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Die DDR, das verhinderte Erfolgsmodell

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
Diese Diskussion wurde an anderer Stelle als themenfremd abgetrennt um die Argumentation zu erhalten.
ThomasausBerlin ist nicht der Themenstarter, die Threadüberschrift ist hilfweise gewählt und kann bei Bedarf geändert werden.
Grubi/Mod


Erst mal "willkommen in dieser Anstalt", Klops....

Also - so kompliziert muss man es nicht machen.... Die "Leut", die die SED abgeschafft haben - waren das Volk das in der ehemaligen DDR lebte. Und die die "Zeichen der Zeit" richtig "deuteten" (ohne "Gorbi" wäre die friedliche Revolution in der ehemaligen DDR nicht geglückt). Von der Misswirtschaft in der DDR waren alle "gesellschaftlichen Kreise" betroffen; Kommunisten ebenso wie "Bürgerliche", Christen genau so wie Atheisten.

Was die damaloge Kohl-Regierung im Westen dann angestellt hat, um zugunsten der im Westen eh schon "Besitzenden" die Wirtschaftskraft der ehemaligen DDR auszubluten und "den Brüdern und Schwestern im Osten" dann "das kapitalistische Paradies" aufzudrücken - steht auf einem anderen Blatt der Geschichte geschrieben. Hätte man das Sozialsystem der DDR mit der freien Marktwirtschaft der BRD gekoppelt - es hätte was daraus werden können, aus der Wiedervereinigung. Hat man aber nicht - und nun "siedeln" sich die ewig Gestrigen, diejenigen die von Volk und Führer oder von der "Diktatur des Proletariats" träumen, eben dort an wo "das Volk" sich am meisten als Verlierer begreift. Ob die objektiv gesehen nun tatsächlich Verlierer sind - danach fragt keiner....
 
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Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.817
AW: Die DDR das verhinderte Erfolgsmodell

Hätte man das Sozialsystem der DDR mit der freien Marktwirtschaft der BRD gekoppelt - es hätte was daraus werden können, aus der Wiedervereinigung.


Es gehört nicht zum Thema - aber wie bitte? Welches Sozialsystem?

Arbeitslosenunterstützung gab es nicht. Jeder hatte Arbeit, fertig. Ob er wollte oder nicht. Irgendeine Arbeit. Möglicherweise eine völlig sinnlose. Wenn er ein bißchen systemkritisch war, gerne mal eine Arbeit, die seinen Neigungen und Talenten möglichst schlecht entsprach und wo er möglichst kujoniert wurde.

Die Renten waren lächerlich niedrig. Weil sie die Staatskasse trotzdem unerträglich belasteten, durften Rentner ausreisen. Die Leute waren arm. Das waren mehrheitlich Arbeiter und Landarbeiter, die den Großteil ihres Erwerbslebens in der Weltwirtschaftskrise, im Krieg und in der Nachkriegszeit verbracht hatten. Wer '89 65 Jahre alt war, war Jahrgang 1924. Die DDR hat nur 40 Jahre bestanden. Die junge Generation, die als Berufstätige den ersten zarten Aufschwung mitgemacht und die schönen neuen Plattenbauten mit Zentralheizung und Einbauküche bezogen hatte, die einen gewissen bescheidenen Wohlstand kannte, hat das Rentenalter erst erreicht, als das Arbeiter- und Bauernparadies gar nicht mehr bestand. Es wäre völlig illusorisch gewesen, denen Renten zu zahlen, die ihnen die Wahrung ihres Lebensstandards ermöglicht hätten.

Das Gesundheitssystem war erschreckend ineffektiv. Ein staatlich organisiertes Gesundheitswesen mit kostenloser Versorgung der Bevölkerung hat heute noch UK. Niemand sonst in Europa will das haben, weil da Patienten auf dem Flur geparkt und Operationen (insbesondere solche, die "lediglich" der Verbesserung der Lebensqualität dienen, wie Hüftoperationen) gerne so lange aufgeschoben werden, bis der Patient hoffentlich gestorben ist.

Aber Brot war subventioniert. Wenn man Stallhasen hielt, konnte man sie mit subventioniertem Brot füttern, zu einem Festpreis an die HO-Metzgerei verkaufen, einmal um den Block gehen und dann vorne zur HO-Metzgerei wieder reingehen und einen abgezogenen und ausgenommenen Stallhasen zu einem niedrigeren Preis zurückkaufen. So hat sich manch einer die Rente aufgebessert und außerdem noch aus Brot einen Sonntagsbraten gemacht.

Aber mir ist schon klar, daß Du das wieder zerreden wirst.
 
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ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Die DDR das verhinderte Erfolgsmodell

....kostenlose medizinische Versorgung, Jäger... Mir ist schon klar dass Du ein Verfechter der Bezahlmedizin bist; schafft doch "Heilung gegen Cash" den von Dir so gerne propagierten "Wohlstand".... Das Problem ist nur, dass sich die Armen das nicht leisten können - in der ex-DDR gab's das Problem nicht. Mag "die Medizin" auch nicht ganz Westniveau erreicht haben; unversorgt oder unterversorgt war niemand.

...kostenlose Kita's. Natürlich hat der Staat ein Interesse daran gehabt, möglichst alle Leut zur Arbeit zu "treiben" - allerdings hat er dafür eben auch kostenfreie Kita's eingerichtet. Und nebenbei, vielleicht ohne es wirklich zu wollen, den Frauen sogar die Chance auf berufliche Qualifikation eingeräumt - im Vergleich zum Westen gab's einen ganzen Haufen Traktoristinnen, Schlosserinnen, Tischlerinnen aber auch Ingenieurinnen... Die waren nach der Wende fast alle auf einen Schlag arbeitslos, weil Frauen in "klassischen Männerbereichen" hat ja nicht "gepasst".... Heute, 25 Jahre nach der Wende, ist z.B. in der Branche eine Berufskraftfahrerin durchaus akzeptiert - aber schau' Dir mal die Reaktionen einiger Arbeitslosenagenturen an, wenn da eine junge arbeitslose Frau wegen "Qualifikation als Berufskraftfahrerin" nachfragt...... (ich hab letztens eine Dienst- und Sachaufsichtsbeschwerde für eine Nachbarin geschrieben, die "desdewegen" vom Amt die Antwort bekam: "..wa? Zum Kinderwagen-schieben brauchen 'se doch keinen Führerschein....").

Klar. die Ostrenten waren niedrig. Die Lebenshaltungskosten für die Ostrentner aber auch. Und - verhungert ist in der DDR niemand. Halb nackt, mit Sandalen an den Füssen im dichten Schneetreiben ist in der DDR auch niemand mehr rumgelaufen. Heutzutage - sieht das fallweise schon anders aus.... In der DDR gab's meines Wissens nach keine "Kleiderkammern", weil man die nicht brauchte. In der alten BRD und im heutigen wiedervereinten Deutschland sieht das auch anders aus....

Innerhalb des "Ostblocks" nahm die DDR in ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Platz 2 ein; in der Entwicklung der Steuerungstechnik sogar Platz 1. In der kapitalistischen Weltwirtschaft war es immer noch Platz 10, noch vor der damaligen Sowjetunion. "Made in GDR" hat in den Entwicklungsländern einen genau so guten "Klang" gehabt, wie "Made in Western Germany"; nur dass sich eben die Entwicklungsländer das genau so gute "Zeug" der BRD oftmals nicht leisten konnten. Ich hatte ja die Gelegenheit als Bauleiter für Projekte ein paar mal in solchen Entwicklungsländern zu arbeiten - und Du glaubst gar nicht, wieviele Traktoren Marke "Fortschritt" da so über's die Felder gelaufen sind. Die Kisten waren einfach, robust - und um die Hälfte billiger als ein "Deutz", der ebenso einfach und robust war.....

Dass die Staatskasse unerträglich belastet war - lag an ganz anderen Faktoren: Wenn man sich der Spirale von immer währender Rüstung "verschreibt", passiert das.... Ein nicht zu unterschätzender Teil der 2 Billionen € Schulden der heutigen Bundesrepublik Deutschland ist der Dauerrüstung geschuldet, und es stellt sich durchaus die berechtigte Frage, ob die alte BRD und die ehemalige DDR nicht "besser gefahren wären", hätten sie um den Preis der blockfreien Neutralität 1954 das Angebot Stalin's angenommen.... Es sei daran erinnert, das zur gleichen Zeit die Schweden und die Österreicher auch blockfrei-neutral in ihrem Status waren und dass die "pöhsen Russen" keineswegs beabsichtigten, Schweden oder Österreich anzugreifen....

Wenn Du jetzt in Deinem Beitrag irgendwann mal eingewandt hättest, das man ja mit "25 Ostmark Miete für eine 2 Zimmer-Wohnung" kaum die bröckelnden Altbauten in Leipzig, Quedlinburg, Berlin oder Görlitz" hätte in Schuss halten können" - dann müsste ich Dir leider Recht geben. Andererseits - bei 400, 500 oder 600 Ostmark Lohn hätten "die Leut" wohl auch kaum 100 oder 200 Ostmark zahlen können.... Wohin das führt, wenn heute "jemand" 1.500 € Nettorente hat und davon 800.- € Staffelmiete bezahlen muss - siehste bei den vielen alten Leutchen, die mittlerweile auf "Dauercampingplätzen" im Land verteilt leben müssen.

Und weil wir ja schon so schön OT sind: In der DDR hatten se alle Geld - konnten sich aber kaum was dafür kaufen. Und 'ne Weltreise - war schon gar nicht drin.... Heut - darf jeder in die USA oder nach China oder nach Südafrika reisen, jeder darf sofort ein neues Auto kaufen, ein Penthouse mieten und Kaviar zum Frühstück kiloweise verzehren - aber kaum einer hat das Geld dafür. Nun sag mal ehrlich: Wer war besser gestellt: - der "DDRler", der von Schmalzbrot, gebratener Jagdwurst mit Pellkartoffeln oder vom Erbseneintopf sich und seine Kinder ernähren konnte, selbst wenn er nur einfacher Produktionsarbeiter war - oder der "Westler", der mit ergänzendem Hartz IV noch auf die Spenden der Tafeln angewiesen ist, damit er überhaupt über die Runde kommt? Waren die "Ostkinder" nicht vielleicht materiell besser gestellt, die in der Ganztagskita betreut und versorgt wurden, die im Winter mit warmer Kleidung auf dem Spielplatz waren - oder sind es die "Westkinder", deren Eltern nicht das Geld haben um ihnen warme Kleidung zu kaufen und die deswegen statt im Schnee zu spielen, den ganzen Tag vor der Glotze hängen und stumpfsinnige "RTL-Kinderserien" kucken? War "der Ostler" besser gestellt, der mit seiner Sehschwäche einfach zum Augenarzt gegangen ist, seine Brille verschrieben bekommen hat und dann "mit Durchblick" wieder am "gesellschaftlichen Leben" teilnehmen konnte - oder ist der "Westler" besser gestellt, der sich dank "Kassenreform" keine Brille mehr leisten kann und mit gerade mal 60% Sehfähigkeit zwischen U-Bahn und Arbeitsplatz zerrieben wird?
 
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DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: Die DDR das verhinderte Erfolgsmodell

Frueher war eben einfach Alles besser! Und wenn nicht, ist der Klassenfeind schuld.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Die DDR das verhinderte Erfolgsmodell

Frueher war eben einfach Alles besser! Und wenn nicht, ist der Klassenfeind schuld.

Genau so bescheuert "argumentiert" die Rechte auch.....

Das Problem ist, das es nie nur ein "gut" oder ein "böse" in einem Gesellschaftssystem gibt; die DDR hätte z.B. durchaus etwas gewinnen können, wenn sie mehr bürgerliche Freiheiten zugelassen hätte, statt hinter jeder berechtigten Kritik gleich "Konterrevolutionäre" zu vermuten.
 

Nachbar

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
20. Februar 2011
4.971
AW: Die DDR, das verhinderte Erfolgsmodell

Linker Faschismus samt Planwirtschaft taugen nun mal nichts, da dieses Modell nicht ohne Unterdrückung auskommt. Fertig aus. Und damit ist für mich auch jede weitere Diskussion überflüssig. Abgesehen von der Frage, ob man mit den ehemaligen Verantwortlichen des Verbrecherstaates DDR nicht noch viel zu freundlich umgesprungen ist. Schliesslich haben sie sonst insgesamt wenig-, aber zumindest ausreichend Gefängnisse in gutem Zustand hinterlassen...

Einzig wenn es um Cuba geht bin ich unschlüssig, denn die dortige Revolution halte ich für absolut berechtigt. Und der danach eingeschlagene - sozialistische - Weg war ein von den USA aufgezwungener. Da bin und bleibe ich gnädig. Sie hat den einfachen Menschen dort ihren Stolz zurück gegeben und ihnen eine, wenn auch meist karge, Grundversorgung gesichert. Z.B. im medizinischen Bereich allerdings eine sogar ausserordentlich gute. Ein alter Freund von mir, ein Neurologe, hat auf Cuba eine 6-monatige Weiterbildung absolviert!
 

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: Die DDR das verhinderte Erfolgsmodell

Genau so bescheuert "argumentiert" die Rechte auch.....
Natürlich, die Unterschiede sind weitgehend in der Sprachregelung zu finden. Nationalsozialisten heißen nicht umsonst so.

Das Problem ist, das es nie nur ein "gut" oder ein "böse" in einem Gesellschaftssystem gibt; die DDR hätte z.B. durchaus etwas gewinnen können, wenn sie mehr bürgerliche Freiheiten zugelassen hätte, statt hinter jeder berechtigten Kritik gleich "Konterrevolutionäre" zu vermuten.
Hat sie das nicht am Anfang probiert? Und plötzlich war der antifaschistische Schutzwall nötig, damit die DDR nicht von hungernden lumpenbekleideten Westlern überrannt wurde.
 

Plinius

Geheimer Sekretär
26. Mai 2010
612
AW: Die DDR das verhinderte Erfolgsmodell

Natürlich, die Unterschiede sind weitgehend in der Sprachregelung zu finden. Nationalsozialisten heißen nicht umsonst so.

Allerdings lag bei den Nazis die Betonung schon sehr stark auf dem National. Die SA wurde nicht grundlos ausgeschaltet.
 

Nachbar

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
20. Februar 2011
4.971
AW: Die DDR das verhinderte Erfolgsmodell

[...] Die SA wurde nicht grundlos ausgeschaltet.
Das ist jetzt OT, aber die SA wurde nicht etwa deshalb ausgeschaltet, weil sie ihre Betonung auf dem "sozialistisch" hatte, sondern weil sie, mächtig und autark wie sie war, der Partei, und damit Adolf Hitler, nicht bedingungslos folgte.
 

Sueder

Ritter vom Schwert
18. Mai 2010
2.175
AW: Die DDR, das verhinderte Erfolgsmodell

Fakt ist doch das die BRD und andere westliche Nationen die DDR und andere Ostblockstaaten immer wieder unterstützt hat. DAs begann im kleinen Rahmen bei den Westpaketen und ging dann bis zu den von Franz Josef Strauß vermittelten 1,95 Milliarden DM Kredit. Die DDR stand wahrscheinlich deshalb auch besser da als die anderen Ostblockstaaten weil die BRD ihr Volk im Osten nicht hängen lassen wollte.
Der Pseudo-Sozialismus der DDR war ohne Hilfe von aussen nicht Lebensfähig.
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Die DDR, das verhinderte Erfolgsmodell

Linker Faschismus samt Planwirtschaft taugen nun mal nichts, da dieses Modell nicht ohne Unterdrückung auskommt. Fertig aus. Und damit ist für mich auch jede weitere Diskussion überflüssig.

Ganz so einfach kann man es sich nicht machen, Nachbar: Zwar ist unbestritten dass Ulbricht, Mielke, Honnecker und Konsorten einen linken Faschismus eingeführt und über vierzig Jahre hinweg betrieben haben - aber wir unterhalten uns hier über Wirtschaft der DDR / der Sowjetunion, und weniger über den Sozialismus als faschistische Ideologie.

Bleiben wir mal bei der Planwirtschaft: Am grünen Tisch wird also auf Grundlage der Statistik geplant, was den die Betriebe zu produzieren hätten. In die Berechnung fliesst mit ein was unbedingt im Land gebraucht wird, es fliesst aber auch mit ein was guten Exporterlös verspricht und welche Verpflichtungen man sowohl im "Wirtschaftsblock", als auch international zu erfüllen hätte.... "Alles Mist" schreit der Kapitalist", so was muss "der Markt" alleine regeln. - Wie hat den der "freie Westen" die Butterberge, die Milchseen, die Aprikosenschwemmen "geregelt"? Durch Zusammenarbeit und Subvention innerhalb der damaligen EWG.... Planung landwirtschaftlicher Erträge durch die Hintertür sozusagen.... Man hat den Bauern innerhalb der EWG-Zone gesagt: "Produziert mal schön, was in einem Land zu viel ist, kriegt dann das Land welches was zu wenig hat". Die Idee war gut - dummerweise war aber eine Überproduktion von Milch oder auch von Olivenöl nicht so ohne Weiteres im gesamten EWG-Raum absetzbar - vielleicht weil einige Staaten gar nicht so recht wussten was man mit Olivenöl anfangen kann und in anderen Staaten "von Haus aus" gar nicht so viel Milch oder Butter verbraucht wurde.... Aber man hat den Bauern ja Absatz garantiert; die pochten nun auf die Garantie. Man hätte jetzt die "Schwemmen" den Hungernden der Welt zur Verfügung stellen können - aber dagegen, sprach "der Kapitalist", spricht das Sinken des Weltmarktpreises... also hat die EWG-Gemeinschaft die Bäuerlein subventioniert, in dem sie ihnen die Erzeugnisse abgenommen haben - und eingelagert haben. Irgendwann - waren die Lebensmittel "überlagert", wanderten in die Verbrennung, in's Viehfutter (um dann den nächsten Fleischberg garantieren zu können) oder als Dünger auf'm Acker.....

Unsere "Brüder und Schwestern im wilden Osten" kannten diese Verfahrensweise auch, allerdings weniger auf dem erzeugenden Nahrungsmittelsektor, dafür aber auf dem Produktionssektor. Und deren "EWG" hiess "RGW".... Vor der sogenannten Revolution war Russland ein feudaler Landwirtschaftsstaat; Stalin propagierte die "technische Revolution" und förderte die technische Produktion. Eben diese "technische Produktion" ermöglichte es der "Roten Armee" auch der Wehrmacht gegenüber "auszuhalten" (die Siege der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg verdankten die Russen allerdings auch zahlreichen "technischen Lieferungen" der Amerikaner; bei Dampfloks und Güterwagen angefangen und bei Stanz- und Drehmaschinen aufgehört). Nach dem Krieg lag die halbe Welt in Trümmern, die rot lackierten Faschisten im Kreml konnten während des Krieges sehen, wie und wo sie "technisch gegenüber den Kapitalisten" zurück lagen - und mit "Feuereifer" gings an die "technische Aufholjagd". Für die Länder des RGW erwies es sich dabei als "schwierig", nicht mehr auf die Kooperation des Westens zurück greifen zu können; man musste also mit den Rohstoffen auskommen, die man in den eigenen Ländern fördern und erzeugen konnte. Das führte unter anderem zum "Plastebomber Trabbi" in der DDR, der selbst dann noch produziert wurde, als er technisch weit überholt war. Das führte auch dazu, das man in der Elektrotechnik vorwiegend auf Aluminiumleitungen setzte; Kupfer war teuer und Kupfererze gab's nur wenige im RGW (als ich nach der Wende sehen konnte, wie die Leut das "Elektroheizwerk Berlin" verkabelt hatten, hab' ich mich ehrlich gewundert dass die Bude nicht abgebrannt ist....).

Die steigenden technischen Forderungen des Weltmarktes, auf dem die Staaten des RGW ja auch präsent sein wollten, führten intern zur Mangelwirtschaft. Dem wollte man mit "Umschichtungen" begegnen, was dann zu der absurden Situation führte, dass das "Petrochemische Kombinat Schwedt" durch "Planbeschluss" gezwungen wurde, eine bestimmte Stückzahl von Waschmaschinen mit zu produziren oder dass das "VEB Jagdwaffenwerk Suhl" Mopedanhänger bauen musste.... Der Hauptmangel des Plans war aber die Tatsache, dass die erzeugten Waren vorwiegend zu Dumpingpreisen auf den "Weltmarkt" geschmissen wurden - um Devisen zu erlangen, damit die Wirtschaft auf dem Weltmarkt das einkaufen konnte, was sie beim besten Willen nicht selbst herstellen bzw. erzeugen kann. Man erinnere sich an diese Zeit: Weder die Ostmark, noch der Rubel, noch andere Währungen aus dem RGW-Bereich wurden frei an den Devisenmärkten gehandelt....., ein durchaus brauchbarer Heimwerker-Schraubenschlüsselsatz kostete im Westen gerade mal 4,95 DM, "made in GDR". Der TRaum der pubertärenden Jünglinge (und Alptraum der Väter und Mütter), eine "Kreidler Florett" aus dem Westen war kaum unter 4.000.- DM zu haben; die technisch absolut gleichwertige "Java 50" aus der CSSR gab's schon für 1.875 DM.... Die Dumpingpreisverluste im Export wurden dann durch weit überhöhte Inlandspreise "hereingeholt", was letztlich aber wegen der Unmöglichkeit der Konvertierbarkeit der Währungen auch nicht so richtig funktionierte....

Die Mangelwirtschaft des Ostblocks hatte aber auch positive Aspekte, die man eigentlich erst heute richtig schätzen kann: Ein für den Trabbi oder Wartburg hergestellter Fronstscheinwerfer - fand auch beim Skoda, beim Tschaika, sogar beim Gaz und beim Moskowitsch Verwendung. Und nicht nur da - sowohl die Elektroloks aus ostdeutscher Produktion, als auch die Grossdieselloks aus sowjetischer und rumänischer Produktion hatten die gleichen "Lampions" wie die PKW, Motorräder und Kleinkrafträder. Sowohl der Trabbi-Zweizylinder, als auch der Wartburg-Dreizylinder tuckern heute noch in Millionen von Fischkuttern, von Kroatien bis nach Thailand, und verrichten zuverlässig ihren Dienst. Dreh- Fräs- und Stanzmaschinen, "made by GDR" oder "made in Polska" werden heute noch gerne von Kleinbetrieben eingesetzt. Und sogar der erste FCKW-freie Kühlschrank - stammte aus der DDR....
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
10.946
AW: Die DDR, das verhinderte Erfolgsmodell

"weil die BRD ihr Volk im Osten nicht hängen lassen wollte."(Sueder)
Ach, deswegen hat die BRD der DDR Kredite gegeben?
Ich dachte immer, dass der Kreditgeber auch was davon hat.
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Die DDR, das verhinderte Erfolgsmodell

Die "Strauss-Kredite" waren knallharter Menschenhandel: "Dissidenten gegen D-Mark".... Profitiert ham'se beide davon; der Westen, vor allem die CDU/CSU in dem sie sich als "Garant der bürgerlichen Freiheit, koste es was es wolle" hinstellen konnte, der Osten in dem er einerseits seine Oppositionellen los wurde und andererseits auch noch Devisen dafür bekam...

Vom rein humanistischen Standpunkt her - hätt' ich genau so gehandelt wie olle Strauss und olle Kohl..... Allerdings ist das mit dem rein humanistischen Standpunkt so eine Sache: Im angeblich "freien" Westen waren die Fluchthelfer allgemein anerkannte, ja sogar "lobenswerte" Persönlichkeiten; im Osten galten sie als "Kriminelle". Wenn vom h gleichen humanistischen Geist bewegte Menschen heute dagegen Syrer, Irakis oder Palästinenser in den Schengen-Raum einschmuggeln - gelten die Leut' als "Verbrecher".... So fürchterlich weit vom Faschismus sind wir wohl in unserer heissgeliebten EU auch nicht entfernt....
 

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.431
AW: Die DDR, das verhinderte Erfolgsmodell

Mahlzeit

Fakt ist doch das die BRD und andere westliche Nationen die DDR und andere Ostblockstaaten immer wieder unterstützt hat. DAs begann im kleinen Rahmen bei den Westpaketen und ging dann bis zu den von Franz Josef Strauß vermittelten 1,95 Milliarden DM Kredit. Die DDR stand wahrscheinlich deshalb auch besser da als die anderen Ostblockstaaten weil die BRD ihr Volk im Osten nicht hängen lassen wollte.
Der Pseudo-Sozialismus der DDR war ohne Hilfe von aussen nicht Lebensfähig.

Die Westpakete enthielten oft genug nur Grundnahrungsmittel, weil es daran offensichtlich regelmässig fehlte, mit der Logistik hatte ich hin und wieder zu tun.
Jeans ohne künstliches Aging am Fliessband produziert, sondern mit Original Gebrauchsspuren waren damals sehr gefragt aber nicht weil es gerade ein Trend war.

Wahrscheinlich haben wir mit den Westpaketen die gut durchdachte und ausschliesslich wohlwollend ausgerichtete Planwirtschaft kaputt gemacht...

Gruss Grubi
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Die DDR, das verhinderte Erfolgsmodell

Das ist so nicht ganz richtig, Grubi: Die Westpakete enthielten viel Kaffee, Schokolade - und halt auch Jeans.. Und weder Kaffee, noch Schokolade sind "Grundnahrungsmittel" - oder kennst Du jemanden, egal ob im Westen oder im Osten, der am Mangel von Kaffee oder Schokolade verhungert wäre...??? Kennst Du jemanden, egal ob in der alten BRD oder der ebenso alten DDR, der wegen "Jeansmangel" erfroren wäre...??? Ich nicht.....
 

Beatrix

Geselle
18. November 2014
23
AW: Die DDR, das verhinderte Erfolgsmodell

Och...ich kenne aus DDR - Zeiten noch die Stasi, die damals schon Menschen quälte. Mit einer Technologie, was auch Mindcontrol genannt wird. Und auch damals schon wurden die Menschen mit Mikrowellen gequält. Diese Versuche, Experimente, war in Zusammenarbeit mit der BRD, den Geheimdienst. Und heute noch wird weiter gequält.

Vielleicht seit Ihr die nächsten Opfer. Hier ist der letzte Mord:
Zitat:
JÜRGEN WIEBE, AUCH EIN OPFER VON MIND CONTROL WURDE IM NOVEMBER 2014 ERMORDET! ÜBER EINEN MIKROCHIP UND MIKROWELLENSTARHLEN!
Hier noch einige Beitrage von Jürgen:
Satelliten gestütztes Mind Control der CIA – Monarch Mind Control – Dr. Josef Mengele – Illuminaten – NWO | Zeugenprotokoll eines lebenslangen Opfers des Trauma basierten Monarch Mind Control

Sonst wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr:)

LG Beatrix


MINDCONTROL

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: Die DDR, das verhinderte Erfolgsmodell

Das ist so nicht ganz richtig, Grubi: Die Westpakete enthielten viel Kaffee, Schokolade - und halt auch Jeans.. Und weder Kaffee, noch Schokolade sind "Grundnahrungsmittel" - oder kennst Du jemanden, egal ob im Westen oder im Osten, der am Mangel von Kaffee oder Schokolade verhungert wäre...??? Kennst Du jemanden, egal ob in der alten BRD oder der ebenso alten DDR, der wegen "Jeansmangel" erfroren wäre...??? Ich nicht.....
Okay, die Grenze zu völlig Absurd ist nichtmal mehr in Sichtweite.
 

dtrainer

Wiedergänger
17. Dezember 2008
10.562
AW: Die DDR, das verhinderte Erfolgsmodell

Tja - völlig unverständlich, warum diese undankbaren DDR-Bürger ihrer Führung gekündigt haben. Wo doch keiner an Kaffeemangel zugrunde gegangen ist! Die Führung hat sicher einen großen Fehler gemacht, wie ein bekannter Bürger einmal sagte - sie hat es versäumt, rechtzeitig ein neues Volk zu wählen.
Zu dumm, aber wer zu spät kommt, den bestraft das Leben...
 

ThomasausBerlin

Ritter Kadosch
14. Januar 2012
5.094
AW: Die DDR, das verhinderte Erfolgsmodell

Tja - völlig unverständlich, warum diese undankbaren DDR-Bürger ihrer Führung gekündigt haben. Wo doch keiner an Kaffeemangel zugrunde gegangen ist! Die Führung hat sicher einen großen Fehler gemacht, wie ein bekannter Bürger einmal sagte - sie hat es versäumt, rechtzeitig ein neues Volk zu wählen.
Zu dumm, aber wer zu spät kommt, den bestraft das Leben...

...es wäre schon nett, lieber trainer, wenn wenigstens Du nicht so sehr dem "schwarz-weiss-Denken" verfallen wärst....

"Gekündigt" ham'se ihrem System, weil sie sich nicht länger bespitzeln lassen wollten. Weil sie die konstruktiven Mängeln auch benennen wollten, ohne gleich als "Konterrevolutionäre" in Bautzen zu verschwinden..... Hier unterhalten wir uns aber nicht um den roten Faschismus, sondern um die Planwirtschaft, ihre Mängel und auch ihre Vorzüge.....

- - - Aktualisiert - - -

Okay, die Grenze zu völlig Absurd ist nichtmal mehr in Sichtweite.

...und dafür hast Du sicherlich eine Begründung - oder etwa nicht?
 

DaMan

Ritter-Kommandeur des Tempels
30. Januar 2009
4.517
AW: Die DDR, das verhinderte Erfolgsmodell

Hier unterhalten wir uns aber nicht um den roten Faschismus, sondern um die Planwirtschaft, ihre Mängel und auch ihre Vorzüge.....
Welche Vorzüge sollen das gewesen sein? Armut für Alle? Okay, ich seh den Punkt, Armut für Alle ist immerhin sozial gerecht.
Außer im Fall von Onkel Theo, General der Grenztruppen, der hatte sozial ganz ungerecht eine Datscha.

...und dafür hast Du sicherlich eine Begründung - oder etwa nicht?
Nein, dir das erklären zu wollen ist Zeitverschwendung. Du wirst es nicht verstehen.
 

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