Herzlich Willkommen auf Weltverschwoerung.de

Angemeldete User sehen übrigens keine Werbung. Wir freuen uns wenn Du bei uns mitdiskutierst:

Werwölfe

AbelsHund

Geselle
27. September 2009
29
AW: Werwölfe

Ich. :-)
Vlad hat wohl türkische Gefangene auf Pfähle gespießt und sie 'nem tagelangen Todeskampf überlassen, manchmal dabeigesessen und gegessen und getrunken. Durch Gerüchte der Bewohner wurde dann wohl aus Wein Blut. Sein Vater hieß, glaub ich, auch Vlad.
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.054
AW: Werwölfe

Ich. :-)
Vlad hat wohl türkische Gefangene auf Pfähle gespießt und sie 'nem tagelangen Todeskampf überlassen, manchmal dabeigesessen und gegessen und getrunken. Durch Gerüchte der Bewohner wurde dann wohl aus Wein Blut. Sein Vater hieß, glaub ich, auch Vlad.

Ja die historische Person gab es, der Rest ist zum Teil mal wieder eben eine Geschichte/Roman....


Die Untaten des historischen Dracula haben seine Mitwelt und auch noch seine Nachwelt beschäftigt. Als allerdings Bram Stoker mit der Niederschrift seines grossen Vampirromans begann, war der Name Dracula bereits verblasst und nur noch den Rumänen geläufig. Dank Stoker ist er heute jedoch wieder in aller Munde. Nennenswerte Äusserungen Stokers zu seinem Dracula, wie etwa Angaben zu massgeblichen Quellen oder gar mögliche Interpretationsansätze, sind nicht überliefert. Ein frühes Interesse für den Okkultismus ist allerdings belegbar, so war Stoker Mitglied der Geheimloge „Golden Dawn in the Outer“, zu deren Mitgliedern u.a. auch Joris-Karl Huysmans und später Montague Summers zählten. Ein entscheidendes Moment zur Konzeption des Dracula bildete sicher Stokers Bekanntschaft mit dem renommierten ungarischen Orientalisten Arminius Vanbery im Jahre 1890. Von dem an der Budapester Universität tätigen Professor soll Stoker die Geschichte des Fürsten und Menschenpfählers Vlad Tepes, auch Dracula genannt, gehört haben.

Dracula, Beiname von Vlad Tepes, der historischen Bezugsperson von Bram Stokers (1847-1912) weltberühmtem Vampir-Roman Dracula (1897), im Sinn von Teufel


Der Fürst und Feldherr Vlad III. Drăculea (1431-1476) lebte in der Walachei. Seinen Beinamen „Sohn des Drachen“ (oft falsch als „Sohn des Teufels“ übersetzt, im Mittelalter aber ein Synonym von dragon = Drache) erhielt er von seinem Vater Vlad II. Dracul, der von Kaiser Sigismund in Nürnberg in den Drachenorden aufgenommen wurde.
Vlad war berüchtigt für seine Grausamkeit im Kampf gegen die Türken, Ungarn, innenpolitische Gegner und vor allem gegen Gesetzesbrecher. Seine Feinde ließ er bei lebendigem Leib auf eiserne oder hölzerne Pfähle spießen („pfählen“), was einen langen qualvollen Tod bedeutete. Deswegen nannte man ihn auch „Vlad den Pfähler“ oder in seiner Landessprache: „Vlad Ţepeş“ ('Tzepesch' ausgesprochen). Trotz seiner Grausamkeit verlor er letztlich den Krieg gegen die Türken, nachdem er mehrmals vom Thron gestoßen worden war, zurückkehrte und immer wieder die Seiten in der Auseinandersetzung zwischen Ungarn und Osmanischen Reich gewechselt hatte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dracula_(Roman)

:hide: LG.Sche
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.816
AW: Werwölfe

Lassen sich Legenden nachweisen, denen zufolge Vlad III. Tepesch Blut getrunken haben soll? Ich habe noch nicht davon gehört. Nach meinem bisherigen Kenntnisstand gehe ich davon aus, daß es keine Verbindung zwischen dem Fürsten und dem Vampirglauben gab, bis aus irgendeinem Grund Bram Stoker seinen Romanvampir Graf Dracula nannte. Wohlgemerkt, Graf und nicht Fürst oder Woiwode, und Dracula und nicht Draculea, kleiner Drache oder Sohn des Drachen, wie Vlad III. genannt wurde. Dracula (Edit: Richtig wohl Dracul) hieß sein Vater wg. seiner Aufnahme in den Drachenorden.
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.054
AW: Werwölfe

Lassen sich Legenden nachweisen, denen zufolge Vlad III. Tepesch Blut getrunken haben soll? Ich habe noch nicht davon gehört. Nach meinem bisherigen Kenntnisstand gehe ich davon aus, daß es keine Verbindung zwischen dem Fürsten und dem Vampirglauben gab, bis aus irgendeinem Grund Bram Stoker seinen Romanvampir Graf Dracula nannte. Wohlgemerkt, Graf und nicht Fürst oder Woiwode, und Dracula und nicht Draculea, kleiner Drache oder Sohn des Drachen, wie Vlad III. genannt wurde. Dracula (Edit: Richtig wohl Dracul) hieß sein Vater wg. seiner Aufnahme in den Drachenorden.

Nein das er Blut getrunken hat, ist wohl nur Fantasie, dadurch das er so "blutrünstig" war.
Aber bei den Schlachtern soll das ein Ritual sein, zumindest hat mir das einer erzählt der Schlachter gelernt hat.....

:egal:
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.816
AW: Werwölfe

Ja toll, sehr super, und was haben derartige Aufnahmerituale jetzt mit Vlad Tepesch zu tun? Bei den Jägern gab es hie und da auch unappetitliche Bräuche.

Aber mal ernsthaft, es geht doch darum, woher die Fantasie, die Legende oder das Märchen stammt, daß er Blut getrunken hat, aus dem rumänischen Volksglauben oder aus der Gegenwart, der ihn aufgrund einer Namensähnlichkeit mit dem Vampir aus Roman und Kino in Verbindung zu bringen versucht. Das ist es doch, worauf ich die ganze zeit herumreite, daß unsere Vorstellung vom Vampir fast ausschließlich von Stoker und Hollywood geprägt ist und mit dem alten Aberglauben wenig zu tun hat.
 

Pinsel

Erhabener auserwählter Ritter
15. September 2008
1.130
AW: Werwölfe

bram stoker hat einfach eine sehr blutrünstige vorlage für seinen roman gebraucht...
er hatte mehrere personen in die enge auswahl genommen. unter anderem eine fürstin (glaub ich)
die hat junge mädchen töten lassen und in ihrem blut gebadet. sie glaubte das erhält ihre jugend.
doch eines tages haben ihre häscher eine adlige erwischt und so flog sie auf...

stoker entschied sich dann doch für vlad...da sein vater dem drachenorden angehörte nannte er sein buch dracula.
es sollte ursprünglich einen anderen titel bekommen...hab ihn vergessen...
über vlad wurde erzählt, dass er sich zu seinen aufgespießten feinden setzte und brot in ihr blut tunkte um es zu essen...
keine ahnung ob das wahr ist...auf jedenfall war er bekannt dafür keine knade für den feind zu kennen...
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.816
AW: Werwölfe

Elisabeth Bathory, die Blutgräfin.

über vlad wurde erzählt, dass er sich zu seinen aufgespießten feinden setzte und brot in ihr blut tunkte um es zu essen...

Liest Du nicht, was wir anderen schreiben? Diese Legende wurde (in leichter Abwandlung) schon erwähnt, und ich habe angezweifelt, daß es sie wirklich gegeben hat. Wohlgemerkt, ich zweifle nicht nur an, daß er das getan hat, sondern daß das Volk das erzählt hat. Wenn Du aber Quellen haben solltest, die die Existenz dieses Volkglaubens belegen, dann würden mich die interessieren.
 

Pinsel

Erhabener auserwählter Ritter
15. September 2008
1.130
AW: Werwölfe

Elisabeth Bathory, die Blutgräfin.



Liest Du nicht, was wir anderen schreiben? Diese Legende wurde (in leichter Abwandlung) schon erwähnt, und ich habe angezweifelt, daß es sie wirklich gegeben hat. Wohlgemerkt, ich zweifle nicht nur an, daß er das getan hat, sondern daß das Volk das erzählt hat. Wenn Du aber Quellen haben solltest, die die Existenz dieses Volkglaubens belegen, dann würden mich die interessieren.
in dem fall habe ich die version erzählt, die kenne...leider habe ich keine links dazu. ich habe vor jahren mal einen bericht über die entstehung des romans geguckt und hier wiedergegeben was ich noch wußte.
 

Pinsel

Erhabener auserwählter Ritter
15. September 2008
1.130
AW: Werwölfe

ich habe nachgeschaut und diesen link dazu gefunden...das ist eine diplomarbeit. recht interessant...bin auf seite 28 auf dieses
hier gestoßen
Die arme Bevölkerung der Vorstadt von
Kronstadt, darunter Zugereiste, Juden und Zigeuner wurde, egal ob Mann, Frau oder Kind,
vor der St. Jacobs Kirche gepfählt. Inmitten dieses Massakers nahm Vlad łepes eine Mahlzeit
ein.
Den Kronstädtern wurde klar, dass über die Beschlüsse des Fürsten nicht verhandelt
werden konnte.108 Dieses Massaker ist eines der bekanntesten, das unter Vlad łepes
Gräueltaten bekannt ist
http://othes.univie.ac.at/4446/1/2009-03-25_9914739.pdf
daraus haben sie dann wohl die geschichte mit dem brottunken im blut gemacht...
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.816
AW: Werwölfe

Ja, und so eine Doku ist eben keine Magisterarbeit, da wird dies und das dahergeredet, im Zweifelsfalle auch nur aus dem Gedächtnis nacherzählt, was alle zu wissen glauben. Einer schreibt vom anderen ab, am Ende gibt es hundert Erwähnungen, in Filmographien, Biographien, Sammlungen von Fantasygeschichten, Dokus, Jugendbüchern, und alle fühlen sich voneinander bestätigt. Und dabei geht alles auf einen einzigen Artikel zurück, der im besten Falle Mutmaßungen enthielt und im schlimmsten Falle Lügen, während die wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema in Bibliotheken verstauben. Elisabeth Bathory ist auch so ein Fall...

Edit: Ich kann kaum glauben, daß eine Diplomarbeit in langen Passagen aus der Nacherzählung eines Romans besteht! Wie billig ist das denn? Aber dem Hinweis auf das in Blut gestippte Brot kann jetzt nachgegangen werden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.816
AW: Werwölfe

So, Update. Wie es scheint, berufen sich McNally und Florescu, auf die sich wiederum die Magisterkandidatin Schmidt beruft, auf ein zeitgenössisches Gedicht des Meistersingers Beheim. Tatsächlich scheint Beheim aber gar nicht davon zu schreiben, daß Vlad Tepesch Brot in Blut getunkt habe, sondern daß er seine Hände darin gewaschen habe, anscheinend ein Übersetzungsfehler. Siehe den Artikel "Michel Beheim, German Meistergesang and Dracula" hier. Allerdings erwähnt der Artikel deutsche Pamphlete, von denen eines den Titel getragen habe:

The Frightening and Truly Extraordinary Story of a Wicked Blood-drinking Tyrant Called Prince Dracula

Also: Die erschreckende und wirklich außergewöhnliche Geschichte von einem blutsaufenden Tyrannen namens Fürst Dracula.

Ich halte vorerst für wahrscheinlich, daß die Formulierung nicht wörtlich gemeint war, ebensowenig wie "Blutdurst" wörtlich zu verstehen ist. Möglicherweise könnte das aber ein Nicht-Muttersprachler falsch verstehen. Jedenfalls handelt es sich um kein zentrales Motiv der Überlieferung, aber das war ja klar.
 

Exarion

Geselle
29. März 2009
29
AW: Werwölfe

Eine kleine Frage: Würde es den heutigen Vampirmythos stark verändern, wenn irgendein Fürst in der Walachei (der allerdings Pate für den ersten modernen Vampir gestanden hat) wirklich Blut getrunken hätte? :evil:
Nebenbei: Wie sind wir eigentlich genau von Werwolf auf Vampir gekommen? :spam:
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.054
AW: Werwölfe

Eine kleine Frage: Würde es den heutigen Vampirmythos stark verändern, wenn irgendein Fürst in der Walachei (der allerdings Pate für den ersten modernen Vampir gestanden hat) wirklich Blut getrunken hätte? :evil:
Nebenbei: Wie sind wir eigentlich genau von Werwolf auf Vampir gekommen? :spam:


Dann kommen wir mal langsam zu Thema zurück, gestern lief eine Sendung darüber......

Vlad der Pfähler - Der wahre Dracula
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.816
AW: Werwölfe

Was mich mal interessieren würde - wurde in der Sendung irgendetwas erwähnt, was wir hier noch nicht besprochen haben, oder ging sie vielleicht sogar etwas weniger ins Detail?
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.054
AW: Werwölfe

Nun, ich habe diese Sendung zufällig (und ausnahmsweise) auch über mich ergehen lassen. Mein Eindruck: Recherchenarbeit, die sich kaum mehr über ein paar Stunden gezogen haben dürfte. Ein paar ältere rumänische Frauen, die der Kamera gegenüber bereitwillig beispielhaft und überzeugend äußerten, dass es diese merkwürdigen, vampirähnlichen Geister "ganz sicher" gibt. Eine lächerliche, schnellsiederische Dokumentation, die letztlich überhaupt nichts aussagt - außer, dass man nichts Genaueres darüber weiß.

Am lustigsten fand ich aber, wie mit quasi "heiligen" wissenschaftlichen Erklärungsansätzen versucht wurde, diesen Phänomenen auf dem Leib zu rücken: physikalische Fehlinterpretationen. So einfach ist das. Und schon weiß der geneigte Zuseher Bescheid, was es mit Vampiren WIRKLICH auf sich hat.

Na Gott sei Dank haben mir die Welt der Wunder-Redaktion. Sonst würden wir ja völlig blöd dastehen.

Gruß,

Artus
 

somebody

Illuminat
Teammitglied
22. Februar 2005
2.047
AW: Werwölfe

vielen Dank Artus für diese Zusammenfassung. Ich wusste warum ichs mir nicht anschaue.
 
Oben Unten