogedöns...
Auch mit google übersetzt:

"In vielen rechtlichen, regulatorischen, ethischen und politischen Diskussionen über Krypto-Assets stoßen wir auf Fragen zum inneren Wert dieser Investitionen. Wenn wir diese Vermögenswerte jedoch anhand traditioneller Bewertungsmodelle bewerten, sollten sie absolut nichts wert sein. Aber Krypto-Assets sind mit einer angehängten narrativen Ökonomie verbunden, die versucht, ihre Existenz durch Appelle an libertäre Politik oder Technologie zu rationalisieren. Wenn wir die Technologieargumente wagen, reduziert sich die Diskussion um den inneren Wert von Krypto-Assets an dieser Stelle auf einen rhetorischen Wortsalat von dezentralisiertem Woo, das allerlei Appelle an angebliche Ideale der Dezentralisierung und Vernetzung macht, aber wie beim Quantenwoo, ohne a Hinweis auf einen Mechanismus. Befürworter dieser Vermögenswerte behaupten, dass Kryptoplattformen die Dinge vertrauenswürdig, transparent, offen, unveränderlich, sicher und dezentralisiert machen. All dies sind prima facie edle Ideen, aber gleichzeitig diese Worte, die emotional und politisch aufgeladen sind und sehr unterschiedliche Interpretationen haben, wenn sie in verschiedenen Diskursschichten verwendet werden. Ähnlich wie bei Quantenbeobachtern wird das Wort „dezentralisieren“ in der Technologie verwendet, um ein Konzept zweifelhaft zu anthropozentrieren, das unterschiedliche Bedeutungen hat, wenn man sich zwischen den Schichten des Menschen und den Schichten der Netzwerktechnologie bewegt."

Gut... klingt etwas befremdlich beim Lesen.
Aber wer beim Lesen von buddhistischem Quantenquark leichtes befremden empfindet ist meiner bescheidenen Meinung nach psychisch ersma gesund ;)

Die in den Startbeiträgen zitierten Schwurbeleien würde ich nicht unbedingt dem Buddhismus vorwerfen wollen.
Es sieht mehr nach westlicher Unzugänglichkeit für buddhistische Weltanschauungen aus.
Aber mit dem unbedingtem Willen jede andere Denkweise inklusive der wissenschaftlichen Methode auf Biegen und Brechen buddhistisch vereinnahmen zu wollen...
Für eine buddhistische Denkart halte ich diese Vereinnahmung sonstiger Lehren nicht wirklich.

Gruss Grubi
 
Zuletzt bearbeitet:

die Kriegerin

Prinz des Tabernakels
19. September 2017
3.835
Wir haben oft Angst vor dem Tod und wollen vor ihm flüchten. Das hilft uns aber nicht, weil wir nicht vor ihm davonlaufen können. Und selbst wenn wir Angst haben vor dem Tod ist es gut das Phänomen „Tod“ zu studieren, um herauszufinden wie wir uns von dieser Angst loslösen können. Wenn wir irgendwohin fahren wollen ist es auch günstig, uns über den Ort zu informieren, wo wir zu bleiben gedenken und was es dort zu sehen gibt. Und wenn wir dort ankommen, ist es dann leichter, weil wir uns auskennen und nicht so verloren sind. Wenn man es nicht weiß, sondern ganz einfach irgendwohin gelangt, dann ist man verwirrt und weiß nicht, wo man sich befindet.
Ebenso ist es, wenn ihr den Tod studiert und über den Tod lernt, dann wisst ihr was passieren wird, und wenn es dann eintritt, dann könnt ihr Euch entsprechend vorbereiten und seid imstande, dem Tod zu begegnen.


Der Tod ist wie von einem 20m Turm zu springen...schwer zu erahnen, ob es gut geht oder nicht.
 

Nachbar

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
20. Februar 2011
4.992
Der Tod ist wie von einem 20m Turm zu springen...schwer zu erahnen, ob es gut geht oder nicht.
Ob es gut geht oder nicht, das hängt sehr davon ab, was am Ende der 20m kommt. Ist es zufällig Beton, dann finde ich den Ausgang des Sprunges garnicht so schwer zu erahnen. Und irgendwer wird die ganze Sauerei wieder wegputzen müssen, da wird vorher viel zu selten dran gedacht.

Der Tod, aber genau genommen geht es ja meist nicht um ihn, sondern um das was auf ihn folgt, ist ein putziges Thema. Jeder Mensch wird es mitmachen und viele Millionen haben das bereits, aber trotzdem gibt es unzählige, teils sich diametral gegenüber stehende Ansichten dazu. Was die einzelnen Inhaber der jeweiligen Wahrheit überhaupt nicht daran hindert, sich in ihrem Wissen geborgen zu fühlen. Das ist irrational, aber was soll's, es ist auch ein Wert an sich, und wer sich mit einem schönen Heilsversprechen wohl fühlt, dem kann man das doch lassen.*

Egal, wer den Tod studieren möchte um imstande zu sein ihm zu begegnen, der/die hat meinen Segen. Besser als eine Kreuzfahrt zu buchen ist das allemal. Es bleibt noch die Frage, was all die Menschen zu befürchten haben, die als Studienverweigerer nie gelernt haben dem Tod zu begegnen, dann aber blöderweise trotzdem sterben. Wohlmöglich obendrein ungetauft.



* Ich würde übrigens mehr Sätze wie den, und auch noch viel bessere, wirklich viel viel bessere, ins Internet schreiben, wenn mich ein finanzieller Profiteur eines Heilsversprechen dafür bezahlt. Seriöse Angebote bitte per PN.
 

die Kriegerin

Prinz des Tabernakels
19. September 2017
3.835
Egal, wer den Tod studieren möchte um imstande zu sein ihm zu begegnen, der/die hat meinen Segen. Besser als eine Kreuzfahrt zu buchen ist das allemal. Es bleibt noch die Frage, was all die Menschen zu befürchten haben, die als Studienverweigerer nie gelernt haben dem Tod zu begegnen, dann aber blöderweise trotzdem sterben. Wohlmöglich obendrein ungetauft.
Ja, kein Mensch muss sich damit befassen, doch er kommt ...
Allerdings geben mir die Rituale, die die Nachwelt dann zelebriert, zu denken.

* Ich würde übrigens mehr Sätze wie den, und auch noch viel bessere, wirklich viel viel bessere, ins Internet schreiben, wenn mich ein finanzieller Profiteur eines Heilsversprechen dafür bezahlt. Seriöse Angebote bitte per PN.
Da wird dir keiner ein Heilsversprechen machen können, nicht mal ein Bill Gates, da musst du selber durch. Es wird das geschehen, was dir vorstellst.

Auf seinen Wanderungen im Zwischenzustand fühlt man sich von den Kräften der vier Elemente bedroht. Dies zeigt sich in den sog. „vier schrecklichen Geräuschen“. Man hört Berge einstürzen, tosende Wellen eines Ozeans, einenWaldbrand und einen riesigen Wirbelsturm. Weiters erfährt man auch die sog. „drei Abgründe“. Man hat das Gefühl, von einer Klippe zu fallen, welche von weißer, roter oder schwarzer Farbe sein kann. Weiters fühlt man sich noch verschiedenen bedrohlichen Situationen gegenüber. Schließlich tauchen die friedvollen und zornvollen Gottheiten auf. Hat man in seinem Leben viele negative Handlungen gemacht, treten die Diener des Todesherrn auf und das Licht wird dunkler. Wenn man jedoch tugendhafte Handlungen ausgeführt hat, erkennt man diese Gottheiten als die eigenen Projektionen des Geistes. Auf diese Weise kann man leicht in höhere Daseinsbereiche oder sog. „Reine Länder“ gelangen..

Hier kann man nicht verifizieren...doch das Totenbuch ist nie umgeschrieben worden
und die neuen Untersuchungen in der Medizin/Universitäten über Nahtoderfahrungen, berichten dasselbe.
 

die Kriegerin

Prinz des Tabernakels
19. September 2017
3.835

Das Bardo Thödröl ist eine der wenigen Schriften, die auf die Erlebnisse der menschlichen Seele beim Sterben, im Nach-Tod-Zustand und bei der Wiedergeburt eingeht, und soll Verstorbenen als Führer durch die Zeit der Bardo-Existenz zwischen Tod und Wiedergeburt dienen. Darüber hinaus ist das Bardo Thödröl eine Anweisung, wie der Verstorbene mit Hilfe vorgelesener Texte das Licht der Erlösung erkennen und den Kreislauf der Wiedergeburten verlassen kann.
„Wenn du dein vergangenes Leben kennen lernen willst, schaue deine gegenwärtige Lage an, wenn du dein zukünftiges Leben erkennenwillst, schaue deine gegenwärtigen Handlungen an.“ Padmasambhava,
 

die Kriegerin

Prinz des Tabernakels
19. September 2017
3.835
Ja, nur lesen und dann vergleichst du...es können nur unterschiedliche Übersetzungswörter sein...
das Urbuch sagt immer dasselbe aus.
Der Mensch ist im Wachen - das Ich im Leben, im träumenden Selbst im Tod; Sterben bedeutet vom Wachzustand in den Traumzustand überzuwechseln. Doch nur im wachen Leben kann die Integration des Wesens vollzogen werden, im Todzustand geht es nur, wie da Tibetanische Totenbuch lehrt, mit Hilfe eines anderen und gelingt fast. Der Mensch sieht mit zwei Augen und hört mit zwei Ohren.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
19.037
Und woher wollen Sie wissen, daß das das Urbuch ist? Wie können Sie wissen, daß es nicht vorher ein anderes gegeben hat?
 

die Kriegerin

Prinz des Tabernakels
19. September 2017
3.835
Sehr geehrter Herr @jäger,

jetzt könnte ich von oben herab schreiben, befassen Sie sich damit - doch ich will ihnen schon bestmöglichste Antworten geben ob Sie damit zufrieden sind - kann ich nicht erörtern.
Das Tibetische Totenbuch wurde von Padmasambhava (8-9 Jh.) Begründer des tibetischen Buddhismus niedergeschrieben. Wir könnten dies gar nicht übersetzen, da nur wenige Menschen die Schriftzeichen der Tibetaner beherrschen. Doch durch die Mitarbeit des Übersetzers, der Tibeter Sogyal Rinpoche wurde es sicher sehr punktgenau erörtert. Besonderes Augenmerk wurde da sicher auf die jeweiligen Strategien zur Universalisierung tibetisch-buddhistischer Vorstellungen und Praktiken gemacht.

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Als dann die Texte in der Form des „Tibetan Book of the Dead“ (1927) von Walter Y. Evans-Wentz hier im Westen 1927 erschien, und nun ins Deutsche übersetzt wurden - wird das wohl nicht wortwörtlich geschehen sein. Doch es ist wohl das Beste von den bekannten Werken der tibetischen Literatur.
 

die Kriegerin

Prinz des Tabernakels
19. September 2017
3.835
„Niemand lehrt uns zu sterben. Dabei sterben wir alle. Und nur wenige können es, weil sie dafür begabt sind, von selbst. Statt den Tod bis zuletzt aus unserem Bewusstsein zu verbannen, sollten wir ihn als Partner unseres Lebens begreifen. Denn Leben und Tod sind zwei Figuren eines einzigen Tanzes, und die Tänzer sind wir.”
Lotte Ingrisch
 

die Kriegerin

Prinz des Tabernakels
19. September 2017
3.835
Kann sein, doch wir sprachen vom Tibetischen Totenbuch und das hat Padmasama geschrieben.
Gibt sicher noch ältere Bücher...das Ägyptische Totenbuch...hab ich nicht gelesen
wurde in der Fam. nie besprochen..
 

die Kriegerin

Prinz des Tabernakels
19. September 2017
3.835
hurra, gefunden!

Lotte Ingrisch
REISEFÜHRER INS JENSEITS

Anatomie des Todes
Was haben wir alles in der Schule gelernt! Von den Bodenschätzen Australiens angefangen bis zur
Trigonometrie. Aber wer von uns berechnet im Lauf seines Lebens jemals die Schenkel eines Dreiecks,
schöpft aus der Kenntnis australischer Bodenschätze Lust und Gewinn?
Niemand lehrt uns, zu sterben. Dabei sterben wir alle. Und nur wenige können es, weil sie dafür begabt sind,
von selbst.
Die meisten halten den Tod für ein Ende mit Schrecken, dem ein Schrecken ohne Ende folgt.
Das stimmt nicht! Der Tod ist ein Märchen.

Haben Sie keine Angst! Der Tod ist ganz anders, als wir immer glaubten. Wir können das Schreckgespenst,
das weiter nichts ist als ein Produkt unserer Erziehung und Phantasie, ruhig begraben. Es gibt nämlich keinen
Sensenmann, keinen Schlächter. Dramatisiert man den Tod nicht, ist er einfach und leicht. So leicht, dass Sie
ihn womöglich gar nicht spüren.
Ärzte und Forscher - allen voran Georges Barbarin - haben die letzten Augenblicke des Menschen genau
untersucht. Das Sterben, so lautet die überraschende Botschaft, tut nicht einmal weh. Denn der so
gefürchtete Todeskampf ist ja nur ein Kampf ums Leben, in das der Sterbende sich, statt es loszulassen,
verkrallt. Wer nicht kämpft, wird auch nicht leiden. Empfangen Sie den Tod wie' einen Liebhaber, und er
vergewaltigt Sie nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
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