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Haben Linksextremisten Narrenfreiheit?!

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
11.468
Gorbatschow fand wohl die BRD sozialistischer als die Sowjetunion.

Der Grund dürfte natürlich aber einfach sein: ein gut bezahlter Arbeiter ist deutlich zufriedener und nicht so anfällig für kommunistische Propaganda (was aber scheinbar nicht für viele junge Leute aus der Bourgeoisie galt) und man kann ihn wahrscheinlich noch besser ausbeuten, wenn er Haus und Auto hat, statt 8 hungernden Kindern.

Wenn Du Wohlstand als Instrument der Ausbeutung definierst dann ist das wohl so.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
11.468
Mir ist das jetzige System auch lieber, aber das Grundprinzip hat sich doch jetzt nicht wirklich geändert.

Ich verstehe das Ziel nicht so ganz? Ewige Freizeit? Wochenende für alle immer?
Schlarafenland? Kostenfrei Milch, Honig und TV für alle oder wann genau muß man Leistung fürs eigene Überleben erbringen ohne das diese eine Ausbeutung des "Systems" ist?
 

William Morris

Ritter Rosenkreuzer
4. Mai 2015
2.699
Ich verstehe das Ziel nicht so ganz? Ewige Freizeit? Wochenende für alle immer?
Schlarafenland? Kostenfrei Milch, Honig und TV für alle oder wann genau muß man Leistung fürs eigene Überleben erbringen ohne das diese eine Ausbeutung des "Systems" ist?
Das Prinzip des Kapitalismus hat sich ja seit dem 19. Jahrhundert nicht wesentlich geändert. Ihm wurden Zügel auferlegt und die Arbeiter besser versorgt. Aber es bleibt eben die Frage, würde das System das von allein machen?

Ich gehe mein ganzes Leben arbeiten, also ich will da jetzt nichts geschenkt haben. Vielleicht etwas Milch, wenn du das schon anbietest.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
11.468
Das Prinzip des Kapitalismus hat sich ja seit dem 19. Jahrhundert nicht wesentlich geändert. Ihm wurden Zügel auferlegt und die Arbeiter besser versorgt. Aber es bleibt eben die Frage, würde das System das von allein machen?

Das liegt vermutlich daran das dieses System recht erfolgreich ist. Man kann das gut an den Flüchtlingsströmen ausmachen die üblicherweise zu diesem bösartigen System HIN streben und von den romantischen Systemen WEG.
Ich gehe mein ganzes Leben arbeiten, also ich will da jetzt nichts geschenkt haben. Vielleicht etwas Milch, wenn du das schon anbietest.

Honig kann ich anbieten und das auch erst gegen Juli :)
 

Popocatepetl

Ritter der ehernen Schlange
27. August 2013
4.138
Ich verstehe das Ziel nicht so ganz? Ewige Freizeit? Wochenende für alle immer?
Schlarafenland? Kostenfrei Milch, Honig und TV für alle oder wann genau muß man Leistung fürs eigene Überleben erbringen ohne das diese eine Ausbeutung des "Systems" ist?

ehrlich gesagt, manchmal wünschte ich mir die ganzen unmotivierten faulenzer auf der arbeit nach hause. wenn ich eines partout nicht ausstehen kann, sind es kollegen, die null spaß an arbeit und beruf haben und sie dennoch fortführen.

dennoch ist es ein problem, das bei technischem fortschritt eher ein arbeitsplatz weg fällt statt das kürzer gearbeitet würde. die gewonnene produktivität kommt also letztendlich nur wenigen zugute.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
11.468
dennoch ist es ein problem, das bei technischem fortschritt eher ein arbeitsplatz weg fällt statt das kürzer gearbeitet würde. die gewonnene produktivität kommt also letztendlich nur wenigen zugute.

Das kann man so sehen.
Nehmen wir das Beispiel Landwirtschaft.
Dort wurden die Arbeitsplätze um Faktor 100 und mehr reduziert. Aber ich denke (ausser Stadtmenschen die noch nie hart gearbeitet haben) weint dem Beruf "Knecht" keiner eine Träne nach.

Wer die Romantik von damals spüren will kann ja mal einen Gurkenflieger bemannen oder Heu einbringen.

Ich meine das die so oft beweinten Arbeitsplätze die durch die Automatisierung weggefallen sind vor allem:
* 100% eintönig und repetitiv sind
* oder harte Arbeit unter miesen Bedingungen sind
* oder gefährlich sind

Ich denke das Menschen das nicht mehr tun müssen kommt vor allem den Menschen zugute die das nicht mehr tun müssen.

Ob demnächst auch bessere Arbeitsplätze ersetzt werden können weiß ich nicht. Die Problematik liegt darin die Menschen in andere, am liebsten bessere Berufe zu bringen. Da liegt der Schlüssel vermutlich in Bildung und Ausbildung.
 

Popocatepetl

Ritter der ehernen Schlange
27. August 2013
4.138
Da liegt der Schlüssel vermutlich in Bildung und Ausbildung.

hm, da treten jedoch zwei probleme auf. erstens werden nicht so viele akademiker gebraucht und zweitens muss der mensch an sich überhaupt lernwillig sein :)

jedoch alles eine frage der motivation. da wäre wohl eine grundlegende schulreform nötig...

climbthetree2.jpeg
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.262
Mir ging es eigentlich nur um das ursprüngliche Ziel der Arbeiterbewegung: die Verbesserung der Lebenssituation von Arbeitern und Bauern.
Das war aber nicht das Ziel der Bolschewiken, sondern praktisch aller Strömungen rechts davon. Bismarck hat das in D recht gut gelöst. Die Bolschewiken wollten den kompletten Umsturz aller Verhältnisse, und den haben sie auch erreicht.
 

Popocatepetl

Ritter der ehernen Schlange
27. August 2013
4.138
meine damit allgemein leute die eher denkarbeit verrichten. so ein handwerksmeister sitzt ja letztendlich auch mehr im büro als das er auf der baustelle ist.
 

Giacomo_S

Ritter Rosenkreuzer
13. August 2003
2.786
Ich verstehe das Ziel nicht so ganz? Ewige Freizeit? Wochenende für alle immer?
Schlarafenland? Kostenfrei Milch, Honig und TV für alle oder wann genau muß man Leistung fürs eigene Überleben erbringen ohne das diese eine Ausbeutung des "Systems" ist?

Das Problem des vor allem großstädtischen Menschen ist, dass die Arbeit nicht mehr genug einbringt, um vergleichsweise hohe Kosten zu tragen. In Großstädten geben Menschen mittlerweile 50% ihres Einkommens und mehr nur noch für das Wohnen aus und wohnen dabei auch noch auf dem kleinstmöglichen Raum.

Manche Positionen, wie Lebensmittel z.B., sind im Vergleich zu früher (wenn man einen Standard akzeptiert, der aber verglw. hoch ist), sogar günstiger geworden. Dafür hat man heute ständige laufende Kosten, die es früher so nicht gab, wie Handy-, Daten- und Netzkosten. Früher gab es auch unnötigen Tand und Luxusprodukte, aber wenn man wollte, dann konnte man auf sie verzichten. Die laufenden Kosten für Handy und Netz kann man aber nicht so ohne weiteres abstellen, indem man sagt: Das brauche ich nicht. Denn dann existiert man im sozialen Leben schlicht nicht mehr. Und schon gar nicht in sozialen Krisen und dem Bestreben, aus diesen wieder heraus zu kommen.
Tatsächlich habe ich das als Großstädter sogar jahrelang durchgezogen - was sogar möglich ist, schließlich gibt es in der Stadt Internetshops und Bibliotheken - um dann in ein völliges Loch zu fallen, als der erste Lockdown kam und alle "Internet, Internet" riefen.

Es kommt dann schließlich zu der absurden Situation, dass es einem als "Sozialschmarotzer" einfach besser geht, als wenn man sich um eine ehrliche Arbeit bemüht, und dabei spreche ich noch nicht einmal von irgendeiner Hilfsarbeit, sondern von einer qualifizierten Arbeit.
Und das nicht etwa, weil man als Empfänger von Sozialleistungen im "Land von Milch und Honig" wäre, denn schließlich lebt man am Existenzminimum.
Es ist vielmehr so, dass die Arbeit nur so unwesentlich mehr einbringt, vor allem in Bezug auf unweigerlich höhere Lebenshaltungskosten eines Arbeitnehmers, dass man sich sagt: Warum soll ich denn eigentlich 40 Std. die Woche schuften, um dann am Ende gerade mal vllt. 200, 300 € mehr im Monat dabei heraus zu bekommen?
Und das bei genau demselben bescheidenen Lebenswandel, den man ohnehin schon pflegt?
Damit ich mir die paar "Belohnungen" kaufe, die mein anderenfalls unbefriedigendes Leben lebenswert machen, und dann auch nur für kurze Zeit ...

... bei einer Produktqualität, die unter aller Sau ist, selbst bei Anschaffungen, die früher als traditionell langlebig galten? Und die sich auch mal reparieren ließen, wenn sie kaputt gingen?
Was soll denn das bitte sein, ein Waschmaschine, die nach weniger als 3 Jahren kaputt geht? Dabei will ich noch nicht einmal das an Laufzeit erwarten, was man da früher erwartet hat (10-15 Jahre, min.). Oder Produkte, Kleinigkeiten, die man nicht mal blind kaufen kann, weil sie noch nicht einmal nach dem Auspacken funktionieren?
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.262
Jemand auf Twitter schreibt: "In der AfD muss man gezielt nach Randfiguren suchen, während die Linke einfach eine linksextreme Marxistin an der Spitze ihrer Partei positioniert, ohne dass sich grossartig jemand daran stört."

Ich glaube mittlerweile, daß das nur bedingt richtig ist. Ich glaube, daß die Linke den antinationalen Konsens nicht in Frage stellt, die AfD aber sehr wohl. Ich glaube, daß die AfD mehr oder weniger mit Recht als Staatsfeind gesehen wird, weil unser Staat gegenwärtig eben nicht mehr der ist, den die AfD gern hätte. Die Linke ist innerhalb des gesellschaftlichen Konsenses vielleicht Feind der Eigentümer, die Eigentümer als solche sind aber auch einander feind, nämlich große und kleine, die durchaus ggsätzliche Interessen haben, und sind bereit, mit einem gemeinsamen Feind zu kooperieren, um ihre Partikularinteressen zu fördern. Streit, kleine Gemeinheiten und jugendtypische Delikte innerhalb des großen Konsenses werden nicht als skandalös wahrgenommen.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
11.468
Jemand auf Twitter schreibt: "In der AfD muss man gezielt nach Randfiguren suchen, während die Linke einfach eine linksextreme Marxistin an der Spitze ihrer Partei positioniert, ohne dass sich grossartig jemand daran stört."

Ich glaube mittlerweile, daß das nur bedingt richtig ist. Ich glaube, daß die Linke den antinationalen Konsens nicht in Frage stellt, die AfD aber sehr wohl. Ich glaube, daß die AfD mehr oder weniger mit Recht als Staatsfeind gesehen wird, weil unser Staat gegenwärtig eben nicht mehr der ist, den die AfD gern hätte. Die Linke ist innerhalb des gesellschaftlichen Konsenses vielleicht Feind der Eigentümer, die Eigentümer als solche sind aber auch einander feind, nämlich große und kleine, die durchaus ggsätzliche Interessen haben, und sind bereit, mit einem gemeinsamen Feind zu kooperieren, um ihre Partikularinteressen zu fördern. Streit, kleine Gemeinheiten und jugendtypische Delikte innerhalb des großen Konsenses werden nicht als skandalös wahrgenommen.

Das Argument wurde mir häufiger an den Kopf geworfen:
"Du ewig Gestriger" "das Parteiprogram der CDU von vor 10 Jahren ist heute nicht mehr haltbar" usw.

Ja ganz genau das ist die Kritik, der Staat ist nach links gerutscht und das kann ich durchaus als falsch beurteilen und nicht nur das, es könnte objektiv eine Fehlentwicklung sein.
 

Sonsee

Ritter vom Schwert
1. Juni 2016
2.187
Die Staaten werden heutzutage, von selbsternannten superreichen Weltverbesserern gelenkt.

Schon 1995 haben die Medienwissenschaftler Richard Barbrook und Andy Cameron in ihrer „Californian Ideology“ genau diese Ambivalenz als bewusstes Prinzip des Silicon Valley ausgemacht. Nun wird es Zeit, die europäische Perspektive dazu zu beleuchten. Warum denken wir derzeit so intensiv darüber nach, wie die Welt eine bessere werden könnte? Vielleicht geht es um den von Robert Musil im ersten Band seines Jahrhundert-Romans „Der Mann ohne Eigenschaften“ beschriebenen Möglichkeitssinn, um die Suche nach der Mischung zwischen „Genauigkeit und Seele“. Und vielleicht könnte uns das jener schon so lange erhofften intelligenten Verbindung von Gesellschaft und Technik näherbringen – lernende Algorithmen verhelfen einer heterogenen Gemeinschaft zu sozialer Innovation.

Im Spiel der Weltenbesserung wird es ambivalent bleiben: digital und sozial, philanthropisch und unternehmerisch, kalifornisch und alteuropäisch.

Wer sind die Spieler, was die Einsätze?​

Die kalifornischen, europäischen und auch die noch kaum erforschten asiatischen Ideen zur Verbesserung der Welt sind sehr verschieden – aber überall ist das Gesellschaftsspiel des Guten in vollem Gange.
Und da ist es nun mal gut, die Freiheiten einzuschränken, digitales Lernen ohne persönliche Meinungen eines Lehrers und ohne die Möglichkeit der Nachfrage anzubieten, Reisen zu verbieten um C02 zu reduzieren usw.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.262
Ich bestreite, daß die Staaten von diesen Menschen gelenkt werden. Sie folgen nur in vielen Punkten der Mehrheitsmeinung, die auch von Presse und Politik geteilt wird.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
18.262
Ach, die Journalisten sind gekauft, eigetl. sind das heimliche Patrioten und sie weinen bei jedem Artikel, den sie schreiben, bittere Tränen in ihre Ipads?
 

Sonsee

Ritter vom Schwert
1. Juni 2016
2.187
Ach, die Journalisten sind gekauft, eigetl. sind das heimliche Patrioten und sie weinen bei jedem Artikel, den sie schreiben, bittere Tränen in ihre Ipads?

Na ja, wenn ich an den Beitrag im Spiegel denke, mit Biontech Impfstoff als Heilsbringer, wundere ich mich nicht. Die linke Zeitung nimmt dann eben doch gerne das Geld der Kapitalisten und berichtet dann ungewohnt unkritisch über diese....

Die Gates-Stiftung finanziert weltweit auch journalistische Arbeiten. Beim Spiegel unterstützt sie das Projekt ‚Globale Gesellschaft‘, das über soziale Ungerechtigkeit vor dem Hintergrund der Globalisierung berichtet. Die redaktionellen Inhalte entstehen ohne jeden Einfluss der Stiftung.“
[..]
Ausführlich referiert der Beitrag denn auch die Verschwörungstheorien zu Bill Gates, wobei besonders die zirkulierenden Übertreibungen hervorgehoben werden, was offenbar die Absurdität jeglicher Kritik zusätzlich unterstreichen soll. Die Frage, welche Qualifikation Gates als Virenexperten ausweist, sucht man im Artikel vergebens. Auch die Tatsache, dass die (vorerst) auf Eis gelegte Idee eines verpflichtenden Immunitätsausweises ursprünglich nicht von Jens Spahn stammte, sondern durch Bill Gates in die Welt gesetzt wurde, ist dem Spiegel kein Anlass für kritische Fragen.

Gates und die WHO​

Der Besuch des Softwaremilliardärs beim deutschen Gesundheitsminister schon im Jahre 2018 bleibt ebenso unhinterfragt wie Gates‘ Aussage, den zu entwickelnden Corona-Impfstoff nach einer extrem verkürzten Entwicklungszeit „letztendlich sieben Milliarden Menschen verabreichen“ zu wollen. Wie dies ohne Impfzwang funktionieren sollte, sagte Gates in den über neun Minuten, welche die Tagesthemen ihm für sein Statement einräumten, leider nicht.
 
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