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Deutschland - Bleiben oder Gehen?

Giacomo_S

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
13. August 2003
4.890
Es ging hier um die hausgemachten Probleme der Nachstellungen, die diese traumatisierten Mädchen nun zusätzlih tagtäglich erleben. Da kannst du noch so am Thema vorbeischreiben.

Am Thema vorbeischreiben tun wir beide ohnehin schon länger.
Natürlich ist es absolut zu verurteilen, wenn Menschen belästigt, beleidigt, angegriffen oder gedemütigt werden. Wenn sie sich nicht dagegen wehren können - Stichwort: Mädchen - dann noch um so mehr. Allerdings sind solche Vorfälle nicht auf Menschen mit Migrationshintergrung beschränkt.

Ansonsten wirst du nicht lange überleben, denn Unterschiede zu Leugnen, könnte gerade für Männer gefährlich sein.

Was will uns die Autorin damit sagen? Für Männer ist im Übrigen alles Mögliche gefährlich, und es sind die Männer, die sich diesen Gefahren aussetzen. Es sind Männer, die die Infrastrukturen aufbauen und pflegen, denn es sind Männer, die im Bau, Bergbau, als Elektriker oder in der Kanalreinigung arbeiten. Frauenanteil? Null Prozent.
Und selbst wenn es um das Thema Küche geht ... wenn es hart auf hart geht, in der Gastro, dann sind es Männer, die diesen "weibischen" Beruf tun.

Nein streng möchtest du nicht sein, lieber abfällig und arrogant, denn du bist kein kleiner Wicht,..."gähn"

Abfällig und arrogant - was für harte Worthülsen. Schon merkwürdig, dass eine Person, die das Soziale für sich reklamiert, derartig persönlich werden muss.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.860
@Sonsee , @Giacomo_S

Wenn ich Euren Disput so mitlese, frage ich mich, worum es eigentlich geht. Darf ich mal meine zwei Pfennige dazu geben?

Real sind doch nur die einzelnen Menschen und deren Interaktion untereinander. Nur dies verursacht Freud und Leid. Und jeder hat beides in der Hand und ist auch voll verantwortlich dafür, welche Option von beiden er da wählt. Völlig unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, Vorgeschichte usw. Der Mensch ist keine Maschine, die von ihren Lebensumständen programmiert wird und keine andere Wahl hat, als gemäß Programmierung zu funktionieren. Er hat einen freien Willen, und es ist ihm immer möglich, guten Willen zu zeigen oder Mist zu bauen. Es ist seine Entscheidung, nicht seine Programmierung.

Eine rassistische Betrachtungsweise besagt das genaue Gegenteil. Wobei die Aussage “ein Mensch mit dunkler Hautfarbe ist im Grundsatz dumm und primitiv.“ letztlich genauso rassistisch ist wie „… ist im Grundsatz klug und überlegt.“. Es liegt am einzelnen Menschen, ob er sich dumm und primitiv oder klug und überlegt verhält, und das hat mit der Hautfarbe nichts zu tun. Das heißt, wir können und müssen die Hautfarbe aus unseren Betrachtungen herausstreichen, wenn wir der Realität näher kommen und dem einzelnen Menschen gerecht werden wollen.

Natürlich sind Herkunft und Erziehung auch nicht völlig bedeutungslos. Ein rückständiges Shithole wird logischerweise eine große Anzahl von Menschen mit einer ungünstigen Prägung erzeugen. Aber ein reflektierter Mensch wird sich von irgendwelchen Prägungen frei machen können, wenn er das will und diese Prägungen als für sich falsch erkennt. In einer modernen, stark arbeitsteiligen Gesellschaft, wird man mit Menschen, die dies nicht draufhaben und sich nicht auf die Art des Miteinanders in der Gemeinschaft einlassen können, nicht viel anfangen können.

Linkes Denken in Kollektiven und die daraus resultierende Identitätspolitik macht aber das genaue Gegenteil. Das Einteilen von Menschen in zahllose Gruppen, die entweder, weil bereits „privilegiert“ sind und deswegen im Sinne einer übergeordneten Gerechtigkeit benachteiligt werden müssen oder „unterdrückt werden“ und deswegen gezielt gefördert werden müssen ist aus meiner Sicht nichts anderes als ein im Kern multiples rassistisches Denken.

Ein Denken, das notorisch dem Einzelnen Unrecht tut, indem es den Einzeln ohne Beachtung seiner Person und damit unverdient und willkürlich benachteiligt oder fördert. Und unter diesem Aspekt liegt der völlig gleiche Fehler vor, ob nun bei einem zu besetzenden hohen Amt Männer von vornherein und unabhängig von ihrer Qualifikation nicht in Frage kommen, weil irgend eine Frauenquote erreicht werden muss, Oder jeder Migrant hier ungeprüft hineinkommt, auch wenn er z.B. aus einer Gegend kommt, von der man weiß, dass eine Frau dort wenig mehr als ein Gebrauchsgegenstand darstellt.

Unsere Politik und Gesellschaft hat, indem sie den Blick aufs Individuum verweigert, mit der Identitätspolitik nur den einen Rassismus durch einen anderen Rassismus mit umgedrehten Vorzeichen ausgetauscht.

Insofern sieht @Giacomo_S “seine“ Migranten als Individuen, die mit ihrem Entschluss, zu arbeiten und sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, schon mal eine Hürde geschafft haben. @Sonsee sieht eben nur die häufige Herkunft der gesichtslosen und anonymen Peiniger der von ihr betreuten Mädchen und Frauen.

Es sind zwei Seiten einer Menschengruppe, die man ungeprüft ins Land gelassen hat. Hätten wir unvoreingenommen und im Einzelnen geprüft, wen wir da eigentlich ins Land lassen, hätte @Giacomo_S vielleicht mehr zu berichten als @Sonsee . Dummerweise haben wir uns aus ideologischen Gründen an genau der Stelle, wo wir genau hinschauen müssten, blind gemacht. Sei es nun im Auswahlprozess für wichtige Positionen oder bei der Einreise von Migranten.

Und dies beschert uns scharenweise sowohl komplett unfähige Frauen in wichtigen Positionen als auch irgendwelche eingereisten archaischen Steinzeit-Männer, die hier eine völlige Narrenfreiheit genießen und ausleben. Und, solange die dahinter stehende Ideologie tonangebend bleibt, ist auch keine Abhilfe möglich, noch nicht einmal die Einsicht, dass wir überhaupt ein Problem haben, wie ja auch die Debatten in der Politik und Berichterstattung in den der Politik nahestehenden Medien zeigt.

Und wir stehen irgendwo zwischen einen angeblich guten und unstrittig bösen Rassismus, die beide als Leitbild für eine annehmbare Gesellschaft ungeeignet sind und gemeinsam den Zugang zu einem aussichtsreichen Weg verschütten. Das war auch ein Aspekt meiner Überlegungen zu „hierbleiben oder gehen“ - insofern passt die Eure Diskussion durchaus ins Thema.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
33.254
"Wir fragten völlig rein zufällig ausgewählte Jugendliche, wie sie so drauf sind in Sachsen und Thüringen"


Zoe, 20
"
Ich bin Zoe und benutze keine Pronomen.
"

Leander, 20

"Mir ist vor allem Offenheit wichtig, dass es weder Diskriminierung noch Ausgrenzung gibt"

Karin, 29

"Trotzdem sehe ich vor meinem Fenster jede Woche die Montagsdemos, die Corona-Demos wurden zu Pro-Russland-Demos. "

Tino, 20

"Hier ist die AfD sehr groß. Aber es gibt auch immer Menschen mit anderen Werten und eine Art Gegenbewegung. Wichtig sind mir vor allem die Werte, die meine Familie mir beigebracht hat. Mein Vater hat mich zum Beispiel Dankbarkeit gelehrt für das, was ich habe. Damals kamen meine Eltern als Vertragsarbeiter hierher und haben viel geschuftet"


FAZIT für den Leser:
Eigentlich finden alle Jugendlichen in ganz Ostdeutschland die AfD doof (wirklich ohne Witz) und wir können uns überhaupt nicht erklären wo die hohen AfD Wahlergebnisse unter jungen Leuten herkommen.


Wohl ein klassischer journalistischer Bestätigungsfehler.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.860
Und wieder mal hole ich meinen Thread aus der hintersten Gerümpelecke des Forum hervor, fege mal den gröbsten Staub runter - hust, hust - und hänge etwas neues dran. Nichts Weltbewegendes im Zusammenhang mit dem Machtwechsel in Ungarn, dazu sehe ich mich völlig außerstande.

Eher etwas ganz harmloses - was aber vielleicht doch zum Nachdenken anregen könnte. Sagen wir mal so: Wenn man so durchgeistigt ist, zu behaupten, dass der Schlag einer Schmetterlingsflügels den Gang der Welt beeinflussen kann, der sollte sich im Klaren darüber sein, dass er wenig gutes bewirkt, wenn er zu allem, was an ihn herangetragen wird, gleich ungehemmt und mit allen zugehörigen Begleiterscheinungen herumzufurzen anfängt.

Also. Wir waren jetzt mal mit dem “Levéli Borbarátok Köre“ - Dem Leveler Weinfreundeskreis - unterwegs. Ein Reisebus, also rund 50 Menschen, davon wir 5 Deutschsprachige. Also war es eine einheimische Veranstaltung. Und sie war bescheiden, sie führte uns nicht weiter als 40 … 50 km von Levél weg in den Umkreis von Györ. Erste Station:

Die Kirche von Lebeny. Lebeny (gesprochen: Lebenje, mit ganz ultrakurzem je):


Lebeny ist ein Dorf und damit ist eigentlich alles drüber gesagt. Aber diese Kirche wirkt von außem völlig überproportioniert für dieses kleine Nest, von innen bietet sie aber wieder nur einer kleinen Dorfgemeinde Platz. sie ist die kleinste romanische Kirche mit Doppelturm und Seitenschiffen und allem Brimborium, die ich je gesehen habe und insofern zumindest für mich bemerkenswert.

Die Chronik weist aus, dass sie seit ihrem Bau im 13. Jahrhundert mehrfach von den Osmanen/Türken zerstört wurde. Wie in Rumänien. Ein Sauvolk sondersgleichen. Wenn man sich anschaut, was für eine Geißel diese Muselmanen für alle Länder in ihrem Dunstkreis waren, bis man sie endlich mühsam in die Knie gezwungen hatte, dann verstehe ich wirklich die deutsche Politik von wegen „Der Islam gehört zu Deutschland“ nicht. Der Islam hat sich seit all den Kämpfen nicht gewandelt - aber genau das wäre die Voraussetzung gewesen, um dem Islam anders als wachsam und misstrauisch entgegen zu treten. Vergeigt.

Zweite Station - eine Käserei bei Györ, laut Eigendarstellung eine der Besten in Ungarn. Bisher hatte ich Ungarn als eine Art Käsenotstandsgebiet wahrgenommen - aber nein: Sie können es auch sehr gut. In der Kirche hat uns eine Fremdenführerin eindn rund einstündigen Vortrag gehalten. Auf Ungarisch und wohl auch sehr gut, aber die Nicht-Muttersprachler hat‘s da allesamt aus dem Sattel gehauen. Aber damit war „Kultur“ erstmal abgehakt und der Käse ließ sich auch ohne viele Worte genießen.

Dritte Station: ein Weingut bei Györ - wir sind ja schließlich auch mit den Weinfreunden unterwegs - das eine deftige Brotzeit serviert und dazu seine vier verschiedenen Weine vorstellt. Von einem Riesling, der mich sehr an Gurkenbrühe erinnert hat, bis zu einem Rosé und einem Roten, in denen man durchaus auch mal ein Bad nehmen könnte. Toll. Unverkennbar ist das der gesellige Höhepunkt dieser kleinen Reise. Alles schlürft Wein und gibt sich der Gemütlichkeit hin. Und ein Ungar ergreift sein Akkordeon und beginnt, als Quetschkommödiant für die musikalische Untermalung zu sorgen.

Und was spielt der Musikus? Deutsche Gassenhauer aus den vierziger/fünfziger/sechziger Jahren. Man sollte doch meinen, dass die Ungarn genug eigene Trinklieder haben - aber nein, unser Akkordeonspieler hatte die gleiche Angewohnheit wie auch viele seiner deutschen Kollegen - zwar die ersten 5 Takte eines jeden beliebigen Liedes zu kennen und anzuspielen und dann innerhalb der nächsten drei Takte doch wieder wieder bei „La Paloma ohé“ zu landen.

Das war auch keine Reminiszens an uns fünf deutsche Hanseln in der Gruppe, wir saßen am anderen Ende des Saales. Wir haben erst auf uns aufmerksam gemacht als wir die einzigen waren, die „Trink, trink, Brüderlein trink“ halbwegs textsicher mitsingen konnten. Da kam dann unser Musikus zu uns rüber und fragte, was er denn für uns spielen könnte. Au verdammt - wir mussten passen. Mir ging zwar noch „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ durch den Kopf, abber näh, das ist doch einfach zu peinlich, odder?

Zum Schluss hat er dann „Opladi, oplada“ von den Beatles für uns gespielt und „A Kör“ von Edda Müveg, ein sehr bekannter ungarischer Titel:


den er auch sehr gut auf‘s Akkordeon gebracht hat. Aber ein bisschen ein fader Nachgeschmack bleibt. Zwei Punkte bleiben auf der Liste:

a) Man sollte eine Auswahl deutscher Gassenhauer aus dem letzten Jahrtausend parat haben, falls mal ein Akkordeonspieler fragt, was er spielen soll. Meine Güte, mein ach so spießiger Vater hätte diesen Musikus den Nachmittag auf Trab halten können! Und sein, drei Stöcke verschluckt habender Sohnemann … Sachdienliche Hinwise und Ideen sind jederzeit willkommen.

b) Mist. Die Ungarn spielen diese Titel gerne - die uns nur peinlich sind, weil sie ja ach, so spießig sind. Wir vergessen diese Titel, fragen, ob sie nicht vielleicht was von den Beatles spielen können oder was ungarisches, wir verleugnen es - und benehmen uns in unserer Selbstverleugnung einfach nur noch blöde.

Anscheinend sind wir nur noch gut, wenn wir als moralinsauere und politisch korrekte Spaßbremse auftreten können und sind vor lauter Political Correctness noch nicht mal mehr imstande, ein Led zu nennen, das ein Akkkrdeonspieler mal anspielen könnte, bevor er nach 5 Takten dann eh wieder bei La Paloma landet.

Irgendwie habe ich da das Gefühl, eine Bühne zu betreten, die an einem Ende mit so einem Kleinkram anfängt und am anderen Ende mit idiotischer Energie- und Migrationspolitik aufhört. Einfach blöde. Verstehen tut das niemand.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.890
Schöne Kirche. Daß die Ungarn keinen Weißwein können - keine Überraschung. Bleib beim Roten. Der Musikus hätte doch bestimmt Ännchen von Tharau gekannt?
 
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