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Der Sinn des Lebens?

rola

Meister vom Königlichen Gewölbe
2. September 2011
1.462
AW: Der Sinn des Lebens?

Nur der Mensch allein ist so dämlich und fragt nach dem Sinn des Lebens. Dann entstehen seitenlange Diskussionen über dies und jenes. Weil der Mensch sich in seinem Wahnsinn über das erhebt, was er eigentlich ist. Ein Tier. Nichts weiter als eine der vielen Arten dieses Planeten. Mensch, dein Ziel im Leben, dein Sinn ist die Erhaltung deiner selbst und darin versagst du kläglich.
Der Mensch ist ein höheres Säugetier, klar. Ein gewöhnliches Tier fühlt, pflanzt sich fort, angetrieben von Instinkten und Trieben. Die Natur war dann auch so schlau und hat die Lust zur Fortpflanzung zeitlich begrenzt, sinnvoll nach dem Jahreszeitenzyklus, dass nämlich die Jungen durchkommen.
Der Mensch hat aber den FEINsinn für viele Dinge, er hat Spaß am Sex das ganze Jahre und kann dabei seiner "Art" sogar die Nachkommen verwehren. Und er muss nicht wie ein Tier fast die ganze Zeit nach Nahrungssuche gehen, er hat Freizeit. Hier kann er grübeln und sich zermartern über die Sinnhaftigkeit seines Lebens - das wäre ganz schlecht und ihm wäre der Status eines "unbekümmerten" Tieres zu gönnen. Aber kann er auch nachdenken über "diese und jene" Dinge. Die Philosophen tun das und die Dichter. Was ist schlecht daran?
 

Giacomo_S

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
13. August 2003
4.873
Toller Spruch! Und nun? Wie geht es weiter?

Gar nicht, denn die diesbezügliche Aussage ist bereits falsch. Denn sie bezieht sich auf sich selbst, und aus selbstbezüglichen Aussagen ergibt sich kein Erkenntnisgewinn.

Nimmt man die Philosophie ernst im Kern, so muss man unweigerlich wieder dort landen, wo die Philosophie einst begann: Bei der Mathematik und deren Mutter, der Aussagenlogik. Die Mathematik ist eine streng formale Philosophie, die an ihrer Basis nur zwei Zustände akzeptiert: Wahr und falsch. Was aber nicht ausschließt, ganze Gebäude und komplexe Systeme darauf aufzubauen.

Allerdings fanden die Zahlentheoretiker (Georg Cantor) und Logiker (Kurt Gödel) selbst für die streng formale Mathematik, als dem elementar logischem System, heraus:

1. Es gibt verschiedene Unendlichkeiten, und sie unterscheiden sich in ihrer Ausdehnung (Cantor: "Mächtigkeiten").
2. Ist ein logisches System vollständig, so ist es nicht widerspruchsfrei.
3. Ist ein logisches System widerspruchsfrei, so ist es nicht vollständig. (2.&3. Kurt Gödel).
4. Es gibt keinen allgemeingültigen Algorithmus, der entscheiden kann, wann und ob überhaupt ein logischer Prozess zu seinem Ende kommt (Halteproblem). Dies bedeutet im Kern auch, dass es grundsätzlich unlösbare Probleme gibt. (Alan Turing)
5. Alles was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen, und zwar so, dass der größtmögliche Schaden aus diesem Malheur entsteht. (Murphey's Gesetz)

Also, Sinn des Lebens ...
 

Pilz

Geheimer Meister
9. Januar 2026
271
Und was hat deine komisch Logik mit der Aussage: *Der Sinn des Lebens? Der Sinn des Lebens – ist leben!* zu tun? Nichts? Man kann nicht alles mathematisieren!
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.836
Ich finde, Giacomos Gedankengang trifft doch recht gut. Ein logisches System kann sich aus sich selbst heraus nicht erklären. Man kann dies auch anders als mit Mathematik erklären:

Ein Kartenspiel (= das, was real ist) gibt keinerlei Aufschluss auf die Skatregeln (= das rein Ideelle), die diesem Kartenspiel erst Sinn und Leben verleihen.

Zurück auf den Sinn des Lebens: Genauso wenig lässt sich aus der bloßen Tatsache unserer Existenz auf einen tieferen Sinn des Lebens schließen. Klingt trostlos, aber ich halte das für eine gute Botschaft, denn:

1. Gäbe es einen bereits vordefinierten Sinn, wären wir nichts anderes als Maschinen, die für einen bestimmten Zweck konstruiert ist. Oder etwas makaberer - ein Schlachtvieh, dem es von Anfang an bestimmt war, als Salami in der Auslage zu enden.

2. gibt uns das die Freiheit, einen eigenen Sinn für unser Leben zu suchen und zu finden und unser Leben so zu leben, wie wir es selbst für richtig halten.
 

Bella Varia

Geheimer Sekretär
30. Juli 2023
661
Und was hat deine komisch Logik mit der Aussage: *Der Sinn des Lebens? Der Sinn des Lebens – ist leben!* zu tun? Nichts? Man kann nicht alles mathematisieren!
Bitte gebe an, wen du zitierst, damit man weiß, auf wen und was du dich beziehst.

Mathematik beherrscht zwar unser modernes Denken, aber man kann im Gefühl haben, dass mit ihrer Quantifizierung das Leben und sein Sinn nicht erfassbar sein können. Man bliebe damit auf einer bestimmten Ebene hängen, die in sich zwar weit ausgedehnt werden kann, ist man Mathematiker, aber das Leben selbst ist mit Quantitäten nicht erfassbar.
 

Zerch

Ritter der Sonne
10. April 2002
4.602
Wissenschaftlich gesehen müsste zuerst der Ursprung des Lebens im Universum bekannt sein, bevor sich dessen Sinn erschliessen lässt.
Und wenn man eine unbekannte Anzahl Dimensionen miteinbezieht, wird eine Antwort auf dieser Ebene womöglich nicht endgültig für befriedigend ausfallen, und stattdessen neue Fragen zum tatsächlichen Sinn und Ursprung aufwerfen.
 

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