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Feuerseeles Gedanken zu diesem und jenem

Feuerseele

Prinz von Jerusalem
31. Oktober 2017
2.399
... Dort, so berichtet mein Sohn, wurden Regeln festgelegt:
Zustimmung = beide Hände "winken"
Einwand = Hand mit der Handfläche nach oben heben
Ablehnung = GIBT ES NICHT

Man konnte also nicht einfach sagen "Ich bin dagegen" sondern man mußte dann einen Einwand bringen und dies mit einem Wortbeitrag vor recht vielen Menschen. Sonst eben nur Zustimmung.
...
Ist das für Euch alles OK weil es für die Gute und Richtige Sache ist?
Wenn die wirklich vernünftig sein wollen, MÜSSEN sie sowohl jede Zustimmung wie auch jede Ablehnung begründen lassen.
Denn man kann auch aus niederem Grund etwas ablehnen oder zustimmen.

Die schlechteste Rede oder der schlechteste Text, IST BESSER als das Schweigen.
Nicht jeder Mensch kann schöne Reden halten und perfekt Formulieren, aber gute und hörenswerte, Argumente haben.

Worte der Erklärung sind notwendig wenn Vernunft sozusagen das Zepter in der Hand halten soll.
Erklärungen öffnen den Verstand, also den Geist/das Denken und mitdenken können.
Worte der Erklärung liefern die lösung, sie sind sozusagen die "Erlösung".
Worte der Erklärung erlösen den Nächsten vom Irrtum.
Schweigen kann der Tod der Vernunft sein.

Eine gute Sache braucht Worte.
Alles muss gesagt werden um der guten Sache zu dienen. (Mit jedem Wort, egal wie scheiße der Sinn formuliert ist.)

Zur Umwelt:
Wer heute z.B. eine umweltunverträgliche Ölheizung hat, und im Mindestlohnsektor arbeiten muss, der kann sich selbst mit staatlichen Zuschüssen kein neues Heizungssystem kaufen.
Neuanschaffungen kosten Geld.
Zuschüsse bekommen also WIEDERMAL sowieso NUR DIE Besserverdiener, also die besser gestellten.
Umweltfreundlichkeit kostet Geld.
Der Arbeiter im Niedriglohnsektor hat nicht genug Geld für Neuanschaffungen, weil der Mindestlohn NUR von Monat zu Monat ausreicht und JEDE notendige Neuanschaffung UND logisch auch die Neuanschaffung wegen der Umwelt, ein Finanzloch bedeutet.

Der Arbeiter im Niedriglohnsektor IST DIE tragende Säule im Wirtschaftssystem. Aber genau diese Menschen lässt der Staat im stich. Zur Zeit wird die tragende Säule zerstört.

Der DauerMangelZustand ist immer schlechter als der Vorübergehende Mangelzustand.
Niedriglöhne lösen Dauermangelzustände aus. = logisch
Neue umweltverträgliche Technologien kosten GELD.

Die FFF-Kinder kennen weder den Mangelzustand noch den Dauermangelzustand.
Die Eltern ernähren sie ja.
Nach ihrer Schulzeit und mit sinkendem Wert der Berufe und somit sinkendem Einkommen, werden sie automatisch leiser werden. Die Zeit wird es ZEIGEN.
Die Zeit zeigt das unvernünftige Tun der Politer und den unvernünftigen Ratschlägen der Berater.

Wenn es ganz schlimm kommt, sorgen die FFF dafür, dass die Poliker handeln müssen und sodann eine CO2Steuer einführen, die auch die Arbeiter im Niedriglohnsektor trifft und diese sodann NOCH WENIGER Geld haben, weil sie z.B. noch eine alte Heizung haben.
Wenn arme Umweltsündern zur Kasse zu gebeten werden, wächst die Armut noch SCHNELLER.
Kein Arbeiter kann etwas dafür, dass er irgendwanneinmal ein umweltschädliches Auto gekauft hat oder ein umweltschädliches Heizsysteme hat einbauen lassen.
Was früher OK war und heute eine Umweltsünde ist, kann sich der Geringverdiener so schnell nicht neu anschaffen.
Der Zeitfaktor sollte mehr Beachtung bekommen!

ALLES hat seine Zeit und kommt und geht mit der Zeit.
 

Feuerseele

Prinz von Jerusalem
31. Oktober 2017
2.399
Eine vollständig schwachsinnige Überlegung.
Es geht hier um die Überlegung - ob der Satz/die Aussage: "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile." schwachsinn ist oder nicht.

Warum, bist du und ggf auch andere, der Meinung, dass das Schwachsinn ist?
Was ist, wenn es kein Schwachsinn ist? ....dann riskiert man m.E. einen großen Verlust.
Was soll denn das "zusätzliche" sein was da mehr ist, als die Summe der Teile? Ist das dann kein Teil oder was?
Hier meine vorläufige Antwort überweigend in Stichpunkten:
Ja, ich würde sagen, das Mehr ist kein Teil.
-
Teile = Materie
Bewusstsein ist keine Materie.
Der Mensch ist z.B. mehr als die Summe seiner Teile.
-
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Kann bedeutet, dass selbst wenn man alle Teile hat, das Weitere durch Kombination kommen kann.
Also man die Kombinationen kennen müsste... oder die Formel der Kombinationen.
Wenn man alle Teile hat, hat eben nur alle Teile. Die Kombinationen der Teile hat/kennt man damit noch nicht ....und nicht alle möglichen.

Für alle Kombinationen, die möglich sind, werden alle Teile benötigt.
Aber vielleicht unterteilen sich die Teile in notwendig/unabdingbar + nützlich/brauchbar - unbrauchbar/unnötig?

Hat man z.B. nicht alle notwendigen Teile, um Schuhe herzustellen, dann kann kommt es nicht zum Mehr. ..es bleibt aus. Das Mehr (die Schuhe) kann nicht werden.. ..z.B. können alle Teil auf einen Tisch liegen, die notwendig/unabdingbar sind um Schuhe herzustellen ABER es ist kein Schuster da, der weiß wie man daraus ein Paar Schuhe macht. Ein Nichtschuster macht entweder nichts mit den Teilen oder ggf 2 linke oder 2 rechte Schuhe.
Wissen und Können sind keine Teile.
Wissen und Können ist m.E. das Mehr, was aus dem Ganzen mehr macht als seine Teile - für sich allein - sind/ist.
-
Das Mehr, kann z.B. auch das Wissen um die Kombination/Konstellation oder das richtige Zusammenfügen einzelner und/oder aller Teile sein.
-
Die Aussage/Satz, lässt auch die Frage der Zeit und Geschwindigkeit offen/unklar/ungeklärt. ...wie lange sind die Teile haltbar?...zerfallen einige Teile schneller oder langsamer? Alles ist Werden. ....zerfallen die Teile?...bauen sie sich wieder auf... ..replizieren sie sich erneut?...werden sie wieder?
...wann sind alle Teile da?... ....sind alle Teile zur selben Zeit da?
...braucht man die Summe absolut aller Teile oder nur alle bestimmte Teile?
...muss man die Teile zum richtigen Zeitpunkt suchen/finden?
....bestehen die Teile auch aus Teilen? ...sind die Teile teilbar?...ist es gut sie zu tielen oder schlecht? (Schwurbel-Trigger-Gedanke dazu: Was Gott zusammen gefügt hat das soll der Mensch nicht trennen... Atomspaltung gut/böse?)
-
Die Teile könnten ihre passenden Gegenteile haben, die man - sofern sie alle da sind - zunächst richtig verbinden muss, bevor das Ganze zu mehr werden kann...es zu mehr kommen kann.
-
Die Frage ob das Ganze eine Fertiges ist, geht aus der Aussage/Satz auch nicht hervor.
-
Ich denke man muss die Aussage in der Welt/Umwelt suchen und finden, um zu verstehen, was mit dem Satz gemeint ist.
Man muss die Aussage/den Satz bereits verstehen um die Aussage zu verstehen. Das ist die Krux.
Ich denke die Aussage meint die Weltformel...oder nur den Kern der Weltformel.
Mit diesem "Mehr als die Summe der Teile" haben wir schon seit Aristoteles und Platon abgeschlossen.
Das halte ich für einen der größten Fehler in der ganzen Menschheitsgeschichte. ...bisherigen.
Warum hat man diesen Gedanken aufgegeben? Hat man dazu wirklich alle Fragen gestellt und überlegt?
Ich denke, dass die Überlegungen nur dann aufgegeben/abgeschlossen wurde, weil man die Aussage nicht selbst erlebt hat.
Welche Argumente werden im Buch geliefert?
-
Wie heiß das Buch in Deutsch?
Ich bitte dich, mir das Ergebnis/Argumente aus dem Buch zu sagen/mitzuteilen, denn ich kann kein Englisch und außerdem bestelle ich bei Amazon nichts...und klicke auch deren Seite nicht an.
Das interessiert mich sehr. Ich danke dir vom Herzen, falls du dazu bereit bist.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.672
Es geht hier um die Überlegung - ob der Satz/die Aussage: "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile." schwachsinn ist oder nicht.

Warum, bist du und ggf auch andere, der Meinung, dass das Schwachsinn ist?

Schön das Du Dich mühst, aber dieses ganze Gedankengebäude wurde seit den Vorsokratikern von vielen großen Denkern recht abschließend beleuchtet. Ich habe Dir dazu schon eine wesentliche Quelle verlinkt. (die verlinkte Quelle ist eine moderne Aufarbeitung zu diesem speziellen Thema, darin wird auf Aristoteles und Platon schön eingegangen)

... und nein, Teile sind nicht Materie, nichtmal im täglichen Leben ist das so. Software ist zum Beispiel nur sehr wenig materiell, Know How von Leuten in der Fertigung ist ganz unmateriell, beides sind Teile eines Ganzen am Schluß.

Es lohnt sich wirklich auf das seit über 2000 Jahren zusammengetragene Wissen der Menschheit zuzugreifen bevor man versucht das Denken von Generationen selbst vom Urschleim an nachzudenken. Fang doch mal bei den Vorsokratikern an.

Ein erster Überblick über die bereits vorhandenen Gedankengebäude findest Du zum Beispiel in diesem Buch:
https://www.amazon.de/Die-philosophische-Hintertreppe-großen-Philosophen/dp/3423300205/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&crid=2XS0DLIHMOH0P&keywords=die+Philosophische+Hintertreppe&qid=1642771855&sprefix=die+philosophische+hintertreppe,aps,80&sr=8-1&tag=wv2020-21
 

Feuerseele

Prinz von Jerusalem
31. Oktober 2017
2.399
@ Malakim, Lupo, Kadsoch und alle FM
Testen/Prüfen Freimaurer ihre Interessenten/Besucher und/oder testen/prüfen Besucher/Interessenten die Freimaurer/ei?
 

Feuerseele

Prinz von Jerusalem
31. Oktober 2017
2.399
Schön das Du Dich mühst, aber dieses ganze Gedankengebäude wurde seit den Vorsokratikern von vielen großen Denkern recht abschließend beleuchtet.
Wer in einer Sache mit dem denken abgeschlossen hat, bekommt keine - oder nur schwer - weiteren Gedanken zu jener Sache.
Das verheerende an Abschließungen ist, dass dies zu Verlusten führt, die unbemerkt bleiben.
Wenn etwas Immaterielles nicht bewiesen werden kann, hat das auf alle Fälle was mit Dummheit zu tun.
Glückich ist und bleibt, wer nicht weiß, was ihm entgangen ist und so nie verloren und doch verloren hat.​
Ich habe Dir dazu schon eine wesentliche Quelle verlinkt. (die verlinkte Quelle ist eine moderne Aufarbeitung zu diesem speziellen Thema, darin wird auf Aristoteles und Platon schön eingegangen)
In welcher Sprache spricht die Quelle das Buch?
Ich verstehe leider nur Deutsch!
Menschen und Bücher die kein Deutsch sprechen/können, kann ich nicht verstehen. Mein Gehirn/Verstand ist auf Deutsch gepolt/trainiert. Das ist die Folge aus der Tatsache, dass ich nach Deutschland geboren wurde. :cool:

Hallo lieber Malakim, ich möchte wissen, ob du weißt, was die Quelle/das Buch sagt/schreibt.
Bitte teile mir dein erworbenes Wissen mit. Mir ist egal woher du es hast. Im VorFeld herzlichen Dank!

Außerdem, was nutzen moderne Aufarbeitungen?
Woher weiß ich ob die Aufarbeitenden richtig oder besser denken?
... und nein, Teile sind nicht Materie, nichtmal im täglichen Leben ist das so. Software ist zum Beispiel nur sehr wenig materiell, Know How von Leuten in der Fertigung ist ganz unmateriell, beides sind Teile eines Ganzen am Schluß.
Ja, da haste Recht.
Ja, es existieren sowohl materielle als auch immaterielle Teile.

Z.B. Geistiges Eigentum ist immateriell.
Das geistige Hab und Gut der ganzen Menschheit ist ein immaterieller Teil vom Ganzen.


Aber immaterielles geistiges Hab und Gut lässt sich ja - G sei gespiegelter Dank - leicht manifestieren. ..durch/mit/auf Materiellem. Man bentötig dazu z.B. dokumentenechte Tinte und Papier und schon steht alles für alle Zeit greifbar. Ob der lesende Verstand alles aufgreift und begreift, steht auf einem anderen Blatt. Und, ob und wann einer kommt, der alles verpfuscht, steht in einer Möglichkeit. ..also auch auf einem Blatt.
Niemand - auch keine Weltherrschaften, können jemals mit letzter Sicherheit sicher sein, denn auch sie machen schwerwiegende leichte Fehler.
Letzen Endes hat die GANZE Wahrheit nur 3 Teile. UND: Nur bösen Menschen lehnen IMMER ein Teil davon ab. Ich weiß Bescheid. Ihr auch?
Das Meiste bleibt ein Geheimnis.
Und solange es keiner so genau wissen will, sowieso.

Weißt du was auch so richtig blöd ist..., dass sowohl die alten als auch die moderen Philosophen zwar über Bewusstsein verfügen, dieses aber nicht in ihren Überlegungen berücksichtigen (z.B. wenn sie der Frage nach Gott nachgehen).
Das hatte UND hat noch heute für alle Menschen verheerende Folgen.
Leider ist die Menschheit incl. sämtlicher Gesellschaften, seien diese geheim oder öffentlich (wie z.B. diei Freimaurerei) in all den Jahren nicht wirklich gescheiter geworden.

Es lohnt sich wirklich auf das seit über 2000 Jahren zusammengetragene Wissen der Menschheit zuzugreifen bevor man versucht das Denken von Generationen selbst vom Urschleim an nachzudenken.
Nein das lohnt sich nicht unbedingt. Denn dann würde ich mir ja deren Fehler aufhalsen.

Ich bin der Meinung, dass man für alle grundlegenden Fragen besser geistig komplett nackt sein muss.
Anders kann man die missachteten/vergessenen/verlorenen Gedanken nicht finden und in Worte fassen/schreiben.

Denken + Schreiben macht bei mir das Fass ohne Boden auf. Ist das bei euch auch so?

Fang doch mal bei den Vorsokratikern an.
Nö, ich fange lieber/besser da an wo die angefangen haben.
Ein erster Überblick über die bereits vorhandenen Gedankengebäude findest Du zum Beispiel in diesem Buch:
Ich suche nicht nach den bereits vorhandenen Gedankengebäude. Ich habe selbst eines gefunden und halte dieses für das Beste, da ich über vielen Jahren zahlreiche Beweise, Bestätigungen gesammelt habe.
Ich werde mich definitiv nicht dem Schlechteren hingeben/zuwenden.
Wenn ihr wüsstet, was ich weiß, dann wollt ihr das auch wissen und können. Dessen bin ich mir absolut sicher. Aber so leicht bekommt ihr das nicht.
Wenn etwas Immaterielles nicht bewiesen werden kann,
hat das auf alle Fälle was mit Dummheit zu tun.​
 

Markus von Stoiker

Geheimer Meister
20. Mai 2010
407
Die schlechteste Rede oder der schlechteste Text, IST BESSER als das Schweigen.

»Wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben.« – Boethius

Man kann sich natürlich auch ins Abseits plappern. Dem kann man entgegnen, Kommunikation dient auch dazu um Missverständnisse zu beseitigen und von einander zu lernen.
Wenn nur die Gelehrten und Weisen sprechen dürften, dann wäre es ziemlich öde in der Welt.
 

Markus von Stoiker

Geheimer Meister
20. Mai 2010
407
Es lohnt sich wirklich auf das seit über 2000 Jahren zusammengetragene Wissen der Menschheit zuzugreifen bevor man versucht das Denken von Generationen selbst vom Urschleim an nachzudenken. Fang doch mal bei den Vorsokratikern an.

Nein das lohnt sich nicht unbedingt. Denn dann würde ich mir ja deren Fehler aufhalsen.

Soweit mir bekannt, bekommen z.B. Philosophiestudierende alles in aufbereitete Häppchen serviert. Es wird nur vermittelt was noch Aktualität hat - was man als Erkenntnisse und Wissen bezeichnen kann. Der Trend ist wohl auch dahingehend, sich mit den antiken Philosophen möglichst nicht zu beschäftigen. Zum Beispiel die Gerechtigkeitstheorien von Aristoteles und Platon gelten als überholt. Hier setzt man vielleicht ehr bei John Rawls an. An einer zeitgemäßen Vorstellung von Gerechtigkeit.

Aristoteles und Platon hätten die Überlegung eines bedingungslosen Grundeinkommen vermutlich mit, die spinnen die Sklaven beantwortet. 😀
 
Zuletzt bearbeitet:

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.672
Zum Beispiel die Gerechtigkeitstheorien von Aristoteles und Platon gelten als überholt. Hier setzt man vielleicht ehr bei John Rawls an. An einer zeitgemäßen Vorstellung von Gerechtigkeit.

Das ist auch das beste Mittel das heutige Ideologien nicht in Frage gestellt werden können.
Einfach alle anderen Gedanken als "veraltet" "verworfen" oder "falsch" bezeichnen und dem Vergessen übergeben.

Nur noch wenige Jahre der Bilderstürmerei und der Geschichtsvernichtung und die Masse ist unter Kontrolle.
 

Feuerseele

Prinz von Jerusalem
31. Oktober 2017
2.399
Man kann sich natürlich auch ins Abseits plappern. Dem kann man entgegnen, Kommunikation dient auch dazu um Missverständnisse zu beseitigen und von einander zu lernen.
Grundsätzlich hast du Recht.
Missverständisse entstehen aber auch, wenn die Beteiligten nicht exakt mitdenken. Also wenn Hörer, den "Faden" - den der Sprecher verfolgt, nicht erkennen.

Außerdem führt die Kommunikation allein über ein Forum m.E. zu Missverständissen. ... zu Teil weil man sich nicht sehen/erleben kann.
Wenn nur die Gelehrten und Weisen sprechen dürften, dann wäre es ziemlich öde in der Welt.
Stimmt.
Aber auf ein offenes Ohr treffen die Gelehrten schneller. ...also früher.
 

Feuerseele

Prinz von Jerusalem
31. Oktober 2017
2.399
... Zum Beispiel die Gerechtigkeitstheorien von Aristoteles und Platon gelten als überholt. Hier setzt man vielleicht ehr bei John Rawls an. An einer zeitgemäßen Vorstellung von Gerechtigkeit.
John Rawls: Eine Theorie der Gerechtigkeit.
Das Buch lese ich gerade. Bin noch am Anfang.
Zu Kapitel 1 - Gerechtigkeit als Fairness (Seite 21)
"Es handelt sich also um eine Gesellschaft, in der (1) jeder die gleichen Gerechtigkeitsgrundsätze anerkennt und weiß, dass das auch die anderen tun, und (2) die grundlegenden gesellschaftlichen Institutionen bekanntermaßen diesen Grundsätzen genügen. Die Menschen mögen dann übertriebene Ansprüche an anderen stellen, aber sie erkennen doch einen gemeinsamen Maßstab an, nach dem ihre Ansprüche zu berurteilen sind."

Die real existierende Zeit von 24 Stunden pro Tag ist gemeinsames Maß/Maßstab.
Die Zeit - die sich durch die Drehung der Erde uns allen zur Verfügung stellt ist ein Allgemeingut, welches von jeden Menschen gleichzeitig genutzt wird.

Da die Zeit nur 1x existert und für alle ist, müsste von Gerechtigkeit wegen Zeit einen Grundpreis bekommen. Der Grundpreis hat eine Verfallszeit und muss daher kontinuierlich aktualisiert werden. Die Aktualisierung muss mit Ehrlichkeit erfolgen.
Ehrlichkeit ist oberstes Gebot/Gesetz für Gerechtigkeit.
Wenn Menschen da wirklich logisch darüber nachdenken erkennen sie dies selbst. Und wenn sie ehrlich sind, wissen sie was zu tun ist und was nicht länger sein darf.
Wir leben im Zeitalter der Beschleunigung. Armut ist m.E. die Folge von Beschleunigung.
Der Mensch ist keine Maschine, die mehr in selber Zeit produzieren kann.
Die Natur sagt uns doch: Die Schnelleren und die Stärkeren (Geldstärke/Kaufkraft) gewinnen.
Es ist heut mehr denn je allein die Aufgabe des Staates für Ausgleich zu sorgen.
Ausgleich der Arbeitsgeschwindigkeiten.
Arbeit = tägliches "Brot"
Zeit = Geld > Geld = "Brot"
Zeit ist das tägliche Brot Gottes (oder was auch immer das Gott ist).
Mensch = Humankapital in Kraft + Bewusstsein (Wissen) + Zeit
Arbeit = Körpereinsatz + Geisteinsatz/Bewusstseinseinsatz + lebendiger Seelenzeiteinsatz

Jaaa - ok, ich weiß: ich habe geschwurbelt ... ihr könnt das ja selber - nach Geschmack - umformen.
Und was hätte Kant dazu gesagt?...Gerechtigkeit ist keine Frage des Geschmackes, sondern eine Frage der Fakten, die ausnahmslos allen Menschen zugrunde liegen?

Die Gleichheit des Menschen erfordert ein bedingungsloses Grundeinkommen, aber eben nicht für jeden.
Berufe/Betriebe, deren Arbeiten sich mit "Kleinkram" beschäftig/bearbeitet, können den wahren aktuellen realen Grundpreis der Zeit nicht bezahlen.

Ich wünsche mir vom Herzen, dass mindesten 1 intelligenter und kluger "Kopf" das so versteht, wie ich. ...und dann alles weitersagt.
Wenn die wichtisten Menschen das verstanden haben, habe ich mein Ziel erreicht. Mir fehlt da aber der wahrnehmbare Beweis.
Solange ich keinen wahrnehmbaren Beweis habe, hat mich keiner gut genug verstanden.
Aristoteles und Platon hätten die Überlegung eines bedingungslosen Grundeinkommen vermutlich mit, die spinnen die Sklaven beantwortet. 😀
Meinst du, wenn sie heute (im Zeitalter der Technik - die die Arbeistwelt - bei gleichbleibender Zeit - drastisch beschleunigt hat) leben würden?
Ich vermute, dass Aristoteles und Platon Tragweite und Auswirkungen von Geschwindigkeitserhöung bei gleichbleibender Naturzeit erkannt hätten.
 

Markus von Stoiker

Geheimer Meister
20. Mai 2010
407
John Rawls: Eine Theorie der Gerechtigkeit.
Das Buch lese ich gerade. Bin noch am Anfang.

Habe ich noch immer nicht gelesen. Steht aber weit oben auf meiner To-Do-Liste.
Hier sind mir die lediglich die aufbereiteten Häppchen bekannt. 😉

Meinst du, wenn sie heute (im Zeitalter der Technik - die die Arbeistwelt - bei gleichbleibender Zeit - drastisch beschleunigt hat) leben würden?

Nein, ehr wenn wir das Denken von Aristoteles oder Platon auf die heutigen Verhältnisse anwenden würden.

Eine ältere Ausgabe des Philosophie Magazin. Richard David Precht und ein (ich meine mich zu erinnern ein CDU) Politiker werden zeitgleich interviewt. Irgendwann zitiert der Politiker beim Thema soziale Gerechtigkeit Aristoteles. Precht wirft ihm daraufhin sinngemäß vor, in der Vergangenheit geistig stehengeblieben zu sein.

Ich bin überzeugt, dass es im kollektiven Gedächtnis viele Überzeugungen gibt, die nicht mehr zeitgemäß sind, aber bewusst oder unbewusst noch immer wirkungsmächtig sind.
Also pauschale Phrasen wie, jeder ist seines Glückes Schmied. Dem hätte zum Beispiel Aristoteles energisch widersprochen. Bei Aristoteles hat die Herkunft (priviligierte Menschen) einen großen Einfluss auf ein »gelungenes Leben«.
 

Feuerseele

Prinz von Jerusalem
31. Oktober 2017
2.399
Habe ich noch immer nicht gelesen. Steht aber weit oben auf meiner To-Do-Liste.
Hier sind mir die lediglich die aufbereiteten Häppchen bekannt. 😉
John Rawls hat den Faktor Zeit leider auch nicht berücksichtigt.
Das wird bereits nach den ersten Seiten des Buches klar.
Nein, ehr wenn wir das Denken von Aristoteles oder Platon auf die heutigen Verhältnisse anwenden würden.
Ich habe einiges von ihnen und vielen anderen Denkern gelesen.
Bei allem was ich bisher gelesen habe - egalvon wem - , vermisse ich die alles verändernde/umwandelnde wichtige/relevante Erkenntnis.
Eine ältere Ausgabe des Philosophie Magazin. Richard David Precht und ein (ich meine mich zu erinnern ein CDU) Politiker werden zeitgleich interviewt. Irgendwann zitiert der Politiker beim Thema soziale Gerechtigkeit Aristoteles. Precht wirft ihm daraufhin sinngemäß vor, in der Vergangenheit geistig stehengeblieben zu sein.
Herr Precht hat auch nicht immer Recht.
Welches Zitat war das? Weiß du das noch? Wenn ja, dann schreibe das Zitat hier her. Danke!
Ich bin überzeugt, dass es im kollektiven Gedächtnis viele Überzeugungen gibt, die nicht mehr zeitgemäß sind, aber bewusst oder unbewusst noch immer wirkungsmächtig sind.
Ja ich auch.
Ich bin zuversichtlich, dass die meisten Überzeugungen mit der Erkenntnis um die grundlegenden Fakten fallen gelassen werden.
Die Frage ist nur ob das rechtzeitig erfogt.
Der Zeitfaktor ist wahrlich überall.

Wenn nicht rechtzeitig verstanden wird, bin z.B. ich dazu gezwungen das Meiste meines Erkenntnisswissen mit in den Tod zu nehmen.
Das Gott weiß genau was ich mit auf den Weg bekommen habe.
Das Gott weiß auch was ich mir während meines Lebensweges SELBST angeeigent und weitergeben habe.
Das Gott weiß - oder erkennt automatisch - was diese Menschheit an Erkenntiswissen haben könnte, wenn da auch nur eine einzige Machtperson gewollt hätte.
-
...kollektives Gedächtnis: Du meinst das G dieser Erder?
Wer weiß, vielleicht haben wir auch Zugang zu einem kosmischen Gedächtnis. ...also einem das von den Wesen aller Planten gespeist/gefüttert/gedacht wird. Das birgt allerdings die natürliche Gefahr, dass wir auch Zugang auf den Ideenbereich im Reich aller Ideen haben, welcher Ideen beinhalten die von minderwertige denkenden, egoistischen Lebenwesen ersonnen/ausgedacht/erdacht wurden.
Das bedeutet m.E., dass das eigene Ich, der Zugang ist.
Gute Menschenseelen, nehmen die guten Ideen. Böse und Dumme holen/greifen die beste Idee nicht.

Die Frage des Empfangens von Weltverbessernden Ideen ist eine Frage der reinen Seele - also des guten Willens.
Die Frage der Verwirklichungen und Nichtverwirklichung ist eine Frage des Geldes und der Macht.
Darum kann man die beste Idee aus der Welt schaffen. ... es sei denn Reiche und Mächte haben sie selbst empfangen.
Die beste Idee, ist die die für das Wohlergehen aller Menschen sorgt.
Also pauschale Phrasen wie, jeder ist seines Glückes Schmied. Dem hätte zum Beispiel Aristoteles energisch widersprochen. Bei Aristoteles hat die Herkunft (priviligierte Menschen) einen großen Einfluss auf ein »gelungenes Leben«.
Ach zu dem Spruch kommen extrem viele Gedanken. ..so das ich nicht alle herschreiben kann.

Grundsätzlich steht ja alles in 1nem Zusammenhang, also ist jeder des anderen Schmied.
"Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied."........indem jeder das Glück seines Nächsten schmiedet...mitschmiedet.
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Wer sein Glück nicht SELBST schmieden kann, braucht mehr als nur Kohle und das Geld für den Rohstoff zum Glück.
-
Suche Schmied mit ausreichend viel Kohle,...
... der verstanden hat, dass sein eigenes Glück nur durch mein Glück zu schmieden ist.
Ich liefere - an alle Glücksschmieden - auf gut Glück - kostenlos und unverbindlich - den chaotischen Rohstoff für das Glück alle Menschen.
Leider habe ich noch keine würdigen Abnehmer gefunden. Das Glück aller wartet daher. ...auf den Tag.... an dem der Groschen fällt.
 

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