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Dr. Rath´s Mittel gegen Krebs?

bstaron

Vorsteher und Richter
5. August 2003
760
Artaxerxes schrieb:
Die "Wirkung" von DDT will ich nicht näher erläutern, sie ist ja bestens dokumentiert.

DDT ist relativ harmlos, damit wollten sich Menschen früher umbringen und habens nicht geschafft. Das wurde dämoniert, es sei angeblich unglaublich umweltschädlich. Klar, wenn man es Tonnenweise versprüht ohne Sinn und Verstand...
Dabei ist es unglaublich billig herzustellen und eines der wenigen Mittel das sich Entwicklungsländer leisten können um die Malaria Mücken bekämpfen zu können. Jetzt sterben die Menschen an Malaria... auch nicht schön. Das schöne an DDT: Man spritzt es an Wände, Mücke setzt sich drauf, Mücke stirbt. Dem Menschen passiert nichts.
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
Ich glaube, unsere Vorfahren hatten mit Acrylamid wenig zu tun. Erst das Convenience-food und die Grillomanie haben da richtig eingeschlagen!
Naja .... unsere Vorfahren haben über dem offenen Feuer ihr Essen zubereitet. Die Grillomanie von heute ist da eigentlich noch harmlos.

Sorry ich wollte eigentlich nicht OT werden. :oops: aber bei aller Gesundheit finde ich doch manche Auswüchse, die der "Krebserzeugende-Stoffe-such-wahn" annimmt etwas befremdlich. Wie bei Acrylamid.
Vor allem führt es meist in die Richtung die eigene Verantwortung für GEsundheit (z.b.ausgewogene Ernährung und viel frisches Obst und GEmüse, frische Luft und Bewegung) nicht zu sehen.
So wie auch bei Vitamintabletten alla Rath die Verantwortung für die eigene Gesundheit nicht im eigenen Verhalten sondern in den kleinen Pillen gesucht wird... wird bei mancher Suche nach Krebseregenden Stoffen vergessen, dass es eigentlich unerheblich ist, wenn man sich ansonsten gesund ernährt und Bewegung an frischer Luft hat.

Namaste
Lilly
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo Lilly,
sillyLilly schrieb:
Ich glaube, unsere Vorfahren hatten mit Acrylamid wenig zu tun. Erst das Convenience-food und die Grillomanie haben da richtig eingeschlagen!
Naja .... unsere Vorfahren haben über dem offenen Feuer ihr Essen zubereitet. Die Grillomanie von heute ist da eigentlich noch harmlos.

kleiner Widerspruch, mit über offenem Feuer Gebratenem kommt man nicht zwangsläufig auf eine längere Erhitzung >120 Grad C. Das ist aber der Knackpunkt bei Acrylamid. Ebenso der Wassergehalt. Auch hier ist das offene Feuer relativ harmlos. Nur das im Feuer verbrennende Fett ist wirklich gefährlich.

Aber Deine Einschätzung hinsichtlich ausgewogener Ernährung teile ich voll und ganz!

Gruß Artaxerxes
 

Tino

Geheimer Meister
26. November 2004
349
Hallo

@ Lilly

Die Sichtweise von heute ... Krankheit nur für eine Unterbrechung der Produktivität anzusehen.... als reines hindernis .... das ist eigentlich eine sehr ungesunde Einstellung. Mit dem Segen, den "Antibiotika und Co" brachten, haben sie meines Erachtens auch einen Teil der Menschen zu so einem unbedachten Umgang mit Krankheits- und Heilungsprozessen gebracht.

Die allgemeine Krankenversorgung ist eine Idee des 19. Jahrhundert. Damals erwachte das Bewußtsein, das der Staat für seine Bürger verantwortlich ist. Das Arbeiter produktiver sind, wenn sie und ihre Familien Gesund sind, Soldaten besser kämpfen können, etc. mag mit Sicherheit auch einer der Gründe gewesen sein, aber eben auch der Wunsch die Bevölkerung besser zu versorgen, Leiden zu mindern. Etwas, das vorher nur extrem beschränkt möglich war. Vorher (vor 1800) nämlich war die breite Masse der Bevölkerung von medizinischen Leistungen entweder direkt bedroht (ich wollte kein Patient um 1800 gewesen sein :twisted: ) oder haben erst gar keine bekommen.

Die Vorstellung einer naturnahen Mediziun kam allerdings zur gleichen Zeit auf (also auch im 19. Jahrhundert) und war ein Kind der Romantik. Die Vorstellung einer sorgenden Mutter Natur, liebreizend und heilend, wärend auf der anderen Seite die kaltblütig aufgeklärten Kopfmenschen mit ihren Naturgesetzen standen, die so gar nichts von dem Wunder der Natur wiederspiegelten. Homöopathie z.B. ist ein Kind dieser Überlegung.

Die medizinische Versorgung hat allerdings tatsächlich zu einem unbedachten Umgang mit dem Thema Krankheiten geführt. Infektionserkrankungen sind so aus unserem Blickfeld verschwunden, das wir es uns gar nicht mehr vorstellen können wie grässlich die sind. Der Umgang mit HIV und Tuberkulose sind ein gutes Beispiel, wie gut wir Gefahren vor unserer Haustür ignoriern können. Werbung und Life-Style beinhalten Krankheit nicht mal am Rande: Krank sein ist Uncool. Und so wie das Bewußtsein für Gefahren von Erkrankungen sinkt, steigt das Bewusstsein von Nebenwirkungen durch Erkrankungen (echte und eingebildete).

Grob gesagt, vieles auf dieser Welt hört sich logisch an, das es aber was mit der Wirklichkeit zu tun hat steht auf einem anderen Blatt. Ich will keine Nebenwirkungen leugnen oder bisher unbekannte Zusammenhänge von

@ Artaxerxes

z.B. Allergien mit Immessionen in Frage stellen. Problem ist, das sich manche Ursachen-Wirkung-Ereklärungen logisch anhören, wir aber nicht wirklich wissen. Es ist hier angenehm von einer Verschwörung auszugehen, die die Erforschung solcher Phänomene hemmt. Allerdings setzt das vorraus, das Ärzte bei bestimmten Erkrankungen dann wegkucken müssen, oder ruhig gestellt werden müssen. bei ein paar kann ich mir das vorstellen, aber alle, Weltweit? tut mir leid, das geht nicht in meinen Kopf.

Übrigens, Aventis und Landwirtschaftsmaschienen und Zwang zur Produktabnahme? Ging es da nicht eher um genveränderte Weizensorten??? Bin nicht ganz sicher, aber vielleicht kannst du mir das nochmal genau erklrären, hab nämlich nichts gefunden (muß aber nicht heissen :D).

Zum Schluss, es gab da in den 90er ein schönes Buch: Risikogesellschaft von Ulrich Beck. Lesenswert, da es mit dem Vorurteil aufräumt unser tägliches Risiko könne auf null gefahren werden. Das ist nicht möglich und äußert sich in der alten Weisheit: "die Kehrseite der Medaillie".

Gruß Tino
 

Tino

Geheimer Meister
26. November 2004
349

WzP

Vorsteher und Richter
2. Juni 2002
735
Zum Thema Rath:

Auch ich glaube generell nicht, dass eine Krankheit mit einem Medikament geheilt werden kann. Überhaupt nicht.
Es können Sympthome gelindert werden und so das Leben oder Sterben des Patienten erleichtert werden, aber eine Heilung ist von vornherein nicht möglich, da sich ein Medikament jedweder Art in einem völlig anderen Bezugssystem bewegt als eine Krankheit.

Ein Medikament ist eine Chemikalie, eine Zusammensetzung von Chemikalien oder ähnliches.
Es ist bekannt dass diese oder diese Chemikalie eine bestimmte Wirkung auf den Organismus Mensch hat.
Warum das aber genau so ist und was sonst noch für Wirkungen möglich sind oder warum diese Wirkung sich wie auf den Menschen auswirkt..das ist nicht wirklich beweisbar.

Zum einen, da in jedem Organismus ein anderes chemisches Milieu vorherrscht, aufgrund von Ernährung, Vererbung und erlangten Vergiftungen (die jeder hat).
Es kann also anhand einer langen Reihe von Test ermittelt werden, welche Reaktionen wie oft vor kommen und durch Veränderung der Substanz erreicht werden, dass manche Reaktion ausbleibt oder weniger oft vorkommt.
Aber rein wissenschaftlich gesehen ist es nicht möglich, ein Medikament zu erstellen, welches zuverlässig wirkt und keine unbekannten Nebenwirkungen hat.

Das trifft sowohl auf Dr.Rath zu als auch auf die Pharmaindustrie.

Und mir persönlich ist jeder suspekt, der aus seinem Heilmethödchen ein riesen Geheimnis macht und es nicht der Weltöffentlichkeit zur Überprüfung und zum Testlauf anbietet sondern ein Monopol darauf halten will.

Das trifft ebenso auf Rath wie auch auf die Pharmaindustrie zu.

Aber ich teile natürlich die Ansicht von Silly_Lilly.

Der Begriff "Krankheit" ist dämönisiert und sehr negativ belegt.

Tatsache ist doch, dass wir nicht zuverlässig wissen, warum ein Mensch an was erkrankt und warum die Krankheit wie verläuft.
Bei vielen Krankheiten ist nichtmal zuverlässig die Ursache geklärt.

Wir winden uns in Statistiken und Untersuchungen wonach der soundsoofte und soundsointensive Kontakt mit dieser und jener Substanz diese und jene Krankheit auslöst.

Aber zuverlässig und vorhersehbar macht das garnichts.

Nicht jeder Raucher erkrankt an Lungenkrebs, ist Rauchen dann krebserregend?
Nicht jeder der Acrylamid konsumiert stirbt an irgendwas...ist es gefährlich?

Wir schieben immer mehr Einflüssen einen krankmachenden Einfluss zu und trotzdem ist gerade unter diesen Umständen kein vernünftiges Heilverfahren in Sicht.
In Anbetracht all dieser Untersuchungen bleibt nur eine Diagnose:

Das Leben macht Krank.
----------------------------

Ist das so? Soll das so sein?

Anscheinend... Oder missverstehen wir den Inhalt einer Krankheit?

Tatsache ist, eine Krankheit, sofern sie keine von aussen kommende Verletzung, eine messbare Vergiftung oder eine merkliche Mangelerscheinung ist, ist eine Fehlfunktion eines Organs oder des Körpers.

Warum diese Fehlfunktion unter welchen Umständen auftritt ist nicht hinreichend bekannt.
Natürlich begünstigt eine Vergiftung des Organs durch einen bestimmten Stoff ein Erkranken. Natürlich ist unsere Ernährung heute weit mehr als mangelhaft und schlecht.
Und tatsächlich gibt es erblich bedingte Defekte.

Aber wo ist der Pudels Kern? Was ist der Trigger?
Was macht uns wirklich krank?

Jedes Ereignis hat eine feststellbare Ursache und eine aus dem Ereignis resultierende Wirkung. Zufälle gibt es tatsächlich nicht.
Wir nennen es nur Zufall wenn wir zu faul zum suchen sind.

Wenn ein Auto aus der Kurve fliegt...wo könnte die Ursache liegen?

Strassenbeschaffenheit
Reifenzustand
Geschwindigkeit (Fliehkräfte)
Äußere Einflüsse (Gegenstände auf der Fahrbahn)

Das alles sind meßbare Daten, die einen Unfallhergang erklären können.

Nun stellt sich die Frage..wie hätte man das Zusammenwirken dieser Ursachen verhindern können, wie hätte man das Unfall (Krankheits)-Risiko senken können?

Und wir beginnen wegzukürzen.

Am Ende bleiben wir bei wenigen, von uns schwer zu beeinflussenden Faktoren.

Und am Ende der meisten Untersuchungen...
Am Ende der meisten Fehlfunktionen.

Steht der Betriebsfehler. Der Fahrer hat den Fehler begangen.
Seine Verantwortung nicht erfüllt.
Vielleicht, weil er nicht wusste, wie er den Wagen lenken sollte.
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo Tino,

zu dem Kapitel Chemie gegen Landmaschinen kann ich Dir bestätigen, dass dieses Deal genauso gelaufen ist - ich war beruflich am Rande involviert.

Zu den Allergien möchte ich die Plausibilität anführen. Wie in Deinem Link auch erwähnt, ist die Zunahme von Allergien überproportional bei der Stadtbevölkerung festzustellen. Dies jedoch hauptsächlich mit hygienischen Maßnahmen zu begründen, halte ich für falsch. Die Kausalität der Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land lässt doch nur einen Schluß zu - Umweltbedingungen!

Ich bin mir sicher, dass die Landbevölkerung ebenso hygienisch orientiert ist, wie die Stadtbevölkerung - meint, auch dort wird Sagrotan verwendet. Nur, wenn ein Kind auf dem Land im Sandkasten spielt, wird dies - logischerweise - zu weitaus geringeren Belastungen führen als bei einem Stadtkind.

Es erscheint mir schon hahnebüchen, wenn die Hygiene, der wir ja den Schutz vor den meisten Infektionskrankheiten verdanken, als Faktor für die gestiegene Anzahl von Allergien herhalten muss. Hier ist wirklich mal Grundlagenforschung notwendig.

Hallo WzP,

WzP schrieb:
Warum diese Fehlfunktion unter welchen Umständen auftritt ist nicht hinreichend bekannt.
Natürlich begünstigt eine Vergiftung des Organs durch einen bestimmten Stoff ein Erkranken. Natürlich ist unsere Ernährung heute weit mehr als mangelhaft und schlecht.
Und tatsächlich gibt es erblich bedingte Defekte.

Aber wo ist der Pudels Kern? Was ist der Trigger?
Was macht uns wirklich krank?

meiner Meinung nach, hast Du den Grund für "Fehlfunktionen" schon oben genannt - Mangelernährung!

Das wir nicht mehr unter Hungersnöten leiden müssen bedeutet nicht, dass wir uns gut ernähren. Mangelernährung ist m. E. die Hauptursache für die verbreiteten Zivilisationskrankheiten (auch hier wieder das Gefälle Stadt-Land).

Wie schon in einem anderen Thread ausgeführt, ist Entropie der Schlüssel. Entropie bezeichnet das thermodynamische Gefälle in abgeschlossenen Systemen.

Nehmen wir unseren Körper als abgeschlossenes System, so können wir diesen nur funktionsfähig erhalten, wenn wir ihm Energie (Nahrung) zuführen. Es ist auch nachvollziehbar, dass die qualitativ beste Nahrung auch den besten Effekt ergibt.

Der Nahrungsmix, nachdem unser Körper verlangt, ist eine ausgewogene Mischung, die auch ausreichend Vitamine, Mineralien und Spurenelemente enthalten muss. Die Natur hat unser Immunsystem so ausgestattet, dass es den Körper optimal schützen kann, wenn wir die Basisstoffe (Nahrung) zur Verfügung stellen.

Geschieht dies nicht, so ist das Immunsystem geschwächt und jede weitere Komponente (Umweltbelastungen) erhöht das Risiko der "Fehlfunktion" - sprich Erkrankung. Nun passiert das nicht ad hoc, sondern ist ein schleichender Prozess.

Daher zeigen sich die Auswirkungen der Mangelernährung oft erst 10 - 15 Jahre später - dann jedoch massiv, vor allem in chronischen Krankheitsbildern. Außerdem wird diese Immunschwäche auf die Neugeborenen übertragen, weshalb auch hier schon verstärkt "Fehlfunktionen" festzustellen sind.

Andererseits ist es erstaunlich, wie schnell sich der Körper regeneriert, nachdem man die Ernährung umgestellt hat.

Gruß Artaxerxes
 

obnoxious

Geselle
26. November 2004
18
sillyLilly schrieb:
Vor allem führt es meist in die Richtung die eigene Verantwortung für GEsundheit (z.b.ausgewogene Ernährung und viel frisches Obst und GEmüse, frische Luft und Bewegung) nicht zu sehen.
So wie auch bei Vitamintabletten alla Rath die Verantwortung für die eigene Gesundheit nicht im eigenen Verhalten sondern in den kleinen Pillen gesucht wird...


Böser Fehler. Vielleicht ist Rath nicht gerade der Arzt deines Vertrauens, aber wenn jemand seine letzte Rettung in Vitamintabletten sucht hat das auch rein garnix mit Verantwortungslosigkeit zu tun. Ich denke sogar das dem Volk bewusst suggeriert werden soll, DU bist für DICH verantwortlich, obwohl jeder doch weiss das BSE, MKS, Pestizide, Abgase, etc. für den ganzen Scheiss verantwortlich sind und NUR noch bestehen weil die INDUSTRIE das für richtig hält.

Und das man "aufpassen" soll was man ißt, lässt nur einen Schluss zu:
Es ist staatlich legitimiert dem Verbraucher Scheisse zu verkaufen!



P.S.
Eigentlich weiss ich ja welche Sorte Mensch du wohl meinst, aber ich musste das jetzt mal kommentieren.
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
obnoxious schrieb:
sillyLilly schrieb:
Vor allem führt es meist in die Richtung die eigene Verantwortung für GEsundheit (z.b.ausgewogene Ernährung und viel frisches Obst und GEmüse, frische Luft und Bewegung) nicht zu sehen.
So wie auch bei Vitamintabletten alla Rath die Verantwortung für die eigene Gesundheit nicht im eigenen Verhalten sondern in den kleinen Pillen gesucht wird...


Böser Fehler. Vielleicht ist Rath nicht gerade der Arzt deines Vertrauens, aber wenn jemand seine letzte Rettung in Vitamintabletten sucht hat das auch rein garnix mit Verantwortungslosigkeit zu tun. Ich denke sogar das dem Volk bewusst suggeriert werden soll, DU bist für DICH verantwortlich, obwohl jeder doch weiss das BSE, MKS, Pestizide, Abgase, etc. für den ganzen Scheiss verantwortlich sind und NUR noch bestehen weil die INDUSTRIE das für richtig hält.

Und das man "aufpassen" soll was man ißt, lässt nur einen Schluss zu:
Es ist staatlich legitimiert dem Verbraucher Scheisse zu verkaufen!

P.S.
Eigentlich weiss ich ja welche Sorte Mensch du wohl meinst, aber ich musste das jetzt mal kommentieren.

Es sollte jedem vernunftbegabten Mitteleuropäer - auch ohne staatliche Intervention - klar sein, was er bei Aldi, Lidl & Co. kauft.

S_kotz_ani.gif


Gruß Artaxerxes
 

Tino

Geheimer Meister
26. November 2004
349
Hallo Artaxerxes,

Zu den Allergien möchte ich die Plausibilität anführen. Wie in Deinem Link auch erwähnt, ist die Zunahme von Allergien überproportional bei der Stadtbevölkerung festzustellen. Dies jedoch hauptsächlich mit hygienischen Maßnahmen zu begründen, halte ich für falsch. Die Kausalität der Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land lässt doch nur einen Schluß zu - Umweltbedingungen!

Ich bin mir sicher, dass die Landbevölkerung ebenso hygienisch orientiert ist, wie die Stadtbevölkerung - meint, auch dort wird Sagrotan verwendet. Nur, wenn ein Kind auf dem Land im Sandkasten spielt, wird dies - logischerweise - zu weitaus geringeren Belastungen führen als bei einem Stadtkind.

Stadtkinder sind nicht so viel Natur ausgesetzt wie Landkinder, die den ganzen tag drausen spielen. Und es ist der Umgang unseres Immunsystems mit der Natur, wodurch es gestärkt und gefestigt wird.

Es erscheint mir schon hahnebüchen, wenn die Hygiene, der wir ja den Schutz vor den meisten Infektionskrankheiten verdanken, als Faktor für die gestiegene Anzahl von Allergien herhalten muss. Hier ist wirklich mal Grundlagenforschung notwendig.

Die schmerzliche Erkenntnis das alles im leben Nebenwirkung hat. Der vorteil der Hygiene kann eben auch Nebenwirkungen haben.

Gruß Tino
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo Tino,

wenn Du mit Natur Wald und Wiesen meinst, die gibt es auch am Stadtrand und die werden (zusammen mit Stadtpark oder den Baggersee) auch von den Stadtmenschen reichlich genutzt.

Trotzdem hat diese "Stadt-Natur" eine andere Qualität als die auf dem platten Land.

Und dass Dorfkinder den ganzen Tag draussen rumtollen - im Gegensatz zu Stadtkindern - wäre eine empirische Untersuchung wert, ich glaub das so nicht - Internet gibt's überall.

Und Hygiene - nun, wenn die denn ein wesentlicher Faktor sein sollte, dürfte es ja Hospitalismus gar nicht geben.

Gruß Artaxerxes
 

Tino

Geheimer Meister
26. November 2004
349
Hallo Artaxerxes,

Es geht um das erste Lebensjahr, in dem das Immunsystem ausreift. Kinder auf dem Land wachsen da zwar mittlerweile auch zunehmend aseptisch auf, aber sie sind immer noch mehr drausen. Kinder in der Stadt sehen die Natur in dieser Phase oft nur über Kinderwagenrand. Oder sie spielen auf trockenen Wiesen.

Wie gesagt, ich will ja auch die Umweltgifte nicht entlasten, die haben ebenfalls einen großen Anteil und ich will mich auch nicht über die Zahlen streiten (ob 50/50 oder 60/40 ...), weil es die nicht gibt.

Gruß Tino
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo Tino,

Es geht um das erste Lebensjahr, in dem das Immunsystem ausreift. Kinder auf dem Land wachsen da zwar mittlerweile auch zunehmend aseptisch auf, aber sie sind immer noch mehr drausen. Kinder in der Stadt sehen die Natur in dieser Phase oft nur über Kinderwagenrand. Oder sie spielen auf trockenen Wiesen.

auch auf dem Land hat man Kinderwagen, häufig werden die Kiddies aber mit dem Auto kutschiert, allein schon wegen der größeren Entfernungen. Und auf die nasse Wiese legt keiner sein Baby - sei es in der Stadt oder auf dem Land.

Und was die Umwelteinflüsse angeht, so sage ich ja - allerdings einer tibetanischen Gebetsmühle nicht unähnlich - dass hier dringend Grundlagenforschung Not tut. Außerdem sind vor allem Präventivmaßnahmen unerlässlich.

Was wir heute doch tun, ist - wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist - zum Arzt zu gehen um uns dann dessen verschriebene Pillen reinzuschmeißen. Und dann wundert sich der geneigte Patient, dass der Heuschnupfen oder die Hausstauballergie mit bösartiger Regelmäßigkeit wiederkommt.

Gruß Artaxerxes
 

Tino

Geheimer Meister
26. November 2004
349
evtl. sollte man ein Threat Allergie aufmachen? Mit Rath und Co hat das ja eigendlich nichts mehr zu tun.

Gruß Tino
 

Tino

Geheimer Meister
26. November 2004
349
Dominik hat von seinen Eltern die Scheise von Rath gekauft bekommen. Dafür ist er als Werbemaskotchen missbraucht worden und wird nun nach seinem Tot immer noch von Rath missbraucht.

Hässlicher kann es gar nicht laufen.
 

WzP

Vorsteher und Richter
2. Juni 2002
735
Ist euch schonmal aufgefallen dass vor allem psychisch labile Menschen sehr oft erkranken?

Die "harten Hunde" gehen nicht nur seltener zum Arzt, sie stecken auch vieles leichter weg.

Inwiefern ist die Psyche involviert?


*langsamaufdenrichtigenpfadführ*
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo WzP,

Klare Antwort - immer!

Kurz gesagt: "Nur wer gesund werden will, wird auch gesund!"

Gruß Artaxerxes
 

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