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Die aktuelle Debatte zur Cannabis Legalisierung in Deutschland 2022

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.867
Stimmt schon, ich bin gerne Konsument. Aber das ändert nichts an der Tatsache, daß Alkohol gefährlicher und gleichzeitig verkehrsuntauglicher als Cannabis ist, was wiederum nicht bedeuten soll, daß auch berauscht am Straßenverkehr teilgenommen werden solle.

Selbstverständlich ist Alkohol die weit gefährlichere Droge.
Deine Einschätzung das Cannabis nicht abhängig macht kann ich aus eigener Erfahrung heraus nicht Folgen. Es ist eine sehr milde Abhängigkeit die man abschütteln kann wenn man WILL aber es ist eine vorhanden.
Was bei der Debatte auch gerne vergessen wird ist das der Cannabisrausch auch in Abstufungen kommt. Wer zum Essen zwei Gläser Wein trinkt ist meist weniger besoffen als jemand der Korn aus der Flasche trinkt. So ist es auch beim Kiffen, wer zwei Joints am Abend raucht ist weniger stoned als jemand er Bong raucht.
Fahrtauglich sind eigentlich beide nicht.

Ich konsumiere schon mein gesamtes Leben über, und das Gefährlichste waren dabei gewisse Mitmenschen, vor denen man sich schützen und verstecken musste.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen gefährlichen Arschlöchern und Kiffen? Bzw. sind die nicht ebenso gefährlich unabhängig von einem Drogenkonsum?

@paisley,
es stimmt schon das Kiffer lieber auf dem Sofa verweilen wollen. Aber die gleichen Probleme wie beim Bier trinken treten auch da auf:
Nach Hause kommen.

Es gibt dann noch den plötzlich auftretenden. hochdynamischen Prozeß der eintritt wenn die Rauchwahre zur neige geht und man irgendwo hin muß um neue zu beschaffen.
 

Giacomo_S

Prinz von Libanon
13. August 2003
3.487
ich möchte mal erklären, wie ich zu meiner Frage kam
dass Kiffende möglicherweise gar keine Lust haben sich überhaupt in ein Auto zu setzen

-ich meine nicht ob sie fahren können und wie wenn dann- sondern das in einem Vehikel zu sitzen und zu schalten plus diese Art von Konzentration ggf. etwas vom chillout wegnimmt,
so wie man (schätze ich mal) nicht erst kifft und danach Gewichte im Fitnessstudio stemmt vom Lustprinzip

Ja, das hat was. Man kommt erst einmal runter, und ist nicht der Meinung, man müsse jetzt unbedingt von A nach B fahren, um irgend etwas zu erleben.
Gibt sicherlich auch individuelle Unterschiede.
Es gab Zeiten, da habe ich bekifft viel programmiert, aus Hobby, einfach, weil ich Spaß daran hatte. Eigentlich sollte man annehmen, man sei bekifft zu so einer intellektuellen Leistung überhaupt nicht mehr in der Lage. Der Fortschritt war auch sicher langsamer und fehleranfälliger, andererseits war die Motivation größer. Teilweise in einer sehr abstrakten Sprache (Assembler), programmierte ich komplizierte Routinen bis spät in die Nacht.
Irgendwann ging ich schlafen und wusste am nächsten Morgen nicht mehr genau, wie ich sie eigentlich umgesetzt hatte. Und das wusste ich eigentlich auch nie wieder - aber sie liefen, fehlerfrei.
Im Unterschied: Alkohol und Programmieren geht gar nicht, nicht einmal zwei Bier. Man hat dann keinen Bock mehr und lässt es dann sein.

Eine Droge wird immer nur das aus einem hervorbringen, was bereits in einem steckt. Alles andere ist esoterischer Unfug.
Wenn ich mich richtig besinne, dann motiviert mich Cannabis, kreativ zu werden. Es bedeutet nicht, ich hätte mehr und bessere Ideen als nüchtern, aber meine Motivation ist größer, das zu tun. Unter Alkohol habe ich das Bestreben, mich berieseln zu lassen, mir einen Film anzuschauen o.ä. Ist auch legitim und okay, aber unter Cannabis ist mir das irgendwie zu wenig. Aber sicher wird es Menschen geben, die unter Cannabis auch nur konsumieren wollen. Eine Typfrage, im weiteren Sinne von "in Vino Veritas".

Zurück zum Thema:
Wird die Cannabisfreigabe die Menschen und die Gesellschaft verändern? Unbedingt, keine Frage. Jede bedeutende Änderung bewirkt auch eine Gesellschaftsänderung, aber die Gesellschaft ist sowieso nicht starr. Sie verändert sich mit jedem Tag, und das ist gut so.
Wird die Cannabisfreigabe die Menschen und die Gesellschaft zum Positiven verändern?
Ja, dieser Meinung bin ich.
Wie bei jeder Veränderung wird es Gewinner und auch Verlierer geben. Aber die gibt's immer.

Die maßgebenden und positiven Aspekte der Cannabisfreigabe sehe ich:
- Man trennt die vergleichsweise weiche Droge Cannabis von den harten Drogen ab. Wer sie als Erwachsener haben will, der kauft sie sich und nimmt sie - und muss sich nicht mehr in einem kriminellen Umfeld bewegen, in dem es auch andere Drogen gibt. Diese Abgrenzung hat es bei den allermeisten Cannabis-Konsumenten übrigens schon immer gegeben: Ich rauche, was anderes will ich nicht.
- Der nächste Punkt folgt direkt aus dem ersten: Man hat dann wenigstens sauberes Cannabis, und nicht irgendeine gepanschte Ware. Früher war das kaum ein Problem, seit einigen Jahren aber schon. Mir selbst ist schon mit Halluzinogenen verpanschtes Gras untergekommen (und das bemerkte ich vor allem deshalb, weil ich die Wirkung von Halluzinogenen kenne). Ich weiß nicht, wer so etwas tut und vor allem warum - wahrscheinlich um der Ware einen Knallereffekt zu geben, die sie eigentlich nicht hat und auch nicht haben kann.
- Man gehört nicht mehr zu dieser "eingeschworenen Gemeinschaft", dieser Art "Bruderschaft" von "Erleuchteten". Das mag für die Älteren unter uns wenig bedeutsam sein. Es spielt aber eine Rolle bei den Jüngeren, es verliert den Reiz des Verbotenen. Sicher wird es welche unter ihnen geben, die es nehmen, weil es dann nunmehr egal ist. Genauso werden sie es aber auch wieder sein lassen, wie es Tabakraucher und Nichtraucher unter jungen Menschen gibt.
Cannabis ist, so oder so, eh nicht jedermannes Sache. Die physiologischen Wirkungen sind halb so wild, entscheidend an einer Abneigung sind psychologische Wirkungen. Nicht jeder mag das, was Cannabis aus einem macht.
- Schon immer haftete Cannabis der Ruf einer "Einstiegsdroge" an, wer sie nimmt, der will irgendwann "mehr". Ob dies wirklich eine Eigenschaft der Droge Cannabis ist, oder ob es aus der Verknüpfung mit einem kriminellen Drogen-Milieu resultiert: Das ist eine bis heute ungelöste Frage.
Persönlich halte ich, für die große Mehrheit der Menschen, Letzteres für wahrscheinlich. Erstens, weil es eine Mehrheit von Cannabis-Konsumenten gibt, die keine anderen Drogen wollen und zweitens, weil es Drogenabhängige anderer Drogen gibt, deren Einstieg gar nicht über Cannabis erfolgt ist - oder die es sogar ablehnen.
- Wird es Beeinträchtigungen geben, Stichwort Schule, Studium, Beruf? Ja, die wird es geben.
Die gab und gibt es allerdings schon immer, durch Cannabis, durch Alkohol, durch andere Substanzen. Werden sie zunehmen? Nein, das glaube ich eher nicht. Es wird auf die "Dienst ist Dienst, Schnaps ist Schnaps" - Nummer herauslaufen, die schon immer galt und noch immer gilt.
- Und schließlich: Die Erfahrungen, die andere Länder mit der Freigabe gemacht haben, sehen eigentlich ganz gut aus. Der große Aufschrei, große soziale Probleme sind ausgeblieben - wenn man einmal von den ewigen moralinsauren Sektenheinis in den USA absieht. Aber wenn's nach denen geht, dann darf man ja nicht einmal eine Weinschorle trinken. Man hört nichts, es scheint den Gesellschaften gut damit zu gehen.
 

paisley

Großmeister-Architekt
11. Februar 2014
1.276
herzlichen Dank für all Euer `Reinknien´ in wirklich tief befriedigende Antworten auf mein laienhaftes Erfragen (!)

genauso wie Du schreibst, Giacomo
mein verstorbener Lebenspartner hatte ein kleines Tonstudio und er hat zu einer Videokassette seines Kollegen über Welse
(in der Oktoberausgabe 2007 von der Zeitschrift Fisch und Fang erwähnt) die Filmmusik kreiert
über Tage und Nächte, Tonspuren gelegt im PC so daß die Geräusche exakt zu der jeweiligen Handlung passen
Er hatte Marihuana geraucht (gemütliche Dosis, nicht exzessiv) und -genau wie Du schreibst- die sich entfaltende Kreativität
war ein nicht endender Flow
ich war quasi Zaungast und habe es beobachten dürfen
 

Giacomo_S

Prinz von Libanon
13. August 2003
3.487
Er hatte Marihuana geraucht (gemütliche Dosis, nicht exzessiv) und -genau wie Du schreibst- die sich entfaltende Kreativität
war ein nicht endender Flow
ich war quasi Zaungast und habe es beobachten dürfen

Im engeren Sinne ist es nicht die Kreativität als solche, die von Cannabis befördert würde. Und deshalb erbringen jeweilige Studien und Tests auch kein anderes Ergebnis als nüchtern (siehe oben).
Was sich unter Cannabis verändert, das ist im gegebenen Fall die Motivation, es überhaupt zu tun. Und wenn man es tut, mit welchem Einsatz.

Man kann im Fall Deines Lebenspartners einwenden: Möglicherweise hätte er nüchtern besser und schneller gerabeitet. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit wäre dies auch der Fall gewesen. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit wäre sein Projekt aber anderenfalls überhaupt gar nicht erst zustande gekommen: Weil er gar nicht erst die Motivation gehabt hätte, es auch nur anzufangen, schlicht keinen Bock darauf, es zu tun.

Im Anschluss ein Werbeclip einer kommerziellen Firma aus den 1990er Jahren. Es ist Werbung, ja, aber ich mag die Botschaft dieses Clips aus dieser speziellen Zeit. Und er illustriert mein Denken, nicht nur über Cannabis, aber auch darüber ("... und diejenigen, die verrückt genug sind, zu glauben, sie könnten die Welt verändern: Sie sind diejenigen, die es tun"):

 

Zerch

Großmeister aller Symbolischen Logen
10. April 2002
3.073
Welchen Zusammenhang gibt es zwischen gefährlichen Arschlöchern und Kiffen? Bzw. sind die nicht ebenso gefährlich unabhängig von einem Drogenkonsum?
Du hast nicht verstanden was ich meinte. Ich meinte die uninformierte, politisch verhetzte Gesellschaft, mit ihrer aufgesetzten pseudo-Moral. Jeder Mensch innerhalb dieser Gesellschaft ist eine potenzielle Gefahr für den systematisch kriminalisierten Cannabiskonsumenten, zumindest war es bisher so.

Ich war nur geschützt, indem ich mich keinerlei Klischees unterordnete, und mir nichts anmerken ließe. Mein gesamtes Leben fühlte ich mich am Rande der Gesellschaft, und alle innerhalb dieser Gesellschaft sind eine potenzielle Gefahr, der ich aus dem Weg gehen muß. Das ist nur ein kleines, noch recht harmloses Beispiel dafür, was die Drogenploitik, so wie diese betrieben wurde, psychologisch mit Menschen anrichten kann.
Es gibt dann noch den plötzlich auftretenden. hochdynamischen Prozeß der eintritt wenn die Rauchwahre zur neige geht und man irgendwo hin muß um neue zu beschaffen.
Dürfte jeder selbst anbauen, dann gäbe es keine Beschaffungskriminalität.
Außerdem ziehe ich mir diesen Schuh nicht an, weil ständig die Symptomatik eines nikotinsüchtigen Cannabiskonsumenten-Junkie verurteilt wird.
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die Verbindung mit Tabak den Suchteffekt stark hervorhebt und befeuert, wenn nicht sogar verursacht.
Da ich jahrelang komplett tabakfrei Cannabis genutzt hatte, und das Kraut nur verdampfte, wo keine Emissionen durch Verbrennung entstanden, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, daß es mit Bewusstsein anwendbar ist, zum Genuß, aber auch zur Selbstmedikation. Ich kann es an einem Tag völlig vergessen, weil ich zu beschäftigt bin, und somit keine Ruhe und Zeit dafür habe, und an einem freien Wochenende quasi dauerkonsumieren.
-Ich fühle mich nicht süchtig, ich kann meinen gesamten Tagesablauf, komplett ohne Einfluss von Cannabis, nüchtern und beschwerdenfrei durchleben.
Dagegen ist eine Tasse Kaffee morgens bei der Arbeit wichtiger, also gefühlt unabdinglich und süchtig machender.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.867
Du hast nicht verstanden was ich meinte. Ich meinte die uninformierte, politisch verhetzte Gesellschaft, mit ihrer aufgesetzten pseudo-Moral. Jeder Mensch innerhalb dieser Gesellschaft ist eine potenzielle Gefahr für den systematisch kriminalisierten Cannabiskonsumenten, zumindest war es bisher so.

Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Ich arbeite in einem sehr konservativen Umfeld und gehe mit meinem gelegentlichen Konsum recht iffen um.
Ich traf da auf Interesse und oft auf ein "Huch ich muß das umdenken wenn Du das machst"

Ich war nur geschützt, indem ich mich keinerlei Klischees unterordnete, und mir nichts anmerken ließe. Mein gesamtes Leben fühlte ich mich am Rande der Gesellschaft, und alle innerhalb dieser Gesellschaft sind eine potenzielle Gefahr, der ich aus dem Weg gehen muß. Das ist nur ein kleines, noch recht harmloses Beispiel dafür, was die Drogenploitik, so wie diese betrieben wurde, psychologisch mit Menschen anrichten kann.

Welche Angst hast Du denn da? Jobverlust? Oder Ablehnung?


Dürfte jeder selbst anbauen, dann gäbe es keine Beschaffungskriminalität.
Außerdem ziehe ich mir diesen Schuh nicht an, weil ständig die Symptomatik eines nikotinsüchtigen Cannabiskonsumenten-Junkie verurteilt wird.
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die Verbindung mit Tabak den Suchteffekt stark hervorhebt und befeuert, wenn nicht sogar verursacht.

Ich habe nie bestritten das Tabak/Nikotin süchtig macht. Selbstverständlich macht eine zweite Sucht die auch noch aggressiver ist die Sache in keiner Form besser.
Ändert aber nichts daran das man von Cannabis auch eine, wenn auch milde, Abhängigkeit bekommt.

Da ich jahrelang komplett tabakfrei Cannabis genutzt hatte, und das Kraut nur verdampfte, wo keine Emissionen durch Verbrennung entstanden, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, daß es mit Bewusstsein anwendbar ist, zum Genuß, aber auch zur Selbstmedikation. Ich kann es an einem Tag völlig vergessen, weil ich zu beschäftigt bin, und somit keine Ruhe und Zeit dafür habe, und an einem freien Wochenende quasi dauerkonsumieren.
-Ich fühle mich nicht süchtig, ich kann meinen gesamten Tagesablauf, komplett ohne Einfluss von Cannabis, nüchtern und beschwerdenfrei durchleben.
Dagegen ist eine Tasse Kaffee morgens bei der Arbeit wichtiger, also gefühlt unabdinglich und süchtig machender.

Ja. Mild eben.
 

Zerch

Großmeister aller Symbolischen Logen
10. April 2002
3.073
Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Ich arbeite in einem sehr konservativen Umfeld und gehe mit meinem gelegentlichen Konsum recht iffen um.
Ich traf da auf Interesse und oft auf ein "Huch ich muß das umdenken wenn Du das machst"
Erzähle mir nicht, daß Du die Situation zuvor nicht ausloten musstest, um ein psychologisches Profil Deiner Mitmenschen zu haben, um zu wissen, was Deinem Gegenüber zumutbar ist, und was nicht.
Und das Umfeld spielt dabei keine Rolle, man muß wissen wem man sich anvertrauen kann, und wem nicht.
Welche Angst hast Du denn da? Jobverlust? Oder Ablehnung?
Man merkt daß Du nicht wirklich betroffen warst, sonst hättest Du Dir womöglich Sorgen gemacht, daß die falschen Ohren im schlimmsten Fall Dein Leben zerstören könnten. Sei es nur mit einem Gang zu Behörden, welche Dich zum Junkie machen, weil sie denken Du bräuchtest Entzug, und sich dabei noch als helfende Wohltäter aufspielen, denn es sei ja alles nur zu Deinem Besten, und man selbst habe ja sowieso keinen klaren Kopf, also könne man das ja nicht mehr selbst beurteilen, mit all den Drogenproblemen, in denen man so stecke. <<<<- so in etwa, es gibt sicher genügend weitere mögliche Szenarien an Diskriminierung, Zumutungen und Fehleinschätzungen.
Ich habe nie bestritten das Tabak/Nikotin süchtig macht. Selbstverständlich macht eine zweite Sucht die auch noch aggressiver ist die Sache in keiner Form besser.
Ändert aber nichts daran das man von Cannabis auch eine, wenn auch milde, Abhängigkeit bekommt.
Sucht ist bei mir, wenn sich mit der plötzlichen Abstinenz ein zunehmendes Unwohlsein einstellt, welches befriedigt werden will, weil ansonsten kein normaler Tagesablauf möglich ist.

Allein der Genuß, weil es gut schmeckt und beruhigt, ist mir dabei nicht genug. Da macht Zucker, Tabak und Alkohol süchtiger, und letzteres schmeckt nicht mal, es muß also rein um den Rausch gehen, lol.
 

William Morris

Groß-Pontifex
4. Mai 2015
2.883
Meine Exfrau war schwerst nikotinabhängig und hat es nicht mal gemerkt, obwohl sie deutlich mehr medizinisches Wissen hatte als ich. Wer setzt sich denn bei -10 °C auf den Balkon und raucht auf Vorrat, wenn nicht ein Junkie. Legendär, als sie auf einer Tankstelle sich neben mir (mit Tankschlauch in der Hand) eine Zigarette angezündet hat. Meine Frage, was das soll, hat sie nicht begriffen. Auch sonst eine endlose Zahl von Panikattacken, ob die Zigaretten übers Wochenende reichen und absurdem Verhalten. Im Urlaub haben wir (bzw. sie) fast mehrfach fast den Flieger verpasst, weil im ganzen Flughafen, bis auf einen Raum, Rauchverbot herrschte und sie für den Zweistundenflug ihren Nikotinpegel aufleveln musste.
DIe Kiffer, die ich kenne, sind eigentlich eher alles leicht verdaddelte Typen, die zwar schon im Leben stehen, aber dann doch nicht wirklich was auf die Kette kriegen. Aber generell hätte ich jetzt mit der Aufhebung des Cannabisverbots kein Problem.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.867
Erzähle mir nicht, daß Du die Situation zuvor nicht ausloten musstest, um ein psychologisches Profil Deiner Mitmenschen zu haben, um zu wissen, was Deinem Gegenüber zumutbar ist, und was nicht.
Und das Umfeld spielt dabei keine Rolle, man muß wissen wem man sich anvertrauen kann, und wem nicht.

Nö. Mir ist das weitgehend scheißegal. Das liegt aber vermutlich daran das ich beruflich eine Position inne habe wo mir nur schwer jemand einen anflicken kann und auch privat brauche ich mich nicht verstecken. Mir ist es wurst was die Leute denken und ans Bein pinkeln können die Leute ja mal versuchen.
Hat aber noch niemand.


Man merkt daß Du nicht wirklich betroffen warst, sonst hättest Du Dir womöglich Sorgen gemacht, daß die falschen Ohren im schlimmsten Fall Dein Leben zerstören könnten. Sei es nur mit einem Gang zu Behörden, welche Dich zum Junkie machen, weil sie denken Du bräuchtest Entzug, und sich dabei noch als helfende Wohltäter aufspielen, denn es sei ja alles nur zu Deinem Besten, und man selbst habe ja sowieso keinen klaren Kopf, also könne man das ja nicht mehr selbst beurteilen, mit all den Drogenproblemen, in denen man so stecke. <<<<- so in etwa, es gibt sicher genügend weitere mögliche Szenarien an Diskriminierung, Zumutungen und Fehleinschätzungen.

Kenne ich nicht. Ich bin nun im Umfeld von Kiffern seit ich 16 bin, also gute 30 Jahre und ich habe da nie ein großes Geheimnis draus gemacht. Mir ist auch unklar wie mir da jemand nachhaltig ans Bein pinkeln können soll. Wenn es alle wissen kann auch keiner was erfahren der es nicht schon wusste.
Mein Chef kennt mich seit 25 Jahren und weiß wie mein Konsum ist und vor allem das ich 25 Jahre leistungsfähig war und zwar zu allen Zeiten und in den miesesten Situationen.

Sucht ist bei mir, wenn sich mit der plötzlichen Abstinenz ein zunehmendes Unwohlsein einstellt, welches befriedigt werden will, weil ansonsten kein normaler Tagesablauf möglich ist.

Für mich ist sucht wenn ich bei Regen draussen rauchen muß weil ich sonst miesmuschelig bin.

Allein der Genuß, weil es gut schmeckt und beruhigt, ist mir dabei nicht genug. Da macht Zucker, Tabak und Alkohol süchtiger, und letzteres schmeckt nicht mal, es muß also rein um den Rausch gehen, lol.

Alkohol schmeckt nicht? Ok. Geht mir leider anders.
 

Zerch

Großmeister aller Symbolischen Logen
10. April 2002
3.073
Nö. Mir ist das weitgehend scheißegal. Das liegt aber vermutlich daran das ich beruflich eine Position inne habe wo mir nur schwer jemand einen anflicken kann und auch privat brauche ich mich nicht verstecken. Mir ist es wurst was die Leute denken und ans Bein pinkeln können die Leute ja mal versuchen.
Hat aber noch niemand.

Kenne ich nicht. Ich bin nun im Umfeld von Kiffern seit ich 16 bin, also gute 30 Jahre und ich habe da nie ein großes Geheimnis draus gemacht. Mir ist auch unklar wie mir da jemand nachhaltig ans Bein pinkeln können soll. Wenn es alle wissen kann auch keiner was erfahren der es nicht schon wusste.
Mein Chef kennt mich seit 25 Jahren und weiß wie mein Konsum ist und vor allem das ich 25 Jahre leistungsfähig war und zwar zu allen Zeiten und in den miesesten Situationen.

Ok, wenn Du Deine spezielle Situation als stellvertretend erachtest, und daran festmachst, es gäbe keine problematischen Konsequenzen, dann mag das speziell für Dich zutrefflich sein. Aber das spricht nicht für unzählige andere Individuen, welche unter der Kriminalisierung schon leiden mußten.

Aus meiner Sicht könnte es eine unbegründete Angstvorstellung sein, dennoch hat die Kriminalisierung mich dann eingeschüchtert, um nochmal auf den psychologischen Effekt hinzudeuten. Also nicht das Cannabis ist das Problem für die Psyche, sondern die Kriminalisierung und Diskriminierung selbst.

Und zwischen den Zeilen gelesen scheint bei Dir ja jeder andere dann unterbemittelt und schlecht positioniert sein, alles Vollassis ohne wichtigen Beruf und fehlendem Leistungsgrundsatz, nutzlose Esser halt : D

Mit Verlaub, Du hast keine Ahnung, was ich, oder andere hier für eine Position haben, und keine Ahnung was diese in deren Leben schon geleistet haben, und was nicht.

Deiner Beschreibung nach könntest Du ebenso auch ein stark überbewerteter Sesselwärmer sein, der für sich schuften lässt, und dabei sehr viel von sich hält.
Alkohol schmeckt nicht? Ok. Geht mir leider anders.
Das muß wohl das Symptom einer milden Alkoholsucht sein. *zwinker*
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.867
Ok, wenn Du Deine spezielle Situation als stellvertretend erachtest, und daran festmachst, es gäbe keine problematischen Konsequenzen, dann mag das speziell für Dich zutrefflich sein. Aber das spricht nicht für unzählige andere Individuen, welche unter der Kriminalisierung schon leiden mußten.

Naja, ich kenne eigentlich niemanden der durch gelegentlichen (!) Konsum Probleme hatte. Defakto kenne ich kaum Leute die nicht ab und zu kiffen.
Das betrifft auch die Mitarbeiter in meinem Team.

Aus meiner Sicht könnte es eine unbegründete Angstvorstellung sein, dennoch hat die Kriminalisierung mich dann eingeschüchtert, um nochmal auf den psychologischen Effekt hinzudeuten. Also nicht das Cannabis ist das Problem für die Psyche, sondern die Kriminalisierung und Diskriminierung selbst.

Hm. Wie gesagt kenne ich überhaupt nicht aus meiner Umgebung. Da ist ein ganzer Haufen von Menschen die im Leben stehen und vollständig offen damit umgehen hin und wieder auch mal einen Joint zu rauchen.

Und zwischen den Zeilen gelesen scheint bei Dir ja jeder andere dann unterbemittelt und schlecht positioniert sein, alles Vollassis ohne wichtigen Beruf und fehlendem Leistungsgrundsatz, nutzlose Esser halt : D

Nö. Das sind so Betrachtungen die ich nicht anstelle und das spiegelt sich in einem kunterbunten Freundeskreis aus allen möglichen Berufen und Lebensläufen. Ist für mich keine relevante Betrachtung, ich umgebe mich gerne mit netten Leuten und "NETT" bezieht sich da auf den Charakter und nicht auf Intelligenz, beruflichen Erfolg, Besitz oder sowas bescheuertes.


Mit Verlaub, Du hast keine Ahnung, was ich, oder andere hier für eine Position haben, und keine Ahnung was diese in deren Leben schon geleistet haben, und was nicht.

Mir wäre neu wenn ich darüber Mutmaßungen angestellt hätte. Es ist interessant was Du in meinen Beitrag hineininterpretieren willst.
Ich habe gemeint das ich mit der Situation so umgehe: "Ick bün wat ick bün geh mi aff von min blünnen"


Deiner Beschreibung nach könntest Du ebenso auch ein stark überbewerteter Sesselwärmer sein, der für sich schuften lässt, und dabei sehr viel von sich hält.

Was ich geschrieben habe bezieht sich auf eine gefestigte Position und nicht auf eine extern bewertete "voll krass wichtige" Position. Meine Position ist gefestigt so das mir keiner ans Bein pinkeln kann. In der Bewertung, objektiv von aussen bin ich ein kleines Lichtlein und das ist auch gut so.

Das muß wohl das Symptom einer milden Alkoholsucht sein. *zwinker*

Sicher. Allerdings wohl eine psychische, körperliche Abhängigkeit von Alkohol ist recht endgültig und sollte um jeden Preis vermieden werden, denke ich.
 

Zerch

Großmeister aller Symbolischen Logen
10. April 2002
3.073
Also gab es außerhalb meiner illusionären Gedankenwelt keinerlei Bedrohung durch das Verbot von Cannabis ?

Was bin ich wohl für ein Dummkopf gewesen, dann habe ich ja alle Freiheiten verpasst. Es gab also nie eine Gefahr, welche von meinen Mitmenschen ausging.
Keiner meiner Nachbarn hätte mich bei der Polizei verpfiffen, wenn ich im Garten Hanf angebaut, und es aus allen Ritzen danach gerochen hätte. Es wäre also völlig egal gewesen, was die alle denken und daraus gemacht hätten.

Absolut keine Konsequenzen durch das Verbot. Die Angstpsychosen vor den grünen Sternchenjägern mit der gepuderten Nase waren völlig unbegründet, da diese ja eher auf Koks stehen, und harmlose Kiffer in Ruhe lassen.

Naja, Ironie aus. -Man kann es halt nicht von einer individuell glücklichen Situationserfahrung auf die allgemeine Realität beziehen.
Und ich selbst hatte im Leben auch schon weit mehr Glück als Verstand, was natürlich erst im Nachhinein zu einer Bewusstwerdung gelangen kann. Alles hätte auch beim ersten Versuch schief laufen, und die eigene Zukunft zerstören können.

Also man kann unter Menschen nicht paranoid genug sein. Realität ist wie Feuer, an dem man sich wärmen, aber noch leichter verbrennen kann.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.867
Also gab es außerhalb meiner illusionären Gedankenwelt keinerlei Bedrohung durch das Verbot von Cannabis ?

Das habe ich nicht gesagt. Ich habe gesagt das ich mir da nie eine Platte machen mußte. Ich wohne aber, das ist mir bewußt, in einem Teil Ds wo
Leute mit Joint im Mund über die Straße laufen. In Bayern ist das nicht so, auch das weiß ich.


Was bin ich wohl für ein Dummkopf gewesen, dann habe ich ja alle Freiheiten verpasst. Es gab also nie eine Gefahr, welche von meinen Mitmenschen ausging.
Keiner meiner Nachbarn hätte mich bei der Polizei verpfiffen, wenn ich im Garten Hanf angebaut, und es aus allen Ritzen danach gerochen hätte. Es wäre also völlig egal gewesen, was die alle denken und daraus gemacht hätten.

Beim Anbau hätte ich auch Angst, beim Konsum nicht so sehr.
Tatsächlich ist mir auch nicht so ganz klar was denn passieren kann wenn jemand weiß das man hin und wieder Hanf konsumiert. Was genau gibt es da zu fürchten in Deinem Umfeld?
Jobverlust? ... oder? Ich habe damit tatsächlich keine Erfahrungen!

Absolut keine Konsequenzen durch das Verbot. Die Angstpsychosen vor den grünen Sternchenjägern mit der gepuderten Nase waren völlig unbegründet, da diese ja eher auf Koks stehen, und harmlose Kiffer in Ruhe lassen.

Naja zugeballert beim Autofahren erwischt werden ist natürlich eine Gefahr die mir bekannt ist.

Naja, Ironie aus. -Man kann es halt nicht von einer individuell glücklichen Situationserfahrung auf die allgemeine Realität beziehen.

Witzig, DAS habe ich nicht getan sondern Du willst mir das unbedingt in den Mund legen.
In Wirklichkeit habe ich gefragt (FRAGE):
"
Welche Angst hast Du denn da? Jobverlust? Oder Ablehnung?
"
Eben weil es in meinem Leben nie so richtig ein Thema war oder ist.

Und ich selbst hatte im Leben auch schon weit mehr Glück als Verstand, was natürlich erst im Nachhinein zu einer Bewusstwerdung gelangen kann. Alles hätte auch beim ersten Versuch schief laufen, und die eigene Zukunft zerstören können.

Also man kann unter Menschen nicht paranoid genug sein. Realität ist wie Feuer, an dem man sich wärmen, aber noch leichter verbrennen kann.

Wie denn? Was genau sind denn nun die Ängste?
Was kann Dir denn ein Zufallsmensch der mitbekommt das Du hin und wieder kiffst antun und wie kann der das?

Es ist ja durchaus möglich das ich in einer Sondersituation bin und mir das nie bewußt war, aber selbst bei einem so konservativen Haufen wie den Freimaurern war die Reaktion nicht ablehnend oder gefährlich.
 

dodo

Vollkommener Meister
22. Oktober 2021
536
Die Anzahl der Cannabis-Handelsdelikte ist im Jahr 2020 um 1,5 % angestiegen. Der Anteil dieser an
allen Rauschgift-Handelsdelikten betrug 58,8 %, womit Cannabis das mit Abstand meist gehandelte
Betäubungsmittel in Deutschland bleibt
Quelle : BKA

Drogen aus Polizeiwagen gestohlen.
Quelle: WDR

Polizei Frankfurt lässt sich sichergestellte Drogen aus dem Streifenwagen klauen​

Quelle: Frankfurter Neue Presse

Interessante Seite:

Gegen den Mann wird nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Drogenbesitz ermittelt.
Ein Mann hat am Samstagvormittag am Augsburger Hauptbahnhof eine Bundespolizistin bei einer Kontrolle attackiert und hat dann versucht zu flüchten. Nachdem der Mann dann gestellt werden konnte, wurde eine geringe Menge Haschisch bei ihm gefunden. Außerdem soll er ein Päckchen mit Kokain weggeworfen haben.

Ob unser Krankheitsminister das ignoriert?
 

Zerch

Großmeister aller Symbolischen Logen
10. April 2002
3.073
Ob unser Krankheitsminister das ignoriert?
Alles Lügen aus der Vergangenheit, und jene die das wahr haben wollen, weil diese womöglich davon profitieren, hängen daran fest. Cannabis ist kein BTM. Es ist zu Unrecht im BTM-Register, neben echten starken und süchtig machenden BTM, wie z.B. Opiate.

Die Polizei sollte sich um wichtigeres kümmern als Cannabis zu verfolgen. Einige dieser Superknallköpfe haben sicher Angt um deren Daseinsberechtigung, wollen weiter Leute verfolgen und abstrafen. Und der Steuerzahler bezahlt dieses korrupte Pack auch noch.

Mir reicht es aktuell sowieso mit den ganzen Idioten. Haltet es weiter verboten, ihr macht und denkt sowieso was ihr wollt.
 

Zerch

Großmeister aller Symbolischen Logen
10. April 2002
3.073
Witzig, DAS habe ich nicht getan sondern Du willst mir das unbedingt in den Mund legen.
In Wirklichkeit habe ich gefragt (FRAGE):
"
Welche Angst hast Du denn da? Jobverlust? Oder Ablehnung?
"
Eben weil es in meinem Leben nie so richtig ein Thema war oder ist.
Es hat keinen Wert darüber zu diskutieren, Du hast 101% recht. Keiner hat jemals seinen Job, seinen Ruf, oder sonstetwas verloren, es gibt keine Kriminalisierung.

Es gab niemals eine Gefahr von anderen Mitmenschen ausgehend. Niemand pinkelt gerne auf anderer Leute ihre Beine.

Danke daß Du meine Illusion zerrüttet hast, Deine Erfahrungen sind für Jedermann stellvertretend.

Viel Spaß beim unbekümmerten Konsumieren. Und dodo's mindset ist nur eine harmlose Ausnahme.
 

Zerch

Großmeister aller Symbolischen Logen
10. April 2002
3.073
An die medialen Verhetzer und dodo: Marijuana wird mit "J" geschrieben, die Schreibweise mit "h" ist eigentlich falsch, auch wenn diese als ebenso richtig bezeichnet wird. In der Regel sind alle die "Marihuana" schreiben, Gegner, oder wissen es nicht besser, da mittlerweise sowieso alles verwässert wurde.
MariHuana klingt halt böser, narkotischer, wie "H"eroin eben, es stammt aus dem Krieg gegen Drogen in Mexiko.

An der Oberfläche wird mit der Verfolgung von Marijuana abgelenkt, damit der Heroinhandel geschützt ist. Und dieser ist in den Händen der westlichen Geheimdienste, wie CIA & MI6, welche in Afghanistan für den Weltmarkt produzieren. Nur ein Teil der Opiate ist für medizinische Zwecke bestimmt, denn die Pharmagiganten stecken voll mit drin.
 

dodo

Vollkommener Meister
22. Oktober 2021
536
Es hat keinen Wert darüber zu diskutieren, Du hast 101% recht. Keiner hat jemals seinen Job, seinen Ruf, oder sonstetwas verloren, es gibt keine Kriminalisierung.

Es gab niemals eine Gefahr von anderen Mitmenschen ausgehend. Niemand pinkelt gerne auf anderer Leute ihre Beine.

Danke daß Du meine Illusion zerrüttet hast, Deine Erfahrungen sind für Jedermann stellvertretend.

Viel Spaß beim unbekümmerten Konsumieren. Und dodo's mindset ist nur eine harmlose Ausnahme.
Was macht das mit ihnen wenn sie das Zeug unbedingt brauchen?
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
12.867
Es hat keinen Wert darüber zu diskutieren, Du hast 101% recht. Keiner hat jemals seinen Job, seinen Ruf, oder sonstetwas verloren, es gibt keine Kriminalisierung.

Es gab niemals eine Gefahr von anderen Mitmenschen ausgehend. Niemand pinkelt gerne auf anderer Leute ihre Beine.

Danke daß Du meine Illusion zerrüttet hast, Deine Erfahrungen sind für Jedermann stellvertretend.

Viel Spaß beim unbekümmerten Konsumieren. Und dodo's mindset ist nur eine harmlose Ausnahme.

Nun, offenbar hast vor allem Du Probleme zu Glauben das Deine Erfahrungen nicht für alle gleich sind.
 

Zerch

Großmeister aller Symbolischen Logen
10. April 2002
3.073
Nun, offenbar hast vor allem Du Probleme zu Glauben das Deine Erfahrungen nicht für alle gleich sind.
Stimmt doch überhaupt nicht. Jedenfalls brauchst Du nicht so zu tun, als gäbe es nie Probleme und kein Verbot ohne Verfolgung.
Und Du hast es an Deiner persönlichen Situation festgemacht, daß es keinen Grund für Ängste geben solle. Gäbe es situationsbezogen keinen Grund, sind diese Ängste dennoch vorhanden, weil es ist nun mal VERBOTEN und wird VERFOLGT.

Die Seite die von dodo verlinkt wurde, ist ein Beispiel für Hetzpropaganda gegen Hanf, wo nur Taten anderweitig krimineller Hanfkonsumenten gezeigt werden, wo der Eindruck enstehen soll, es gäbe keine vertrauenswürdige und ehrbare Hanfkonsumenten.

Die Betonköpfe aus dem Allgäu gehen wirklich "all-in". Ich kann mir nicht vorstellen daß Leute mit diesem mindset keine Gefahr für den harmlosen Kiffer sein sollten.

Was ist mit Gewalttaten und Kriminalität unter Alkoholeinfluß? Weshalb streitet dort keiner ab, daß auch friedliche und aufrichtige Bürger Alkohol konsumieren? -Weil es legal ist, und jeder darin konditioniert ist, es als eine in der Gesellschaft weit verbreitete Droge zu erachten. Viele sehen es nicht mal als Droge, und pflegen damit einen leichtfertigen Umgang.

Was macht das mit ihnen wenn sie das Zeug unbedingt brauchen?
Ich brauche das nicht unbedingt, aber es verbessert meine Lebensqualität enorm, warum sollte ich ständig darauf verzichten, während ungesündere und schlimmere Dinge erlaubt sein sollen. Es ist nicht nur ein Genußmittel, es ist auch eine Medizin, welche präventiv das Immunsystem stärkt, und auch im Nachhinein eine beruhigende Wirkung hat, um sämtliche Genesung im Falle zu begünstigen.

Man kann sich selbst medikamentieren, deshalb will die Pharmaindustrie es kontrollieren, oder verbieten.
Jeder könnte seine eigene Medizin und Genußmittel mit Leichtigkeit anbauen, ein großer Teil an Profite würden einbrechen. Die Alkohol- besonders Bierindustrie hat enorme Angst davor. Es gibt viele wirtschaftliche Gründe, es verboten zu halten, und das unter scheinheiligem Vorwand, denn Alkohol und Tabak sind noch schädlicher.

Die drei Pflanzen die jeder anbauen darf, machen den Konsumenten abhängig von den etablierten Märkten, welche feminisierte Hanfsamen anbieten. Daß kein Konsument zu speziell und unabhängig werden kann, um weiterhin den Markt bedienen zu müssen.

Die gesamte Industrie dahinter ist eine Vergewaltigung der Pflanze. Feminisierte Hanfpflanzen sind genetisch im Eimer. Alles nur für den Profit ausgelegt.
Und die ach so tollen modernen überzüchteten Sorten sind gegenüber den klassischen Landsorten nicht unbedingt besser, trotz höherem THC-Gehalt oft sogar schlechter, weil irgendwas fehlt, durch einseitige Selektion nach gewünschten Eigenschaften, und es wurde jahrelang nur auf THC-Gehalt, und auf wuchseigenschaften, wie Ertrag, hin selektiert.

So wie der Markt Hanf nutzt, wird die genetische Diversität verloren gehen. Die vielen klangvollen Namen gewisser Sorten täuschen über die verlorene genetische Vielfalt hinweg. Selbst in den Ursprungsländern diverser angepasster Formen, sind diese in reiner Form kaum noch zu finden. Die Züchter sind immer wieder angewiesen die Genetik aufzufrischen, aber diese verebbt zunehmends.

Von mir aus kann es also gleich verboten bleiben, so daß jeder für sich es weiter heimlich nutzen kann. Wird es zu einem legalen Wirtschaftsfaktor, wird es mehr Prüfungen geben als zuvor, jeder Grower der mehr als 3 Pflanzen kultiviert ist dann ein Steuerhinterzieher. Und wer kein Garten hat, um sich 2-3 Meter Monster anzubauen, welche von Ertrag mehr erbringen, als ein Kopf im Jahr benötigt, der wird den Markt nicht nur für die Samen bedienen müssen, oder eben gleich lierber auf alles verzichten.
 
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