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Präsidentschaftswahl in den USA im Jahre 2020

Giacomo_S

Ritter vom Osten und Westen
13. August 2003
2.493
Das Geschwafel von "so kurz vor der Wahl" war doch nur ein Feigenblatt.
Mir geht es darum dass dies zu einer Art moralischen Tabubruch hochstilisiert wird obwohl dies zum ganz normalen Hauen und Stechen in der Politik gehört.

Nun, schon möglich. Am Ausgang der Wahl wird es auch nichts mehr ändern.
Dafür gibt es andere Nachrichten:
In Georgia werden Mitarbeiter der Wahlbehörde mit dem Tod bedroht
Rechtsextreme "Proud Boys" rufen zu bewaffnetem Widerstand auf
Wahlmaschinen-Hersteller nimmt Stellung zu Betrugsvorwürfen

Das ist schon mehr als das ganz normale Hauen und Stechen.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
11.247
Nun, schon möglich. Am Ausgang der Wahl wird es auch nichts mehr ändern.
Dafür gibt es andere Nachrichten:
In Georgia werden Mitarbeiter der Wahlbehörde mit dem Tod bedroht
Rechtsextreme "Proud Boys" rufen zu bewaffnetem Widerstand auf
Wahlmaschinen-Hersteller nimmt Stellung zu Betrugsvorwürfen

Das ist schon mehr als das ganz normale Hauen und Stechen.

Ist das mehr als das ganz normale Hauen und Stechen in den USA?
Aus meiner Beobachtung gehörte das gezielte anzünden ganzer Stadtteile zur Wahlveranstaltung.

Oder warum gehören die Proud Boys ganz sicher zu Trump und BLM aber nicht zu den Demokraten?
 

Lupo

Ritter-Kommandeur des Tempels
3. Oktober 2009
4.467
Es gibt auch Todesurteile auf Bundesebene. Die werden allesamt an ein und demselben Ort vollstreckt (müsste ich googeln), aber seit 2003 waren sie ausgesetzt. Inzwischen sind 8 Hinrichtungen auf Bundesebene erfolgt, ich meine es waren 8, und 5 wurden noch in die Übergangszeit gedrückt, wovon man seit Ende des 19. Jh absah.

Dankeschön! Kommt mir, wie vieles andere in den USA, reichlich wirr und unstrukturiert vor. Aber gut, die normative Kraft des Faktischen sagt, dass die USA als Demokratie über Jahrhunderte und viel länger als wir sehr erfolgreich war (ob und wie lange sie es noch sein wird, steht auf einem anderen Blatt), also wird's wohl irgendwie auch funktionieren.
 

Viminal

Großer Auserwählter
10. Juni 2009
1.887
Sind Deiner Meinung nach Traditionen u.ä. generell völlig egal? Reine Machtpolitik und das ist gut so?
Nicht völlig egal, aber ich kann keinen Zusammenbruch der Zivilisation erkennen wenn beim Bruch der Tradition keine Gesetze gebrochen werden und auch niemand zu Schaden kommt. Ich bin dafür das zu kritisieren was wirklich kritikwürdig ist und v.a. immer auch eine Einordnung vorzunehmen wie schlimm das jetzt wirklich ist.
Ja, natürlich, Lindsay Graham hatte 2016 davon gesprochen dass es richtiger ist die Richterbesetzung auf die Zeit nach der Wahl zu schieben und im Jahr 2020 wollte er von diesen Worten nichts mehr wissen. Dafür kann und sollte er kritisiert werden. Aber man sollte die Kirche im Dorf lassen und es in den Kontext des Politikbetriebes stellen. Er ist nicht der Erste Politiker der modernen westlichen Welt der sein Geschwätz von gestern nicht mehr hören will und ganz sicher auch nicht der Letzte.
Vor allem finde ich es schlicht heuchlerisch, denn mir kann keiner erzählen dass die Demokraten es umgekehrt nicht genauso gemacht hätten. V.a. nicht wenn einige davon ganz offen Reformen für den Supreme Court fordern mit der Begründung dass es einen ideologischen Ausgleich zwischen den Richtern geben muss - also es wird nichts fachliches an den Richtern kritisiert, sondern ganz offen gesagt dass es mehr Richter bestimmter ideologischer Prägung braucht damit die Urteile im Sinne der Demokraten ausfallen. Da braucht man sich dann auch nicht darüber echauffieren, dass die Republikaner Winkelzüge anwenden um ihrerseits Ideologie-Mehrheiten zu bekommen.
 

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Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.694
V.a. nicht wenn einige davon ganz offen Reformen für den Supreme Court fordern mit der Begründung dass es einen ideologischen Ausgleich zwischen den Richtern geben muss
Genau das wurde eben durch die Geschichte häufig versucht - früher haben die Parteien teilweise sogar für die Kandidaten der Gegenseite gestimmt - aber das brauchen wir ja alles nicht mehr heute. Was könnte schon passieren?
 

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Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.694

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Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.694
Bevor wir komplett zu 2024 wechseln, nochmal kurz zurück zu den diesjährigen Wahlen, insbesondere den bevorstehenden Entscheidungen in Georgia, wo die Demokraten den Senat übernehmen könnten, wenn sie beide noch offenen Sitze bekommen.

Ich finde diese Wahlen durchaus bemerkenswert, da auf der Seite der Republikaner das reichste Mitglied des US-Kongresses steht, eine Finanzkapitalistin mit Erfahrung bei Citibank, Intercontinental Exchange u.a. Sie ist mit großem Abstand die reichste Senatorin und - welch Zufall - extreme Unterstützerin von Trump. Sie wurde bisher nicht gewählt, sondern - vermutlich NICHT aufgrund ihrer finanziellen Zuwendungen - als Ersatz für einen aussteigenden Senator ernannt.

Wer steht auf der anderen Seite? Ein Priester aus der Kirchengemeinde Ebenezer Baptist Church in Atlanta, aus der auch Martin Luther King Jr. kam, der damals ebenfalls, wie nun auch der aktuelle Gegner der Banksterin, als Radikaler, Marxist u.ä. dargestellt wurde.

Wie wird Georgia entscheiden? Es bleibt auch mit Trump als "lame duck" spannend.

 

Viminal

Großer Auserwählter
10. Juni 2009
1.887
Interessant wäre auch eine Debatte in den Mainstream-Medien darüber ob das Hinweisen auf ein Bürgerkriegsszenario in den Monaten vor der Wahl tatsächlich gerechtfertigt war, übertriebener "Angstporno" oder eher sogar ein Hereinfallen auf Trumps Schaumschlägerei.
 

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Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.694
Interessant wäre auch eine Debatte in den Mainstream-Medien darüber ob das Hinweisen auf ein Bürgerkriegsszenario in den Monaten vor der Wahl tatsächlich gerechtfertigt war, übertriebener "Angstporno" oder eher sogar ein Hereinfallen auf Trumps Schaumschlägerei.
Was ich gelesen habe, ging eher in die Richtung, dass einzelne gewalttätige oder auch terroristische Aktionen und Eskalationen zwischen Milizen, Proud Boys u.ä. auf der einen Seite und BLM, Antifa u.ä. auf der anderen befürchtet werden. Oder eben auch weitere Vorfälle in dieser Richtung:

Ein breiter Bürgerkrieg wird offenbar von manchen Gruppen am rechten Rand im Dunstkreis der Boogaloo-Bewegung angestrebt, aber ich habe keine Beiträge in großen Medien gelesen, wo dem kurzfristig eine realistische Chance eingeräumt wurde.
 

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Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.694
Passend zum Thema - es gibt seit ein paar Tagen auch noch Berichte zu angeblichen Diskussionen um "martial law":

"In the conspiratorial conservative base of supporting Trump, there are calls for using the Insurrection Act to declare martial law," said Elizabeth Neumann, former assistant secretary of Homeland Security under President Trump and adviser at Defending Democracy Together, on CNN's "Reliable Sources."
"When they hear that the president is actually considering this, there are violent extremist groups that look at this as a dog whistle, an excuse to go out and create ... violence," she said.
It's a concept she calls "acceleration," in which violent extremist groups, especially White supremacists, try to overthrow the United States government. These groups believe that will take place through a civil war and look to "accelerate the chaos, accelerate the coming of the civil war."

Trump nennt die Berichte "fake news":


Gibt es doch noch einen "last stand"?

In a meeting at the White House on Friday, President Trump weighed appointing Sidney Powell, who promoted conspiracy theories about rigged voting machines, to investigate voter fraud.

Rudy Giuliani called Ken Cuccinelli, second in command at the Department of Homeland Security, on Thursday night and asked him whether DHS could seize voting machines, a source familiar with the call confirmed to Axios.
 

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Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.694

I Sued Blackwater for the Massacre of Iraqi Civilians. Trump Just Pardoned Those Convicted Killers.​

Trump’s pardon of the Blackwater mercenaries who murdered 14 Iraqi civilians at Nisour Square shows the world what justice means in the United States.

Ali Kinani was 9 years old when he was shot in the head by Blackwater guards on September 16, 2007 in a traffic circle in Baghdad, Iraq. He was in the back seat of his father’s SUV with two of his cousins. Their mother was in the front seat. Ali’s father, Mohammed Kinani, was driving and saw four armored cars enter the traffic circle from the wrong direction. The “soldiers” held up their hands for traffic to stop. Mohammed stopped his car. He initially thought the men were U.S. soldiers. They were not. [...]

The Nisour Square massacre was the FBI’s most comprehensive and expensive criminal investigation since 9/11. Dozens of witnesses were brought to the United States to testify about what happened on September 16, 2007. The efforts of the investigators, the prosecutors, and the men and women who supported them was immeasurable. The expense was to show the people of Iraq that the U.S. government would hold people accountable for their crimes, no matter when or where they were committed.
 

Giacomo_S

Ritter vom Osten und Westen
13. August 2003
2.493
Wie kann man Menschen begnadigen, die so viele Zivilisten erschossen haben, das ist pervers.
 

Manesse

Groß-Pontifex
3. Oktober 2010
2.862
Inauguration

Ein selten gebrauchtes Wort!

Jetzt ist es wieder mal aktuell!


Als Inauguration wird die Amtseinsetzungszeremonie des US-amerikanischen Präsidenten bezeichnet, ebenso wie im Russischen Инаугурация und im Spanischen la Inauguración üblich ist.

In Österreich ist der Begriff für die Amtseinführung von Universitätsrektoren gebräuchlich. Die feierliche erste Messe eines neuen Papstes bezeichnet man als Inaugurationsmesse. In Deutschland werden Universitätsprofessoren durch die Inauguralvorlesung in das Amt eingeführt.

 
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