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Nach der Corona-Krise

Giacomo_S

Ritter vom Osten und Westen
13. August 2003
2.512
Also tut mir leid, aber ich finde es höchst bedenklich, wenn man als anscheinend nicht Betroffener, über das Schicksal anderer Menschen urteilt.

Wieso? Es ist doch genau das, was uns libertäre Kreise seit Jahrzehnten predigen: Was, ein Unternehmen geht pleite? Na, dann kommen andere, machen es besser und sind damit erfolgreich.
 

Giacomo_S

Ritter vom Osten und Westen
13. August 2003
2.512
Wie vulgär, und damit Amen, bist du libertär?

Nein, bin ich nicht.
Nur: Wenn - ob mit oder ohne Corona - ein Unternehmen mit 10 Mitarbeitern pleite geht, dann ist das eine private Tragödie, mehr nicht. Geht ein Unternehmen mit 10.000 Mitarbeitern pleite, dann ist das ein Politikum und es wird alles getan, das zu verhindern.
 

MatScientist

Meister vom Königlichen Gewölbe
21. März 2014
1.499
Treten ja doch einige Händler in den zivilen Ungehorsam ein mit "wir machen auf".

Ganz schön viel auf da im Ort.

Sie wollen wohl der Maximal-Schändung entgehen, diese gewissenlosen Narren.

Absolut unsoziales Verhalten, in dieser Situation nur an die Umsätze in ihrem piefigen Laden zu denken!
 

paisley

Erhabener auserwählter Ritter
11. Februar 2014
1.102
Nein, bin ich nicht.
Nur: Wenn - ob mit oder ohne Corona - ein Unternehmen mit 10 Mitarbeitern pleite geht, dann ist das eine private Tragödie, mehr nicht. Geht ein Unternehmen mit 10.000 Mitarbeitern pleite, dann ist das ein Politikum und es wird alles getan, das zu verhindern.
ich will da nicht widersprechen
nur anmerken, daß es dem Staat selber zu Nutze kommen wird
am Beispiel:

ein Weltartikel, der später hinter der Bezahlschranke war, besagte : das Rettungspaket wäre wie von einer Hedgefond Agentur geschnürt.
Im Tagesspiegel steht es ganz gut erklärt aufgedröselt, es werden die Kreditzinsen von 4 auf 9.5 Prozent sukzessive erhöht und so verpfändet die Fluggesellschaft gerade 8 Flugzeuge* um Mittel zu generieren, das Darlehen flott zurückzuzahlen und dennoch bleiben die Konditionen so, daß der Staat durchweg profitiert

„Bei der Lufthansa-Rettung ist erkennbar, dass die Regierung aus den Krisenmaßnahmen der Finanz- und Wirtschaftskrise gelernt hat“, sagte Reiner Holznagel, Chef des Bundes der Steuerzahler.
Der Commerzbank-Geist zeigt sich besonders an einem Aktiendeal, der Teil des Pakets ist. Für seinen 20-Prozent-Anteil an der Airline zahlt der Bund 300 Millionen Euro oder gut 2,50 Euro pro Anteilsschein.
Dieser ist an der Börse tatsächlich aber aktuell knapp zehn Euro wert. Macht auf dem Papier 400 Prozent Gewinn, noch bevor die Verträge unterschrieben sind.
Und für den Fall, dass die Aktie irgendwann doch unter die 2,50-Grenze fällt, gibt es auch eine Klausel. Dann bekommt der Bund die 300 Millionen Euro trotzdem zurück – plus zwölf Prozent Zinsen.“
Quelle
https://www.tagesspiegel.de/wirtsch...geschaeft-fuer-den-steuerzahler/25873126.html
*
https://reisetopia.de/news/lufthansa-beleiht-flugzeuge-als-finanzierungsquelle/
 

Giacomo_S

Ritter vom Osten und Westen
13. August 2003
2.512
ich will da nicht widersprechen
nur anmerken, daß es dem Staat selber zu Nutze kommen wird

Wenn ich mit einem Unternehmen in Schieflage gerate - aus welchem Grund auch immer - und frisches Geld brauche, dann geben mir das die Banken auch nicht kostenlos. Die Details dieses Deals kann ich jetzt nicht beurteilen, aber es war ja nicht einmal nur ein nationales Problem, das die Reisebranche in Bedrouille gebracht hat, sondern ein internationales, ja weltweites.
Es hat vorher auch schon Ereignisse gegeben, für die niemand etwas konnte - denken wir da z.B. an den Vulkanausbruch auf Island - und weshalb Flieger am Boden bleiben mussten.

Die ganze Reise- und Tourismusbranche war doch auch vorher schon völlig überhitzt; ständig wurden noch größere Kreuzfahrtschiffe gebaut, laufend haben sich alle Anbieter mit ihren Flugreisen unterboten - und am Ende war die Flugreise quer durch Europa billiger als die Kaffeefahrt zum nächsten Ausflugsziel.
Das alles im Grunde unter der stillschweigenden Annahme, das nicht nur die Geschäfte ewig so weiter laufen, sondern auch noch wachsen, wachsen, wachsen ...
 

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