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Rassistische Heilige Drei Könige

IchMagMeinStauder

Großmeister-Architekt
6. Februar 2017
1.272
Das sich Sprache verändert, ist ja normal.

Ebenso wie Darstellungen.

Mir geht die ständige, pseudomoralische Erziehung auf den Keks.
Meistens von Menschen, die nichtmals von gewissen Darstellungen betroffen sind.

Es ist zu einer Empörungsindustrie verkommen, nur damit sich die Empörten besser als der Rest fühlen können.

Das hat für mich etwas zutiefst narzisstisches.
 

IchMagMeinStauder

Großmeister-Architekt
6. Februar 2017
1.272
Ich habe auch braune Haare und Augen.
Na und?

Deutsche trinken Bier, fahren schöne Autos und tragen Lederhosen.
Und sollten lieber keine große Armee besitzen.

Typische Stereotypen der Welt über Deutschland.
100% akkurat? Natürlich nicht.
Grund zum Jammern?
Absolut nicht.

Als könnte man Gruppensoziologische Phänomene, die evolutionär ihre Daseinsberechtigung haben, einfach so ausmerzen.

Der Mensch wäre nicht da, wo er heute steht, würden alle so denken.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
10.825
Sag mal: Wart ihr mit 20 auch schon so spießig oder erst mit 75?
Wie Lupo es so schön gesagt hat:
Was für eine Verdrehung, man ist heute also spießig wenn man sich gegen Leute ausspricht die allen überall Vorschriften machen wollen?


Ich erinnere mich da an ein Fest in dem Kindergarten in dem meine Kinder waren. Da wurde von ganz wichtigen Leuten im vorauseilendem Gehorsam Vorschriften für das Buffet erlassen damit die Flüchtlingskinder nicht vor den Kopf gestoßen werden. Das Ergebnis war dann eine sehr eingeschränkte Essensauswahl. Im Gespräch mit den geflüchteten Eltern konnte man dann schön ermitteln das die es sehr sehr schade fanden das die Auswahl derart eingeschränkt wurde. Zusätzlich hat man auf die Art vollständig unnötig Ärger und Wut erzeugt dabei konnten die eigentlich betroffenen Familien garnichts dafür.
 

Markus von Stoiker

Geheimer Meister
20. Mai 2010
359
Mir geht die ständige, pseudomoralische Erziehung auf den Keks.
Oder vielleicht doch Psychologie?

Wenn ich Dich auffordere einen Amerikaner, Neger* und Deutschen zu malen. Wie sehen die wohl aus?

Beispiele aus der Psychologie:

Der typische Amerikaner mit Cowboyhut.
Der typische Neger* mit wullstigen Lippen.
Der typische Deutsche mit blonden Haaren.

Wie entkommt man dem Dilemma?

Solchen Aufgabenstellungen überhaupt nicht nachkommen, weil man unweigerlich in Klischees und Vorurteile abtrifftet.
Sagen: Es mir unmöglich einen typischen Amerikaner, Neger* oder Deutschen zu malen, weil es keinen typischen Amerikaner, Neger* oder Deutschen gibt.

*den Begriff absichtlich verwendet
 

IchMagMeinStauder

Großmeister-Architekt
6. Februar 2017
1.272
Dir mag es unmöglich sein, weil du es imho viel zu verkopft betrachtest.

Dabei verstehe ich deinen Ansatz und er erscheint erstmal löblich.

Nach meiner Erfahrung funktioniert der Mensch an sich jedoch nicht so.

Mein Bezug auf Gruppensoziologische Phänomene will ich nochmal an einem Beispiel erläutern:

Nehmen wir eine Schulklasse, dort mobben sich die Kinder untereinander.
Wenn jedoch die Parallelklasse anfängt mit zu machen, solidarisiert man sich in der Regel und tritt geschlossen auf.

Ich empfinde Klischees analog dazu.
Natürlich sind die nicht akkurat, brauchen sie auch nicht sein.

Allerdings muss ich mich auch nicht jedem Bedürfnis irgendeiner Minderheit hingeben, schlichtweg weil es mich in keinster Weise tangiert.

Ich weigere mich allerdings, als empathieloses Monster dargestellt zu werden.

Solange jeder in Würde leben kann. Wobei manch einer diese ja schon durch lächerlichen Spott komplett untergraben sieht.

Für mich hat das jedoch weniger mit Empathie zu tun als vielmehr mit einer generellen, dekadenten Verweichlichung.

Aber diese Ansicht stelle ich gerne zur Debatte.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
10.825
Wenn ich Dich auffordere einen Amerikaner, Neger* und Deutschen zu malen. Wie sehen die wohl aus?

Beispiele aus der Psychologie:

Der typische Amerikaner mit Cowboyhut.
Der typische Neger* mit wullstigen Lippen.
Der typische Deutsche mit blonden Haaren.
Wenn Du dem Farbigen neben den wulstigen Lippen einen Basketball unter den Arm klemmst kannst Du Dir eine ganze Figur sparen.

Bei dieser Betrachtung drängt sich mir die Frage auf ob nicht wohl Taubstummenzeichensprache vollständig rassistisch ist. Immerhin arbeitet die ja recht viel mit Klischees. Das Zeichen für einen Deutschen ist ein erhobener Finger auf dem Kopf (Pickelhaube).
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
17.716
Es geht um eine Symbolfigur, nicht um einen typischen Vertreter einer Gruppe. Das ist etwas völlig anderes. Die Symbolfigur Deutschlands ist der Deutsche Michel, aber das versteht im Ausland keiner, also nehmen sie ganz gerne den Bayern, seit wir den Helm mit Spitze abgeschafft haben.
 

William Morris

Ritter vom Osten und Westen
4. Mai 2015
2.454
Ist es nicht ohnehin wahrscheinlich, dass alle 3 Könige eher einen dunkleren Teint besessen haben?

Wobei der Streitpunkt dieser Diskussion ja um diesen einen Melchior geht, der eher wie ein Gorilla aussieht.
Und man kann davon ausgehen, Jesus, so er existiert hat, war kein blondgelockter blauäugiger Jüngling. Das müsste auch alles übermalt werden. Am besten von der einen Frau da in Spanien, die da mal ein Bild zu Tode restauriert hat.

Man kann die Diskussion um den schwarzen König für völligen Blödsinn halten, andererseits würde wohl kaum noch jemand so einen schwarzen König darstellen. Man könnte sich da ja auch an Wakanda orientieren, statt an rassistischen Stereotypen.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
17.716
Ich habe bis jetzt noch kein ordentliches Foto von der Figur gesehen und bin selbst von den eher unvorteilhaften alles andere als entsetzt.
 

MatScientist

Erhabener auserwählter Ritter
21. März 2014
1.182
Habt ihr den Schwarzen Wirt von dem Restaurant Mohrenkopf gesehen? Er sagte der einzige Rassist der mal reinkam war ein anderer Schwarzer der ihm nicht geglaubt hat dass ihm das Lokal gehört. Der wollte sich bei seinem Chef über den Lokalnamen beschweren
 

Lupo

Prinz der Gnade
3. Oktober 2009
4.335
Ich habe bis jetzt noch kein ordentliches Foto von der Figur gesehen und bin selbst von den eher unvorteilhaften alles andere als entsetzt.
Ich habe sie mir auch gerade mal angeschaut. Auch im Vergleich zu den anderen beiden Königen. Einer der beiden ist etwas elaborierter und sticht ein wenig heraus, der zweite würde auch nicht vorteilhafter aussehen, wenn man ihm das Gesicht schwarz anmalen würde. Meine Güte, die Figuren sind eben sehr stilisiert und ich denke, das ist auch künstlerische Freiheit.

Oder beginnt demnächst auch ein Feldzug gegen Picasso, weil sein Bild „Weinende Frau“ unter diesen Aspekten auch nur als frauenfeindlich bezeichnet werden kann?

Was ist übrigens so schlimm an Klischeevorstellungen? Ich hatte in jungen Jahren sehr viel Kntakt mit den bei uns stationierten amerikanischen Soldaten. Da habe ich mich immer sehr amüsiert, wenn sie etwas verblüfft waren, dass zwar das mit dem guten Bier stimmt, aber ansonsten hier so gut wie niemand mit Lederhosen und Gamsbarthut herumläuft, bei uns in der Wohnung auch keine Kuckucksuhr hing, und es außerdem auch nicht dreimal am Tag Bratwurst mit Sauerkraut zu essen gab. Kann man doch herzlich drüber lachen und gut ist.

Manches wird nicht nur leichter, sondern sogar richtig nett, wenn man es nicht so verbiestert nimmt. Mir wäre es eher peinlich, wenn mir jemand Fremdes nicht unbefangen, sondern mit verschlucktem Besenstil und in ständiger Panik, er könnte sich bei mir daneben benehmen, entgegen tritt.
 

Viminal

Großer Auserwählter
10. Juni 2009
1.854
Was ist übrigens so schlimm an Klischeevorstellungen? ... Kann man doch herzlich drüber lachen und gut ist.

Manches wird nicht nur leichter, sondern sogar richtig nett, wenn man es nicht so verbiestert nimmt. Mir wäre es eher peinlich, wenn mir jemand Fremdes nicht unbefangen, sondern mit verschlucktem Besenstil und in ständiger Panik, er könnte sich bei mir daneben benehmen, entgegen tritt.
Es wird dann schlimm wenn es negative Klischeevorstellungen sind und es deswegen zu schlechter Behandlung von Menschen kommt. Hättest Du z.B. auch herzlich darüber gelacht wenn die amerikanischen Soldaten dich für einen Nazi gehalten und entsprechend gemieden hätten, nur weil Du Deutscher bist?
Ich stimme auch zu dass übertriebene PC zu peinlichen Begegnungen führt. Aber peinlich wird es eben auch wenn Leute einen Schwarzen in gebrochenem Deutsch ansprechen.

Fazit: Manche Klischeevorstellungen sind lustig, andere eher nicht und manche sogar schlicht dumm und beleidigend. Es gibt sicherlich momentan Fraktionen die überempfindlich reagieren, aber ich denke vernunftbegabte Menschen können differenzieren und wissen auf welche Klischees wir verzichten können.
 

Lupo

Prinz der Gnade
3. Oktober 2009
4.335
Es wird dann schlimm wenn es negative Klischeevorstellungen sind und es deswegen zu schlechter Behandlung von Menschen kommt. Hättest Du z.B. auch herzlich darüber gelacht wenn die amerikanischen Soldaten dich für einen Nazi gehalten und entsprechend gemieden hätten, nur weil Du Deutscher bist?
Ja. Und die betreffenden Soldaten sicherlich auch, nachdem sie erstmal eine Weile hier waren. Peinlich wäre es mir gewesen, wenn die Soldaten von 1000 Gouvernanten vorher lückenlos gebrieft worden wären, was hier wem mit welchen Worten sagen dürfen und was nicht, weil hier ja alle soooo empfindlich sind, dass man erst mit ihnen reden kann, wenn man irgend einen Schein gemacht hat.

Es gibt sicherlich momentan Fraktionen die überempfindlich reagieren, aber ich denke vernunftbegabte Menschen können differenzieren und wissen auf welche Klischees wir verzichten können.
Sehe ich auch so. Und vernunftbegabte Menschen wissen das und brauchen keine Empörungswissenschaftler, die ihnen ungefragt Benimmunterricht geben und selbst noch an irgendwelchen uralten Krippenfigürchen noch irgendwas zum Empören finden.
 
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