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Eine etwas utopische/fiktionale Frage

die Kriegerin

Großmeister aller Symbolischen Logen
19. September 2017
3.057
Wie denkt ihr darüber?

Wenn sich Gott, der Teufel, der Tod manifestieren würden.

Täten sie sich auch menschlich verhalten...verlieben, zornig reagieren usw.

Mir kam das gestern in den Sinn als ich „Rendezvous mit Joe Black“ anschaute.

 

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.427
Ja natürlich.
Es handelt sich bei diesen Wesenheiten um Manifestationen menschlicher Vorstellungstkraft, Götter und etwaige Gegenspieler haben in schriftlichen Überlieferungen und ihrer Grundidee ansich durchweg menschliche Züge.
Nur halt in absolut übersteigerter Perfektion, menschlicher als Gott geht nicht.

Gruss Grubi
 

hives

Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.748
Terry Pratchett hat sehr viele Gedanken zu diesem Thema in seinen unterhaltsamen Büchern verarbeitet - naja, nicht unbedingt genau zu diesem Thema, aber es geht teilweise in diese Richtung.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.069
Gott hat sich bekanntlich bereits, es war irgendwann um das Jahr 1 herum, als Mensch mit all seinen Schwächen manifestiert, u.a. auch Zorn. Der Satan dagegen ist mutmaßlich die personifizierte Gerechtigkeit und also per definitionem unmenschlich. Wir müssen in Erinnerung behalten, daß der Mensch Gott zum Bilde erschaffen wurde.
 

die Kriegerin

Großmeister aller Symbolischen Logen
19. September 2017
3.057
Gott hat sich bekanntlich bereits, es war irgendwann um das Jahr 1 herum, als Mensch mit all seinen Schwächen manifestiert, u.a. auch Zorn. Der Satan dagegen ist mutmaßlich die personifizierte Gerechtigkeit und also per definitionem unmenschlich. Wir müssen in Erinnerung behalten, daß der Mensch Gott zum Bilde erschaffen wurde.
Sozusagen produziert er so, als seine Vorstellung an Perfektion an sich selbst - UNS.

Wir sind seine Suche nach Perfektion - also sind wir nur viele seiner Probanden.
 

Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.427
Nein, es ist umgekehrt.
Wir suchen diese Perfektion und erfinden deshalb Schöpferwesen.
Bei den Gottheiten handelt es sich um unsere Versuche einem unendlich überlegenen Wesen Gestalt zu verleihen.

Gruss Grubi
 

die Kriegerin

Großmeister aller Symbolischen Logen
19. September 2017
3.057
Ich sehe es deshalb anders...GOTT>< braucht und immer wieder, deshalb erfand er den Tod.
 

Sonsee

Ritter vom Schwert
1. Juni 2016
2.094
Menschen glauben ja schon viel länger an Götter, als es das Christentum gibt. Warum sollte also gerade die monotheistische Vorstellung über Gott die Richtige sein? Es war doch wahrscheinlich ein größenwahnsinniger "Kerl," der sich den monotheistischen Gott ausgedacht hat, sein Sohn kehrte nach dem Tod seines Vaters, zum ursprünglichen Glauben zurück und änderte sogar seinen Namen in Tutanchamun.
In den vielen Naturreligionen hatten die Götter dann eben verschiedene Aufgaben, sie arbeiteten sozusagen Interdisziplinär. Für Schutz und Heilung waren meistens die weiblichen Gottheiten zuständig.

Die keltische Brigid – Göttin des Feuers

Lange bevor die Christen Brigid als heilige Brigida von Kildare verehrten, galt sie als die Tochter der Muttergöttin der Kelten. Ihr Name stammt vom Keltischen „Breo-Saighit“, was frei übersetzt „flammender oder glänzender Pfeil“ bedeutet. Sie ist eine schillernde Gestalt in der keltischen Mythologie: Brigid herrscht über das Feuer und hält es am Leben, wird als Schutzgöttin der Schmiedekunst, der Heiler, Dichter und als Göttin der Weisheit verehrt. Sie ist Beschützerin der Familien, der Frauen und Säuglinge.
 

Giacomo_S

Ritter Rosenkreuzer
13. August 2003
2.622
In den vielen Naturreligionen hatten die Götter dann eben verschiedene Aufgaben, sie arbeiteten sozusagen Interdisziplinär. Für Schutz und Heilung waren meistens die weiblichen Gottheiten zuständig.

Nun, dieser ganze Zoo an Heiligen im Katholizismus ist doch auch nichts anderes.
 

die Kriegerin

Großmeister aller Symbolischen Logen
19. September 2017
3.057
Natürlich gibt es kleine Unterschiede zwischen dem christl. Gedankengut zu den asiatischen Erkenntnislehren,

ebenso zur Inkarnation – Mensch benötigt einen materiellen Körper, um weiterzukommen und er erhält so lange eine neue Chance (in verschiedensten asiatischen – wie keltischen Niederschriften festgehalten)

Inkarnation ist sogar in der Bibel zu lesen.

Doch er schließt Frauen überwiegend aus.
Frauen und MOSES - Kusch -vielleicht kommt kuschen von der Frau von MOSES
 

Sonsee

Ritter vom Schwert
1. Juni 2016
2.094
Welches sind diese Niederschriften?
Ich dachte bisher immer in der keltischen Tradition (wenn es so etwas gab) wurde nur mündlich tradiert...
Ist eine ernst gemeinte Frage ich bin sehr am Thema interessiert
Es gibt jede Menge keltische Kunst und auch das was man Traditionen nennt, geschrieben haben die Kelten allerdings nichts soweit ich weiß.

Nach der Niederlage gegen die Römer verloren die Kelten auf dem europäischen Festland zunehmend an Bedeutung. In Irland spielte die keltische Kultur bis ins 10. Jahrhundert noch eine wichtige Rolle. Die Musik, Mode und vieles mehr inspiriert sie sogar bis heute.
Einen Teufel kannten die auch nicht, sowas brauchen nur monotheistische Religionen.
 

die Kriegerin

Großmeister aller Symbolischen Logen
19. September 2017
3.057
Welches sind diese Niederschriften?
Ich dachte bisher immer in der keltischen Tradition (wenn es so etwas gab) wurde nur mündlich tradiert...
Ist eine ernst gemeinte Frage ich bin sehr am Thema interessiert
DIE keltische Religion als Keltologie bezeichnet, die hatten jede Menge Riten oder Zeremonien zu den Göttern oder den Verstorbenen, die bei den Kelten - vor der Christianisierung bestanden. Dieses Fach k-kann man sogar studieren. Darüber erfährt man fundiertes Wissen über die gewissen Riten der Kelten.

Einige der Teilgebiete sind eng mit verwandten Forschungsdisziplinen verzahnt, so dass nicht alle der genannten Gebiete als „rein keltologisch“ anzusehen sind.

Religionswissenschaft

regionale Besonderheiten

vergleichende Religionswissenschaft

https://de.wikipedia.org/wiki/Keltologie

https://de.wikipedia.org/wiki/Keltomanie
 

Vercingetorix

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
22. Juli 2018
1.057
Es gibt jede Menge keltische Kunst und auch das was man Traditionen nennt,
Ja könnte so sagen stimmt. Allerdings finde ich solche Sachen dann immer recht schwer zu interpretieren. Vermutlich bleibt es am Ende immer bei einer guten Portion Spekulation, was ja nicht schlimm ist.

@Kriegerin danke für die Links
 

Giacomo_S

Ritter Rosenkreuzer
13. August 2003
2.622
Darüber erfährt man fundiertes Wissen über die gewissen Riten der Kelten.

Und viel Spekulation.
Die schriftlichen Quellen über die Kelten und Germanen stammen alle von ihren damaligen Feinden, den Römern. Und selbst die sind spärlich ... und zu interpretieren.

Die Germania von Tacitus (58-120 n.Chr.) z.B. über die Kultur und das Leben der Germanen ... was etwa dem Versuch gleicht, von Karl May etwas über das Leben der Indianer zu erfahren.
Denn wie Karl May war Tacitus wahrscheinlich nie in dem Land, über das er schrieb. Allerdings benutzte er wohl die besten ethnologischen Quellen seiner Zeit (wie Karl May), die heute verloren gegangen sind. Sogar seine Intention ist mit der Karl Mays vergleichbar: Eine Räuberpistole, die seiner eigenen, römischen "dekadenten" Gesellschaft den Spiegel vorhält. Indem er ein Gegenbild schafft: Der edle Wilde.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.069
Es war doch wahrscheinlich ein größenwahnsinniger "Kerl," der sich den monotheistischen Gott ausgedacht hat, sein Sohn kehrte nach dem Tod seines Vaters, zum ursprünglichen Glauben zurück und änderte sogar seinen Namen in Tutanchamun.
Das ist ein hochinteressantes Thema, sowohl was den Fortbestand anderer Kulte neben Aton, der halt Staatsgott war, angeht, als auch was den Aufstieg des Atonkultes bereits unter Echnatons Vorgängern, speziell unter Amenophis III. betrifft. Tatsache ist jedenfalls, daß sich nicht irgendjemand einen Gott "ausdenken" und seinen Kult einfach so reichsweit durchsetzen kann. Das funktioniert anders herum, das erlebt man immer wieder mit Sekten, die sich als Graswurzelbewegung unter den Abgehängten durchsetzen, seien es nun die Scientologen oder der Islam. Neben Aton scheint z.B. selbst unter den staatlichen Handwerkern der volkstümliche Bes-Kult weiter praktiziert worden zu sein - Atons Aufstieg war viell. nur eine Machtverschiebung unter den "großen" offiziellen Staatsgöttern.

Jaja, die keltische Religion. Darüber wissen die Esoterikerinnen bekanntlich viel mehr als die Wissenschaft.

Doch er schließt Frauen überwiegend aus.
Ach du liebe Güte... Mit Maria fängt es an.
 

Giacomo_S

Ritter Rosenkreuzer
13. August 2003
2.622
Das ist ein hochinteressantes Thema, sowohl was den Fortbestand anderer Kulte neben Aton, der halt Staatsgott war, angeht, als auch was den Aufstieg des Atonkultes bereits unter Echnatons Vorgängern, speziell unter Amenophis III. betrifft.

Unter Echnaton soll es den ersten bekannten Monotheismus gegeben haben, aber eine Vorläuferschaft zum jüdischen ist wohl eher unwahrscheinlich.
Die Intention war auch eine ganz andere, Echnatons Monotheismus scheint wohl mehr eine Eliten-Religion, von ober herab angeordnet gewesen zu sein.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.069
Ach, wie gesagt ist es fraglich, ob das ein echter Monotheismus war, sowohl faktisch als auch theoretisch, und es ging mindestens schon unter Echnatons Vater los. Eine Elitenreligion war es einerseits sicher, Staatskult halt, aber praktiziert wurde sie bis runter in die Handwerkerschaft. Ich habe da gerade etwas über die Ausstattung der Handwerkersiedlungen mit Kultbildern gelesen, und da waren "Ikonen" der königlichen Familie bei der Atonverehrung wohl recht präsent.
 
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