Der Sinn des Lebens?

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Zerch

Ritter der Sonne
10. April 2002
4.629
Die Definition "Seele" der Christen ist mir von der Vorstellung her zu sehr auf den Mensch bezogen. (Schon wieder diese Egozentrik : D)
 
Zuletzt bearbeitet:

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.848
Sorry daß ich mich wieder einmische, aber das ist doch kein Vorwurf.

Im betreffenden Beitrag #100 ist es ein Vorwurf. Ein extrem blöder Vorwurf, der als Herleitung für einen noch größeren Blödsinn dient.

Natürlich, wenn man über sich und sein Leben nachdenkt, drehen sich auch die Gedanken um sich selbst und das liegt in der Natur der Sache und hat mit Egoismus nichts zu tun. Egoismus könnte - könnte! - höchstens das sein, was dann beim Nachdenken als Ergebnis herauskommt. Aber es könnte beim Nachdenken genauso gut auch Altruismus als Gegenteil von Egoismus herauskommen.

Was den Aspekt „Für Andere da sein“ oder „Liebe“ bei der Sinnsuche fürs eigene Leben betrifft, ist es übrigens eine Binsenwahrheit, dass dies umso besser geht, je mehr man mit sich selbst im Reinen ist. Auch in dieser Hinsicht ist der Egoismus gar keiner. Aber zugegebenermaßen haben praktisch alle Begriffe mit „Ego…“ vorne eine negative Konnotation, so dass man sich da kaum so richtig wertfrei ausdrücken kann.
 

Lagavulin

Intendant der Gebäude
24. Februar 2024
898
Weshalb benotigt spirituelle Energie Materie, wenn diese doch ohne Materie existieren kann? (Kann sie das ???)
Eine interessante Frage, nur leider beschäftigt es wohl niemand, was ich schade finde, darum wollte ich nochmal die Aufmerksamkeit darauf richten!


Es soll sehr schädlich für das Leben sein, wenn man dessen Sinn nicht kennt!


In diesem Sinne würde ich euch gerne nochmal Abholen zu diesem bedeutendem Thema.


Ich kann euch etwas Zeigen und einen bestimmten Sachverhalt zu dem Thema nahelegen. Da existiert ein Sinn des Lebens, wie er von der geistigen Elite dieser Welt, über Jahrhunderte geglaubt und kommuniziert wird, nur habt ihr offenbar keine Kenntnis davon genommen!
 

Zerch

Ritter der Sonne
10. April 2002
4.629
Viele Menschen haben als Referenzpunkt nur deren gewohnte Rolle und Weltbild, mit dem alles abgeglichen-, aber selbst kaum in Frage gestellt wird.
 

Lagavulin

Intendant der Gebäude
24. Februar 2024
898
Viele Menschen haben als Referenzpunkt nur deren gewohnte Rolle und Weltbild, mit dem alles abgeglichen-, aber selbst kaum in Frage gestellt wird.

Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null, und das nennen sie dann ihren Standpunkt. (A. Einstein)

Einen Umstand finde ich doch besonders interessant, was den Sinn des Lebens betrifft.

Nachdem die Menschheit, bereits goldene wie finstere Zeitalter durchlebt hat, so hat es in den Jahrtausenden der Geschichte des Lebens, wohl noch nie ein Mensch geschafft dessen Sinn zu erkennen? Oder, warum Phantasieren sich die Menschen, den Sinn des Lebens so zurecht, wie es sie gerade gut dünkt?

Ich habe das Gefühl, viele Menschen leiden an der verkehrten Überzeugung, der Sinn des Leben sei etwas unbekanntes, entsprechend denken sie ich etwas aus.

Es besteht mit Sicherheit kein Zweifel daran, längst ist der Welt die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens bekannt. Über alle die Zeitalter und über unzählige Generationen hinweg, sind gebildete wie berühmte Menschen, übereinstimmend immer wieder zum selben Urteil in dieser Sache gekommen. Ebenfalls ein Umstand den ich interessant finde, zumindest die Dichter, Philosophen und Künstler, hatten es über alle Zeitalter hinweg offenbar nie nötig, sich einen persönlichen Lebenssinn auszudenken.
 

Bella Varia

Geheimer Sekretär
30. Juli 2023
665
Eine interessante Frage, nur leider beschäftigt es wohl niemand, was ich schade finde, darum wollte ich nochmal die Aufmerksamkeit darauf richten!
Ich nehme das auf und frage, was bringt die tote Materie zum Leben? Man frage sich einmal am Beispiel der Pflanze: Die Materie, aus der eine Pflanze besteht, kann sich selber nicht zur lebendigen Pflanze gebildet haben, deshalb muss da eine Kraft sein, die die Fähigkeit zur pflanzlichen Gestaltung hat, den Stoffwechsel organisieren kann und ihr das Leben schenkt, welche Kraft wir mit unseren Augen nicht sehen können, dafür ihre Wirkung. Diese Kraft kann man nach ihren Fähigkeiten benennen als "Lebens- und Bildekraft"!
 

Rülspmin

Geheimer Meister
11. April 2025
239
Ich nehme das auf und frage, was bringt die tote Materie zum Leben? Man frage sich einmal am Beispiel der Pflanze: Die Materie, aus der eine Pflanze besteht, kann sich selber nicht zur lebendigen Pflanze gebildet haben, deshalb muss da eine Kraft sein, die die Fähigkeit zur pflanzlichen Gestaltung hat, den Stoffwechsel organisieren kann und ihr das Leben schenkt, welche wir mit unseren Augen nicht sehen können. Diese Kraft kann man nach ihren Fähigkeiten benennen als "Lebens- und Bildekraft"!
Ich denke unser Verstand ist nicht grundsätzlich darauf ausgelegt unfassbar lange Prozesse als gegeben anzunehmen - wie auch - auf die Nerds hört ja die Allgemeinheit nicht
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.848
Einen Umstand finde ich doch besonders interessant, was den Sinn des Lebens betrifft.

[…]

Es besteht mit Sicherheit kein Zweifel daran, längst ist der Welt die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens bekannt. Über alle die Zeitalter und über unzählige Generationen hinweg, sind gebildete wie berühmte Menschen, übereinstimmend immer wieder zum selben Urteil in dieser Sache gekommen. Ebenfalls ein Umstand den ich interessant finde, zumindest die Dichter, Philosophen und Künstler, hatten es über alle Zeitalter hinweg offenbar nie nötig, sich einen persönlichen Lebenssinn auszudenken.

Der Gedanke ist tatsächlich interessant.

Über unberühmte Menschen weiß man eher wenig. Und auch Dichter, Philosophen und Künstler würde ich eher mit Vorsicht nennen. Ganz offensichtlich haben ein Curt Cobain, aber auch ein Jim Morrison es eben nicht geschafft, einen Sinn in ihrem Leben zu finden, der sie begeistert hat.

Mir fällt als Kontrast dazu nur der englische Seeheld Lord Nelson und seine berühmten Insubordinationen ein. Auch sein und Englands größter Seesieg, die Schlacht von Trafalgar beruhte darauf, dass er die stehenden Befehle der Admiralität zur korrekten Schlachtordnung missachtete. Nach dem Schema F der Admiralität wäre die Schlacht nicht zu gewinnen gewesen, also hat er sich etwas anderes überlegt und auch durchgeführt.

Das hieß aber auch für ihn persönlich, dass er vorm Kriegsgericht gestanden und als willkommener Sündenbock einen Kopf kürzer gemacht worden wäre, hätte die Schlacht in einer Niederlage geendet. Bekanntlich hat ihn ein französischer Scharfschütze dieser Sorge enthoben, aber es ist überliefert, dass er schwer verletzt unter Deck liegend sich noch so lange ans Leben klammerte, bis ihm mitgeteilt wurde, dass die Schlacht mit ein großer Sieg für England war. Erst dann konnte loslassen, seine letzten Worte waren sinngemäß „Gottseidank, ich habe meine Pflicht erfüllt.“. (Kommt mir fast zu kitschig vor. Aber nur fast - vor dem Hintergrund, dass er bereits ein Auge und einen Arm mit der gleichen, was ihn selbst betraf, stoischen Ruhe verloren hatte.)

Ich denke - es ist klar, worin der Mann seine Lebensaufgabe und Sinn seines Lebens gesehen hat.

Gibt es einen gemeinsamen Nenner zwischen Nelson und dem von Lagavulin angesprochenen „immer wieder selben Urteil in der Sache“? Nein - die Feinde Englands, insbesondere die Franzosen auf den Weltmeeren zu bekämpfen und zu besiegen, ist zumindest heute als Lebenssinn ziemlich sinnlos.

Und ja, natürlich: Er hatte etwas, was ihm erkennbar mehr wert war als sein eigenes Leben.

Negativ ausgedrückt lässt sich das verallgemeinern: Etwas von dem man überzeugt ist, dass sein Leben keinen Sinn und Wert mehr hat, wenn man es vergeigt. Das mag etwas individuell völlig Unterschiedliches sein - aber ich denke, hier wäre ein gemeinsamer Nenner.
 

Lagavulin

Intendant der Gebäude
24. Februar 2024
898
Gibt es einen gemeinsamen Nenner zwischen Nelson und dem von Lagavulin angesprochenen „immer wieder selben Urteil in der Sache“? Nein - die Feinde Englands, insbesondere die Franzosen auf den Weltmeeren zu bekämpfen und zu besiegen, ist zumindest heute als Lebenssinn ziemlich sinnlos.

Durchaus gibt es heute noch viele Admiräle, mit gewissen Feindbildern und auch sie erachten den Krieg als sinnvoll.

Mich würde allerdings interessieren, welches Urteil hat Lagavulin in der Sache angesprochen und worin unterscheiden sich die Nenner?
 

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