Eskalation USA - Iran

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Bunter Hund

Intendant der Gebäude
2. Juni 2025
894
Er weiß schon selber nicht mehr was er Erzählen soll. Er will "Friedensführer" sein. Zettelt aber ein Krieg an......... In allen Punkten gebe ich dir vollkommend Recht.
Der scheint nicht zu wissen, was er machen soll im Iran-Krieg. Er soll in Weisenhaus durchdrehen und laut rumschreiben nach Berichten.



Die Welt als Wettbörse

Einige verrückte Statements von Donald Trump dienen offenkundig nur der Bereicherung des eigenen Familienclans und der superreichen Kumpels.


Ein Standpunkt von Hermann Ploppa.

Man staunt ja immer wieder erneut, wenn man Trumps Zickzack-Kurs beobachtet.

Mal will Trump die ganze Welt mit seinen lähmenden Zöllen belegen – um im nächsten Moment zu sagen: nee, alles nicht so schlimm! Mal sagt er, er will eine ganze Zivilisation in einer einzigen Nacht auslöschen – um dann wenig Stunden später einen zweiwöchigen Waffenstillstand auszurufen.

Wen wird Trump zum Sündenbock für das Iran-Debakel machen? Der Irankrieg wird in den USA immer unbeliebter und Trump wird einen Sündenbock brauchen.

Ein Standpunkt von Thomas Röper.

In Russland ist ein amüsant formulierter Artikel über die Frage erschienen, wen Trump zum Sündenbock für das Iran-Debakel machen wird, den ich übersetzt habe. Die für Deutsche etwas merkwürdig klingende Überschrift ist eine Anlehnung an das russische Sprichwort “zwei Tode stirbt niemand, doch einen müssen alle sterben”.

Beginn der Übersetzung:

Zwei werden nicht schuldig werden, doch für den dritten ist es unvermeidlich


Von den drei Anstiftern des verbrecherischen Krieges im Iran weist Trump die Schuld von sich selbst und Netanjahu und gibt sie Kriegsminister Hegseth.

Von Wladimir Michejew.

Wer wird der Sündenbock?

Trotz Donald Trumps prahlerischer Selbstlobhudelei, der sich ohne jeden Grund mit dem Gewand des Bezwingers der Perser schmückt, wird auch er nicht umhinkönnen, ein rituelles Opfer zu bringen. Nicht etwa, weil der Verhandlungsprozess in Islamabad völlig zum Erliegen gekommen zu sein scheint, sondern, weil es den Falken in Washington nicht gelungen ist, die Regierung in Teheran durch pro-westliche Marionetten zu ersetzen, Irans Potenzial zur Urananreicherung und die für den Bau eines Raketenarsenals notwendigen Konstruktions- und Produktionsanlagen des Landes zu zerstören.
 

Bunter Hund

Intendant der Gebäude
2. Juni 2025
894
Ich nehme es anders wahr. Ich sehe weder Israel noch die USA auf einem Eroberungskrieg um Ressourcen. Aber für Israel ist es ein Kampf auf Leben und Tod. Und hier hätte ich fälschlicherweise gedacht, dass wenigstens das am 07.10.2023 deutlich geworden sein sollte. Falsch gedacht, aber das müssen wir jetzt nicht neu aufwärmen.
Wieso ein Kampf auf Leben und Tod? Sie wurde doch nicht angegriffen, sondern haben selber angegriffen. Und dass der Iran eine Atomwaffe hat, ist nicht bewiesen, genauso wie die Brutkastengeschichte im Irak nicht bewiesen wurde.

 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.846
Wieso ein Kampf auf Leben und Tod? Sie wurde doch nicht angegriffen, sondern haben selber angegriffen. Und dass der Iran eine Atomwaffe hat, ist nicht bewiesen, genauso wie die Brutkastengeschichte im Irak nicht bewiesen wurde.


Ist der pausenlose Terror durch die vom Iran finanzierte Hamas, Hisbollah & Co., z.B.:

- 1470 Raketen allein im Jahr 2023 und allein aus dem Gazastreifen
- der Überfall mit Massaker und Geiselnahme am 07.10.2023

nicht als Angriff zu bezeichnen? Welche Bezeichnung würden Sie denn dafür wählen?
 

Zerch

Ritter der Sonne
10. April 2002
4.628
Ist der pausenlose Terror durch die vom Iran finanzierte Hamas, Hisbollah & Co., z.B.:

- 1470 Raketen allein im Jahr 2023 und allein aus dem Gazastreifen
- der Überfall mit Massaker und Geiselnahme am 07.10.2023

nicht als Angriff zu bezeichnen? Welche Bezeichnung würden Sie denn dafür wählen?

Als ob das alles kein Vorspiel hatte. Diese einseitige Argumentation schließt völlig aus, daß jede der beteiligten Seiten die andere Seite terrorisiert.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.846
Diese einseitige Argumentation schließt völlig aus, daß jede der beteiligten Seiten die andere Seite terrorisiert.

Äh … Zerch? Zu allerhöchstens 50%, weil ich vom Terror schrieb, der gegen Israel ausgeübt wird.

Und was die zur Zeit laufende israelische Aktion insgesamt betrifft, hatte die natürlich eine Vorgeschichte, bei der die Hamas mal über die Grenze kam und 1200 Menschen ermordet und 200 verschleppt hat. Schon vergesssen?

Vergleichbares hat sich Israel nie geleistet.

Wenn man die Frage nach der Vorgeschichte konsequent stellt, dann stellt man fest, dass die „Palästinenser“, die nie eine eigene staatliche Identität hatten, gar nicht von den Israelis vertrieben wurden, sondern von arabischer Seite aufgefordert wurden, zu verschwinden, damit sie beim Krieg gegen Israel nicht zwischen die Fronten geraten. Das „Verbrechen“ Israels bestand und besteht darin, diesen, ihnen vom ersten Tag ihrer Existenz an aufgezwungenen Krieg nicht verloren zu haben.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.868
Zunächst einmal halte ich die Vorstellung für, nun ja, sehr optimistisch, man könne die gesamte arabische Bevölkerung Israelisch-Palästinas einfach so per Aufforderung (Wie und durch wen eigtl.?) evakuieren. Wieso sollte die Bevölkerung solch einem Aufruf überhaupt Folge leisten?

Die genauen Ursachen der Flucht und Vertreibung der Palästinenser sind aus einsehbaren Gründen eines der umstrittensten Kapitel der Nachkriegsgeschichte und ich habe nicht vor, mich in Zeitgeschichte zu habilitieren, deshalb werde ich nicht versuchen, das aufzudröseln, aber ich habe eine doch recht klare Vorstellung davon, wie so etwas passiert und nach meinem Ermessen nur passieren kann, und deswg. halte ich das
Wenn man die Frage nach der Vorgeschichte konsequent stellt, dann stellt man fest, dass die „Palästinenser“, die nie eine eigene staatliche Identität hatten, gar nicht von den Israelis vertrieben wurden, sondern von arabischer Seite aufgefordert wurden, zu verschwinden, damit sie beim Krieg gegen Israel nicht zwischen die Fronten geraten.
für eine, mit Verlaub, saudumme und hochgradig dreiste Schutzbehauptung, für die der Begriff der Chuzpe wahrscheinlich erst erfunden wurde.

Ich möchte hier gar nicht den einschlägigen Wikipedia-Artikel zitieren, der den Israelis alles mögliche bis hin zur Brunnenvergiftung vorwirft. Ich möchte mir nicht einmal die Überarbeitungsgeschichte dieses Artikels ansehen oder die Quellen anschauen. Ich möchte nur darauf verweisen, daß den "Evakuierten" natürlich niemals ein Rückkehrrecht zugestanden wurde.

Für ebenso peinlich halte ich leider das Argument (Wofür eigtl.?), die Palästinenser hätten nie eine staatliche Identität gehabt. Das hatten nämlich die Israelis auch nie. Oder die Belgier. Oder die Italiener. Oder die Kameruner. Oder die Nigerianer. Oder die Kenianer. Oder die Simbabwer. Bis sie dann plötzlich doch eine hatten. Daß die Isländer eine haben und die Färinger nicht, ist reiner historischer Zufall. Die Israelis und die Palästinenser hätten eigtl. an ein und demselben Tage eine bekommen sollen. Weil die Palästinenser seit zwotausend Jahren zu Großreichen oder Kreuzfahrerstaaten gehört haben, sollen sie heute kein Recht auf Selbstbestimmung, Selbstverwaltung, Staatlichkeit haben? Ist das der Gedanke? Spricht ihn deswg. nie jemand aus, weil er so dumm und peinlich ist?

Es tut mir leid, aber ich finde diese Argumente weit unter Deinem Niveau. Du bringst Deinen Gesprächspartnern sonst niemals die Verachtung entgg., ihnen solch plakative Dummheiten um die Ohren zu hauen.

Wenn ich müßte, dann würde ich meinen Eindruck ungefähr folgendermaßen zusammenfassen:

Die romantischen Zionisten um Herzl träumten von einem modernen jüdischen Staat in einem dünn besiedelten Land, dessen nichtjüdische Einwohner den von den Siedlern gebrachten technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt begeistert begrüßen und unter deren Anleitung (und in untergeordneter Funktion) daran mitbauen würden.

Die erste Siedlungsbewegung zur Mandatszeit fand ein überraschend dicht besiedeltes Land vor und machte sich durch rücksichtsloses Bauernlegen unbeliebt.

Nach dem Krieg erkannte die zionistische/israelische Führung sehr richtig, daß Herzls Traum ein Luftschloß und ein harmonisches Zusammenleben von jüdischer Herren- und arabischer Fellachenschicht weder vorstellbar noch wünschenswert war, deshalb schuf sie Fakten. Warum soll man dazu eigtl. nicht stehen? Wo gehobelt wird, fallen Späne. Man kann keinen ethnisch-religiösen Nationalstaat in einem fremden Land errichten, ohne daß jemandem Unrecht geschieht. Auch Kemal Atatürk hat Unrecht getan und ist trotzdem ein großer Mann. Markgraf Gero lud die slawischen Fürsten zum Gastmahl und ermordete sie alle im Schlafe.

(Später gab es meines Wissens noch einmal einen Zeitraum, in dem Israel zu einer Pflanzerkolonie mit arabischen Landarbeitern zu werden begann, die Aufstände setzten dem ein Ende. da bin ich aber alles andere als sattelfest.)
 

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