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~ Crypto Währung Bitcoin ~

Giacomo_S

Prinz der Gnade
13. August 2003
4.229
Die Geschichte der Kryptowährungen - oder genauer gesagt, den Tauschbörsen, auf denen sie gehandelt werden oder wurden - ist eine Geschichte von Betrug und organisierter Kriminalität, und dies eine vergleichsweise kurze Geschichte, und dafür ist die Liste betrügerischer Unternehmen um so länger:

1. Mt. Gox
Als eine der ersten Tauschbörsen für Kryptowährungen überhaupt, war Mt. Gox zweitweise die größte Tauschbörse weltweit (60% des weltweiten Bitcoin-Handelsvolumens im August 2013). Insolvenz 2014, Verluste in der Größenordnung von 800 Mio. Dollar.
Wikipedia, Mt. Gox

2. OneCoin
Netzwerkmarketing für eine vermeintliche Kryptowährung, gegründet von der bulgarischen Staatsangehörigen Ruja Ignatova im Jahr 2014. In Wirklichkeit ein Ponzi-Scheme (Schneeballsystem, das Einlagen neuer Investoren als Gewinne alter Investoren auszahlt). Strafverfolgung, u.a. durch die Staatsanwaltschaft Bielefeld, gegen Ruja Ignatova und andere seit 2018, Razzia in Sofia bei OneCoin und 14 weiteren, mit OneCoin verbundenen Firmen.
US-Staatsanwaltschaften stuften die Erträge von OneCoin auf 4 Milliarden US$ ein.
"Cryptoqueen" (Eigenbezeichnung) Ruja Ignatova ist seit 2017 auf der Flucht und steht auf den Fahndungslisten von mindesten 20 Nationen.
Das FBI führt sie auf seiner Liste der "10 Most Wanted Fugitives".
Wikipedia, OneCoin
FBI, 10 Most Wanted Fugitives, Ruja Ignatova

3. FTX
Handel mit Kryptowährungen, gegründet Mai 2019, Insolvenz November 2022, zusammen mit 130 weiteren, mit FTX verbundenen Unternehmen.
Durchschnittliches, tägliches Handelsvolumen zweitweise bis zu 10 Mrd. US$ (Juli 2021).
Veruntreuung von 10 Mrd. US$ durch illegale Transfers an das FTX verbundene Unternehmen Alameda Research. Der CEO von FTX, Sam Bankman-Fried und der CEO von Alameda, Caroline Ellison stehen unter Anklage und Hausarrest (SBF) und sehen sich langen Haftstrafen gegenüber.
Wikipedia, FTX

4. Quadriga CX, Quadriga Fintech Solutions
Gegründet 2013 durch Gerald "Gerry" Cotten und Michael Patryn und zeitweise Kanadas größte Handelsplattform für Kryptowährungen. Bankrott Januar 2019 nach dem rätselhaften Tod Cottens in einem Krankenhaus in Jaipur, Indien. Cotten nimmt die Passwörter mit ins Grab, rund 190 Mio. US$ sind seitdem verschwunden. Cotten betrieb zumindest zum Ende hin ein Ponzi-Scheme (Schneeballsystem), Cotten und Patryn erwiesen sich schließlich als bereits in jungen Jahren tätige Wirtschaftskriminelle.
Wikipedia, Quadriga Fintech Solutions

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es handelt sich nur um die spektakulärsten Fälle im Zusammenhang des Handels mit Kryptowährungen. Geradezu erschreckend an diesen Fällen: Das es sich um die jeweilig größten (Mt. Gox, Quadriga) oder eine der fünf größten Handelsplatformen für Kryptowährungen handelte. Man mag sich vorstellen: Wenn es die nicht einmal auf die Reihe bekommen, ja sich als Kriminelle erwiesen haben ... wie mag es da erst bei wesentlich kleineren Unternehmen der Branche aussehen?

Und es gibt andere Gemeinsamkeiten. Praktisch alle Unternehmensgründer und -beteiligten waren sehr jung, oft nicht einmal 30 Jahre alt. Sie verlegten alsbald ihre Unternehmenszentralen nach Asien (Mt. Gox, FTX), erwarben im großen Stil Immobilien mit Geldern, die ihnen gar nicht gehörten und gaben sich nach außen als der nette junge Mann von nebenan (FTX, Quadriga), legerer Kleidungsstil inklusive. Darüber hinaus protzten sie mit ihrem neu gewonnenen Reichtum, Autos, Reisen, allerdings nicht ohne den Beifall ihrer gelackmeierten Kunden:
"Ein Dummkopf findet immer einen größeren Dummkopf, der ihn bewundert." Nicolas Boileau
 

Vercingetorix

Prinz von Jerusalem
22. Juli 2018
2.263
Das wirklich schockierende an diesen ganzen Beispielen ist ja nicht die kriminelle Energie der beteiligten, sondern wie naiv und dämlich (mir fällt hier leider kein milderer Begriff ein...) die Nutzer solcher Plattformen sind.
Wer auf einer dieser Plattformen mit Kryptos Geld verloren hat ist meist selbst schuld. Jeder der sich nur ein wenig länger mit dem Thema befasst, stösst innert kürzester Zeit auf einige grundlegende Regeln im Umgang mit Krypto-Coins. Die wohl wichtigste davon lautet: Not your Keys, not your Coins.

Eine der Ideen von diese Krypto Dingern ist Dezentralität. Da ist es geradezu absurd, die Coins auf einer zentralen Plattform zu halten. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Eigenverantwortung. Das ist mir not your Keys, not your coins auch gemeint. Nicht eine Bank oder eine zentrale Instanz sollen die Hoheit über das eigene Vermögen haben, sondern der Nutzer selbst.
Man kann diskutieren in wie fern das moralisch vertretbar ist, z.B. in Bezug auf einen Gesellschaftsvertrag usw. Aber wer diesen einfachen Grundsatz nicht verstanden hat und somit all seine Coins auf einer dieser Plattformen hält, nur weil es dort drölfzig % Zinsen oder was auch immer gibt, dem ist kaum zu helfen.

Man trifft da meiner Erfahrung nach auf ganz unterschiedliche Menschen und es ist immer schwierig Menschen in Schubladen zu stecken. Trotzdem möchte ich den Versuch wagen und einen kleinen Einblick geben. Aus meiner Sicht kann man die Menschen, die sich im so genannten Krypto-Space bewegen in 7 Kategorien einteilen. Dabei sind die Grenzen zwischen den einzelnen fliessend. Auf viele treffen auch die Merkmale mehrerer Kategorien zu.... Es geht hierbei auch weniger darum wie viel Geld jemand in Gegenwert von Bitcoin oder was auch immer hat, sondern vielmehr um die Motivation weshalb sich jemand überhaupt damit beschäftigt.

Die Einteilung ist nicht bierernst gemeint, aber es steckt ein Funken Wahrheit darin :)

Die Enthusiasten
Sie sind oft Nutzer der ersten Stunde. Sie haben sich intensiv mit den Technologischen Grundlagen befasst und sind überzeugt, dass Kryptowährungen die Welt zum Bessern verändern können. Meist blenden sie die Nachteile und Schattenseiten einfach aus. Fast alle passieren diese Kategorie einmal, einige bleiben dann dabei. Sie glauben die Blockchain ihrer Wahl sei der heilige Gral unter allen Blockchains und es müsste möglich sein, dass alle Menschen diese nutzen.
Sie sind Feuer und Flamme für ihre Projekte und hoch motiviert alle Menschen in ihrem Umfeld "auf die Chain" zu bringen. Ihr Interesse an Blockchain und Krypto ist vielfach langanhaltend.

Die Neugierigen
Sie probieren gerne alle technischen Errungenschaften aus, somit auch Blockchain und Kryptowährungen. Weil das ganze eine eigene Welt ist, finden sie es faszinierend darin einzutauchen und all das Neue darin zu entdecken. Im Gegensatz zu den Naiven und zu den Enthusiasten merken sie allerdings rasch, dass auch hier nicht alles Gold ist was glänzt. Für den Neugierigen wird das ganze ab einem gewissen Punkt auch wieder langweilig. Nämlich dann, wenn es nichts mehr zu entdecken gibt. Sie wenden sich meist nach dieser aufregenden Anfangsphase wieder ab.

Die Nerds/Techies
In der IT gross geworden sind sie fasziniert von den Technischen Grundlagen der Blockchain. Server und Netzwerke sind ihre Welt und entsprechend gross ist ihr Interesse. Egal ob Java, Phyton, Solidity oder exoten wie Haskell Code ist ihr leben. Oft handelt es sich bei ihnen um die Betreiber der so genannten Nodes, also den Knotenpunkten der Blockchain.
Unter ihnen gibt es auch viele Entwickler, welche die Möglichkeit schätzen neue Dinge auszuprobieren. Manche werden zu Enthusiasten, andere zu Gaunern. In dieser Kategorie tummeln sich besonders viele Netz- und Datenaktivisten. Auch hier gibt es viele Anwender der ersten Stunde.

Die Spekulanten
Auf alles was man Wetten kann wird gewettet. Der Spekulant, egal ob man das positiv oder negativ versteht, nutzt die Kryptowährungen als Objekt für seine Spekulation. Für ihn handelt es sich primär um eine weitere zu bearbeitende Anlageklasse. Die technischen Details kümmern ihn wenig. Auch die sichere Aufbewahrung seiner Coins ist ihm unnötiger Aufwand.
Anfangs sind sie begeistert von den ganzen Möglichkeiten. Da die Kryptowelt viel weniger stark reguliert ist (noch...) bieten sich hier Möglichkeiten, die auf dem klassischen Finanzmarkt ausgestorben sind. Auch bei den Spekulanten legt sich das Interesse oft nach einiger Zeit wieder. Zumindest dann, wenn sie ihre Coins auf einer weiteren dubiosen Plattform verloren haben.

Die Glücksritter
Immer auf der Suche nach dem nächsten grossen Jackpot treibt den Glücksritter vor allem ein schneller und grosser Gewinn um. Er ist der klassische Gambler, aber er muss längst kein Casino mehr aufsuchen. Sie tauchen in die Welt der Kryptos ein und merken rasch, dass man mit dem richtigen Los sein Geld scheinbar mühelos verzehn- nein sogar verhundertfachen kann. Sie wühlen in den Tiefen der Kurslisten nach dem zukünftigen BitCoin oder Ethereum. Tragischerweise gibt es in dieser Kategorie auch einige Verzweifelte die ihr ganzes Hab und Gut auf eine Karte setzten. Die Parallelen zur Tulpenmanie sind hier durchaus vorhanden.

Die Naiven
Durch grosse Überschriften in der BILD oder durch windige Berater geraten sie in ein Haifischbecken. Oft kommen sie nicht mit heiler haut wieder da heraus. Ohne sich eingehend mit dem Thema zu befassen, kaufen sie nach eigenem Gutdünken und in grossem Stil Kryptos. Da sie keine Ahnung von der Materie haben und sich eigentlich auch gar nicht dafür interessieren, sind ihnen die Risiken auch nicht bewusst. Sie sind, zusammen mit den Spekulanten und den Glücksrittern am häufigsten von kriminellen Machenschaften betroffen.
Es handelt sich um dieselbe Kategorie "Anleger", die auch Wirecard Aktien kauften als dem Fachmann längst klar war, dass da etwas nicht stimmen kann.
Auffallen ist, dass diese Kategorie immer dann in den Markt einsteigt, wenn die Kurse viel zu hoch sind, entsprechend gross sind die Verluste, sobald sie nervös werden um dann beim Tiefststand zu verkaufen.

Die Gauner / Der Scammer
Von kleinen Betrügern, über kriminelle Organisationen bis hin zu staatlichen und halbstaatlichen Akteuren findet sich in dieser Kategorie alles. Die einen Nutzen Kryptowährungen dafür Naive, Spekulanten und Glücksritter auszunehmen. Die anderen waschen Geld oder betreiben Cyberkriminalität und lassen sich ihre Schutzgelder in Bitcoin statt USD begleichen.
Da die Regulierung noch nicht sehr weit fortgeschritten ist und die meisten Ermittlungsbehörden ohnehin keine Ahnung haben, ist der Kryptospace ein Tummelplatz für Gauner aller Art geworden. Meist sind es einfache Schneeballsysteme auf die vor allem der Glücksritter hereinfällt.
In diese Kategorie könnte man vermutlich auch Steuervermeider einteilen, welche Kryptowährungen nur zu dem Zweck kaufen um dem eigenen Fiskus zu entgehen.

Edit: Ich habe ganz vergessen mich selbst einzuteilen...
Anfangs war ich ganz klar Neugieriger, mit kleinen Anteilen eines Enthusiasten und Glücksritters. Mittlerweile bin ich wohl beim Spekulanten angelangt und verliere zunehmend das Interesse :D
 
Zuletzt bearbeitet:

Giacomo_S

Prinz der Gnade
13. August 2003
4.229
Das wirklich schockierende an diesen ganzen Beispielen ist ja nicht die kriminelle Energie der beteiligten, sondern wie naiv und dämlich (mir fällt hier leider kein milderer Begriff ein...) die Nutzer solcher Plattformen sind.

Habe kürzlich einen Film gesehen über Beteiligte an diesem Quadriaga Fintech - Geschäft. Da ist also so ein Typ, Programmierer, der sich schließlich mit Krediten verlustiert, um Bitcoin-Geschäfte zu tätigen. Er erlebt ziemliche Verluste. Am Ende verkauft er seine Wohnung, und steht mit einem Guthaben von rund 400.000 US$ gar nicht einmal schlecht da.
Er beabsichtigt, sein Geld - als Kanadier - von den USA nach Kanada zu transferieren, aber Banken verlangen dafür 2% - und das ist ihm zu teuer. Also will er sein Geld mittels Bitcoin, quasi ohne Gebühren transferieren ... und dann ist sein Geld einfach mal ... weg, verschwunden.

Aha: Nichts kapiert, oder? Vorher schon Geld mit Kryptowährungen verloren, schließlich alles verloren.
Also geht es nur um die blanke Gier, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:

Giacomo_S

Prinz der Gnade
13. August 2003
4.229
Das wirklich schockierende an diesen ganzen Beispielen ist ja nicht die kriminelle Energie der beteiligten, sondern wie naiv und dämlich (mir fällt hier leider kein milderer Begriff ein...) die Nutzer solcher Plattformen sind.
Wer auf einer dieser Plattformen mit Kryptos Geld verloren hat ist meist selbst schuld. Jeder der sich nur ein wenig länger mit dem Thema befasst, stösst innert kürzester Zeit auf einige grundlegende Regeln im Umgang mit Krypto-Coins. Die wohl wichtigste davon lautet: Not your Keys, not your Coins.

Ach so: Wer sich von internationalen Kriminellen vorführen lässt - der ist also selbst schuld?
 

Vercingetorix

Prinz von Jerusalem
22. Juli 2018
2.263
Aha: Nichts kapiert, oder? Vorher schon Geld mit Kryptowährungen verloren, schließlich alles verloren.
Also geht es nur um die blanke Gier, oder?
Das geht es tatsächlich ganz oft. Wie Du an meiner kleinen Kategorisierung sehen kannst sind viele Menschen in der Kryptowelt schlicht auf Profit aus. Somit unterscheidet sich diese Welt kaum von der realen.

Der Herr in Deinem Beispiel hätte evtl. einfach nicht BTC verwenden sollen, sondern einen so genannten Stable Coin (die sind alles andere als Stable!!) wie BUSD oder TETHER. Aber selbst dann gilt die goldene Regel: Not your keys, not your coins.
Mich beschleicht jedoch das dumpfe Gefühl Du möchtest oder kannst die Konsequenzen dieser Phrase nicht verstehen. Man muss Krypto nicht toll finden, es gibt viele Schattenseiten, aber vielleicht solltest Du Dir mal für 20$ oder so irgendeinen Coin kaufen, eine Wallet einrichten und das ganze anwenden. Das würde mehr Verständnis schaffen als dutzende Medienartikel.

Falls Du dazu Fragen hast stehe ich Dir gerne zur Verfügung :D
 

Giacomo_S

Prinz der Gnade
13. August 2003
4.229
Mich beschleicht jedoch das dumpfe Gefühl Du möchtest oder kannst die Konsequenzen dieser Phrase nicht verstehen. Man muss Krypto nicht toll finden, es gibt viele Schattenseiten, aber vielleicht solltest Du Dir mal für 20$ oder so irgendeinen Coin kaufen, eine Wallet einrichten und das ganze anwenden. Das würde mehr Verständnis schaffen als dutzende Medienartikel.

Es geht nicht um dutzende Medienartikel. Aber wenn selbst die größten Akteure das Thema Kryptowährungen nicht auf die Reihe bekommen, und sich vielen Jahren von Gefängnis gegenübersehen - Mt. Gox, FTX, Quadriga ... wer soll es denn dann auf die Reihe bringen?
Warum sollte ich ein reales Geld in eine Scheinwährung investieren, wenn nicht eimal die aktuell Größten das handeln können?
 

Giacomo_S

Prinz der Gnade
13. August 2003
4.229
Oder einmal anders gesagt: Kriminelle sind ... Kriminelle, ganz einfach.
Es ist letztlich unerheblich, welche Methoden sie benutzen, ob nun auf Papier oder digital. Ein krimineller Akt ist ein krimineller Akt,
 

Vercingetorix

Prinz von Jerusalem
22. Juli 2018
2.263
Oder einmal anders gesagt: Kriminelle sind ... Kriminelle, ganz einfach.
Es ist letztlich unerheblich, welche Methoden sie benutzen, ob nun auf Papier oder digital. Ein krimineller Akt ist ein krimineller Akt,
Da sind wir uns absolut einig.

Warum sollte ich ein reales Geld in eine Scheinwährung investieren, wenn nicht eimal die aktuell Größten das handeln können?
Du verstehst nicht auf was ich hinaus möchte. Du sollst nicht keine Coins auf einer zentralen Börse handeln oder halten. Du solltest verstehen wie das Konzept Kryptowährung funktioniert. Dazu ist es notwendig es praktisch anzuwenden.
Es ist dabei vollkommen egal, ob es sich um eine Scheinwährung handelt oder um Tulpen, oder um was auch immer. Wenn Dich das Thema wirklich interessiert, dann schau Dir das in der Praxis an.

Falls Du Dich einfach über die bösen Wirtschaftskriminellen empören willst, meinetwegen, aber dann ist jede Diskussion hier zwecklos.
 

Giacomo_S

Prinz der Gnade
13. August 2003
4.229
Du verstehst nicht auf was ich hinaus möchte. Du sollst nicht keine Coins auf einer zentralen Börse handeln oder halten. Du solltest verstehen wie das Konzept Kryptowährung funktioniert. Dazu ist es notwendig es praktisch anzuwenden.

"Ich soll nicht keine Coins ... Börse ... handeln"? Als in Bayern Lebender bin ich mit doppelten Verneinungen vertraut, ich denke aber, es ist hier "ich soll keine Coins ... Börse ... handeln" gemeint.
Ich kann Deine Position schon verstehen: Keine Coins auf Börsen handeln, sondern selbst Coins wo auch immer verwalten.
Dennoch: Es gab (und gibt) diese Börsen, bei den von mir o.g. Fallbeispielen handelte es sich sogar um die zeitweise größten oder einer der größten Handelsbörsen mit Kryptowährungen. Kryptowährungen scheinen besonders anfällig für mutwillige oder auch nur fahrlässige, kriminelle Aktionen zu sein.
 

Giacomo_S

Prinz der Gnade
13. August 2003
4.229
Ab dem 3. Oktober muss sich Sam Bankman-Fried, Gründer der zeitweilig drittgrößten Kryptobörse weltweit, FTX, wegen milliardenschweren Betrugs vor Gericht verantworten.
Sam Bankman-Fried: Der kurze Aufstieg und Fall eines Kryptostars:

Noch vor einem Jahr hätte wohl niemand gedacht, dass ein junger Mann mit Wuschelkopf und Schlabber-T-Shirts mal für einen der größten Wirtschaftsskandale der vergangenen Jahre verantwortlich gemacht würde. Sam Bankman-Fried, einst schillernder Star der aufstrebenden Fintech-Welt, hat mit seiner Kryptobörse FTX den Handel mit Bitcoin und Co. in die Masse getragen – und mutmaßlich Hunderttausende Anleger um ihr Geld gebracht. Ab Montag muss er sich vor Gericht verantworten, in 13 Punkten hat die Staatsanwaltschaft ihn angeklagt. Unter anderem wegen „Betrugs epischen Ausmaßes“.

Der Prozess wird darüber hinaus nicht ohne Folgen für die Kryptowelt bleiben:

Das Drama um den mutmaßlichen Milliardenbetrug hat die Kryptowelt für immer verändert. In einem gläsernen Behördentempel mitten in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington beobachtet man das Treiben im Kryptosektor spätestens seit der Insolvenz von FTX noch kritischer als zuvor. Die US-Börsenaufsicht SEC hat schon früher immer wieder Kryptoprojekte verklagt, mit mäßigem Erfolg. Unter ihrem Vorsitzenden Gary Gensler, der 2021 ans Ruder kam, hat sie ihren Kampf gegen den Sektor intensiviert.

Mit neuem Selbstbewusstsein knöpft sie sich nun selbst die großen Player am Markt vor – und überzog im Sommer die beiden führenden Kryptobörsen Binance und Coinbase mit einer Klagewelle. Im Fall von Binance spricht die SEC von einem „Netz der Täuschung“, von Interessenkonflikten und manipulierten Börsenumsätzen, gar von „kalkulierter Umgehung des Gesetzes“.

„Man kann die Regeln nicht einfach ignorieren, nur weil man sie nicht mag oder weil man andere Regeln bevorzugt. Die Konsequenzen für die Anleger sind viel zu groß“, sagte ein SEC-Aufseher vor wenigen Monaten.
Wirtschaftswoche, Der Milliardenbetrug: Wie der FTX-Kollaps die Kryptowelt für immer veränderte

Auch seine Eltern, selbst hochqualifizierte Juristen, sind als Komplizen mitangeklagt:

Die US-Justiz wirft ihm vor, einen in sich geschlossenen Betrugsring betrieben zu haben, von dem auch die Eltern profitiert haben sollen. Auf den Bahamas wurden unter seinem Namen mehr als dreissig Grundstücke erworben, und dies im vollen Wissen seines Vaters, der auch als Berater bezahlt wurde. Das Geld dafür wurde angeblich einem Kundenkonto entnommen. Beide Eltern stehen nun als Komplizen vor Gericht.

Die Betrugssumme liegt bei über acht Milliarden Dollar. Zu den Opfern gehören freilich nicht nur Prominente, sondern viele gewöhnliche Anlegerinnen und Anleger, darunter Bauarbeiter, Kleinunternehmerinnen und Studenten.

Und wie so viele Akteure der Tech-Elite des Silicon Valleys gerierte sich auch Sam Bankman-Fried als Philantrop, als Weltverbesserer, dessen Technologie alles zum Guten wenden würde, wenn man ihn nur ließe.

«Ich bin bei Krypto dabei, weil ich den grösstmöglichen weltweiten positiven Einfluss erzielen möchte», schrieb Bankman-Fried einmal in einem Inserat. Wie andere Krypto-Missionare predigte er die Kraft digitaler Währungen und der Blockchain-Technologie, die Bösewichte aus dem Finanzsystem eliminieren und das Leben der Armen fundamental verbessern würden.

Ähnlich grossartige Versprechen und der unbegrenzte Glauben an die Technologie treiben nicht nur Leute wie Bankman-Fried an. Sie sind Teil des Sendungsbewusstseins der Tech-Elite im Silicon Valley.
BZ, Vom Altruisten zum Betrüger. Der seltsame Fall von FTX-Gründer Sam Bankman-Fried

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Kryptowährungen sind anfällig für kriminelle Machenschaften und werden von Kriminellen für den Geldtransfer verwendet, während sie im Vergleich zum konventionellen Zahlungsverkrehr de facto bedeutungslos sind.
Vor allem zeigt sich wieder einmal mehr, dass die vollmundigen Versprechen, durch die neuen Technologien würde alles viel besser, die Kriminalität bekämpft und die Armut vermindert, bestenfalls nichts anderes als naive Luftschlösser sind. Oder Feigenblätter für die blanke Gier und kriminelle Energie.

Versprechen im Übrigen, die wir so oder in ähnlicher Form schon seit den ersten Tagen des Internets immer wieder aufgetischt bekamen. Erfüllt haben sie sich nicht, vielmehr haben sie den Kapitalismus nur noch mehr verschärft. Mit dem Ergebnis einiger weniger Super-Milliardäre und Milliarden von Menschen, die diese Spielzeuge bezahlen, so oder so, in der einen oder anderen Weise.
 

Giacomo_S

Prinz der Gnade
13. August 2003
4.229
Sam Bankman-Fried ("SBF"), Gründer und Chef des Kryptowährungsunternehmens FTX, zeitweise die zweitgrößte Kryptohandelsbörse überhaupt, wurde nun in alle sieben Anklagepunkten des Betruges schuldig gesprochen. Über das Strafmaß wird später entschieden, dem 31jährigen drohen Jahrzehnte der Haft.
Ist SBF der hochkarätige Kriminelle, als der er nun offenbar da steht? Einer, der aus reinem Eigennutz einen der größten Betrugsfälle der USA begangen hat? "Verschwunden" sind geschätzte acht Milliarden US$ ... das ist keine Kleinigkeit.

Aus der Ferne meint man vor allem eine geradezu naive Sorglosigkeit, ja Hybris zu erkennen, nicht nur bei SBF, sondern auch bei allen anderen Beteiligten. Allesamt unter 30 Jahren, hielten sie sich wohl für die Überflieger, die alles besser wissen und besser können, gestützt auf geballte Rechenpower und vor allem einer überlegenen Moral des "Effective Altruism".
SBF selbst hielt sich wohl für den intelligentesten Menschen des Planeten, reichlich befördert von dem medialen Rummel um seine Person. Auch andere Prominente haben nur zu gern (oder für viel Geld) in seinem Schein geglänzt und/oder für ihn und FTX geworben. Sie werden sich von einer amerikanischen Öffentlichkeit und insbesondere den Geprellten nun fragen lassen müssen, was sie denn da eigentlich geritten hat.

Vielleicht ist SBF sogar überdurchschnittlich intelligent, aber dies hat ihn dann nicht vor dem größten Absturz bewahrt, den ein Mensch nur hinlegen kann, und dies mit nur 31 Jahren. Offenbar hat er geglaubt, er werde mittels seiner Genialität schon wieder alles hinbiegen können ... nun, Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Das Geld deiner Anleger ist eben mitnichten Dein Geld, das weiß jeder einfach gestrickte Besondere, den wir aus unserem Inklusionsbetrieb mal zum Einkaufen schicken. SBF war wohl mehr der Ansicht, so einfache und langweilige Regeln müssten für ihn und FTX nicht gelten, denn schließlich sah er sich selbst ja als einen großen Akteur der Guten.

SBF ist nicht der erste "Visionär" der schließlich an so etwas Langweiligem wie der Buchhaltung gescheitert ist. Wahrscheinlich wären er und FTX gut beraten gewesen, einen guten BWLer oder Buchhalter zu beschäftigen, einen alten, langweiligen Sack von Erbsenzähler. Einen, der auch mal die Frage aufwirft, woher eigentlich diese absurden Stundensätze von 1.500$ und mehr (z.B. für die zwei Chefprogrammierer) eigentlich kommen sollen, und ob es auf dem Planeten überhaupt irgendeinen "Albert Einstein des Programmcodes" gibt, für den solche Saläre gerechtfertigt sind.
 

Vercingetorix

Prinz von Jerusalem
22. Juli 2018
2.263
Derweil hab ich diese Woche, kurz vor dem neusten Skandälchen, leckere 42.7 % Rendite mitgenommen.
Das ist ein nettes Taschengeld, welches jetzt aus der hochrisiko Anlage Bitcoin in ein paar schöne Dividendentitel aus dem Schweizer Aktienindex fliesst. Mein jährlicher Ertrag mit den Gewinnausschüttungen beweg sich inzwischen im Bereich eines durchschnittlichen Monatsgehalts. Somit habe ich jetzt fast 14 Gehälter pro Jahr.

Meine Bitcoin Position hatte ich unter anderem in der Abwärtsspirale um die FTX Sache aufgebaut. Mir hat das ganze also nicht geschadet... Aber es gab ja auch damals die Käufer für Tulpen-Zwiebeln und die Verkäufer 😂
 

Giacomo_S

Prinz der Gnade
13. August 2003
4.229
... welches jetzt aus der hochrisiko Anlage Bitcoin in ein paar schöne Dividendentitel ...

Tatsächlich muss ich zugeben: Für mich sind das alles Reichenprobleme. Im Grunde sollte ich mich damit gar nicht beschäftigen, denn es handelt sich um eine Art PAL (Douglas Adams), das Problem Anderer Leute. Entsprechende YT-Beiträge im Zusammenhang mit FTX sind dann oft (für mich jedenfalls) Klagelieder von Menschen, die mit vollen Backen jammern.
Sie reden von Summen, die sie verloren haben, die für mich sowieso eine Art Lotto-Gewinn wären.
Ich könnte darüber weinen, mal 50€ an einem Spielautomaten verloren zu haben, aber die Summen der FTX-Trader sind eine andere Nummer.

Ich verstehe nichts von Geldanlagen, will es auch gar nicht. Eine Grundregel scheint es aber zu geben, nämlich nicht alles auf eine Karte zu setzen, und wer in so einem Crash alles verloren hat, der hat (in seiner Gier?), diese Grundregel offenbar ignoriert.
Eine Art Zockerei bleibt es aber, und da unterscheidet sich der Handel mit Kryptowährungen - im Prinzip - nicht von der Zockerei des kleinen Mannes an der Daddelmaschine in der Eckkneipe. Denn auch der Zocker am Geldspielautomaten meint zuweilen, "das System" durchschaut zu haben ... auch ich hatte schon Phasen, da hatte ich deutlich mehr gewonnen als verloren ... aber eben auch andere.

Eine Anlage in eine konventionelle Aktie basiert in der Theorie - für mich Unbelesenen in diesem Thema jedenfalls - auf der Grundidee, dass man in eine Firma investiert, die mit diesem Kapital einen Mehrwert erzielt, ein Produkt, eine Wertschöpfung.
Die Kryptowährungen erzeugen aber keine (reale) Wertschöpfung.
Ja, es gibt Gewinne, aber es handelt sich um reine Spekulation, denn es gibt keine reale Wertschöpfung, die sich aus dieser Sache ergibt. Aus der Kryptowährung allein ist aus Holz kein Schrank gebaut und aus Erz kein Auto gebaut.

Wenn es also keine reale Wertschöpfung aus dieser Anlage gibt, um was handelt es sich denn dann? Also handelt es sich "nur" um eine Umverteilung eines Pools von Vermögen: Die einen gewinnen und die anderen verlieren - nichts anderes, was an jedem Roulette oder Spielautomaten passiert, denn da wird ja auch keine Wertschöpfung erzeugt. Die einen werfen ihr Geld ein, die anderen holen es heraus, und zwischendrin sitzen die Betreiber des Systems und der Staat, die daran Anteile kassieren.

Als Individuum muss mich das nicht unbedingt interessieren, denn mangels Kapital bin ich sowieso nicht Teil dieser Maschinerie. Reichenproblem.
Als Mitglied einer demokratischen Gesellschaft interessiert mich eine solche Zockerei auf hohem Niveau aber sehr wohl, vor allem dann, wenn die Akteure solcher - ggf. kriminellen - Machenschaften beginnen, mit ihrem illegal abgezockten Kapital versuchen, Einfluss auf die öffentliche Meinung zu nehmen.

Wenn kriminelle Abzocker beginnen, ihr Betrugsgeld als "großzügiger Sponsor" z.B. an Sportvereine zu verteilen - und das in großem Stil, dann gewinnt dies in einer Demokratie eine andere Dimension. Auch FTX war groß darin, andere auch. Großkriminelle haben z.B. die Spitze des europäischen Fußballs problemlos finanziert und benutzt, Callcenter-Abzocker, und außer einer kleinen (aber professionellen) Abteilung der deutschen Kripo scheint das in Europa niemanden ernsthaft zu interessieren.
Und das ist dann nichts anderes als eine tolerierte Korruption, die am Ende zu Lasten aller geht, denn es wird die Masse sein, die über Preise und Kosten das Geld direkt oder indirekt dafür aufbringt.
 

Vercingetorix

Prinz von Jerusalem
22. Juli 2018
2.263
Giacomo Du kannst das alles auch ganz einfach zusammenfassen: Gier frisst Hirn.

Übrigens bin ich, materiell gesehen, nicht wirklich reich. Aber ich habe genug finanzielle Reserven mir ab und an eine kleine Spielerei leisten zu können. Wie Du richtig feststellst nutze ich Aktien um mich an Firmen zu beteiligen, von welchen ich denke sie haben ein gutes Geschäftsmodell. Also nicht Wirecard z.B.
 

Giacomo_S

Prinz der Gnade
13. August 2003
4.229
Übrigens bin ich, materiell gesehen, nicht wirklich reich. Aber ich habe genug finanzielle Reserven mir ab und an eine kleine Spielerei leisten zu können. Wie Du richtig feststellst nutze ich Aktien um mich an Firmen zu beteiligen, von welchen ich denke sie haben ein gutes Geschäftsmodell. Also nicht Wirecard z.B.

Das finde ich legitim, den Einsatz am Roulettetisch allerdings auch. Albern finde ich es jedoch, wenn Spieler sich über ihre Verluste beklagen.
 

Vercingetorix

Prinz von Jerusalem
22. Juli 2018
2.263
Absolut, hab ich zwar länger nicht gemacht, aber fällt in die gleiche Kategorie.

Ernsthaft Aktien zu kaufen hingegen ist etwas gänzlich anderes.
 

Giacomo_S

Prinz der Gnade
13. August 2003
4.229
Übrigens bin ich, materiell gesehen, nicht wirklich reich. Aber ich habe genug finanzielle Reserven mir ab und an eine kleine Spielerei leisten zu können. Wie Du richtig feststellst nutze ich Aktien um mich an Firmen zu beteiligen, von welchen ich denke sie haben ein gutes Geschäftsmodell. Also nicht Wirecard z.B.

Ich zweifle nicht daran, dass Du ein integerer Mann bist, zumal als Freimaurer, und das kann ich akzeptieren und respektieren. Persönlich habe ich kein Problem mit einer bürgerlichen Position, zumal dann nicht, wenn jemand Familie hat.

Womit ich am Ende aber nicht einverstanden bin: Dass meine Kollegen und ich teils über Gebühr hart schuften, für ein im Grunde unterbezahltes Salär, um direkt oder indirekt einen ganzen Haufen von Schwätzern zu finanzieren, ob sie sich nun Influencer, Referenten, Pressesprecher oder CEOs nennen, die nichts anderes als immer dieselben Worthülsen von sich geben.

Mir missfällt dieser enorme Wasserkopf, den unsere Gesellschaften tragen, und es sind die Arbeitnehmer, die eine reale Wertschöpfung erbringen - in welcher Form auch immer, durchaus auch intellektueller Natur - die das am Ende finanzieren.

Wir füttern große Gesellschaften ab, auf hohem Niveau, worin liegt unsere "Niederqualifikation", dies zu tun? Im Gegenteil, wir verfügen über eine hohe Qualifikation und einen hohen Organisationsgrad - mental, physisch und psychisch - denn sonst wären wir zu solchen Ergebnissen nicht einmal ansatzweise in der Lage. Sind wir austauschbar? Vielleicht, aber das ist jeder Schwätzer im Internet auch. Warum aber können und sollen solche Wichtigtuer und Selbstdarsteller so viel mehr Geld verdienen als der Koch, ja, die Küchenhilfe, die in der Spülküche einen toughen und wohlorganisierten Job macht?
Dann stell da mal diese Sprechblase nur in eine Spülküche und schau zu, wie der mit wehenden Fahnen untergeht, in einer einzigen Schicht.

Oder anderes Beispiel:
Unsere Kunden im Mittagsgeschäft wollen aus diversen Gründen bargeldlos bezahlen und wir sind darauf eingerichtet, nur kackt die ganze Scheisse Mittags regelmässig ab. Keine Verbindung, langsam, was auch immer, aber meine Kollegin im Service hat auch andere Dinge zu tun. Sie ist - trotz allen Bemühens - hilflos und überlastet, und zwar in der Stresszeit einfach deshalb, weil die ganze technische Scheisse nicht so funzt, wie sie versprochenerweise denn sollte.
Also: Wir machen auch unseren Job, dann mach doch mal Deinen digitalen Kram wie zugesagt, denn wir Prolos haben auch anderen Kram zu tun, als darauf zu warten, dass dein Buchungsscheiss so funzt wie zugesagt und vor unseren Kunden mitten im Stress lächelnd zu stehen, warum irgend ein Kram gerade wieder einmal nicht funzt.
 

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