Krallt sich Trump, die USA, Grönland?

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Malakim

Insubordinate
31. August 2004
14.367
Da gibt es aber auch nicht wenige andere Meinungen, gerade auch von Amerikanern.

Von woken Demokraten die sich auch Sozialismus wünschen?

Unlängst sah ich einen Beitrag eines Amerikaners, der die EU als die "eigentliche Weltmacht" ansieht. Wer mit der EU Handel treiben will, der muss sich an unsere Regeln halten. Daher gibt es hier kein amerikanisches Chlorhuhn und auch kein Hormon-Rindfleisch.
Internationale Konzerne stellen ihre Produktion z.T. komplett auf die Regeln der EU um.

Das Normungsspiel unseres Landes wird inzwischen in Kernthemen von China übernommen und von dort dominiert. Etwa bei der E-Mobilität.

In der EU leben rund 450 Mio. Menschen. Im Vergleich zu den Bevölkerungen von China und Indien mag diese Zahl klein erscheinen. Zieht man aber den durchnittlichen Wohlstand und somit die Kaufkraft der Europäer in Betracht, dann sind diese Zahlenvergleiche anders zu bewerten.

Aber Du merkst schon das wir das gerade aktiv und massiv Zertrampeln und das dies offensichtlich gerade unter geht, oder?

Über EU-Regularien lässt sich immer schnell schimpfen, aber sie bewahren uns auch davor, so einen Dreck zu fressen, der in anderen Teilen der Welt als Lebensmittel gilt. Kürzlich sah ich mir chinesische Küchenmaschinen an. Ein nennenswerter Anteil der Maschinen sind CE-zertifiziert - und dann auch teurer. Schaust Du Dir aber die Geräte ohne die CE-Zertifizierung an, dann lässt man davon besser die Finger. Denn ansonsten ist er auch mal schnell abgeschnitten, der Finger.

Will sagen: Es ist die EU, die die Regeln vorgibt, hier, aber auch weltweit.

Du rennst bei mir offene Türen ein, ich sitze in mehr als einem Normungsgremium für Europäische Standards, speziell zur CE Kennzeichnung. (Also die Maschinenrichtline bzw. bald Verordnung betreffend). Noch werden viele Maschinenbauthemen von Deutschland dominiert. Besonders im Landmaschinenbau ist D führend. Aber das liegt alles am Boden, glaub es mir ich mach das beruflich. Gerade war die Agritechnica , die war verhalten positiv. Man kann also hoffen das die Talsohle erreicht ist. Abber defakto werden mehr und mehr Bereiche von anderswo dominiert.

Unsere Politik ist einfach extrem negativ für unsere Kernindustrie und das ist aber auch angesagt, wenn alle den Industriellenabbau wählen dann passiert das auch, oh wunder.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.650
Man kann sich an dieser Stelle einmal fragen, in welchem Land die grünen Politiker ihren Young European Leaders of the Future - Lehrgang gemacht haben oder wie das Ding heißt.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.650
Amerikaner finden alles great und gemutlich und cute, aber nach dem Smalltalk rücken sie auch mit ihrer Meinung raus afaik.
 

Popocatepetl

Inquisitor
27. August 2013
7.638
eben. und natürlich gibt es auch zuhauf YT videos ala "doitschländ is great, they have windows zum kippen", doch ebenso gibt es genug videos von deutschen in den USA, i die vorzüge dort anpreisen.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.707
Da gibt es aber auch nicht wenige andere Meinungen, gerade auch von Amerikanern.
Unlängst sah ich einen Beitrag eines Amerikaners, der die EU als die "eigentliche Weltmacht" ansieht.

Darum ging es mir gar nicht. Mag ja durchaus sein, dass wir unbegreiflicherweise noch irgendwo in einigen Ecken der Welt unseren guten Namen noch nicht verspielt haben.

Aber - die Knackpunkte sind westliche Werte, Meinungsfreiheit, Demokratie. Hier hat J.D. Vance vor einem Jahr in München doch sehr Klartext gesprochen. Und die USA hat in den von Vance angesprochenen Fragen von der EU und Deutschland unmissverständlich den Stinkefinger gezeigt bekommen. Ich denke, dass diese Botschaft sehr wohl angekommen ist und Wirkung zeigt. Zum Beispiel im neuen, eigentlich recht brüsken Umgang der USA mit Europa in Sachen Grönland. Würde ich an Trumps Stelle nicht anders machen.
 

Popocatepetl

Inquisitor
27. August 2013
7.638
Zum Beispiel im neuen, eigentlich recht brüsken Umgang der USA mit Europa in Sachen Grönland. Würde ich an Trumps Stelle nicht anders machen.

wie malakim bereits anmerkte, eigentlich ein toller schachzug in sache "reverse psychology".

nun sind wohl jedenfalls europäische truppen in grönland, und schützen es sowohl von "bösen" russen wie auch "bösen" amis.

was so eine fake drohung alles ausrichten kann...



oder war das alles ohnehin bloß ein großes medienspektakel ? psychologen verdienen mit solchen massenmanipulationen schließlich ihr geld.

wir werden es nie erfahren...
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.707
wie malakim bereits anmerkte, eigentlich ein toller schachzug in sache "reverse psychology".

nun sind wohl jedenfalls europäische truppen in grönland, und schützen es sowohl von "bösen" russen wie auch "bösen" amis.

was so eine fake drohung alles ausrichten kann...

Witzige Idee, aber für so subtil halte ich Trump eigentlich nicht. Zumal ich auch nicht glaube, dass man eine langfristige Strategie auf jemandem aufbauen kann, der für eine Weile nur halb bewusst und zufällig irgendwie etwas macht, was im Moment nicht ganz komplett verquer ist.

Erklären wir also in Deutschland, dass wir unsere Freiheit an der Nordwest-Passage verteidigen müssen. Und in 10 Jahren kommen dann progressive Kräfte in Deutschland auf die Idee, dass Grönland die ideale Gegend für eine Erschließung und Zivilisierung durch den Islam ist. Dann war‘s das mit der US-Strategy.

Ich denke, mit sogenannten nützlichen Idioten lassen sich nur Idiotien verwirklichen. Deshalb hat ja etablierte linkszentrierte Politik in Deutschland ja keinerlei Probleme, seine Ziele mit Hilfe komplett verstrahlter NGOs und der Antifa zu verfolgen.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.707
Au weia. Ist bald eine Wahl? Erst räsoniert er über eine Abschaffung des §188 StGB, jetzt darüber … aber gut. Die CDU erkennt man ja daran, dass sie weiß, was vernünftig wäre und auch Werbung dafür macht, um dann, wenn sie das Mandat hätte oder haben könnte, SPD Schwachsinn zu bauen.

Also: Gehen wir mal davon aus, dass Grönland tatsächlich in nächster Zeit strategisch bedeutsam würde. Einfach, weil es zur Zeit faktisch völliges Niemandsland mitten im von der NATO kontrolliertem Gebiet ist, das immer einfacher für Russland zu erreichen ist.

Für meinen praktischen, nicht politischen, Verstand wäre es tatsächlich das Natürlichste und Naheliegendste, wenn sich, nachdem dies erkannt ist, die NATO-Länder gemeinsam beratschlagen, was zu tun ist. Aber natürlich, Trump ist ja genauso „bäh!“ wie die AfD in Deutschland und die allgegenwärtige Brandmauerlogik gebietet ja, dass man grundsätzlich nicht zusammenarbeiten kann. Unter dem Paradigma “der Rest der NATO gegen Trump“ ist keine sinnvolle gemeinsame NATO-Politik mehr möglich. Damit hat man schon Deutschland kaputt gekriegt und so kriegt man auch die NATO kaputt.

Die Frage ist nur: Spätestens jetzt hat man Russland schon mal auf Grönland aufmerksam gemacht und Russland wird prima davon profitieren, wenn sich innerhalb der NATO ein derartiges Zerwürfnis auftut. Vor diesem Hintergrund wäre es vielleicht sinnvoll, Amerika nicht auszubremsen. Es ist schon verrückt - da plant die EU und Deutschland, sich im Hinblick auf die „Bedrohung aus Russland“ totzurüsten, aber dieses Scheunentor lässt man für Russland lieber offen, damit die Brandmauer zu Trump ja schön dicht bleibt. Aber von UvdLs EU ist ja keinerlei rational sinnvolle Handlung mehr zu erwarten. Leider.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.707
Na bitte. Die Demonstration deutscher Stärke, wie wir unsere Freiheit an der Nodwestpassage verteidigen, ist nach ein paar Stunden schon wieder vorbei, offensichtlich noch bevor auch nur so etwas wie eine gemeinsame Erklärung abgegeben wurde oder sonstwie politisches Kapital damit generiert wurde.

Damit haben wir ja wieder ein tolles Zeichen gesetzt und wirklich allen, von Amerika bis Dänemark vor den Kopf gestoßen. Das macht uns so schnell niemand nach. Großes Kino.
 

Pilz

Großmeister
9. Januar 2026
59
Na bitte. Die Demonstration deutscher Stärke, wie wir unsere Freiheit an der Nodwestpassage verteidigen, ist nach ein paar Stunden schon wieder vorbei, offensichtlich noch bevor auch nur so etwas wie eine gemeinsame Erklärung abgegeben wurde oder sonstwie politisches Kapital damit generiert wurde.

Damit haben wir ja wieder ein tolles Zeichen gesetzt und wirklich allen, von Amerika bis Dänemark vor den Kopf gestoßen. Das macht uns so schnell niemand nach. Großes Kino.

War das nicht ein Vorkomando/ was untersuchen sollte/ wo die Bundeswehr in der Zukunft ihr Lager errichten kann?
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.707
Was auch immer - jedenfalls sind sie den Berichten zufolge überraschend und ohne Erklärung heim beordert worden. Macht keinen guten Eindruck. Aber was wären die Deutschen ohne ihre Sonderwege?
 

Rülspmin

Großmeister
11. April 2025
90
Sie waren afaik für 44h eingeplant, haben ihre Mission erfolgreich abgeschlossen und kehren nun wie geplant zurück.

Kein Drama.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.707
Dieser Einsatz kam ja wohl auf Einladung Dänemarks zustande und ein Kampfeinsatz war es nicht. Keine Ahnung, ob da der Bundestag zustimmen muss.

Sie waren afaik für 44h eingeplant, haben ihre Mission erfolgreich abgeschlossen und kehren nun wie geplant zurück.

Kein Drama.

Wenn das tatsächlich so geplant war, dann erscheint die Planung aber äußerst unglücklich. Ob man will oder nicht, das Ganze ist ultrapolitisch, weil die ganze Welt zusieht. Aber dann muss es auch so gehandhabt werden. Mindestens eine gemeinsame Erklärung über diese Erkundung wäre vonnöten, und es wäre auch eine einmalige Gelegenheit, eine selbstbewusste Botschaft an den Rest der Welt zu formulieren, die auch gehört würde.

Aber - nichts dergleichen. Europa hat also nichts zu sagen und lässt sich lieber von Trump Vorwürfe machen, dass es auf seinem eigenen Territorium nichts zu suchen hat, weil es den Weltfrieden gefährdet. Super. Wir stehen also da wie die dummen Jungens, die sich beim Zwetschgen klauen haben erwischen lassen. Fein gemacht.
 

Rülspmin

Großmeister
11. April 2025
90
Ich sehe auch das Absurde daran, dass ausgerechnet eine Aufklärungsmission offenbar so gründlich medial begleitet wurde.

Manchmal muss man halt offen agieren, für die, die es ohnehin schon wissen.

Trotzdem ist das Zeichen okayish. Viele verschiedene Nationen.
Klar werden die nackten Zahlen veralbert.
 
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