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Heimat ist mehr als ein geographischer Ort.

die Kriegerin

Ritter-Kommandeur des Tempels
19. September 2017
4.577
Kitzbühel steht für seine wunderschöne Berglandschaft, erfolgreichen Tourismus und ist bekannt als Veranstalter des spektakulären, jährlichen Hahnenkamm-Rennens. Die Tiroler Stadtgemeinde feiert im Jahr 2021 ihr 750jähriges Bestehen und blickt auf eine lange Geschichte zurück. ORF III zeit.geschichte blickt in der Dokumentation von Regisseur Robert Altenburger auf den Wandel der Region in den letzten 100 Jahre zurück.
 

die Kriegerin

Ritter-Kommandeur des Tempels
19. September 2017
4.577
Irgendwas hat TIROL - fast jeder fühlt sich wohl

Bei der legendären Weißwurst Party

 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
21.314
Genau bei so etwas fühle ich mich nicht wohl. Es hat für mich auch nichts mit Heimat oder Bodenständigkeit zu tun, sondern mit Sitten- und Kulturlosigkeit und Mallorquisierung Europas.
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
11.437
Ja, ja, diese Vernstaltungen, um offiziell saufen zu dürfen!
Im Norden der Republik gibbet da u.a. die Kohlfahrt.
Und nicht vergessen: Fasching!
 

die Kriegerin

Ritter-Kommandeur des Tempels
19. September 2017
4.577
Dabei fing alles harmlos an
Ja „echte Tiroler“ triffst wenige
Limitierte - Ticket Eintritt 195,00 - € 250; AUSVERKAUFT

Prominenz speziell aus Deutschland/USA
Arnold Schwarzenegger & Heather Milligan
Christina Schwarzenegger
Patrick Knapp Schwarzenegger
Luna Schweiger
Dana Schweiger
Ralf Möller usw.

https://www.meinbezirk.at/kitzbuehel/c-lokales/love-peace-und-30-jahre-weisswurstparty_a5827417

Die Geschichte der Stanglwirt-Weißwurstparty

Seit jeher pflegen der Stanglwirt und der Österreichische Skiverband (ÖSV) eine besondere Verbundenheit. Vor der legendären Streif-Abfahrt lädt die Wirtsfamilie Hauser die ÖSV- Abfahrer traditionell zur Stärkung in den Gasthof Stanglwirt ein. Bei der Premiere 1992 war hier auch der bayerische Metzgermeister Toni Holnburger zugegen und bat die österreichischen Skifahrer zur Verkostung seiner original bayerischen Weißwürste an den Stammtisch im Stanglwirt. Nach einem gelungenen Abend unter Freunden dachte man im nächsten Jahr an eine Wiederholung. In den darauffolgenden Jahren kamen immer mehr Gäste, bis schließlich Einladungen verschickt und die Lokalitäten ausgeweitet werden mussten. Mittlerweile werden gefeierte Musik-Acts verpflichtet und das Stanglwirt-Team verköstigt inzwischen bis zu 2.800 Gäste, zu denen bekannte Persönlichkeiten vor allem aus Sport aber auch Entertainment, Society und Wirtschaft zählen.
 

Zerch

Prinz von Libanon
10. April 2002
3.514
Mutet wirklich nach Ballermann-Niveau für Reiche an, welche so abgehoben sind, daß eine kulturlose Sauforgie mit völkischer Tradition verwechselt wird.
Ein äußerst dekadentes Rollenspiel, von und mit (meines Erachtens) unausstehlichen Persönlichkeiten.
 

die Kriegerin

Ritter-Kommandeur des Tempels
19. September 2017
4.577
Mutet wirklich nach Ballermann-Niveau für Reiche an, welche so abgehoben sind, daß eine kulturlose Sauforgie mit völkischer Tradition verwechselt wird.
Ein äußerst dekadentes Rollenspiel, von und mit (meines Erachtens) unausstehlichen Persönlichkeiten.
ABER es ist auch anders
Rund um den Hochkönig weht ein frischer Wind – und das hat nicht nur mit dem atemberaubenden Winterwetter zu tun. Die jungen Bergbauern, Handwerker, Hüttenwirte und Liftler aus dem Innergebirg können sich keine schönere Gegend vorstellen, um ihre Träume zu verwirklichen, als daheim.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
13.629
Bei uns gibt es auch ein recht großes Volksfest. Es handelt sich um das Baumblütenfest.
Kommt man als Aussenstehender daher, so ist das auch ein gigantisches Saufgelage mit Bahnen voll besoffenen Berlinern, Kirmes und Fressständen.
Als jemand der nun schon viele Jahre hier wohnt konnte ich feststellen das es das eigentliche Fest auch noch gibt, auf den Höfen der Obstbauern und etwas ausserhalb gibt es ein wirklich schönes Fest wo die Einheimischen meist mit dem Rad die unterschiedlichen Bauernhöfe besuchen und den neuen Obstwein verkosten. Das ist recht familiär und wirklich schön. Besoffene Schadberliner gibt es da nicht.
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
11.437
Thema Feste&Saufen:
Nun, früher hat die normale Bevölkerung von morgens bis abends malocht und um mal richtig ab zu feiern, gab's halt Festivitäten, wo man da so richtig die Sau raus lassen durfte.
Klar, dass da auch reichlich gesoffen wurde.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.126
Mal eine durchaus merkwürdige Gegebenheit zum Thema Heimat:

Die ersten fünf Jahre meines Lebens habe ich in einer nach dem Krieg aus dem Boden gestampften Wohnsiedlung in einem Stadtteil im Norden Frankfurts verbracht. Ich war vor zwei Jahren auch mal dort gewesen, mir kam - immerhin 55 Jahre später - alles doch ziemlich fremd vor, auch, wenn ich, zumindest beim zweiten Hinschauen doch das eine oder andere wieder erkannt habe.

Mein Vater hat um die Zeit, als wir dort gelebt haben, viel fotografiert und auch gefilmt. Ich hatte die ganzen Dias und Filme in seinem Nachlass übernommen, weil ich es nicht übers Herz brachte, sie wegzuwerfen, aber sie mir niemals angeschaut. Ich mag es nicht fotografiert zu werden und ich mag Familienfotos nicht.

Eines schönen Tages hat mein Schatz sich allerdings eine tolle Weihnachtsüberraschung einfallen lassen. Sie hat den ganzen Kram bei einem fotobegeisterten Enthusiasten digitalisieren lassen und mir zu Weihnachten die Bilder und Filme auf CD bzw DVD geschenkt.

Und es war verblüffend. Mir war alles, was auf den Bildern war, noch völlig geläufig. Das Mietshaus, in dessen 1. Stock rechts wir gewohnt haben, irgendwelche Alltagsgegenstände, Personen, Landschaften bei Spaziergängen, es war alles sofort da und ohne langes Kramen im Gedächtnis wieder präsent. Wahrscheinlich, weil die Dinge in den Fotos eben genau so sind, wie sie auch im Gedächtnis geblieben sind und sich eben nicht im Lauf der Zeit verändert haben. Ich war wieder dort, wo ich überhaupt die ersten Eindrücke meines Lebens gesammelt habe - zu Hause.

Interessant vielleicht auch die Filme. Sie waren von einem Wochenende im Zelt an einem Badesee. Der Film zeigt (nicht nur) mich als etwa dreijährigen Knirps. Er muss also umdie gleiche Zeit entstanden sein wie die anderen Bilder, aber ich habe da keinerlei Erinnerung. Weder an diesen Ausflug überhaupt, noch an die Dreharbeiten zu diesem Thriller. Erstaunlich für mich ist da der Kontrast zur Intensität der Erinnerung, was Szenerien und Gegenstände betrifft. Da gab es aber z.B. eine Lupe bzw Vergrößerungsglas für das Vater eine, freundlich ausgedrückt, ziemlich grobe hölzerne Fassung gebaut hatte. Nicht eben der wichtigste Gegenstand im Leben und ich hatte gute 50 Jahre meines Lebens keinen Gedanken an das Ding verschwendet. Nun ist es auf dem alten Foto, und es ist mit *Zappadong!* wieder da, als hätte ich sie erst gestern aus der Hand gelegt.

Nun gut. Aus alledem ziehe ich den Schluss, dass diese frühesten Kindheitserinnerungen ganz extrem prägend sind - vielleicht auch nur die szenischen. Vielleicht auch, weil sie als erste Eindrücke im Leben einen Grundstein legen. Der Mist, den man dann im späteren Leben in sich aufnimmt, ist Routine für den Geist und nicht mehr prägend. Er ist nicht herausragend und verblasst auch wieder. Aber das alte bleibt. Und wenn es nur eine komisch gefasste Lupe ist.

Ich denke, genau das dürfte es auch sein, was den Begriff „Heimat“ so hervorhebt. Der Ort oder die Szenerie, die immer so nah und präsent ist, dass sie sofort hochpoppt, auch wenn man jahrzehntelang keinen Gedanken daran verschwendet hat. Das, was schon da war, als man selber noch im Werden war und in das man hineingewachsen ist.

Das Traurige dabei ist, dass diese Heimat aber zwangsläufig verloren geht. Sie ist ja nicht nur ein Ort, sondern ein Ort zu einer Zeit. Und diese Zeit ist immer schon vorbei, wenn man sich damit beschäftigt. Ein Sehnsuchtsort? Ich weiß nicht (für mich meist nicht) aber wenn, dann ist es eine unerfüllbare Sehnsucht.
 

die Kriegerin

Ritter-Kommandeur des Tempels
19. September 2017
4.577
„Mir geht die EU am Arsch vorbei!!“ provozieren lässt. Damit hat er seinerzeit halb Österreich zum Schmunzeln gebracht. Und sich mit seiner Stand- und Wehrhaftigkeit den Spitzamen „Zobelix“ eingehandelt. In den 30 Jahren seiner Amtszeit hat sich die Einwohnerzahl von 130 halbiert. Erfolgslos und aussichtslos in Namlos? Keinesfalls!

Auch das ist ein Weg
 

Giacomo_S

Ritter der ehernen Schlange
13. August 2003
4.176
Und es war verblüffend. Mir war alles, was auf den Bildern war, noch völlig geläufig. Das Mietshaus, in dessen 1. Stock rechts wir gewohnt haben, irgendwelche Alltagsgegenstände, Personen, Landschaften bei Spaziergängen, es war alles sofort da und ohne langes Kramen im Gedächtnis wieder präsent. Wahrscheinlich, weil die Dinge in den Fotos eben genau so sind, wie sie auch im Gedächtnis geblieben sind und sich eben nicht im Lauf der Zeit verändert haben. Ich war wieder dort, wo ich überhaupt die ersten Eindrücke meines Lebens gesammelt habe - zu Hause.

Solange man es da lässt, wo man es vorfindet - im Fotoalbum nämlich - ist das ja auch okay.
Meine Mutter - Flüchtling im Alter von 10 Jahren aus Schlesien - ist dann irgendwann ins heutige Polen gereist. Hat dort an der Wohnung geklingelt, wo sie einst aufwuchs, ob sie sich die Wohnung mal ansehen dürfe. Die heutigen Mieter waren freundlich, Polen sind sehr gastfreundliche Menschen, außerdem kennen sie das da alle schon zur Genüge.
Ich persönlich fand das aber ... nun ... einerseits verständlich, andererseits aber albern und befremdlich.
Denn ich bin als Kind im Westen auch in irgendeiner Mietswohnung aufgewachsen ... aber gehe ich da jetzt zu den Leuten, die da heute wohnen, und frage sie: Kann ich mir mal ihre Wohnung ansehen?

Nun gut. Aus alledem ziehe ich den Schluss, dass diese frühesten Kindheitserinnerungen ganz extrem prägend sind - vielleicht auch nur die szenischen. Vielleicht auch, weil sie als erste Eindrücke im Leben einen Grundstein legen. Der Mist, den man dann im späteren Leben in sich aufnimmt, ist Routine für den Geist und nicht mehr prägend. Er ist nicht herausragend und verblasst auch wieder. Aber das alte bleibt. Und wenn es nur eine komisch gefasste Lupe ist.

Als ich in Werbeagentur (aber nicht als Koch) arbeitete, habe ich (fast) immer für die Mitarbeiter Mittagessen gekocht.
Eines Tages fiel mir nichts Zündendes ein, und dann kochte ich so etwas ganz Bescheuertes. Ich kochte Verlorene Eier, mit Senfsauce und Kartoffelpüree.
Da saßen die Kollegen dann alle schweigend vor ihren Tellern, mampften und hatten ganz traumselige Gesichter.
Da merkte ich: Da hast du einen Nerv getroffen, das kannten alle, aus ihrer Kindheit.
Da sticht man irgendwie mit dem Messer in das Unbewusste, das ist rational nicht zu toppen. Auch kein Starkoch könnte solcherart Gefühle mit welchem Zinnober auch immer nicht hervorholen.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.126
Auch kein Starkoch könnte solcherart Gefühle mit welchem Zinnober auch immer nicht hervorholen.

Dann ist also die Szene in „Ratatouile“, in der es den gefürchteten Restaurantkritiker um- und weghaut, als er den ersten Bissen von Rémys Ratatouile probiert, gar nicht so weit hergeholt …

Väterlicherseits stammt meine Familie auch aus Schlesien. Mein Vater war das älteste von sechs Kindern, die wie die Orgelpfeifen in den Jahren 1924 bis etwa 1936 zur Welt gekommen sind. Vater war zu dem Zeitpunkt an der Front in einer von der Familie getrennten anderen Hölle. Er ist also selbst nicht geflohen, aber eben nicht mehr nach Hause gekommen. Was mir von der Flucht der restlichen Familienmitglieder geläufig ist, ist nur bruchstückhaft, aber ziemlich übel. Gerne gesprochen wurde in der Familie nicht davon.

Mit den selbst gewählten Ortswechseln, die Du oder ich in unserem Leben so mitgemacht haben, ist das überhaupt nicht zu vergleichen. Die Flüchtlinge sind ja gewaltsam aus ihrem Leben herausgerissen worden. Ich versuch’s mir gerade vorzustellen, wie das sein mag, wenn im bitterkalten Januar das behagliche, geregelte Leben von einer Stunde auf die andere vorbei ist. Wenn man sich mit nicht viel mehr als dem, was man auf dem Leib trägt in der Kälte findet und sich ins Ungewisse durchschlagen muss, immer in der Angst, dass der Russe schneller ist als man selbst. Ich denke, egal, wie ärmlich oder öde man sein bisheriges Leben unter normalen Umständen empfunden hätte, man verklärt es danach wohl zwangsläufig.
 

Giacomo_S

Ritter der ehernen Schlange
13. August 2003
4.176
Was mir von der Flucht der restlichen Familienmitglieder geläufig ist, ist nur bruchstückhaft, aber ziemlich übel. Gerne gesprochen wurde in der Familie nicht davon.

Die Alten wollten es nicht erzählen, und die Jungen wollten es nicht hören. Selbst alt geworden, hat sich das mit der Zeit etwas verändert.
Meine Eltern waren damals selbst noch Kinder. Sie haben es als Kinder mehr als Abenteuer wahrgenommen, das gab's nämlich auch.
Mein Großvater mütterlicherseits lebte die letzten Jahre seines Lebens in meiner Familie. Damals war ich ein Teenager, einerseits mochte ich ihn, andererseits konnte er aber auch ein unerträglicher Kotzbrocken sein. Vor allem hing er an einer schlesischen "Heimat", die ich nicht verstand und die nie die meine war.
Meine Großmutter väterlicherseits - auch Schlesierin - war da viel aufgeklärter, obwohl auch sie eine einfache Frau war. Sie konnte kochen - besser als meine Mutter, und die kann auch kochen - und zu einem guten Teil war es ihr Einfluss, der mich schließlich zum Koch werden ließ.
Andere Großeltern hatte ich nie, sie hatten die Zeiten nicht überlebt.

Meine Familie ist durch eine knochenharte Schule gegangen - und genau so sind sie mit mir umgegangen, auch und vor allem als Kind.
Als Zweitgeborener ging's mir dabei noch einigermaßen besser, aber mein älterer Bruder hat das nicht so gut verkraftet, tiefenpsychologisch gesehen. Er ist viel erfolgreicher im Leben als ich, führt ein Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern ... aber er leidet, noch immer.
Andererseits können er wie ich beinharte Dinge durchstehen ... und da sehe ich die junge Generation ziemlich schwach. Die stemmen ja gar nichts mehr, halten nichts aus oder sind (psychisch) krank.
 

die Kriegerin

Ritter-Kommandeur des Tempels
19. September 2017
4.577
Drei bzw. nur noch 2 und 1 Herr
darum werden wieder Urlauber kommen - zwecks der GEMÜTLICHKEIT/GESELLIGKEIT


zsammsitzen und tratschen...tanzen

Hotel: Klosterbräu
Seefeld (T)
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
11.437
High, friends,
als Fraggle musste ich mir mit meiner Oma immer eine Sendung ansehen, in der die Oberkrainer und andere Volksmusiker auftraten, k A, wie diese Sendung hieß.
Seitdem kannste mich mit Volksmusik jagen!
 

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